08:51:32 | Samstag, 19. November 2005
Auf der ganzen Erde + Dementi + Bischöfliche Sonderwege + Die Räte und ihr Rat + Taufe mit 101
Auf der ganzen ErdeVatikan. Papst Benedikt XVI. hat am Donnerstag abend in der vatikanischen Audienzhalle
zusammen mit tausenden Gästen einen amerikanisch-italienischen Spielfilm über Johannes Paul II. gesehen.
Das Werk habe in ihm – so Benedikt XVI. nach dem Film – die tiefe Dankbarkeit gegenüber Gott erneuert,
der der Kirche und der Welt einen Papst von so erhabener Gestalt geschenkt habe. Benedikt XVI. verwies
auf das „emotionale und spirituelle Band“ zwischen der „großartigen Seele“ seines Vorgängers und den
Seelen von unzähligen Gläubigen. Sie sähen in Johannes Paul II. einen Freund, einen Verteidiger der
Menschheit, der Wahrheit, der Gerechtigkeit, der Freiheit und des Friedens. Auf der ganzen Erde werde
er als glaubwürdiger Zeuge Gottes verehrt.
DementiDeutschland. Das Presseamt der Erzdiözese Köln
äußerte sich kürzlich zum Verkauf des Redemptoristenklosters in Geistingen. Dies berichtete die Homepage
kirchenschwinden. Geistingen befindet sich unweit von Bonn in Westdeutschland. Die Pressestelle reagierte
auf
die Meldung, daß ein Verkauf des Redemptoristenklosters an die Priesterbruderschaft Pius X. am Veto
des Kardinals gescheitert wäre. Dabei habe sich der Kölner Kardinalerzbischof Joachim Meisner – so die
Pressestelle – nur mit der Frage befaßt, ob die Klosterkirche profaniert werden darf. Das Kloster befinde
sich ausschließlich im Besitz der Redemptoristen. An wen das Gebäude verkauft werde, sei keine Materie
des Erzbischofs: „Insofern kann der Erzbischof den Verkauf an bestimmte Interessenten überhaupt nicht
verbieten.“
Bischöfliche SonderwegeNiederlande. Die katholischen Bischöfe der Niederlande verbieten
angeblich bei selbstverlangten Hilflosenmorden die Spendung der Sterbesakramente und das kirchliche Begräbnis.
Dies verlautete am Freitag aus niederländischen Medienberichten mit Bezugnahme auf eine von den Bischöfen
verfaßte „Pastorale Handreichung“. Der Hilflosenmord sei mit der Übergabe seiner selbst in die liebende
Hand Gottes – wie sie sich in den kirchlichen Sakramenten ausdrückt – unvereinbar. Ausdrücklich betonten
die Bischöfe, daß es sich nicht um eine Verurteilung der betroffenen Personen handle. Laut Medienberichten
wurde das Dokument nicht in die Veröffentlichungsreihe der niederländischen Bischöfe aufgenommen. Es
stehe darin anders als üblich auch keine Bestelladresse. Den Presseorganen sei es entgegen dem gewöhnlichen
Vorgehen nicht im Volltext zur Verfügung gestellt worden. Auf Anfrage habe man erklärt, daß das Schreiben
„nicht für die Medien bestimmt“ sei.
Die Räte und ihr RatDeutschland. Der Bischof von Rottenburg-Stuttgart,
Mons. Gebhard Fürst, hat gestern bei der Vollversammlung des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken
in Bonn auf die Wichtigkeit der Räte in der Kirche hingewiesen: „Wir Bischöfe brauchen diese Räte mit
ihrem Rat, ihrer Beratung und der Bereitschaft, Mitverantwortung zu übernehmen.“ Kirchliche Räte – wie
der Pfarrgemeinderat, der Dekanats- oder Diözesanrat – schränkten die Rechte des Bischofs nicht ein.
Sie würden im Gegenteil die Qualität der bischöflichen Entscheidungen erhöhen, so Mons. Fürst.
Taufe
mit 101Großbritannien. Eine Engländerin hat kürzlich im Alter von 101 Jahren das Sakrament der Taufe
empfangen. Die Dame war ursprünglich methodistisch. Später begann sie, eine anglikanische Kirche zu
besuchen. Anglikanische Gläubige fragten, warum sie nie zur Kommunion gehe. Sie erklärte, nie getauft
worden zu sein. Warum Sie sich nicht jetzt taufen lasse? Die Pensionärin winkte vorerst ab: „Was? In
meinem Alter?“ Schließlich ließ sie sich überzeugen. Die Zeremonie fand am letzten Wochenende statt.
„Es war wirklich reizend. Ich habe es durch und durch genossen“, erklärte die Neugetaufte.
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