Seit einiger Zeit geistert ein Dokument durch das Internet. Es soll konkrete Hinweise liefern, daß es im Vatikan Bestrebungen gibt, die Zelebration der Alte Messe dem Neuen Ritus anzupassen.
Es soll von
der vatikanischen Kommission ‘Ecclesia Dei’ stammen.
Diese Kommission wurde für die pastorale Sorge
für jene Katholiken gegründet, die sich dem Alten Ritus verbunden fühlen.
Anders als die üblichen
Dokumente von ‘Ecclesia Dei’ trägt der Text jedoch keinen vatikanischen Briefkopf, sondern an dessen
Stelle einen runden Stempel der Kommission.
Das ist im römischen Kurialgebrauch nicht üblich.
Der
Text ist in lateinischer Sprache gehalten.
Er trägt die Überschrift: „Die gesungene Konventmesse soll
auf diese Weise geordnet werden.“
Die Anweisung soll für die französischen Benediktinerklöster von
Le Barroux, Fontgombault, Randol und Triors verfaßt worden sein.
Es handelt sich um bekannte Männerklöster,
in denen die gesamte Liturgie nach dem alten lateinischen Ritus zelebriert wird.
Die Anweisungen scheinen
einen Versuch zu beinhalten, einen Zwischenritus durchzusetzen, um die alten Messe, die in diesen Klöstern
gefeiert wird, behutsam dem Neuen Ritus anzugleichen.
Der Text beinhaltet acht Regeln.
Die erste verlangt
einen abgekürzten Anfang der Konventualmesse, wenn sie sich direkt an eine Gebetshore der Mönche anschließt.
In diesem Fall beginnt die Messe nach den neuen Regeln sofort mit dem Introitus.
Die im Alten Ritus
vorgeschriebenen Stillgebete am Fuß des Altars sollen wegfallen.
Der Wortgottesdienst wird nicht vom
Altar, sondern vom Sitz des Zelebranten aus gehalten. Die Lesungen sind auf lateinisch oder in der Volkssprache
zum Volk hin vorzutragen.
Vor dem Offertorium könnten Fürbitten eingefügt werden.
Das Stillgebet
über die Gaben am Ende des Offertoriums ist laut zu beten.
Die Schlußdoxologie „Durch ihn und mit ihm
und in ihm“ soll gesungen und vom Chor mit „Amen“ beantwortet werden.
Das Vaterunser, das in der Alten
Messe vom Priester alleine gebetet wird, wird vom ganzen Volk gesungen.
Gesungen werden solle auch der
Schlußsegen, wobei das Schlußevangelium wegfällt.
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36 Lesermeinungen
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#36 Agiafortuni 11:48:28 | Dienstag, 20. Dezember 2005
Zur Loyalität der Konzilspriester Die Priester der Konzilskirche sind zwar Loyal gegenüber dem Konzil
und der daraus hervorgegangenen Kirche, jedoch nicht gegenüber der Kirche aller Zeiten. Wenn ich sonntags
unterwegs zur Messe bin, höre ich mir hie und da eine Predigt dieser Priester an und jedesmal stehen
mir die Haare zu Berge. Dass die Messe das Sühneopfer unseres Herrn und Erlösers ist, will keiner mehr
wissen. Viele kennen nicht einmal den Namen eines heiligen Pius oder eines Scheebens, des grössten katholischen
Theologen im deutschsprachigen Raum des 19 Jahrhunderts. Dafür werden massenweise Küng und Drewermann
zitiert.
#35 Le Trot 10:40:48 | Dienstag, 20. Dezember 2005
@Benedikt Vielleicht sollten Sie die Priester der Hl. katholischen Kirche besser nicht als „Geistlose“
verunglimpfen. So etwas gehört sich nicht. Zumal Sie bei Ihrem Ton nicht in der Lage wären, es besser
zu machen. Priester der Hlg. römisch katholischen Kirche sind keine Geistlosen, da sie mit grosser Ehrfurcht
darauf bedacht sind das Hlg. Messopfer würdig zu feiern und in Wort und Tat ihre Loyalität gegenüber
der Lehre der Kirche zum Ausdruck bringen. Diejenigen, die der Lehre der Kirche in den Rücken fallen
sind schlimmer als Geistlose, sie sind die Totengräber der Seelen, es wäre besser sie wären nie geboren
worden. Ansonsten können Sie sich Ihren Restkommentar irgendwo hinstecken.
#34 Benedikt 10:28:50 | Dienstag, 20. Dezember 2005
@ Le Trot Vielleicht sollten Sie die Priester der Hl. katholischen Kirche besser nicht als „Geistlose“
verunglimpfen. So etwas gehört sich nicht. Zumal Sie bei Ihrem Ton nicht in der Lage wären, es besser
zu machen.
#33 Le Trot 09:53:38 | Dienstag, 20. Dezember 2005
@Gotthard Das Konzil hat keinen Verdruss gebracht – außer einigen wenigen. Ja, ja, ich sehe auch blühende
Glaubenslandschaften, gut besuchte Werks- und Sonntagsmessen und Warteschlangen vor den Beichtstühlen.
In einigen Nachbargemeinden sind die Leutchen inzwischen so heilig, dass die Geistlosen die Beichtzeiten
nur noch auf Anfrage anbieten brauchen. Dort, wo die Leutchen noch an hart an sich arbeiten müssen reicht
aber auch ein halbes Stündlein die Woche Beichtzeit, welches sich vor die Samstagabendmesse schieben
lässt. Es handelt sich dabei nicht um Geistlose, die mehrere Pfarreien zu versorgen haben.
#32 Agiafortuni 09:26:31 | Dienstag, 20. Dezember 2005
Zu Gotthard’s Ueberleben Sie behaupten, das Konzil mache es einem Menschen des 21. Jahrhundert möglich,
christlich zu sein. Frägt sich bloss, ob diese Art und Weise es zu sein gottgefällig ist oder nicht.
Die Verehrung die Frevlern wie Karl Rahner, de Lubac, Congar und Teilhard de Chardin zuteil wurde lässt
einemn eher das Gegenteil vermuten.
Überleben Das Konzil hat keinen Verdruss gebracht – außer einigen wenigen. Ein solches ist aber das
Ergebnis eines jeden Konzils … siehe die Altkatholiken nach dem Vaticanum I. Gebracht hat das Vaticanum
II, dass die Menschen des 21. Jahrhunderts noch einen Zugang zur Botschaft Jesu Christi haben… bzw haben
könnten. Sollten die Tradi-Jünger Recht haben, müssten sie eine Millionen-Bewegung sein allein in Deutschland …
doch wer kennt sie, außer einigen Eingeweihten und Insidern?
#29 Laurentius2 12:35:42 | Mittwoch, 16. November 2005
@ 28. Danke, Sie haben es auf den Punkt gebracht ! Bitte mailen Sie das mal an die DBK weiter.Es soll
niemand sagen können, wir Laien hätten nicht „geblökt“.
#28 28.IX-28.X 08:02:53 | Mittwoch, 16. November 2005
Katholisch-konziliar? Nun fragt sich, ob unsere Oberhirten in der DBK alle Konzilien anerkennen?; ob zB.
so ein Hw. Prof. H. Küng alle Konzilien anerkennt?; ob der Pfarrer unserer Gemeinde alle Konzilien anerkennt,
der einen evangelischen Pastor zur „Eucharistiefeier“ einlädt( natürlich spricht der Pastor die Wandlungwore
mit, dannach gehen Alle zur Kommunion)?. Ich verstehe die Alternative vom Dr.Ram. sehr gut: entweder ist
man katholisch, dann erkennt man alle Konzilien, oder man ist konziliar, für den gibt es nur das „Eine“,
„Wahre „, superdogmatische „Vaticanum II“.
Katholisch = 21 Ökumenische Konzilien anerkennen = konziliar Dr. Regazzoni, ein wenig muß ich Sie doch
korrigieren: mit der Aussage, daß (lateinischer) Katholizismus nicht nur Ritualismus ist, wollte ich
sagen, daß man in jedem legitimen katholischen Meßritus auch katholisch mitfeiern, beten und glauben
kann. Die Pseudo-Alternative „katholisch – konziliar“ gibt es nicht, denn konziliar im katholischen Sinn
kann nur heißen, alle 21 Ökumenischen Konzilien integral anzunehmen und je nach Eigenart zu gewichten
und zu interpretieren. Ich erkenne sehr wohl in Lumen gentium die Behandlung des übernatürlichen Charakters
der Kirche, lesen Sie z. B. LG 8: „Unicus Mediator Christus Ecclesiam suam sanctam, fidei, spei et caritatis
communitatem his in terris ut compaginem visibilem constituit et indesinenter sustentat, qua veritatem
et gratiam ad omnes diffundit. Societas autem organis hierarchicis instructa et mysticum Christi Corpus,
coetus adspectabilis et communitas spiritualis, Ecclesia terrestris et Ecclesia coelestibus bonis ditata,
non ut duae res considerandae sunt, sed unam realitatem complexam efformant, quae humano et divino coalescit
elemento. Ideo ob non mediocrem analogiam incarnati Verbi mysterio assimilatur. Sicut enim natura assumpta
Verbo divino ut vivum organum salutis, Ei indissolubiliter unitum, inservit, non dissimili modo socialis
compago Ecclesiae Spiritui Christi, eam vivificanti, ad augmentum corporis inservit (cf. Eph. 4, 16).
Haec est unica Christi Ecclesia, quam in Symbolo unam, sanctam, catholicam et apostolicam prof…
#26 Agiafortuni 20:18:48 | Dienstag, 15. November 2005
(lateinischer) Katholizismus ist nicht Ritualismus Dass er Katolizismus sich nicht im Rituellen erschöpft
ist mir wohlbekannt. Es gibt beispielsweise auch ein Kirchenverständnis, das Leo XIII (satis cognitum)
und Pius XII (Mystici corporis) festgelegt haben und Benedikt XVI – damals noch als Pfarrer Dr. Ratzinger –
deswegen anfechtet, weil er es als zu wenig oekumenisch empfindet. Umso mehr lobt er Lumen gentium, wo
auf den übernatürlichen Charakter der Kirche überhaupt nicht eingegangen wird (vgl.hierzu: Paolo Pasqualucci:L’altération
de l’idée du surnaturel dans les textes de Vatican II – Actes du IV Congrès théologique de SI SI NO
NO, Août 2000, 205 ff.). Empfehle Ihnen ebenfalls Ratzinger’s Berichte von den verschiedenen Konzilssessionen.
Letzhlich geht es, wie sie richtig hervorheben nicht um Ritualismus, sondern ob man katholisch oder konziliar
sein will.
#25 Rudolphus 15:51:48 | Dienstag, 15. November 2005
Marcellus Lefebvres Treue zu den Modificationen Johannes’ XXIII. II. Ein Lefebvre-Dokument hierzu wurde
in einen der letzten Mitteilungsblätter ausdrücklich zitiert. Der Erzbischof wollte damit die Einheit
innerhalb der FS gewahrt wissen.
Treue zu den Rubriken 1962 wichtig Naja, ich würde das alles nicht zu dogmatisch bzw. rechtspositivistisch
sehen. Solange jedenfalls keine echte „Reform der Liturgiereform“ innerhalb des lateinischen Ritus in
Angriff genommen wird, wäre es schon wichtig, daß an den meisten „Indultplätzen“ auch in großer Treue
die Rubriken des Missale 1962 beachtet werden. Und dies ist doch an den meisten „Ecclesia-Dei-Orten“ der
Fall, jedenfalls soweit mir bekannt. Ich meine daher, daß Dr. Regazzoni zu einseitig argumentiert, wenn
er von einem Danaer-Geschenk spricht. Eines muß auch wieder gesagt weder: (lateinischer) Katholizismus
ist nicht nur „Ritualismus“.
#23 Athanasius 14:13:44 | Dienstag, 15. November 2005
@ Die Liturgiereformen unter Papst Pius XII. waren vielleicht ein wenig unangemessen, entsprachen aber
sicherlich nicht dem Protestantismus wie es die Neue Messe tut. Eher war die Karwochereform (teilweise)
eine Angliederung des Römischen Ritus an die östlichen Liturgien (etwa Byzantiums) mit ihrer Ostervigil
in der Nacht. Aber es ist leider durchaus wahr, dass Pfr. (sp. Ebf.) Annibale Bugnini bereits unter Pius
XII. viel Einfluß hatte und die Liturgisten unter ihm bereits (heimlich) die Zelebration zum Volke hin
vorbereiteten, die Pius XII. selbst so verabscheut hat. „I hear around me reformers who want to dismantle
the Holy Sanctuary, destroy the universal flame of the Church, to discard all her adornments, and smite
her with remorse for her historic past.“ Eugenio Kardinal Pacelli. Nota: P. Anthony Chadwick ist ein unzuverlässiger
Liturgiker, der u.a. der Homosexualität zustimmt. Zudem ist er ein episcopus vagans ausserhalb der Römischen
Kirche. Darüber freut er sich über „konservative“ Anglikaner deren Ritus von einem Messhasser geschrieben
urde. Und er experimentiert.
#22 Agiafortuni 14:06:06 | Dienstag, 15. November 2005
Ein Danaer Geschenk In seiner Aeneis lässt der Dichter den Priester Laokoon ausrufen: „ich fürchte die
Griechen auch dann, wenn sie Geschenke bringen.“ Es wird in der Folge berichtet, eine Schlange sei gekommen
und habe Laokoon mit seinen Söhnen verschlungen. Der antike Mensch sah darin ein Zeichen vom Himmel.
In Wirklichkeit soll damit ein Paradox umgangen werden, dass derjenige, der vor Schmeichelein warnt, sich
der Gefahr aussetzt, von denjenigen, an die er die Warnung richtet, zum Schweigen gezwungen zu werden.
Ein solches Danaer Geschenk war das Motu proprio ecclesia Dei womit versucht wurde, Gemeinschaften, die
sich der Tradition verbunden wissen, die Anerkennung Roms zu gewähren, um sie zu einem späteren Zeitpunkt
in den Novus Ordo überzuführen. Bischof Fellay war schon realistischer als er die unumschränkte Freigabe
der alten Messe und die Aufhebung der Exkommunikation als Vorbedinung für Verhandlungen mit Rom nannte.
#20 ottaviani 09:50:52 | Dienstag, 15. November 2005
Liturgiereform von PiusXII Die Karwochenreform ist alles andere alsd glücklich es währe ausreichend
gewesen den Zeitpunkt wiederherzustellen nähmlich nach der Non die Reformen wurden unter anderem durch
P Bugnini ausgearbeitet und sind besonders was den karfreitag betrifft eiine vorwegnahme der Liturgiereform
da wurde aus der Messe der vorverwandelten Opfergaben ein Wortgottesdienst mit Komunionfeier grauenhaft
#19 virOblationis 09:15:29 | Dienstag, 15. November 2005
ad Philomenam Warum sollte man die liturgischen Veränderungen von 1955 bis 1962 nicht kritisieren? –
Es waren unter Pius XII. häufig schon dieselben Liturgiker tätig, die die große Reform von 1969 unter
seiner Regentschaft mit einigen „Fingerübungen“ vorbereiteten, so scheint mir. Es wurden zahlreiche Vigilfeiern
und Festoktaven abgeschafft, obwohl sie teilweise jahrhunderte lang begangen worden waren: Im Falle der
Vigil von Allerheiligen mag es sogar sein, daß diese bereits ebenso alt war wie die Feier am 1. November. –
Was aber nistet sich auf den leeren Altären (nach einem Ausspruch E. Jüngers) ein: Im Falle des 31.
Oktober wird es – mit Halloween – beispielhaft deutlich.
#18 philomena 08:00:06 | Dienstag, 15. November 2005
1965 ist kein Ritus Das Missale von 1965 ist überhaupt kein eigener Ritus. Es sollte den Weg zum NOM
mit ersten Ideen aus dem II. Vaticanum beginnen. Das Missale von 1962 ist dagegen die letzte Ausgabe des
alten Ritus in seiner ursprünglichen Form. Die liturgischen Neuerungen seit 1955 (wobei hier ja keine
neue Editio des Misale erschienen war) kann man nicht kritisieren. Papst Pius XII. hat hier in erster
Linie eine Neuordnung der Kar- und Osterliturgie vorgenommen. Wollen wir diesen weisen Papst nun auch
noch mit dem Modernismus-Vorwurf demontieren?
#17 chancel_screen 00:29:49 | Dienstag, 15. November 2005
65er doch kein großer Jahrgang Der 65er Ritus im Kloster mag eine erbauliche Sache sein, doch was bringt
er auf Gemeindeebene, wenn der NovusOrdo-„Priester“ zu Beginn der Heiligen Messe ein paar Witze erzählt
und die Fußballergebnisse bekannt gibt (ja, habe ich erlebt!)? Bei meinem letzten Besuch des sog. Lateinischen
Hochamtes einer NO-Gemeinde sagte der Zelebrant nach Betreten des Altares: „Heute hörte ich ein Lied
von Joy Fleming im Radio…“ Im Blog (14.11.05) des Father Anthony Chadwick ist eine interessante Aufzeichnung
seiner Erfahrung mit dem 62er Ritus in der (franz.) Landessprache. Diese Variante habe ich sonst nirgendwo
gesehen. Hier der Link: perso.wanadoo.fr/…s.dei/blog_11-05.htm Pax!
Ad Athanasium In der FSSPX werden noch immer das Evangelium und das Epistel in der Volkssprache vom Ambo
oder Predigtgestühl aus gelesen, allerdings nách dem Singen oder Lesen der Texte auf Latein, áuf dem
Altar. Vor einigen Jahren erlebte ich, wie P. Franz Schmidberger die Lesung und das Evangelium innerhalb
einer gesungenen Requiemmesse sogleich in der Landessprache vortrug. Übrigens halte ich jede Entwicklung
seit 1955 für durchaus Liturgie zerstörend. Das mag Ihre Auffassung sein. Ich selbst esse gerne Vanilleeis
und begeistere mich für Schostakowitsch-Sinfonien.
#15 Athanasius 20:37:06 | Montag, 14. November 2005
0 In der FSSPX werden noch immer das Evangelium und das Epistel in der Volkssprache vom Ambo oder Predigtgestühl
aus gelesen, allerdings nách dem Singen oder Lesen der Texte auf Latein, áuf dem Altar. Die Anpassungen
in diesem Ecclesia Dei-Dokument werden in Le Barroux und Fontgombault gehorcht von den Mönchen. Diese
Anpassungen gehen weiter als das versuchsweise eingeführte Missale von 1965. Übrigens halte ich jede
Entwicklung seit 1955 für durchaus Liturgie zerstörend. „Nur langsam“, „nur langsam“, denken viele „neokonservativen“,
in Wirklichkeit aber moderat-modernistischen, Prälaten im Vatikan. Man weiss der Widerstand entstand
durch die plötzliche und schnelle Einführung des Neuen Ordo Missae, jetzt versucht man es langsam.
#14 philomena 20:34:52 | Montag, 14. November 2005
Weg in die falsche Richtung!!! Die „Modernisierung“ des Ritus von 1962 wäre wirklich eine schlimme Sache.
Die Gläubigen, welche sich dem alten Messritus verbunden fühlen, würde dies mehrheitlich nicht hinnehmen.
Auch beruht das Motu proprio von 1988 auf dem Ritus von 1962 und erwähnt extra, dass eine Vermischung
der Riten nicht erlaubt ist. Doch vielleicht ist das Ganze doch eine „Ente“ um die romverbundenen Ecclesia
Dei Gruppen nervös zu machen.
@ sacerdos helveticus Immerhin erinnere ich mich, dass Anfangs der 90er Jahre in einem deutschen Priorat
der Priesterbruderschaft St. Pius X., dass ich damals öfters aufsuchte, in der gelesenen Messe mit Volk
Lesung und Evangelium direkt in der Volkssprache gelesen wurden und zum Volk hin gewandt. Das kommt vermutlich
daher, dass Erzbischof Lefebvre eine solche Änderung des Ritus Anfang der 60er ausdrücklich für sinnvoll
gehalten hat (Lefebvre, Ein Bischof spricht).
Modifizierungen des Alten Ritus? Persönlich bin ich spektisch, den Alten Ritus gerade dort zu modifizieren,
wo die Liturgie in ihrer ganzen Pracht gefeiert werden sollte, nämlich in den Klöstern . Jede einzelne
Massnahme könnte man für sich diskutieren, sie aber den „Klöstern der Tradition“ aufzuerlegen, scheint
nicht sehr sinnvoll. Etwas Anderes ist es, wenn z.B. in Pfarreien, die immer (mehr oder weniger) beim
Alten Ritus geblieben sind, die eine oder andere Anpassung im Sinne der Rubriken des Messbuches von 1965
erhalten bleibt (z.B. gemeinsames Singen des Vater Unser, Lesungen direkt in der Volkssprache). Immerhin
erinnere ich mich, dass Anfangs der 90er Jahre in einem deutschen Priorat der Priesterbruderschaft St.
Pius X., dass ich damals öfters aufsuchte, in der gelesenen Messe mit Volk Lesung und Evangelium direkt
in der Volkssprache gelesen wurden und zum Volk hin gewandt. Vor einiger Zeit sagte man mir, dass die
Bruderschaft mittlerweile davon abgegangen sei.
#11 Rudolphus 17:41:51 | Montag, 14. November 2005
Ritus von 1965 Sicherlich noch ein würdiger Ritus, man könnte diesen auch noch als lateinischen Ritus
trotz unnötiger Änderungen bezeichnen. Es wäre heute besser um die Kirche bestellt, wäre Paul VI.
dabei geblieben, und hätte nicht noch den defizitären Neuen Ritus 1969 eingeführt.
Le Barroux @ Benedikt Man kann nicht generell sagen, dass sich Le Barroux von der alten Messe verabschiedet
habe. Die Konventmesse in Le Barroux wird – wie schon gesagt – in einer modifizierten Form des Ritus von
1962 gefeiert, die privaten Einzelmessen dagegen nach wie vor streng nach dem Missale von 1962. Was es
mit den Modifizierungen bei der Konventmesse auf sich hat, weiß ich nicht genau, da müsste man einen
Fachmann konsultieren, der sich mit Le Barroux genau auskennt. Allerdings habe ich auch so meine Zweifel,
ob das mit den modifizierten Formen des alten Ritus so in Ordnung ist. Offenbar trägt es auch zu weiterer
Verwirrung und Verunsicherung bei.
Le Barroux Wenn ich mich recht entsinne, dann habe ich schon öfter gelesen, dass Le Barroux längst vom
Alten Ritus Abschied genommen hat. Das dem „bösen“ Vatikan in die Schuhe zu schieben halte ich für ein
bißchen ungerecht. Man sollte besser danach fragen, in wie weit das Ganze nicht auf einen Wunsch der
Mönche dort zurückgeht. Wenn sie wirklich nach dem Alten Ritus zelebrieren wollten, dann könnten sie
es doch tun! Sie sind ja im Prinzip eine Art „Indultkloster“ gewesen. Dass es zu einer Angleichung an
den NOM gekommen ist, halte ich daher für ein Bestreben der Mönche dort. Ansonsten könnten ja und würden
Unzufriedene dort austreten, es gibt immerhin noch andere traditionstreue Klöster.
#8 Agiafortuni 13:32:41 | Montag, 14. November 2005
Zum geheimnisvollen Dokument Sollte Rom damit ernst machen, so bleibt nur zu hoffen, dass den verschiedenen
ecclesia Dei Gruppen endlich die Augen aufgehen werden. In Anbetracht dessen mussen man Pater Niklaus
Pfluger für seine sachbezogene Erklärung zum Konzil dankbar sein. Ob man es wahrhaben will oder nicht,
der NOM besitzt keine solide theologische Grundlage und kann daher keine Referenz sein. Gom wäre glaubwürdiger
gewesen, wenn es versucht hätte, den NOM dem tridentinischen Ritus anzupassen wie es abbé Barthe verlangt
hatte.
Es ist absolut nichts Neues, dass die Konventmesse in Le Barroux und ähnlichen Konventen in der oben
beschriebenen Form gefeiert wird. Ob es sich dabei um den 1965er-Ritus oder um einen speziellen eigenritus
handelt, entzieht sich meiner Kenntnis. Die morgendlichen „Winkelmessen“ werden in Le Barroux allerdings
nach wie vor streng nach dem Missale von 1962 gelesen. Ich halte das Gerde von diesem „mysteriösen dokument“
für eine Ente. Diese Regelungen gelten schon von Anfang an, d. h. seit der kanonischen Errichtung von
Le Barroux 1989. Allerdings sind Hinweise auf Bestrebungen, den Ritus von 1962 zu modifizieren, grundsätzlich
wohl auch nicht einfach aus der Luft gegriffen. Man denke beispielsweise an die hier auch schon andiskutierte
Problematik der unterschiedlichen Leseordnungen und Kalendarien …
@pelagius+ athanasius ja das schreiben ist manchmal etwas mühsam aber lieber pelagius du hast dich nicht
mit dem beschäftigt was ich inhaltlich gschrieben habe ja athanasius wenn das so ist wie du schreibst
dann hat der vatikan übereinkünfte gebrochen es stellt den oberen ein schlechtes zeugnis aus wenn sie
sich auf soetwas einlassen
#4 Athanasius 10:31:41 | Montag, 14. November 2005
Ist doch bereits so… dann nicht mehr das missale von 1962 sondern klar das von 1965 Das ist bereits
der Fall. Denn in Le Barroux u. Fontgombault usw. wird schon ausschliesslich nach dem Missale von 1965
(mit den Anpassungen dieses Textes) zelebriert, ODER nach dem Neuen Messbuch Paul VI. Die überlieferte
vorkonziliare Messe ist dort wenn nicht seltsam sogar verboten. Der heutige Vatikan will nicht weg von
der Liturgiereform und dem Konziliarismus und dem Neo-Modernismus. Man will bloß eine „Rückkehr“ zu
den frühen Reformen des „allergrößten Konzils der Geschichte“. Das Missale 1965 passt gut zum moderaten
Modernismus und zum Neo-Konservativismus. Leider ist nach 1965 (Einführung „für alle“) der Weg frei
für die ganze Neue Messe. Und das ist ja auch die Absicht von EcclesiaDei. „Pastorale Sorge“. Das heisst
im klerikalen modernistischen Jargon: Anpassung in langsamer Weise. Dieser Text mag rumgehen, an den Absichten
des heutigen Vatikans liegt die Mysteriosität nicht. Schon lange versucht man die Indult-Traditionalisten
dem neuen Ritus anzupassen. „Zwei Riten geht nicht“. In der Tat wahr. Aber der neue Ritus ist gar kein
Ritus sondern ein Missbrauch. Ganz und offiziell.
@Pelagius Lieber Pelagius, der von mir um seiner Beiträge in vielen Foren sehr geschätzte Ottaviani
ist behindert. Ich habe mich vordem auch des öfteren gewundert, wie die inhaltliche Qualität seiner
Beiträge in Übereinstimmung mit seinen „Rechtschreibqualitäten“ zu bringen ist. Ich hoffe es ist nun
geklärt. Ottaviani ich zolle dir grossen Respekt. Gruss Trottel
Orthographie und Liturgie Lieber ottaviani, wenn die sog. „Ecclesia Dei“-Gemeinschaften den liturgischen
Vorschriften des Missale 1962 so viel Beachtung schenken würden wie Sie den Regeln der deutschen Rechtschreibung,
dann freilich stünde es schlimm um die Liturgie. Das Missale des Jahres 1965 wäre daran gemessen immerhin
noch eine – wenn auch bedauerlich gestutzte – Ordnung.
Eclessia Dei Nun diese Thesen existieren doch schon länger da gab es doch mal sogar ein treffen zu dem
Thema an dem Kardinal Ratzinger teilgenommen hat wenn es so kommen sollte sind die Konvente aufgefordert
das nicht zu akzeptieren den dann hat der Vatikan die mit den einzelnen gemeinschaften geschloßenen übereinkünfte
klar gebrochen den das währe dann nicht mehr das missale von 1962 sondern klar das von 1965