Der Priesterrat des Bistums Regensburg beschäftigte sich anläßlich seiner Sitzung am letzten Wochenende mit der Frage der pastoralen Räte.
(kreuz.net, Regensburg) Der Generalvikar von Regensburg und der Sekretär des Klerikergremiums erklärten
zum Abschluß der Sitzung, daß der Priesterrat über die seit langem geplante Erneuerung der Statuten
von pastoralen Räten diskutiert habe. Dies berichtete die Homepage des Bistums in einer Pressemeldung.
Es sei dabei deutlich geworden, daß das Bistum Regensburg bei seinen Anstrengungen in Verkündigung
und Pastoral auf einem guten Weg sei. Viele Tausende Laien hätten sich in ihrem Apostolat gerade in der
Arbeit in den Gremien bewährt.
Der Sekretär des Priesterrates erklärte, daß man sich einig gewesen
sei, die Arbeit der Pfarrgemeinderäte zu stärken und die Zusammenarbeit mit den Pfarrern noch weiter
zu intensivieren: „Die bisherige Satzung der Pfarrgemeinderäte bleibt im wesentlichen unverändert.“
Als markante Änderung soll gemäß dem allgemeinen Kirchenrecht ein Diözesanpastoralrat eingeführt
werden.
Der Diözesanpastoralrat ist ein gemeinsames Gremium von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und
Laien. Ein solcher besteht bereits in zahlreichen anderen deutschen Bistümern.
Am nächsten Dienstag,
dem Fest des Heiligen Albertus Magnus († 1280), wird der Bischof von Regensburg genaueres bekanntgeben
und novellierte Statuten vorstellen.
Der Heilige Albertus Magnus war zwischen 1260 und 1262 Bischof von
Regensburg.
In der Lokalpresse erhielt die Statutenänderung der Diözesanräte noch vor ihrem Bekanntwerden
eine eigenwillige Interpretation. Man spricht von „Ausverkauf“, „Zerschlagung“ und Vorgehensweisen „gegen
das Kirchenrecht“.
Das Bistum Regensburg würde als „erste und einzige“ Diözese Deutschlands die Zusammenarbeit
zwischen Priestern und Laien grundlegend ändern.
Bischof Müller schaffe – so etwa die Behauptung des
‘Oberpfälzischen Kurier’ – den Diözesanrat und den Dekanatsrat mit einem Schlag ab.
Eine andere Lokalzeitung
weiß, daß die beiden Räte durch die zwei Gremien Diözesanpastoralrat und Diözesankomitee ersetzt
würden.
Der ‘Diözesanrat’ ist das oberste Laiengremium eines Bistums in Deutschland. Der ‘Dekanatsrat’
ist der Zusammenschluß von Seelsorgern, Pfarrgemeinderäten und Laienvertretern auf der Ebene des Dekanats.
Die Abschaffung der Gremien solle – wenn es nach den Medien geht – am 1. Adventsonntag, dem 27. November,
in Kraft treten.
Der Vorsitzende des Regensburger Diözesanrates erhielt über eine angeblichen Auflösung
seines Rates keine Informationen.
Erwartungsgemäß reagierte er dennoch, nachdem er aus der Presse vom
„Aus“ seines Laiengremiums erfahren hatte: „Es ist sehr, sehr traurig, was hier alles passiert.“
Das
Vorgehen der Bistumsleitung sei – so der Diözesanratsvorsitzende aufgrund der Presseberichte – „ein Schlag“
gegen die vom II. Vatikanischen Konzil gewünschte Beteiligung und Mitverantwortung der Laien: „Dem gläubigen
Volk Gottes wird in Regensburg nicht mehr zugetraut, daß es Frauen und Männer seines Vertrauens wählt.“
Auch der Vorsitzende des ‘Zentralkomitee der deutschen Katholiken’ – des obersten Laienrats von Deutschland –
meldete sich noch vor der genauen Darlegung der geplanten Änderungen zu Wort.
Er warnte präventiv davor,
die Mitbestimmung der Laien zu unterbinden: „Der organisierte deutsche Laienkatholizismus würde eine
solche Entwicklung nicht hinnehmen.“
Es sei selbstverständlich Recht des Bischofs, zusätzlich zu bestehenden
Gremien einen Diözesanpastoralrat zu etablieren und dessen Mitglieder zu ernennen. „Was für uns entscheidend
ist, ist die Tätigkeit des Diözesanrats.“
Ob das gewählte Laiengremium in Zukunft Diözesanrat oder
Diözesankomitee heiße, sei gleichgültig. Es komme darauf an, daß das „Recht der Vereinigungsfreiheit
der Gläubigen“ unabhängig von der Mitwirkung des kirchlichen Amtes garantiert bleibe.
Erst im Juli
diesen Jahres hatte ein Sprecher des Bistums Regensburg erklärt, daß die Abschaffung des Diözesanrats
nicht zur Debatte stehe.
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50 Lesermeinungen
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#50 Laurentius2 10:14:54 | Montag, 21. November 2005
„Großteil“ Sie sagten „Großteil“. Es mag sich in einigen Diözesen wirklich um einen großen Teil handeln.
Werden wir jedoch nicht übertrieben abwertend oder gar verletzend. Auch dort lebt die wahre Kirche weiter –
und nicht jeder Priester der Tradition ist automatisch über alle Zweifel erhaben. Seien wir demütig
und fleißig in unseren Werken, dann machen wir die beste Werbung für unsere Sache: eine wahre reformatio
catholica im pianischen Sinne (und damit im Sinne unseres Papstes Benedikt XVI.).
#49 Rudolphus 14:17:17 | Mittwoch, 16. November 2005
@L2: FS warnt vor Neuem Ritus Die FSSPX warnt auf ihrer Heimatseite sogar vor dem Neuen Ritus unter dem
Hinweis als „sakrilegische Veranstaltung“, an der Katholiken ja nicht teilnehmen dürfen, daß man dort
nicht die Sonntagspflicht erfüllen solle. Diese „sakrilegische Veranstaltung“ ist bei Verunehrung der
Eucharistie in einem Großteil der Novus-Ordo-Kirchen und -Seminarien (besonders im Westen) nach meiner
Einschätzung tatsächlich gegeben.
#48 Laurentius2 13:05:09 | Mittwoch, 16. November 2005
@Rudolphus So ist es auch mit meinem Bekannten in den USA. Er fährt mit seiner ganzen familie sonntags
nach jahrelangem Hin und Her nun stundenlang zu einer Heiligen Messe im alten Ritus (Ich glaube Institut
Christkönig oder so), weil er den seichten Quatsch und dire Inhaltsleere vor seinen Kindern nicht mehr
verantworten konnte.
#47 Rudolphus 12:53:24 | Mittwoch, 16. November 2005
Die geistige Verwandtschaft der Kirche in den USA und in Europa Denn der Klerus in den USA und in Europa
scheint sich mir nicht sehr vom denjenigen Europas zu unterscheiden. Die gläubigen praktizierenden Katholiken –
sowohl in den USA als auch in Europa – fühlen sich deswegen zu recht bbesser aufgehoben in glaubenstreuen
Gemeinschaften wie der Fraternitas sacerdotalis als auch im Opus Dei, und in glaubenstreuen „Pfarrinseln“.
#46 Laurentius2 12:44:34 | Mittwoch, 16. November 2005
@Benedikt / Lage in den USA für uns negativ ich denke, die Lage in den USA, ich kenne dort einen gut-katholischen
deutschen Auswanderer mit US-Frau und drei Kindern, gibt gerade keinen Anlaß zu fröhlichem Optimismus.
Unsere Kirche dort ist dabei, das aktuelle Missionspotential an die leider in Teilgebieten der christlichen
Lehre irrenden, wenn auch sicher gutwilligen Protestanten zu verspielen, weil sie offenbar immer noch
nicht richtig mit den pädophilen und/oder satanistischen U-Booten im US-Klerus aufräumt !
#44 Laurentius2 12:19:25 | Mittwoch, 16. November 2005
@Benedikt Dein Wort in Gottes Ohr ! Hoffentlich schenkt der Allmächtige uns auch in Zukunft so gute Päpste
wie Benedikt XVI., manchmal wird einem aber doch schon angst und bange, wenn man daran denkt, daß Leute
wie Montini (Modernisten) nach der Tiara greifen könnten …
#43 Benedikt 17:58:53 | Dienstag, 15. November 2005
@ Laurentius2 Nein, besser wäre es nicht. Ein Schisma ist eine schwere Beleidigung Gottes. Die Kirche
hat Zeit. Da die Verheißung besteht, dass sie niemals untergehen wird, sitzt sie am längeren Hebel.
Man kann also ganz getrost abwarten, bis der jetzige oder ein späterer Papst Bischöfe ernennt, die die
Zügel wieder fester in die Hand nehmen.
#42 Laurentius2 17:46:18 | Dienstag, 15. November 2005
Tragik der Unmöglichkeit ? Angebot an ALLE ? Würde unser Papst von heute auf morgen gegen die Modernisten
unter den Bischöfen durchgreifen, wäre dies überhaupt realistisch ? Würde dann nicht eine Kirchenspaltung
geschehen ? Ich frage mich: wäre das nicht unterm Strich sogar besser ? Oder hat Gott einen besonderen
Plan, zB damit er ALLEN mit seiner weichgespülten Kirche ein Angebot macht, das jeder auch nur im entferntesten
gutwillige Mensch annehmen MUß ???
#41 Rudolphus 16:18:32 | Dienstag, 15. November 2005
Kirchenkrise und „starker (heiliger) Papst“ Klarerweise hätte ein starker Papst sämtliche Mittel um
mit den irrlehrenden Klerikern sämtlicher Ränge (vom Cardinal bis zum Kaplan) aufzuräumen, St. Pius
X. hat es bravourös vorgemacht. Allerdings sind solche Päpste seltene Geschenke der Vorsehung, man braucht
dazu nur einmal einen Blick in die Papstgeschichte zu werfen, die ein Auf und Ab der unterschiedlichsten
Persönlichkeiten ist. Doch war es zu allen Zeiten möglich, ein heiliger Katholik zu werden, selbst wenn
der Papst Innozenz VIII., Alexander VI., Urban VIII., Paul VI., Johannes Paul II. oder wie auch immer
hieß.
#40 Benedikt 14:56:51 | Dienstag, 15. November 2005
@ Marcel Das freut mich; hätte ich nicht erwartet. Aber, aber werter Marcel. Glauben Sie, dass ich mir
ein Urteil oder auch nur eine Auffassung zur FSSPX bilden würde, ohne zu wissen, was ihre Verantwortlichen
schreiben? Sowas liegt mir nicht .
Krise der Bischöfe Benedikt schrieb: Habe gestern den von Ihnen gelinkten Vortrag von P. Pfluger gelesen.
Das freut mich; hätte ich nicht erwartet. Das berühmte Zitat „Die Krise der Bischöfe…“ schreibt er
Franjo Kardinal Seper zu. Was stimmt denn nun? Vermutlich hat der gute Prof. May ja abgekupfert )) Das
ist möglich; sein Buch („Ökumenismusfalle“) las ich nach P. Pflugers Vortrag. Bei May begnete mir das
Zitat zum ersten Mal. Ich weiß nicht mehr, ob er für den Spruch eine Quellenangabe verwendete. Es hätte
auch schon der hl. Athanasius sagen können. Oder Erzbischof Lefebvre (der Athanasius des 20. Jahrhunderts),
als er alarmierende Berichte über versagende Bischöfe und Kardinäle persönlich an die Päpste berichtete,
die jedoch keinen Handlungsbedarf sahen, sondern auf die Wunderwaffe „Superkonzil“ verwiesen. Einige gute
Beobachter dürften also die Krise geortet haben als eine weiter oben in der Hierarchie. Gerne merke ich
mir, daß das Zitat in dieser Form wohl dem Kardinal Seper zuzuschreiben ist. Bischof Fellay schreibt
es ebenfalls ihm zu, wie mir just eine Suche zeigt. www.google.com/custom?q=%22The+crisi… Danke für
den Hinweis.
#38 Benedikt 13:08:16 | Dienstag, 15. November 2005
@ Laurentius & Marcel Ich glaube auch, dass es durch einen starken Papst beendet werden kann. Er muss
aber auch so lange leben, dass er die Chance erhält, wenigstens die wichtigsten Bischofssitze der Christenheit
neu zu besetzen. Denn einfaches Absetzen wird nicht von Erfolg gekrönt sein, da dies unter den Christen
zu noch größerem Missmut führen würde, und eine Treue zur Lehre, mit der man Absetzungen begründen
könnte ja erst eben dadurch wieder begründet werden soll. Hoffen wir also, dass unser Papst noch lange
lebt. Denn je länger er lebt, desto unwahrscheinlicher wird es, dass noch ein Generation 68er-Prälat
sein Nachfolger wird. @Marcel: Habe gestern den von Ihnen gelinkten Vortrag von P. Pfluger gelesen. Das
berühmte Zitat „Die Krise der Bischöfe…“ schreibt er Franjo Kardinal Seper zu. Was stimmt denn nun?
Vermutlich hat der gute Prof. May ja abgekupfert ))
Praxisfeste These Laurentius schrieb: Doch was haltet Ihr beide von der These, daß diese Krise der Bischöfe
nach menschlichem Ermessen nur durch einen starken Papst beendet werden kann ? Sie ist richtig und wird
auch von Erzbischof Lefevbre vertreten und somit seinem Werk. Warten wir also darauf, bis es Gott gefällt,
den Petrus wieder zu stärken. Daß der Papst momentan noch nichts mit der ganzen katholischen Überlieferung
zu tun haben möchte, ergibt sich aus seinen bisherigen Worten und Handlungen, z.B. seinem bedingungslosen
Festhalten am Antisyllabus Vatikanum II, das nach seinen Worten die Versöhnung zwischen Revolution und
Kirche ist. Das verdeutlichte auch Mgr. Lefebvre auf einem Vortrag 1985 in London: www.fsspx.info/…zbischof/artikel.php?show=77
>> {…} Die Bücher und Interviews von Kardinal Ratzinger beschreiben die tragische Situation der Kirche.
Trotzdem wird uns dadurch sein bedingungsloses Festhalten am Zweiten Vatikanischen Konzil mitgeteilt.
„Es kommt nicht in Frage, zur Vergangenheit zurückzukehren.“ {…} Wie ist es möglich, daß nach zwanzig
Jahren Selbstzerstörung der Kirche immer noch dazu aufgefordert wird, dieser Linie zu folgen und mit
dieser Selbstzerstörung fortzufahren? {…} Hat dieser Geist, mit der Vergangenheit der Kirche zu brechen,
mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil begonnen? War dieser Geist bereits vor dem Zweiten Vatikanischen
Konzil vorhanden? {…} <<
#36 Laurentius2 09:32:37 | Dienstag, 15. November 2005
@Benedikt und Marcel Schön, daß Ihr Euch bei dieser Ursachenforschung bzgl. der größten Krise seit
450 Jahren einig seid. Doch was haltet Ihr beide von der These, daß diese Krise der Bischöfe nach menschlichem
Ermessen nur durch einen starken Papst beendet werden kann ?
Richtig @ Evelin Ich wollte noch etwas schreiben, aber nur das, was Marcel inzwischen vervollständig
hat. Gäbe es eine vernünftige Katechese und einen Religionsunterricht, der diesen Namen verdient, dann –
so meine Hypthese – gäbe es auch weniger Probleme, wie Sie sie beschrieben haben. Denn einen gut katholischen
PGR könnte man schalten und walten lassen, wie man will. Er wüsste ja genau, wo die Grenze ist und seine
Veranstaltungen wären mit der Lehre immer vereinbar. Wenn ich mir Ihre Aussage betrachte, so scheint
sich dieser PGR so wie eine Art Kirchenparlament zu verstehen. Das kann man nur auf grundsätzlich falsche
Vorstellungen zurückführen. Und die werden sich die Laien nicht ausgedacht haben, sondern man wird es
ihnen so beigebracht haben. @Marcel Gemeint hat Benedikt – sehr schöner Name, schwärmt meine Tochter
Gottes Segen für Ihre Tochter und einen Gruß von mir . Ich weiß, dass der Satz von May ist, aber ich
wusste schon, dass ich etwas „knapp dran“ bin mit den übrigen Zeichen und wollte es in aller Kürze darstellen.
Die Krise der Kirche ist eine Krise der Bischöfe Benedikt schrieb: „Marcel hat irgendwie recht: Es ist
eine Kri…“ Nun lobt mich Benedikt ausnahmsweise und da schneidet ihm ein Roboter das Wort ab. Und dies,
bevor die Freimaurer mit TCPA die Kontrolle über diese Kisten übernommen haben werden… Gemeint hat
Benedikt – sehr schöner Name, schwärmt meine Tochter – meinen oft und gerne zitierten Satz: „Die Krise
der Kirche ist eine Krise der Bischöfe.“ Das hat Georg May festgestellt, ihm gebühren die Blumen und
er hat sie sich u.a. in seinem neueren großartigen Werk verdient namens: „Die Ökumenismusfalle“, Stuttgart,
2004. (Kurze Besprechung, leider nur in Englisch, als Nachdruck aus „Si Si No No“, hier auf „The Angelus“:
Teil 1 www.sspxasia.com/…y/Ecumenism_Trap.htm und Teil 2 www.sspxasia.com/…l/Ecumenism_Trap.htm.)
@ Gatte der Evelin Offenbar gibt es in Österreich andere Synodalordungen? Was sie hier beschreiben liegt
jenseits dessen, womit sich unser Pfarrgemeinderat jemals beschäftigt hat. Vielleicht sollte man nicht
pauschal auf alle Pfarrgemeinderäte hauen und hinter jedem Rat ein Revolutionsgremium vermuten. Damit
wird man den vielen tausend PGRs nicht gerecht, die in tausenden Pfarreien dafür sorgen, dass das Gemeindeleben
noch nicht zum erliegen gekommen ist. Denn mal ernsthaft: In Österreich scheint es eine Menge dieser
Gruppen wie SJM usw. zu geben. Das alles gibt es in meinem Lebensumfeld nicht. Ohne PGR wäre unsere Gemeinde
ein Haufen Leute, die sich einmal die Woche in der Kirche sehen und danach wieder entschwinden. Gemeindeleben =
Null; Apostolat = Null. Und ein Pfarrer für 12000 Gläubige kanns auch nicht rausreißen. Der PGR bei
uns besteht aus 12 Leuten, aber durch diese Organisation werden natürlich gut 40 – 50 Leute in die Gemeindearbeit
direkt eingebunden. Ohne diese Leute hätte unsere Gemeinde überhaupt kein Gesicht. Es ist einfach unfair,
wenn man diese Leute so pauschal abwertet und hinter jedem Engagierten gleich einen Revolutionär zu sehen
und so die Laien praktisch unter Generalverdacht zu stellen. Sollen doch die Bischöfe für eine bessere
Katechese und Reliunterricht sorgen, dann gibts auch weniger Probleme mit progressistischen Ideen. So
findet keine Ausbildung statt und wenn dann die Folgen eintreten zeigen die Bischöfe auf die Laien. Marcel
hat irgendwie recht: Es ist eine Kri…
@ Benedikt – über grausige Erfahrungen mit einem Pfarrgemeinderat Mir hat das gereicht, was der PGR der
letzten V2-Pfarre (es war eine „konservative“!), in der ich Messen besuchte, angestellt hat: 1.) Hatten
die kein Problem mit einer esoterischen Veranstaltung; 2.) Beschloß der PGR – m.A.n. unzuständiger Weise –
eine Kommunionspendeordnung. Nach dieser wurden Stehkommunikanten vorrangig bedient; erst am Ende wurden
kniende Kommunikanten bedient. 3.) Eine PGR-Sitzung beinhaltete ein Scherbengericht gg. die in der Pfarre
seit Jahrzehnten tätige Legio Mariens mit ihrer Nazareth-Kindergruppe. Weil die Legio ihren Erstkomm.kindern
beigebracht hatte, dass man bei der Kommunion u. insb. Erstkommunion zu knien habe, „störten“ diese Erstkomm.kinder,
weil sie dann tatsächlich knieten, die Erstkomm.feier. Legio Mariens flog mitsamt ihrer verdientsvollen
Nazareth-Gruppe (wo sie freiwillig die Problemkinder aus der Pfarre aufgenommen hatte) raus. 4.) Ebenso
raus flogen die Lebensschützer von HLI/Ja zum Leben. Sie hatten – nach Zustimmung des Pfarrers(!) – nach
Jahrzehnten eine (einzige) alte Messe organisiert mit einem Priester von SJM. Jahre vorher wollte der
PGR die Lebensschützer mit ihren „lästigen“ Gebetsvigilien f.d. ungeborene Leben (öff. Rosenkranzgebet –
igitt!) schon draußen haben. Nur war damals noch ein lebenschützerischer Pfarrer. 5.) Kein Problem hatten
die dort mit Medjugorje-Veranst. und -Flugzetteln. Während die – erlaubter Weise aufgelegten (!) Flugzettel
f.d. Gebetsvigilien regelm. entfernt wurden. Der Gatte der Evelin
#29 Laurentius2 09:08:34 | Montag, 14. November 2005
Wunderwaffe V2 Mag das Konzil auch sicher gut gemeint gewesen sein – seine doppeldeutigen Formulierungen
werden der modernistsichen Meute in den pseudo-katholischen Sowjets (russ.: Räte) noch bis zum jüngsten
Tag als WUNDERWAFFE gegen alle Verteidiger des wahren überlieferten Glaubens dienen. Wann wird das endlich
erkannt ? Müller verdient den Titel DEFENSOR FIDEI !
Dialogunfähigkeit = Führungsunfähigkeit Bischof Müller beweist nunmehr nicht nur gegenüber einzelnen
Personen, sondern diesmal gegenüber anerkannten Gremien seine Dialogunfähigkeit. Anstatt sich mit engagierten
Christinnen und Christen erst einmal offen darüber auseinanderzusetzen, warum er mit deren Wirken unzufrieden
ist, stellt er sie ohne Abstimmung mit seinen Amtsbrüdern vor vollendete Tatsachen. Vertrauen, Stil und
Selbstherrlichkeit sind natürlich im Kirchenrecht nicht geregelt. Wer so mit verdienstvollen Menschen
umgeht, beweist keinerlei Fingerspitzengefühl und eignet sich im 21. Jahrhundert n.Chr. nicht als Seelsorger
und auch nicht als Führungskraft.
Satzung Diese wichtigtuerischen Sprüche sind es, die die Kirche zerstören und die nach einer Änderung
schreien. Pastorale Verantwortung für seine Gemeinde hat der Priester, Laien sollen ihn durch Gebet und
Apostolat dabei unterstützen. Sie sollen ihn nicht ihn Gremien angeberisch belehren, bevormunden und
an Ende hinwegmobben. Aber dafür scheint „Gotthard“, wohl ein spät-68er, kein Sensorium zu haben. Er
passt zu den anderen Spinnern hier auf kreuz.net von sedisvakantistischer Seite.
#26 Gotthard 16:32:47 | Samstag, 12. November 2005
aus einer Satzung Aufgaben und Mitwirkungsrechte des Pfarrgemeinderates (1) Der Pfarrgemeinderat hat teil
an der Gemeindeleitung. Diese vollzieht sich im Miteinander aller Gemeindemitglieder, die für pastorales
Handeln in den verschiedenen, der Gemeinde wichtigen Bereichen verantwortlich sind. (2) Der Pfarrer bzw.
der Leiter der Gemeinde1 trägt als der vom Bischof entsandte Seelsorger besondere Verantwortung für
die Einheit der Gemeinde sowie für die Einheit mit dem Bischof und dadurch mit der Weltkirche, für die
rechte Verkündigung der Heilsbotschaft, für die Feier der Liturgie und der Sakramente sowie für das
diakonische Handeln der Gemeinde. (3) Der Pfarrgemeinderat trägt gemeinsam mit dem Pfarrer bzw. Leiter
der Gemeinde und den pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Verantwortung für das pastorale Handeln
in der Gemeinde. Er fördert die Vielfalt des christlichen Lebens in der Gemeinde. Als Organ des Laienapostolats
wird er, unbeschadet der Eigenständigkeit der Gruppen und Verbände in der Gemeinde, in eigener Verantwortung
tätig. Er beschließt Maßnahmen und sorgt für deren Durchführung.
Einfältiger Gotthard! Bischof Müller ist was Kirchenlehre angeht doch etwas firmer als der Wander- und
Joggingcharismatiker Schick! Übrigens hat sich der Erzbischof von München schon in Regensburg gemeldet
und sich „bestürzt“ gezeigt über die Fehlinterpretation seiner Äusserungen in den Medien: „Die Rede
von einer Distanzierung des Kardinals vom Regensburger Bischof entbehrt jeder Grundlage und ist eine rein
böswillig gesetzte Interpretation“ (Aussendung des Bischöfl. Sekretariates Regensburg vom 11.11.).
#24 Gotthard 15:29:12 | Samstag, 12. November 2005
gut beobachtet Das war der Zweck dieser Übung … damit sind die Anti-Laien-Äußerungen entlarvt als
Irrlehren, da sie der erzbischöflichen Äußerung diametral entgegenstehen.
Achtung vor „Gotthard“ „Gotthard“ zitiert wortwörtlich die Irrlehren des Bamberger Erzbischofs Schick
zur missio der Christen! Vgl. kath.net von heute!
#22 Benedikt 14:28:47 | Samstag, 12. November 2005
@ Stimme aus dem Tradiland Und wer sagt, wie oft PGR-Sitzungen stattfinden müssen? Wenn er einmal jährlich
tagt, ist es auch genug, wenn ich mir den Blödsinn vor Augen halte, den PGRe üblicher Weise besprechen
oder gar beschließen! Ah, Sie sitzen – da Sie das offenbar gut wissen – auch in einem PGR? Die Post-V2-PGR
sind gegen die Tradition der Kirche. Was für ein nichtssagendes Totschlagargument. PGRs heben die Tradtion
der Kirche nicht auf, sondern sind eine ganz normale Ergänzung oder Neuerung, so wie auch das Klosterwesen
und eine gewisse Priesterbruderschaft irgendwann mal „neu“ waren. Mit dieser Logik hätten Sie nie etwas
in der Kirche ändern dürfen.
#21 Gotthard 14:00:22 | Samstag, 12. November 2005
gleiche Würde Alle Christen sind durch Taufe und Firmung in die sakramentale Struktur der Kirche eingebunden.
Dadurch sind alle gleich an Würde und Wert. Sie sind vor allem gleich in der Missio. Das gilt auch für
den Sendungsauftrag der Christen und ist gültig für die Pfarrei- und Bistumsebene. Alle Ebenen der Kirche –
inklusive der Laiengremien – müssen zusammenarbeiten, die sakramentale Struktur der Kirche achten und
im Sinne der Gemeinschaft die Verkündigung des Evangeliums vorantreiben.
@Gotthard – Frontalangriff gegen die Laien ! In seiner Predigt ging Meisner auch Mitarbeiter katholischer
Einrichtungen und Helfer in der Gemeindehart an: Er habe von Kindergärtnerinnen gehört, die noch nicht
zum katholischen Glauben gefunden hätten – das könne nicht gut gehen. „Blinde können doch nicht Führer
von Blinden sein“, sagte Meisner mit Blick auf die Kindererziehung. Er rechnete zu- dem mit katholischen
Verbänden ab. Die Kirche drohe vor lauter Strukturen, Statuten, Sekretariaten und Kommissionen’ zur reinen
Organisation zu erstarren. Die Apparate seien oft so mächtig, dass sich die Bischöfe „machtlos’ fühlten
und gute Miene zum bösen Spiel machen’. Das ZdK, das höchste Laiengremium, wertete die Predigt als Frontalangriff
und warf dem Kardinal vor, den Dialog mit den Laien zu verweigern. Laut ZdK-Präsident Hans Joachim Meyer
hat Meisner die Predigt gegenüber einer am Vorabend verbreiteten schriftlichen Fassung entschärft. In
der ursprünglichen Version habe der Kardinal massiv ausdrücklich das ZdK, den Bund der Deutschen Katholischen
Jugend, die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands, die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung sowie katholische
Politiker angegriffen und den Verantwortlichen geringes Glaubenswissen attestiert. In dieser Hinsicht
könnten sie es aber „getrost“ mit dem Erzbischof aufnehmen, so Meyer. Ohne die Arbeit der Laien wäre
die Kirche eine „bedeutungslose Sekte“. www.cardinalrating.com/…_64__article_568.htm Soviel zur Stellung
der Laien. Leider entschärft Meisner zu oft. Und wenn er mal nicht entschärft hat, nimmt er zurück.
@gotthard Sie schrieben:„Kirche ist zuerst Missio (Sendung), daraus erwächst Communio (Gemeinschaft).
Auch die Laien gehören zur Missio und deshalb zur sakramentalen und hierarchischen Struktur der Kirche.“
Was für ein Durcheinander. Natürlich empfangen auch und ganz besonders die Laien die Missio, aber diese
Missio bestimmt die Laien eben nicht zum Dienst in der Hierarchie, sondern zum Zeugnis und zur Mission
in der Welt. Manchmal hat man wirklich den Eindruck, die Restkirche (so sag ich mal um den Unterschied
zur Volkskirche zu markieren) ziehe sich teilweise ganz auf sich zurück, und wolle auch die Laien nur
noch und hauptsächlich zur Leitung eben dieser Restkirche heranziehen. Andererseits aber mache sich –
diesem Eindruck entsprechend – die Kirche in der Gesellschaft nur noch ohne Mission (ein offenbar in Verruf
geratener Begriff) nützlich, betreibe dort Schulen mit überkonfessionellem Religionsunterricht oder
Krankenhäuser mit vollem Angebot (inkl. Abtreibungen) – kurz alles, was andere gesellschaftliche Kräfte
und Gruppen auch können und praktizieren. Die Laien gehören nicht als 5. Rad in die Hierarchie, sondern
als Sauerteig in die Welt. Daß kluge „Hierarchen“ gut daran tun, sich auch von Leuten, die in der Welt
ihren Mann stehen, beraten zu lassen, steht auf einem ganz andeen Blatt.
#18 Gotthard 12:44:50 | Samstag, 12. November 2005
Stellung der Laien Kirche ist zuerst Missio (Sendung), daraus erwächst Communio (Gemeinschaft). Auch
die Laien gehören zur Missio und deshalb zur sakramentalen und hierarchischen Struktur der Kirche.
@ Benedikt Und wer sagt, wie oft PGR-Sitzungen stattfinden müssen? Wenn er einmal jährlich tagt, ist
es auch genug, wenn ich mir den Blödsinn vor Augen halte, den PGRe üblicher Weise besprechen oder gar
beschließen! Die Post-V2-PGR sind gegen die Tradition der Kirche.
#14 Benedikt 16:03:57 | Freitag, 11. November 2005
@ Trottel Sie müssen schon zwischen Laien, die sich – gegen die Aussagen des Konzils – in die Liturgie
einmengen und jenen, die sich in der Gemeinde engagieren. Gemeinde bedeutet, dass mehrere Leute vorhanden
sind. Ein Pfarrer ist allein keine Gemeinde und um den Alleinunterhalter für eine ganze Pfarrei oder
auch mehrere Pfarreien zu spielen fehlt einigen Pfarrern schlicht die Zeit.
@Gottweich Die Mitarbeit von Laien ist in unserer Kirche unverzichtbar!!!!!!!!!! Stimmt, zum demontieren
braucht man keine gelernten Fachkräfte, das geht auch mit Laien.
#12 Niedermünster 13:57:33 | Freitag, 11. November 2005
Gefahr despotischer Macht Man muss Benedikt beipflichten. Müller geht es nicht um rechte oder linke Laien,
sondern um seine persönliche Machtfülle, die er somit ausweitet. Eingenartigerweise haben die V2- Bischöfe
alles vorkonziliare Denken aufgegeben, nur die Liebe zur Macht haben sie beibehalten. Eine Macht, die
natürlich unrecht ist, da sie nicht auf dem Boden der Tradition basiert und somit despotisch wird!
#10 Benedikt 13:43:19 | Freitag, 11. November 2005
Gerhard Ludwig Müller Ich habs hier gestern schon gepostet: Dadurch, dass er seine Pfarrer zwingt, den
Vorsitz im PGR zu übernehmen hat er seinen Seelsorgern, die bei 770 Pfarreien zu 583 Priestern sowieso
schon in der Minderheit sind mit einer riesigen Mehrarbeit belastet. Anstatt Seelsorger zu sein, kümmert
sich der Pfarrer im Bistum Regensburg von nun an um Papierkram, Rechnungen usw… Mit dieser Maßnahme
hat er vielleicht den Beifall von einigen Gruppen, aber betrachtet man sich das ganze genau, dann hat
die Stimme aus dem Tradiland recht. Müller ist bloß ein Blender.
Petrusbruderschaft distanziert sich von P. Zimmer FSSP wg. Harry Potter Buch! Der Vorgang ist so sensationell,
dass ich in hier bringe und sogleich verlinke: Priesterbruderschaft St. Petrus geht auf Distanz zu Pro-Potter-Buch
von P. Walthard Zimmer www.kath.net/detail.php?id=12000&&emai… Besonders, wenn man die Mentalität und
Vorsicht des Distriktsoberen der Priesterbruderschaft St. Petrus im deutschen Sprachraum, P. Axel Maußen,
kennt!
Was soll nun eigentlich anders werden? Substantiell wird alles beim alten bleiben. Und wenn Bischof Müller
nun Laien nach eigenem Gutdünken ernennt, werden es die Gläubigen, die sich der klassischen römischen
Liturgie verbunden fühlen, noch schwerer haben, als dies in Regensburg ohnehin schon der Fall ist.
von Kenntnissen unbeleckt die bisherigen Kommentare zu den noch nicht bekannten Veränderungen in Regensburg,
die ich hier lesen mußte, sind von Kenntnissen der Wirklichkeit in der Kirche in Deutschland unbeleckt.
Die Mitarbeit von Laien ist in unserer Kirche unverzichtbar!!!!!!!!!! …auf allen Ebenen!
Bischof Müller von Regensburg ist nur ein Blender ähnlich wie Cardinal Meisner von Köln. Die eigentliche
Zerstörung von Glaube, Lehre, Liturgie geht in Wirklichkeit auf allen Ebenen unvermindert weiter. In
Regensburg gibt es noch immer einiges zu zerstören, weil dort Bischof Graber bis in die 1980er Jahre
für Ordnung gesorgt hat. Wen interessiert es, ob zwei Gremien oder zwei andere existieren, geschaffen
werden oder sonst was? Wenn ein Bischof seine Pflichten wahrnimmt, ist ganz egal, welche Gremien es gibt
und wie sie heißen. Bischof Müller II von Regensburg ist ein V2-Bischof mit Machtbewußtsein. So wie
Cardinal Lehmann oder auch Cardinal Schönborn von Wien.
@… Er warnte präventiv davor, die Mitbestimmung der Laien zu unterbinden: „Der organisierte deutsche
Laienkatholizismus würde eine solche Entwicklung nicht hinnehmen.“ Ja, ja die organisierte deutsche Laienpest
hat an ihrem geistigen Stammtisch wieder das „Maul“ erhoben.
Laienkatholizismus Viele Tausende Laien hätten sich in ihrem Apostolat gerade in der Arbeit in den Gremien
bewährt. Sie haben sich so gut bewährt, dass von den 55% der deutschen Katholiken, die nach V2 noch
Kirchgänger waren, 15% geblieben sind. Er warnte präventiv davor, die Mitbestimmung der Laien zu unterbinden:
„Der organisierte deutsche Laienkatholizismus würde eine solche Entwicklung nicht hinnehmen.“ Und? Was
wird denn der deutsche Laienkatholizismus machen? Eine neue Kirche gründen? – bitte schön! Sollen sie
es machen – dann sind sie endlich weg!
Sensation Traurig, dass es einer Sensation gleich kommt, wenn ein (deutscher) Bischof einmal das tut,
was nach Lehre und Ordnung der Kirche seine Pflicht ist. Möge das Beispiel Schule machen!
höchste zeit, dass einer der herren exzellenzen anfängt, aufzuräumen. das eigentlich interessante an
der sache werden aber die verschämten reaktionen der hochwürdigsten mitbrüder im bischofsamt sein.
darf man sich jetzt schon drauf freuen.