Der Distriktsobere der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Deutschland äußerte sich in einem Interview über das letzte und das nächste Konzil. Die Neue Messe bezeichnete er als Beispiel des Geschmacksempfindens der späten 60er Jahre des letzten Jahrhunderts.
(kreuz.net) Der Schweizer Pater Niklaus Pfluger (47) ist der derzeite Obere des Deutschen Distriktes der
Priesterbruderschaft St. Pius X. Am 10. Oktober sprach er mit der schweizerischen katholischen Nachrichtenagentur
‘Kipa’ über das Zweite Vatikanische Konzil.
Pater Pfluger war in der Vergangenheit zweimal Distriktoberer
der Priesterbruderschaft in der Schweiz und während sieben Jahren Regens des Internationalen Priesterseminars
Herz Jesu im bayerischen Zaitzkofen.
Seit August 2004 ist er Distriktsoberer für Deutschland und verantwortlich
für mehr als 40 Priester und knapp 20 Ordensleute.
Zur Frage, was er am letzten Konzil rückgängig
machen würde, erklärte Pater Pfluger:
„Das Ereignis als solches.“
Die Konzilstexte selbst seien so
zweideutig und schwammig, daß aus ihnen kaum ein kirchenpolitischer Kurs abgeleitet werden könne.
Das
besondere am letzten Konzil sei der sogenannte „Geist des Konzils“:
„Diesen Geist erkennt man an seinen
Früchten: dem völligen Zusammenbruch des Katholizismus als gesellschaftlich wahrnehmbare Kraft sowie
am inneren Zusammenbruch der Kirche.“
Der Kollaps, der von Konzilsapologeten in bemerkenswerter Realitätsverweigerung
geleugnet werde, sei aus allen soziologischen Studien und allen Statistiken unzweifelhaft zu belegen.
Das Konzil in Zahlen sei eine Katastrophe, seine Theologie ebenfalls:
„40 Jahre konziliarer Aufbruch
war ein Irrweg in die Wüste. Wir werden nur dann eine Renaissance des Katholischen erleben, wenn wir
die ganze Richtung, und damit das ganze Ereignis Zweites Vatikanisches Konzil ad acta legen.“
Zur Frage
nach der für ihn heute überraschendsten Frucht des Konzils verwies der Priester auf die gegenwärtige
Wiederentdeckung der alten tridentinischen Messe:
„Der uralte Ritus wurde abgeschafft, verboten, verspottet.
Er galt als überholt.“
Trotzdem sei es heute – nach der biblischen Zeitspanne von 40 Jahren –, schon
beinahe avantgardistisch, zur alten Messe zu gehen.
Die neue Messe tauge bestenfalls als Beispiel des
Geschmacksempfindens der späten 60er Jahre des verflossenen Jahrhunderts und locke niemanden mehr hinter
dem Ofen hervor:
„Während der Aufbruch des Konzils sich auf die damalige Generation beschränkt und
nicht einmal den Sprung in die nächste Generation schafft, entwickelt sich das Faszinosum des traditionellen
lateinischen Ritus von neuem – und zwar auch für eine Generation, die ihn nicht mehr gekannt hat.“
Die
imponierendeste Gestalt des letzten Konzils ist für Pater Pfluger der Gründer seiner Priesterbruderschaft,
der französische Missionserzbischof Marcel Lefèbvre.
Fast jeder kenne den Namen des wohl berühmtesten
Erzbischofs des 20. Jahrhunderts:
„Das nicht deshalb, weil er eigene kühne Gedankengebäude entwickelt
hätte wie Rahner, Congar oder Küng, sondern weil er unbeirrt im Dogma verblieben ist.“
Das Anliegen
des Konzils – die pastorale Antwort auf die Erfordernisse der heutigen Welt – sei immer noch nicht umgesetzt.
In den 50er und 60er Jahren hätten sich die Lebensverhältnisse tatsächlich massiv geändert. Es habe
einen säkularen Aufbruch gegeben.
Damals hätte man, so Pater Pfluger, den Menschen die unveränderlichen
Grundsätze der Kirche in geänderten Lebensumständen vermittelt müssen.
Das wäre die Aufgabe des
Konzils gewesen.
Statt aber die Antworten auf die neuen Herausforderungen im überlieferten Dogma zu
finden, habe man die Lehre abgeändert.
Deshalb stehe die Kirche jetzt vor zwei Herausforderungen:
Zunächst
sei die Reinheit des Dogmas wiederherzustellen, das heißt, der Zustand ante Konzil.
Sodann sei die Aufgabe
des Konzils zu verrichten: aus dem ewigen Dogma die pastoralen und moralischen Antworten auf die geänderten,
aber nicht leichteren Herausforderungen unseres heutigen Lebens zu geben.
Was das Hauptthema des nächsten
Konzils sein werde, wird der Pater gefragt:
Das hänge davon ab, in welchem Umfeld dieses Konzil stattfinden
werde.
Wenn es zu diesem Zeitpunkt bereits gelungen sei, die katholische Lehre – wie sie seit Christi
Tod bis zum letzten Konzil in sich schlüssig entwickelt wurde – wieder herzustellen, dann werde es um
die pastoralen Fragen der Gegenwart gehen.
Diese umfaßten den Kampf der Kulturen, auch in unseren Städten,
die Antwort, auf die mit der Säkularisierung einhergehende Verblödung der Massen, die Rettung der Familie
vor dem Feminismus und der militanten Homosexuellenbewegung.
Kurz: Es gehe um die Wiedererrichtung des
christlichen Abendlandes.
Wenn es zu einem neuen Konzil ohne vorherige Restauration des Dogmas komme,
so sei dessen Thema egal.
Dann werde es für die katholischen Gläubige ohnehin uninteressant sein.
Eine Zulassung von Frauen zum Priesteramt, eine Akzeptanz der Homosexualität, eine Preisgabe des päpstlichen
Primates oder ähnliches würde unweigerlich zur Kirchenspaltung führen.
Die Kirchengeschichte lehre
eines, meint Pater Pfluger:
„Am Ende bleiben immer die Sieger, die unnachgiebig und treu bei der offenbarten
Lehre stehen.“
Alle Neuerer würden irgendwann auf der Strecke bleiben – ganz einfach, weil nur die göttliche
Wahrheit überdauere.
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45 Lesermeinungen
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#45 Agiafortuni 16:42:30 | Samstag, 19. November 2005
Antwort an Pacelli Ich kann Ihnen nur beifplichten. Dem Erzbischof gingen nur allmählich die Augen auf.
Wer sich mit dem Werdegang dieses grossen Glaubenszeugen auseinander-setzen möchte, sollte unbedingt
die kürzlich erschienene Biographie von S.E. Mgr. Tissier de Mallerais lesen.
#43 Agiafortuni 09:27:21 | Samstag, 19. November 2005
Gott schreibt gerade auf krummen Linien Die überzeugende Persönlichkeit des Erzbischofs ist für mich
ein Beweis für die Richtigkeit dieses protugiesischen Sprichwortes, das Claudel seinem „Seidenen Schuh“
zu Grunde legte. Gerade im Augenblick als Paul VI Frevel beging und die ehrwürdige alte Messe durch sein
verstümmeltes Machwerk ersetzte trat etwas ein, womit niemand gerechnet hatte. Es bildete sich ein Widerstand
gegen den ganzen aus VII hervorgegangenen Schwachsinn. Dass sich dieser Widerstand schliesslich behaupten
konnte, ist der Verdienst dieser überragenden Persönlichkeit. In ihm waren Glaubenstreue und tiefe Menschlichkeit
auf wunderbare Weise verschmolzen
#42 Benedikt 19:07:10 | Freitag, 18. November 2005
@ Stimme aus dem Tradiland Das mag alles sein, ich habe aber hier ja schon mal die Vermutung geäußert,
dass Lefebvre und die anderen exkommuniziert werden mussten, weil der Vatikan sonst bei den vielen progressistischen
Bischöfen völlig die Kontrolle verloren hätte.
@ Pacelli – wenn zwei das Selbe machen (äußerlich), ist es eben noch nicht das Gleiche (innerlich) Ich
bin mir sicher, dass die genannten Progressiven keine Rechtfertigung im Sinne der Tradition vorbringen
können. Um was es geht, kann man dem Antimodernisteneid und dem Krönungseid der Päpste entnehmen (letzterer
gilt ohne Krönung übrigens weiter). Schon im Hinblick auf den Gnadenstand sagt uns das Unser Herr Jesus
Christus: Wenn zwei Frauen mit einer Handmühle mahlen, wird – unabhängig davon – eine mitgenommen (in
den Himmel), die andere dagelassen. Von zwei Männchen, die beim Computer sitzen und ein Postings machen,
kommt vielleicht eines in den Himmel, das andere in die Hölle (welches wohin kommt, wissen wir jetzt
aber nicht). Wer jetzt ein schwerer Sünder ist, kann sich noch bekehren und kann den gleichen Lohn –
das ewige Leben – erhalten wie jene, die immer gläubig und fromm waren: Gleichnis mit den Arbeitern im
Weinberg.
Konservativ? Ich möchte einmal folgendes Szenario entwerfen: Ein äußerst progressiver Bischof wendet
sich mit einigen Verbündeten gegen die von Rom verkündete Lehrmeinung und fängt an selbstständig Priester
und Bischöfe zu weihen. Was würde wohl die ehrwürdige Gemeinschaft Pius X (übrigens eine Entweihung
des hl. Pius) dazu sagen????? Es ist gerade als konsevativer Katholik wichtig mit gutem Beispiel voranzugehen,
und im Unterschied zu den modernen liberalen Tendenzen, aber auch im Unterschied zu Gemeinschaften wie
Pius X, auf das zu hören, was der Papst und ein anerkanntes Konzil lehren. Es muss die „Reform der Reform“,
also die Beseitigung der nachkonziliären Missstände, die durch die Berufung auf den Geist des Konzils
entstanden sind, aus der Kirche heraus durchgeführt werden und nicht von außerhalbstehenden Randgruppen
wie die Gemeinschaft Pius X!!!
Bischof Williamson spricht Bishop Richard Williamson, SSPX: A Few Thoughts for November 2005 (Angel of
Queen) www.angelqueen.org/forum/viewtopic.php?t=4072 Wie gut, daß es noch intelligente Bischöfe in der
heiligen katholischen Kirche gibt. (Falls jemand eine deutsche Übersetzung kennt, bitte melden.)
#38 Rudolphus 13:02:09 | Mittwoch, 16. November 2005
@Laurentius 2: Erzbischof und Johannes Paul II. Es wäre verwegen, jeglicher päpstlicher Handlung Unfehlbarkeit
zuzuschreiben, denn dies würde das Papstttum, das sich oftmals widersprach, ad absurdum führen. Ungehorsam
gegenüber dem Römischen Pontifex war historisch mehrmals notwendig, z.B. auch gegenüber den Hexenverfolgungspäpsten
wie etwa Innozenz VIII.
#37 Laurentius2 12:53:48 | Mittwoch, 16. November 2005
Danke, turk. Aber heißt das nicht, daß die Entscheidung von Johannes Paul II. gegen Erzbischof Lefèbvre
auch ein Irrtum gewesen sein könnte – im Gegensatz zum päpstlich verkündeten Dogma von 1950 etwa ?
Liegt nicht objektiv ein Notstand in der katholischen Kirche Mitteleuropas vor, der ausnahmsweise einen
partiellen Ungehorsam rechtfertigt? (s.Massenabfall seit 1965) Zusatzfrage: Müsste das päpstliche Jurisdiktionsamt
nicht aus Gründen der Gerechtigkeit, der Aktzeptanz seiner Kirchenpolitik und seiner Glaubwürdigkeit
auch diejenigen (Erz-)Bischöfe mit Exkommunikation bestrafen, die die dogmatischen Formulierungen anderer
Konzilien nicht anerkennen, offen häretische Professoren decken oder das katholische Dogma gar als solches
infragestellen ? (s.Kardinal Kasper: „Dogmen könen durchaus … dumm sein.“) – wenn schon ein disziplinares
Vergehen so streng bestraft wurde …
Antwort: päpstliche Ex-Cathedra-Unfehlbarkeit und Unfehlbarkeit des ordentlichen Lehramtes Lieber Laurentius!
Sie haben recht, es wurde damit gewissermaßen auf dem Vatikanum I eine oberste „Befehlsgewalt“ unfehlbar
definiert, die nicht nur Glaube und Sitte tangiert, sondern auch die Kirchenzucht und die Regierung der
gesamten Kirche. Selbstverständlich kann der Papst insbesondere in den Bereichen der Kirchenzucht und
der Regierung „irren“ und durchaus auch dann, wenn er nicht ex cathedra spricht bzw. das ordentliche Lehramt
der Kirche nicht getreu wiedergibt. Der Lehrprimat des Papstes, d. h. seine Unfehlbarkeit ist dann gegeben,
wenn er in Ausübung seines Amtes als Hirt und Lehre aller Christen kraft seiner höchsten apostolischen
Autorittä endgültig entscheidet, daß eine Glaubens- oder Sittenlehre von der gesamten Kirche festzuhalten
ist. Irrtumsfrei bzw. unfehlbar (ordentlich lehrend) vorgelegt sind aber seitens des Papstes auch alle
bereits vom ordentlichen Lehramt irrtumsfrei und irreversibel vorgetragenen Positionen des Glaubens, der
Sitten und damit eng zusammenhängender Bereiche: Beispiele für letztere Wahrheiten, die z. B. aufgrund
geschichtlicher Notwendigkeit mit der Offenbarung verbunden und endgültig zu halten sind, sind die Rechtmäßigkeit
der Papstwahl oder der Feier eines Ökumenischen Konzils (Stichwort: II. Vatikanum!!!), die Heiligsprechungen
(dogmatische Tatsachen) oder die Erklärung des Apostolischen Schreibens Apostolicae Curae von Papst Leo
XIII. über die Ungültigkeit der anglikanischen Weihen. Irrtum einiger Progressisten ist es, zu meinen,
de…
#35 Laurentius2 09:26:52 | Dienstag, 15. November 2005
Papalismus/Traditionalismus – Sehr geehrter turk, danke für die Ausführungen. Habe ich das Dokument
aus V1 nun richtig verstanden ? Wird also hierin die oberste „Befehlsgewalt“ des Papstes in disziplinären
Dingen und in der Hierarchie definiert ? Frage: Kann denn der Papst in disziplinären Dingen auch irren
(anders als in dogmatischen Entscheidungen) ? So hat doch der Papst z.B. bestimmt geirrt, als er um 1800
den Jesuitenorden verbieten ließ oder Athanasius exkommunizierte oder Pater Pio in die Wüste schickte,
oder ? Der päpstliche Irrtum ist natürlich hier unabhängig von meiner Gehorsamspflicht als römischer
Katholik dieser irrenden Entscheidung gegenüber, korrekt ?
#34 Athanasius 20:42:58 | Montag, 14. November 2005
___ Der absolute Gewalt des Papstes wurde ja, mein lieber turk, immer von der FSSPX („den Piusanhängern“
wie Sie diese Traditionalisten beschimpfen) vertreten und öffentlich verteidigt gegen den falschen „Kollegialität“-Standpunkt.
Oder war St. Athanasius auch ein „de-facto Häretiker“ weil er „de-facto“ durch „Taten“ sich dem Dogma
der Unfehlbarkeit widersetzt hätte? Was denken Sie dávon? Oder glauben Sie Katharina von Siena war eine
„Häretikerin“ weil Sie dem damaligen Papst vorwarf glaubenszerstreuer zu sein? Ungehorsam ist ein Problem,
aber keine Häresie. Sicherlich nicht so lange jeder modernistische Bischof „unter dem Papst“ frei Dogmen
leugnen darf und der damalige Kardinal Ratzinger selber den Irrtum verbreitete, die Anerkennung der juridischen
Päpstliche Primatschaft müsse nicht von den Orthodoxen gefordert werden? Die Hypocrisie der konziliar-modernistischen
Gedankensweise ist mir schon längst deutlich. Der FSSPX Schisma vorwerfen, während die „orthodoxen“
Häretiker „Teilkirchen“ seien in den Aussagen der konziliaren Päpste.
Es ging nicht um die Unfehlbarkeit, sondern um die Regierung Lieber Laurentius2! Ihre Frage zeigt für
mich, daß es offenbar hier und dort Mißverständnisse gibt. Es ging hier nicht um die Unfehlbarkeit
des Papstes, sondern um das vom I. Vatikanum für alle Zeiten definierte Dogma des Päpstlichen Primates,
nachdem der Papst die volle und oberste Jurisdiktionsgewalt über die gesamte Kirche nicht bloß in Sachen
des Glaubens und der Sitten, sondern auch in der Kirchenzucht und der Regierung der Kirche besitzt: „[kursiv]Wenn
jemand sagt, der römische Bischof habe nur das Amt der Aufsicht oder Leitung, nicht aber die volle und
oberste Jurisdiktionsgewalt über die gesamte Kirche, und zwar nicht nur in Sachen des Glaubens und der
Sitten, sondern auch in dem, was zur Zucht und Regierung der über den ganzen Erdkreis verbreiteten Kirche
gehört; oder er habe nur einen größeren Anteil, nicht aber die ganze Fülle dieser obersten Gewalt;
oder diese seine Gewalt sei nicht eine ordentliche und unmittelbare, sei es über alle (Teil)kirchen zusammen
udn über jede einzelne Kirche, sei es über alle Hirten und Gläubigen zusammen und über jeden einzelnen,
so sei er ausgeschlossen.“ (D 1831) Deshalb ist das Hingehaue mancher Piusanhänger nichts anderes als
ein Ablenken von der praktischen Nichtbeachtung dieses unfehlbar vorgelegten Glaubenssatzes der Katholischen
Kirche, welcher inhaltlich immer schon im Glaubensgut enthalten war. Die Unfehlbarkeit des Papstes (der
Lehrprimat) ist dann auf D 1839 zu finden.
#32 Laurentius2 15:59:00 | Montag, 14. November 2005
Verständnisfrage an turk: Wurde auf V1 die Infallibilität des Papstes etwa in juristischen Dingen proklamiert
(excommunicatio von Athanasius durch Liborius oder Lefèbvre durch Johannes Paul II) oder nur, wenn er
etwas ex cathedra formuliert (zuletzt 1950: leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel) ?
Den Acker Gottes pflügen In der Tat ist P. Pfluger ein sehr begabter Streiter für die Kirche. Er predigt
und hält freie Reden übrigens (fast) druckreif, denkt überaus logisch, uam. Zudem ein sehr umgänglicher
und humorvoller Mensch, gleichzeitig bescheiden, kein Medien-Clown. Kurz: ein echtes Schweizer Urgestein,
das die Streiche der V.II-„Fanaten“ exzellent pariert. Glück für uns Katholiken der Tradition, daß
P. Pfluger als echter Seelsorger wichtigers zu als in Internet-Foren herumzutollen, Pech für ein virtuelles
Streitgespräch, bei dem er unter Standesgleichen jenem den Kopf gehörig waschen könnte, der vor allem
seine Rolle als priesterlicher Hahn im Korb von Laienforen auskostet und dies, obwohl bereits gewöhnliche
Laien seine logischen Fehl- und Kurzschlüsse bloßstellen (bis auf die schicke Badehose, natürlich).
An dieser Stelle möchte ich werben für einen Aufsatz P. Pflugers, den er am 10. April 2003 in Wil vor
der Ortsgemeinde hielt und das Problem der Konzilskirche sowie die Notwendigkeit der FSSPX skizziert.
Als Ergänzung zum Kreuznet-Artikel. In Wil ist die FSSPX bestens vertreten, mit Kindergarten, Schule
(Internat), usw. Der Architekt, der die schöne Privatschule mit Kirche als Zentrum entwarf (siehe hier
bitte www.piusx.ch/german/wil.html), hat sich als Bonus am Schluß gleich der Tradition angeschlossen.
Die Quadratur des Kreises (Fsspx.ch) www.piusx.ch/…erman/quadratur1.htm Viel Freude und geistliche Frucht
beim Lesen wünsche ich.
#30 Agiafortuni 13:53:45 | Montag, 14. November 2005
Zu Pater Niklaus Pfluger Mit der ihn auszeichnenden Sachlichkeit hat Pater Pfluger die Dinge beim Namen
genannt. Dafür muss man ihm dankbar sein. Mögen alle diejenigen, die glauben sich mit den Modernisten
in Rom einlassen zu können, die Worte des Erzbischofs kurz vor der Bischofsweihe beherzigen: „Und wenn
wir an die Geschichte der Beziehungen Roms zu den Traditionalisten von 1965 bis zu unseren Tagen denken,
müssen wir feststellen, dass hier eine unentwegt grausame Verfolgung vorliegt, um uns zur Unterwerfung
unter das Konzil zu zwingen. Das jüngste Beispiel ist das Seminar „Mater Ecclesiae“ für die Ueberläufer
von Ecône, die in weniger als zwei Jahren mit der konziliaren Revolution gleichgeschaltet wurden, entgegen
allen Versprechungen! Das gegenwärtige konziliare und modernistische Rom wird nie die Existenz eines
kraftvollen Zweiges der katholischen Kirche dulden können, der ihm durch seine Vitatlität zum lebendigen
Vorwurf wird.
Erstes Vatikanum und Jurisdiktionsprimat bleiben Anfrage an „Pius“ Richtig, Laurentius2, wir sollten uns
tatsächlich das Erste Vatikanische Konzil näher ansehen? Warum sieht sich u. a. die Priesterbruderschaft
St. Pius X. bemächtigt, sich dem Primat des Papstes zu entziehen und somit die Konsequenzen aus dem Dogma
des Päpstlichen Primates nicht zu ziehen, wie es jedem informierten Katholiken zu seinem Seelenheile
nötig ist? Die Verteidiger des Jurisdiktionsprimates um der Seelenrettung willen wissen genau zu differenzieren,
ob das Lehramt überhaupt gesprochen hat und in welcher genauen Verbindlichkeit es gesprochen hat usw.
Lustig, nach Ihrer Definition, lieber Laurentius2, gibt es also im Forum keine Papalisten. Das freut mich,
und damit wäre es nun angebracht, daß die Herrn Pius-Anhänger mit diesem Unbegriff aufhören. Ob die
ältere Ausprägung des lateinischen Ritus überhaupt je verloren hätte gehen können, ist die eine Frage.
Die andere kirchenhistorische, ob der praktische Zelebrations-Erhalt nur einer einzigen, leider in schismatische
Weihe-Akte geratene Piusbruderschaft zu verdanken ist – Antworten lasse ich offen. Verdienste hat der +
Erzbischof sicher, auch wenn man sein philosophisch-theologisches Gerüst schon vor dem 30. Juni 1988
mit Dr. Raymund Nolls Arbeit kritisch begutachten muß. Und: in welchem Punkte widerspricht die offizielle
Päpstliche „Kirchenpolitik“ einer Ökumene nur irgendeinem der 20 vorhergehenden Konzilien? Bitte um
ganz konkrete Beweise schriftlicher Art – interpretationsbedürftige Gesten, die mit rechtgläubigen E…
#28 Laurentius2 09:13:19 | Montag, 14. November 2005
…(Fortsetzung) …, [ist Irensimus] nicht schon zu einer Leugnung unserer Konzilien pervertiert ? (Nicht
nur Tridentinum, auch V 1 oder Konzil von Basel) Antwort von sicherlich liebenswürdigem (keine Ironie!)
Papalist in diesem Forum erbeten.
Weiter geht es… Werter Laurentius, das haben Sie sehr richtig gesagt, bitte um Fortsetzung. (Doch werden
Sie den geballten Wortschwall Hochwürdens auf sich ziehen. Behalten Sie bei diesem jedoch einfach die
winzige Proportion von Gehalt / Kilobyte_text im Hinterkopf, dann „passiert“ Ihnen nichts. Dr. Heger,
das haben Sie exzellent gesagt, vielen Dank für die Anmerkung.
#26 Laurentius2 08:50:04 | Montag, 14. November 2005
Moderne Kirche ist voller Widersprüche Vorab @ P.Turk: Der alte Ritus wäre aber wohl unzweifelhaft verlorengegangen
ohne FSSPX. Bei der Diskussion um die Konzilien und ihre jeweilige Verbindlichkeit zwischen Traditionalisten
und Papalisten (Rom, was auch immer es sagt, hat immer recht) fällt mir u.a. folgender Widerspruch auf:
Wieso werden die dogmatischen Konzilien alle (völlig zurecht) von den Papalisten als verbindlich für
unseren Glauben angesehen, die Kirchenpolitik des Ökumenismus (seit Papst Paul VI.) aber trotzdem gutgeheißen ?
Das ist doch ein Widerspruch, denn durch den dominanten Einfluß des Ökumenismus sind protestantische,
also KONZILIEN NICHT ANERKENNENDE Kräfte in unserer Kirche sehr bestimmend geworden (s. allgemeine Gemeindepraxis,
DBK). Wie kann es sein, daß ein Prof.Küng, der sicherlich mehr als eine Konzilsaussage abstreitet, immer
noch katholischer Priester sein darf, während den traditionellen Priestern die Schismakeule um die Ohren
gehauen wird („nicht katholisch!“) ? (Bsp. Didimus, schweizer. Bischöfe, der Bischof von Fulda). FRAGEN:
1. Sind bei einem Konzil, das von Anfang an nicht verbindlich sein wollte (Papst Johannes XXIII.), seine
Skeptiker unkatholischer als diejenigen, die gleich eine ganze Reihe von dogmatischen Konzilien über
den Haufen werfen (Vergl. Behandlung Lefèbvres mit Behandlung der Rahnerschüler Küng, Vorgrimler und
Lehmann) ? 2. Ist die übertriebene Friedensliebe (Irensimus) gegenüber den Protestanten, die uns bei
aller Liebe ja weniger nahe stehen als die Orthodoxen,…
Allerdings ist daran zu erinnern, daß die „alte Messe“ nicht im Alleinbesitz der „Priesterbruderschaft
St. Pius X.“ ist, sondern im Besitzstand der lateinischen Kirche innerhalb der einen, heiligen, katholischen
und apostolischen Kirche Christi. Es ist daher falsch, mit einer bestimmten Liturgie Kirchenpolitik machen
zu wollen. Richtig ist es aber, die spirituellen Reichtümer des lateinischen Ritus inbesondere in seiner
älteren Ausprägung bekanntzumachen, vor allem durch vermehrte Zelebration, wie es an immer mehr Orten
geschieht, Gott sei Dank.
Neu-Gestrige Grüß Gott, die Zuversicht von P. Pfluger entspricht durchaus meiner Beobachtung. Der Versuch,
die alte Messe zu vernichten, ist gescheitert. Der „Aufbruch der Kirche“ mitsamt dem ganzen Kleingeld
an „Aufbrüchen“ ist nur noch ein öder Witz. Die gestern als „Ewiggestrige“ Gescholtenen haben schneller
Recht behalten, als sie wohl selbst erwartet hatten. Sie können heute mit Spott auf die inzwischen „Neu-Gestrigen“
zurückblicken. MfG Christoph Heger
#23 Brandenburgis 23:10:31 | Freitag, 11. November 2005
Meisner Ich darf in aller Bescheidenheit darauf hinweisen, daß alle diese Irrlehren auch unter der Aufsicht
von Bischof Meisner gelehrt werden, und daß dieser aus den Finanzen seiner Diözese unzählige kirchlich
schädliche Aktivitäten finanziert.
Nicht nur ein Rom, sondern ebenso ein Glaube, eine Lehre, eine Taufe, ein Evangelium… Rom ist nur das
ewige Rom, wenn es die Wahrheit, die als Lichtstrahl von dem dreifaltigen Gott ausgeht, unverfälscht
den Gläubigen und Ungläubigen verkündet. Tut „es“ das nicht, verkündet „es“ ein anderes Evangelium,
eines, welches nicht von Gott ist. Da muß man sich auch damit befassen, dass die Liturgie nicht bloß
ein Mittel des Glaubens ist, sondern dessen Grundlage. Denn das Gesetz des Betens bestimmt das Gesetz
des Glaubens. Das läßt sich auch bei vielen Dogmen in dieser Reihenfolge nachweisen. Ändert (zu unterscheiden
von Ergänzung und Hinzuf. einzelner Orationen und Meßformulare) man das Gesetz des Betens, insb. das
Meßbuch, verändert man damit auch das Gesetz des Glaubens, d.h. es erwachsen daraus falsche Lehren.
Zudem verstoßen mehrere V2-Dok. und einige Passagen direkt gg. die trad. Lehre der Kirche. Auch die abs.
Verwendung von Doppeldeutigkeiten, wo eindeutige Begrifflichkeit so möglich wie nötig ist, begünstigt
den Irrtum und ist gegen die Wahrheit. Wenn in Zusammenhang mit den relig. Übungen der Hindus und Moslems
von „Gott“ die Rede ist (Nostra Aetate), verstößt dies direkt gegen sämtliche christol. Dogmen (@ Romano).
Auch die FSSPX kämpft gegen verurteilte Irrlehren, die von Konzilen verurteilt wurden. Es gibt praktisch
keine verurteilte Irrlehre, die nicht heute an „kath.“ Fakultäten und Hochsch. unter der Aufsicht der
Bischöfe gelehrt wird. Von nur einer Irrlehre kann man zum Unterschied zur Zeit des Athanasius gar nicht
reden (@ Benedikt). Der Gatte
Athanasius Und zählen sie doch mal die „uvm.“ auf. Außer Athanasius gibts da nicht viele und bis heute
sind die Gründe für das Umfallen von Papst Liberius nicht ganz geklärt. Er könnte auch unter dem Druck
des Kaisers gestanden haben. Das byzantinische Kaisertum war bekanntlich arianisch eingestellt. Außerdem
kämpfte Athanasius gegen eine Theorie, die von einem Konzil als häretisch verurteilt wurde. Sehr richtig,
Benedikt. Beim Kampf des Athanasius gegen die arianische Häresie ging es um eine zentrale Glaubenswahrheit,
die ausdrücklich Bestandteil unseres Glaubensbekenntnisses ist. Ich halte es daher für eine ziemliche
Anmaßung, wenn sich die Kritiker des II. Vaticanums auf Athanasius berufen. Denn die (vermeintlichen)
Kritikpunkte haben auch nicht annähernd das Gewicht für unseren , das z.B. die Trinitätslehre hat.
Der Test ist doch ganz einfach: Gibt es irgendeinen Satz in den Konzilstexten, der mit den großen Glaubensbekenntnissen
der Christenheit in Widerspruch steht? Falls nein, mögen die FSSPX-Anhänger bitte auf die allzu wohlfeilen
„Athanasius“-Rufe verzichten. Sie tun damit diesem großen Heiligen Gewalt an.
Erzbischof Lefebvre hat im Mai 1988 zunächst unterschrieben Tja, der totale Selbstwiderspruch: Pater
Pfluger verkündet offenbar allen Ernstes die No-Na-Aussage, daß eine Preisgabe des Päpstlichen Primates
unweigerlich zur Kirchenspaltung führe. Ja, wie verbohrt muß man denn sein, um nicht zu merken, daß
die gesamte Piusbruderschaft das Dogma des Päpstlichen Primates in der Praxis einfach nicht umsetzt und
sich nicht unterstellt? Das unterschrieb jedenfalls der Erzbischof: „Wir erklären, daß wir die Lehre
annehmen, die in der Nummer 25 der dogmatischen Konstitution Lumen gentium des II. Vatikanischen Konzils
enthalten ist, welche über das kirchliche Lehramt sowie die demselben zu leistende Zustimmung handelt.
Bezüglich bestimmter vom II. Vatikanischen Konzil gelehrter Punkte oder betreffend die nachfolgenden
Reformen der Liturgie und des Rechtes, die uns mit der Tradition schwer vereinbar erscheinen, verpflichten
wir uns, eine positive Haltung des Studiums und der Verbindung mit dem Apostolischen Stuhl einzunehmen
und dabei jegliche Polemik zu vermeiden.“ – dieses Studium hätte nämlich gezeigt, daß das Vatikanum
II von der Tradition her zu lesen ist und nur im Geiste der vollen Tradition zu interpretieren und annehmbar
ist. Die Vorredner, die gegenüber Pater Pfluger nicht nur einen Schisma-, sondern sogar einen Häresieverdacht
äußern, haben einige Argumente auf ihrer Seite. Denn wenn der gute Pater ernsthaft meint, daß seitens
der heiligen Mutter Kirche das Dogma nicht mehr rein verkündet und dargestellt würde, dann ist dies
streng ge…
#19 Benedikt 20:13:21 | Freitag, 11. November 2005
@ Sulpicius Ich möchte das von mir gesagte auch nicht als „Niedermachen“ der FSSPX verstanden haben,
sondern lediglich als normale Kritik aus ehrlicher Sorge. Das Anliegen der FSSPX verstehe ich sehr wohl,
und ich verstehe auch, dass man sich in einem solchen Konflikt keine Blößen geben darf und entsprechende
Geschütze auffahren muss. Aber faire Kritik darüber ist glaube ich trotzdem nicht schlecht. Es kann
nur nutzen, wenn man die Argumente seiner Kritiker kennt. In dem Sinne ist es sogar schlecht, wenn man
gar keine Kritiker hat.
#18 Sulpicius 19:59:01 | Freitag, 11. November 2005
@Benedikt Mir wären theologische Argumente und Auseinandersetzungen lieber als Schlagworte, die immer
in einem Kontext stehen müssen. Daß ein solcher theologischer Disput nichtn in einem Forum abgehandelt
werden kann, ist klar.
@Sulpicius Bzgl. der Lage der katholischen Kirche scheinen Sie aber auch stark realitätsfremd zu sein…
Erklären Sie mir doch bitte inweiweit welche Aussage von mir zur Lage der katholischen Kirche realitätsfremd
ist!
#16 Benedikt 19:55:15 | Freitag, 11. November 2005
@ Marcel, Sulpicius Es gibt nur ein Rom. Der letzte, der geglaubt hat, es gäbe eine Instanz über Rom
war Martin Luther. Deswegen war Erzbischof Lefebvre immer darauf aus, dass kein Zweifel an seiner Romtreue
aufkommen konnte. Seine „Nachfahren“ nehmen es damit leider nicht mehr so genau. Ich denke, jeder in der
FSSPX weiß, dass die Bruderschaft auf einem schmalen Grad wandelt. Wer auf einem schmalen Grat wandelt,
der muss sich überaus gut vorsehen und seine Seilschaft gut beisammen haben, sonst… Und zählen sie
doch mal die „uvm.“ auf. Außer Athanasius gibts da nicht viele und bis heute sind die Gründe für das
Umfallen von Papst Liberius nicht ganz geklärt. Er könnte auch unter dem Druck des Kaisers gestanden
haben. Das byzantinische Kaisertum war bekanntlich arianisch eingestellt. Außerdem kämpfte Athanasius
gegen eine Theorie, die von einem Konzil als häretisch verurteilt wurde. Hier aber wird ein Konzil verurteilt
und das geht eben nicht. Wo würden wir da auch hinkommen. Hoffen wir und beten wir also, dass sich kein
wirkliches Schisma ereignet. Denn wer auf den Felsen Petri stürzt, der wird zermalmt.
Dank an Pater Pfluger! Denn er zeigt in diesem Interview unverblümt, was von der FSSPX zu halten ist,
nämlich gar nichts. Und wohin sich die FSSPX entwickeln wird, wenn sie sich nicht schleunigst dem Papst
unterwirft: zu einer Sekte, einer Art katholischer Amish-People. Es sind also nicht mehr einzelne Sätze,
Artikel oder Dokumente des letzten Ökumenischen Konzils, die zur Disposition stehen. Nein, jetzt soll
das ganze Konzil in Bausch und Bogen verworfen werden. Der Häretiker (Fels Petri zum Sandhaufen zermahlen)
und de-facto-Schismatiker Pfluger ist offensichtlich auch nicht in der Lage die Wirklichkeit wahrzunehmen.
Sonst hätte er erkannt, daß der neue Ritus Sonntag für Sonntag zig Millionen Katholiken hinter dem
Ofen hervorlockt.
#13 Sulpicius 18:41:52 | Freitag, 11. November 2005
@diakonos Es wäre schön, wenn Sie wenigstens zur Kenntnis nehmen würden, daß selbst das zeitliche
Rom bzgl. der Pius-Bruderschaft nicht von Schisma und Schismatiken spricht. Sie stellen sich ja außerhalb
ihrer eigenen Überzeugungen…
#12 28.IX-28.X 18:21:16 | Freitag, 11. November 2005
„Schismatiker“ Na ja, sagt ein katholischer Prister mal was Gutes und Wahres, dan gehen die Partei-Linie-Treuen
sofort auf die Barikaden…!!!!!!!!!!!!!!!
#10 Athanasius 17:58:41 | Freitag, 11. November 2005
Stimmt „Eines lehrt die Kirchengeschichte: Am Ende bleiben immer die Sieger, die unnachgiebig und treu
bei der offenbarten Lehre stehen.“ …und die unnachgiebig und treu zu ROM stehen! Nein, wie die Geschichte
beweist. Denken Sie an den hl. Athanasius, uvm. Stimmt. Der Ort Rom ist nicht Zeichen der Unfehlbarkeit.
Wir sind gebunden und verpflichtet dem ewigen Rom zu folgen. Nicht dem zeitlichen Rom. Der Apokalyps vom
Hl. Johannes, viele heiligen Päpste (Leo XIII., Pius XII., Pius IX., Pius X.), heilige Propheten und
die letzten Prophezeiungen lernen es uns: „Babylon“ (Rom) wird mal definitiv von ihrer Herrlichkeit abfallen
und durch falschen Ökumenismus „Hurerei“ begehen. (Lesen Sie mal die Instruktion der sogenannten Carbonari
aus dem 19. Jahrhundert.) Ich fürchte wir leben kurz vor der Vollendung jener Zukunft. P. Pfluger FSSPX
hat ein gutes Interview abgegeben. Wir beten und sind vereinigt mit dem ewigen Rom! Mit dem Sitz des Hl.
Petrus. Denken wir daran, wofür wir immer beten bei der Litanei Allerheiligen: Ut domnum apostolicum
in sancta fide custodire digneris, Te rogamus audi nos!
Die Quadratur des Kreises Ein gutes Interview, zur rechten Zeit. Ihre Frage, Sulpicius, wird Hw. Türk
kaum beantworten. Wenn, dann wie üblich mit Loriot: „sowohl-als-auch-um-nicht-zu-sagen-daß“. Wie groß
doch der Unterschied zwischen ihm und einem Pater der Tradition ist. Benedikt schrieb: „Eines lehrt die
Kirchengeschichte: Am Ende bleiben immer die Sieger, die unnachgiebig und treu bei der offenbarten Lehre
stehen.“ …und die unnachgiebig und treu zu ROM stehen! Nein, wie die Geschichte beweist. Denken Sie
an den hl. Athanasius, uvm. Die Kirche lehrt dogmatisch (DS 3115): „Die Ansicht endlich, als sei der Papst
„vermöge seiner Unfehlbarkeit ein vollkommen absoluter Souverän“, beruht auf einem durchaus irrigen
Begriff von dem Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit. Wie das Vaticanische Concil es mit klaren und deutlichen
Worten ausgesprochen hat und die Natur der Sache von selbst ergibt, bezieht sich dieselbe lediglich auf
eine Eigenschaft des höchsten päpstlichen Lehramts: dieses erstreckt sich genau auf dasselbe Gebiet
wie das unfehlbare Lehramt der Kirche überhaupt und ist an den Inhalt der Hl. Schrift und der Überlieferung
sowie an die bereits von dem kirchlichen Lehramt gegebenen Lehrentscheidungen gebunden.“ Wenn das Handeln
Roms für das Heil der Seelen schädlich ist – was leider möglich ist, wie Päpste und Heilige prophezeiten
–, muß man ihm zeitweise widerstehen. Vgl. Manifest von 1983. www.fsspx.info/…zbischof/artikel.php?show=186
Ubi Petrus, ibi ecclesia „Eines lehrt die Kirchengeschichte: Am Ende bleiben immer die Sieger, die unnachgiebig
und treu bei der offenbarten Lehre stehen.“ …und die unnachgiebig und treu zu ROM stehen!
Pius fällt auch nichts mehr Neues ein: die alte Leier … … und aus Furcht vor dem Konzil versuchte
man die Flucht auf den Mond, dort aber wunderte man sich, daß keine ansprechbaren Seelen zu finden waren …
plötzlich bemerkte man, daß viele Faktoren an den Verfallserscheinungen Schuld trugen, und daß man
über Jahrzehnte immer nur den einen Faktor zu Unrecht geschlagen hatte, denn das Konzil selbst konnte
nichts dafür … hätte man nur einfach weiterhin alle 21 Ökumenischen Konzilien in ihrer Ganzheit beachtet
und hätte man durch diesen Anti-Konzils-Affekt nicht unnötig etwas schlecht geredet, was durch Einordnung
in die Reihe aller Konzilien nicht nur zu retten, sondern auch fruchtbar zu machen war.