Orthodoxie
Bewährter christlicher Charakter
Bereits mit 21 Jahren wurde der letzte Vorsitzende der KPdSU Kommunist. Jetzt ehrte ihn der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel als Verteidiger der Kirche.
(kreuz.net, New York) Ende Oktober wurde der ehemalige Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion und letzte Präsident der UdSSR, Michail Sergejewitsch Gorbatschow (74), in New York vom Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel mit höchsten Ehrungen ausgezeichnet.

Gorbatschow erhielt den ‘Athenagoras Menschenrechtspreis’ und wurde mit dem Titel des ‘Archon’ und des ‘Großen Redners’ geehrt.

Der Titel des ‘Archon’ wurde dem Ex-Politiker von Erzbischof Dimitrios von Amerika – dem US-Repräsentanten von Bartholomaios I. – im Namen des Patriarchen verliehen.

Der Ex-Kommunist erhielt den Ehrentitel als „getaufter russisch-orthodoxer Christ“, der bei der Annahme des Gesetzes, das in der ehemaligen UdSSR die Religionsfreiheit einführte, eine Schlüsselrolle gespielt habe.

Gorbatschow wurde als Kind von seiner Mutter getauft, bevor er 1952 erst 21jährig in die Kommunistische Partei der Sowjetunion (KPdSU) eintrat.

Bei der Feier hielt Francis Townsand, ein Berater von US-Präsident Bush, die Festrede. Der ehemalige Direktor der CIA, George Tenet, hielt die Tischansprache.

George Tenet ist katholisch.

Die Investitur fand in der griechisch-orthodoxen Kathedrale der Heiligen Dreifaltigkeit statt. Gorbatschow erhielt die Auszeichnung im ‘Hilton’ Hotel, ohne in die Kirche zu gehen.

Bereits im alten Griechenland wurde der Titel ‘Archon’ höheren Stadtbeamten zuerkannt.

Nach der Eroberung von Konstantinopel durch die moslemischen Türken im Jahre 1453 begann der Patriarch, den Titel führenden Mitgliedern der griechischen Volksgruppe zu verliehen.

Die Archontes bilden gemeinsam den Orden des heiligen Apostels Andreas und stellen eine Art kirchlichen Adel dar.

Jeder Archon muß bei seiner Investitur schwören, den orthodoxen Glauben und die kirchliche Tradition zu verteidigen und zu fördern und dem Heiligen Patriarchat und seiner Sendung beizustehen.

Die Statuten verlangen, daß diese Ehre Persönlichkeiten verliehen wird, die von „bewährtem christlichem Charakter“ sind und „treu den Lehren Christi sowie den Unterweisungen und Canones sowie dem Gottesdienst, der Disziplin und den Enzykliken der Kirche anhangen.“
      
15 Lesermeinungen
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#15   Athanasius   21:36:09 | Donnerstag, 17. November 2005
Muss es…
…denn überall über die FSSPX gehen?
Gorbatschow ist ein Eine Welt Religion-Förderer und dieser Preis gehört ihm nicht.
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#14   Romulus   14:33:22 | Dienstag, 15. November 2005
Wie geht es mit der FSSPX weiter?
Eins ist für mich deshalb klar: Bei der jetzigen Situation darf es nicht bleiben, entsprechende Strömungen in der Gesamtkirche UND der FSSPX sind mE zu verurteilen.
Das Problem liegt auch innerhalb der FSSPX. Sie ist kein einheitlicher Block, wie man meinen könnte, und mitnichten teilen alle den Kurs, den Bischof Fellay Rom gegenüber fährt. Wie gesagt, hier wird auf schmalem Grat gewandelt. Fellay ist sich dieser Tatsache bewußt, seine fanatisierten Anhänger nicht immer.
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#13   Benedikt   14:01:41 | Dienstag, 15. November 2005
Zustimmung
So würde ich es auch formulieren. Der Fall FSSPX ist ein Fall eigener Art, der nicht zweifelsfrei und einfach geklärt werden kann. Es ist kein Schisma, aber es ist auch keine volle Einheit. Ich kenne keinen vergleichbaren Fall in der Kirche, daher ist eine Beurteilung des ganzen für Laien wie mich auch nach Sichtung des Sachstandes nicht einfach.
Eins ist für mich deshalb klar: Bei der jetzigen Situation darf es nicht bleiben, entsprechende Strömungen in der Gesamtkirche UND der FSSPX sind mE zu verurteilen.
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#12   Mimi   13:50:36 | Dienstag, 15. November 2005
@Rudolphus
Ich wünschte, so einfach wäre es…
Ich fürchte aber irgendwie, dass es in dem Fall so einfach eben nicht ist… die Meinungen gehen doch stark auseinander, auch wie das ganze nun juristisch bewertet werden muss.
Und meine Sonntagspflicht darf ich dort erfüllen, aber Beichten darf ich dort nicht. Naja. Irgendwie muss es wohl noch ein Mittelding zwischen „innerhalb“ und „außerhalb“ geben?!?!?!
Aber wenn ich dort bin, denke ich darüber nicht nach. Ich bin bei unserem Herrn, das ist für mich das einzige, was dann zählt…
Und dort – wie auch bei der FSSP – kann mich im Gegensatz zum Novus Ordo auch nichts von dieser Tatsache ablenken.
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#11   Rudolphus   13:43:23 | Dienstag, 15. November 2005
@Benedikt: FSSPX
Ich würde sagen „ein drittes ist nicht gegeben“:
Entweder die FSSPX ist ein Teil der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche – die ident ist mit der römisch-katholischen Kirche – oder sie ist es nicht.
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#10   Benedikt   13:18:48 | Dienstag, 15. November 2005
@ Benedikt78
Weder noch. Die FSSPX steht nicht außerhalb, aber auch nicht vollständig innerhalb der Kirche. Die Bischofsweihen gelten als schismatischer Akt, was aber nicht bedeutet, dass die FSSPX im Schisma lebt. Dies wird auch von Kurienprälaten immer wieder betont. Dennoch – es ist ja ganz offensichtlich – gibt es zur Zeit trennende Elemente. Die Exkommunikationen der Bischöfe, die aber weiterhin ihr Amt ausüben und gewisse scharfe Proteste an der Haltung Roms verdeutlichen dies. Auch ist natürlich die Frage, in wie weit es eine Gemeinschaft in der Kirche geben kann, die ein Konzil ablehnt. Dazu kann man aber wiederum sagen, dass sich der Protest auf einige Dokumente – also nicht auf alle – bezieht, die laut FSSPX beim besten Willen nicht traditionsgemäß ausgelegt werden können. Kritik an Konzilsbeschlüssen haben aber auch schon andere geübt, darunter der heutige Papst.
Wie man sieht, ist diese Frage also nicht ganz einfach. Jedem Argument dafür kann ein entsprechendes Gegenargument entgegengesetzt werden. Doch auch die, die meinen, die FSSPX befinde sich im Schisma muss natürlich wissen, dass ein Schisma ein großes Ärgernis ist, an dessen Beseitigung jeder mithelfen muss. Insbesondere diese lächerlichen Weigerungen, der FSSPX eine Kirche zur Verfügung zu stellen sind mE nicht zu rechtfertigen, weil ansonsten mittlerweile ja jedem dort ein Forum geboten wird.
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#9   Elendester Sünder   11:49:24 | Dienstag, 15. November 2005
Spaltung
Gab es eine Spaltung und wenn ja, wer sie herbeigeführt?
Ja. Lefebvre.
APOSTOLISCHES SCHREIBEN „ECCLESIA DEI“ www.vatican.va/…ecclesia-dei_ge.html
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#8   Benedikt78   10:54:54 | Dienstag, 15. November 2005
Frage @ Romulus
Wenn Sie kämpfen wollen für Christi Reich, tun sie es inder Kirche, nicht außerhalb.
Meines Wissens gab es ja keine Spaltung zwischen der Kirche und der Priesterbruderschaft. Sie anerkennen ja auch den Papst als Oberhaupt. Wie meinen Sie das jetzt? Ist die Priesterbruderschaft nun innerhalt oder ausserhalb der Kirche? Ich habe bis jetzt noch nie jemanden gefunden, der die Spaltung oder eine Agitation ausserhalb der Kirche wollte. Gab es eine Spaltung und wenn ja, wer sie herbeigeführt?
Ich bin leider noch ein ziemlicher Laie. Wäre natürlich froh um Aufklärung. Am Besten von beiden Seiten!
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#7   Pelagius   21:44:44 | Montag, 14. November 2005
Res mirabiles
Übrigens, Sie, lieber Athanasius, gehören nicht zur FSSPX, sondern bestenfalls zu FSSP. (Der Gründer Roms an den Bekennerbischof)
Was sind denn das für merkwürdige Wortwechsel? Es ist doch anzunehmen, Athanasius wisse selbst, welcher Klientel er sich besten- oder sogar schlimmstenfalls zurechnet, nicht wahr?
Die Frage nach den Quellen der marcellianischen Behauptungen dürfte sich erübrigen, da manche Fakten eben öffentlich bekannt sind. Einblick in die Geheimarchive des CIA oder des Grand Orient nicht nötig!
Ob man hier auch sogleich wieder auf die Freimaurerei zurückgreifen muß, ist eine andere Angelegenheit; das geistig-politisch-„religiöse“ Umfeld Gorbatschows aber dürfte recht passend gekennzeichnet sein.
Wenn wir den Zustand der Orthodoxie betrachten, ist eine solche Ehrung dann noch eine verwunderlich?
Die Kirche von England hat übrigens einen „Ritter“ mit Namen Keith Richard.
Und auch in der römisch-katholischen Kirche dürften nicht alle Ehrungen und Preisverleihungen (bis hin zu Kardinalsernennungen) günstig verlaufen sein, oder?
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#6   Elendester Sünder   20:48:07 | Montag, 14. November 2005
Eine Welt
Die antichristliche, „humanistische“ Verschwörung und die Unterwanderung der Kirche mit dem Ziel einer Weltregierung und einer weltweiten Einheitsreligion ist leider, leider Wirklichkeit. Wo Marcel recht hat, hat er recht.
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#5   Romulus   20:47:28 | Montag, 14. November 2005
@ Athanasius
Werter Athanasius!
Marcels Aussagen zu Gorbatschow sind objektiv wahr.
Quelle?
obwohl Sie augenscheinlich jede Möglichkeit angreifen um die Römisch-katholische Kongregation von Erzbischof Marcel Lefebvre anzugreifen.
Nein, ich warnte Marcel nur vor dem Absturz ins Schisma. Er meint es gut, wandelt aber auf gefährlich schmalem Grat. Übrigens, Sie, lieber Athanasius, gehören nicht zur FSSPX, sondern bestenfalls zu FSSP. Im Gegensatz zu seinen Anhängern wußte Lefebvre wo es lang geht.
Wenn Sie kämpfen wollen für Christi Reich, tun sie es inder Kirche, nicht außerhalb. Sie sind jung und haben dazu alle Möglichkeiten. Ich hatte Ihnen dies schon mehrmals geschrieben, aber nie wurde darauf geantwortet.
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#4   Athanasius   20:32:44 | Montag, 14. November 2005

Marcels Aussagen zu Gorbatschow sind objektiv wahr. Es sind zudem keine „Behauptungen“ der FSSPX oder ä., sondern öffentlich bekannte Tatsachen.
G. propagiert die Eine-Welt-Religion, Weltherrschaft, Weltbevölkerungsverringerung und eine neue universale „Symbiose des Kommunismus und des Kapitalismus mit einer starken Führerschicht“.
Hat nichts mit der FSSPX zu tun, ROmulus, obwohl Sie augenscheinlich jede Möglichkeit angreifen um die Römisch-katholische Kongregation von Erzbischof Marcel Lefebvre anzugreifen. Schade.
Wann greifen Sie den lokalen neo-Modernismus an?
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#3   Brandenburgis   19:55:07 | Montag, 14. November 2005
@ Romulus
Ich kann diese Informationen nur bestätigen. Was das mit der FSSPX zu tun haben soll ist mir hier schleierhaft.
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#2   Romulus   18:04:54 | Montag, 14. November 2005
@ Marcel Mehr sola als et
Werter Marcel,
wissen Sie eigentlich, warum die katholische Kirche vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil Konvertiten verboten hat vor mindestens Jahresfrist ein Weihe anzustreben oder ins Kloster zu gehen?
Ich sag’ s Ihnen: Da diese meist über das Ziel hinausschießen.
Ich schätze Sie sehr, aber was Sie so in letzter Zeit von sich geben, ist ziemlich nah am protestantischen „sola“ und weniger am katholischen „et“.
Sie sind drauf und dran ins Schisma zu gehen. Bitte kolportieren Sie nicht einfach unreflexiert Verlautbarungen und Behauptungen der FSSPX. Das haben Sie doch nicht nötig, oder?
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#1   Marcel   16:58:36 | Montag, 14. November 2005
Globale Einheitsreligion
Gorbatschow ist ein abtreibungsfördernder und die Eine-Welt-Regierung propagierender Globalist.
Daß Gorbatschow vor einigen Jahren als Ehrengast im Vatikan empfangen wurde (ausgerechnet einen Tag nach der unvollständigen Veröffentlichung des dritten Fatima-Geheimnisses), war eine Schande für die Kirche und eine Beleidigung der Gottesmutter. Eben eine direkte Folge der – die katholische Kirche schwer schädigenden – Ostpolitik der V.II-Modernisten innerhalb der Kurie.
Gorbatschow sitzt auch am runden Tisch mit Bill Gates, der Scientology-Witwe und anderen „großen Persönlichkeiten“ (sprich: Freimaurern) zusammen, um die weltweite Durchsetzung von Verhütungsmitteln und Abtreibung zu fördern.
Entsprechend fördert auch seine Gorbatschow-Stiftung die Verminderung der Weltbevölkerung durch Verhütungsmittel und Abtreibung (wie die von Bill Gates ebenfalls), usw.
Kürzer: sicher kein „bewährter christlicher Charakter“.
Glücklicherweise sieht unser Herr alles und Sein Wille geschieht am Ende doch.
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