Freimaurer
In Bagdad boomen die Baptisten
Seit der Eroberung des Irak durch US-Truppen verlassen die Katholiken scharenweise das Land. Doch im Land wachsen die Freikirchen.
(kreuz.net, Bagdad) Im April 2003 besetzten die US-Invasionstruppen Bagdad. Seither wurden in der Stadt 15 neue freikirchliche Versammlungshallen eröffnet.

Das berichtete die kalifornische Nachrichtenagentur ‘Compass Direct’, die über die weltweite Christenverfolgung informiert.

Unter Saddam Hussein gab es in Bagdad nur zwei presbyterianische Kirchen, deren Gläubige aus Ägypten stammten. Mit den Invasionstruppen kamen die Baptisten, die Methodisten sowie die ‘Christliche und Missionarische Allianz’.

Die Freikirchen sind sehr aktiv. Sie besitzen Radiostationen, Schulen und Buchläden.

Im kurdischen Nordostteil des Landes profitieren sie von der Tatsache, daß die moslemische Lokalregierung, Konversionen von Moslems zum Christentum toleriert.

Die Kurden gehören zu den am wenigsten praktizierenden sunnitischen Moslems des Nahen Ostens.

Im Süden des Landes wachsen die Freikirchen ebenfalls schnell.

„Die Menschen sind offen wie nie zuvor“, erklärt ein Pastor der ‘Christlichen und Missionarischen Allianz’ in Bagdad:

„Das ist so, weil wir keinen Frieden haben. Daran knüpfen wir mit unserer Botschaft an: Ich predige über das Thema ‘Wie können wir Frieden bekommen?’ Alle hören zu, besonders wenn ich über den tieferen Frieden spreche, den Christus bringt.“

Die meisten Mitglieder der neuen Freikirchen sind ehemalige Presbyterianer. Es gibt auch Übertritte von der mit Rom unierten chaldäisch-katholischen Kirche und von den Syrisch-Orthodoxen.

Ein Hoffnungschimmer für die Kirche im Irak ist, daß viele der 40.000 Christen, die aus dem Land im August 2004 nach einer Anschlagsserie flüchteten, wieder zurückgekehrt sind.

Dennoch ist davon auszugehen, daß noch 10.000 in Flüchtlingslagern in Jordanien und Syrien leben.

Vor allem die Christen der Mittelklasse suchen immer noch, das Land zu verlassen, weil sie beliebte Ziele für Entführungen und Gelderpressungen sind.

Das Leben im Land ist immer noch äußerst schwierig.

Für Reisen benützt man gerne den frühen Morgen, um möglichen Problemen auf den Straßen aus dem Weg zu gehen. Nach 19.30 Uhr getraut sich wegen der Aufständischen und Plünderer niemand mehr auf die Straßen.

Das Verhältnis zur US-Armee ist gespannt: „Keine Bevölkerung wird eine Armee unterstützen, die sie nicht schützen kann – die letzten Sympathien sind weg“, erklärt ein evangelikaler Pastor.

Natürlich gibt es auch einen Konflikt zwischen den Freikirchen und den alten Kirchen des Landes. In Bagdad habe ein chaldäisch-katholischer Priester praktizierenden Verwandten von Abgefallenen angeblich mit der Verweigerung des Begräbnisses gedroht.

Ein baptistischer Pastor aus Bagdad vermutet, daß sich die negative Einstellung der Kirchen den Evangelikalen gegenüber noch verschärfen wird:

„Ich glaube, daß sie die schlimmsten Verfolger der Evangelikalen sein werden. Es ist so, wie es immer war. Gegenwärtig übersetze ich ein Buch mit dem Titel ‘Blutgericht’. Es berechnet, daß die institutionellen Kirchen vom Jahr 315 bis 1570 fünfzig Millionen Christen getötet haben.“
      
6 Lesermeinungen
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#6   GerdEric   19:07:25 | Mittwoch, 18. Januar 2006
@ Athanasius
Athanasius: Welch ein Unsinn.
Alle Christen gehörten „institutionellen Kirchen“ an von 315 bis etwa 1800. Denn auch die protestantischen Kirchen waren oft Staatskirchen.
In welchem Staat waren/sind die Baptisten/oder Evangelikale „Staatkirche“?
Ansonsten,
frage ich mich,
worauf die Schreiber hier eingehen,
jedenfalls nicht auf den Bericht.
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#5   Benedikt78   14:29:38 | Montag, 14. November 2005
Hure Babylon
Übrigens werden wir in Rom wohl eine Vollendung der Hure Babylons (Apoc.) erleben, denn das wird die modernistisch-ökumenische Eine-Welt-Kirche sein.
Das unterschreibe ich. Erstaunlich ist, dass der Schweizer Hans Küng mit seinem Weltethos eigentlich genau diese Ziele verfolgt. Aber natürlich nicht ohne gegen die Kirche – vor allem der katholischen – zu wettern und hetzen! Ich habe mal eine Broschüre von ihm durchgeschaut. Der arbeitet mit gekürzten Koranverse, damit er seine Thesen untermauern kann. Gekürzt – oder zensiert – werden aber ausschliesslich die kritischen Stellen… Das beschönigte Bild, das katholische Würdenträger über den Islam vermitteln, trägt die gleiche Handschrift. Dabei müsste man nur die Fragen stellen: „Wer ist Wahrheit?“ und „Ist Jesus der Christus?“ Wenn diese Fragen abschlägig beantwortet werden, ist ein Dialog nicht möglich! Leider scheint die neue Zeit vielen die Sinne zu vernebeln!
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#4   Athanasius   10:46:00 | Montag, 14. November 2005
@
Ich frage den irrenden „Evangelikalen“ immer: St. Petrus schrieb aus „Babylon“… War denn seine Gemeinde die „Hure Babylons“? Hat die Römisch-katholische Kirche Hurerei begangen mit fremden Götzen? Nein. St. Petrus wohl nicht.
Ich gehöre gerne zur „Hure“, wenn die Gemeinde St. Petri die „Hure“ wäre.
Übrigens werden wir in Rom wohl eine Vollendung der Hure Babylons (Apoc.) erleben, denn das wird die modernistisch-ökumenische Eine-Welt-Kirche sein.
Zu jener Zeit werden sich auch die neokonservativen, wie die Leute im Apokalypse-Buch, fragen, „wie schnell und weshalb ist ihre Herrlichkeit vergangen!“
Zur Einen-Weltkirche-Ideologie passt, wie ironisch, wohl der evangelikale Universalismus und das „geistlich-unsichtbare“ Bild der „Kirche“. Zum traditionellen Katholischen Begriff der sichtbaren einen Kirche der einen ewigen Lehre, passt diese kommende modernistische Kirche leider nicht.
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#3   Marcel   17:10:29 | Samstag, 12. November 2005
Tragische Katholikendezimierung …
… als schlimmste „Frucht“ der verbrecherischen Invasion der Freimaurer-USA im Irak.
Tatsächlich hegen sehr viele Evangelikale Abscheu gegen die wahre Kirche. Es spielt mit, daß der Protestantismus aus der Unwahrheit und dem Subjektivismus geboren wurde. Es gibt eine Art instinktives, wenn auch verdrängtes, schlechtes Gewissen bei sehr vielen gläubigen Protestanten gegenüber der wahren Kirche als Ergebnis der Lebenslüge, daß das Christentum 1517 begonnen habe und ein Mensch Kirchengründer sein könnte.
(Ähnlich ergeht es den modernistischen Besetzern der nachkonziliaren Kirche, die 1965 für den Anfang halten…)
Jedenfalls ist das verzerrte Bild der Kirche im evangelikalen Umfeld ein leichtes Ziel: eigens aufgebaute Strohmänner lassen sich doch regelmäßig am einfachsten demontieren.
Dennoch ist bei sehr vielen Evangelikalen der Glaube an Jesus Christus beachtens- und nachamenswert (unter dem Vorbehalt, daß sie – meistens unverschuldet – ein Zerrbild des wahren Christus anbeten). Es fehlt eben die Heimkehr zur Kirche.
Die ewige Kirche betete intensiv dafür, daß die abgefallenen Christen zur Kirche zurückkehren und die Heiden zu ihr kommen. Insbesondere verschwieg man diesen die dringende Notwendigkeit nicht. (Die Tradition hält an beidem noch heute fest). Eine große Zahl an Konversionen waren die Früchte bis V.II.
In der „Konzilskirche“ strebt die Zahl der Konversionen gegen Null. Es gibt glückliche Ausnahmen.
Instaurare omnia in Christo: Alles in Christus erneuern.
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#2   Evelin   11:55:02 | Samstag, 12. November 2005
Der Artikel ist ein Hinweis auf die amerikanische Religionspolitik
Denn diese Freikirchen, Methodisten, Baptisten usw. sind natürliche Verbündete der USA. Die USA halten diese nämlich für eine Art „gelobtes Land des Christentums“ (statt richtig: das erste Land der Freimaurer), ebenso irrig wie die Errichtung des Staates Israel auf alttestamentarische Prophezeiungen zurückzuführen.
Die katholische Kirche, die viele von ihnen für die „Hure Babylon“ halten, bekämpfen sie. Das war immer schon die amerikanische Religionspolitik, besonders stark seit dem spanisch-amerikanischen Krieg von 1898. Seit V2 und der dort im Auftrag der Freimaurer verkündeten „Religionsfreiheit“ mit besonderem Erfolg in Südamerika ausgeübt.
Puerto Rico – US-amerikanisches Hoheitsgebiet, aber spanisch-katholisch – war in den 1950er Jahren das Versuchsterritorium für die hochdosierte Antibaby-Pille, wovon sich das Land bis heute nicht mehr erholt hat.
Der Gatte der Evelin
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#1   Athanasius   11:30:39 | Samstag, 12. November 2005

„Ich glaube, daß sie die schlimmsten Verfolger der Evangelikalen sein werden. Es ist so, wie es immer war. Gegenwärtig übersetze ich ein Buch mit dem Titel ‘Blutgericht’. Es berechnet, daß die institutionellen Kirchen vom Jahr 315 bis 1570 fünfzig Millionen Christen getötet haben.“
Welch ein Unsinn.
Alle Christen gehörten „institutionellen Kirchen“ an von 315 bis etwa 1800. Denn auch die protestantischen Kirchen waren oft Staatskirchen.
Die evangelikalen Irrlehrer lügen immer wieder über Geschichte. Dann sei die Römisch-katholische Kirche „heidnisch“, dann wieder sind alle Freikirchler „Opfer“ der „Institutionen“.
Wenn diese Lügner sich wirklich mit der Geschichte auseinanders setzen würden, wüssten sie dass die wahren verfolgten Christen in den Katakomben bereits Grabmäle als Altäre genutzt haben und damals bereits sagten: „Wo der Bischof ist, dort ist die katholische (allgemeine) Kirche.“ Und Justinus der Märtyrer sagte bereits, das eucharistische Opfer ist das in Mal. 1 prophezeite.
Die Chaldäischen Katholiken Iraks, bekannt wegen ihrer Friedsamkeit, werden hier von sowohl Freikirchlern wie Islamisten dämonisiert. Leider. Gedenket eurer verfolgten katholischen Brüder im Nahen Osten!
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