Bischöfliche Versöhnung am Telefon
Der Bischof von Regensburg, Mons. Gerhard Ludwig Müller, führte am Donnerstag ein „ausführliches Telefongespräch“ mit dem Erzbischof von München-Freising, Friedrich Kardinal Wetter.
(kreuz.net, Regensburg) Die beiden Oberhirten berichteten den Medien in einer gemeinsamen Presseerklärung
vom Telefonat. Kardinal Wetter von München ist der Vorsitzende der Bayerischen Bischofskonferenz.Regensburg befindet sich rund 100 Kilometer nordöstlich von München.
Der Kirchenfürst hatte am Mittwoch seinen Mitbruder in Regensburger für die tags zuvor vorgestellte Rätereform kritisiert. Der Kardinal über die Presse gegen Bischof Müller .
In Regensburg gibt es nun anstelle des bislang gewählten Diözesanrates einen Diözesanpastoralrat. Dessen Mitglieder – zwei Drittel Laien – werden vom Bischof ernannt. Gleichzeitig setzte Mons. Müller ein Diözesankomitee ein, das aus gewählten Vertretern der Verbände und geistlichen Gemeinschaften besteht.
Am Donnerstag soll es nun zu einer Aussöhnung unter den bayerischen Mitbrüdern gekommen sein.
Kardinal Wetter erklärte Mons. Müller am Telefon – so die Pressemeldung –, daß jeder Bischof und damit auch der Bischof von Regensburg das Recht habe, in seinem Bistum eine Ordnung der pastoralen Räte zu schaffen, die ihm am besten geeignet erscheint.
Der Münchener Kardinal hatte die Reform in Regensburg zuvor als indirekte Aufforderung interpretiert, die bestehende Ordnung in seinem eigenen Erzbistum zu ändern.
Mons. Müller dementierte dies: Er behaupte nicht, daß die Satzungen für die Katholikenräte in den anderen Bistümern den Vorgaben der Lehre der Kirche sowie des universalen und partikularen Kirchenrechts widersprächen.
Er betonte, daß mit der Neuordnung pastoraler Räte im Bistum Regensburg keine Aussage zu der geltenden Ordnung in anderen bayerischen Bistümern verbunden sei.
Der Regensburger Bischof erklärte gegenüber Kardinal Wetter, daß er sich durch die Stellungnahme der Kleruskongregation vom 30. August 2005 zu Veränderungen in seinem Bistum ermutigt sah.
Die Pressemeldung der beiden bayerischen Bistümer geht nicht auf den Inhalt der römischen Stellungnahme ein.
Es handelt sich um die Bestätigung der von Bischof Müller im April vorgenommenen Änderungen der Rechtsordnung für Pfarrgemeinderäte.
Wegen dieser Reform brach der Vorsitzende des Regensburger Diözesanrates einen monatelang andauernden Streit vom Zaun. Dieser dürfte auch der Grund für die nunmehrige Auflösung des Diözesanrates sein.
Kardinal Wetter und Bischof Müller betonen vor der Presse die im Grundsatz bestehende Einheit im bayerischen Episkopat auch bei unterschiedlicher Ausformung der diözesanen Räte.
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Sonntag, 20. November 2005 15:41
Benedikt: @ Sirilo
Sie müssen doch Ihre eigene Sprache nicht künstlich ärmer machen. Kirchenfürst ist ein Bischof. Das wird ja wohl noch erlaubt sein.
Samstag, 19. November 2005 23:54
Brandenburgis: @Gotthard
Da kannst Du noch so sehr winseln und heulen, – Christus hat es angeordnet und so bleibt es, bis zu seiner Wiederkunft. Das gleiche gilt auch für alle seine anderen Anordnungen. Dies alles ist, gottlob!, Eurem Zugriff entzogen.
Samstag, 19. November 2005 23:38
Gotthard: Comedy
Deine Aussagen nähern sich immer mehr der Comedy…
Samstag, 19. November 2005 23:00
Brandenburgis: @Sirilo
Weil das Christus ein für alle mal so angeordnet hat.
Samstag, 19. November 2005 22:00
Sirilo: „Kirchenfürst“?
Seit wann gibt es wieder einen „Kirchenfürst“?
Reicht es nicht, dass Monaco einen neuen Fürsten hat?
Wozu braucht die Kirche Christi Fürsten?
Reicht es nicht, dass Monaco einen neuen Fürsten hat?
Wozu braucht die Kirche Christi Fürsten?
Samstag, 19. November 2005 19:17
Toby: @ Sulpicius + Knecht Ruprecht
Es geht in Regensburg gar nicht um die Pfarrgemeinderäte, sondern um die Dekanatsräte.
Wenn schon die Pfarrgemeinderäte absolut überflüssig sind, wie dann erst die Dekanatsräte, von deren Existenz – wie schon gesagt – wohl kaum jemand etwas weiß, außer den Damen und Herren Funktionäre selbst natürlich!
Wenn schon die Pfarrgemeinderäte absolut überflüssig sind, wie dann erst die Dekanatsräte, von deren Existenz – wie schon gesagt – wohl kaum jemand etwas weiß, außer den Damen und Herren Funktionäre selbst natürlich!
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