Koalitionsvertrag: Todesurteil für eine Million Menschen
Die Koalitionsvereinbarung zwischen CDU/CSU und SPD bedeutet in der Praxis das Todesurteil durch Abtreibung für ca. eine weitere Million ungeborener Kinder in Deutschland in den nächsten vier Jahren.
(kreuz.net, Berlin) Auf 191 Seiten Koalitionsvereinbarung gibt es nur eine Fünf-Zeilen-Passage zum Thema
Abtreibung.
Sie lautet:
„Das Bundesverfassungsgericht hat dem Gesetzgeber im Jahr 1992 in seinem Urteil
bezüglich der Gesetze zum Schwangerschaftsabbruch eine Beobachtungs- und eventuelle Nachbesserungspflicht
auferlegt. Wir werden dieser Verpflichtung auch in der 16. Legislaturperiode nachkommen und wollen prüfen,
ob und gegebenenfalls wie die Situation bei Spätabtreibungen verbessert werden kann.“
Diese vage Prüfungsabsicht
beim Thema „Spätabtreibung“ dürfte in der Sache nicht einmal dort zu einer Änderung führen.
Das zeigt
schon die Formulierung, man wolle „auch“ in der 16. Legislaturperiode prüfen und eventuell nachbessern.
In den vergangenen Legislaturperioden wurde nach solchen „Prüfungen“ bekanntlich nichts nachhaltig verbessert.
Eine grundsätzliche Abkehr von der verhängnisvollen Abtreibungsgesetzgebung wird nicht in Erwägung
gezogen.
Sie wurde, etwa von den sich „christlich“ nennenden Parteien, offenbar nicht einmal zum Thema
der Verhandlungen gemacht, obwohl die Parteien der neuen Koalition mit ihrer großen Parlamentsmehrheit
neue Weichenstellungen beschließen könnten.
Die Tatenlosigkeit der neuen Koalition in dieser Frage
ist nicht nur moralisch inakzeptabel, sie ist auch angesichts der demographischen Entwicklung verhängnisvoll
und entwertet alles an anderer Stelle dazu Gesagte zu hohlen Phrasen.
Zum Beispiel in der Präambel der
Koalitionsvereinbarung: „Eine Gesellschaft ohne Kinder hat keine Zukunft. In Deutschland werden zu wenige
Kinder geboren. Wir wollen mehr Kinder in den Familien und mehr Kinder in der Gesellschaft.“
Der Vorsitzende
der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, hat in den vergangenen Wochen u.a. zu Äußerungen
des iranischen Präsidenten, zum islamischen Fastenbrechen und zur Konzilserklärung über die nichtchristlichen
Religionen Stellungnahmen abgegeben.
Um so verwunderlicher ist es, daß er bislang kein Wort zu den Koalitionsverhandlungen
und zum Thema Abtreibung gefunden hat.
Selbst in seinem Beitrag beim Ökumenischen Gottesdienst zur Bundestagseröffnung
unter dem verheißungsvollen Titel „Heiliger Mut zur Erneuerung“ blieb das Thema Abtreibung unerwähnt.
Presseerklärung von ‘Pro Sancta Ecclesia’ und der ‘Vereinigung der Initiativkreise katholischer Laien
und Priester im deutschen Sprachraum’ zum Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD. Die beiden Organisationen
fördern und verteidigen die katholische Glaubens- und Sittenlehre.
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10 Lesermeinungen
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#10 Yersinia 23:08:55 | Mittwoch, 16. November 2005
@chancel_screen: du hast mir noch immer nicht erklärt wie dieser „Kreuzzug gegen die Häretiker“ denn
aussehen soll – abgesehen davon, wen definierst du als Häretiker? und wozu ein Kreuzzug gegen diese Leute,
wenn sie doch eh im Himmel gerichtet werden?
#9 Laurentius2 12:14:20 | Mittwoch, 16. November 2005
Deutsche Außenseiter Nur noch Außenseiter (Hubert Hüppe)oder von der CDU Ausgeschlossene (Martin Hohmann)
treten öffentlich und entschieden für ein Ende des Massenmords ein. Das liberal-sozialistische Deutschland
wird von Gott noch dereinst wie alle liberal-sozialistischen Staaten für diesen Babycaust bestraft werden.
Irland, Malta, Polen, haltet durch !!!
#8 Krzyszek 10:36:00 | Mittwoch, 16. November 2005
„Ehrenwerte Gesellschaft“ Machen wir das doch auch mit der sehr „ehrenwerten Gesellschaft“. Und was passiert?
Nüscht! Alles nur seichtes Gerede – und danach fühlt man sich besser.
Die Massenmörder sind unter uns – in hohen Richter- und Politikposten und immer sehr ehrenwert. Eben
die sehr „ehrenwerte Gesellschaft“. Parteifarbe spielt keine Rolle, in Wahrheit gibt es nur die eine Farbe:
Blutrot – seit 1789. Wir sollten begreifen, was Christus mit den Heuchlern und Pharisäern gemeint hat
und die gesellschaftspolitischen Konsequenzen ziehen. Christus war kein Lauer, sondern ein Kämpfer –
er hat die „Händler“ aus dem Tempel gejagt, schnell und effektiv. Machen wir das doch auch mit der sehr
„ehrenwerten Gesellschaft“. richard
#5 Fabianus 19:08:57 | Dienstag, 15. November 2005
… „Kinder sind eine Gabe des Herrn, die Frucht des Leibes ist sein Geschenk.“ Psalm 127 Der Mensch verachtet
nicht mehr bloß Gott, sondern mittlerweile sich selbst.
#4 chancel_screen 18:38:51 | Dienstag, 15. November 2005
@Brandenburgis „Meisner & Konsorten“ nicht nur angeblich konservativ Kardinal Meisner ist in der Tat konservativ,
ja sogar erzkonservativ. Doch konserviert er die Kirche Pauli VI und JP II, die sich mit der liberalen
Revolution arrangiert hat. Um heute wirklich „konservativ“ zu sein, liebe Brandenburgis, muß man eben
reaktionär, also kontra-revolutionär sein. Mit seiner bloß „konservativen“ Haltung kann der hochwürdige
Metropolit Meisner zwar das Schlimmste (Homo-Kirche, Frauenweihe usw.) noch verhindern, doch würden ihm
die liberalen und linken Prälaten in den Rücken fallen, sollte er wirklich zum Kreuzzug gegen die Häretiker
aufrufen.
#3 Benedikt78 17:10:59 | Dienstag, 15. November 2005
Tja… Wenn ein Christ die CDU wählt, ist ihm wahrlich nicht mehr zu helfen. Aber bitte… Alternativen
gäbe es. Wie wäre es mit der Christlichen Mitte? Aber leider fehlt wohl der Geistlichkeit der Mut sich
so klar auf die Seite des Christentums zu stellen. Wenn Jesu Christi heute unter uns wäre, würde er
wohl von den Klerikern als Polemiker bezeichnet und sein Verhalten als unchristlich abgetan!
#2 Brandenburgis 16:42:33 | Dienstag, 15. November 2005
Christlichen Parteien Schuld haben nicht die christlichen Parteien, sondern die r-k Kirche, die diesen
Zustand begünstigt und duldet, sowie innerkirchliche Kritiker diszipliniert und diffamiert. Dies gilt
auch dür die angeblich „konservativen“ Bischöfe á la Meissner und Konsorten
#1 Rudolphus 15:47:18 | Dienstag, 15. November 2005
Pius XII.: „Die Sünde des 20. Jahrhunderts … … ist es, daß das Gefühl für die Sünde verloren
gegangen ist.“ Die westlichen Staaten unter der Führung der christlich dominierten USA sind hemmungslos
in die Abtreibungsmentalität – ganz wie von Aldous Huxlexy in „Brave New World“ vorgezeichnet – untergegangen.
Nach den Worten unzähliger Marienerscheinungen, besonders jener apokalyptischen von LaSalette und Fátima,
steht der Menschheit somit furchtbare Züchtigungen des Ewigen Vaters bevor. Das Maß vor Gott ist schon
längst voll.