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Mahnende Worte? + Israel und Religionsfreiheit + „Zeichen des Glaubens“ + Beschnittene Kinderrechte + Heiteres & Frommes
Mahnende Worte?

Vatikan. Papst Benedikt XVI. empfing gestern Donnerstag den irakischen Präsidenten Jalal Talabani in Audienz. Bei der 20minütigen Unterredung im Apostolischen Palast stand die aktuelle Situation im Mittleren Osten im Mittelpunkt. Einzelheiten des Gesprächs wurden nicht bekannt. Beobachter gehen davon aus, daß der Heilige Vater die Religionsfreiheit und die neue Verfassung des Irak angesprochen hat. Diese enthält sehr deutliche Verweise auf das islamische Recht. Präsident Talabani überreichte Benedikt XVI. als Geschenk ein großes Bild. Talabani hält sich gegenwärtig für einen politischen Besuch in Italien auf.

Israel und Religionsfreiheit

Heiliges Land. Die israelische Regierung hat die griechisch-orthodoxe Kirche im Heiligen Land vor einer feierlichen Amtseinführung ihres neuen Patriarchen Theophilos III. (53) gewarnt. Dies berichtete die israelische Tageszeitung ‘Haaretz’ am Donnerstag unter Bezugnahme auf ein Schreiben des Innenministers. Eine solche Zeremonie diene nur dazu, der von Israel nicht anerkannten Absetzung von Irenaios I. eine zusätzliche vermeintliche Rechtsgültigkeit zu geben. Das Patriarchat wies die Warnung als unzulässigen Verstoß gegen die Religionsfreiheit und die Autonomie einer Religionsgemeinschaft zurück. Es stände der Regierung besser an, den Patriarchen rasch anzuerkennen, statt sich auf Ministerebene mit einer kirchlichen Zeremonie zu beschäftigen.

„Zeichen des Glaubens“

Österreich. Im Streit um den geplanten Bau eines Minaretts im westösterreichischen Bundesland Tirol hat sich gestern der zuständige Generalvikar eingeschaltet. Er erklärte in einer Presseaussendung, daß sich die Kirche einem Minarett – sofern es als „Zeichen des Glaubens und des Gebetes“ und nicht als Zeichen der Provokation verstanden werde – nicht entgegen stelle. Das Minarett soll an eine bereits bestehende Moschee angebaut werden. Bürgermeister und Ortspfarrer haben keine grundsätzlichen Bedenken. Dagegen hat eine Bürgerinitiative fast 2.500 Unterschriften gegen den Bau gesammelt.

Beschnittene Kinderrechte

Belgien. In Belgien sollen Adoptivkinder in Zukunft auch adoptionswilligen Homos ausgeliefert werden. Der Justizausschuß des Parlaments hat eine entsprechende Gesetzesänderung am Mittwoch mit knapper Mehrheit befürwortet. Das Parlament wird in kürze über das familien- und kinderfeindliche Gesetz abstimmen. Gegenwärtig sind ähnliche Regelungen bereits in Schweden, den Niederlanden, England und Spanien sowie Teilen der USA, Kanadas und Australiens in Kraft.

Heiteres & Frommes

„Auch wenn er las oder sonst mit einer Arbeit beschäftigt war, ließ sein Geist doch nie vom Gebet ab. Wie ein Schmied bei seiner Arbeit immer wieder den Hammer auf den Amboß fallen läßt, so betete Martinus ohne Unterbrechung, auch wenn er anscheinend etwas anderes tat. In seinem Mund war nichts anderes als Christus, in seinem Herzen wohnten nur Güte, nur Friede, nur Erbarmen.“

Aus der Biographie des französischen Paters Sulplicius Severus über den Heiligen Martin von Tours (†um 400)
      
5 Lesermeinungen
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#5   Krzyszek   08:13:02 | Dienstag, 15. November 2005
Geld
Genau so sehe ich das auch, Benedikt.
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#4   Benedikt   14:16:36 | Montag, 14. November 2005
@ Krzyszek & Christin
Adoptionsgeld fördert nur den Kinderhandel.
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#3   Krzyszek   10:24:06 | Montag, 14. November 2005
Adoptionen
Christin, bei allem Respekt, aber mir erscheinen ihre Vorstellungen doch etwas weltfremd zu sein.
Während ich es uneingeschränkt bejahe, dass Frauen, die mit dem Gedanken spielen, ihr Kind abzutreiben, dazu angehalten werden sollen, es stattdessen lieber zur Adoption freizugeben, finde ich den Vorschlag, ihnen ein Adoptionsgeld zu zahlen doch reichlich naiv.
Wer soll das denn bezahlen? Und an welchen „Preis“ für den „Kinderkauf“ hatten Sie denn gedacht? Es ist ja heute schon schwer genug, in Deutschland jedenfalls, ein Kind zu adoptieren. Auf jeden Fall ist aber eine Adoption einem Aufwachsen in einem Heim vorzuziehen. Familie ist dort, wo Kinder sind: traditionell in der Konstellation (leibliche) Eltern und Kind(er). In der Wirklichkeit sieht das heute aber oft anders aus, da in vielen Familien gar nicht mehr beide Elternteile vorhanden sind.
Wenn nun ein Kind die Chance hat in einer homosexuellen Familie aufzuwachsen (bei 2 Müttern od. 2 Vätern), so ist das doch kein Nachteil! Studien belegen ja, dass sich dies auf die Entwicklung des Kindes nicht negativ auswirkt. Da die Lebenspartnerschaft von zwei gleichgeschl. Partnern heute in den meisten europ. Staaten rechtlich abgesichert ist, dürften hier keine Probleme entstehen.
„Trotzdem sollten „normale“ Fam… Strecke bleiben könnte.“
Das müssen Sie mir aber mal erläutern? Wo werden denn „normale“ Familien diskriminiert, wenn gleichgeschl. ein Kind adoptieren? Und was ist denn „die Würde des natürlichen Zusammenlebens“???
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#2   Christin   17:13:47 | Sonntag, 13. November 2005
Kinderrechte:Recht auf Leben!
Ich persönlich denke:
Jede Mutter. die ihr Kind. aus welchen Gründen auch immer nicht selber erziehen will,sollte dieses Kind.
NICHT ABTREIBEN dürfen sondern verpflichtend zu Adopton freigeben „MÜSSEN“.Wenn sie es austrägt,auch wenn sie es nicht will(gesundheitliche Gründe ausgenommen)dann steht ihr auch ein Adoptionsgeld zu das diese bezahlen müssten,die es adoptieren.
Wer so ein Kind. aufnimmt,welche moralisch umstrittene Lebensgemeinschaft das auch immer sein mag,der will ganz einfach Leben retten.Wenn Partner vor der Abteibungsklinik stehen und eine Mutter erfolgreich überedet haben,ihr Kind austragen zu lassen,die hätten auch als „erstes“ einen Adoptionsanspruch,egal welchen Geschlecht sie sind. Besser in einer
unpopulären,aber vielleicht glücklichen
Fam.,Lebensgemeinschaft aufwachsen,als sterben müssen.Bevor eine Lebensgemeinschaft ein Kind. adoptieren kann,muß erst die rechtl.Regelung geklärt werden.Dieses Zusammenleben muß vom Staat erst einmal rechtl. abgesichert sein bevor ein Kind. gut abgesichert leben und aufwachsen kann
Trotzdem sollten „normale“ Fam. ein Vorrecht haben ein Kind zu adoptieren,schon darum damit keine Diskreminierung des NORMALEN Lebens stattfindet und als plaphemisch und „spießig“ abgeurteilt würde und damit die Würde des „natürlichen“ Zusammenlebens auf der Strecke bleiben könnte.
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#1   Krzyszek   13:31:33 | Samstag, 12. November 2005
Wat’n Stuss!
In Belgien sollen Adoptivkinder in Zukunft auch adoptionswilligen Homos ausgeliefert werden. Der Justizausschuß des Parlaments hat eine entsprechende Gesetzesänderung am Mittwoch mit knapper Mehrheit befürwortet. Das Parlament wird in kürze über das familien- und kinderfeindliche Gesetz abstimmen.
Wer kann mir denn jetzt mal erklären, was genau daran familienfeindlich und kinderfeindlich sein soll.
Gegenwärtig sind ähnliche Regelungen bereits in Schweden, den Niederlanden, England und Spanien sowie Teilen der USA, Kanadas und Australiens in Kraft.
Und in den Ländern ist das Abendland schon untergegangen. Alles klar! Absoluter Stuss!
Redaktion benachrichtigen
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