In der Schweiz ist die eugenische Eiszeit ausgebrochen
Zürcher Geschnetzeltes. Letztes Wochenende hat das Schweizer Stimmvolk eine makabre neue Art der Therapie legalisiert: Heilen durch Töten.
(kreuz.net, Bern) Vor zwei Tagen haben die Schweizer in einer Volksabstimmung ein Embryo-Verbrauchs-Gesetz
angenommen. Das neue Gesetz erlaubt die industrielle Ausschlachtung von lebenden Embryonen als Ersatzteilmenschen.
Die Vivisektion an Kleinstkindern wird somit zukünftig in der Schweiz legal sein.
Kritiker der Vorlage
bezeichneten den Ausgang der Abstimmung als „tödlichen Schlag gegen die moderne Zivilisation“ und als
„Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Die Abstimmung sei ein Ausdruck für die schwere gesellschaftliche,
moralische und religiöse Sackgasse, in der die einst blühende Schweizerische Eidgenossenschaft zur Zeit
festgefahren sei.
Die Mitglieder des Referendumskomitees gegen das Embryo-Verbrauchs-Gesetz sehen vier
Gründe, warum die Vorlage angenommen wurde.
Im Vorfeld der Abstimmung sei die grundsätzliche Problematik
einer Anwendbarkeit der embryonalen Stammzellenforschung unter den Tisch gekehrt worden.
Die Diskussion
habe die Forschung mit adulten Stammzellen kaum in den Blick genommen und einseitig für die Ausschlachtung
von Kleinstkindern geworben.
In den Medien, vor allem in der französischsprechenden Westschweiz, sei
statt einer echten Diskussion nur eine Litanei von Ja-Sagern zu hören gewesen.
Die Abstimmung sei durch
die Werbeausgaben der finanzkräftigen Pro-Seite manipuliert gewesen. Zu dieser gehörte die Wirtschaftspartei
FDP und die mächtige Schweizer Pharmaindustrie.
Als Ergebnis der Abstimmung, seien Schweizer Embryos
nun in ihrem eigenen Land Freiwild und ein patentierbarer Rohstoff. Die Schweiz sei auf dem Weg in eine
neue eugenische Eiszeit, so das Referendumskomitee.
„Der Bundesrat und die großen Parteien haben sich
zum Spielball angeblicher Forschungsinteressen machen lassen. Nur so läßt sich das übereilte Vorgehen
bei der Entwicklung des jetzt angenommenen Gesetzes erklären.“
Das Referendumskomitee richtet nach der
Abstimmungsniederlage Forderungen an den Schweizer Bundesrat. So solle das Fortpflanzungsmedizingesetz
„strikte eingehalten und die darin vorgeschriebenen Statistiken über die Zahl überzähliger Embryos
endlich veröffentlicht werden. Ebenso soll auf eugenische Tendenzen in der Medizin verzichtet werden.“
Eine erwartungsgemäß klägliche Rolle hat während der Abstimmung auch die christdemokratische CVP
gespielt. Schon vor zwei Jahren war die später nicht mehr wiedergewählte CVP-Bundesrätin Ruth Metzler
die führende Kraft hinter der Durchsetzung der Fristenlösung in der Schweiz.
In ihrer sozial-liberalen
Charta behauptet die ehemals katholische Partei: „Die Gemeinschaft Schweiz steht auf dem Fundament christlich-demokratischer
Werte (…). Wir orientieren uns (dabei) an den ethischen Werten dieses historischen Erbes.“
Leere Worte:
„Indem die ehemalige »Wertepartei« so eindeutig für die embryonale Stammzellenforschung Stellung bezogen
hat, hat sie ihren Neuaufbruch gründlich verpaßt“, meint das Referendumskomitees in seiner Stellungnahme.
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