Sonst ist der suspendierte Ex-Pfarradministrator von Röschenz um klare Worte nicht verlegen. In seinen Aussagen zum Zölibat, das er als Priester vor Gott und der Kirche versprochen hat, verweigerte er – eindeutig – die Aussage.
(kreuz.net, Röschenz) „Fragen wir den Pfarrer doch selbst, wie es um sein Privatleben steht“, hieß im
vergangenen Mai in einer Propagandasendung des ‘Schweizer Fernsehens’ zugunsten des damaligen Röschenzer
Pfarradministrators Franz Sabo.
Zuvor hatte eine langjährige Kirchenpflegerin der ehemaligen Aushilfspfarrei
des Rebellenpriesters frisch von der Leber in die Kamera geplauert, daß das Privatleben des Pfarrers
„jeden einen Scheiß“ angehe.
In „unserer Zeit“ sei man bereits schon so weit, daß ein katholischer
Priester „sogar einen Freund“ haben könne, meinte die Dame treuherzig.
„Ich lebe einfach mit meinem
besten Freund und meiner besten Freundin zusammen und zwar seit vielen Jahren und das ist wunderbar“,
erklärte der suspendierte Priester in die Kamera:
„Ich hab mich nie versteckt. Ich steh zu meinem Leben,
das ich führe“.
Auch wenn die Leute da gerne in der sexuellen Kiste herumwühlen wollten, er stehe auch
öffentlich zu seiner Sexualität:
„So wie jeder Mensch eine Sexualität hat und eine Sexualität lebt,
so leb ich die auch, nur mit wem, wann, wo und wie, das ist meine Privatsache. Das geht niemanden etwas
an“.
Das interessiere ihn bei den andern auch nicht.
„Ich hänge mir nicht ein Schild um: Ich bin grün,
blau, schwarz oder sonst irgendetwas und das bitte ich einfach zu respektieren. Es interessiert mich auch
nicht, was der Herr [Generalvikar Bernhard-Roland] Trauffer oder der Herr X oder Y macht.“
Es sei für
Sabo als Priester doch gar nicht vorgesehen, eine Sexualität zu haben oder diese zu leben, bohrt der
sabobegeisterte Journalist des ‘Deutschschweizer Fernsehens’ weiter.
„Das ist eigentlich ein ziemliches
Drama der römisch katholischen Kirche“, antwortet der inzwischen suspendierte Priester:
„Man hat wirklich
den Eindruck, sie stellen die Sexualität so dar, wie wenn es eine Panne beim lieben Gott oder in der
Schöpfung vom lieben Gott wäre“, glaubt Sabo zu wissen.
Es sei genau das Gegenteil. Es sei etwas Wunderbares
und etwas Wunderschönes.
„Man sollte eigentlich die Leute auch durchaus ermuntern, ihre Sexualität
zu leben, Freude daran zu haben.
„Wenn es stimmt für die Leute was sie machen, ist das gut und okay“,
formulierte der damalige Pfarradministrator sein moraltheologisches Handlungsprinzip.
Die sabopropagandistische
Sendung ‘Der Schuß von der Kanzeln. Von Wasserpredigern und Weintrinkern. Ein Film von Roland Huber’
wurde am 5. Mai 2005 vom Deutschschweizer Fernsehen gesendet.
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9 Lesermeinungen
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#9 Sulpicius 01:20:17 | Mittwoch, 9. November 2005
Hmm… „So wie jeder Mensch eine Sexualität hat und eine Sexualität lebt, so leb ich die auch, nur mit
wem, wann, wo und wie, das ist meine Privatsache. Das geht niemanden etwas an“. Das ist ja UNSINN, natürlich
hat er als kath. Priester eine Vorbildfunktion und er ist eine öffentliche Person. Insofern ist es nicht
nur seine Privatangelegenheit.
#8 Fritz Ganser 00:49:09 | Mittwoch, 9. November 2005
Nur bösartige Gerüchte? Es gibt Leute, die sagen, auch der Herr Generalvikar gehöre zu diesem Club.
Warum eigentlich nicht, wenn es ihm Spass macht? Oder sind das nur bösartige Gerüchte?
Ja, blickt durchs Schlüsselloch… … aber nicht nur bei Franz Sabo! Es gibt da andere, die in bekannten
Schwulen-Saunas verkehren! Sabo muss man mindestens zugute halten, dass er – im Gegensatz zu vielen anderen –
ein wichtiges Gebot befolgt: Du sollst nicht lügen! Von einem Gebot: „Du sollst keine Sexualität haben!“
hab ich hingegen noch nichts gehört. Oder stehen die Kirchengesetze unterdessen über den Geboten?
@ganser Immerhin! Wenn es euch stört, dass er um den Brei herumredet, wie ihr sagt, dann bleibt euch
nichts anderes übrig, als doch einmal bei ihm durchs Schlüsselloch zu gucken. Ich bekomme ja schon beim
lesen der Aussagen von Herrn S. das grosse Kotzen. Muten Sie niemandem auch noch einen Blick durch das
Schlüsselloch zu. Wie blind sind Sie eigentlich? Freiwillige Selbstverblendung.
Frauen im Pfarrhaus Im Pfarrhaus wohnende Frauen waren in Deutschland und Österreich und in der Schweiz
und in vielen anderen Ländern doch eine absolute Selbstverständlichkeit. Der ohne Frau im Pfarrhaus
wohnende Priester ist doch erst eine Entwicklung der Gegenwart „Selbst ist der Mann…"… oder wer von
den Männern hier putzt, wäscht, bügelt etc selbst?
#3 Fritz Ganser 23:21:42 | Montag, 7. November 2005
Liebe Redaktionsmitglieder Herzlichen Glückwunsch! Ihr habt’s geschafft, Franz Sabos Aussagen richtig
wiederzugeben. Vielen Dank! Nun lass ich euch in Ruhe, auch wenn die Entschuldigung für eure Falschmeldungen
ausgeblieben ist. Immerhin! Wenn es euch stört, dass er um den Brei herumredet, wie ihr sagt, dann bleibt
euch nichts anderes übrig, als doch einmal bei ihm durchs Schlüsselloch zu gucken. Oder eben man könnte
ja auch die Themen „Sex“ und „Macht“ im spirituellen Rahmen etwas weniger wichtig nehmen. Nochmals vielen,
vielen Dank!
Schlimm… Aber er stellt sich ja auf die Seite seiner „Schäfchen“. Die äussern sich ja ähnlich dekadent
und heissen das Treiben (im wahrsten Sinn des Worts) gut! In der Privatwirtschaft kennt man das Outsourcing
(Ausgliederung) einzelner Firmenabteilungen oder Zweige, die man nicht braucht, weil sie entweder keinen
Gewinn abwerfen oder nicht mehr in die Gesamtstrategie passen. Wie schön wäre es, wenn man Sabo und
seine Röschenzer Genossenschaft ausgliedern könnte. Diese werfen – aus Sicht der Kirche – weder Gewinn
ab noch passen sie in die Gesamtstrategie!
Vorbild? Kann ein solcher Priesetr für seine Schäfchen ein Vorbild sein? Ich habe da große Bedenken.
Hat er mal schon in der Heiligen Schrift gelesen, was unser Herr zu sämmtlichen Moralfragen gesagt hat?
was wird er Ihm nach dem Tot alles als Enschuldigung erzählen? Die Bistrumsleitung sollte schnellstmöglich
die Gläubigen von solchen „Hitren“ befreien un schützen.