08:09:13 | Freitag, 11. November 2005
Mahnende Worte? + Israel und Religionsfreiheit + „Zeichen des Glaubens“ + Beschnittene Kinderrechte + Heiteres & Frommes
Mahnende Worte?Vatikan. Papst Benedikt XVI. empfing gestern Donnerstag den irakischen Präsidenten Jalal
Talabani in Audienz. Bei der 20minütigen Unterredung im Apostolischen Palast stand die aktuelle Situation
im Mittleren Osten im Mittelpunkt. Einzelheiten des Gesprächs wurden nicht bekannt. Beobachter gehen
davon aus, daß der Heilige Vater die Religionsfreiheit und die neue Verfassung des Irak angesprochen
hat. Diese enthält sehr deutliche Verweise auf das islamische Recht. Präsident Talabani überreichte
Benedikt XVI. als Geschenk ein großes Bild. Talabani hält sich gegenwärtig für einen politischen Besuch
in Italien auf.
Israel und ReligionsfreiheitHeiliges Land. Die israelische Regierung hat die griechisch-orthodoxe
Kirche im Heiligen Land vor einer feierlichen Amtseinführung ihres neuen Patriarchen Theophilos III.
(53) gewarnt. Dies berichtete die israelische Tageszeitung ‘Haaretz’ am Donnerstag unter Bezugnahme auf
ein Schreiben des Innenministers. Eine solche Zeremonie diene nur dazu, der von Israel
nicht anerkannten
Absetzung von Irenaios I. eine zusätzliche vermeintliche Rechtsgültigkeit zu geben. Das Patriarchat
wies die Warnung als unzulässigen Verstoß gegen die Religionsfreiheit und die Autonomie einer Religionsgemeinschaft
zurück. Es stände der Regierung besser an, den Patriarchen rasch anzuerkennen, statt sich auf Ministerebene
mit einer kirchlichen Zeremonie zu beschäftigen.
„Zeichen des Glaubens“Österreich. Im Streit um den
geplanten Bau eines Minaretts im westösterreichischen Bundesland Tirol hat sich gestern der zuständige
Generalvikar eingeschaltet. Er erklärte in einer Presseaussendung, daß sich die Kirche einem Minarett –
sofern es als „Zeichen des Glaubens und des Gebetes“ und nicht als Zeichen der Provokation verstanden
werde – nicht entgegen stelle. Das Minarett soll an eine bereits bestehende Moschee angebaut werden. Bürgermeister
und Ortspfarrer haben keine grundsätzlichen Bedenken. Dagegen hat eine Bürgerinitiative fast 2.500 Unterschriften
gegen den Bau gesammelt.
Beschnittene KinderrechteBelgien. In Belgien sollen Adoptivkinder in Zukunft
auch adoptionswilligen Homos ausgeliefert werden. Der Justizausschuß des Parlaments hat eine entsprechende
Gesetzesänderung am Mittwoch mit knapper Mehrheit befürwortet. Das Parlament wird in kürze über das
familien- und kinderfeindliche Gesetz abstimmen. Gegenwärtig sind ähnliche Regelungen bereits in Schweden,
den Niederlanden, England und Spanien sowie Teilen der USA, Kanadas und Australiens in Kraft.
Heiteres &
Frommes„Auch wenn er las oder sonst mit einer Arbeit beschäftigt war, ließ sein Geist doch nie vom
Gebet ab. Wie ein Schmied bei seiner Arbeit immer wieder den Hammer auf den Amboß fallen läßt, so betete
Martinus ohne Unterbrechung, auch wenn er anscheinend etwas anderes tat. In seinem Mund war nichts anderes
als Christus, in seinem Herzen wohnten nur Güte, nur Friede, nur Erbarmen.“
Aus der Biographie des französischen
Paters Sulplicius Severus über den Heiligen Martin von Tours (†um 400)
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#5
Krzyszek 08:13:02 | Dienstag, 15. November 2005
#4
Benedikt 14:16:36 | Montag, 14. November 2005
#3
Krzyszek 10:24:06 | Montag, 14. November 2005
#2
Christin 17:13:47 | Sonntag, 13. November 2005
#1
Krzyszek 13:31:33 | Samstag, 12. November 2005