Kultur
Was ist der einzige Unterschied zwischen Pornografie und moderner Kunst?
Ein US-Amerikaner, der sich Künstler nennt, zeigt seine Versuche gegenwärtig in Deutschland. Das fehlende Talent und die mangelnde Aufmerksamkeit beim Publikum kompensiert er durch Skandaleffekte und Appelle an die niederen Triebe.
(kreuz.net, Berlin) Gegenwärtig zeigt der US-amerikanischen Photograph Andres Serrano in Deutschland seine Aufnahmen. Seine Bildchen sind dabei in verschiedene Serien gegliedert:

Eine Serie nennt Serrano „Das Leichenschauhaus“. Sie beinhaltet Lichtbilder von Mordopfern, Ertrunkenen und Selbstmördern. Ein tiefschwarzer Hintergrund soll im voyeuristischen Publikum Gruselgefühle wecken.

In der Serie „Eine Geschichte des Sex“ zeigt Serrano unter dem Deckmantel der Kunst pornographisches Material sadomasochistischer, sodomistischer und transsexueller Ausrichtung.

Die Bilder entstanden in Amsterdam, einem bekannten Zentrum der lukrativen Porno-Industrie.

Serrano erklärt, warum es ihn ins Kunst- und nicht ins Pornogeschäft verschlagen hat: „Der einzige Unterschied zwischen Pornografie und Kunst: Kunst ist teurer.“

In die Schlagzeilen photographiert sich Serrano im Jahre 1989 mit dem Lichtbild eines in Urin getauchten Kruzifixes.

Das künstlerisch wertvolle Bild wurde fast zwei Jahre lang auf Wanderausstellung herumgeboten. Staaten unterstützten die Ausstellungen mit Steuergeldern.

Kürzlich beantwortete der Fotograph der deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’ einige Fragen.

Thema des Gesprächs waren auch das beschmierte Christusbild – und die angebliche Naivität des Urinkünstlers:

Sie wurden über Nacht bekannt durch den Skandal, den Ihr Bild eines in Flüssigkeit getauchten Kruzifixes auslöste. Sie nannten es „Piss Christ“. Sie behaupten, die Reaktionen hätten Sie überrascht. Wie naiv sind Sie?

Andres Serrano: Wirklich, das war keineswegs abzusehen. Ich habe das Bild 1987 gemacht, ein Jahr später wurde es mehrere Monate in Brüssel gezeigt – und nichts passierte.

Erst ein weiteres Jahr später in den USA fand eine dieser ultrareligiösen Organisationen zufällig heraus, daß die dortige Schau indirekt mit amerikanischen Bundesgeldern gefördert wurde.

Sie haben eine riesige Kampagne gegen die Ausstellung gestartet mit 180.000 Briefen. Nur dadurch wurde ‘Piss Christ’ ein Skandal.

Die beste Werbung für Sie, der damalige Preis von 2.000 Dollar stieg auf inzwischen 250.000 Dollar.

Andres Serrano: Sicher – auch wenn das nicht deren Absicht war. Ich bin nicht per se auf Provokation aus.

Obwohl ich kein praktizierender Christ bin, fühle ich mich von der katholischen Ästhetik sehr angezogen. Ich sammle Möbel und Bilder aus alten Kirchen, vor allem aus der Zeit vor 1700.

Was meine Bilder betrifft, bin ich ein Kontroll-Freak. Ich will jedes Bild bis ins letzte Detail kontrollieren. So war es bei ‘Piss Christ’, so war es auch bei meinen Bildern aus dem Leichenschauhaus.

Zunächst war es ein Schock, aber dann siegte die professionelle Distanz zum Objekt. Ich agiere wie ein Arzt.
      
13 Lesermeinungen
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#13   Garm   16:34:04 | Freitag, 25. November 2005
Moderne Kunstund Pornos
Ich kenne den Unterschied.
Kunst macht nicht Geil!
Ach nee ihr seid schon niedlich.
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#12   GerdEric   13:45:05 | Freitag, 25. November 2005
@Elendester Sünder
Nun, es ist doch weit mehr, als nur ein Kreuz, als dass man sich derart darüber erregen könnte.
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#11   Elendester Sünder   13:04:04 | Freitag, 25. November 2005
Lieber GerdEric,
Mit welchem Grund behauptest Du, das Kruzifix wäre eine Götzenstatue?
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#10   GerdEric   22:22:49 | Donnerstag, 24. November 2005
@Benedikt
Das Kreuz ist dem Christen lieb und teuer, ergo wird er es nicht gern sehen, wie es beschmutzt wird
Da gibt es noch heute an einem Gebäude die Judensau…
Nicht das die Sau den Juden lieb wäre,
aber beleidigend war es gedacht und ist es noch immer…
Wenn ich Ihren Kleiderschrank in die Kloake kippen, fänden Sie das dann lustig?
Ich habe doch gar nicht gesagt,
das ich das lustig finde!
Ersparen Sie uns doch bitteschön solche Schlüsse.
Versteh doch nicht alles miss.
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#9   Benedikt78   08:47:33 | Montag, 21. November 2005
@ GerdEric
Es geht hier ja nicht darum sich einen Götzen (?) zu machen. Es geht vor allem darum, wie man das Kreuz in Ehren hält. Stellen Sie sich mal vor man würde das gleiche mit einer exotischen Religion – z.B. Islam – machen… Die gleichen politisch Korrekten, die zu solchen Bildern Beifall spenden, würden in eine Hysterie ausbrechen. Man hat die Achtung verloren. Leider überträgt sich das auch auf junge Leute. Kein Wunder ist Anstand, Treue und Ehre (Ehrfurcht) nicht mehr so weit verbreitet.
Aber um das zu erkennen, muss man ja nicht lange suchen. Das findet man auch hier im Forum. Ein Erzbischof in Strapsen… Mir käme nicht im Traum in den Sinn ein Foto von Hans Küng in Strapsen zu fordern. Auch wenn ich ihn nicht schätze!
Die Moral ist im Sinken begriffen und mit ihr das christliche Abendland. Dagegen muss man sich wehren. Jeder nach seinem besten Wissen und Gewissen!
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#8   Josef Gadient   07:34:41 | Montag, 21. November 2005
Wenn die Menschen gottlos werden…
werden u.a. Sitten zügellos, Moden schamlos…etc. von Antoine de Saint-Exupéry.
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#7   Elendester Sünder   23:11:48 | Sonntag, 20. November 2005
Götze
Ich wollte unten mehr die Vergötzung der Person Lefebvres anprangern.
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#6   Benedikt   22:55:08 | Sonntag, 20. November 2005
@ GerdEric
Ach, das ist ja wieder mal ein Musterbeispiel Ihrer „Logik“. Das Kreuz ist dem Christen lieb und teuer, ergo wird er es nicht gern sehen, wie es beschmutzt wird. Was bitte hat das mit Vergötzung zu tun? Wenn ich Ihren Kleiderschrank in die Kloake kippen, fänden Sie das dann lustig? Oder würden Sie schweigen, weil Sie nicht Ihre Klamotten vergötzen wollen? Ersparen Sie uns doch bitteschön solche Schlüsse.
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#5   GerdEric   22:44:54 | Sonntag, 20. November 2005
ich muss schon sagen,
auf die Idee kommen, ein Kreuz so zu behandeln, käme ich nicht (überhaupt),
allerdings verstehe ich nicht ganz die Aufregung, denn ein Kreuz ist kein heiliges „Ding“, denn Götzen soll man sich nicht machen.
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#4   Elendester Sünder   22:21:19 | Sonntag, 20. November 2005
Symtome
Ich wollte nur meiner großen Verwunderung darüber Ausdruck verleihen, daß die Piusbrüder regelmäßig nur dann laut gellend aufschreien, wenn man die angebliche Heiligkeit ihres verstorbenen Führers in Frage stellt, aber einfach bspw. über die Fotographie einer in Urin getauchten bildlichen Darstellung unseres gekreuzigten Herrn und Heilandes, der aus Liebe zu uns vom Vater gesandt worden ist und aus Liebe zu uns am Kreuz gelitten hat, hinwegsehen. Offensichtlich wird das Geschöpf über den Schöpfer gestellt. Was das weiter bedeutet, brauche ich nicht zu erklären.
Instaurare omnia in Lefebvre!
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#3   Ignatius   17:21:04 | Sonntag, 20. November 2005

Zitat Elendster Sünder : Würde Kreuz.net auch ein Foto von Lefebvre in Strapsen zeigen?
Man kann zu dir helfen wollen wie man will du demontierst dich regelmässig so sehr dass einem das immer schwerer fällt. Deine Freunde müssen lebende Heilige sein. Dein Künstlername scheint nicht nur Eingeständnis zu sein sondern Vorbildcharakter.
Aber um mal auf dein Niveau zu gehen: wenns so ein Foto gibt? Stell doch deines zur Verfügung, das du von deinem überlaut verachteten Erzbischof montiert hast.
Ist dir bekannt dass man mit echten Würdenträgern nicht unehrenhaft umgeht? Kritisiere sie aber nicht unehrenhaft.
Und der Erzbischof den du so verächtlich machst war ein echter Würdenträger. Von seinem Schlage welche muss man heute sehr lang suchen.
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#2   Elendester Sünder   13:45:09 | Sonntag, 20. November 2005
???
Warum werden hier in letzter Zeit Fotos abgebildet, die die Ehre der Gottesmutter und des Heilands beschmutzen?
Will man damit gläubige Christen verprellen?
Würde Kreuz.net auch ein Foto von Lefebvre in Strapsen zeigen?
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#1   Rocky   11:35:09 | Samstag, 19. November 2005
Mordopfer – Ertrunkene udn Selbstmörder…
… und Abgetrieben!
Das sind die Themen einer sterbenden Kultur! Es war der Hl. Vater, Papst Johannes Paul II. der schon sehr lange, bevor diese „Kultur“ einsetzte, vor einer KULTUR DES TODES gewarnt hat! Man hat nicht auf den Stellvetreter Christi gehört … „Wer Gitt verachetet – wird auch dei Menschen verachten!“
Und da sind wir angelangt! Im Namen der FREIHEIT nimmt man sich heute das Recht zur schlimmsten Gotteslästerung heraus! Die „Weltgesetze“ sind so vorbereitet worden, dass man eigentlich nicht mehr gesetzlich gegen diese BNlasphemien vorgehen kann.
Und n icht vergessen: Der erste, der die THE ONE WORLD-Theorie in den Mund nahm und laustark verbreitete –-- was Bush sen.!!! Bei Bush jun. ist die Religiösität nichts anderes, als plumpe „Wahlhilfe“, um an der Macht zu bleiben.
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