Eucharistie
Alzheimer-Patienten
Vor dem Tabernakel lehrt uns Gott vor allem eine große Lektion. Die Immatrikulationsfrist ist noch nicht abgelaufen. Von Joachim Kardinal Meisner.
(kreuz.net) Das Verharren Christi in seiner übernommenen Verborgenheit im Sakrament bis zum Kommen seiner großen Stunde am Ende der Zeiten zeigt uns seinen Gehorsam gegenüber dem Willen des Vaters und seine gewinnende Demut.

Auch im Tabernakel verzichtet der Herr ganz auf äußeren Glanz.

Er erträgt es, von vielen unbeachtet zu bleiben, ja, auch von seinen engsten Dienern, den Priestern.

Er erzwingt sich nicht den Dank und die Anerkennung der Menschen. Er bleibt auf seinem Posten und vergilt nicht Gleiches mit Gleichem.

Er läßt es geschehen, daß er ganz unter seinem Wert behandelt wird, ohne die Konsequenzen daraus zu ziehen, nämlich wegzugehen und aufzugeben.

Es sind große Lektionen, die es da für uns alle zu lernen gibt.

Nicht zuletzt werden geistliche Früchte auch von der Bereitschaft der Christen abhängen, sich verdemütigen zu lassen.

Vielleicht ist das die tiefste Wurzel, aus der uns der Weltjugendtag geschenkt worden ist.

Das Eucharistische Jahr, das mit dem Eucharistischen Weltkongreß in Guadalajara im Oktober vergangenen Jahres begonnen hat, geht mit der Weltbischofssynode in Rom nächsten Monat zu Ende.

Inmitten dieses Eucharistischen Jahres wurde uns der Weltjugendtag geschenkt unter dem Wort des Evangeliums:

„Wir sind gekommen, um IHN anzubeten“.

Beides sollte nicht folgenlos für uns bleiben. Sorgen wir dafür, daß unsere Tabernakel nicht mehr die oft vergessenen Plätze unserer Gemeinden bleiben.

Aus einer Predigt von Joachim Kardinal Meisner, bei der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda am 22. September 2005.
      
6 Lesermeinungen
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#6   Jean   21:23:45 | Montag, 14. November 2005
Geschmacklos
Über Geschmäcker läßt sich streiten – über Geschmack nicht. Bitte entfernen Sie umgehend diese Bloßstellung eines alten Menschen! „Bloßstellend“, nicht weil menschliche Gebrechlichkeit gezeigt wird, sondern weil sie für einen visuellen journalistischen Kalauer herhalten muß. Solche Entgleisungen dürfen auf einer katholischen Seite nicht passieren!
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#5   Fabianus   18:03:16 | Montag, 14. November 2005
Kritik
In dem Zusammenhang wäre es vielleicht besser gewesen, sich zu dem Leben nach dem Tod eines Alzheimerpatienten zu äußern und inwiefern man sich das in diesen Fällen vorstellen soll. Sie für diese Argumentation zu bemühen, ist ein unglücklicher, inhumaner Vergleich.
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#4   WeyounBN   09:28:23 | Montag, 14. November 2005
@Kardinal Meißner
Dann sollten Sie, Eminenz, einmal mit gutem Beispiel vorangehen und in den Kirchen Ihres Erzbistums den Tabernakel wieder in die Mitte des Altarraumes stellen, anstatt ihn an/in Seitenwänden zu verstecken, als ob man sich für die Anwesenheit des eucharistischen Heilandes schämt!
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#3   Brandenburgis   22:43:46 | Sonntag, 13. November 2005
@Gotthard
Wieso, worin sollte die denn bestehen?
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#2   Gotthard   20:40:33 | Sonntag, 13. November 2005
Alzheimer
ob diese Überschrift nicht eine Frechheit ist gegenüber allen Alzheimer-Patienten?
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#1   Romulus   20:31:49 | Sonntag, 13. November 2005
Aufwachen! Husch, husch
Herr Kardinal, wachen Sie endlich aus Ihren WJT – Träumereien auf. Dieser hat mit der Realität der Kirche in unserem Land nichts zu tun!
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