Die Konservativen sind dabei, den Religionskrieg zu gewinnen
Die US-Amerikaner wollen konservative Kirchen. Dave Shiflett – der Autor des Buches ‘Exodus: Warum Amerikaner aus liberalen Kirchen flüchten, um sich dem konservativen Christentum anzuschließen’ – erklärt, daß die USA wieder nach Tradition und Orthodoxie rufen.
(kreuz.net) Warum lehnen US-amerikanische Kirchgänger das liberale Christentums ab, das einen homosexuellen
Klerus, die Kinderabtreibung, die sexuelle Freiheit und die sogenannte Toleranz als ihre höchsten Werte
betrachtet?
In einer Zeit, die sich immer stärker verweltlicht, könnte man glauben, daß die liberalen
Kirchen an Mitgliedern gewinnen würden.
Doch dem ist nicht so, erklärt Shiflett.
Er glaubt, daß es
gerade die liberale Haltung der traditionellen Kirchen ist, welche viele US-Amerikaner aus ihren Kirchen
vertreibt. Stattdessen ziehen es diese Kirchgänger vor, an der Tradition und Orthodoxie festzuhalten.
Sie wünschen, daß ihre Kirche wesentliche Dogmen wie die Jungfrauengeburt, die Auferstehung oder die
Dreifaltigkeit beachtet.
Sie streben nach einer hochstehenden Spiritualität, die sexuelle Disziplin
und eine Verpflichtung zu den Zehn Geboten enthält.
Shiflett begann seine Nachforschungen, als er erfuhr,
daß ein protestantischer Seminarist Schikanen erlebte, weil er an Gott glaubte:
„Etwas muß grundlegend
falsch gelaufen sein, wenn eine Person, die an Gott glaubt, in einem Seminar zum Außenseiter wird“, erklärt
Shiflett.
Zu Shifletts Verwunderung war das kein Einzelfall.
Nachdem er mit einem Dutzend Personen gesprochen
hatte, die liberale Kirchen verlassen hatten, stieß er auf ähnliche Zustände.
Er erfuhr von einem
Spitalpfarrer der Unitarier, der es ablehnte, einen sterbenden Patienten mit der Hoffnung auf das Ewige
Leben zu trösten, weil er selber nicht daran glaubt.
Shiflett stieß auf einen bekannten protestantischen
Bischof, der die Jungfrauengeburt und die Auferstehung ablehnt.
Im US-Bundesstaat Maryland fand er eine
Kirche, welche die Asche für den Aschermittwoch aus Steuerformularen, Militärdokumenten, Olivenöl und
menschlichem Blut herstellt.
Viele Amerikaner haben genug von linkslastigen Predigten, intellektuellen
Hirngespinsten und politischen Korrektheiten, welche das Dogma und die Tradition ignorieren.
Das berüchtigste
Beispiel dafür ist die Einsetzung des homosexuellen Gene V. Robinson als US-anglikanischen Bischof.
Die Folge der Tatsache, daß sich die großen Kirchen dem Liberalismus unterwerfen, war ein Massenexodus
aus den Kirchenbänken.
In den letzten Jahrzehnten ist der Kirchenbesuch bei den traditionellen Kirchen
der USA massiv zurückgegangen.
Die ‘United Churches of Christ’ haben 14.8% ihrer Mitglieder verloren,
die ‘United Methodist Church’ 6.7% und die US-Anglikaner sowie die Baptisten mehr als 5%.
Die Rückseite
dieser Tendenz ist das Wachsen der konservativen christlichen Gemeinschaften.
Amerikanische Kirchenbesucher
richten ihre Aufmerksamkeit vermehrt auf konservative Gruppen in den verschiedenen evangelischen, katholischen
und orthodoxen Kirchen.
Gemeinschaften, die dem traditionellen christlichen Glauben treu geblieben sind,
erleben einen drastischen Mitgliederzuwachs.
Die ‘Evangelische Freikirche’ wuchs um 57%, die konservative
protestantische ‘Christian Churches’ und die ‘Churches of Christ’ um 40%, die ‘Assemblies of God’ um 18%
und die ‘Church of God’ um 40%.
Shiflett glaubt, daß das Wachsen der konservativen Christen mit dem
Wunsch der US-Amerikaner zusammenhängt, ihren Glauben und ihr religiöses Erbe zu erhalten.
Während
die liberalen Denominationen die Häresie bevorzugen, verkündigen konservative Kirchen ihrer Herde die
ungewässerte Botschaft Christi.
„Die US-Amerikaner werden von der spirituellen Herausforderung des Evangeliums
angezogen und wollen auf dieses hohe Glaubensniveau gehoben werden“, erklärt Shiflett.
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8 Lesermeinungen
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#7 chancel_screen 14:36:09 | Mittwoch, 16. November 2005
Planet USA: Paradox pur Beim Besuch der Messe im Bundesstaat Michigan (Flint) im Jahre 1972 stelle ich
mit Erstauen fest, dass der Zelebrant zu Beginn der Messe alle Gläubigen umarmen und küssen wollte.
Die eher evangelisch-charismatisch Gläubigen quittierten dann alles, was dieser sagte, mit Beifall. Das
war 1972!! Kann sein, dass der ironisch zitierte „Grapefruitsaft“ in solchen Gemeinden heute traurige
Realität ist. Anderseits haben die traditionsverbundenen US-Amerikaner Vorbildfunktion, wenn es darum
geht, die Häresien und Idiotien der NovusOrdo-Kirche (auch in Europa) anzuprangern. Hier sind sie auch
nicht so handzahm wie das europäische Pendant. Auch wenn ich naturgemäß eine größere Sympathie für
die europäische Sensibilität habe, finde ich, wir sind solchen Wegweisern wie novusordowatch & Co. sehr
zum Dank verpflichtet. Wenn es sie nicht gäbe, müßte man sie erfinden! Interessante Beiträge gibt
es nuerdings auch unter: …torgeneralis.blogspot.com/
Die US-Amis sind doch nicht so doof, wie ich immer annahm. Sie riechen jetzt sichtlich den stinkenden
Braten, der ihnen seit langer Zeit schon im „Liberalismus“ vorgesetzt wurde. „American way of life“ –
hier gilt meine Verneinung nur mehr für das Gangstertum in Wirtschaft und Politik. richard
#5 Rudolphus 12:49:30 | Mittwoch, 16. November 2005
In Europa nicht anders Auch wenn die Europäer generell nicht so religiös sind wie die US-Bürger, so
haben wir das gleiche Phänomen: Die säkularisierten Kirchen und Glaubensgemeinschaften leeren sich,
allen voran die Evangelische Kirche Deutschlands, und ebenso die protestantisierte Römisch-Katholische
Kirche unter rein juristischer Anerkennung der Vorgaben des Römischen Pontifex.
#3 Benedikt78 12:15:01 | Mittwoch, 16. November 2005
Hoffen wir mal… dass dies auch in der katholischen Kirche in Europa auf Gehör stösst! Vor allem, da
bei uns von der Presse die als konservativ verschrieenen Geistlichen, nicht wirklich konservativ sind.
Man sollte man in Polen oder in einigen Ost-Kirchen nachschauen. Dort ist man noch wirklich konservativ
und die Kirchen sind voll und gut durchmischt (jung und alt)! Wenn ich manche Predigten unserer Dorfpfarrer
anhöre, wundere ich mich, wie sie sich für eine Berufung entschieden haben, die ihnen offensichtlich
nicht in den Kram passt.
#2 joergx2000 12:03:13 | Mittwoch, 16. November 2005
Vermenung Ein konservativer Protestant ist zwar besser alls ein liberaler, aber Ketzer bleiben sie trotzdem.
Außer es wären traditionelle Katholiken. Davon habe ich aber nichts gelesen. Auch ist es ein Fehler
Traditionalisten mit Konservativen gleichzusetzen. Unser jetziger Papst Benedikt ist auch ein Konservativer (
…konservativ beim Festhalten am letzten Konzil… ) Es kommt halt immer auf das Ziel an. Deswegen kann
das Zurückgehen zum konservativen Protestantismus ( was auch immer das heißt ) nur ein erster Schritt
sein. „ Instaurare Omnia in Christo „ (Pius PP X, Papst 1903 – 1914)
#1 ottaviani 11:40:57 | Mittwoch, 16. November 2005
Na ja Es ist der klare vorteil des Konservativen er muß nur geduldig warten den das sprichwort stimmt
vor allen in religiösem Belange:“ wer mit der ZEIT geht, der GEHT mit der zeit