Das Zentrum der Geschichte + Salzburger Blut an Wiener Händen + Schottland: Diskriminierer bevorzugen Katholiken + Wer Fragen stellt, ist ein ‘Fundamentalist’ + Kardinal Meisner meistert den Umtrunk
Das Zentrum der Geschichte
Vatikan. Vor dem sonntäglichen Angelusgebet für die Pilger auf dem Petersplatz
sprach der Heilige Vater, Papst Johannes Paul II., Worte zum neuen Kirchenjahr: „Heute beginnt mit dem
ersten Adventsonntag das neue Kirchenjahr. Wir wollen das Antlitz Christi, das in der Eucharistie gegenwärtig
ist, mit besonderer Zuneigung betrachten. Jesus, das inkarnierte Wort, gestorben und auferstanden, ist
das Zentrum der Geschichte. Die Kirche betet Ihn an und entdeckt in Ihm den letzten Sinn und den Einheitspunkt
aller Glaubensgeheimnisse.“
Salzburger Blut an Wiener Händen
Österreich. Nach einem Bericht in der
Lokalpresse hat die Salzburger Landeshauptfrau (Regierungspräsidentin), Gabi Burgstaller, Schwierigkeiten
mit den Gynäkologen ihres Landeskrankenhauses. Trotz heftiger Opposition verkündete die Sozialistin
vergangene Woche nämlich die bevorstehende Einführung der Kinderabtreibung in Salzburgs Landeskrankenhaus.
Dagegen wehren sich dortige Frauenärzte. Genossin Burgstaller will nun eine externe Truppe von Kinderabtreibern
aus einer Wiener Kinderabtreibungsanstalt nach Salzburg holen, um ihre Beschlüsse in die blutige Tat
umzusetzen. An den öffentlichen Krankenhäusern von Tirol, Salzburg und Vorarlberg darf derzeit nicht
abgetrieben werden.
Schottland: Diskriminierer bevorzugen Katholiken
Großbritannien. Staatliche Stellen
veröffentlichten eine Statistik über die religiöse Diskriminierung. Danach soll es zwischen Juni 2003
und September 2004 in Schottland 450 Anklagen wegen religiöser Benachteiligung gegeben haben. In 63 %
der Fälle waren die Opfer Katholiken. 29% der Fälle betrafen Protestanten. Der Vorsitzende der schottischen
Bischofskonferenz, Bischof Joseph Devine (67), äußerte sich „entsetzt“. Die Statistik zeige eine versteckte
Feindschaft gegen den Katholizismus, der in Schottland eine religiöse Minderheit darstellt.
Wer Fragen
stellt, ist ein Fundamentalist
Vatikan. Der Erzbischof von St. Louis/USA, Raymond Leo Burke (56), bekräftigte
seine Position betreffs katholischer Politiker, welche die Abtreibung vertreten. Der Erzbischof hatte
während der US-Präsidentschaftswahlen gefordert, daß katholischen Politikern, die sich für die Kinderabtreibung
einsetzen, die heilige Kommunion verweigert werde. Seine Forderung zielte vor allem auf den katholischen
Präsidentschaftskandidaten John Kerry, der ein überzeugter Verfechter der Kinderabtreibung ist. Erzbischof
Burke machte seine Äußerungen während eines ‘ad limina’ Besuches in Rom. Er sei wegen seiner Haltung
von den US-amerikanischen Medien stark angegriffen worden: „Es ist merkwürdig, daß mich manche Journalisten
als Fundamentalisten oder Extremisten bezeichnen“, meinte der Erzbischof, „dabei handelt es sich hier
um die grundlegendsten Fragen des Lebens in unserem Land.“
Kardinal Meisner meistert den Umtrunk
Deutschland.
Joachim Kardinal Meisner war zur Eröffnung des mittelalterlichen Weihnachtsmarktes in Siegburg, rund
zehn Kilometer außerhalb von Bonn, geladen. Mit ehemaligen Kollegen aus Berlin wärmte sich der Kardinal
am Glühwein. Seine Eindrücke: „Hier riecht es gut, hier schmeckt es gut, hier schmeckt es nach mehr.“
Sprach’s und ließ sich das Glas noch einmal auffüllen.
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Die Kirche darf zur Abtreibung nicht schweigen! Daß Abtreibung immer noch verboten, aber seit den hedonistischen
1970ern straffrei ist, weiß heute kein Mensch mehr. Die Kirche darf nicht länger schweigen oder herumdiplomatisieren,
aus Furcht vor medialer Verprügelung – sie muß Klartext sprechen. Heute ist keine Lebensgefahr mehr
wie in der NS-Zeit, und doch haben damals unzählige Priester und Bischöfe wie Graf von Galen ihr Leben
für die Wahrheit aufs Spiel gesetzt.