Ein Pater der Priesterbruderschaft St. Petrus veröffentlichte kürzlich eine umfangreiche Untersuchung zu den Vorwürfen gegen die Harry Potter Romane. Sein Ordensoberer distanzierte sich nun über die Presse von der Arbeit seines Mitbruders.
(kreuz.net, Linz) Der in Linz tätige Pater Walthard Zimmer bietet in seinem Buch „Harry Potter: gut oder
böse? Unterscheidung tut dringend not“ einen ausführlichen Überblick über die Vorwürfe gegen das
auf sieben Bände angelegte Werk von Joanne Kathleen Rowling.
Dabei läßt er die Ankläger reichlich
selber zu Wort kommen.
Er konfrontiert die Vorwürfe gegen die Romane, aber auch mit dem, was in den
Büchern steht.
Die Anschuldigung, daß diese Bücher okkulter oder zumindest esoterischer Natur und
ein Langzeitprojekt zur Veränderung der Kultur und zur Förderung der weltweiten Akzeptanz von Magie
und Satanismus seien, lehnt er entschieden ab.
Diese Vorwürfe wurzeln – so Pater Zimmer – in der Verwechslung
von kindlicher „Simsalabim-Zauberei“ mit echter Magie. Sie seien auch auf Denkmustern, die mit „Verschwörungsdenken“
und „Gesellschaftskritik“ schlagwortartig gekennzeichnet werden könnten, verankert.
Das Buch von Pater
Zimmer beinhaltet zahlreiche, genau ausgewiesene Zitate aus Potter und seinen Kritikern.
Diese ermöglichen
auch jenen, die weder ein Potter-Buch noch Potter-Kritiker gelesen haben, sich in dieser Streitfrage ein
Urteil zu bilden.
In mehreren Beispiele sucht Pater Zimmer zu zeigen, daß die Zauberei in den Potter
Büchern nichts mit Magie in einem theologischen Sinn zu tun hat.
Zauberei werde dort vielmehr als Spiegelbild
der modernen Technik verstanden, die gut oder böse verwendet werden könne.
Die Macht der Technik sei
aber – so wie die Macht der Zauberei in den Harry Potter Romanen – eine ständige Versuchung.
Pater Zimmer
findet bei Harry Potter zahlreiche natürliche Tugenden wie Freundschaft, Treue, Diskretion, Wahrheitsliebe,
Toleranz und viele andere, die in fantasievollen Bildern positiv dargestellt werden.
Die Potter-Analyse
arbeitet zwei Hauptgedanken heraus, die in den Potter-Erzählungen immer stärker hervortreten, sozusagen
die „doppelte Grundbotschaft der Harry Potter Geschichte“.
Erstens: Nicht deine Abstammung und nicht
deine natürlichen Eigenschaften, sondern deine persönlichen Entscheidungen machen dich zum dem, was
du bist.
Zweitens: Nicht der Krieg, nicht persönliche Stärke, nicht Technik und Zauberei, sondern nur
die Liebe überwindet das Böse.
In einem eigenen Kapitel geht Pater Zimmer auch auf die angebliche Potter-Kritik
des damaligen Präfekten der Glaubenskongregation, Joseph Kardinal Ratzinger ein.
Zum Schluß wird sogar
noch eine Prophezeiung gewagt, wie das auf sieben Bände angelegte Werk ausgehen könnte.
Der Obere des
deutschsprachigen Distrikts der Priesterbruderschaft St. Petrus, Pater Axel Maußen, distanzierte sich
nun über die Medien von dem Buch.
Es sei – so der Priester nach einem heutigen Bericht des Linzer Nachrichtenportals
‘kath.net’ – ohne Wissen und Genehmigung der Oberen veröffentlicht worden.
Pater Maußen sandte seine
Stellungnahme zuerst – bereits vor genau einem Monat – als Leserbrief an die katholische Zeitung ‘Tagespost’.
Sie ist auch auf der Homepage der Bruderschaft St. Petrus veröffentlicht.
Bei dem Buch handle es sich
um keine offizielle Schrift der Priesterbruderschaft St. Petrus. Das Werk gebe einzig die persönliche
Auffassung eines Mitbruders aus Linz wieder.
Man brauche Harry Potter „eigentlich“ nicht. Es gebe eine
Fülle guter Kinder- und Jugendliteratur, erklärt Pater Maußen:
„Eine Verteidigungsschrift für Frau
Rowling steht jedenfalls nicht auf dem Bücherprogramm der Priesterbruderschaft St. Petrus.“
Das im Eigenverlag
erschienene Buch trägt den Titel: „Harry Potter: gut oder böse? Unterscheidung tut dringend not“ und
umfaßt 186 Seiten. Es kostet 7,50 Euro (+Versandkosten) und ist zu beziehen bei:
Pater Walthard Zimmer
Friedrichstraße 14 A-4040 Linz Tel.: 0043/(0)732/94-34-72
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@Marcel – Wenn Sie ernstlich… …an einer „Diskussion“ dieser Bücher interessiert sind, dann schreibe
ich Ihnen gerne einen Artikel, der Punkt für Punkt auf die Aussagen Pflugers eingeht. Meine einzige,
bisherige Erfahrung mit dem „kreuzforum“ war allerdings (in Sachen „Sakrileg“) die, dass man an nachprüfbaren
Fakten eher nicht so interessiert ist, dafür aber an gegenseitigem Auf-die-Schulterklopfen auf der Basis
von sorgsam gepflegten Illusionen. Aber Sie können mir natürlich gerne das Gegenteil beweisen – ich
würde auch auf „Häresie“ verzichten, ich weiß ja, dass es eine „Häresiefreie Zone“ ist (vielmehr:
sein will!) :O)
Fortführung Die Diskussion um Potter-Kritik kann nun auch hier im Kreuzforum www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=559
fortgeführt werden. :) Als Einstiegsbeitrag dient der Potter-Artikel des weisen P. Pflugers, FSSPX, vom
Dezember 2000, der hier im Verlauf der Diskussion so häufig erwähnt wurde, aber nie vollständig referenziert
werden konnte, da nicht in einer elektronischen Fassung verfügbar: Nun erstmals vollständig in einer
Internet-Fassung vorhanden.
Dreht P. Zimmer jetzt ganz durch? Nach Aussagen einer Meßbesucherin der Linzer Minoritenkirche predigt
P. Zimmer nicht nur für Harry Potter, sondern liegen die Harry Potter Bücher auch noch in der Kirche
auf. Für die FSSP wird es jetzt wohl Zeit, sich von diesem seltsamen Pater zu trennen. Oder steht das
„P“ bei FSSP für „Potter“? Der Gatte der Evelin
@ Marcel – daemonologische Kenntnisse bei der Autorin J.K. Rowling Zitat v. 18. 11. 2005: Gibt es neben
dem Exorzisten Amorth noch andere Dämonologen, die öffentlich gegen Potter und Rowling argumentiert
haben? Meines Wissens nicht. Jedenfalls kenne ich keine. So daß man beim nächsten Mal nicht wieder bei
Null anfangen muß. Eine Handvoll übersichtlicher Analysen Potters im Stile P. Pflugers z.B. wären hilfreich.
Das bleibt uns sowieso nicht erspart, wenn ich insb. an die ständig neu beginnenden Diskussionen zum
HS-Thema denke… Ich bin gerade bei der Lektüre von Band 5 H.P. und der Orden des Phönix. Immer die
gleiche Mischung: Teils harmloser Schabernack mit stets spannender Handlung. Dazwischen ekliges, z.B.
Schrumpfköpfe von „geköpften Elfen“ und schließlich wieder Satanisches. Bei H.P. zeigen sich erste
Merkmale daemonischer Umsessenheit, die seine Handlungsfreiheit noch nicht einschränkt. Interessant immer
die genauen Kenntnisse der Autorin über best. daemonologische Aspekte, z.B. das Faktum, dass Daemonen
nicht direkt Gedanken lesen können, aber Emotionen von Menschen viel besser bewerten können. Gerade
bei geistl. Gefahren dann das falsche Konzept an H.P. (Anweisungen des Zauberers Snape): „Sich leer zu
machen“. Genau damit gibt man aber den geistl. Widerstand auf und gibt den Daemonen freien Raum! Das richtige
Gegenkonzept wird z.B. bei den Exerzitien des Hl. Ignatius v. Loyola gelehrt – in Form von Betrachtungen –
genau das Gegenteil: Man macht sich nicht leer, sondern „voll“.
Die Dämonen sind los Traditionsstimme schrieb: Selbst wenn man das genau wüßte, könnte man es nie
beweisen. Ich meinte eher: Gibt es neben dem Exorzisten Amorth noch andere Dämonologen, die öffentlich
gegen Potter und Rowling argumentiert haben? So daß man beim nächsten Mal nicht wieder bei Null anfangen
muß. Eine Handvoll übersichtlicher Analysen Potters im Stile P. Pflugers z.B. wären hilfreich. Die
nähere Erläuterung würde zudem Informationen offen legen, die nicht verantwortbar wären, weil sie
allenfalls Nachahmungstäter nach sich ziehen würde (auch so erfolgreich und reich zu werden z.B.). Das
versteht sich von selbst und ich meinte nicht, daß man über diese Details nachlesen können sollte,
sondern über die grundsätzlichen Ausführungen von Dämonologen zu Potter. Das Paktieren mit Dämonen
breitet sich auch ohne veröffentlichte Details jährlich aus und die Möglichkeit dazu erreicht immer
leichter die Interessenten, ohne daß sie lange suchen müßten. Viele (Rock- usw.) „Musik“-Medien werden
dem Satan verschrieben, bevor sie auf den Markt kommen, damit sie erfolgreicher in zweierelei Hinsicht
sind. Sicherlich trifft das auch für viele okkultistische Video-Spiele zu; Tendenz steigend. Immer mehr
Bereiche werden „abgedeckt“. Die Dämonisierung der Gesellschaft wächst in dem Maße, wie die Kirche
zurückgedrängt wird bzw. sich selber zurücknimmt. Die Kultfreiheit (V.II) dient hauptsächlich dem
Satanskult. Dieser feiert Urständ dank Massenmanipulationen wie Potter.
Daemonenpakt @ Marcel: welchen Pakt Rowlings mit den Dämonen eingegangen ist Selbst wenn man das genau
wüßte, könnte man es nie beweisen. Die nähere Erläuterung würde zudem Informationen offen legen,
die nicht verantwortbar wären, weil sie allenfalls Nachahmungstäter nach sich ziehen würde (auch so
erfolgreich und reich zu werden z.B.).
Schon einmal ein Anfang Danke für Ihre guten Ausführungen, Evelins Gatte. Die deutschsprachige FSSP-Führung
hat den naiven Pater „Potter“ Zimmer nicht von ungefähr zurückgepfiffen; die offizielle Verlautbarung
des deutschsprachigen Oberen ist sehr würzig, wenn man genau liest. Daß es nicht intern geregelt wurde,
wie üblich, sondern öffentlich (Tagespost), hat seine gewichtigen Gründe – Stichwort Schadensbegrenzung.
Natürlich hätte das schon viel früher geschehen müssen; doch sind wir froh, daß auf diesem Wege noch
einmal die klare Warnung des Papstes vor Potter hervorgehoben werden konnte und somit weitere Gläubige
und ihre Kinder erfolgreich vor der Satansliteratur Potter bewahrt werden können. (Es ist gut, daß auch
P. Pfluger nachträglich von anderen Stellen recht bekommt.) Ist Ihnen vielleicht bekannt, ob man die
guten Ausführungen einiger traditioneller Patres und Dämonologen – letztere haben Fr. Rowlings nicht
nur der Satansliteratur bezichtigt (wie Amorth öffentlich), sondern sogar gesagt (leider nicht öffentlich),
daß ihnen anhand der Pottertexte und Aussagen Rowlings offensichtlich ist, welchen Pakt Rowlings mit
den Dämonen eingegangen ist – auch öffentlich nachlesen kann? (Müßte nicht in deutsch sein.) Ich vermute
zwar eher nein, weil man bekanntlich schlafende „Hunde“ nicht wecken soll, aber ich frage trotzdem.
#133 Evelin 23:37:49 | Donnerstag, 17. November 2005
Keine christliche Liebe bei Harry Potter! Immer wieder wird – auch von P. Zimmer – behauptet, dass das
Opfer der Mutter von H.P., Lilly Potter, ein Musterbeispiel christlicher Liebe sei.Zitat pars pro toto:„Die
Liebe der Mutter war so stark, dass sie ihr eigenes Leben stellvertretend für ihr Kind als Opfer hingab
und so die Macht des Bösen besiegte.“ Als natürliche Mutterliebe (die nicht spezifisch christlich, sondern
naturgegeben ist) muß man das wohl festhalten, aber mit christlicher Liebe hat diese Geschichte wenig
zu tun. Denn die Gottheit des Donnerkeils, insb. Shiva, muß beim Eintritt in die Erde das Leben lassen
und spendet durch diese Selbstaufopferung neues Leben. Von daher auch der hebräische Ausdruck abreq ad
habra in der Bedeutung von „Schleudere deinen Donnerkeil, bis du tot bist“. Diese Phrase wurde zu einer
der klassischen magischen Beschwörungsformel, dem bekannten Abrakadabra, verschliffen. Die Narbe, welche
H.P. nach dem Mordversuch Voldemorts im Alter von 15 Monaten geblieben ist, ist ein Runen-S(owilo), welches
für die Dynamik des Donnerkeils (und die Sonne) steht. Das Symbol des Donners ist wiederum der Dreizack,
wobei das dreizackige Zepter für die Vereinigung mit der „dreifachen Göttin“ steht. Diese dreifache
Göttin ist die hinduistische Urgöttin Kali Ma, deren ältester Titel Parvati Kali Uma lautet und als
eine der ältesten Personifikationen der „Großen Mutter“ gilt. In der Selbstaufopferungsgeschichte steckt
also in Analogie eine zentrale Hindu-Götzengeschichte. Der Gatte der Evelin
Namen, Flüche, Zauberformeln Viel wollte ich da nicht mehr sagen. Nur dass es bei H.P. von Personen wimmelt,
die heidnische Namen tragen wie Götternamen (z.B. Minerva) und solche von Christenverfolgern (z.B. Severus),
auch solche mit Anspielungen auf Satan (z.B. Lucius) und seine Helfer (z.B. Draco). P. Zimmer sieht ein
hermeneutisches Problem: Bei H.P. gäbe es keine echte, sondern nur kindlich-phantastische Magie. Dazu
kann man eine Kontrollfrage stellen. Wäre es ein Unterschied, die Biographie eines Zauberers mit vielen
praktischen Zauber-Tips gleichlautend als Roman zu veröffentlichen? Sicher nicht! Jetzt gibt es bei H.P.
die typische Internats-Rahmenhandlung, jugendliche Torheiten, Techtelmechtel, Eulen (die aber an sich
auch als magische Tiere bekannt sind) usw. Handlungen und Personen wechseln, was gleich bleibt, ist das
magische Grundthema. H.P. ist also nur eine erweiterte Zauberer-Biographie. Der Tötungsfluch „Avada Kedavra“
besteht aus dem alten Zauberwort abracadabra und cadaver (Leiche) Abrakabra seinerseits hat einige verschiedene
Deutungen: Bereits aus dem 3. Jh. bekanntes Zauberwort; Abrakadabra kann aber auch von dem arabischen
Zauber „abreq ad habra“ abgeleitet sein, was angeblich „den Donner, der tötet“ beschwört. Eine weitere
Ableitung für „Abrakadabra“ könnte eine Umformung des gnostischen „Abraxas“, einer geheimen Bezeichnung
für Gott, sein. Wieder eine andere, dass die Zauberformel „Abrakadabra“ einst „apera cadavera“ = „öffne
den Leib“ lautete.
Religiöse Begriffe und Namensmagie bei H.P.! Zu den Merkwürdigkeiten von H.P. zählt die ständige Verwendung
religiöser Begriffe für magische Dinge. So transfiguration – übersetzt mit Verwandlung (z.B. von Mensch
in Tier), hat die Bedeutung „Verklärung“ (Christi am Berg Tabor). „Rebirthing“ – übersetzt mit Wiederverkörperung
(Lord Voldemorts), bedeutet Wiedergeburt. Im christl. Sinne erfolgt diese durch das Sakrament der Hl.
Taufe. Die Wiedergeburt Voldemorts ist also – auch – eine Anspielung auf die Taufe. Bei der Taufe aus
Wasser und Hl. Geist, bei der Wiedergeburt Voldemorts aus Blut, Fleisch (wohl auch Wasser) und Magie (Zaubersprüche,
Ritual). Dass über Fleisch und Blut, welche (anstelle von Brot und Wein) eine „Wandlung“ bewirken, auch
eine Anspielung auf die Eucharistie. Ebenso auf die Schöpfung des Menschen, schon dadurch, dass Voldemort
einen neuen (nicht seinen alten!) Körper erhält. Nur Gott allein kann aber die Seele dem Körper hinzufügen.
Alleine diese Szene müßte genügen, um das ganze H.P.-Werk Rowlings zu verurteilen. Hier noch ein Link
zum Aufsatz „Rituelle Magie“ www.evilending.de/…/rituelle_magie.html, wobei ich diesen aber nur als
Erläuterung angebe und mich – ebenso wie von der übrigen Webseite – distanziere. Wenn man sich diesen
Aufsatz anschaue, dann wird von den guten Zauberen bei H.P. unter anderem auch die Namensmagie ausgeübt.
Diese beinhaltet die Vorstellung, dass im wirklichen Namen von Göttern, Dämonen und Teufeln auch ihre
Wesenskräfte enthalten sind; da braucht man nur die Namen bei H.P. prüfen, es wimmelt geradezu vor solch…
#129 Marcel 11:37:31 | Donnerstag, 17. November 2005
Dämonische Inspiration Le Trot schrieb: Wer davor warnen möchte, muss es gelesen haben. Als Katholiken
unterliegen wir glücklicherweise nicht dem lutherischen täglichen Neuerfindungszwang des geistlichen
Rades, sondern können auf unsere Hirten vertrauen, so sie mit der ewigen katholischen Lehre verbunden
sind. Treten wir dafür ein, daß das Lehramt aus seiner nachkonziliaren Erstarrung erwacht und sich wieder
entsprechender Organe bedient. Ich danke dem Papst, daß er seine deutliche Ablehnung Potters veröffentlichen
ließ. Es genügt das Gegenlesen der von Fachleuten erwähnten Stellen, um zu sehen, was man vor sich
hat. Es bleibt mir rätselhaft, wie jemand z.B. das aus Band IV. ab Seite 666 auszugsweise zitierte satanische
Ritual Kindern zumuten kann. Ich bezweifele, dass – wahre – Katholiken Zeit und Lust haben sich jeden
Schmarn reinzuziehen. Sicher. Doch wer Kinder hat, kommt nicht um eine Beschäftigung mit Potter herum,
denn diese werden in der unseligen Massenmediengesellschaft laufend mit ihm konfrontiert. Eltern müssen
parieren können. Und es selbst zu lesen und dann andere davor zu warnen, erhöht in der heutigen Zeit
eher den Reiz. Mir ist der Reiz beim Querlesen ausgewählter Kapitel vergangen. Die Aussage eines priesterlichen
Dämonologen, daß Fr. Rowlings über okkultes Wissen verfüge und dämonisch inspiriert sei, finde ich
viel entscheidender. Sie paßt zur – u.a. von P. Pfluger erwähnten – Erzählung Fr. Rowlings über ihre
„Eingebung“.
Über die Magie bei H.P. und die – verfehlte – Haltung P. Zimmers Zu den Filmen 1-3 noch ein wichtige
Information. Zahlreiche Eltern, die an sich nicht H.P.-skeptisch sind, warnen davor, Kinder diese zu früh
sehen zu lassen. Als Altersgrenze wäre da eher von 12 Jahren als jünger auszugehen. Volksschulkinder
sollen sogar Angstträume (Albträume) von H.P. davon tragen! Was P. Zimmers Haltung betrifft, so hat
dies genau auf dem entsprechenden kath.net Forum zu Harry Potter am 29. November 2003 www.kathnews.com/wbboard/thread.php?threadid=258&t…
ausgeführt. Danach hatte er eine einmalige Erfahrung mit Magie und gelang es ohne Exorzismus, die vermutliche
Umsessenheit der Frau zu lösen. Er meint, dass in den H.P.-Büchern nur Wahrsagerei und Astrologie wie
echte Magie dargestellt sei, aber die Autorin gerade dazu ihre Skepsis bzw. Belustigung deutlich gemacht
habe. P. Zimmer ignoriert jedoch völlig das Wesen echter Magie als Daemonenpakt, welcher auch schlüssig
durch entsprechende Riten und Zeichen zustande kommen kann. Auch dürfte ihm die Bestätigung von Fr.
Rowling nicht bekannt sein, wonach sie echte Zaubersprüche bei H.P. eingebaut hat. Abgesehen davon, dass
die Daemonen nicht auf echte Zaubersprüche angewiesen sind. Die nehmen das nicht so genau, wie die Kirche
traditionell die Worte bei den Sakramenten genau genommen hat. Vor der Beschäftigung mit Daemonen muß
man auch bei gläubigen Katholiken abraten! Wer dort Erkenntnis sucht, muß auch daemonische Anfechtungen
in Kauf nehmen! Und zwar solche, die lebenslänglich bleiben! Nach meinem Dafürhalten ist H.P. eindeutig
daemonisch inspiriert!
#127 Le Trot 09:11:12 | Donnerstag, 17. November 2005
@Marcel Traurig ist, daß sich nur wenige Katholiken, und noch weniger Geistliche, zur dringend nötigen
Warnung vor Potter aufraffen können. Wer davor warnen möchte, muss es gelesen haben. Zumindest einen
Band, obwohl man sich dann wahrscheinlich in der Diskussion mit Potterbefürwortern der Kritik ausgesetzt
sehen wird, – ohne alle bisher erschienenen Bände gelesen zu haben, könne man sich kein Urteil bilden.
Und schon steckt man in einer zeitraubenden Megadiskussion. Ich bezweifele, dass „wahre“ Katholiken Zeit
und Lust haben sich jeden Schmarn reinzuziehen. Und es selbst zu lesen und dann andere davor zu warnen,
erhöht in der heutigen Zeit eher den Reiz. Ich halte dann eine Gegenwerbung mit dem Hinweis auf die Bücher
von E. v. Petersdorff / Dämonologie Band I und II / Christiana Verlag / für sinnvoller und nervenschonender.
Ansonsten stimme ich Ihnen jedoch gern zu, was die Gefahren anbetrifft, die von solcher Art „Literatur“
ausgehen.
#126 Marcel 08:42:32 | Donnerstag, 17. November 2005
Rowlings sanatische Verse sind eine Beleidigung für Liebhaber von Phantasiegeschichten Ein paar Potter-Verharmloser
unterstellten uns, daß wir Phantasie-Verächter seien und anderen die Freude an Märchen verderben wollten.
Falsch. P. Pfluger hat klargestellt, daß der Okkultismus Potters nicht mit klassichen Märchen, Lewis,
uam., vergleichbar ist. Auch ich erwähnte bereits, daß ich die Romane Tolkiens, Lewis’, die Grimmschen
Märchen, uam., sehr schätze. Vergessen hatte ich einen meiner Lieblingsautoren: den Briten Gilbert K.
Chesterton www.chesterton.org/. Seine berühmten Detektivromane, lauter Phantasiegeschichten, die sich
um die scharfsinnige Priesterfigur Brown ranken, dürften einigen hier bekannt sein. Auch seien Chestertons
antimodernistische apolegetische Schriften empfohlen, für die der Spätkonvertit als zweiter Brite durch
die Kirche als Defensor Fidei (Verteidiger des Glaubens) geehrt wurde. Übrigens: als der große Schauspieler
Alec Guinness 1954 die Rolle des Father Brown im gleichnamigen Spielfilm german.imdb.com/title/tt0046970/
übernahm, lernte er Chesterons Werke kennen, schätzen und konvertierte in Folge mit seiner Gattin zur
Kirche. Damit wieder zum Thema: Daß Potter pure Satansliteratur ist, urteilte der Exorzist P. Amorth.
Andere Dämonologen bestätigen ihn. P. Pfluger lag mit seiner Aussage über die dämonische Inspiration
Fr. Rowlings goldrichtig. Traurig ist, daß sich nur wenige Katholiken, und noch weniger Geistliche, zur
dringend nötigen Warnung vor Potter aufraffen können.
#125 Evelin 10:39:27 | Mittwoch, 16. November 2005
@ Mimi & Tobi Nochmals zu den „Horcruxes“ (@ Mimi): Damit kann dieser Zauberer überleben, auch wenn er
sonst eigentlich sterben müsse. Erst wenn alle Horcruxes zerstört wurden, stirbt dieser Zauberer. Dies
entspricht einer Seelenwanderung sogar in anorganische Objekte. @ Mimi, 15.11.2005, 13.11 Uhr: Harry Potter
ist nicht schlimmer als andere gängige Literatur Eine schwere Fehleinschätzung. Ich habe noch nie ein
derart mit Satanismus, Magie, Ekeltraining, Vermischung gut/böse, etc., gewürztes Werk gelesen. H.P.
ist ein Zauberbuch f. Neueinsteiger. @ Mimi: Natürlich wird in HP jetzt nicht dargestellt, dass Harry
diese Sünden beichtet… Aber so ein Buch existiert bislang meines Wissens überhaupt nicht, wo es einen
derart katholischen Helden gäbe, oder?! Und ob es solche Bücher gibt: Dutzendweise. Unlängst las ich
eines, wo ein Priester sich selbst wg. Mord verurteilen ließ, um das Beichtgeheimnis zu wahren (Roman).
@ Toby: Evelin-Gatte schrieb: Es sei klar, dass Joanne K. Rowling okkultes Wissen habe und daemonisch
inspiriert sei. Gibt es dafür Belege, Zitate der Rowling, die überprüfbar sind? Unten habe ich ein
Zitat angegeben, in welchem sie selbst angibt, echte Zaubersprüche bei H.P. verarbeitet zu haben. Ansonsten
verschweigt sie eher die Wahrheit. Derselbe führt aus, dass die Filme 1-3 harmlos seien! Warum sind die
Filme harmlos, wenn die Lektüre dämonisch inspiriert ist? Weil in den Filmen vieles weggelassen und
einiges nicht so genau beschrieben wird. Der Gatte der Evelin
Vergelt’s Gott an Evelin-Gatte, Marcel und andere hier für den Aufwand und die Mühe, über die „subtilen
Verführungen“ Harry Potters aufzuklären Evelin-Gatte schrieb: Es sei klar, dass Joanne K. Rowling okkultes
Wissen habe und daemonisch inspiriert sei. Gibt es dafür Belege, Zitate der Rowling, die überprüfbar
sind? Derselbe führt aus, dass die Filme 1-3 harmlos seien! Warum sind die Filme harmlos, wenn die Lektüre
dämonisch inspiriert ist?
#123 Marcel 09:40:42 | Mittwoch, 16. November 2005
Die Handlung in der Fiktion zählt Den Text, auf den ich verweisen wollte, finde ich leider nicht mehr.
Doch auch ein Interview mit P. Pilar über Esoterik www.vision2000.at/1999/3_esoterik.htm ist gut. (Das
Interview-Heft ist charismatistisch, also Vorsicht. Den Pater kenne ich nicht, aber einige seiner Texte
über Esoterik, die das Problem sehr gut erfassen.) Mimi schrieb: Und doch ist es schön zu träumen?
Bedauernswert der Mensch, der nicht mehr träumen kann. Was hat Träumerei mit Hexerei zu schaffen? ich
bitte den Teufel aber nicht, und was das Wichtigste ist: IN HP TUT DAS AUCH KEINER!!! Es geht eben nicht
um echte Magie. Es geht um Simsalabim! Ach, nur dort, wo „Teufel“ draufsteht, ist auch der Teufel drin?
Leider nein. Jede – angeblich – durch Zauberstab/Zaubersprüche hervorgerufene Aktion findet durch das
Einwirken von Geistwesen statt, auch wenn wir das nicht so „sehen“. Die Magie in Potter wirkt effektiv,
wie man ständig in den Büchern liest: blutige Nasen werden „gezaubert“, und schlimmeres. Aus dem Zauberstab
kommt diese Kraft nicht, die andere vor die Nase stößt. Viele Tischerücker denken nicht, daß sie den
Teufel zum Tanz bitten, doch nur er wirkt und läßt sich am Ende entlohnen für seine Dienste: mit der
Seele des Zauberlehrlings. Es ist eine andere Welt, eine fiktive Welt. Es geht nur um die in der Fiktion
erfolgte Handlung. Anders gesagt: Der Ehebruch in der Phantasie im Kopf – Fiktion! – ist Sünde.
#122 Evelin 09:35:00 | Mittwoch, 16. November 2005
Nochmals zum Satanismus in den H.P.-Büchern Typisch satanisch ist auch das Ekeltraining, welchem die
Leser von H.P. laufend unterworfen werden. Ebenso typisch satanisch ist die laufende Vermischung von gut
und böse bei H.P. Nie weiß man, wer zu den „Totessern“ gehört, Eltern mancher Schüler von Hogwarts
gehören dazu und ebenso Lehrer, ja sogar Schüler. In jedem Band stellen sich innerhalb der Schule neue
Verbündete heraus, im Band 6 ermordet der Lehrer Snape den Schuldirektor Dumbledore, welcher vorher immer
zu ihm gestanden war. Wie schon erwähnt, wird implizit die Behauptung aufgestellt, dass weiße Magie
„gut“ sei. Ich habe jetzt mit einem wirklichen Fachmann, einem Traditionspriester, welcher wissenschaftlich
über Daemonologie gearbeitet hat, gesprochen: Er findet die Bücher eindeutig satanisch. Es sei klar,
dass Joanne K. Rowling okkultes Wissen habe und daemonisch inspiriert sei. Derselbe führt aus, dass die
Filme 1-3 harmlos seien! @ Mimi: Und er kann – mehr schlecht als recht, aber er kann – auch einfach so
existieren. In dieser seltsamen Babygestalt. Diese Gestalt ist nur eine Notgestalt, die Voldemort nicht
lange aufrecht erhalten kann. Das hat nichts mit Seelenwanderung zu tun, sondern mit den frei erfundenen
und in Band 6 erklärten Horcruxes. Damit wird es keinesfalls besser. Horcruxes bedeutet, dass ein Zauberer
mittels schwarzer Magie seine Seele „aufteilen“ kann und bis auf einen Teil alle anderen außerhalb seines
Körpers bevorzugt in leblose Gegenstände transferieren kann. Der Gatte der Evelin
#121 Marcel 08:06:11 | Mittwoch, 16. November 2005
Die „Energie“, die den Tisch rückt und bei Potter die Nase blutig „zaubert“ Mimi schrieb: „Es gibt keine
guten Flüche/Zaubereien/Magien.“ Also ich finde nichts Böses daran, unsichtbar zu sein, fliegen zu können,
meine Kartoffeln nicht selbst schälen zu müssen Es geht nicht um den Wunsch, sondern welche personale
Kraft Sie fliegen läßt. Flüche und Zauber adressieren „Kräfte“ („Energien“ in der Esoterik), die tatsächlich
wirken – wenn man sie richtig anwendet. Das ist ein Faktum, wie Ihnen jeder „fähige“ Okkultist/Esoteriker
und erfahrene katholische Priester bestätigen wird. Daß die Flüche/Zauber in der Potter-Geschichte
wirken, wird ständig beschrieben. Dafür gehen die wahnsinnigen Romanfiguren extra in die Hexen-/Zauberschule.
In der Realität ist es nicht anders: Tischrücken und Verhexungen usw. sind keine Phantasie und gehören
zu den leichtesten Übungen der herbeigerufenen Geister. Es sind Geistwesen, die das Pendel ausschlagen
und den Tisch rücken lassen, denn tote Materie bewegt sich nicht von selbst, wie Ihnen nun wiederum jeder
Physiker bestätigen wird. Diese Geistwesen sind nicht der hl. Geist, sondern Dämonen. Lesen Sie ruhig
einmal anstatt potterscher Hexerei-Verharmlosung ein paar echte Exorzisten-Fälle, wo Ihnen die Tische
nur so um die Ohren fliegen. Ich garantiere Ihnen allerhöchsten „Nervenkitzel“ – allerdings einen heilsamen.
Die Kirchengeschichte ist voll von diesen Belegen. Es ist warnende Realität. In Kürze verweise ich noch
auf einen guten Beitrag eines ehemaligen Okkultisten und dann spätberufenen Paters.
#120 Evelin 22:12:13 | Dienstag, 15. November 2005
Vergleich Filme + Bücher; Anspielung auf den Antichrist Vorab noch ein wichtiger Punkt, auf den hinzuweisen
ist: Die H.P.-Filme 1-3 sind harmlos im Vergleich zu vielen anderen Filmen. Sie stellen geradezu eine
Verharmlosung der entsprechenden H.P.-Bände dar. Hintergrund, dass bei einer Darstellung schlimmer und
satanischer Dinge die us-amerikanischen Fernsehstationen den Film nicht übernommen hätten (schlecht
für das Geschäft). Dies war auch der Beginn von P. Zimmers Pro-H.-P.-Apologetik, denn er wurde mit dem
Problem konfrontiert, dass einem jungen Katholiken von seinen Eltern verboten wurde, mit Freunden diesen
Film zu besuchen und stellte sich der Film H.P.1 dann als harmlos heraus. Ein riesen Fehler von P. Zimmer
war es aber, von den Filmen auf die Bücher zu schließen! @ Mimi: Ich bitte den Teufel aber nicht, und
was das Wichtigste ist: IN HP TUT DAS AUCH KEINER!!! Das stimmt so nicht. Denn bei der „Wiederverkörperung“
von Lord Voldemort werden ja von Wurmschwanz neben rituellen Handlungen Zaubersprüche gesprochen. Diese
richten sich an Daemonen. Da das „häßliche Kind“, dieser nur mühsam aufrecht erhaltene „Körper“ Voldemorts
eine Anspielung auf den Antichrist ist, ist klar, wer auf diese Zaubersprüche reagiert und diese „Wiederverkörperung“
(im Englischen rebirthing – Wiedergeburt; nicht transfiguration, wie ich schrieb) bewirkt. Die „Wiedergeburt“
setzt die Seelenwanderung voraus. Der Gatte der Evelin
#119 Marcel 15:24:19 | Dienstag, 15. November 2005
Noch einmal Ente – und dann ist sie gegessen Mimi schrieb: ob Pater Pfluger jemals ein zweites Mal zu
HP Stellung bezogen hat. Meines Wissens nach nicht. Gestern erwähnte ich, daß die FSSPX in den letzten
„10 Jahren einen Artikel über Potter pupliziert{e}: jenen von P. Pfluger im Dezember 2000“ (Ohne Anspruch
auf Vollständigkeit.) Insbesondere weil es in der Aargauer Zeitung selbst kein Artikel der Aargauer Zeitung
war, sondern ein simpler Leserbrief, in dem das behauptet wurde. Mir war nur der Verweis aus Fußnote
21 bekannt: „Aargauer Zeitung vom 19.10.2000“. Daß es sich um einen Leserbrief handelte, hätte P. Pfluger
erwähnen sollen. Ich werde den hw. Eidgenossen bitten, bei meinem nächsten Armbrustschuß den Apfel
zu halten! :) Bei der Bewertung von Leserbriefen hängt es von der Zeitung ab. Ich kenne die schweizerische
Aargauer Zeitung nicht, sicher aber P. Pfluger. In der FAZ, Tagespost, usw. findet man oft beachtliche
Beiträge in den Leserbriefspalten. Es ist weder unüblich noch unseriös, auf diese zu verweisen. Die
offizielle Distanzierung der FSSP von Potter und Zimmer erfolgte als Leserbrief in der Tagespost. Belassen
wir es bei der Ente. Zumal hier in der Diskussion nur der engl. korrigierte Aufsatz Pflugers referenziert
wurde. Auf ein paar Ihrer Punkte würde ich gerne später eingehen. Ich bedaure, daß Sie sich bereits
aus der Diskussion verabschieden, wo sie jetzt erst interessant wurde dank seriösen Opponenten. Absurd
ist die kontroverse Beschäftigung mit Potter nicht.
– Ich habe nicht gesagt, dass die Sünde nicht so schlimm ist. Aber darum geht es in diesem Buch halt
nicht. Darum geht es aber auch nicht in gängiger anderer Literatur. Harry Potter ist nicht schlimmer
als andere gängige Literatur. Naiv? Na, da bin ich besser naiv, als dass ich hinter jeder Häuserecke
den Teufel vermute… Immerhin ist Gott bei mir und beschützt mich, also brauche ich mich vor dem Teufel
nicht zu fürchten. Nichtsdestotrotz enthalte ich mich nun dieser absurden Diskussion. Ist Euch eigentlich
mal durch den Kopf gegangen, dass der einzige, der davon was hat, Frau Rowling ist, da man neugierig auf
ihre Bücher wird? Meine nichtgläubige Schwester meinte jetzt noch, sie hätte Lust, mal „Sakrileg“ zu
lesen, weil da die Kirche so gegen wettern würde… (allerdings liest sie keine Bücher). Na, wenn sie
lesen würde, was hier der ein oder andere über HP geschrieben hat, dann käme sie ja vielleicht doch
noch ans Lesen… Da Ihr nicht wollt, dass sich die Bücher weiter verbreiten, solltet Ihr vielleicht
aufhören, da wilde Phantasien hineinzudichten… das macht das ganze spannender, als es in Wirklichkeit
ist!
Katholische Romane Grundsätzlich ist es eine falsche Einstellung zu sagen, wir sind alle mehr oder weniger
Sünder, deshalb kann die Sünde nicht so schlimm sein, oder ich sündige und danach gehe ich zur Beichte.
Wir müssen alles, auch gebeichtete Sünden, bis zum letzten Heller zurückzahlen. Übrigens gibt es selbstverständlich
hervorragende katholische Romane. Ich empfehle u. a. Conrad von Bolanden oder Franz Heinrich Achermann,
die allerdings heute nicht mehr aufgelegt werden, sondern nur noch antiquarisch zu beziehen sind. In christlichen
Verlagen findet man auch heute noch eine Reihe moderner katholischer Romane. Damit kann man sich hervorragend
lesend unterhalten und gleichzeitig geistige Nahrung und Anregung finden. Zauberei kommt darin nicht vor.
Es geht eben nicht um echte Magie. Es geht um Simsalabim!Überprüfe deine naive Einstellung!
– @Sünder Ich bitte den Teufel aber nicht, und was das Wichtigste ist: IN HP TUT DAS AUCH KEINER!!! Es
geht eben nicht um echte Magie. Es geht um Simsalabim! Ja, es ist ein „Wunderland“. So wie viele andere
Wunderländer in anderen Büchern. Es ist eine andere Welt, eine fiktive Welt. Und in welchem Buch gibt
es jemanden, der frei von Sünde ist? Das geht ja gar nicht, weil kein Mensch frei von Sünde ist außer
der Gottesmutter. Natürlich wird in HP jetzt nicht dargestellt, dass Harry diese Sünden beichtet…
Aber so ein Buch existiert bislang meines Wissens überhaupt nicht, wo es einen derart katholischen Helden
gäbe, oder?! Schreibt doch selbst so ein Buch!
Mimi im Wunderland Gottchen, wie süß. Also ich finde nichts Böses daran, unsichtbar zu sein, fliegen
zu können, meine Kartoffeln nicht selbst schälen zu müssen, eine kaputtgegangene Vase wieder – schnips –
reparieren zu können, einen gebrochenen Arm in fünf Minuten geheilt zu haben etc. etc. Wäre doch toll!
Finden Sie nicht?! Wenn deine Seele einen gewissen Marktwert hat, wird dir der Teufel dazu verhelfen,
wenn du ihn bittest. Der Nachteil ist, er bekommt Besitzrechte an deiner Seele. Natürlich ist nicht jeder
Gedanke von Harry gut. Natürlich wünscht er seinem Lehrer auch mal böses, weil er von diesem ungerecht
behandelt wird. Ich würde auch durchaus sagen, dass dies lässliche, im Einzelfall vielleicht auch schwere
Sünden sind. Und doch ist es menschlich, oder nicht?! Diese Argumentation wird beim Jüngsten Gericht
vermutlich wenig Erfolg haben.
– @Marcel Ich wusste ja nicht und weiß immer noch nicht, ob Pater Pfluger jemals ein zweites Mal zu HP
Stellung bezogen hat. Ich bin auch nicht wütend, finde es nur unseriös. Insbesondere weil es in der
Aargauer Zeitung selbst kein Artikel der Aargauer Zeitung war, sondern ein simpler Leserbrief, in dem
das behauptet wurde. Wer stützt denn seine Meinung auf einen Leserbrief?! „Es gibt keine guten Flüche/Zaubereien/Magien.“
Also ich finde nichts Böses daran, unsichtbar zu sein, fliegen zu können, meine Kartoffeln nicht selbst
schälen zu müssen, eine kaputtgegangene Vase wieder – schnips – reparieren zu können, einen gebrochenen
Arm in fünf Minuten geheilt zu haben etc. etc. Wäre doch toll! Finden Sie nicht?! Natürlich ist so
nicht die von Gott erschaffene Welt… wir müssen alles im Schweiße unseres Angesichts selbst tun…
Und doch ist es schön zu träumen… Bedauernswert der Mensch, der nicht mehr träumen kann. Natürlich
ist nicht jeder Gedanke von Harry gut. Natürlich wünscht er seinem Lehrer auch mal böses, weil er von
diesem ungerecht behandelt wird. Ich würde auch durchaus sagen, dass dies lässliche, im Einzelfall vielleicht
auch schwere Sünden sind. Und doch ist es menschlich, oder nicht?! Als ich vor kurzem von jemandem sehr
verletzt worden bin, hätte ich ihm im ersten Affekt auch gerne so einen Fluch an den Hals gehext…
#113 Marcel 11:47:45 | Dienstag, 15. November 2005
Eine Ente macht den Potter nicht harmlos Mimi schrieb: die Unverzeihlichen Flüche dürfen gegenüber
Menschen nicht angewandt werden! Werte Mimi, Flüche dürfen doch niemals angewandt werden, gegen nichts
und niemanden. Es gibt keine guten Flüche/Zaubereien/Magien. Welcher Katholik wird seine Kinder oder
sich etwas aussetzen, das einen auf jeder zweiten Seite mit Flüchen und Verhexungen überschüttet –
egal von welcher Seite? angebliche Zitat gebraucht, das außerordentlich schlecht recherchiert ist. Es
stammt nämlich von einer SATIRESEITE und ist frei erfunden. … von The Onion www.theonion.com/, einem
US-Portal, das vorsätzlich täuschend echt aussehende Lügen verbreitet („hoax“) und das als „Satire“
versteckt. Freilich stellte sich der Betrug erst nachträglich heraus, als weltweit auch seriöse Zeitungen
auf den Schwindel hereingefallen waren. Das bemängelte Zitat P. Pflugers basierte auf der „Aargauer Zeitung“
vom 19.10.2000. Lassen Sie also dort bitte Ihre Wut aus und bedenken Sie den Zeitraum: Potter IV im Oktober
2000, P. Pfluger-Artikel im November für das MB Anfang Dezember. Am 12.11.2005 verwies ich hier auf die
einzige im Netz gefundene Fassung des Pfluger-Artikels, einer englischen Übersetzung für SSPX.ca vom
Mai 2001. Dort ist der aus den USA stammende Betrug erkannt worden und in der Fußnote vermerkt, daß
das Zitat nicht autentisch ist. Erst da stolperte ich über die Ente. Sie hätten mich informieren dürfen,
als Sie sie entdeckten.
– Für etwas so komplett frei erfundenes passen die gewöhnlichen Bezeichnungen nicht mehr und sind auch
nicht unbedingt immer schlüssig und durchgängig. Ich hab HP auch bislang nicht auswendig gelernt. Jedenfalls
ist ja etwas Gegenständliches vorhanden, eben dieses komische hilflose Baby. Gewöhnliche Geister sind
aber komplett ohne Materie. Aber es macht wenig Sinn, auf dieser Ebene über HP zu diskutieren. Frau Rowling
hat sich das ausgedacht. Es ist ihrer Phantasie entsprungen, so wie sich andere Micky Maus oder Superman
oder Pan Tau oder die Knetmännchen von „Luzie, der Schrecken der Straße“ ausgedacht haben. Alle diese
Leute hatten eine begnadete Phantasie, und es wird viel mit Wünschen gearbeitet, die jedes Kind oder
auch Erwachsene hat. Wer wäre nicht gerne mal unsichtbar? Wer würde nicht gerne fliegen können? Aber
wenn man sowas denkt, dann denkt man an „simsalabim“ und nicht an echte Magie & Dämonen. Ich jedenfalls
wäre völlig entsetzt an ihrer Stelle, wenn ich lesen müsste, was man da alles wildes hineininterpretiert.
#111 Evelin 10:49:50 | Dienstag, 15. November 2005
@ Mimi – Ihnen widersprechen sogar die Harry Potter Experten! Lesen Sie nach bei Harry Potter Xperts zum
Begriff Lord Voldemort www.harrypotter-xperts.de/index.php?page=77&id=110… Dort ist eindeutig davon
die Rede, dass er seinen Körper verliert und ohne diesen in Albanien, vor allem in den Körpern von Tieren
haust. Denn nur eine Kraft seines Geistes ist ihm noch geblieben: Zitat: Nur eine einzige seiner alten
Kräfte ist ihm noch geblieben, die Kraft andere Lebewesen mit seinem Geist zu bewohnen. Bevorzugt praktiziert
er dies bei Tieren, besonders bei Schlangen. Doch die Tiere überleben nicht lange, sobald er von ihnen
Besitz genommen hat, da ihre Körper ungeeignet sind. So vegetiert Voldemort als bloßer Geist vor sich
hin, sich zeitlebens dazu zwingend zu existieren. (HP4, 33) Der Gatte der Evelin
#110 Marcel 10:49:21 | Dienstag, 15. November 2005
Satanische Verse, 3 von 3 (Fortsetzung) >> Lichtblitze schossen aus beiden Zauberstäben, trafen sich
in der Luft und schleuderten sich aus der Bahn – Harrys Blitzstrahl traf Goyle im Gesicht, der Malfoys
traf Hermine. Goyle jaulte auf und schlug die Hände auf seine Nase, wo große, häßliche Blasen aufquollen.
{…} Hermine, panisch wimmernd, preßte die Hände auf den Mund. {…} Harry wandte sich um und sah,
wie Ron Hermines Hände von ihrem Gesicht zog. Es war kein schöner Anblick. Hermines Vorderzähne {…}
wuchsen {…} und ihre Zähne wuchsen weiter, über ihre Unterlippe hinaus, auf ihr Kinn zu – in ihrer
Panik tastete sie danach und schrie von Grauen gepackt auf. << S. 314: >> Harry saß da und starrte Snape
an, der zu reden begonnen hatte, und er stellte sich vor, daß Snape schreckliche Dinge zustießen …
wenn er nur wüßte, wie dieser Cruciatus-Fluch funktionierte … er würde Snape flach auf den Rücken
legen wie diese Spinne und zucken und zappeln lassen …“ << S. 670f >> Wurmschwanz sprach. Seine Stimme
bebte, die Angst schien ihn um den Verstand zu bringen. Er hob den Zauberstab, schloss die Augen und sprach
in die Nacht hinein: »Knochen des Vaters, unwissentlich gegeben, Du wirst deinen Sohn erneuern!« {…}
»Fleisch – des Dieners – w-willentlich gegeben – du wirst – deinen Meister – wieder beleben.« {…}
»B-Blut des Feindes – mit Gewalt genommen – du wirst – deinen Gegner wieder erstarken lassen.« {…}
Lord Voldemort war wieder erstanden. << (Ende des Dreiteilers)
– Am Beispiel Lord Voldemort: Nachdem sich ein von ihm gesprochener Todesfluch gegen ihn kehrt, verliert
er seinen Körper, lebt aber als Geist weiter, indem er in Tieren und Menschen haust: Hier ist sowohl
die hinduistische Seelenwanderung (vom Mensch z. Tier und umgekehrt) als auch das Wesen der Daemonie angesprochen:
Sie haben das Buch nicht verstanden!!! Voldemort lebt nicht „als Geist weiter, indem er in Tieren und
Menschen haust“. Er ist kein Geist. Und er kann – mehr schlecht als recht, aber er kann – auch einfach
so existieren. In dieser seltsamen Babygestalt. Das hat nichts mit Seelenwanderung zu tun, sondern mit
den frei erfundenen und in Band 6 erklärten Horcruxes. Der Unterschied zwischen Mensch und Daemon wird
vermischt. Sorry, aber Sie vermischen den Unterschied zwischen Phantasie und Wirklichkeit. Echte Magie
ist ein hochernstes Thema, denn Dämonen existieren. Umso bedauerlicher ist es, dass Menschen, die sowieso
nicht an Dämonen glauben, es auch nie tun werden, wenn sie lesen, in welcher Weise mit dem Buch HP umgegangen
wird…
#108 Evelin 10:42:13 | Dienstag, 15. November 2005
@ Mimi – nicht auf Nebensächlichkeiten versteifen! Zitat: nochmals: die Unverzeihlichen Flüche dürfen
gegenüber Menschen nicht angewandt werden! Wieso verwendet H.P. dann den Todesfluch gegen Lord Voldemort?
Zitat: Das ist vollkommen klar und eindeutig. Gut ist Gut, und Böse ist Böse. Nein, denn auch weiße
Magie ist in sich – ihrem Wesen nach – böse. In dem Artikel von Pater Pfluger wird dieses eine – auch
von Ihrem Vorposter erwähnte – angebliche Zitat gebraucht, das außerordentlich schlecht recherchiert
ist. Es stammt nämlich von einer SATIRESEITE und ist frei erfunden. Mag sein. Ist deswegen alles andere
falsch, was er schreibt? Ist Ihnen nicht aufgefallen, dass der von Marcel nochmals beschriebene Wiederverkörperungsakt
eine magisch-perverse Anspielung sowohl auf den Schöpfungsakt (Adam) als auch auf die Eucharistie darstellt?
Dieser Akt wird im Englischen „transfiguration“ genannt, was am besten mit „Gestaltänderung“ übersetzt
wird. Da aber Voldemort einen anderen Körper erhält, als er ursprünglich hatte (weil außerdem noch
aus Elementen seines + Vaters, vom Zauberer Wurmschwanz und von H.P. zusammengesetzt), liegt auch eine
Wesensänderung vor. Wie heißt die Wesensänderung lateinisch? Transsubstantiation. Fleisch und Blut
sind eine Anspielung auf die bereits erfolgte Wandlung. Hier erfolgt aber die Wandlung erst durch Fleisch
und Blut. Das Handabschneiden durch Wurmschwanz ist sowohl ein Opfer als auch – in kleinerer Form – ein
Menschenopfer. Der Gatte der Evelin
#107 Marcel 10:30:00 | Dienstag, 15. November 2005
Satanische Verse, 2 von 3 (Fortsetzung) Auf dem Höhepunkt wird – ganz „zufällig“ ab S. 666 – abstoßend
detailliert ein eindeutig satanisches Ritual beschrieben, das Kindesmord, Toten- und Friedhofschändung,
Blutopfer und Blasphemie einschließt. (Auszug siehe unten; P. Plfuger weigerte sich, diese Gotteslästerung
im FSSPX-MB abzudrucken.) Lord Voldemort, der personifizierte Satan, der mit „Du-weißtschon-wer“ umschrieben
wird, vereinigt seinen Geist mit einem menschlichen Leib und gibt sich somit selbst neues Leben. Die dabei
verwendete Ritual-Formel ist ganz klar gotteslästerlich und antitrinitarisch: sie imitiert den göttlichen
Schöpfungsakt auf teuflische Weise und schafft Leben. Harry kann Voldemort zwar widerstehen, und darum
faseln vertuschende Erklärungstheorien vom „Mythos des göttlichen Kindes“, doch das Böse wird nicht
besiegt, sondern im Gegenteil verherrlicht. Ein paar Auszüge aus dem „Der Feuerkelch“: S. 226: >> »Schmerz«,
sagte Moody leise. »Man braucht keine Daumenschrauben oder Messer, um jemanden zu foltern, wenn man den
Cruciatus-Fluch beherrscht … auch dieser war einst sehr beliebt. Schön … kennt jemand noch einen?«
<< S. 312: >> Es war, als ob der Zorn, den Harry nun seit Tagen mit sich herumtrug, einen Damm in seiner
Brust durchbrach. Er hatte seinen Zauberstab in der Hand, bevor er recht wußte, was er tat. {…} »Furnunculus!«,
rief Harry. »Densaugeo!«, schrie Malfoy. << (Fortsetzung in Teil 3)
#106 Evelin 10:25:21 | Dienstag, 15. November 2005
Ein paar Gründe, warum von der Lektüre der H.P.-Bücher durch Kinder dringendst abzuraten ist Die H.P.-Bücher
sind aus folgenden Gründen für Kinder abzulehnen (jedenfalls unter 14 Jahren, nach meiner Auffassung
aber unter 18 Jahren). Darin finden sich laufend – teils besser, teils schlechter getarnt – folgende Elemente:
– Satanismus – Magie in Reinkultur, so wie sie von echten Magiern praktiziert wird; – eine Perversion
religiöser Begriffe und Bedeutungen; – falsch Lehren über das Wesen des Menschen als Verbindung von
Körper und Seele; – Gewalttaten: In jeden H.-P.-Buch werden Menschen ermordet; – eine Orgie an Monstern,
häßl. Kreaturen und ekeligen Dingen (z.B. Pflanzen, aus denen Eiter fließt), werden auf die Leser losgelassen:
Meterhohe Spinnen, die Menschen fressen; ein riesengroßer Basilisk, der Menschen versteinern kann; Drachen;
knallrümpfige Kröter usw. – die Herabwürdigung des normalen Menschseins der „dummen und uninformierten
Muggels“, die aber die in der H.P.-Gesellschaft herrschende Zauberei im unklaren gelassen wird. Am Beispiel
Lord Voldemort: Nachdem sich ein von ihm gesprochener Todesfluch gegen ihn kehrt, verliert er seinen Körper,
lebt aber als Geist weiter, indem er in Tieren und Menschen haust: Hier ist sowohl die hinduistische Seelenwanderung
(vom Mensch z. Tier und umgekehrt) als auch das Wesen der Daemonie angesprochen: Nur Daemonen können
von Menschen mit Leib und Seele Besitz ergreifen: Voldemort tut dies beim Zauber-Lehrer Quirrel und später
bei H.P. selbst. Der Unterschied zwischen Mensch und Daemon wird vermischt. Der Gatte der Evelin
– Verehrter Marcel, nochmals: die Unverzeihlichen Flüche dürfen gegenüber Menschen nicht angewandt
werden! Das ist vollkommen klar und eindeutig. Gut ist Gut, und Böse ist Böse. In dem Artikel von Pater
Pfluger wird dieses eine – auch von Ihrem Vorposter erwähnte – angebliche Zitat gebraucht, das außerordentlich
schlecht recherchiert ist. Es stammt nämlich von einer SATIRESEITE und ist frei erfunden. Ich hab, als
Sie mir damals den Artikel zugemailt haben, 40,- Euro für Internetzeitungsarchive bezahlt, um das herauszufinden.
Im nachhinein stellte ich dann fest, dass es auch einfacher gegangen wäre. Aber die Tatsache bleibt bestehen!!!
Das ist nicht sonderlich seriös!
#104 Marcel 09:40:52 | Dienstag, 15. November 2005
Satanische Verse, 1 von 3 Die Potter-Bücher strotzen vor Flüchen, Verwünschungen, Verhexungen, Verwandlungen,
usw. Alle detailliert mit viel Latein ausformuliert und von (fast) allen Personen benutzt. Es gibt keine
klare Unterscheidung zwischen Gut und Böse, wie es der katholischen Lehre entspräche, sondern nur das
Vermischen und Durcheinanderbringen. Es ist ein Rätsel, wie jemand, der auch nur zwölf Seiten dieses
Machwerks am Stück gelesen hat, behaupten kann, das lasse sich mit der katholischen Lehre vereinbaren,
oder noch schlimmer, das sei für Kinderseelen „in Ordnung“. Wer den Kindern das vorsetzt, handelt grob
fahrlässig und kann Grundschüler gleich „Hellraiser“, „Doom“, usw. ausliefern. Wie P. Pfluger anhand
von Band 4, „Feuerkelch“, schrieb, lernen Harry und seine Freunde alle Arten der Zauberei: den Schock-,
Verwandlungs- und Putzzauber, Menschen werden in Tiere verwandelt und umgekehrt, Verhexte werden älter
oder jünger, Gegenstände sowie Menschen können apparieren und disapparieren. Aus der scheinbaren Zauber-Spielerei
wird auch blutiger Ernst, der nicht davor zurückschreckt, den Gegner zu vernichten. So lernen die Kinder
Fluchzauber, um sich gegenseitig zu schädigen, die unverzeihlichen Flüche, den Imperius-Fluch, um Menschen
vollkommen zu unterwerfen, den Cruciatus-Fluch, um grenzenlose Schmerzen beizufügen, den Crucio-Fluch
und den tödlichen Fluch Avada Kedavra, für den es keinen Gegenfluch gibt (S. 223-227). (Fortsetzung
in Teil 2)
#103 28.IX-28.X 09:32:18 | Dienstag, 15. November 2005
@ Manche wollen die Wirkungen der HP-Romane nicht wahrhaben. Die Autorin hat mal selber erklärt, daß
ihr darum ging auch „die lächerliche Geschichte von einem Kind, daß irgendwann gekreuzigt wurde, auszulachen“(
so, oder änlich gesagt). Diese Bücher sollen tatsächlich auf uns einwirken, um uns von Gott abzubringen,
und dem teufel auszulifern. Sonst würden unsere pol. kor. Medien nicht so viel Wirbel und Werbung um
diese machen. Übrigens: kenne ich einen ehemaligen Minister, der sagte, die Potter-Bücher gelesen zu
haben und sie hätten ihm gefallen. Er hat auch immer wieder was von sicheren Renten gefaselt(ja, seine
eigene ist ihm schon sicher). Ich weiß nicht, ob das Lesen der Potterbücher irgend einen Eifluß auf
sein Rentengefasel hatte, aber möglich ist es schon. Vor allem, da der Teufel alle Möglichkeiten nutzt,
um Menschen zu verderben. @Turk: Hw., ich weiß nicht, was sie mit der FSSPX so haben.,; schismatisch?
wohl kaum, jeder Priesteramtskandidat muß vor seiner Weihe eine Eid auf den regierenden Pontifex ablegen.
Ach so, noch ‘ne Frage: wenn Sie ein Priester sind, tragen Sie auch ständig eine Soutanne, wie es der
Past von den Geistlichen immer wieder verlangt hat; den Gehorsam ist Gehorsam.
#102 Frl.Ilse 05:03:32 | Dienstag, 15. November 2005
@Evelin Wer jeden Humbug glaubt, ist selber schuld, weil er eine wirklich gut gemachte und geschriebene
Romanreihe verpasst. Ich warne auch dringend vor Homer:In der Odyssee kommen auch schräge Gestalten vor
und der Papst wird nicht e i n m a l erwähnt )!!!! Wer immer noch glaubt, das die Zahl 666 was zu sagen
hätte, leider seiner Zeit hinterher. Die ist nämlich schlicht ein Übersetzungfehler, in den in Ägypten
neu aufgefundenen Papyri steht sie als 616. So ein Pech, Flamel ist also doch eine rein fiktionale Romanfigur.
Der existiert genauso, wie Madame Mauretania aus der BILD-Zeitung am Telefon Karten legt – nänlich gar
nicht.
#101 Evelin 00:14:43 | Dienstag, 15. November 2005
Je eine Stelle für Totenbeschwörung und dämon. Besessenheit bei H.P. aus Harry Potter Xperts Suchbegriff
Lord Voldemort www.harrypotter-xperts.de/index.php?page=77&id=110 Nicht der Originalwortlaut H.P. (welcher
urheberrechtl. geschützt und daher schwer zugängig ist im Netz), aber originalgetreue Zusammenfassungen.
(aus Band 4)Der Fluchumkehr-Effekt zwingt Voldemorts Zauberstab die Echos seiner letzten Opfer (Anm.:
die letzten von ihm mit Todesfluch ermordeten) Cedric, Frank Bryce, Bertha Jorkins und Harrys Eltern erscheinen
zu lassen. Die „Schatten“ der Opfer umkreisen Harry und Voldemort und flüstern Harry ermutigende Worte
zu, während sie Voldemort, dem im Angesicht seiner Opfer die Angst ins Gesicht geschrieben steht, für
Harry unverständliche Worte zuzischen. Auf den Rat der Schatten seiner Eltern hin, durchbricht Harry
die Verbindung, indem er den Lichtfaden mit seinem Zauberstab zerreißt. „Schatten“: Gemeint wohl die
Seelen der Verstorbenen. Damit ergibt sich hier so etwas wie Totenbeschwörung. Wobei die Erschienenen
aber Daemonen sind. (aus Band 5)Voldemort jedoch ist nicht fort, sondern nimmt Harrys Geist und Körper
in Besitz. Harry verspürt dabei Todesqualen, während Voldemort ihn dafür benutzt, Dumbledore zu sagen,
er solle ihn, Harry, töten. Als Harry jedoch in seiner Qual an seinen eben verstorbenen Paten denkt,
muss Voldemort bei den Gefühlen, die Harry fühlt, aus Harrys Körper fliehen. Eindeutig und richtig
beschriebene Besessenheit; wobei die Befreiung nicht durch einen Exorzismus, sondern durch einen Gedanken
Harrys erfolgt. Der Gatte der Evelin
Eine weitere Stimme gegen die Anti-Potter-Agitation Vor kurzem besuchte ich ein Theologen-Ehepaar, und
die gutkatholisch verheiratete und hochgebildete katholische Religionslehrerin regte sich sehr darüber
auf, daß Frau Kuby z. B. in Priesterseminare eingeladen würde. Ihr, der Religionslehrerein, erscheine
dies alles psychisch nicht ganz gesund, und sie könne nicht verstehen, warum Kardinal Ratzinger auf die
Dame hereingefallen wäre. Wer die Potter-Bücher so verurteile, habe keine Ahnung von Kinderliteratur
und habe vor allem keinerlei Humor. Für mich ergibt sich damit ein ähnliches Bild wie für catholicus:
es sind viele ehrenwerte und gewissenhafte Katholiken mit unterschiedlichen Meinungen zu „Potter“ unterwegs.
Wer da recht hat, kann so einfach nicht gesagt werden. Das Lehramt der Kirche jedenfalls hat sich noch
nicht geäußert. Die Gefahr besteht jedenfalls, daß man Dinge in „Potter“ hineininterpretiert, die möglicherweise
gar nicht zutreffen oder die man nicht nur so oder so verstehen kann / muß. Eine nicht mehr sachgemäße
Potterkritik könnte leider die Glaubwürdigkeit Warnender massiv beschädigen, und das ist ja wohl auch
das Anliegen Pater Zimmers, wenn ich ihn richtig verstanden habe.
@ turk: Interessante Chat-Antworten von Joanne K. Rowling Ich finde ein paar Antworten, die Joanne K.
Rowling in einem Live-Chat gegeben hat, interessanter, als jetzt mit Originalzitaten etc. aufzukreuzen.
Außerdem glaube ich nicht, dass sich der Aufwand lohnt (siehe V2-Dokument Nostra Aetate). Eine satanische
Stelle habe ich genau beschrieben. aus: Chat mit Joanne K. Rowling www.harrypotter-buch.de/k4hpb/index.php?area=1&p=stati…
Am 4. März 2004 stellte sich die Autorin der Harry Potter-Bücher J.K. Rowling anlässlich des „World
Book Day“ den Fragen Tausender von Fans. Rorujin: Wie kann Dobby apparieren innerhalb vom Hogwarts-Gelände,
wenn es kein anderer kann? Joanne K. Rowling: Er ist ein Hauself und die haben magische Fähigkeiten,
die Zauberer nicht haben (aber anders herum haben Zauberer auch Fähigkeiten, die Hauselfen nicht haben).
Beleg f. die magische Welt mit Daemonen, die in der H.P.Welt leben. Fiona: Wie sind Sie auf die Zaubersprüche
gekommen? Osterkarten? Geburtstagskarten? Joanne K. Rowling: Manchmal übernehme ich sie von echten Zaubersprüchen,
von denen Leute glauben, dass sie wirken, aber die meisten überlege ich mir einfach. Also sind auch echte
Zaubersprüche in den H.P.-Pottern, abgesehen davon, dass das für die Wirksamkeit nicht ausschlaggebend
ist. Maidenhead Library: Wieso schreiben Sie Bücher über Zauberer? Joanne K. Rowling: Die Idee kam mir
in den Kopf und ich wusste, dass ich darüber zu schreiben hätte. Einfach so – vielleicht doch daemonische
Inspiration? Der Gatte der Evelin
Und wo bleiben die Originalzitate bei „Potter“? Wo bleiben die Originalzitate aus „Potter“ selbst, versehen
mit einer sauberen Kontext-Exegese und mit einem sachlichen Kommentar? Dies wäre angesichts seriöser
Postings in anderen Foren absolut angebracht, ich lese da z. B. diese Meinung 66.246.34.238/wbboard/thread.php?postid=145312&…:
[kursiv]Ich habe die Homepage von Frau Kuby gelesen und auch Aufsätze von ihr bezüglich Harry Potter,
den ich auch hier hin verlinkt habe. Ferner habe ich Harry Potter Bände 4 bis 6 vollständig gelesen
und von Harry Potter die Filme Teil 1 bis 3 gesehen. Meine Kritik stützt sich allein auf das, was ich
gelesen habe. Was Frau Kuby geschrieben hat stützt sich eben nicht auf das, was in Harry Potter wirklich
steht. Ihre Behauptungen – und sie bezieht sich vornehmlich auf Band 5, den ich gelesen habe – über den
Inhalt des Buches sind schlicht falsch. Dabei geht es nicht um Interpretationen, sondern um eine schlichte
Inhaltsangabe, etwas was man in der Schule gelernt haben sollte. Frau Kuby gibt in wensetlichen Punkten
den Inhalt wirklich falsch wieder und in nebensächlichen Punkten verdreht und aus dem Zusammenhang gerissen
wieder. Ferner läßt sie inhaltliche Punkte in den Büchern, die ihren Behauptungen glatt widersprechen,
einfach unerwähnt. Nun verstehen meine Kinder schon unseren Papst nicht mehr, wie dieser noch als Kardinal
eine solche „Lügnerin“, o-Ton meiner Kinder, auch noch in ihrem Tun bestärken kann … Die Kinder: Waaaas?
Unser Papst ist einer der ungeprüft Empfehlungen verteilt??? Tja, und als Vater kämpfst Du dann bei
Deinen Kindern um den Ruf de…
Eine frühere Zauberin erinnert sich an ihre Aktivitäten (ähnlich jener von H.P.) In ihrem Buch von
1991 „Ungodly Rage“ (Gottlose Raserei) brachte Donna Steichen dieses Zitat von Carmen Helen Guerra, einer
reuigen früheren Anwenderin von Wicca (Anm.: Wicca-Kult, in den USA anerkannte neuheidnische Hexen-Religion):
„Als ich eine Hexe war, führte ich Rituale durch. Ich beschwörte Geister. Ich rief Wesen. Ich schleuderte
Zaubersprüche, zündete Kerzen an, braute Zaubertränke. Das Einzige, was ich nicht tat, war, auf einem
Besen zu fliegen, aber wahrscheinlich hätte ich das Problem gelöst, wenn ich Zeit gehabt hätte. Aber
wo führte das hin? In Dunkelheit, Depression und die Schaffung einer Aura der Düsterkeit rund um mich.
Ich wurde häufig dämonisch attackiert. Das Haus, in dem ich wohnte, wimmelte vor Poltergeist-Aktivität…
zurückzuführen auf die übrig gebliebenen „Gäste“ meiner Rituale. Meine Freunde und meine Familie fürchteten
sich vor mir. Ich wußte, ich hatte keine Zukunft; alles, was ich hatte, war eine düstere Gegenwart.
Ich war eingesperrt in Flüche und „Schicksal“. Aber ich hatte Macht, etwas ich mir immer gewünscht hatte.
Es war nicht Satans Schuld. Er existierte nicht – oder so dachte ich. Ich gab das alles auf und kam zu
Jesus auf meinen Knien… Er befreite mich aus der Bedrängnis und gab mir meine Seele zurück – die eine,
die ich so idiotisch dem Teufel gegeben hatte im Austausch für Macht“. (Verweis auf Carmen Helen Guerra,
„The Practice of Witchcraft“). Was das mit Harry Potter zu tun hat, allenfalls demnächst. Der Gatte der
Evelin
Schiefe Ebenen und anderes Geplapper Hw. Turk schrieb: vor Potter warnen, als ob wir die Gefahr des dritten
Jahrtausends für die heutige Jugend vor uns liegen hätten. Ich dachte, Sie seien mediengewandt? Ist
ihnen entgangen, daß Potter nicht nur den Roman-Buchmarkt absolut dominiert, sondern auch die Potter-Filme
überaus erfolgreich sind, die Video-Spiele sowieso (zu allem übel noch auf praktisch allen verfügbaren
Plattformen), und daß es ja nicht nur einen Teil gibt, sondern unzählige. Kurz: Potter ist sehr weit
verbreitet und die Massen fliegen voll auf ihn bzw. umgekehrt, was im Endeffekt nichts am Resultat ändert.
PS: Wir diskutieren hier über Potter. Ein Thema. Nicht über alle Gefahren des dritten Jahrtausends.
Ein katholischer Priester legt Zeugnis ab gg. H.P. aus dem zitierten Aufsatz von T. Collins: „Hw. Philipp
Scott ist ein Priester, der nahe der Gemeinschaft der „Gothics“ (Jugendbewegung mit stärkerem Hand zu
Okkultismus als die mit ihnen zusammenhängenden „Grufties“, aktuell insb. in den 80er Jahren des 20.
Jahrhunderts) in Florida lebt. Die jungen Leute in dieser Gemeinschaft praktizieren „schwarze Messen“,
leben im Okkulten, engagieren sich in geistiger Kriegsführung und verfluchen regelmäßig Hw. Scott und
seine Mitbrüder. Hw. Scott geht davon aus, dass der Eintritt in diesen scheußlichen Lebensstil mit Neugier
beginnt und er glaubt, dass Bücher wie Harry Potter eine solche Neugierde anregen. In einem Interview
mit Steve Wood erzählte Hw. Scott, dass er einem jungen Knaben geholfen habe, dessen Verstand angefüllt
war mit den Bildern aus den Harry Potter Büchern. Besonders schreckerregend ist, dass diese Bücher noch
nicht geschrieben waren zu der Zeit, als der Knabe Hilfe erhielt; Hw. Scott erkannte rückblickend auf
den Seiten von Harry Potter genau jene Bilder, die den jungen Mann gequält hatten. Was sagt Hw. Scott
über die Harry Potter Bücher? Er bezeichnet sie als „Gift“ (Verweis auf „Parental Concerns about Harry
Potter“ – die Sorgen von Eltern über Harry Potter, Faith & Familiy Live Presents: F186.Port Charlotte,
FL).“ (über die Ähnlichkeit der in der Wirklichkeit praktizierten Magie mit der in den Harry Potter
Büchern allenfalls im nächsten Beitrag) Der Gatte der Evelin
Ehemalige Zauberer legen Zeugnis gg. H.P. ab aus dem Aufsatz „Harry Potter: Vermittler der geistigen Wandlung“
v. T. Collins: Clare McGrath Merkle ist eine frühere New Age-Heilerin, gut im Okkultismus ausgebildet
und zum Katholizismus zurückgekehrt. Ihre Beunruhigung über die Harry Potter Bücher reicht tief, denn
sie erkennt auf deren Seiten viele der Künste, die sie einst prakt. hat. Sie und ihre Freunde aus dem
Okkultismus, Psychologen, Physiker und andere Gebildete (die auch Zauberer, Hexenmeister und Hexen waren)
hatten früher ihre Studien gemeinsam als der Kategorie der weißen Magie zugehörig verteidigt, sehr
ähnlich wie [Hogwarts] die Zaubererschule von Harry Potter. Aber nachdem sie selbst aus der Welt des
Okkultismus in den liebevollen Schoß der kath. Kirche zurückgekehrt waren, erkannten sie jetzt, dass
es in Wirklichkeit nur eine Art von Magie gibt „verschiedentlich bekannt als schwarze Magie, Okkultismus,
Satanismus oder als dunkle Künste. Der Herausg. des St. Joseph’s Covenant Keepers Newsletter, Steve Wood,
wog mit der Entdeckung seines eigenen Hintergrundes im Okkultismus ab. „Vor meiner Bekehrung zum Christentum“
erinnerte er sich „war ich in New Age und falsche religiöse Bewegungen involviert, die tatsächlich verschiedene
der Dinge praktizierten, die zufällig in den Harry Potter Romanen beschrieben werden. Im Lichte dieser
Erfahrungen warne ich die Väter: Eure Kinder dieser Zauberwelt von Harry Potter auszusetzen, ist ein
Spiel mit dem Feuer der Hölle. (Fortsetzung geplant) Der Gatte der Evelin
Wie bitte? turk schrieb: Wenn Sie genau lesen, wurde Zimmer nicht von Maußen angegriffen. Was heipt hier
„angegriffen“? Maußen hat sich sehr wohl von Zimmer distanziert und dessen eigenmächtiges Vorgehen missbilligt.
Und das Schreiben von Kardinal Ratzinger sagt nichts darüber aus, wie er das gewissenhafte Arbeiten Pater
Zimmers bewertet. In der Tat: Ein Schreiben aus dem Jahr 2003 kann nichts über ein erst im Jahr 2005
erschienenes Buch aussagen. Warum soll sich Kardinal Ratzinger nicht auch eine eigene Meinung zu Harry
Potter gebildet haben? Es geht hier doch wohl um mehr als um ein bloßen Mut-Zusprechen …
Die berühmte Ebenen-Verwechslung Lieber Marcel! Manchmal wollen Sie einfach nicht lesen und noch weniger
verstehen. Ich habe geschrieben, daß beiden wohl subjektiv Verdienste zukommen, und zwar aufgrund eines
jeweils anderes gewählten Zuganges, was „Potter“ betrifft. Von den subjektiven Erkenntnissen Frau Kubys
und Pater Zimmers her muß man sagen, daß wohl beide nach bestem Wissen und Gewissen zu ihren Ergebnissen
gekommen sind. Es liegt daher keine unsachliche Halbierung vor, wie Sie, Marcel, meinen, sondern ein klassisches
Nichtzusammentreffen unterschiedlicher Ebenen. Ein ähnliches Beispiel ist jenes der falschen hypertraditionalistischen
bzw. hyperprogressistischen Auslegung der Religionsfreiheit: hier werden die Ebenen des Staatsrechtes,
der von Gott herkommenden natürlichen Menschenrechte und der Religionsphilosophie mit jener der unveränderlichen
dogmatischen Prinzipien verwechselt, daß es nämlich dogmatisch immer nur eine wahre Religion geben kann
und kein verbrieftes Recht auf Wahl einer falschen Religion nach dem Grundsatz des Indifferentismus. Wenn
Sie genau lesen, wurde Zimmer nicht von Maußen angegriffen. Und das Schreiben von Kardinal Ratzinger
sagt nichts darüber aus, wie er das gewissenhafte Arbeiten Pater Zimmers bewertet. Ich hoffe sehr, daß
Pater Zimmer sein Buch auch nach Rom gesendet hat. Kardinal Ratzinger wollte Frau Kuby auf ihrem weiteren
Erkenntnisweg stärken, denn sie meint(e) es ganz bestimmt gut. Danke an den Evelin-Gatten für seine
neuesten Mickey-Mouse-Gundel-Gaukeley-Erkenntn…
Ein weiteres Beispiel für Satanismus, wie er bei H.P. schon im ersten Buch dargestellt wird aus einem
Aufsatz von Fr. Toni Collins für envoymagazine.com: Man könnte mit Recht behaupten, dass das Buch der
Offenbarung das am wenigsten verständliche Buch der Bibel ist, aber bezüglich eines Elementes herrscht
im allgemeinen Übereinstimmung: Die Nummer „666“ ist teuflische Nummer des Tieres (siehe Off 13,18) und
ist keine gute Sache. Dennoch hat J.K. Rowling sich dafür entschieden, diese Nummer vielsagend für einen
der selbstlosesten und edelsten ihrer Charaktere, Herrn Nicholas Flamel zu verwenden. Immer als guter
Charakter dargestellt, wird er am Ende des ersten Buches zu den Höhen des wirklichen Heldentums emporgehoben,
als er sich entscheidet, sein Leben der Welt zuliebe einzubüßen. Wir, die Leser, werden mit Flamel bekanntgemacht,
als Harry und seine Freunde Flamels Biographie lesen. In dieser Biographie ist die Tatsache auffallend
dargestellt, dass Herr Flamel letztes Jahr seinen sechshundertfünfundsechzigsten Geburtstag gefeiert
hat. Das bedeutet, dass das Jahr, in welchem diese Biographie geschrieben wurde, das Jahr, in dem er für
uns alle unsterblich wurde, Herr Flamel in seinem 666. Lebensjahr ist. Das Zeichen des Tieres für Christen
ist das Alter des Retters der Menschheit für Hogwarts. Joanne K. Rowling hat mit ihrem unscheinbaren
Hinweis auf Nicholas Flamel, der tatsächlich gelebt hat, den „Eingeweihten“ und anderen Informierten
gezeigt, dass sie sich tatsächlich im Bereich des Okkulten sehr gut auskennt. Der Gatte der Evelin
Der Möchtegern-Salomon läßt das arme Kind halbieren Ein weiser Kommentar Hw. Turks? „Sowohl Kuby als
Zimmer haben sicher subjektiv Verdienste“. Auf der einen Seite Fr. Kuby mit ihrer Fundamentalkritik an
Potter. Auf der anderen Seite P. Zimmer mit seiner jahrelangen Pro-Potter-Apologetik (früher schon stellte
er Potter-Kritiker in die Ecke der wahnsinnigen Verschwörungs-„Fanaten“). Kuby und Zimmer vertreten unvereinbare
Gegensätze. Hw. führt sie möchtegern-salomonisch zusammen: Sowohl als auch, um nicht zu sagen daß.
Kuby wurde vom zweithöchsten – inzwischen höchsten – Mann in Rom für ihre Potter-Warnung gelobt. Zimmer
wurde inzwischen vom Disktriktsoberen der FSSP (Maußen) angepfiffen, der sich und seine Gemeinschaft
von Zimmers Arbeit und Potter distanziert und sich lieber am Fundament „der überlieferten Lehre der Kirche
sowie an den Äußerungen des Lehramtes“ orientiert, auf dessen Basis auch Ratzingers Warnung vor „gefährlichen
Tendenzen des Zeitgeistes“ basiere. Hw: „Es ist ja schön, wenn der Evelin-Gatte ein paar dämonologische
Zitate liefert, aber bitte was hat das mit Potter zu tun?“ Beweise? Lese man Kubys Kurzzusammenfassung
ihres von Ratzinger gelobten Buches: 10 Argumente gegen Harry Potter www.gabriele-kuby.de/harry_potter.html
(ganz unten). Wer also möchte seine Kinder (und sich) Potter aussetzen, der enthält: „subtile Verführungen,
die unmerklich und gerade dadurch tief wirken und das Christentum in der Seele zersetzen, ehe es überhaupt
recht wachsen konnte.“
Warum ich Mickey Mouse verbannt habe @ turk: Haben Sie Mickey Mouse wegen der „Hexe Gundula“ verbannt?
Nein, denn Gundel Gaukeley spielt ja als Hexe auf der für sie angemessen Seite, das ist die böse. Die
wäre kein Problem. Die lustigen Taschenbücher“, die ich selbst früher gerne las bzw. anschaute, sind
immer okkulter uns esoterischer geworden in für mich völlig unbegreifl. Ausmaß und Dominanz! So, z.B.
dass die guten und bösen Fähigkeiten von Menschen irgenwo gelagert sind und sich Donald u.a. manipulierend
da zu schaffen machen. Oder dass unsere Welt in Wirklichkeit das Phantasiebild eines grauenhaften Monstrums
ist, welches mit grauenhaft schlechtem Gesang besänftigt werden kann und mit gutem aufgebracht wird.
Donald gelingt es die Welt zu retten, indem er wieder seine frühere grauenhaft schlechte Sangesstimme
erhält und mit entspr. Gesang das Monster einschläfert. Dieses fängt wieder zu schlafen an und mit
seinem neu aufgenommenem Traum ist die Welt wieder in Ordnung. Ihr Aufruf, Heiligengeschichten und damit
auch Heiligen-Comics zu lesen, ist eine No-Na-Aufruf. Jein, ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt
entspr. Predigten oder Katechesen gehört hätte. Bei FSSPX Jaidhof und FSSP Wien (Exerzitien Walpersdorf)
liegen wenigstens die Hünermann-Kinderbücher auf, die aber für Vorschulkinder nicht geeignet sind.
Anderes Beispiel: Pumuckl: Ich persönlich mag ihn nicht, weil ein Kobold – siehe Petersdorff – richtig
als Daemon gedeutet werden muß. (Fortsetzung allenfalls später) Der Gatte der Evelin
Fortsetzung der Abzwackung: von Potter weg zur väterlichen Verantwortung Danke, Evelin-Gatte, für die
Fortsetzungsmöglichkeit Haben Sie Mickey Mouse wegen der „Hexe Gundula“ verbannt? Ihr Aufruf, Heiligengeschichten
und damit auch Heiligen-Comics zu lesen, ist eine No-Na-Aufruf. Na bitte selbstverständlich, das ist
doch immer an erster Stelle. Ansonsten kann ich es nur begrüßen, wenn Sie ganz konkret schildern, wie
Sie als Familienvater Ihre Verantwortung wahrnehmen. Das ist weitaus sinnvoller als sich auf Potter in
einer derart übertriebenen Weise zu konzentrieren, daß man einfach den Eindruck einer Hysterie gewinnen
muß. Weiterhin fehlt jede offizielle Stellungnahme des kirchlichen Lehramtes. Ein wenig sollten die lieben
Vorposter hier schon differenzieren lernen zwischen Privatmeinungen und offiziellen Positionen des kirchlichen
Lehramtes. Diese Differenzierung ist keine Relativierung einer Kardinalsaussage (solcher Aussagen gibt
es viele, wie man auf netten englischsprachigen Kardinals-Zitaten-Sammlung sehen kann), sondern der Wahrhaftigkeit
beim Sprechen über das Phänomen Potter. Mir scheint immer mehr, daß subjektiv beiden Persönlichkeiten,
sowohl Frau Kuby als auch Pater Zimmer, Verdienste zukommen. Pater Zimmer ist es sicherlich zu verdanken,
daß er die Anti-Potter-Agitation derart kritisch in Frage stellt, daß unsere Vernunft und Wirklichkeitsnähe
angesprochen sind, wichtige Kennzeichen katholischer Menschen, die nicht in Phantasiewelten leben, sondern
in der Realität der täglichen Herausforderungen gemäß eigenem Stand.
Geduld, Hw. turk, ich bin ja noch nicht fertig… Nochmals: Lest Heiligengeschichten! Denn in unserer
Gesellschaft werden die Kinder sicherlich nicht zu wenig von Märchen, Sagen, romantischer Zauberliteratur,
Comics mit magischen Elementen udgl. erhalten. Sehr leicht werden sie aber zu wenig von den Heiligen erfahren.
Von diesen hatten viele übernatürliche Erfahrungen, die aber einen ganz anderen Blick auf das Übernatürlich
eröffnen als die genannten Literaturgattungen! Konkret für unsere Familie: Es gibt schon einmal das
Gebet in der Familie (insb. Tischgebet und Rosenkranzgebet). Dann Lesungen mit Erklärungen aus der Kinderbibel.
Dann freien Vortrag aus einem Buch mit Heiligenbiographien (zum Vorlesen sind die Texte noch zu schwierig).
Außerdem Vorlesen mit Erläuterungen aus einem alten Religionsbuch (Reprint). Comics: Die Kinder dürfen
sich Asterix-Hefte und Lucky-Luke-Hefte anschauen. Der letzte Asterix-Band „Gallien in Gefahr“ ist aber
schon grenzwertig, weil da schon zu viel Unfug drinnen ist. Z.B. muß man schon erklären, was das für
komische Wesen sind, die da von anderen Sternen nach Gallien kommen (implizite Leugnung der Schöpfung
des Menschen, die mit einem Menschen bzw. Menschenpaar beginnt und sich seither durch die Schaffung der
Seelen parallel zur Zeugung fortsetzt); außerdem „Klone“, merkwürdige (übernatürl.) Fähigkeiten usw.
Mickey Mouse habe ich verbannt. Warum, will ich einer geplanten Forts. erläutern. Der Gatte der Evelin
Sowohl Kuby als Zimmer haben sicher subjektiv Verdienste Katholischsein wird nur dann abgesprochen, wenn
nicht die Konsequenzen aus dem Dogma des Päpstlichen Jurisdiktionsprimates gezogen werden. Wer sich absichtlich
der Regierung des Nachfolgers Petri verweigert, kann nicht katholisch sein. Darüber können hunderte
Anti-Potter-Postings und durchaus interessante Katechesepunkte über Dämonologie nicht hinwegtäuschen.
Autoren selbst verstehen ihre Werke sich auch jeweils anders, auch publikumsmäßig anders positioniert.
Man wird in der Literatur nicht immer erwarten können, daß die Lehre der Kirche (z. B. systematisch-kompakt
bei Ludwig Ott www.novaetvetera.de/nova/nova_25.html dargestellt) in jegliche Gattung vollständig und
korrekt einfließt. Lustig ist es aber schon, wie sehr hier die Barbara-Karlich-Show zählt, ich habe
im Netz gesucht und diese Shows über Engel www.internetpfarre.de/…-barbara-karlich.htm und diese gegen
Magie und Hellseherei www.internetpfarre.de/…arbara_karlich-6.htm gefunden. Die Worte Seiner Eminenz
an Frau Kuby (?Herzlichen Dank für Ihren mutigen Einsatz gegen Okkultismus und Magie?) sind auch übertragbar
auf einige potterbesorgte Seelen unterhalb, nur schulden alle Potter-Gegner immer noch den Beweis, daß
die Warnungen vor Okkultismus und Magie im Zusammenhang mit Potter Sinn machen oder nicht viel mehr eine
gefährliche Unglaubwürdigkeit kirchlicher Amtsträger provozieren, die vor Potter warnen, als ob wir
die Gefahr des dritten Jahrtausends für die heutige Jugend vor uns liegen hätten. Weiterhin fehlt jede
offizielle Stellungnahme des kirchlichen Lehramtes. Ein wenig sollten die lieben Vorposter hier schon
differenzieren lernen zw…
Scheuklappenerklärung für Fr. Ilse und andere unkritischen Freunde des Zeitgeistes Egon v. Petersdorff:
„Aber vom theologisch-daemonologischen Standpunkt aus muß gesagt werden, daß Darstellungen der haeretischen
Gestalten neutraler Engel und Menschen auch in Märchen- und Roman-Form dazu angetan sind, die Seelen
zu verwirren und sie über die Gefahren der Daemonen hinwegzutäuschen; das gleiche gilt von allegorisch-bildlichen
Darstellungen. Die hl. Kirche hat sich nicht ausdrücklich gegen diese Irrlehre ausgesprochen; nur einige
verwerfende Urteile von Scholastikern, darunter von Suarez, haben wir im I. Band angeführt. Aber es erübrigte
sich auch bisher ein eigenes kirchliches Anathem, da genügend andere Dogmen bestehen, die die Annahme
sowohl neutraler Engel wie neutraler Menschen einschlußweise als haeretisch und undogmatisch erkennen
lassen.“ Was bedeutet dies alles nun für den Alltag der Kinder- und Jugenderziehung, welche Ausgangspunkt
jeder H.P.-Bewertung sein sollte? Den Kindern die Märchen verbieten? Nein! Später nichts von Raimund,
Nestroy und kein Fantasy lesen lassen? Auch nicht. Die Antwort ist zunächst, eine altersentsprechende
Auswahl zu treffen. Vor dieser sei der weise Satz eines alten Religionslehrers (hier auf kreuz.net im
Posting eines trad. Katholiken wiedergegeben!), den man dafür nicht genug loben kann, wiederholt: Lest
Heiligengeschichten! (Fortsetzung geplant) Der Gatte der Evelin
@Scheuklappen Ach, was ist das Leben doch schwer, wenn man sich ständig die Scheuklappen neu richten
muss, jetzt sogar in Richtung eines Kinder- und Jugendbuch (eines sehr guten!). Ich stelle es mir sehr
anstrengend und unbefriedigend vor, verängstigt vor allem und jedem, und wenn’s ein Buch mit fiktiven
Figuren ist, durch die Welt zu laufen. Man könnte dabei völlig vergessen, zu leben. Seien wir der Refomation
und vor allem Johann Calvin alle dankbar, dass mit dem mittelalterlichen Dämonzoo aufgeräumt wurde.
Im nächsten Posting könnte nach dem Resümee Egon v. Petersdorff mein Resümee beginnen… „Eine besondere
Bewandtnis hat es mit den Undinen und ihrer Hauptgestalt, der Melusine. Nach der okkultistischen Geheimwissenschaft
sind, wie Paracelsus ausführt, die Undinen und auch die Sylphen und Nymphen unbeseelte, nicht von Adam
abstammende Zwischenwesen zwischen Geist und Mensch: sie sind nicht von Christus erlöst, weil nicht erlösungsbedürftig,
doch können sie durch eine eheliche Verbindung mit den Menschen eine Seele erhalten und so nachträglich
der Erlösung durch Christus teilhaftig werden. Der protestantische Romantiker Fouqué hat in seiner Erzählung
,Undine’ (1811) einen solchen Elementar-Wassergeist anmutig geschildert, der durch Heirat mit einem Ritter
schließlich erlöst wird. Oft sind die Gestalten der Undinen und der Melusine von den Romantikern behandelt
worden. In Tieck’s Melusine (1800) und in dem gleichnamigen, von Beethoven bestellten, aber nicht mehr
vertonten Operntext Grillparzer’s (ca. 1826) wird nicht näher auf das Wesen der Undinen eingegangen.
Eine Übertreibung brachten gegen Ausgang der Romantik die Wiener Zauberspiele Raimund’s (+ 1836), die
in freierfundener Mythologie anthropomorphe Gestalten beiderlei Geschlechts auch als hilfsbereite gute
Geister auf die Bühne stellten. Man liest und schaut sie heute noch gern, wie auch die Werke der Romantiker
nicht veralten. Was Egon von Petersdorff von seinem theologisch-daemonologischen Standpunkt aus sagt,
könnte ich im nächsten Posting mitteilen (ist nur noch ein Absatz). Der Gatte der Evelin
Dank an Marcel, bald ist das Zitat aus Petersdorffs Daemonlogie zu den „neutralen Engeln“ erledigt „Daß
diese Zwitterwesen der ,Feen’ und ,Nymphen’ in Wirklichkeit ,Satansgestalten’ sind (,den Sinn der Menschen
zu betören’), hat anschaulich schon der armenische Kirchenvater Eznik, ein Zeitgenosse des hl. Augustinus
geschildert. Und daß es sich bei diesen daemonischen Truggestalten eben um die neutralen, die ,unentschiedenen
Engel’ handelt, wird u. a. in der irischen Legende des hl. Brandan (+ ca. 577) ausgesprochen. In der vorchristlichen
Heidenzeit waren Elementargeister Gestalten des Götzendienstes, auch Hausgötter, Laren, Genien etc.;
nach der Unterdrückung des Heidentums aber flüchteten sie sich in die Volkssagen, Märchen, Legenden,
in das ,Brauchtum’, in die okkultistischen Geheimwissenschaften, und gelangten schließlich in der Literatur,
besonders zur Zeit der Romantik, zu einer Auferstehung, die ihnen eine neue Beachtung und Wirkung verschafften.
Schon bei Shakespeare begegnen wir den nicht bösartigen Elfen unter ihrem König Oberon, sowie den Neck-
und Poltergeistern im ,Sommernachtstraum’, desgleichen den guten Luftgeistern im ,Sturm’. Karl Maria v.
Weber hat in seiner Oper ,Oberon’ den hilfsbereiten Elfen ein bekanntes Denkmal gesetzt. Aber vor allem
hat sich ,die aus dem Orient herübergewehte Feenwelt … im Volksroman angesiedelt’, wie Eichendorff
im Rückblick auf die Romantik feststellt. Daher die vielen Erd-, Luft-, Feuer- und Wasser-Geister, die
Zwerge, Gnome, Sylphen, Nymphen, Undinen, die uns bei den Romantikern immer wieder begegnen.“ Der Gatte
der Evelin
Weiter bitte… … werter Gatte der Evelin. Pelagius schrieb: Die Siegerin der ganzen Debatte dürfte
wohl inzwischen feststehen: Sie heißt Joanne Kathleen Rowling. Sie hat bereits gesiegt im materiellen
Sinn, vor der ersten Debatte. Peinlich, eine durchaus notwendige Debatte niederreden zu wollen, indem
man scheinheilig darauf verweist, sie würde nur dem Autoren der okkulten Potter-Bände dienen. Vielleicht
lächelt sie mild bis zynisch darüber, daß man in ihren Machwerken völlig Widersprüchliches ausfindig
macht Ja, sie lächelt, vor allem aber der Vater der Lüge, der Rowlings auf einer ganz bestimmten Zugreise
Harry Potter und seine Charaktere ausgeformt in ihren Kopf purzeln lies, sprich: eingab. Die Eingebung
im Zug dauerte gerade mal vier Stunden. www.jkrowling.com/…xtonly/biography.cfm Es ist (nicht) verwunderlich,
daß darauf niemand eingeht. Tolkiens – dazu in jeder Hinsicht unvergleichliches – viel dünneres Werk
erarbeitete er sein Leben lang. Peinlichkeit, die ihrer selbst nicht gewahr wird, steigert sich leicht
bis ins Unerträgliche. Peinlich sind vor allem jene, die dasitzen und nichts tun und somit zusehen, wie
Massen von Kindern ausgeliefert werden einem „Machwerk des Teufels“, bei dem „der Teufel … die Feder“
führte, um den Exorzist von Rom zu zitieren. (Ich kenne einige seiner Schwächen, aber es gibt kaum einen
ähnlich erfahrenen Exorzisten. In seiner Arbeit, der Teufelsaustreibung, ist er gut.)
Pelagius, der selbsternannte Zensor für Peinlichkeiten… Vielleicht ist es auf diesem Forum noch darstellbar,
worauf ich hinaus will. Zuerst noch Grundlagen E. v. Petersdorffs: „Die Theosophie kennt keinen eigentlichen
Abfall der Engel: es weigerte sich nach ihr lediglich ein Drittel der Engel, den körperl. Menschen zu
erschaffen’, sie wollten ,Erschaffer des göttl. Menschen werden’. So brachten sie also ein ,Selbstopfer
zum Wohle der Menschheit’ und sind eigentlich ,unsere Heilande’ (!). Sie wollten keine ,willenlosen unverantw.
Menschen’ schaffen, sondern ,selbstbewußte Menschen’. Ähnlich führt Rudolf Steiner in der Anthroposophie
diese Gedanken weiter und stellt den Abfall Luzifers und der ,luziferischen Wesenheiten’ als ein Opfer
dar, durch das den Menschen mit dem Bösen auch Freiheit gebracht wurde, ohne die sie die Liebe Christi
nicht hätten aufnehmen können! Das sind fast die gleichen Irrlehren, die wir schon vom dt. ,Idealismus’
über den Sündenfall der Menschen hörten: als ,den ersten Schritt der Kulturentwicklung’, oder wie Schiller
sagt: als den ,Riesenschritt der Menschheit’, durch den der Mensch ,ein freihandelndes Geschöpf … ein
sittliches Wesen’ wurde. Beschämende Zeugnisse der dt. Dekadenz im Abfall vom Christentum! Die Irrlehre
der neutr. Engel hat bis auf den heutigen Tag eine dauernde Förderung erfahren durch die gedankenlose
Wiederbelebung in Wort und Schrift, in Bild und Ton der phantast. Feenwelt mit ihren halb guten, halb
bösen Elementargeistern aller Art“… Der Gatte der Evelin
Bleiben wir noch ein wenig bei Potter – oder der Verlust der Unterscheidungsfähigkeit der Geister Zu
Kardinal Ratzingers Urteil über Potter. Perfide ist nicht Hw. Turks Manöver, dieses ihm unpassende Urteil
zur nebensächlichen Privatmeinung herunterzuspielen, die zudem unbasiert sei, weil der Kardinal ja kaum
ein Potter-Buch ganz gelesen habe, sondern daß er traditionellen Katholiken das Katholischsein abspricht,
wenn sie fehlbare Lehramtsäußerungen kritisieren. Auszug aus Evelins Verweis auf die Klarstellung zu
P. Zimmers Pro-Potter-Agitation durch P. Maußen, FSSP-Disktriktsoberer: www.petrusbruderschaft.de/html/neu.html
>> Die Schlußfolgerung, die {FSSP} als Gemeinschaft stehe dem Inhalt des Buches von P. Zimmer und dem
der Harry-Potter-Bände im Ganzen positiv gegenüber, ist folglich unzulässig. {…} Auch in der Zukunft
werden wir uns in der Verkündigung immer an der überlieferten Lehre der Kirche sowie an den Äußerungen
des Lehramtes orientieren und – wie bisher – auch weiterhin auf diesem Fundament vor gefährlichen Tendenzen
des Zeitgeistes warnen, wie es etwa im Hinblick auf die Harry-Potter-Bücher auch der damalige Präfekt
der Glaubenskongregation und jetzige Papst sehr deutlich getan hat. << Beachte man P. Maußens Wertung
des Ratzinger-Urteils als eine auf dem Fundament „der überlieferten Lehre der Kirche und den Äußerungen
des Lehramtes“ basierende Warnung. Folglich liegt – im Gegensatz zu Turk – die FSSPX mit ihrer Potter-Warnung
im Einklang mit diesem Fundament. Wären sie „Fanaten“ wie Hw. Turk, sprächen sie ihm das Katholischsein
ab.
Peinlichkeiten Die Siegerin der ganzen Debatte dürfte wohl inzwischen feststehen: Sie heißt Joanne Kathleen
Rowling. Vielleicht lächelt sie mild bis zynisch darüber, daß man in ihren Machwerken völlig Widersprüchliches
ausfindig macht, nämlich einerseits menschliche oder gar christliche „Werte“, andererseits subtile oder
eindeutige Verführung zu Esoterik, Okkultismus, Magie (die sich selbstverständlich jener „Werte“ wird
bedienen müssen). Gerne wüßte ich, wie die Autorin darauf reagieren würde, daß man in der Diskussion
über ihren bebrillten Fratzke bis in Dantes Inferno hinabsteigt. Und wie groß ihr Erstaunen wohl wäre,
wenn man ihr berichtete, eine „Apologia pro Harry Potter“, rührenderweise von einem katholischen Priester
verfaßt, erhitze die Gemüter und führe zu (freilich pseudotheologischen und pseudoliterarischen) Gefechten,
wie man sie innerkirchlich seit den guten alten Zeiten mit ihren Kämpfen zwischen Dominikanern und Jesuiten
kaum noch erlebt hat. Peinlichkeit, die ihrer selbst nicht gewahr wird, steigert sich leicht bis ins Unerträgliche.
P.S. Werter Sirilo, wir alle warten noch gespannt auf den zweiten Teil Ihres Beitrags „Literatur ist keine
Beschreibung von Wirklichkeit1“.
Selbst Dante hat sich der Haeresie der neutralen Engel in seiner ,Göttl. Komödie’ schuldig gemacht E.
v. Petersdorff: Selbst Dante hat sich der Haeresie der neutralen Engel in seiner ,Göttlichen Komödie’
schuldig gemacht, indem er sie den lauen und unentschiedenen Menschen gleichstellt und in einen ganz undogmatischen
,Vorhof der Hölle’, innerhalb der Höllenpforte, aber noch außerhalb des Acheron versetzt (,Vestibolo’,
nicht zu verwechseln mit der ,Vorhölle’, dem ,limbus patrum’). Er dichtet von ihnen: ,Vermischt sind
sie (die Lauen) mit jenem feigen Chore Der Engel, welche nicht Empörer waren, Noch Gott getreu, für
sich gesondert bleibend. Nicht seinen Glanz zu trüben, stieß der Himmel Sie aus, noch nimm sie auf die
tiefe Hölle.’ Wenige Verse später erwähnt Dante (nach der ,wahrscheinlichsten Meinung’) unter den Lauen
in der Vorhölle auch den eben heilig gesprochenen Papst Coelestinus V. Weder diese noch andere Haeresien
hat Dante später selbst korrigiert: sie bleiben ein Makel an seiner Dichtung, die zusammen mit seiner
antipäpstlichen-ghibellinischen Einstellung verhindert haben, daß sein ,politisches Zeitgedicht’ als
,die vollkommene dichterische Gestaltung des christlich-mittelalterlichen Weltbildes’ anzusprechen ist,
wie fälschlich behauptet wurde. Eine sehr eigenartige Ausgestaltung haben die moderne Theosophie und
Anthroposophie der Haeresie der neutralen Engel gegeben. Der Gatte der Evelin
Der Phantast merkt es nicht – wie so häufig… 28.IX-28.X: exakt! Hw. merkt es nicht: Thema verfehlt –
setzen, sechs. Was schrieb Kardinal Ratzinger an Frau Kuby, nachdem sie ihm ihre „Anti-Potter-Agitation“
zusandte? Die Antwort von Kardinal Ratzinger am 7.3.2003 (URL) : www.gabriele-kuby.de/harry_potter.html
>> Sehr geehrte, liebe Frau Kuby! Vielen Dank für Ihren freundlichen Brief vom 20. Februar und für das
lehrreiche Buch, das Sie beigelegt haben. Es ist gut, dass Sie in Sachen Harry Potter aufklären, denn
dies sind subtile Verführungen, die unmerklich und gerade dadurch tief wirken und das Christentum in
der Seele zersetzen, ehe es überhaupt recht wachsen konnte. Ich möchte Ihnen vorschlagen, Herrn Peter
Fleetwood (Pontificio Consiglio per la Cultura, Piazza S. Calisto 16, 1-00153 Roma) direkt zu schreiben
und ihm Ihr Buch zuzusenden. << Frau Kuby fragt ihn, ob sie sein Urteil – pardon, „Privatmeinung“ laut
Hw. Turk – über Harry Potter veröffentlichen darf. Brief von Kardinal Ratzinger an Gabriele Kuby am
27.5.2003 >> Sehr geehrte, liebe Frau Kuby! Irgendwie ist ihr Brief in der Masse der Namenstags-, Geburtstags-
und Osterpost untergegangen. Endlich ist dieser Stapel abgetragen, so daß ich Ihnen gern gestatten kann,
sich auf mein Urteil über Harry Potter zu berufen. Herzliche Grüße und Segenswünsche Ihr + Joseph
Kardinal Ratzinger << Auf einer Weihnachtskarte 2003 fügt Kardinal Ratzinger handschriftlich hinzu: „Herzlichen
Dank für Ihren mutigen Einsatz gegen Okkultismus und Magie.“
Über den „edlen Ritter aus der Barbara Karlich Show“ und die här. Irrlehre der „neutralen Engel“ @ engeld.h. &
Marcel: Sehr richtig, sowohl in Hinblick auf turks Anti-FSSPX-Bashing als auch in der Sache! @ turk: Das
ist mir überhaupt neu, dass der selbstern. „edle Ritter aus der B. Karlich Show“ so auf „lit. Fachmeinungen“
besteht. Wohl nur, weil sie ihm hier in den Kram passen. Hier noch eine Forts. zu Egon v. Petersdorffs
Ausf. über „neutrale Engel“: Eine Art neutr. Engel kennt auch der Islam: es sind die ,Dschinn’, geschaffene
,gute und böse Daemonen’, die , zwischen Engeln und Menschen stehen’. Mohammed hat sie von den vor-islamischen
heidn. Arabern übernommen als ,aus dem Feuer erschaffene’ Geister, die ,zwar mit übernat. Kräften ausgerüstet
sind, aber doch alle leibl. Bedürfnisse mit den Menschen teilen’. Ähnlich ist die Lehre der dualist.
Katharer; sie nehmen, soweit ersichtlich, eine Art neutraler Daemonen an, ,die nicht ausdrücklich übereinstimmten’
mit dem Teufel, aber doch ,fielen’ und dann von Satan als die sogen. ,gefangenen Engelseelen’ in Menschenleiber
eingeschl. wurden; nur zu ihrer Befreiung kam Christus und nur sie werden beim Weltgericht erlöst werden,
während die anderen Menschen, von Satan als böse Geschöpfe erschaffen, verloren gehen. Diese unausrottbare
haeretische Irrlehre ist dann auch in die Lit., bes. in die dt. übergegangen. So läßt Wolfram v. Eschenbach
(12. Jahrh.), die neutralen Engel den Gral’ behüten. Aber da er … doch ,ein gläubiger Katholik’ war,
der der hl. Kirche treu bleiben wollte, so korr. er sich später selbst. Der Gatte
#71 28.IX-28.X 09:01:39 | Montag, 14. November 2005
Potter Hw.Turk merkt eingentlich nicht, daß es in dieser Diskusion nicht um das Literarische sondern
um den Inhalt dieser Bücher geht. Ich würde gerne in diesem Zusammenhang auf einige Interwiews der Autorin
verweisen.
Phantastische Welten: Anti-Potter-„Agitation“ als Charismatismus- und Pius-X-„Fanaten“-Verschwörung Evelins
Gatte hat gestern das Wesentliche zu den Irrtümern Hw. Turks (und Sirilos) geschrieben. Diese ließen
sich auf Hellraiser und jeden anderen Horror-Schund anwenden, wie er richtig andeutete. Seine Analyse
der rethorischen Purzelbäume Hw. Turks sind hervorragend. Hw. Turk schrieb (über uns „Fanaten“ in Wir-Form):
Wir kämpften gegen den Phantasy-Potter, übersahen aber 30 andere Gefahren dieser Welt. Wie von Evelin
gesagt, ein Fehlschluß. Durchaus typisch für Hw. Turks schweren Mangel an logischem Denken, der (fast)
alle seine Beiträge als roten Faden durchzieht. Ich habe mich erkundigt: die FSSPX hat in 10 Jahren einen
Artikel über Potter pupliziert: jenen von P. Pfluger im Dezember 2000, der den Amoklauf Patter „Potter“
Zimmers, FSSP, auslöste. Hw. Turk „zimmert“ seine Anti-Potter-„Agitation“ der „Pius-Fanaten“ aus heißer
Luft. Die Artikel zweier FSSPX-Freunde in einem Diskussionsthema über Potter (!) sind nicht ausdehnbar
auf die FSSPX; zudem müssen wir uns nicht entschuldigen, daß wir in einer Potter-Diskussion etwas über
Potter schreiben. Ich kann mir im übrigen nicht vorstellen, daß der Papst als Kardinal nur ein Potterbuch
vollständig gel… Braucht er nicht; jede Führungskraft muß ständig wichtige Dinge beurteilen, die
sie niemals alle „vollständig gelesen“ haben kann. Ich merke mir jedoch Ihre Relativierung einer Ratzinger-Aussage.
Wenn etwas nicht in Konzept paßt, machen Sie also auch nicht vor höchsten Würdenträgern Halt.
Weiterhin: Rätsel der Verbindung „Charismaten“ – „Pius-Fanaten“ in der Anti-Potter-Hysterie Lieber catholicus!
Danke für Deine Stellungnahme. Weiterhin aber scheint mir der Hauptfehler in der gesamten Diskussion
darin zu bestehen, als ob nur Potterbücher negativ wirken könnten. Brauch(t)en Eltern wirklich Frau
Kuby, um zu sehen, was sich tun könnte? Eltern haben immer die Verantwortung für ihre Kinder, auch was
die gesamte andere Literatur betrifft, die sie selbst aussuchen oder die in der Schule verarbeitet wird.
Diese Verantwortung wurde auch bei der Entscheidung der Altersfrage betreffend DIE PASSION CHRISTI ausgeübt.
Nur warum sollte in diesem Gesamt der Wahrnehmung von erzieherischer Verantwortung ausgerechnet Potter
besonders gefährlich sein? Diese Frage konnte bisher niemand überzeugend beantworten. Wenn ich dann
erst heute abend von einem fanatischen charismatischen Ortspfarrer höre, der 20 Minuten angstmachend
darüber predigte, welche enormen Gefahren von Potter alleine ausgingen, dann frage ich mich, ob da nicht
eine Hysterie losgetreten wurde, die nur einem dient: der Verbreitung der Potterbücher. Mir kommt es
immer sinnloser vor, abseits literarischer Fachmeinungen aus jedem isolierten Pottersatz oder Potterkapitel
auch noch eine Glaubensfrage zu machen. Ich bleibe daher bei den mir in die Augen gesprungenen Kennzeichen
der Diskussion von charismatischer und radikal-traditionalistischer Seite. Es bleibt vorläufig ein Rätsel,
wie „Charismaten“ und „Pius-Fanaten“ in der Anti-Potter-Agitation zusammenfinden konnten. Hier geht es
bitte nicht gegen die Piusb…
#68 engeldesherrn 22:54:27 | Sonntag, 13. November 2005
@ Evelin zu Turks Hobby Sehr richtig. So oft wie Turk postet ist klar, dass er trotz seines Wissens nicht
zur Einsicht kommt. Der Vater hat es den Kleinen und Demütigen geoffenbart. Zur Offenbarung braucht es
in alle Regel Gebet, Betrachtung usw. Obwohl Hw. schnell und mit 10 Fingern schreibt, wie er vor längerer
Zeit wissen ließ, als er schon mal nach seinen Gebetszeiten gefragt wurde, so nimmt allein das Lesen
und erst recht das Antworten schon viel Zeit in Anspruch. Er könnte also Besseres tun als sich immer
wieder unter „Nu, ja…“ abfällig zu äußern und bissig zu behaupten, wie sehr es ihn belustigt!!! Der
Anti-FSSPX-Eifer, die nervige Art und die Länge der Postings erinnern stark an einen Hw. Dr…, der sich
maßlos aufregte, dass andere unter Pseudonym auftreten.
turks Hobby: Die Bekämpfung der „Pius-X-Fanaten“ Wir kämpften gegen den Phantasy-Potter, übersahen
aber 30 andere Gefahren dieser Welt. Wie kommen Sie eigentlich auf diese Schlußfolgerungen? Haben Sie
nicht bemerkt, dass die „Fanaten“ mind. gg. 77 andere Gefahren – und zwar sehr viel öfter und ausführlicher –
posten? turk-Zitate in Auswahl: a) charismatischer“ Verfolgungswahn; b) völliger Wirklichkeitsverlust
bei Radikal-Tradition; c) Potter-Verfolgungswahn; d) charism. Reinfall; e) Ideologie; f) Anti-Potter-Hysterie;
g) Wert einer „sektiererischen Privat-Offenbarung“. Vokabular eines katholischen Priesters? Noch dazu
mit Vermutungen gespickt? Ach so: V2 + NOM-Ideologe: Alles klar… In der Sache ein paar Anfragen an turk:
1.) Welche persönlichen Erfahrungen haben Sie mit Magie?; 2.) Waren sie selbst bei einem Exorzismus dabei
oder haben Sie einen solchen vorgenommen? 3.) welche Literatur haben Sie über Magie, Okkultismus, Daemonologie
gelesen (vorausgeschickt wird, dass die V2-NOM-Priesterausbildung dergleichen nicht beinhaltete)? 4.)
Inwiefern sind Sie der Auffassung, dass Literatur weder Ableitungen aus der Wirklichkeit enthält noch
ihrerseits wiederum die Wirklichkeit prägt? 5. Welche Literatur haben Sie zu H.P. gelesen? Nach typischer
turk-V2-Manier wird er auf die wesentlichen Fragen nicht eingehen und seinem eigentlichen Hobby nachgehen:
„Pius-X-Fanaten“ aufzumischen, bloßzustellen, zu bekämpfen (bzw. das zu versuchen). Für einen V2-NOM-Priester
sind das nämlich scheinbar die bedeutendsten Gegner. Der Gatte
#66 Catholicus 22:10:52 | Sonntag, 13. November 2005
Differenzierte Betrachtungsweise Sollte man nicht im Zusammenhang mit Harry Potter die direkte Frage stellen:
Wie wirken die Texte auf Kinder? Und da lässt sich Verschiedenes feststellen: Viele werden zum Lesen
angeregt; sie finden Spannendes und Fesselndes und sind sich bewusst, in eine Fantasiewelt einzutauchen,
die für sie ihren Reiz hat. Sie werden nicht weiter beunruhigt und negativ beeinflusst. Manche aber werden
zweifellos von bestimmten Schreckensbildern und in den Büchern beschriebenen Grausamkeiten bedrängt;
sie können das Gelesene nicht richtig verarbeiten, weil sie noch zu jung sind oder niemand mit ihnen
spricht. Ich meine, wenn das Elternhaus gut ist und der Glaube praktiziert wird, wenn man über das Gelesene
in pädagogisch kluger Weise spricht und nicht überdramatisiert, kann selbst ein Harry Potter nicht viel
schaden. Wo dieser Rückhalt allerdings nicht gegeben ist, da wird Harry Potter zur Gefahr, ja da lauern
gewiss noch viele andere, schlimmere Gefahren, die man nicht übersehen darf! Als Hinführung zum Okkultismus
sehe ich die Harry-Potter-Bücher nur in einem explizit oder latent okkulten Milieu. Tatsächlich nehmen
im Sog der esoterischen Welle diese Milieus allenthalben zu. Von daher kann man dann die Bücher auch
als „subtile Verführung“ wahrnehmen und wird davor warnen, wie es Frau Kuby getan hat!
Verdacht: „charismatischer“ Verfolgungswahn und völliger Wirklichkeitsverlust bei Radikal-Tradition…
Je länger ich mir die Potterdiskussionen da und dort anschaue, desto mehr vermute ich folgendes: angesichts
der wirklichkeitsfremden Zuordnung der Potterliteratur scheint die ursprüngliche Frontalkritik vor allem
von hoch-charismatischen bzw. freikirchlichen Kreisen ausgegangen zu sein. Wie es passieren konnte, daß
Teile der Piusbruderschaft bzw. die im Forum als Exponenten dieser Bruderschaft aufgetretenen Poster auf
den „charismatischen“ und offenbar völlig kontraproduktiven Potter-Verfolgungswahn hereinfallen konnten,
wird noch zu untersuchen sein. Ein Hinweis auf diese charismatischen Reinfall scheint auch darin zu liegen,
daß Vorposter mühsam versucht haben, bei Anti-Potter-Zeugen alles das wegzuschälen, was eigentlich
denselben Vorpostern gar nicht in ihre Ideologie paßt. Denn mit Recht wehren sich traditionelle Katholiken
gegen das Nachlaufen von allen möglichen Privatoffenbarungen, aber diese Anti-Potter-Hysterie erscheint
immer mehr den Wert einer „sektiererischen Privat-Offenbarung“ zu erhalten und sogar zu einer Glaubensfrage
hochstilisiert zu werden, nur weil hier bestimmte Leute von literarischer Exegese und Interpretation 0,0
Ahnung haben zu scheinen. Es ist einfach nur noch grotesk, wenn dann mit Potter gleich „Herr der Ringe“
hinuntergespült wird … die falsche „Charismatik“ ist leider oft mit Wirklichkeitsfremde verbunden,
und diesmal sind offenbar radikal-traditionalistische Kreise auf den charismatischen Realitätsverlust
hereingefallen, leider.
Sirilo und turk argumentieren am eigentl. Gefahrenpotential vorbei Sirilo: Jeder Leser weiß, dass es
H. P. nicht gibt Heißt übersetzt: Jeder Leser weiß, dass die Geschichten aus den Horror- und Kriminalromanen
sowie der pornographischen Schundliteratur nicht echt sind. Deswegen sind sie also für Sirilo Kinderliteratur?
Aber: Mord, Schrecken und sex. Mißbrauch gibts doch auch in der Wirklichkeit, sie könnten stattfinden
und sind durchaus real! Genau das ist der Punkt: Magie ist ebenfalls real, sie kann jederzeit stattfinden.
Literarische Fantasy-Verfremdung ändert daran nichts. Niemand hat aus literaturwiss. Sicht Kritik hier
geäußert und ist diese auch nie Gegenstand der H.P.-Kritik gewesen. @ turk: …keinerlei negative Veränderungen
feststellen konnte Heißt, erst wenn turk was merkt, dann gilts. Weil er so wenig Erfahrung mit Magie
hat, gibt’s eigentlich fast keine. Keine Panik. Typisch turk, typisch daneben: 1.) Wirkt geistiges Gift
i.d.R. nicht überfallsartig; 2.) wirkt geistliche Veränderung über lange Zeit: Die paar Jahre H.P.
sind noch nicht aussagekräftig; 3.) ist es nett, dass turk von den 5 % Meßbesuchern seiner Bekanntschaft
mit untypisch guter rel. Erziehung und untypisch gefestigten Familienverhältnissen meint, auf 100% der
Gesellschaft schließen zu dürfen: Hat mit der Realität herzliche wenig zu tun; 4.) Gibt es genügend
Hinweise und Untersuchungen, dass Magie, Satanismus, Hexenkult udgl. auf dem Vormarsch sind – d.h. H.P.
gißt mindestens Öl in das bereits lodernde Feuer. Der Gatte der Evelin
@Frl.Ilse Leider habe ich den 6. HP noch nicht gelesen (die ersten 5 schon), sodass ich zu Ihrer Frage
nichts sagen kann. Für möglich halte ich es schon, da Frau R. sehr belesen ist und dies und das aus
der engl. Literatur entlehnt hat.
#61 Frl.Ilse 14:29:38 | Sonntag, 13. November 2005
@sirilo: Frage an den Fachmann Ich muss Dir hier mal völlig außerhalb des Kontextes eine literarische
Frage stellen, wenn ich schon den Fachmann zur Hand habe: Habe ich das richtig mitbekommen, dass das Kapitel
über die schreckliche Familie Gaunt im aktuellen „Harry Potter“ eine Remineszenz an „Wuthering Heights“
ist? Daran fühlte ich mich sofort bei der Schilderung der Personen und der Atmosphäre erinnert. Wenn
ja, Glückwunsch an Rowling, dann macht mir der Harry noch mehr Spaß.
Eindruck des kompletten Mißverständnisses verstärkt sich Langsam wird das Buch von Pater Zimmer so
richtig interessant. Nie hätte ich gedacht, daß mich Potter nur ansatzweise interessieren könnte. Wenn
die Familien, Ministranten und Kinder die Sachen konsumierten, enthielt ich mich jeglicher Stellungnahme,
da ich keinerlei negative Veränderungen feststellen konnte. Wenn überhaupt, mußten Väter und Mütter
erst dann fallweise eingreifen, wenn das Lesen den Prüfungsvorbereitungen zu viel Zeit wegnahm (Lesen
in einer Zeit des Computerspielens). Immer mehr verstärkt sich bei mir der Eindruck des ängstlichen
und absichtlich abgrenzenden Sektiererischen bei der Anti-Potter-Manie. Als ob man durch kräftiges Hinschlagen
auf Potter quasi vor-zeigen könnte, daß man alle Aufgaben mehr als und in einem erledigt hätte, die
sich einem heutigen Christenmenschen ohne besondere philosophisch-theologische Qualifikation eben so stellen.
Es ist ja schön, wenn der Evelin-Gatte ein paar dämonologische Zitate liefert, aber bitte was hat das
mit Potter zu tun? Dafür wurde bisher in der Diskussion überhaupt kein Hinweis geliefert, eher scheint
es, daß der Fachmann Sirilo komplett richtig liegt: komplette Themaverfehlung einiger Fanaten, die sich
in einigen Jahren fragen werden: unglaublich, wie wir uns damals so hineinsteigern konnten. Wir kämpften
gegen den Phantasy-Potter, übersahen aber 30 andere Gefahren dieser Welt. Wie konnten wir uns so verrennen?
Ich kann mir im übrigen nicht vorstellen, daß der Papst als Kardinal nur ein Potterbuch vollständig
gel…
Literatur ist keine Beschreibung von Wirklichkeit1 Erzählende Literatur ist Fiktion, Erfindung, eine
Art kontrolliertes Träumen. Es ist unsinnig, an sie die Maßstäbe eines Tatsachenberichts oder einer
philosophischen Weltdeutung anlegen zu wollen. Jeder Leser eines Romans weiß, dass dessen Handlung und
Personen durch und durch erfunden sind. Jeder Leser von Harry Potter weiß, dass es Harry Potter, Hogwarts,
die Zauberschule und das ganze Zaubererpersonal in Wirklichkeit nicht gibt; der Leser weiß, dass er sich
beim Lesen in einer erfundenen Welt befindet, die mit der realen Welt wenig zu tun hat. Jeder Leser weiß
auch, dass es die Magie von Hogwarts, Lord Voldemort und die dämonischen Geschöpfe etc. nicht gibt und
dass auch die Autorin nicht behauptet, dass es sie gebe. Und dass die Magie in Hogwarts nichts mit der
„Magie“ in der realen Welt zu tun hat. So wie der Mensch die Fähigkeit zum Träumen hat (und um seiner
geistigen Gesundheit willen auch braucht), so hat er die Fähigkeit, fiktive Welten zu erfinden und sie
lesen nachzuerfinden. Jedem ist es unbenommen, keine Lust auf Literatur zu haben, aber es wird lächerlich,
wenn Leute, die das Wesen der Literatur nicht verstehen, mit theologischen oder philosophischen Argumenten
gegen die Windmühlen der Fiktionalität anreiten. Es ist völlig vergebens – die Literatur reagiert nämlich
nicht darauf. (Ich habe Literaturwissenschft studiert und als Student mit J.R.R.Tolkien und C.S.Lewis
korrespondiert und arbeite seit 25 Jahren als literarischer Übersetzer und Autor.)
@ Petrus Radii @ Petrus Radii: Ein sehr wichtiger Beitrag. Höchst interessant vor allem Ihre Ausführungen
zu der Filmmusik in den H.P.-Filmen! Tip (gilt insb. auch für turk): Mit der Vorschaufunktion sieht man,
wo der text bei der momentanen Textfülle abbrechen würde und kann – vor dem Absenden – bewußt kürzen
anstatt mitten im Satz gekürzt zu werden. Wie die Ausführungen von Toby, Fr. Ilse und turk zeigen, sind
grundsätzliche Ausführungen, da konkrete Fragen zu H.P. derzeit nicht vorliegen aus Egon v. Petersdorff
nicht sinnlos: „Diese gefährliche Irrlehre (Anm.: der neutralen Engel), die die ganze vorchristliche
Zeit des Götzendienstes beherrscht, hat, obwohl verworfen als absolut unvereinbar mit der geoffenbarten
Wahrheit, dennoch fortgewuchert bis auf den heutigen Tag. Zunächst blieb sie lebendig in dem weiter bestehenden
Heidentum mit seinen Götzen-Idolen, die später nach Überwindung des Heidentums ,civilisiert’ wurden
als Fetische des Aberglaubens, wie wir sie heute z.B. in den modernen Autos baumeln sehen. Ein typisches
Beispiel für einen neutralen heidnischen Götzen ist der germanische Loki: ursprünglich ,Unterweltsdaemon’,
dann zu den Götter aufgestiegen als ,Schwurbruder Odins’, später wieder ,ausgestoßen’, zeigt er eine
Doppelgestalt, halb gut, halb böse; ,schön von Antlitz, böse im Gemüt’, ,der findige Helfer zugleich
und der Verräter’.“ Der Gatte der Evelin
#56 Petrus Radii 20:59:12 | Samstag, 12. November 2005
Das, was man übersieht Da mir das v. HHP Zimmer geschriebene Buch nicht erhältlich ist, möchte ich
mich nicht in Details gegen ihn richten. Dennoch muß ich sagen, daß ich das aus seinem Buche zitierte
Urteil für total oberflächlich halte. Nicht nur das. Ich habe auch den Eindruck, daß sein Urteil eher
ein Gehirnspenst sei! Z.B. lehrt die HP Serie, daß Ungehorsam gegen rechtmäßige Autoritäten lobenswert
sei, und daß Selbstinteresse das Opfer des Guten rechtfertige. „Das Gute“ bedeute eher „das Gute für
mich“, und ist im dualistischen Sinne gedacht. Diese Bücher verschwächen u. verwässern den Sinn des
Unterschieds zwischen echtem Guten und Bösen. Schon der Zorn, mit welchem HP Befürworter auf Kritik
reagieren, ist eine der üblen Früchte dieser Bücher, und weiteres Zeichen, welcher unreine Geist dahinter
steckt. Man sieht ganz klar, das die Wortbilder okkulter Art sind, und nichts mit christlichen Gedanken
zu tun haben. Die Bücher beinhalten explizite Formeln der Hexerei. Die Bilderkunst, Filmbilder, und Filmmusik
sind alle vom Dämonischen durchdrungen. Besonders kann ich als Musiker sagen, daß die Musik absichtig
Frequenzen und Harmonien verwendet, die nicht nur unheimlich sind, sondern den Geist der Person auf dämonische
Einflüsse vorbereitet. Sie ist eine „abgeschwächte“ Form der Musik der Satanskulten. Wer den okkulten
Aspekt von HP bezweifelt, möge die Webseite v. Fr. Rowland besichtigen. Ebenfalls unheimlich. Und diese
Frau hat nie, m.E., den Bericht dementiert, wonach sie als „Atheistin“ mit…
Lösung ist einfach Ganz einfach: weil hier ein paar „Fanaten“ nicht zugeben wollen, daß der Katholik
normalerweise außerhalb der Piusbruderschaft, nämlich in der unter dem Papst geeinten einen, heiligen,
katholischen und apostolischen Kirche selig wird. Im übrigen kann diese ganze Diskussion wirklich nicht
ernstgenommen werden. Deshalb war der sinngemäße „Grüne-Männchen-Hinweis“ von Frl.Ilse aus der Praxis
passend. Spätestens das müßte einige zum Aufwachen bringen: Exegese erfordert Erfahrung und vor allem
Differenzierung der literarischen Gattungen.
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum hier alle andiskutierten Themen in eine Meta-Debatte über die
FSSP ausarten muss!? @ turk Etwas weniger Sarkasmus wäre auch angebracht. Das Problem bei Harry Potter
ist doch nicht eine vermeintliche Dämonisierung (wer tut das denn?), sondern eine offenkundige Verharmlosung!
Bitte einmal die Verhältnismäßigkeit beachten. Ich weiß ehrlich gesagt immer noch nicht so genau,
wie man aus christlicher Sicht die Fantasy-Schwemme der letzten Jahre beurteilen soll, die zuletzt in
den großen Verfilmungen eingemündet ist, Potter, Herr der Ringe, demnächst Narnia … Sicher haben
Tolkien und Lewis im Gegensatz zu Rowling einen christlichen Hintergrund. Ich verstehe aber nicht, warum
dieser ganze Fantasy-Rummel für Katholiken so wichtig sein soll: Da identifizieren sich Petrusbrüder
mit Potter und Tolkien, der Administrator einer bekannten katholischen Internetplattform nennt sich „Gandalf“,
und die ganze Debatte nimmt irgendwie hysterische Züge an. Muss das alles sein? Oder ist das nur eine
vorübergehende Modeerscheinung?
Purzelbäume in den Sonntag Hw. Turk schrieb: wie Sie von der Sache ablenken wollen. Sache = Harry Potter.
Wer lenkt ab? Nicht ich im wesentlichen. Also nicht unterstellen. daß Sie bereits dann von Austeilen
reden, wenn harmlose kreuz.net-Talkshow-Begriffe wie Fanaten und Pius-X-Extreme fallen, „Fanat“ = Kurzfassung
der MTV-Generation für „Fanatiker“. Harmloses Kosewort? Dann auch „Papalist“. daß sie sich sogar angegriffen
fühlen. Angegriffen? Nur meine Lachmuskeln durch Ihre rhetorischen Purzelbäume. kann man von einer Päpstlichen
Stellungnahme bzw. von einer Wertung durch das Lehramt ausgehen. Niemand sprach von einer päpstlichen
Stellungsnahme betreffs Ratzingers Lob an Frau Kuby wegen ihrem Anti-Potter-Werk. Sondern von Ratzingers.
Der heute Papst ist. Also keine konstruierte Lehramtsäußerung unterstellen. Besonders erheiternd ist
es, wenn Leute von Päpsten Aussagen für sich beanspruchen Von Päpsten? Ich zitierte nur einen Kardinal.
Für mich? Nein, für meine papalistischen Freunde. Also nicht mir eine Papst-Beanspruchung unterstellen.
Er ist nicht nur Ihr Papst, sondern unser Papst. „Bild“ sagte: „Wir sind Papst“. (=Witz) daß sich der
Papst und das Lehramt öffentlich zu einem Meinungsbrei {=die Diskussion hier} äußern sollte Niemand
verlangte, daß das Lehramt sich zu unserer Diskussion hier äußeren möge. Also nicht unterstellen.
Das hl. Offizium würde sich natürlich über Potter äußern.
Langsam steigert sich der Unterhaltungswert Danke, liebe Frl.Ilse, für Ihren köstlichen Beitrag. Damit
ist nach Fertigstellung der Predigt die gute Stimmung dieses Abends gesichert
#51 Frl.Ilse 18:46:33 | Samstag, 12. November 2005
@an alle Diskutanten Ich staune, dass ein Kinder- und Jugendbuch in irgendeiner Form für die Kirche relevant
sein sollte. HP ist kein theologisches Traktat, sondern reine Fiktion. H.P. hat mit Kirche oder Papst
überhaupt nichts zu tun. Einige Diskutanten erinnern mich wirklich an diejenigen, die, als die ersten
Kinofilme Anfang des 20 Jhts. liefen, die Filme für Realität hielten. Leute, Romane sind keine Realität!
Spielfilme, Opern oder Musicals auch nicht. Sie können vielleicht in einer Welt spielen, die der realen
nachgebaut ist, aber gerade HP spielt in einer eigenen Fantasy-Welt (weil er zu dieser Gattung gehört).
Alles, was darin vorkommt, Handlung u. Personen, hat Rowling sich ausgedacht (oder abgekupfert), um uns
zu unterhalten u. uns die Botschaft zu vermitteln, dass am Ende das Gute gewinnt und Freundschaft und
Ehrlichkeit einen hohen Stellenwert haben. Das hat sie in bester angelsächsischer Schreibtradition sehr
witzig und spannend gemacht. Wenn man HP mit solchen Ernst verurteilt, was ist mit „Faust“, „Macbeth“,
„Sommernachtstraum“ und vielen anderen Werken der Weltliteratur? Sollte man die etwa auch nicht lesen?
Die Leute, die die HP-Welt ernst nehmen, rufen auch gerne bei der Polizei an, weil sie grüne Teufelchen
in der Wohnung haben (und landen alle über kurz oder lang in Betreuung oder Klapse). Ich spreche aus
dienstlicher Erfahrung. Genießt HP, er ist echt gut!!!!
Nuja, Sie bestätigen ja selbst: das hier ist eine Talkshow Hallo Marcel! Schon lieb, wie Sie von der
Sache ablenken wollen. Auch weiterhin werde ich inhaltlich keine Stellungnahme zu Potter abgeben. Das
überlasse ich z. B. den Patres Zimmer und Maußen, aber auch dem von Maußen gelobten Newsletter von
Dr. theol. habil. Josef Spindelböck news.stjosef.at/. Köstlich, daß Sie bereits dann von Austeilen
reden, wenn harmlose kreuz.net-Talkshow-Begriffe wie Fanaten und Pius-X-Extreme fallen, die im übrigen
m. E. tatsächlich die Situation mancher Diskutanten sehr gut widerspiegeln, wohingegen der Un-Begriff
Papalist schon inhaltlich falsch ist und nicht trifft. Das ist eben der sachliche Unterschied. Viel Spaß
weiterhin in der anonymen und nicht-moderierten Talkshow des Forums von kreuz.net das hier manche sooooo
ernst nehmen, daß sie sich sogar angegriffen fühlen.
Ein sehr deutliches sowohl als auch, um nicht zu sagen daß, … ja wo laufen sie denn? (Loriot) Turk,
Sie teilen gerne aus, können aber nicht einstecken. Andere laufend mit beleidigenden Attributen versehen –
„Pius-X-Extreme“, „Fantaten“ (=denglisch für „Fanatiker“, wie ich nun nachsah), usw. –, aber selber die
Mimose mimen, wenn zurecht als Papalist bezeichnet. Dann entfällt Ihnen ständig, was Sie sagten. Z.B.
T: „Streiterei für und wider Potter ist Zeitverschwendung!“ A: „So, nun soll man also nicht einmal mehr
vor Potter warnen dürfen!“ T: „Ich habe noch nie etwas über Potter gesagt!“ Ein typisches Zeichen von
Informationsübersättigung. Ihre Unlogik wäre ein eigenes Kapitel. Genug. –- Meine erwähnte Liste:
* The dazzling success of „Harry Potter“ (P. Pfluger, SSPX.ca) www.sspx.ca/…_Harry_%20Potter.htm (Übersetzung
des deutschen Originals, das momentan nicht im Netz verfügbar ist; bei Bedarf bitte melden.) * „Is Harry
Potter good for our kids?“ (EWTN, 07-08/2000) www.ewtn.com/…UES/harry_potter.pdf * „Harry Potter and
the Problem of Good and Evil“ (Sspx.ca, August 2001) www.sspx.ca/…Potter_Good_Evil.htm * „Harry Potter“(The
Angelus, September 2001) www.sspx.ca/…ber/Harry_Potter.htm * „Harry Potter and the Marketing of the
Occult“ (Sspx.ca, May 2001) www.sspx.ca/…ng_of_the_Occult.htm
Langsam wirkt diese Dskussion auch sektiererisch Erst wenn sich der regierende Papst als lehrender Papst
diese seine als Kardinal unterzeichnete briefliche Stellungnahem zu eigen macht und somit ein offizielles
Urteil des Lehramtes der Kirche vorliegt, kann man von einer Päpstlichen Stellungnahme bzw. von einer
Wertung durch das Lehramt ausgehen. Bisher liegt jedoch eine solche abschließende Wertung des Lehramtes
nicht vor. Besonders erheiternd ist es, wenn Leute von Päpsten Aussagen für sich beanspruchen, die sich
aber nicht einmal verpflichtet sehen, sich dem regierenden Papst jurisdisktionell zu unterstellen. Es
wäre eben doch gut, würde man alle Päpstlichen Äußerungen (z. B. im Osservatore Romano) wohlwollend
studieren und in jenem Geiste behandeln, dem der + Erzbischof im Mai 1988 per Unterschrift noch zustimmte.
Wer den Un-Begriff Papalist verwendet, um das Dogma des Jurisdiktionsprimates des Papstes ins Lächerliche
zu ziehen, hat neuerlich den Anspruch auf das Prädikat katholisch verspielt. Abgesehen davon, daß der
Begriff nicht der Sache gerecht wird, denn im Unterschied zu einigen „Pius-Fanaten“ wissen andere Diskussionsteilnehmer
zu differenzieren. Es grenzt schon an ziemlichem Realitätsverlust, wenn man wirklich meint, daß sich
der Papst und das Lehramt öffentlich zu einem Meinungsbrei äußern sollte, in dem man sogar lesen kann,
daß angeblich „Herr der Ringe“ der Jugend nicht mehr zur Lektüre und zum Filmschauen empfohlen werden
kann. Diese übertriebene und kontraproduktive „Dämonisierung“ aller Konsumenten dies…
Das Thema Potter ist umfassend genug Evelin (s Gatte) schrieb: Ich bezweifle, ob es gute Fantasy-Lit.
gibt. Clive Lewis’ Romane der Phantasie und Science-Fiction zähle ich dazu. Leider war er nicht katholisch,
sondern anglikanisch; dies schlägt sich aber eher in seiner Apologetik nieder. Doch hier soll es um Romane
gehen. Z.B. den Chroniken von Narnia liegt ein christliches „Welt“bild zugrunde. Auch der Katholik Tolkien
und viele deutschen Kinder- und Hausmärchen der protestantischen Brüder Grimm schätze ich (unter Beachtung
mancher kritischer Anmerkungen von Petersdorff, der sehr gut, aber nicht fehlerfrei war). Diese sind unvergleichlich
mit Potter. Äpfel und Schnapsbirnen. Das läßt sich nicht in 1500 Zeichen darlegen. Den Potter-Kritikern
empfehle ich, sich nicht auf unzählige Nebenschauplätze ablenken zu lassen: hier sei Potter das Thema.
Umfassend genug. Am Potter-Streit zeigen sich u.a. die fatalen Folgen des gelähmten Lehramtes und das
Fehlen seiner ehemaligen Organe wie des hl. Offiziums. Viele bekannten Forums-Papalisten halten es nicht
für nötig, Kardinal Ratzingers klare Ablehnung von Potter auch nur zu erwähnen. Er hat sich im Briefwechsel
mit Frau Kuby klar ausgedrückt und ihr sehr für ihre Potter-Fundamentalkritik gedankt. Immerhin ist
er heute Papst… Warum ist der Vorgang dem Kreuznet-Observator, Hw. Pytlik, entgangen? Weil er nur zur
Stelle ist, wenn in China ein traditionalistischer Reissack umfällt. Auf ein paar (englische) Potter-Kritiken
verweise ich demnächst.
Egon v. Petersdorff zu Dualismus und „neutralen Engeln“ „Der Dualismus (Anm.: Satan als gleichrangiger
Gegenspieler Gottes, sogar als Schöpfer der Welt udgl.) hat nie eine so große Verbreitung gefunden,
wie andere Häresien, weil er denn doch eine zu plumpe und freche Anmaßung des Allerniedrigsten (Anm.:
Gemeint ist damit der Satan) darstellte. Ein ,böser Gott’, den man fürchten muß, kann sich keine dauernde
Zuneigung erwerben. Daher fand eine andere Häresie mehr Anklang, die als solche nicht so aufdringlich
in Erscheinung trat, aber gerade deswegen sich allmählich die ganze Heidenwelt eroberte: die Irrlehre
der neutralen Engel. Der Dualismus widerspricht in allem der geoffenbarten göttlichen Wahrheit, die ,neutralen
Engel’ dagegen weichen nur in einem weniger auffallenden Punkte von ihr ab: sie leugnen nicht den Abfall
der Daemonen und die Spaltung der Geisterwelt in die guten und bösen Engel, nehmen aber für sich zwischen
beiden eine Mittelstellung in Anspruch: also weder ganz böse noch ganz gute Geister, die den Menschen
sowohl schaden als auch wohl tun können. Der ganze heidnische Götzendienst ist auf dieser falschen Lehre
aufgebaut: die ungezählten Scharen der Götter und Götzen geben sich als Geister aus, die den Wünschen
der Menschen entgegenzukommen geneigt sind, wenn man ihnen zu Willen ist, die aber mit Schadensstiftung
drohen, wenn man ihnen nicht willfährt. In Wirklichkeit sind es jedoch Daemonen, die sich als neutrale
Geister tarnen.“ Der Gatte der Evelin
@ Toby: Berechtigte Fragen …Unterschied zwischen guter und böser Fantasy- bzw. Märchenliteratur Ich
bezweifle, ob es gute Fantasy-Lit. gibt. Ich habe aber nur einen kleinen Teil gelesen. Der Unterschied
liegt nach meiner Auffassung darin, dass in der guten Literatur, in der Magie überhaupt thematisiert
wird, die Magie nur auf der bösen Seite eingesetzt wird, die Guten sich dagegen nur mit ihren natürlichen
Gaben und Möglichkeiten zur Wehr setzen. Wichtig ist aber, das man jedes Märchen und Fantasy-Werk gesondert
beurteilen muß. „Herr der Ringe“ grundsätzlich gut…„H. P.“ böse Ich halte den „Herrn der Ringe“ (den
ich gelesen habe) keineswegs für grundsätzlich gut. Gemeinsamkeiten mit H.P. sehe ich darin, dass er
in einer völlig gottlosen, pervertierten Welt spielt, dass auch die Guten (nicht „nur“ weiße) Magie
einsetzen, dass Zauberer ein angesehener Beruf ist; dass die Unterscheidung zw. Menschen und Daemonen
nur erschwert möglich ist; dass Horror- und Ekelwesen ebenfalls eine Rolle spielen. Unterschiede: „Herr
der Ringe“ ist keine Kinderlit. und wurde als solche nie beworben. Man watet nicht auf jeder Seite in
Magie wie bei H.P. Es gibt keine satanischen Rituale und Szenen wie bei H.P. Die nicht zauberkundigen
Menschen sind nicht minderwertiger, dümmer als die zauberkundigen. Sünden wie die Lüge werden nicht
belohnt (bei H.P. schon). Ich habe eine längere Kritik zu Tolkien, „Herr der Ringe“ und Fantasy geschrieben.
Kann ich Ihnen bei Interesse zukommen lassen. Der Gatte der Evelin
Auf den Punkt gebracht Evelin & Gatte Weil man in Diskussionen immer wieder danach gefragt wird: woran
genau kann man den Unterschied zwischen guter und böser Fantasy- bzw. Märchenliteratur festmachen? Warum
ist „Herr der Ringe“ grundsätzlich gut oder zumindest unbedenklich, während „Harry Potter“ böse ist?
Wo liegt da der Unterschied? Und wie ist das bei den Märchen? Für eine Stellungnahme wäre ich sehr
dankbar.
@ Mimi – warum so eine einseitige Pro-Harry-Potter-Apologetik? Ein „Lähmzauber“ ist KEIN Unverzeihlicher
Fluch! …nur drei Unverzeihliche Flüche…Avada-Kedaphra-Fluch! Ein „Lähmzauber“ ist nicht „böse“
Die Frage ist, wie genau Sie das Ganze nehmen… 1.) ist auch der Lähmzauber „Schwarze Magie“ (was zweifeslohne
bedeutsamer ist als die unmaßgebl. Einteilungen der Autorin); 2.) Setzt H. P. den „Avada-Kedaphra-Fluch“
gg. Voldemort ein (4. Band am Ende); 3.) würde ich Ihnen nicht empfehlen, einen Lähmzauber an sich selbst
auszuprobieren. Man MUSS schon in diese Systematik und Phantasiewelt voll einsteigen… Heißt übersetzt:
Nur ein Nationalsozialist kann einschlägige Schriften wirklich verstehen und gerechtfertigt kritisieren;
gleiches von Marxisten gegenüber deren Literatur; gleiches von Protestanten gegenüber prot. Literatur.
Also müssen wir die Kritik an H.P. den Magiern überlassen, worauf wir lange warten dürfen… …Rowlings
Bücher …Pranger…bloß weil… einzigartig erfolgreich… Klar, Kritik aus H.P. folgt ja „nur aus
Neid“ heraus. Wenn man Erwachsenenlit. von Kinderliteratur nicht unterscheiden will; Literatur, in welcher
die Magie die Grundlage der ganzen Handlung bildet, von Lit., in welcher Magie ausschießlich von den
Bösen angewandt wird, nicht unterscheiden will, kann man alles in einen Topf schmeißen. Dieses pseudosachliche –
in Wirklichkeit abstruse – Argument (H.P ist so wie Märchen) stinkt mir schon bei allen Körperöffnungen
hinaus! Turk ist schon wieder auf seinem typischen V2-Verharmlosungskurs unterwegs. Der Gatte der Evelin