08:15:18 | Dienstag, 15. November 2005
Ungewöhnlich lange + Antwort verweigert + Undementierter Vorwurf + Verhütungsmittel tötet Kind und Mutter + Gratis-Heizung
Ungewöhnlich langeVatikan. Papst Benedikt XVI. empfing gestern Montag den österreichischen Bundeskanzler
Wolfgang Schüssel zu einer Privataudienz. Das Treffen dauerte etwa eine halbe Stunde und soll in einem
„sehr freundschaftlichen“ Klima stattgefunden haben. Schüssel sprach von einem „unüblich langen Gespräch“.
Thema sei unter anderem das österreichische Konkordat gewesen. Auch die Frage der EU-Beitrittsverhandlungen
mit der Türkei und Balkanstaaten wie Rumänien oder Bulgarien seien zur Sprache gekommen. Seitens des
Heiligen Stuhls wurde keine Erklärung über den Inhalt des Gesprächs veröffentlicht.
Antwort verweigert
Italien. Die in Rom publizierte Monatszeitschrift ‘Inside the Vatican’ fragte den Präfekten der Liturgiekongregation,
Francis Kardinal Arinze, ob es wahr sei, daß er sich beim Papst
gegen die großzügige Zulassung der
Alten Messe eingesetzt habe. Kardinal Arinze erklärte ohne auf die Frage zu antworten, daß Ansuchen
zur Alten Messe nicht im Kompetenzbereich seiner Kongregation lägen. Hierfür sei die Päpstliche Kommission
Ecclesia Dei zuständig. Priester und Bischöfe müßten sich jedoch fragen, ob die Gläubigen aufgrund
von liturgischen Mißständen um 50 Jahre zurückgehen wollten: „Unglücklicherweise gab es – was einige
nicht wissen – sogar in der Tridentinischen Messe Mißbräuche.“ Der Kurienkardinal verweist auf Priester,
welche die Wörter verhaspelten. Die Gläubigen hätten dies allerdings wegen mangelnder Lateinkenntnisse
nicht wahrgenommen.
Undementierter VorwurfSüdkorea. Der südkoreanische Biotechnologe Woo-Suk Hwang
erklärte am Montag, daß er sich beim Hantieren mit Kinderzellen strikt an die Richtlinien seiner Regierung
gehalten habe. Hwang gelangte 2004 in die internationalen Schlagzeilen, als er als erster Biotechnologe
einen selbst gezüchteten Zwilling zur Produktion von Kinderzellen verwendete. Der Biotechnologe äußerte
sich wegen jüngster Vorwürfe, wonach er auch auf
gespendete Eizellen einer Mitarbeiterin zurückgegriffen
habe. Auf den konkreten Vorwurf ging er jedoch nicht ein. Er erklärte lediglich, zu „gegebener Zeit“
eine Stellungnahme abzugeben. Nach bioethischen Grundsätzen dürfen Forscher keine Eizellenspenden von
Mitarbeiterinnen annehmen.
Verhütungsmittel tötet Kind und MutterUSA. Die US-Arzneimittelbehörde
hat einen Warnhinweis für ein Pflaster zur Kinderverhütung erlassen. Das berichtete das deutsche ‘Ärzteblatt’
am Montag. Das Hormonpflaster ist auch in Mitteleuropa erhältlich. Die Hormonbelastung durch das Pflaster
sei deutlich höher als durch die Antikinderpille, begründet die US-Behörde ihre Warnung. Bereits vor
vier Monaten berichtete die Nachrichtenagentur ‘AP’ ohne Quellenangabe, daß das Hormonpflaster die Gefahr
für Thrombosen verdreifache. Das Kinderverhütungspflaster soll nach Angaben der US-Arzneimittelbehörde
im Jahr 2004 etwa ein Dutzend Todesfälle – die dadurch frühabgetriebenen Kinder nicht mitgezählt –
gefordert haben.
Gratis-Heizung„Wenn der Winter kommt, wenn Frost und Schnee einsetzen, dann brauche
ich doch kein Holz: Ich werde wachen, bis ich warm werde oder werde schlafen. Sicher aber, das weiß ich,
werde ich nicht frieren.“
Aus dem 43. Brief des heiligen Kirchenlehrers und Bibelgelehrten Hieronymus
(† 420)
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#6
Agiafortuni 09:08:28 | Samstag, 19. November 2005
#5
Rudolphus 12:57:53 | Mittwoch, 16. November 2005
#4
Bonaventura 10:49:17 | Mittwoch, 16. November 2005
#3
alb_fin 14:38:12 | Dienstag, 15. November 2005
#2
richard 09:03:07 | Dienstag, 15. November 2005
#1
Niclaas 08:55:34 | Dienstag, 15. November 2005