10:46:48 | Montag, 7. November 2005
Im Jahrbuch 2006 des Speyerer Bistumsblattes ‘Der Pilger’, erschien ein Nachruf auf den im letzten März verstorbenen Pater Manfred Adler. Obwohl der Nekrolog einige Fehler enthält, ist er ein weiteres Zeichen dafür, daß zwischen Pater Adler und den diözesanen Verantwortlichen eine ernsthafte Versöhnung stattgefunden hat.
(kreuz.net, Speyer) Unter dem Titel „Konsequenter und schwieriger Weg“ wurde im kürzlich herausgekommenen
„Pilger-Kalender 2006“ auf Seite 136 eine Würdigung des
im März verstorbenen Paters Manfred Adler veröffentlicht.
Der Kalender ist ein von der Redaktion des Bistumsblattes der Diözese Speyer herausgegebenes Jahrbuch.
Darin werden jedes Jahr die verstorbenen Diözesangeistlichen sowie Ordensgeistliche, die in der Diözese
Speyer gewirkt haben, mit einem Nachruft gewürdigt.
Der kurze Nekrolog – mit einem Foto – enthält zwar
einige Fehler und auch Verdrehungen in der Chronologie des Lebenslaufs. Er ist aber ein weiterer Hinweis
darauf, daß sich Pater Adler und die diözesanen Amtsträger versöhnt haben und vor allem dafür, daß
diese Versöhnung seitens der Diözese ernst gemeint war.
In der Würdigung wurde deswegen nicht andeutungsweise
auf den Konflikt von 1978 und dessen schwere Folgen für Pater Adler eingegangen.
Interessanterweise
steht im Pilger-Kalender 2006 zum ersten Mal – in den früheren Ausgaben war das nicht so – im Teil mit
Nachrufen auf verstorbene Kleriker am oberen und unteren Rand jeder Seite in kursiv der Schriftzug „Verstorbene
Priester der Diözese: Mai 2004 bis Mai 2005“.
In diesem Fall hat die Änderung des Layouts eine tiefere
Bedeutung, weil der Pater dadurch, zumindest optisch, ausdrücklich wieder zum Diözesangeistlichen wurde.
Es bleibt zu hoffen, daß sich diejenigen, welche die Kampagne gegen Pater Adler in Gang setzten, weil
er ihre Kollaboration mit antichristlichen Kräften durch seine Publikationen störte, sich eines Tages
bekehren und auf den rechten Weg zurückfinden.
Die Lebens- und Glaubenshaltung des verstorbenen Paters
Adler kommt in seinem letzten Buch im letzten Absatz des Schlußwortes gut zum Ausdruck:
„Das mächtige
Welt-Reich der Kabbalisten ist von dieser Welt und wird mit dieser Welt untergehen.
Das Reich Gottes
dagegen, das nicht von dieser Welt ist, das aber in der Person, im Wort und im Werk Jesu Christi bereits
jetzt in der Welt gegenwärtig ist, wird kein Ende haben.
Das ist der Glaube, der die antichristliche
Welt überwindet.“(Aus: „Der ‘Jude’ Jesus und die Gottesfrage oder: War Jesus Jude oder ist er Gott?“,
Traunstein 2004, Seite 118)
Vor dem Hintergrund dieses Zitats kann man verstehen, wie es ein kleiner
Pater aus der Pfalz wagen konnte, die mächtigen Hinterzimmerklubs anzugreifen, und trotz aller Sanktionen
nie nachgegeben hat.
Im Vertrauen auf die Ewigkeit ist er mit einer bewundernswerten inneren Ruhe heimgegangen.
Pilger-Kalender 2006, 85. Jahrgang, Pilger-Verlag, Speyer 2005, Euro 3,90, Direktbezug online unter:
www.der-pilger.de
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#5
Stimme aus dem Tradiland 08:56:30 | Dienstag, 8. November 2005
#4
Gotthard 23:42:23 | Montag, 7. November 2005
#3
Brandenburgis 23:31:32 | Montag, 7. November 2005
#2
Evelin 20:29:37 | Montag, 7. November 2005
#1
Brandenburgis 15:58:17 | Montag, 7. November 2005