Ökumene
Ungereimtheiten über den Exegeten Klaus Berger
Heute hat sich sogar der Vatikan in die Mediendiskussion über die Konfession des Heidelberger Exegeten Klaus Berger eingeschaltet.
(kreuz.net, Vatikan) Der Neutestamentler Klaus Berger unterrichtet seit 1974 an der evangelisch- theologischen Fakultät der Universität Heidelberg. Die Stadt Heidelberg befindet sich im Bundesland Baden-Württemberg zwischen Stuttgart und Frankfurt am Main.

Ende Oktober entstand nach einem Artikel in der linksliberalen Wochenzeitung ‘Die Zeit’ eine Diskussion um die Konfessionszugehörigkeit des Professors. Berger ist ein geborener Katholik, der 1968 zum Protestantismus übertrat, um eine Stelle als Professor an einer protestantischen Theologischen Fakultät anzunehmen.

Der Bericht trug den Titel: „Der Fall Klaus Berger. Ein guter Katholik im evangelischen Gewand: Wie der prominente Theologe die gläubige Welt an der Nase herumführt.“

Der Text bezichtigte Berger des Betrugs. Er habe sich nur zum Schein als Protestant bezeichnet und sei in Wahrheit Katholik geblieben. Man müsse ihm den Prozeß machen und seine Pension kürzen.

Am vergangenen Samstag forderte der protestantische Leiter der Forschungsstätte der evangelischen Studiengemeinschaft e.V. in Heidelberg in der ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ eine Stellungnahme aus Rom.

Diesem Aufruf kam Vatikansprecher Joaquin Navarro-Valls heute nach.

In einem heute Mittag publizierten Text erwähnt Navarro-Valls die Behauptungen, wonach der damalige Joseph Kardinal Ratzinger die Umstände der Konversion Bergers genau gekannt und dagegen keine Einwände erhoben habe.

Diese Aussage sei falsch.

Bis zum Beginn der jetzt laufenden Diskussion habe Papst Benedikt XVI. über keine Informationen verfügt, die über das allgemein Bekannte hinausgegangen seien. Von einer doppelten Konfessionszugehörigkeit sei ihm nichts bekannt gewesen.

Der damalige Kardinal Ratzinger habe daher keinerlei Anlaß gehabt, zur Frage der Konfessionszugehörigkeit von Professor Berger Stellung zu nehmen und habe dies auch nie getan:

„Es ist selbstverständlich, daß die Bestimmungen des katholischen Kirchenrechts, die eine gleichzeitige Zugehörigkeit zur katholischen Kirche und zu einer evangelischen Landeskirche nicht zulassen, ausnahmslos und daher auch im genannten Fall gelten.“

Von dieser Anordnung der Kirche könne auch in der Beichte nicht dispensiert werden.

Berger hat in der Vergangenheit erklärt, seinen Übertritt zum Protestantismus mit seinem Beichtvater abgesprochen zu haben. Er sei in seinem Herzen aber katholisch geblieben und habe für seinen Status die zumindest stillschweigende Billigung der katholischen Kirche erhalten.

Er sei nach seiner Konversion zu einer „ökumenischen Existenz“ geworden. Dies sei ungewöhnlich, aber er verstehe seine Situation wie jene des kürzlich ermordeten protestantischen Priors der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé.

Auch dieser habe als reformierter Christ in großer Nähe zur katholischen Kirche gelebt.

Es komme – so Berger – darauf an, wie man das Mosaik seiner Aussagen zusammenlege.

Diese Aussagen sind: „Ich bin nie aus der katholischen Kirche ausgetreten.“ „Ich bin Mitglied der Evangelischen Kirche.“ „Ich bin katholisch nach Herz und Heimat.“ „Ich bin ökumenisch in der Theologie und habe nie etwas anderes darüber gehört.“

Papst Benedikt XVI. habe – so Professor Berger – diese Situation „genau“ gekannt und dazu „sein theologisches nihil obstat – Einverständnis – gegeben“.
      
45 Lesermeinungen
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#45   Laurentius2   12:11:19 | Montag, 14. November 2005
Wer weiß Neues ?
Man hat mir erzählt, daß Berger gesagt hat, er habe nie am evgl. Abendmahlssaal teilgenommen. Stimmt das ?
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#44   Evelin   22:32:37 | Donnerstag, 10. November 2005
Freiheit der Schriftauslegung?
Vielleicht ernüchtert der folgende kath.net-Artikel ein bißchen die Prof. Klaus Berger Enthusiasten:
Klaus Berger wirft dem Publizisten Robert Leicht „großinquisitorische Penetranz“ vor kath.net/detail.php?id=11994
Besonders schädlich: Übertritt wg. der „Freiheit der Schriftauslegung“. Gegen das dogmatisch definierte Lehramt, gg. die feststehende Lehre von den beiden Offenbarungsquellen und noch dazu mit einem lehrmäßigen Irrtum hinsichtlich der Ablösung des alten Bundes durch den neuen Bund („neues Israel“).
Evangelisches Abendmahl: Doch genommen, sogar selbst „zelebriert“, aber nicht mehr in den letzten 10 Jahren… Hingegen gibt es aber – auch hier im Forum – Zeugenberichte von seiner Kommunion bei Indultmessen und FSSPX-Messen.
Der Gatte der Evelin
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#43   Toby   19:43:46 | Mittwoch, 9. November 2005
@ Benedikt
Kurze Antwort:
Ja!
Sicher, das „Stückchen Papier“ ist nicht alles. Aber ohne dieses „Stückchen Papier“ ist alles nichts.
Warum sollte sich Berger ein Recht herausnehmen dürfen, wofür Hasenhüttl im umgekehrten Fall zu Recht suspendiert wurde???
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#42   Benedikt   19:35:50 | Mittwoch, 9. November 2005
@ Toby
Benedikt, einen dritten, wesentlichen Punkt hast Du vergessen, nämlich die Mitgliedschaft in der katholischen Kirche und damit auch die Einheit mit dem Hl. Vater.
Drückt sich diese etwa in einem Stück Papier aus?
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#41   MilesChristi   19:31:51 | Mittwoch, 9. November 2005
Berger
Ich bin auch davon ausgegangen, daß er römisch-katholisch ist, obwohl er in in einer protestantischen Fakultät lehrt.
Eine sehr komplizierte Sache. Entweder er ist katholisch, und bekennt sich dazu, oder nicht. Eine „doppelte Konfession“ gab’s nie – und sie gibt’s immer noch nicht.
Oder haben wir hier noch einen Fall ähnlich dem von „Bruder“ Roger Schulz ?
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#40   Toby   19:24:48 | Mittwoch, 9. November 2005
Voraussetzungen für den Eucharistieempfang
Benedikt schrieb: Um die Hl. Eucharistie empfangen zu dürfen, muss man
a) das rechte Verständnis haben und (vor allem)
b) recht bereitet sein, sich also im Stande der Gnade befinden.
Benedikt, einen dritten, wesentlichen Punkt hast Du vergessen, nämlich die Mitgliedschaft in der katholischen Kirche und damit auch die Einheit mit dem Hl. Vater.
Und Berger ist nun einmal definitiv aus der katholischen Kirche ausgetreten. Basta. Wenn er sich katholisch fühlt und weiterhin katholisch sein will, soll er halt wieder in die katholische Kirche eintreten (mit den entsprechenden Voraussetzungen). Als Emeritus dürfte das doch wohl kein Problem sein, oder?
Wenn er jedoch auch weiterhin bewusst nicht wieder katholisch werden will, muss er sich schon die Frage gefallen lassen, was dieses Verwirrspiel dann eigentlich noch soll …
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#39   Malachias †   19:20:08 | Mittwoch, 9. November 2005
@Gotthard: Beispiele für Häresien
„Zum Beispiel so: ‘Es ist daher sehr wohl möglich gewesen, als Jude [!] in Jesus den Messias zu erblicken, wenn man, und darauf spitzt sich alles zu, in ihm Gottes Geist am Werk sieht.’ Gottes Geist ist aber in Millionen von Menschen am Werk, ohne daß sie deshalb Gottes wesensgleicher Sohn wären!
Oder so: ‘Zwar ist es der Schöpfergeist, der Jesus im Leib Mariens werden läßt [sic! – statt katholisch: ‘Mensch werden läßt’ !!], aber darüberhinaus ist Jesus Gottes Sohn durch Teilhabe an Gottes Geist – oder, jüdisch gesprochen [!!]: Weil Gottes Geist in ihm wie in einem Tempel wohnt.’ Nein, Jesus Christus ist wahrer Gott durch den vollständigen Besitz der ungeteilten göttlichen Wesenheit, die er ebenso restlos besitzt, wie die Person des Vaters und die Person des Heiligen Geistes sie besitzen!“
Oder so: ‘Noch viel unfaßbarer als Gottes Größe ist seine Liebe, mit der er Abraham oder Jesus [!!!] erwählt [!!!] hat.’…“ (J. Rothkranz, Drei Herolde des Antichristen, 39-40)
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#38   Gotthard   16:18:31 | Mittwoch, 9. November 2005
Beispiele
manche Passagen aus seinem Buch „Jesus“ sind jedenfalls nicht katholisch.
Nenne bitte mal einige Beispiele
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#37   wiener   16:15:40 | Mittwoch, 9. November 2005
aus berufenem munde …
höret die stimme:
Schisma ist eine schwere Sünde
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#36   Stimme aus dem Tradiland   15:09:49 | Mittwoch, 9. November 2005
@ Benedikt
Austritt ist ein äußerer – sichtbarer – Vorgang. Innerlich tritt man nicht aus der Kirche aus, man begeht allenfalls eine Sünde innerlich.
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#35   Benedikt   14:59:38 | Mittwoch, 9. November 2005
@ Stimme aus dem Tradiland
Hmm hmm… das mit dem Übertritt usw. sind alles Äußerlichkeiten. Der bloße Schein sagt wohl nicht viel aus, oder?
Wenn er allerdings tatsächlich Irrlehren verbreitet und dafür auch verurteilt wird, dann ist der Fall natürlich klar.
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#34   Stimme aus dem Tradiland   14:13:35 | Mittwoch, 9. November 2005
@ Benedikt
Zitat Benedikt Ergo: Hr. Berger ist mE zum Empfang der Hl. Eucharistie berechtigt
Niente! Durch seinen Eintritt bei der Evangelischen Landeskirche (=Anmeldung zum ev. Kirchenbeitragzahlen oder wie der genaue Vorgang war) ist er zum Schismatiker geworden. Schisma ist eine schwere Sünde. Karrieregründe bieten keine Rechtfertigung.
Wie wiederholt angesprochen (zuletzt von Laurentius2), verbreitet er auch Irrlehren. Sollte er als Häretiker anzusprechen sein, ist er zusätzlich noch exkommuniziert.
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#33   Laurentius2   14:01:23 | Mittwoch, 9. November 2005
Dieser Fall …
… ist tragisch und konnte so wohl auch nur in den 60er/70er Jahren entstehen.
P.S.: Trotz manch guter Aussagen über die Historizität der Wunder etc., manche Passagen aus seinem Buch „Jesus“ sind jedenfalls nicht katholisch. (--> Christologie )
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#32   Le Trot   13:12:24 | Mittwoch, 9. November 2005
@…
Berger hat in der Vergangenheit erklärt, seinen Übertritt zum Protestantismus mit seinem Beichtvater abgesprochen zu haben.
Wenn ich so ein Ansinnen meinem Beichtvater erklären würde, käme er mit dem Knüppel wieder.
Er sei in seinem Herzen aber katholisch geblieben und …
So ein Blödsinn.
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#31   Benedikt   13:00:36 | Mittwoch, 9. November 2005
Berger und Eucharistie
Darf Berger die Hl. Eucharistie empfangen? Es ist mir gänzlich neu, dass hierfür ein Stück Papier mit der Aufschrift „Ich bin katholisch“ vonnöten ist.
Um die Hl. Eucharistie empfangen zu dürfen, muss man
a) das rechte Verständnis haben und (vor allem)
b) recht bereitet sein, sich also im Stande der Gnade befinden.
Hr. Berger hat einen Beichtvater, wie aus seiner „Verteidigung“ hervorgeht. Es ist davon auszugehen, dass er bei ihm auch sakramental beichtet. Weiterhin ist wahrscheinlich, dass er das katholische Eucharistieverständnis hat (jedenfalls ist es nicht unwahrscheinlicher als bei anderen Katholiken).
Ergo: Hr. Berger ist mE zum Empfang der Hl. Eucharistie berechtigt.
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#30   Evelin   10:24:36 | Mittwoch, 9. November 2005
Interessant, der Prof. Klaus Berger
Interessant, was man in den unteren Beiträgen so liest.
Ich dachte auch immer, er sei ein Katholik, der eine Stelle an einer ev.-theol. Fakultät als Bibelwissenschaftler innehat – was mich immer schon gewundert hat, wie seine oft recht eigenwilligen Werke.
Wenn er aber wirklich zur ev.-luth. Konfession übergewechselt ist, dann soll er bitte auch dazu stehen, vor allem, wenn es seine Brötchengeber sind.
Ehrlichkeit und Lauterkeit – und kein Durcheinander – sind erst die Voraussetzungen für ein gutes Miteinander der Konfessionen.
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#29   Rudolphus   09:54:21 | Mittwoch, 9. November 2005
Lutherisch-katholisch unmöglich
Nicht daß einer predigt und Wunder wirkt, um dann selbst verworfen zu werden, wie sich St. Paulus selbst vor Augen hielt.
Nur als Katholik kann Prof. Berger in den Himmel kommen
Zu J. Rothkranz: Was ist mit diesem Mag. theol.? Meint er das ernst, was er schreibt? Und wie kommt er zu seinen abstrusen Schlußfolgerungen??
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#28   Agiafortuni   09:53:28 | Mittwoch, 9. November 2005
zu Bergers vermeintlichem Katholizismus
Wenn es Berger mit seinem Katholizismus ernst meint, müsste er sich von seiner oekumenischen Vergangenheit distanzieren und gleichzeitig ein Schuldbekenntnis für die Untreue gegenüber dem Glauben seiner Taufe und Firmung ablegen.
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#27   Stimme aus dem Tradiland   09:35:08 | Mittwoch, 9. November 2005
@ Tomasino
Gehen Sie davon aus, dass das Bezahlen des evangelischen Kirchenbeitrages und das de facto Verschweigen katholischer Gesinnung (bzw. angeblicher Katholizität) innerhalb der evangelischen Strukturen ein Bekenntnis für die Katholische Kirche darstellt?
Der eine und dreifaltige Gott kann auch auf krummen Wegen gerade schreiben. Soviel zu den Früchten. Aber die Früchte rechtfertigen nicht die Unwahrheiten (Lebenslügen) Prof. Bergers.
Außerdem dürfte er – wie Sie selbst darstellen – nicht in allen Punkten katholisch sein.
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#26   Tomasino   09:25:39 | Mittwoch, 9. November 2005
Prof. Klaus Berger
In seinen Vorträgen weist Prof. Berger immer wieder auf seinen Exilstatus als Katholik hin. Auch darauf, dass mehrere Leute, die seine Ausführungen gehört haben zum kath. Glauben konvertierten und Priester geworden sind. „Mehr als mancher kath. Bischof in Deutschland vorweisen kann.“, so Prof. Berger in einem Vortrag beim IK Münster.
Er ist als Katholik aufgewachsen und bekennt auch heute noch den katholischen Glauben.
Bei seiner Doktorarbeit in den 60er Jahren vertrat er allerdings in der Sache des Verhältnisses zwischen Judentum und Christentum eine Position, die mittlerweile die Position der nachkonziliaren Kirche ist, soweit ich weiß über das Fortbestehen oder das Ende des Alten Bundes mit beginn des Neuen. Damals war seine Einstellung dazu nicht populär und anerkannt. Deswegen bekam er Differenzen und wurde nirgends von einer kath. theol. Fakultät als Professor angestellt. Aber in Heidelberg an der ev. Theologie-Fakultät wurde er brüderlich aufgenommen und angestellt. Er hat einen Lehrstuhl als Neutestamentler und zahlt auch, soweit mir bekannt wurde (Beweise habe ich nicht!) seine Kirchensteuer an die EKD. Ich glaube aber nicht, dass er irgendwas „vorgespielt“ hat – er hat, so wie ich ihn erlebt habe, nie seinen Glauben vor anderen versteckt.
Er ist gegen die „Friede-Freude-Eierkuchen“ – Glaubenseinstellung im Katholischen Glauben. Das bringt er in seinen Vorträgen immer wieder zum Ausdruck.
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#25   Konrad   08:26:16 | Mittwoch, 9. November 2005
an „Toby“
Die Frage wurde gestern geklärt: Prof. Berger ist nicht Mitglied der kath. Kirche und daher nicht berechtigt, in einer kath. Eucharistiefeier zu kommunizieren.
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#24   Toby   08:19:35 | Mittwoch, 9. November 2005
Widerspruchsprinzip
In der Tat reiht sich der Fall des Heidelberger Professors passend ein in eine ganze Kette ominöser Ungereimtheiten, die seit ca. vier Jahrzehnten in der heiligen Kirche Gottes scheinbar geduldet werden, was aber gar nicht funktionieren dürfte, wenn man – nach den Gesetzen der Logik – die Gültigkeit des Widerspruchsprinzps anerkennen würde. Aber diese Logik scheint in gewisser Weise aufgehoben worden zu sein.
Ich plädiere für die Wiedergeltendmachung des Widerspruchsprinzips in der katholischen Kirche!
PS. Auch die Piusbruderschaft wird sich nun erklären müssen bzgl. Kirchensteuerzahlung und Kirchenmitgliedschaft, will sie nicht in einen Selbstwiderspruch geraten, falls sie sich nicht ohnehin schon in einem solchen befindet.
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#23   Agiafortuni   00:30:09 | Mittwoch, 9. November 2005
zu Professor Berger
Man ist entweder katholisch oder nicht. Non datur tertium quid. Sich als Katholike mit evangelischem Gedankengut sachlich auseinandersetzen ist so lange eine gute Sache, als man sich klar und deutlich davon distanziert. Oekumenisch steht im Widerspruch zum
Katholischen, denn es lässt sich unter den Begriff nichtkatholisch subsumieren. Am Widerspruchsprinzip wird auch V2 schlussendlich und hoffentlich noch zu meinen Lebzeiten scheitern müssen.
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#22   Malachias †   23:47:13 | Dienstag, 8. November 2005
Ein „Herold des Antichristen“!
Johannes Rothkranz zufolge handelt es sich bei dem „ehrenwerten“ Professor um niemand anderen als einen der „drei Herolde des Antichristen“ – so der Titel des betreffenden, 1998 im Verlag Anton Schmid erschienen, Büchleins (84 Seiten, ISBN 3-932352-18-1), in dem J.R. den Nachweis insbesondere für das unkatholische = unchristliche Jesus-/Messiasbild Bergers erbringt. Ich kann die Lektüre nur wärmstens empfehlen!
(Die beiden anderen „Herolde“ sind für J.R. Benjamin Creme und Ivan Pojavnik.)
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#21   Gotthard   23:14:08 | Dienstag, 8. November 2005
victims
A victim of the post-conciliar times
You are right. Most people dont know wether they are catholic or protestant. They are victims. I hope they know they are Christians.
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#20   Gillibrand   22:57:01 | Dienstag, 8. November 2005
Berger
A politician but not a religious man. Anxious to please. Not a good Catholic, but could also not claim to be a good protestant.
A victim of the post-conciliar times.
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#19   Gotthard   22:53:22 | Dienstag, 8. November 2005
Hi Gatte
Dieser Prof Berger interessiert mich eigentlich nicht so toll. Ob er sich vor katholischen Gruppen, die ihn zu einem Vortrag eingeladen hatten, als katholisch bezeichnet hat, kann ich nicht beurteilen … und mir auch nicht vorstellen. Tradis mögen vielleicht permanent ihr Etikett vor sich hertragen, normal ist das ist.
n der Tradition gibt es noch eine andere Ausnahme: Das Bestehen auf der Handkommunion trotz eindeutigen Gestus, dass diese hier in dieser Hl. Messe nicht zugelassen wird.
Diese Bemerkung ist ein interessanter Hinweis auf die schismatische Struktur der Pius-Leute. Sie haben mittlerweile eigene Regeln und Gesetze… Der die Kommunion austeilende Priester schwingt sich zum Herrn auf!
Nach meiner Auffassung ist das Bezahlen des evangelischen Kirchenbeitrages ein schlüssiger Austritt aus der katholischen Kirche.
Ich dachte immer, die Pius-Leute sagen: einmal katholisch – immer katholisch. Deswegen könne niemand per „Kirchenaustritt vor dem Gericht“ aus der Kirche austreten. Nicht-Zahlen der Kirchensteuer sei kein Grund des Kirchenausschlusses.
Ich sage: die Dauerspende an eine nicht-katholische Organisation kann kein Kirchenausschlussgrund sein… und das Nicht-Bezahlen der kath. Kirchensteuer ist für Pius-Leute kein Grund des Kirchenausschlusses.
Wo habt ihr also die Probleme mit diesem Prof?
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#18   Toby   21:56:29 | Dienstag, 8. November 2005
@ Konrad
Ich will mir keineswegs ein moralisches Urteil über Berger anmaßen.
Mir geht es nur um die grundsätzliche Frage, ob Berger nach katholischem Recht die hl. Kommunion empfangen darf oder nicht.
Ich interpretiere die Worte von Navarro-Valls so, dass der Übertritt Bergers in die evanglische Kirche nach katholischem Recht (!) gleichzeitig den Austritt aus der katholischen Kirche bedeutet. Was denn sonst, a es doch keine Doppelmitgliedschaft geben kann!?
Besonders ärgerlich ist nicht zuletzt der Umstand, dass sich Berger vor katholischem Publikum ausschließlich als Katholik präsentiert und seinen Übertritt in die evangelische Kirche bislang verschwiegen hat.
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#17   Evelin   21:13:40 | Dienstag, 8. November 2005
Verweigerung der Kommunion
Eine solche ist nur zulässig, wenn die Spendung vor den Augen der Meßgemeinde ein öffentlicher Skandal wäre. Das kann nur angenommen werden, wenn dessen schwere Sünde offenkundig ist, wie bei jemandem, der geschieden-wiederverheiratet ist oder jemandem, der eine „Homo-Ehe“ eingegangen ist.
Bis jetzt konnte ein derartiger öffentlicher Skandal nicht angenommen werden, ob es jetzt ein solcher ist, weiß ich nicht, nehme ich aber an. Ganz allgemein darf jemandem, der zur Kommunion kommt, die Kommunion nicht verweigert werden, auch wenn der Priester weiß, dass er in schwerer Sünde lebt. Ausnahme davon: Siehe oben. Denn niemand darf vor der Gemeinde bloßgestellt werden.
In der Tradition gibt es noch eine andere Ausnahme: Das Bestehen auf der Handkommunion trotz eindeutigen Gestus, dass diese hier in dieser Hl. Messe nicht zugelassen wird.
Jedenfalls ist eine solche Trickserei wie bei Prof. Klaus Berger ein Trauerspiel. Nach meiner Auffassung ist das Bezahlen des evangelischen Kirchenbeitrages ein schlüssiger Austritt aus der katholischen Kirche. Er bezahlt damit eine Gemeinschaft von Irrlehrern, was – da konkret vermeidbar – eine schwere Sünde ist. Der katholische Beitrag wird im Unterschied dazu wenigstens teilweise für katholische Agenda eingesetzt.
Wobei ich sogar zu letzterem den offiziellen „Kirchenaustritt“ bei gleichzeitig gegebener Spendenbereitschaft für die Tradition in zumindest gleichem Ausmaß für zulässig halte.
Der Gatte der Evelin
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#16   Konrad   21:09:59 | Dienstag, 8. November 2005
Ungereimtheiten?
Da wird jetzt manche Heuchelei offenbar. Klaus Berger hat gewiss nicht das protestantische Abendmahl empfangen und gefeierert, die Urkunde aus dem Jahr 1968 (!) ist ja wohl überholt inzwischen. Warum wird von evangelischer und modernistisch-katholischer Seite nur auf seine konfessionell-kirchenrechtliche Situation geschaut und nicht auf das, was er kompetent zu sagen hat? Die Stellungnahme von Navarro-Valls geht kirchenrechtlich in Ordnung, moraltheologisch sieht der Fall, der eine große Gewissensnot offenbart, ganz anders aus! (das sollte „Toby“ einmal durchdenken!!)
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#15   Der Tradition verbunden   21:04:39 | Dienstag, 8. November 2005
Nicht ausgetreten
Die in den letzten Tagen verlautbarten Informationen besagten aber, daß Berger – obwohl der ev. Kirche beigetreten – aus der katholischen Kirche NICHT ausgetreten ist. Eine derartige Doppelmitgliedschaft ist sicherlich nicht in Ordnung und kann ich auf keinen Fall befürworten. Ob er heute immer noch das ev. Abendmahl und die Hl. Kommunion parallel empfängt, müsste geklärt werden. Wenn dem so wäre, wäre das ebensowenig in Ordnung, wie wenn andere dies tun. Ich messe hier nicht mit zweierlei Maß.
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#14   Toby   20:37:39 | Dienstag, 8. November 2005
Zweierlei Maß
Bei aller grundsätzlichen Sympathie für Berger:
Man darf hier doch nicht mit zweierlei Maß messen. Berger darf nun einmal nicht das protestantische Abendmahl und die hl. Eucharistie empfangen. Berger ist aus der katholischen Kirche ausgetreten, da mag er „fühlen“, was er will. Natürlich ist sein Fall nicht nur „ungereimt“, sondern in gewisser Weise auch tragisch zu nennen …
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#13   Der Tradition verbunden   20:15:13 | Dienstag, 8. November 2005
Berger
Aus eigener Anschauung weiß ich, dass Klaus Berger schon häufiger die bischöflich genehmigte Indultmesse (nach dem Missale Romanum von 1962) in Heidelberg besucht hat, die keine FSSPX-Messe ist. Ich selbst habe dort auch schon die Indultmesse besucht. Auf der Hauptversammlung der Pro Missa Tridentina in Würzburg 2002 hatte Klaus Berger einen Vortrag gehalten. Da er aus der katholischen Kirche nie ausgetreten ist, ist es in Ordnung, wenn er die Hl. Kommunion empfängt.
Bei allen Ungereimtheiten ist mir Klaus Berger auch viel lieber als so manch andere Theologie-Professoren, die sich „katholisch“ nennen (Küng, Greinacher, etc.).
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#12   Irenäus   19:40:43 | Dienstag, 8. November 2005
schillerndes…
Ja, unser FSSPX-Pater gibt sich auch nicht gerade kritikloser Hingabe bzgl. dieses Christen hin, um es mal zurückhaltend zu formulieren. Wie ich aber aus eigenen Gesprächen weiß, ist Berger vom blasphemischen Spektakel in Assisi abgestoßen. Er ist mir also um ein mehrfaches lieber, als gewisse Scheinheilige, die dafür verantwortlich waren.
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#11   Pelagius   19:33:08 | Dienstag, 8. November 2005
Zisterziensisches
M.W. ist Prof. Dr. Berger Oblate des Zisterzienserklosters Bochum-Stiepel (Heiligenkreuz).
In seinem vielbeachteten Jesus-Buch nennt er selbst neben anderen Zugängen zur Heiligen Schrift, die ihn geprägt hätten, die monastisch-zisterziensische Auslegung; auch Martin Luther wirdin diesem Zusammenhang gewürdigt.
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#10   Toby   19:32:27 | Dienstag, 8. November 2005
Dann hätte er aber
nicht am protestantischen Abendmahl teilnehmen dürfen.
Tut er das eigentlich heute auch noch? Neben seinen gelegentlichen Besuchen von FSSPX-Messen?
Ist schon ein sehr schillernder Professor, der Dr. Berger.
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#9   Irenäus   19:22:11 | Dienstag, 8. November 2005
selbstverständlich?
Allerdings könnte man diese Erklärung auch andersherum deuten, daß der Eintritt Bergers in die EKD nichtig ist.
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#8   Toby   19:08:56 | Dienstag, 8. November 2005
@ Irenäus
Navarro-Valls hat erklärt:
„Es ist selbstverständlich, daß die Bestimmungen des katholischen Kirchenrechts, die eine gleichzeitige Zugehörigkeit zur katholischen Kirche und zu einer evangelischen Landeskirche nicht zulassen, ausnahmslos und daher auch im genannten Fall gelten.“
Damit dürfte auch die Frage des Kommunionempfangs eindeutig beantwortet sein.
Weiß hier jemand, was Berger mit dem Zisterzienserkloster Bochum-Stiepel (Heiligenkreuz) verbindet und mit dem Zisterzienserinnenkloster Helfta verbindet? Ist er als Protestant gar Drittordensmitglied?
Auch hier besteht offenbar Klärungsbedarf.
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#7   Irenäus   18:46:26 | Dienstag, 8. November 2005
ebenfalls erstaunt
Das problematische am Fall Berger ist, daß er-zumindest nach eigenem Bekunden-seinen Eintritt in die EKD nicht als Absage an die römisch-katholische Kirche verstanden wissen wollte (ob das intellektuell redlich ist, steht noch auf einem anderem Blatt). So wie ich die Sache sehe, hat er ebenfalls die Exkommunikation latae sententiae nicht auf sich gezogen. Man muß dabei beachten, daß ein Priester grundsätzlich bis zum Beweis, daß der Kommunikant in Sünde lebt, diesem die Eucharistie spenden muß.
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#6   Toby   18:45:23 | Dienstag, 8. November 2005
Da wird’s Zeit,
dass die Piusbruderschaft auch mal Stellung nimmt.
Besucht Berger eigentlichregelmäßig die katholische Sonntagsmesse?
Falls ja, dürfte spätestens jetzt klar sein, dass er nicht die hl. Kommunion empfangen darf.
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#5   Gotthard   18:29:45 | Dienstag, 8. November 2005
erstaunt
Interkommunion bei den Pius-Leuten? Was es so alles gibt…
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#4   Irenäus   18:07:21 | Dienstag, 8. November 2005
delikat
Das besonders Delikate an der Sache ist, daß Klaus Berger-offiziell Mitglied der EKD-wenn auch nur unregelmäßig die Eucharistie von der FSSPX empfängt, wie ich aus eigener Anschauung weiß (schließlich gehe ich fast auschließlich zu FSSPX-Messen).
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#3   Toby   18:05:41 | Dienstag, 8. November 2005
Besonders enttäuschend
ist für mich, dass sich insbesondere in „gut katholischen Kreisen“, etwa bei Vorträgen der Initiativkreise katholischer Priester und Laien sich als „gut katholisch“ ausgegeben hat. Jeder gute Katholik musste bis zum Auffliegen des Skandals davon ausgehen, dass Berger Katholik sei, der lediglich einen Lehrstuhl an einer ebaglisch-theologische Fakultät innehatte. Aber das er auch konvertiert war, darüber hatte er sich in katholischen Kreisen nie geäüßert. Das ist alles eine große Enttäuschung.
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#2   Pelagius   18:00:19 | Dienstag, 8. November 2005
Salva reverentia, sed…
… auch in anderen Punkten ist der Theologe Berger keineswegs klar. Man überprüfe seine Schriften z.B. auf die Christologie hin.
Bedeutet „ökumenische Existenz“ vielleicht auch die Verbindung von eher traditionellen (Wunder Jesu, Auferstehung etc.) und sog. progressiven Positionen?
Übrigens stand die Wahrhaftigkeit Prof. Bergers schon einmal recht peinlich zur Frage: Er hatte in der Tagespost von den enthüllenden Äußerungen eines Spiegelredakteurs vor ihm und einer Gruppe von Studenten berichtet, woraufhin dieselbe Zeitung eine Gegendarstellung abdrucken mußte, der man wohl eher Glauben zu schenken geneigt war…
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#1   Romulus   17:54:43 | Dienstag, 8. November 2005
Ökumenische Existenz – So a Schmarrn
Herr Professor Berger, euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein. Das sollten Sie doch wissen.
Mit Ihrem Zugehörigkeitsgeschwafel haben Sie sich und den Konfessionen einen Bärendienst erwiesen.
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