18:07:14 | Dienstag, 15. November 2005
Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller hat heute die Neuordnung des Laienapostolates in seinem Bistum in Kraft gesetzt.
(kreuz.net, Regensburg) Der Bischof von Regensburg präsentierte die Änderungen bei einer Pressekonferenz
am heutigen Fest des heiligen Albertus Magnus. Dieser war zwischen 1260 und 1262 Bischof von Regensburg.
Regensburg befindet sich im Osten von Bayern.
Durch die Reform sollen die Pfarrgemeinderäte – so Bischof
Müller bei der Pressekonferenz – als „wichtigste Säule der Teilnahme aller Gläubigen am Sendungsauftrag
der Kirche“ gestärkt werden.
Die Änderung der Statuten für Pfarrgemeinderäte wird eine „noch engere
Verbindung des wichtigen Pfarrgemeinderates mit dem Priester“ ermöglichen.
Auf Dekanatsebene sollen
in Zukunft eigene Arbeitsgruppen projekt- und themenbezogen eingesetzt werden. Dagegen brauchen die Dekanatsräte
nicht mehr zu erörtern, was bereits von den Pfarrgemeinderäten verhandelt wurde.
Auf der Diözesanebene
wird der bisherige Diözesanrat in zwei Gremien aufgeteilt. Der Diözesanrat war bisher – wie in anderen
Bistümern Deutschlands – das höchste diözesane Laiengremium.
Die beiden neuen Gremien auf Diözesanebene
werden Diözesanpastoralrat und Diözesankomitee heißen.
Der Diözesanpastoralrat ist ein Gremium von
Priestern, Diakonen, Ordensleuten und Laien. Er besteht bereits in zahlreichen anderen deutschen Bistümern.
Seine Einrichtung sei eine Forderung, die in der Diözese Regensburg schon seit vielen Jahren bestehe.
Das Laienapostolat werde in diesem Rat durch einen überproportionalen Anteil von Laienvertretern gewürdigt.
Im zweiten diözesanen Gremium – dem Diözesankomitee – werden sich die kirchlichen Vereine und Verbände
zusammenschließen, um „noch schlagkräftiger“ in die Gesellschaft hineinwirken zu können.
„Eine Neuordnung
nach über 30 Jahren ist aufgrund der pastoralen Praxis vernünftig und sinnvoll“, begründet Bischof
Müller die Reform. Diese entspreche auch dem Zweiten Vatikanum und den neuen Dokumenten des kirchlichen
Lehramtes.
Man habe – so die Erklärung des designierten Generalvikars –, das ‘Paderborner Modell’ an
die Verhältnisse in Regensburg angepaßt: „Wir werden damit sicherlich genauso gute Erfahrungen machen.“
Ein Priester des Bistums Regensburg erklärte in einer Stellungnahme vor kreuz.net, daß die heute vorgestellte
Reform auch eine Antwort auf die jüngsten schweren Konflikte
mit dem gegenwärtigen Regensburger Diözesanratsvorsitzenden
seien:
„Eine elegante Lösung, um dem aufmüpfigen Laienbesserwisser das Wasser abzugraben.“
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#6
Ulrich Bonse 13:01:55 | Freitag, 18. November 2005
#5
Bernado 17:18:30 | Mittwoch, 16. November 2005
#4
Rudolphus 17:13:13 | Mittwoch, 16. November 2005
#3
diakonos 17:07:32 | Mittwoch, 16. November 2005
#2
Benedikt 12:36:26 | Mittwoch, 16. November 2005
#1
Kaktus 12:13:32 | Mittwoch, 16. November 2005