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Montag, 7. November 2005 07:49
kreuzmeldungen
„Biblischer Frühling“ + Es gibt viele + Kirche für Auto verkauft + Dramatische Auswirkung + Grausame Ursache
„Biblischer Frühling“

Vatikan. Die Kirche lebt nicht aus sich selber, sondern aus dem Evangelium. Das erklärte Papst Benedikt XVI. nach dem sonntäglichen Angelusgebet. Der Heilige Vater erinnerte an die dogmatische Konstitution ‘Dei Verbum’ des Zweiten Vatikanums über die Göttliche Offenbarung. Die Konzilskonstitution habe der Wertschätzung des Wortes Gottes einen starken Impuls gegeben: „Aus dem Wort Gottes kann sich das Leben der kirchlichen Gemeinschaft zutiefst erneuern, vor allem in der Predigt, der Unterweisung, der Theologie, der Spiritualität und in den ökumenischen Beziehungen.“ Der Papst sprach auch von einem „biblischen Frühling“, der durch das Konzil entstanden sei.

Es gibt viele

„Ich möchte auch die Hysterie kommentieren, die über das Gerücht einer vatikanischen Erklärung zur Homosexualität unter Seminaristen und Priestern entstanden ist. Diese Gerüchte haben eine riesige Menge von Pressemeldungen erzeugt, von denen die meisten ziemlich negativ waren. Es wird wohl eine Erklärung geben, aber nach jüngsten Meldungen, die zuverlässig scheinen, wird sie nuanziert und ausgeglichen sein. Es gibt viele wunderbare und ausgezeichnete Priester in der Kirche, die eine Gay-Ausrichtung besitzen, keusch und zölibatär leben und sehr wirksame Diener des Evangeliums sind. Hexenjagd und Gay-Beschimpfung haben in der Kirche keinen Platz.“

Der Bischof von Spokane und Präsident der US-Bischofskonferenz, Mons. William S. Skylstad, in einer Stellungnahme über die jüngste römische Bischofssynode.

Kirche für Auto verkauft

USA. Ein Pastor (52) der US-amerikanischen Gruppe ‘First Congregational Church’ ist angeklagt, seine Kirche in Ripon mit gefälschten Dokumenten verkauft zu haben. Ripon liegt im US-Bundesstaat Kalifornien an der Westküste der Vereinigten Staaten. Einen Teil des Erlöses von umgerechnet knapp 450.000 Euro verwandte der Protestant zum Kauf eines luxuriösen Wagens. Der Pastor muß mit bis zu 10 Jahren Haftstrafe rechnen. Die nächste Gerichtsverhandlung findet am 15. November statt. Die Kirche wurde vom Käuferehepaar mittlerweile widerstandslos an die protestantische Gemeinde zurückverkauft.

Dramatische Auswirkung

Rußland. Im Halbjahr von Januar bis August 2005 ist die Bevölkerung Rußlands um 506.400 Menschen zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr beschleunigte sich der Bevölkerungsschwund. In den ersten acht Monaten diesen Jahres starben mehr als 1,5 Millionen Russen. Dagegen wurde nur knapp 1 Million geboren. 113.900 Menschen wanderten – meist aus der ehemaligen Sowjetrepubliken – ein. Im gleichen Zeitraum emigrierten 48.800 Menschen. In einem Bericht des Statistischen Amtes der Russischen Föderation heißt es, Rußland sei am 1.9.2005 von 143 Millionen Menschen bewohnt worden.

Grausame Ursache

Rußland. In der Russischen Föderation werden deutlich mehr Kinder abgetrieben als geboren. Im Jahre 2004 fanden 1,8 Millionen Kinder im Mutterleib durch Einwirkung von Abtreibern den Tod. Auf 100 Geburten kamen 129 Kinderabtreibungen. In Rußland ist die Kinderabtreibung ohne Angaben von Gründen bis zum 3. Monat legal. Bis zum 6. Monat kann das Kind wegen eines sozialen Vorwandes – wenn die Mutter keinen Wohnraum besitzt oder bereits mehr als zwei Kinder hat – abgetrieben werden. Die kommunistische Sowjet-Diktatur war 1920 das erste Land der Welt, das die Kinderabtreibung einführte. In den Nachkriegsjahrzehnten übertraf die Zahl der Kinderabtreibungen in der UdSSR die der Geburten um ein Vielfaches. Statistisch ließ jede sowjetische Frau mehrere Kinder abtreiben. 1964 wurde in der Sowjetunion mit 5,6 Millionen Abtreibungen eine dramatische Spitze erreicht.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 11 Lesermeinungen:
Donnerstag, 10. November 2005 11:55
Christin: Biblischer Frühling:Aus den Quellen des Evangeliums leben
Das verpflichtet uns dem Wort getreu zu leben und zu handeln.Das Wort ist immer aufregend lebendig und erfüllt uns mit einer Freude,die Frucht bringt und wo wir Gemeinschaft erleben über Grenzen hinweg !
Das Wort(im Evangelium) ist uns ganz nah und erfüllt uns mit Leben und gibt uns Mut voranzuschreiten in eine frohe Zukunft hinein und läßt uns erkennen wie wertvoll unser Leben ist und wie sehr wir geliebt werden auch und gerade dann wenn wir diese Gnade der Liebe nicht wirklich verdienen weil wir so weit weg sind von unsem wahren „Selbst“das Gott sein will!
Dienstag, 8. November 2005 15:23
Agiafortuni: Benedikt
Die NOM ist schlecht. Schlecht heisst in der Sprache des heiligen Thomas unzulänglich. Weshalb wurde das Stufengebet am Altar entfernt? Weshalb das Offertorium
entstellt? Beides sind Schätze die man nicht einfach à la Paul VI nur deshalb auf die Seite schieben kann, weil es die sogenannte Gestaltungsfreiheit des Zelebranten einschränkt. Die alte Messe begann mit einem Gebet des Priesters am Fusse des Altars, wo er den Herrn dafür dankt, dass er ihn nach seinem Exil in seinem Tempel anbeten darf. Welch herrlicher Akt der Demut.
Auch im Offertorium bittet der Priester seinen Herrn, er möge ihm, obschon Sünder, Wohlwollen bezeugen und seine Gaben annehmen. Wo bleibt diese Besinnung im NOM.
Dienstag, 8. November 2005 13:33
Benedikt: @ Dr. Regazzoni
Entschuldigung für die Falschschreibung.

Im Unterschied zum NOM besitzt die Messe des heiligen Pius V eine fein ausgearbeitete Struktur, wo jedes Gebet und jede Lesung den ihr gebührenden Platz einnimmt.

Sie wissen doch, dass diese Aussage unhaltbar ist. An der Form des Lehrgottesdienstes hat sich doch gar nichts geändert. Die Lesungen werden genau dort vorgetragen, wo sie früher auch vorgetragen wurden, nur, dass es nun eben mehr Lesungen sind. Es ist einfach absurd, darin einen Defekt zu sehen. Die Einführung der Kinderkommunion durch Pius X. ist eine vergleichsweise größere Änderung. Ich will gar nicht wissen, was sich Pius X. anhören müsste, würde er heute leben und heute die Kinderkommunion einführen.
Dienstag, 8. November 2005 13:30
Stimme aus dem Tradiland: @ Benedikt – Mißverständnis
Athanasius hat eindeutig gemeint, dass die NOM-Lesungen tendenziös ausgewählt und (gegenüber Lesungen im alten Meßritus) gekürzt wurden. Es handelte sich nicht um eine Kritik an der Hl. Schrift!
Dienstag, 8. November 2005 13:26
Agiafortuni: Benedikt
Mein Name schreibt sich mit einem g und zwei z. Im Unterschied zum NOM besitzt die Messe des heiligen Pius V eine fein ausgearbeitete Struktur, wo jedes Gebet und jede Lesung den ihr gebührenden Platz einnimmt. Im NOM hingegen hängt alles vom Gutdünken des Zelebranten ab.
Dienstag, 8. November 2005 12:08
Benedikt: @ Dr. Reggazoni
Wo habe ich denn behauptet, dass die von Ihnen angegebenen Psalmen keinen Bezug zur Schrift haben? Ich habe lediglich angemerkt, dass im NOM mehr Stellen aus der Bibel gelesen werden.

@ Athanasius
Interessant, es gibt als qualitativ gute und schlechte Stellen in der Bibel. Seien Sie doch so gut, und melden das dem Heiligen Geist. Der ist für solche Proteste zuständig .
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