USA
Firmung mit acht
Ein texanischer Bischof versteht nicht, warum die Firmung erst nach der Ersten Kommunion gespendet wird. Deswegen schlägt er vor, das Kommen des Heiligen Geistes zu beschleunigen.
(kreuz.net, Tyler) Der Bischof der texanischen Diözese Tyler, Mons. Alvaro Corrada del Rio, forderte die Kinder seines Bistums auf, bereits mit acht Jahren zur Firmung zu gehen.

Das gab der Bischof am 7. Oktober – dem Fest unserer Lieben Frau vom Rosenkranz – in einem Hirtenbrief bekannt

Texas befindet sich im Süden der Vereinigten Staaten.

Der Bischof begründet seinen Entscheid mit dem engen Zusammenhang zwischen dem Sakrament der Taufe und der Firmung.

Die Taufe bewirke die Eingliederung des Christen in die Kirche.

Die Firmung stärke dieses Taufband, sodaß der Getaufte befähigt werde, den Glauben zu verbreiten und ihn als wahrer Zeuge Christi in Wort und Tat zu verteidigen.

Ein Argument für die Herabsetzung des Firmalters sieht Mons. Corrada auch in der Praxis des Urchristentums.

Die gemeinsame Feier der Eucharistie war in der frühen Kirche das Zeichen der Einheit, erklärt der Bischof.

Für die volle eucharistische Gemeinschaft seien die ersten Christen durch Taufe und Firmung vorbereitet worden.

Als Christ zu leben – schreibt der Bischof – hieße, die Wiedergeburt durch die Taufe zu verwirklichen.

Das Geschenk der Wiedergeburt werde durch die Firmung gestärkt und durch die Eucharistie genährt. Aus diesem Grund sei es für eine volle Teilnahme an der Eucharistie notwendig, die Gaben des Heiligen Geistes in der Firmung zu empfangen.

Wenn der Empfang der Eucharistie der Firmung vorausgehe, könne das in der Gemeinschaft oder bei einzelnen Personen Verwirrung stiften, befürchtet der Bischof.

Um möglichen Einwänden gegen die Vorversetzung des Firmalters zuvorzukommen, betont Mons. Corrada, daß er sich von einem Siebenjährigen nicht erwarte, daß er die Sakramente wie ein 16jähriger verstehe.

Der Weg zur Heiligkeit erfordere ein ständiges Wachsen und die Übung im Glauben.

Deshalb sei es erforderlich, daß die Kinderkatechese, die auf den Empfang der Sakramente vorbereitet, später in eine Katechese übergehe, die darstelle, wie sich diese Sakramente im Leben erweisen.
      
15 Lesermeinungen
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#15   Christin   21:58:15 | Donnerstag, 10. November 2005
LIeber lateinischer Freund:Was dem Leben dient ist immer christlich
Firmung muß immer Geheimnis bewahren aber auch Leben vermitteln und begleitende Kraft vermitteln!
Getrennt von einer Kultur des Lebens wird alles zum Götzendienst!
Wenn Firmung nicht mehr mit einfachen Worten verstehbar gemacht werden kann,dann erst ist es eine tote heidnische Kultur aber das Geheimnis bleibt trotzdem!
Niemand kann das wirklich fachgerecht erklären.Es ist zu einfach jemanden als „heidnisch“ abzustempeln.
Weißt du es vielleicht besser dann erklär es besser!
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#14   sacerdos helveticus   21:36:18 | Donnerstag, 10. November 2005
Neuheidentum?
Die von Christin verbreiteten Thesen scheinen mir nicht gerade die gesunde Lehre unserer Heiligen Kirche zu atmen, , sondern eher die Signatur des Zeitgeistes zu tragen. Es handelt sich doch wohl eher um sentimentales, von Esoterik und Neuheidentum beeinflusstes Gedankengut.
Wo ist da noch Platz für die Erbsünde und die Heilsnotwendigkeit des Taufsakramentes?
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#13   Christin   20:18:16 | Donnerstag, 10. November 2005
@Pelagius :*Wenn wir nicht werden wie die Kinder*
Christusreif?Christusverbunden waren wir schon von Anfang an,
denn in Christus waren wir schon von Mutterleib an und bevor wir gezeugt wurden.Darum sind Kinder immer Christus(dem Heilige Geist des Lebens) näher als wir durch unser großartiges Wissen uns je erarbeiten und erwerben können.
Darum muß eher darauf geachtet werden dass die Christusverbundenheit die Kinder von Natur aus haben nicht verloren geht,darum ist es gut sie in „Natürlicher Umgebung „ohne gezwungene Belehrung und Beeinflußung von außen sie „Kind“ sein lassen und möglichst viel von ihnen lernen,was sie so an natürlicher Weisheit mitbringen und darauf einzugehen und sie in ihrer Natürlichekit in der Persönlichkeit zu bestärken.
Das sind wir Christus,dem Gott des Lebens schuldig,dass wir bewahren was da ist und fördern wo Sehnsucht ist und auf Grenzen aufmerksam machen,wo’s gefährlich sein kann.
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#12   virOblationis   19:12:41 | Donnerstag, 10. November 2005
geistlicher Kampf
Als unsere Tochter noch keine zehn Jahre alt war, suchte Bischof Williamson (FSSPX) zur Firmung die Gemeinde auf. Auch unsere Tochter wurde gefirmt. Gewiß war sie noch recht jung, doch angesichts der heute herrschenden geistigen Kräfte kann ein Kind, das beginnt, eigenständig und vernünftig zu handeln, kaum zu früh durch den Hl. Geist gewappnet werden, meinte unser Pater; und das überzeugte uns sogleich (angesichts unserer Erfahrungen u.a. mit einer nominell katholischen Schule).
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#11   Pelagius   18:55:52 | Donnerstag, 10. November 2005
Firmung: Eine Jugendweihe und Mündigkeitserklärung?
Firmung heißt: Vertrauen haben in einen gefestigten Geist mit gefestigter Persönlichkeit welche „reif“ ist sich frei Wissen anzueigenen,frei Meinungen zu bilden und sich danach frei zu orientieren und frei danach zu handeln mit eventueller Rücksprache mit Vertrauenspersonen(Firmpaten) und Orentierung nach den Gesetzen und Geboten.
Diese Theologie der Firmung entspricht wohl eher einer Art „christlicher Jugendweihe“ der „Mündigkeitserklärung“ als dem heiligen Sakrament.
Im Gegensatz zu solchen aufklärerisch-pädagogischen Ansätzen geht es nach katholischer Lehre in der Firmung um den Empfang des Heiligen Geistes, den wir zum Heranreifen bis zum Vollalter Christi brauchen und dessen Hilfe sicher auch im Kindesalter nicht schadet…
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#10   Christin   17:31:44 | Donnerstag, 10. November 2005
@Stimme aus dem Tradiland* Firmung = Vertrauen auf den Heiligen Geist haben und *freigeben *
Aber das kann doch nicht schon mit acht Jahren sein wo die Kinder noch in das Urvertrauen der Eltern verwurzelt sein sollen.Erst wenn sie Pupertätsalter erreicht haben(12 Jahren)sind sie aufnahmebereiter für einen neuen Weg in die Freiheit in die Welt hinein .
Firmung heißt: Vertrauen haben in einen gefestigten Geist mit gefestigter Persönlichkeit welche „reif“ ist sich frei Wissen anzueigenen,frei Meinungen zu bilden und sich danach frei zu orientieren und frei danach zu handeln mit eventueller Rücksprache mit Vertrauenspersonen(Firmpaten) und Orentierung nach den Gesetzen und Geboten.
Firmung heißt auch zum allgemeinen Priestertum sich hineingenommen zu wissen(Prophetenamt)kann das schon mit acht Jahren sein?
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#9   Nólimon   16:34:27 | Donnerstag, 10. November 2005
Hl. Firmung oder protestantische Konfirmation
Wird die kirchliche Firmung oft nicht auf etwas reduziert, das einer protestantischen „Konfirmation“ entspricht?
Firmung und evangelische Konfirmation haben beide die lateinische Bezeichnung „confirmatio“. Sowohl in Firmung als auch in Konfirmation wird etwas „befestigt“. Es gibt aber einen Unterschied, nämlich – sehr grob und vereinfachend gesagt – den, daß in der Konfirmation der Mensch aktiv ist und in der Firmung Gott.
Die protestantische Konfirmation kam als Ersatz für die Firmung, nachdem die Reformatoren die Firmung abgeschafft hatten. In dieser Konfirmation als dem feierlichen Abschluß des kirchlichen Unterrichtes der Kinder und Jugendlichen bekräftigen die Konfirmanden das Taufversprechen, das ihre Paten bei ihrer Taufe für sie ablegten. Sie bekräftigen, daß sie gewillt sind, als Christen zu leben. Kirchlicher Unterricht und eine solche Bekräftigung des Glaubens durch den Glaubenden in der Konfirmation sind gewiß nicht zu tadeln. Nur sollte das nicht als einziger Zweck der Firmung angesehen werden.
Denn die Firmung eigentlich ursprünglich etwas anderes. In der Firmung bekräftigt nicht der Glaubende etwas, sondern er wird befestigt und gestärkt von Gott durch die Gabe des Hl. Geistes!
Ich meine, daß eine solche Befestigung gerade nötig ist, bevor die jungen Menschen in die schwierige Pubertät kommen. Andere „Geister“ warten nicht darauf, bis aus Kindern kleine Erwachsene werden…
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#8   Rosa von Lima   16:22:26 | Donnerstag, 10. November 2005
Firmung mit acht, das gabs schon früher
Ich wurde im Jahre 1952 – im selben Jahr war ich auch Erstkommunkantin – gefirmt und zwar im Monat März. Und Mitte April des gleichen Jahres empfing ich die 1. hl. Kommunion. Und das war gut so, finde ich.
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#7   sacerdos helveticus   15:22:45 | Donnerstag, 10. November 2005
Frühfirmung
Ob die Firmung auf jeden Fall schon vor der Erstkommunion gespendet werden m u s s ,bleibe einmal dahingestellt. Theologisch und pastoral möglich ist es auf jeden Fall.
Die Ostkirchen haben ja auch heute noch Taufe, Firmung und Eucharistie in einem Gottesdienst und das auch bei der Säuglingstaufe. Das ist zumindest altkirchliche Praxis und auch in der römisch-katholischen Kirche im Falle der Erwachsenentaufe so vorgesehen.
Man sollte die Kinder jedoch auf jeden Fall für gewöhnlich noch im Primarschulalter (z.B. 5. oder 6. Klasse) firmen.
Die in der Schweiz seit längerem vorherrschende Tendenz zur Firmung mit 17 oder 18 ist auf jeden Fall sehr problematisch.
Auch in Schweizer Diözesen kam es noch vor wenigen Jahrzehnten vor, dass Kinder unter Umständen vor der Erstkommunion gefirmt wurden. Da der Bischof nur alle 5 Jahre in eine Pfarrei kam, wurden dann eben 5 Jahrgänge zusammengefasst, so dass mindestens 1 Jahrgang schon vor der Erstkommunion gefirmt wurde.
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#6   Stimme aus dem Tradiland   14:59:49 | Donnerstag, 10. November 2005
@ Christin
Zitat: Wer Kinder mit acht Jahren schon firmt,überläßt sie viel zu früh dem eigenen Schicksal und dem Schicksal des Zeitgeistes,da wo es noch Begleitung von Vertrauenspersonen brauchen würde
Frage: Warum eigentlich: Verlieren diese Kinder deswegen Ihre Eltern, Lehrer, Priester usw., weil sie gefirmt wurden? Sie haben dann sogar einen Firmpaten zusätzlich! Oder sehen Sie die Firmung als Belohnung an?
Nach meiner Auffassung wäre gerade die Firmung vor der Pubertät eine wichtige Stärkung durch den Hl. Geist vor diesem Entwicklungsschub, der viele zeitweise oder länger durcheinanderbringt. Ich muß mal meine „Pius-X-Fanaten“ fragen, was die dazu meinen…
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#5   Christin   14:34:31 | Donnerstag, 10. November 2005
Firmung mit acht = das nicht viel zu früh?
Firmung mit acht Jahren ist viel zu früh meiner bescheidenen Meinug nach.Lassen wir doch
Kinder „K i n d e r“ sein und machen wir sie wir nicht so jung schon zu kleinen Erwachsenen.Drücken wir uns nicht vor der Verantwortung ihnen geistigen und seelischen Beistand anzubieten.Wer Kinder mit acht Jahren schon firmt,überläßt sie viel zu früh dem eigenen Schicksal und dem Schicksal des Zeitgeistes,da wo es noch Begleitung von Vertrauenspersonen brauchen würde.
Ich kann ein KInd nicht schon mit 8 Jahren sich selbst und frei dem weltlichen Zeitgeist ausliefern sondern ein Kind bedarf der Orietierung,damit seine Persönlichkeit gefrestigt wird und er nicht Sklave der Welt wird.
Erst in einem Alter wo es selbstständig werden soll,soll man das Sakrament der Firmung anbieten,wo auf einem gefestigten Fundament mit Hilfe des Heiligen Geistes weitergebaut werden soll.
Vielleicht bin ich da ein wenig konservativ aber sicher ist sicher sag ich immer!ich lass mich da auf keine Experimente ein,da sind mir die Kinder zu schade dafür.
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#4   Römisch-Katholisch   14:12:19 | Donnerstag, 10. November 2005
Bravo! Eine schöne Idee
Diesem Bischof kann ich nur gratulieren und hoffen, dass man ihm und seiner Idee Gehör verschafft. Bekommen nämlich die Kinder eine fundierte Katechese, dann wäre das ein ideales Firmalter. Leider herrscht in weiten Teilen (zumindest in der Schweiz) die Meinung, dass Firmalter müsse man hinauf auf 17 oder 18 Jahren schrauben, weil die Kinder noch nicht reif seinen. Der Grund liegt allein in der Art und Weise, wie den Kindern der Glaube vermittelt und gelehrt wird. Und da sollte man sich mal an der eigenen Nase nehmen…
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#3   Justus   14:10:59 | Donnerstag, 10. November 2005
Richtige Reihenfolge
Nach allgemeiner Auffassung der Kirche ist die Firmung vor der (Erst)Kommunion zu spenden, da die Eucharistie die christliche Initiation, d. h. die Grundlegung der sakramentalen Glaubenspraxis, vollendet. Darum wird die Firmung z. B. im Katechismus der Katholischen Kirche VOR der Eucharistie behandelt. Vgl. KKK Nr. 1212.
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#2   Gotthard   12:55:03 | Donnerstag, 10. November 2005
verändert
dann war aber bereits die Firmpraxis in den 50er Jahren vom Modernismus verändert worden.
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#1   Pelagius   12:44:35 | Donnerstag, 10. November 2005
Gratulor!
Endlich ein Bischof, der in diesem Punkt die traditionelle Lehre vertritt!
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