08:42:05 | Montag, 14. November 2005
Drei neue Selige + Ökumenische Meßgnaden? + Bischöfe auf der Straße + Mehr Kinderverhütung – mehr Kinderabtreibung + Abschaffung der Seligsprechung?
Drei neue SeligeVatikan. Der Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen, José
Kardinal Saraiva Martins, zelebrierte gestern einen Festgottesdienst zur Seligsprechung dreier Heiliger
des 20. Jahrhunderts. Im Auftrag von Papst Benedikt XVI. erhob er den französischen Einsiedler Charles
de Foucauld († 1916), die norditalienische Ordensgründerin Maria Pia Mastena († 1951) und die sizilianische
Ordensgründerin Maria Crocifissa Curcio († 1957) zur Ehre der Altäre. Die Festtage der drei neuen Seligen
sind der 1. Dezember, der 27. Juni und der 4 Juli. In
seiner Predigt stellte Kardinal Martins die drei
neuen Seligen vor. Nach der Seligsprechung erschien der Papst in der Peterskirche und betete kurz vor
den Reliquien der neuen Seligen.
Ökumenische Meßgnaden?Großbritannien. Der anglikanische Erzbischof
von Canterbury und Primas der anglikanischen Gemeinschaft, Rowan Williams, erzählte kürzlich bei einem
Vortrag, daß er Gott zum ersten Mal während einer Liturgie der russisch-orthodoxen Kirche begegnet sei.
Dies berichtete die britische Tageszeitung ‘Times’ in ihrer Samstagsausgabe. Er sei damals 14 Jahre alt
gewesen. Bei der orthodoxen göttlichen Liturgie habe er die absolute Objektivität, Majestät und Schönheit
Gottes erfahren. Die Anbetung der Gläubigen habe ihm gezeigt, daß Gott viel realer sein müsse, als
er dies bisher erlebt hatte. An diesem Abend habe er weinend und auf seinen Knien gebetet und verstanden,
daß er sich bekehren müsse.
Bischöfe auf der StraßeSpanien. 1,5 Millionen Menschen haben am Samstag
in Madrid gegen eine geplante Bildungsreform der sozialistischen Regierung demonstriert. Unter ihnen waren
auch fünf Bischöfe und ein Kardinal. Die Großkundgebung wurde von katholischen Eltern- und Lehrerverbänden,
von der oppositionellen Volkspartei sowie von der spanischen Bischofskonferenz organisiert. Der Protest
richtete sich vor allem gegen eine Gesetzesvorlage, die das Pflichtfach katholische Religion zum Wahlfach
degradieren würde. Die Bischöfe Spaniens hatten noch am Donnerstag ausdrücklich zu einer Teilnahme
an der Demonstration aufgerufen. Zugleich appellierte der Madrider Kardinalerzbischof Antonio Maria Rouco
Varela an seine Priester, in jedem Gottesdienst für eine Teilnahme an der Demonstration zu werben.
Mehr
Kinderverhütung – mehr KinderabtreibungGroßbritannien. In Großbritannien steigt die Zahl der Kinderabtreibungen
ungebremst. Das gab das Gesundheitsministerium in London laut einem Bericht der deutschen ‘Ärztezeitung’
bekannt. Im Jahr 2004 wurden in England und Wales 185.415 ungeborene Kinder getötet. 2003 ließen 181.600
Mütter ihr Kind abtreiben. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums erklärte, man sei angesichts
der steigenden Abtreibungszahlen „enttäuscht“. Entsprechende Kampagnen seien ins Leere gelaufen. Unter
anderen hatte das Gesundheitsministerium mehr als 60 Millionen Euro für die Verbreitung von Kinderverhütungsmitteln
bereitgestellt.
Abschaffung der Seligsprechung?Kann man auch darüber diskutieren, ob für die Heiligsprechung
ein zweites Wunder benötigt wird?P. Peter Gumpel: „Das ist eine Frage, die unter Fachleuten derzeit
behandelt wird. Die Diskussion dreht sich darum, ob man die Seligsprechung wieder abschaffen soll. Sie
wurde vor ungefähr 400 Jahren eingeführt. Damals wurde für die Heiligsprechung eine strengere Gesetzgebung
eingeführt. Für die Fälle, die schon fast erledigt waren, erfand man dann die Seligsprechung. Sie war
eine Art Trostpreis und eine Übergangsmaßnahme. Aber wie das bei Kirchenrechtlern so ist: Wenn etwas
mal da ist, dann wird das sofort konstitutionalisiert. Ich habe darüber einmal ein langes Gespräch mit
dem verstorbenen Papst Johannes Paul II. geführt. Er sah die Schwierigkeiten einer Doppelung ein und
meinte, ich solle das mit seinem Nachfolger besprechen. Ich antwortete ihm lachend: »Eure Heiligkeit,
mir scheint, das ist eine Utopie. Ich hoffe ja, daß Sie mich überleben werden.«“
P. Gumpel ist päpstlicher
Untersuchungsrichter bei der vatikanischen Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen. Er sprach Ende
Oktober mit der Kirchenzeitung der Diözese München-Freising.
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Laurentius2 16:03:45 | Montag, 14. November 2005
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Benedikt 13:37:27 | Montag, 14. November 2005
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Athanasius 10:39:15 | Montag, 14. November 2005
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Laurentius2 08:56:27 | Montag, 14. November 2005