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Bemühte Dolmetscher + Schwester Wetter gestorben + Umsatzsteigerung + Schwedische Kinderhölle + Stecknadelprobe
Bemühte Dolmetscher

Vatikan. Papst Benedikt XVI. sprach bei der gestrigen Generalaudienz vor 25.000 Pilgern über das Psalmwort „Gottes Huld währt ewig“. Der Heilige Vater wandte sich speziell an die österreichischen Bischöfe. Sie halten sich nach ihrem Ad-Limina Besuch in Rom gegenwärtig immer noch zu ihrer Herbstvollversammlung im Vatikan auf. Er wisse – so der Papst – wie sehr Bischöfe, Priester und Laien in Österreich bemüht sind, das Evangelium Christi in den konkreten Alltag zu übersetzen: „Ich bin dankbar für so viele sichtbare Zeichen lebendigen Glaubens und für die missionarischen Aufbrüche in der Kirche, für die Allianz zum Schutz des Sonntags und für die große Bereitschaft, Menschen in Krankheit, Sterben und Not beizustehen.“

Schwester Wetter gestorben

Deutschland. Die leibliche Schwester des Münchner Kardinalerzbischofs Friedrich Wetter ist am Dienstag 91jährig verstorben. Elisabeth Hedwig Wetter trat 15jährig bei den Englischen Fräulein in Augsburg ein und erhielt den Namen Immolata. 1953 wurde Schwester Immolata 40jährig nach Rom gerufen, um für den bis heute nicht abgeschlossenen Seligsprechungsprozeß ihrer Ordensgründerin Maria Ward zu arbeiten. Mit 63 Jahren wählten sie ihre Mitschwestern zur Generaloberin. Sie war damit für rund 4000 Ordensfrauen in 17 Ländern verantwortlich. Schwester Immolata starb gestern im Zentralklinikum Augsburg. Sie war erst einen Tag zuvor wegen einer akuten Erkrankung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Ihr Leichnam wird am Montag nachmittag in Augsburg beigesetzt.

Umsatzsteigerung

Italien. Der italienischen Wochenzeitschrift ‘Famiglia Christiana’ gelang es – Dank der Publikation eines unbekleideten Damengesäßes – in die internationalen Schlagzeilen zu gelangen. Die Anzeige einer Firma für Lüftungsanlagen zeigte den entblößten Körperteil hinter einer von Dunst beschlagenen Duschkabine. Die Bildunterschrift lautete: „Wenn du klar sehen willst, ruf sofort deinen Elektriker.“ Die Werbung stieß besonders bei italienischen Katholiken auf heftige Kritik. Der Herausgeber der christlichen Zeitschrift entschuldigt sich deshalb in der heute erscheinenden Ausgabe für die Darstellung. Man hätte „mehr Umsicht“ bei der Annahme eines solchen Bildmotivs walten lassen müssen. Erst Anfang dieser Woche hatte er die Werbung noch verteidigt.

Schwedische Kinderhölle

Schweden. Eine von der schwedischen Regierung bezahlte Kommission will, daß die heimischen Ärzte auch die Kinder von aus dem Ausland angereisten Müttern abtreiben. Das geht aus einem kürzlich veröffentlichten Bericht der Kommission hervor. Die Gesetzgebung soll bereits im Juli nächsten Jahres verwässert werden. Ausländische Mütter müssen die Kosten der Kinderschlachtung selbst begleichen. Dagegen werden ungeborene Schweden bereits seit den 70er Jahren bis zum 5. Monat ohne Angabe von Gründen auf Kosten des Gesundheitssystems abgetrieben. Abtreibungsfördernde Medien sprechen angesichts der bevorstehenden Regelung vom „Schwedischen Abtreibungshimmel“.

Stecknadelprobe

„Man erfährt nichts über die tausendjährige Geschichte des [Kartäuser]Ordens, auch nichts darüber, wie der sich eigentlich finanziert. [Regisseur Phillip] Gröning zeigt dafür den einfachen, archaischen, asketischen Alltag. Das Schweigen als Lebensform. Kontemplative Meditation. Und verführt den Betrachter, desgleichen zu tun. Es ist dies die wohl größte Herausforderung in Venedig: eine zweieinhalbstündige Stecknadelprobe. Stille auf der Leinwand und Stille im Saal.“

Aus einer im September publizierten Filmkritik in ‘Die Welt’ über den Dokumentarfilm „Die große Stille“, der in einem französischen Kartäuserkloster gedreht wurde. Ab heute 10. November ist der Film in den Kinos.
      
11 Lesermeinungen
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#11   Josefus   16:42:18 | Freitag, 18. November 2005
An kreuz.net-Redaktion
Ich möchte den provokativen-vorwurfsvollen, indirekten Verdacht der Umsatzsteigerung zurücknehmen, da es kreuz.net nicht um materielle Gewinnsteigerung gehen dürfte. Jedoch scheint mir das kritisierte Mittel auch zur sicher wünschenswerten weiteren Leserzahlsteigerung ebenfalls nicht segensreich bei allem lobenswerten Engangement gegen schamlose Darstellungen zumal im katholischen Bereich. Sonst könnte es inkonsequent wirken! Mit gutem Beispiel vorangehen!!! In diesem Fall: Mut zur Lücke!
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#10   Laurentius2   09:26:11 | Montag, 14. November 2005
Danke Bruder Lustig !
Dann werde ich wohl auch reingehen.
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#9   Bruder Lustig   20:04:43 | Sonntag, 13. November 2005
Die große Stille
Ich hatte gestern die Gelgenheit, den Film in einer Kirche sehen zu können – und war wie die meisten, begeistert!
So kam – trotz der Länge – niemals Langeweile auf und dem Regisseur ist es ohne Zweifel gelungen, ein zeitloses und dennoch im Detail fesselndes Dokument des Ordenslebens auf die Leinwand zu bringen. Die Stille war auch ins Publikum übergesprungen, und das bei annähernd 600 Zuschauern (Erzbischof eingeschlossen).
Unvorbereitete Kinobesucher werden – wegen der Wortkargheit an sich – wohl eher enttäuscht sein, weil es eben keine schaurig, schöne oder leichte Allerweltsfilmkost ist.
Interssieren würde mich aber dennoch, wie sich der Karthäuser Oden eigentlich finanziert, auch wenn sie in großer Bescheidenheit leben, wie dargestellt. In den Suchmaschinen lassen sich leider nur Verweise in die „Welt der Katzen“ finden.
Viele Grüße und … unbedingt ansehen!
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#8   methusalix †   13:53:08 | Sonntag, 13. November 2005
@josephus
Hallo Josephus,
haben sie es immer noch nicht begriffen? Sex sells sagt der Kapitalist und unsere heilige Mutter Kirche, in ihrer hysterischen Panik vor dem Sozialismus oder Bolschewismus, oder was immer sie dafür hält, hat diesem Kapitalismus blind und willig Vorschub geleistet. Zu erkennen daran, wie blitzartig zum Beispiel Populorum Progressio versenkt wurde, oder welchen Anfeindungen sich Nell-Breuning und sein Nachfolger Hengsbach ausgesetzt sehen.
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#7   Josefus   14:41:04 | Freitag, 11. November 2005
Unnötig
Ich hoffe doch sehr, das kreuz.net, auch wenn sie es verurteilt, nicht doch indirekt auch zur Umsatzsteigerung solche Bilder veröffentlicht. Ich empfende es als Widerspruch die Veröffentlichung (zu Recht) anzuprangern und es selber dann unnötiger Weise zu veröffentlichen.
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#6   Stimme aus dem Tradiland   14:47:45 | Donnerstag, 10. November 2005
@ Copertino
Sie haben vollkommen Recht!
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#5   Midshipman Casey   13:27:05 | Donnerstag, 10. November 2005
Aber …
… geh. Keine Aufregung.
Es gibt in dieser Meldungsübersicht wichtigeres als der nackte italienisch Popsch.
Z.B. das Selbstgenozid der Schweden, in das sie nun andere mit hineinziehen wollen.
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#4   Copertino   12:33:26 | Donnerstag, 10. November 2005
Korrigenda
Bei meinem Kommentar zum Duschbild unterlief – wie leicht festzustellen ist – in der Eile ein peinlicher Verschreiber: Statt kath.net sollte es natürlich kreuz.net heissen. Ich entschuldige mich für den unverzeihlichen Verwechsler bei allen mitlesenden kath.nettern, was allerdings nichts an der gemeinten Aussage ändert. Das Bild ist vollkommen unnötig.
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#3   Laurentius2   12:12:01 | Donnerstag, 10. November 2005
Wer hat den Film gesehen ?
Bitte beschreibt Eure Eindrücke, lohnt es sich, da hineinzugehen ?
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#2   dilettantus in interrete   11:57:29 | Donnerstag, 10. November 2005
????
Kath.net????
kreuz.net?????
??????
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#1   Copertino   11:50:49 | Donnerstag, 10. November 2005
Kreuz.net-Macher trauen Lesern wenig Fantasie zu
„den entblößten Körperteil hinter einer von Dunst beschlagenen Duschkabine“ – So beschreibt die kath.net-Meldung die Anstoss erregende Werbung in der Zeitschrift „Familia Christiana“. Die meisten unter den Lesern werden sich darunter etwas vorstellen können, nämlich genau das, was daneben in Farbe gezeigt wird: den entblössten Körperteil hinter einer von Dunst beschlagenen Duschkabine.
Die kath.net-Macher trauen ihren Lesern offenbar ziemlich wenig Vorstellungsvermögen zu, um sich einen entblössten Körperteil hinter einer von Dunst beschlagenen Duschkabine vorzustellen. Welchen zusätzlichen Informationswert das Bild des abgelichteten Gesässes also darüberhinaus noch haben soll, darüber rätsle ich immer noch.
Vielleicht wollten die kath.net-Macher damit einfach mal beweisen, dass ihnen billig sei, was der Zeitschrift „Familia Christiana“ recht ist.
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