Eine Ein-Mann-Initiative wurde nach mehr als zwei Jahren vom Bischof gehört. In Portland werden Pfarreien nicht mehr für Veranstaltungen zugunsten der Kinderabtreibung verwendet. Was hat das mit Sex zu tun?
(kreuz.net, Bangor/Portland/USA) Mehr als zwei lange Jahre hat der 46-jährige Amerikaner Terence Hughes
vor der St. Johannes Kirche in Bangor, im Bundesstaat Oregon (Nordwesten der USA), mit Mahnwachen ausgeharrt.
Der Lebensschützer belagerte den Haupteingang zur Kirche und veranstaltete Gebetsvigilien mit blutigen
Fotos von abgetriebenen Kindern.
Anfang des Monats wurde Herr Hughes endlich seine selbstgewählte Arbeit
los: Der Bischof der Diözese, Richard J. Malone (58), teilte ihm brieflich mit, daß es lebensverachtenden
Politikern in der Diözese künftig nicht mehr erlaubt sei, politische Werbeveranstaltungen auf kirchlichen
Besitzgütern abzuhalten.
Seit Juni 2002 hatte Terence Hughes gegen politische Veranstaltungen von Abtreibungsbefürworten
auf Kirchengebiet protestiert. Konkreten Anlaß dazu hatte ihm der Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus,
John Baldacci, gegeben.
Im Rahmen einer Spendenaktion hatte der Lebensfeind Baldacci, der zu dieser Zeit
für das Amt des Gouverneurs kandidierte, das kircheneigene Territorium als politischen Veranstaltungsort
genutzt. Hughes erhob dagegen Einspruch und erklärte, er werde die Kirche solange belagern, bis derartige
Veranstaltungen von der Diözese Portland verboten würden.
Mit seiner jahrelangen Protestaktion stieß
der Lebensschützer bei den Gläubigen häufig auf Unverständnis. Kirchenbesucher wichen ihm und seinen
Bildern aus und nahmen für den Gang zur Sonntagsmesse Umwege in Kauf. Auf Drängen seiner Pfarreiangehörigen
hin versuchte der Priester der Pfarrei, Pfarrer Richard McLaughlin, Hughes wegen Belästigung zu verklagen.
Ein Gericht lehnte die Klage aber ab.
Pfarrer McLaughlin verglich die Kirchenbelagerung mit einer Geiselnahme.
„Es war sehr hart für uns. Wir konnten nichts tun, außer ihn so abzuschirmen, daß die Kinder nicht
mitbekamen, was hier vor sich ging“.
Mit Sex hat diese Meldung nichts zu tun, aber Artikel, die das Wort
„Sex“ nicht im Titel enthalten, werden viel weniger gelesen.
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