Krieg
Ein Gesandter Gottes
Gott höchstpersönlich soll dem US-Präsident George W. Bush aufgetragen haben, einen Angriffskrieg gegen Afghanistan und den Irak zu führen.
(kreuz.net) US-Präsident Bush nimmt für seine Angriffe gegen Afghanistan und den Irak offenbar eine göttliche Mission in Anspruch.

Das berichtete die linkslastige britische Tageszeitung ‘The Guardian’ Anfang Oktober.

Die Tageszeitung bezieht sich auf Aussagen des palästinensischen Politikers Nabil Schaath vor dem ‘Britischen Rundfunk’.

Präsident Bush soll seine göttliche Sendung der Welt während eines Treffens mit einer israelisch-palästinensischen Delegation kundgetan haben.

Das Treffen fand fünf Monate nach Beginn der US-Invasion gegen den Irak im ägyptischen Touristenort Scharm el-Scheich statt.

Nabil Schaath war damals palästinensischer Außenminister und Mitglied der palästinensischen Delegation: „Präsident Busch sagte zu uns:

»Ich werde von einer göttlichen Mission angetrieben. Gott sagte mir, ‘George, gehe und bekämpfe diese Terroristen in Afghanistan’. Und so tat ich. Dann sagte mir Gott, ‘George, gehe und beende die Tyrannei im Irak’. Und ich tat es.«“

Dann soll Bush erklärt haben: „Und jetzt fühle ich wieder, wie die Worte Gottes zu mir kommen, »Geh, verschaffe den Palästinensern ihren Staat und den Israelis ihre Sicherheit und schaffe im Mittleren Osten Frieden«. Und – bei Gott – ich werde es tun.“

Im Alter von vierzig Jahren wurde Präsident Bush ein wiedergeborener protestantischer Christ.
      
17 Lesermeinungen
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#17   Brandenburgis   21:35:53 | Samstag, 19. November 2005
@Gotthard
Nicht in Unkenntnis sondern in Kenntnis! Immerhin waren Sie der Wahrheit näher, als Du es je sein wirst!
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#16   Gotthard   19:34:36 | Samstag, 19. November 2005
Taliban
die Taliban waren ungebildete und verzogene junge Männer, die in Unkenntnis des Koran zu einer Schreckensherrschaft aufstiegen.
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#15   Ignatius   18:26:31 | Samstag, 19. November 2005
KISS (keep it simple & stupid) but NOT simpler
USA=good guys? Taliban=bad guys? Not THAT simple really!
Alfred W. McCoy: Die CIA und das Heroin. Weltpolitik durch Drogenhandel, Frankfurt/ Main 2003.
Er schildet die versteckte Förderung des Rauschgiftkonsums in einem „atemberaubender Bericht über die geheimen Bände und Netzwerke zwischen Drogenbaronen, Narco-Kartells und Nachrichtendiensten.“
„Seit über drei Jahrzehnten führen die USA mit ihren Streitkräften und dem Geheimdienst CIA einen heissen Krieg gegen den Drogenhandel. Gleichzeitig sind sie jedoch seit sechzig Jahren auch massiv in dieses schmutzige Geschäft involviert, und zwar vom Anbau über die Herstellung bis zum Transport.“
„Inzwischen wurde das Opium nicht nur in CIA-Flugzeugen transportiert, die Heroinladungen für die US-Truppen rollten selbst auf kommunistischen Lastwagen über den Ho-Chi-Minh-Pfad bis nach Saigon.
„… McCoy, der selbst vor mehreren Kongress-Ausschüssen aussagte. Von der Association for Asian Studies wurde er für diese Arbeit ausgezeichnet und widerstand allen Versuchen der CIA, sein Buch zu verhindern.“
„Vom Heroinhandel im Goldenen Dreieck (Birma, Laos, Thailand) führt McCoy den Leser über die kolumbianischen Kokain-Barone zu den afghanischen Händlerringen um die von der CIA geförderte Nord-Allianz, die nach der Wiederaufnahme des Mohnanbaus, den die Taliban bis zu ihrer Niederlage verboten hatten, wieder groß im Geschäft sind. Afghanistan gilt heute als die erste Opium-Monokultur der Welt mit historischen Rekordernten.“
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#14   Benedikt   18:09:46 | Samstag, 19. November 2005
@ Elendester Sünder
Afghanistan wurde von weisen Männern als Gottesstaat regiert. Es war Gott weit näher als es die sozialistischen europäischen Staaten sind.
Naja, solche „Beiträge“ wie dieser wundern mich von Ihnen eigentlich schon gar nicht mehr. Dass Sie den Taliban näher stehen als dem Christentum lässt sich ja auch aus etlichen anderen Beiträgen von Ihnen erkennen.
Die Taliban haben nach der Machtübernahme ihre Gegner an den Laternen von Kabul aufgeknüpft und Frauen erschossen, bloß weil sie ohne Begleiter unterwegs waren…Sie nennen das die Regierung weiser Männer. Ich empfehle Ihnen die Konversion. Auskunft erteilt gerne der örtliche Hassprediger.
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#13   richard   17:35:00 | Samstag, 19. November 2005
„Da draußen
vom Walde komm ich her, ich muß Euch sagen es weihnachtet sehr…“ – diese Anfangszeilen eines Gedichtes fällt mir zu „Knecht Ruprecht“ und seiner Verarschung denkfähiger Deutscher ein, mehr fast nicht!
Merke, „Knecht R.“: Republikaner und Demokraten sind eine einzige Münze, sind die Vorder- und Rückseite, mit gleichem Programm und diese Münze, das ist das Entscheidende, wird von anderen Kräften geprägt und herausgegeben (Federal Reserve Bank, eine Privatbank!!!). Als John F. Kennedy die Münzprägung und Herausgabe des Geldes wieder in die Hände des Staates zurückführen wollte –
die übrige Geschichte kennen wir…
richard
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#12   28.IX-28.X   16:44:04 | Samstag, 19. November 2005
@Knecht
Meinen sie das ernst, mit den Christlichen USA??? Warum haben die dann im IIWeltkrieg. zB. Monte Cassino bombardiert, bevor die Deutschen in den Ruinen stellung beziehen konnten?? Antwort: eben deshalb, weil es die Wiege des Christlichen Europas ist.
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#11   kreuzi   13:45:30 | Samstag, 19. November 2005
.
Da die Republikaner faktisch immer den Präsidenten stellen, ist es wichtig, dass der republikanische Präsidentschaftskandidat sein Bekenntnis im Christentum hat. Natürlich haben auch die Demokraten jede Möglichkeit, einen Präsidentschaftskandidaten aufzustellen, der sein Bekenntnis im Christentum hat. Nur scheint diese Partei, nach Kennedy keinen Wert aufs Christentum zu legen. Und darüber beglückwünsche ich schon jetzt den zukünftigen republikanischen Präsidenten, der den Feind des Christentums, Frau Clinton zurück in die Küche verweisen wird. Es ist sehr schön, den mächtigsten Staat der Welt auf Seiten des Christentums zu haben und es ist bezeichnend, dass die USA von Feinden der Christen gehasst werden. Denn Jesus hat seinen Anhängern vorher gesagt, dass sie genauso wie er, verfolgt und bekämpft werden.
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#10   Elendester Sünder   12:15:28 | Samstag, 19. November 2005
Zu Josephus
Afghanistan wurde von weisen Männern als Gottesstaat regiert. Es war Gott weit näher als es die sozialistischen europäischen Staaten sind. Ich erinnere mich noch an ein Gespräch auf CNN kurz vor dem Überfall mit dem Außenminister der Mudschahedin, der sich nicht von der US-amerikanischen Haßpropaganda provozieren ließ, sondern ganz ruhig die Anschuldigung der Terrorismusunterstützung als Lüge abwies und erklärte, daß sein Land allein den Frieden wolle. Deshalb benötigte man den Agenten Osama bin Ladin, der, Dialysepatient und abhängig von „Dr. Morells“ und mit CIA-Dollars abgespachtelt, ein willfähriges Instrument zum Verrat an seinem Volk und zur Verhetzung der westlichen Völker war.
Die Afghanen sind ein zähes Bergvolk. Wie wir wissen, versuchten dort die Soviets in den 1980er Jahren vergeblich, ein kommunistisches Regime zu installieren. Es mußten erst amerikanische taktische Nuklearwaffen eingesetzt werden, um es zu bezwingen. Beschämenderweise waren sogar deutsche Soldaten an den Verbrechen beteiligt.
Nicht auszuschließen, dass Russland beim rechtzeitigen Abtransport von Massenvernichtungswaffen half.
Ja, aber wer hat sie geliefert und warum? Und wozu war die Installation des kleinen Hitler, Saddam Hussein, nützlich?
Wer hätte sonst die Drecksarbeit, z. B. die Ausrottung der traditionell lebenden Kurden, besorgt und einen jahrelangen Erschöpfungskrieg gegen Persien geführt, um es nach der Revolution nicht übermächtig werden zu lassen?
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#9   Petrus Radii   20:53:38 | Freitag, 18. November 2005
Na, ja!
Die Frage besteht: Mit welchem „Gott“ spricht denn eigentlich Präsident Bush?
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#8   Yersinia   17:57:18 | Freitag, 18. November 2005
ja, wenn man in der Politik „keine Meter mehr hat“
kann man noch immer den lieben Gott einspannen – solche Dinge sind wohl eher vom Bestreben getrieben, „sich Gott zu eigen zu machen“ – schlimmer noch ist, dass Religion letztlich immer unhinterfragbar bleibt, damit also sehr leicht absolute, diktatorische Politik getrieben werden kann – Politik, die letztlich zum Götzendienst neigt; auch dieser mach sich die Attribute des Göttlichen – Letztgültigkeit, Selbstrechtfertigung und Unantastbarkeit
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#7   Sulpicius   17:20:34 | Freitag, 18. November 2005
Man mag zu dem Irak-Krieg…
… stehen wie man will. Aber Bushs Auditionen sind schon irgendwie ulkig. Wenn es denn stimmte, tritt man so etwas nicht in der Öffentlichkeit breit. Alles andere ist nur peinlich.
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#6   Josefus   16:21:06 | Freitag, 18. November 2005
NIcht vergessen: Saddam war brutalster Massenmörder
Man sollte bei aller berechtigter Kritik, aber auch Polemik gegen Bush nicht vergessen, dass Saddam Hussein ein an Brutalität kaum zu überbietender Folterer und Massenmörder war, der nach glaubwürdigen Angaben ca. 1,5 bis 2 Millionen Iraker töten ließ. Ein Einblick in die abgrundtiefe Brutalität dieses Regimes und des Saddam-Clans zeigt das Buch „Ich war Saddams Sohns“, ein authenischer Bericht eines Doppelgängers des ältesten Sohnes von Saddam. Über diese darin geschilderten alltäglichen Folterungen, Vergewaltigungen und Massenmorde aus der engsten Umgebung von Saddam haben die westlichen Medien halt sehr selten und wenig umfangreich berichtet. Nicht umsonst hatte Saddam gleich Hitler und Stalin sich zum Vorbild genommen. Gerade viele europäischen Staaten (vor allem Russland (Waffengeschäfte) und Frankreich) haben mit diesem Massenmörder noch Geschäfte gemacht. Das war der wahre Grund für ihre ablehnende Haltung gegen den Krieg. Wie sich kürzlich herausstellte, waren insgesamt 2000 Firmen, viele davon aus europäischen Ländern in engem Kontakt mit Saddam gegen Schmiergelder. Selbst der Sohn des UN-Präs. Annan hat das Programm „Öl für Lebensmittel“ für illegale Geschäfte ausgenutzt. Nebenbei: Nicht auszuschließen, dass Russland beim rechtzeitigen Abtransport von Massenvernichtungswaffen half. Auch in Afghanistan herrschte ein brutales antichristliches Talibanregime. Ob dies die Schritte der USA und gegenüber Afg. vieler anderer Länder rechtfertigt, weiß ich nicht.
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#5   Athanasius   15:28:21 | Freitag, 18. November 2005
Anti-Amerikanismus…
…soll es nicht geben.
Aber Kritik an solche Benützung des Hl. Namen Gottes, darf man schon üben.
George W. Bush Jr. ist durchaus geprägt durch die Lobbys der amerikanischen Elite. Darunter sind die finanzielle Weltelite und – darunter und daneben – viele jüdische Befürworter des Zionismus. Leider ist der Islam Feind sowohl der Eine-Welt-Unifikationsidee wie des Judentums (wobei ich anmerken muss, dass Juden längst nicht alle Zionisten sind).
Während jeder mit Bush einverstanden sein soll, dass der Islam und der Extremismus der Muslime äussert gefährlich sind (waren sie immer schon), heisst das nicht, man soll mit den Zielen der militärischen Interventionen einverstanden sein. Es wird bewusst auf einen grösseren Nahostkrieg angesteuert von Machthabern.
Übrigens ist Bush auch manchmal extrem subjektiv, denn seine Familie ist bekanntlich immer hochverbunden und engagiert in der Freimaurerei gewesen. Nun ist die Franc-Maçonnerie nicht gerade vereinbar mit sogar einem evangelikalistischen Protestantismus. Meiner Ansicht nach.
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#4   Elendester Sünder   14:57:09 | Freitag, 18. November 2005
Blanker Hohn
Die heutigen Juden meinen ja auch, sie hätten immer noch eine göttliche Mission zu erfüllen.
Angesichts der Greuel in Afghanistan und Irak zur humanistischen Gleichschaltung der letzten Winkel der Erde ist das blanker Hohn.
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#3   richard   14:54:46 | Freitag, 18. November 2005
Stimmen
hört Bush II sicher. Er tarnt dies nach außen hin als „Stimme Gottes“. Es sind jedoch Stimmen der Wallstreet/Hochfinanz, der boomenden, blutbefleckten Rüstungsindustrie, der gierigen Ölindustrie…
Diese Stimmen sagen: „George, gehe hin und erledige als nächstes den Iran, Syrien, mach für unsere gesicherte Ölzufuhr Mittelasien gefügig, zwinge deshalb die Europäer zur Aufnahme der Türkei in die EU, zerstöre im „Namen Gottes“ all jene Völker und Staaten, die dazu Nein sagen“.
Diesen Stimmen gehorcht der Zyniker und läßt dafür auch foltern und Phosphorbomben auf Städte werfen.
richard
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#2   Rudolphus   14:38:07 | Freitag, 18. November 2005
Mich würde ernstlich interessieren,
ob der Präsident das wirklich so meint, wie er es sagt. Diese Person und ihre Motive bleiben mir ein Rätsel.
Ist dies nur eine typisch US-amerikanische Rede oder meint George W. in allem Ernst, diese Worte von Gott gehört zu haben?
Ich würde ihm alles zutrauen, allerdings wird es dann kaum die Stimme des wahren Gottes sein.
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#1   mahner   14:12:59 | Freitag, 18. November 2005
Und da war noch ein Witzchen…
…In dem es am Schluß hieß: „ Wir führen also deswegen Krieg im Irak, weil unser Präsident Stimmen hört?!“
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