15:49:47 | Mittwoch, 16. November 2005
Der bayerische Kardinal Wetter dementierte, daß es eine „Bischofsfront“ gegen den Regensburger Oberhirten gebe. Gleichzeitig fand er über die Medien sehr klare Worte gegen seinen Mitbruder.
(kreuz.net, München) Der Kardinalerzbischof von München und Freising Friedrich Wetter distanzierte sich
am Mittwoch von Medienberichten, wonach es eine „Bischofsfront“ gegen Mons. Gerhard Ludwig Müller von
Regensburg gebe.
Auslöser einer entsprechenden Berichterstattung war die Kritik von Kardinal Wetter
an der
Auflösung des Diözesanrates und des Dekanatsrates im Nachbarbistum Regensburg.
Regensburg befindet
sich rund 100 Kilometer nordöstlich von München.
Anstelle des bislang gewählten Diözesanrates gibt
es in Regensburg nun einen Diözesanpastoralrat. Dessen Mitglieder – zwei Drittel Laien – werden vom Bischof
ernannt. Gleichzeitig installierte Mons. Müller ein Diözesankomitee, das aus gewählten Vertretern der
Verbände und geistlichen Gemeinschaften besteht.
Bereits im Vorfeld der Rätereform – zum Abschluß
der diesjährigen Herbstvollversammlung der bayerischen Bischofskonferenz vor einer Woche – distanzierte
sich Kardinal Wetter von den Veränderungen im Bistum Regensburg.
Er – Kardinal Wetter – verwahre sich
aber gegen Interpretationen der Presse, wonach es eine „Bischofsfront“ gegen Mons. Müller gebe.
Im selben
Atemzug distanzierte sich der Kirchenfürst jedoch erneut von den Veränderungen in Regensburg.
„Der
Kardinal wird falsch interpretiert, wenn der Schluß gezogen wird, er halte den jetzt in Regensburg vollzogenen
Schritt für richtig“, erklärte der Pressesprecher des Kirchenfürsten.
Kardinal Wetter bedauere, daß
Bischof Müller bei der Herbstkonferenz der bayerischen Bischöfe vor wenigen Tage keine näheren Angaben
gemacht habe.
Wie jetzt bekannt wurde, bat Kardinal Wetter seinen Mitbruder in Regensburg noch unmittelbar
vor der Pressekonferenz am Dienstag – bei der die neuen Regelungen veröffentlicht wurden – „keine einseitige
Interpretation der Veränderungen zu geben“:
Bischof Müller solle nicht den Eindruck erwecken, als seien
allein diese eine zeitgerechte und zukunftsweisende Gestalt der Zusammenarbeit von Priestern und Laien.
Das Bischöfliche Sekretariat Regensburg hatte zuvor an alle Pfarreien des Bistums eine Mitteilung über
die geplante Räteform geschickt.
Diese lasse die Interpretation zu, als ob diejenigen, die an den durch
demokratische Wahlen legitimierten Katholikenräten festhielten, „traditionalistisch an alten Strukturen“
klebten während in Regensburg jetzt eine „Modernisierung der Rätearbeit“ vorgenommen worden sei – zitiert
der Pressesprecher von Kardinal Wetter aus der Mitteilung.
Dem Kardinal liege sehr daran, „daß gute
und treue Katholiken, die hilfsbereit und dienstbereit sind, nicht demotiviert und in die Resignation
gedrängt werden“.
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Laurentius2 09:41:06 | Montag, 21. November 2005
#15
Gotthard 20:55:54 | Donnerstag, 17. November 2005
#14
Toby 18:15:16 | Donnerstag, 17. November 2005
#13
Laurentius2 10:00:15 | Donnerstag, 17. November 2005
#12
Benedikt 09:53:39 | Donnerstag, 17. November 2005
#11
zwobbel 07:58:02 | Donnerstag, 17. November 2005
#10
turk 00:50:13 | Donnerstag, 17. November 2005
#9
Gotthard 23:50:28 | Mittwoch, 16. November 2005
#8
Yersinia 23:04:41 | Mittwoch, 16. November 2005
#7
Brandenburgis 23:01:04 | Mittwoch, 16. November 2005
#6
Sirilo 22:14:12 | Mittwoch, 16. November 2005
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Toby 19:05:50 | Mittwoch, 16. November 2005
#4
mahner 18:43:22 | Mittwoch, 16. November 2005
#3
Stimme aus Wien 18:20:08 | Mittwoch, 16. November 2005
#2
Justus 18:08:26 | Mittwoch, 16. November 2005
#1
Rudolphus 16:54:26 | Mittwoch, 16. November 2005