Meditation über die Person + Rom zensuriert den Papst + Einheitliche Freiheitsgestaltung + Neuregelung von Kirche und Staat in Frankreich? + Abgründe einer Priesterseele
Meditation über die Person
Vatikan. Papst Benedikt XVI. betonte gestern den zentralen Rang der menschlichen
Person im christlichen Denken. Der Heilige Vater sprach vor der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften.
Die menschliche Person müsse „im Herzen der sozialen Ordnung bleiben“. Der Begriff der Person helfe,
den einzigartigen Charakter und die soziale Dimension jedes Menschen zu verstehen. Benedikt XVI. erinnerte
in diesem Zusammenhang an seinen Vorgänger Papst Johannes Paul II. Sein Pontifikat sei eine „tiefe Meditation“
über die menschliche Person gewesen.
Rom zensuriert den Papst
Vatikan. Die italienische Monatszeitung
‘30Giorni’ sprach kürzlich den Präsidenten der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’, Dario Kardinal
Castrillón Hoyos, auf eine Rede an, die Papst Johannes Paul II. im September 2001 gehalten hat. Darin
lobte der Papst vor der Liturgiekongregation die „sehr schönen Gebete“ im Meßbuch von Papst Pius V.
(† 1572). Die Rede wurde gegen die übliche Praxis weder in der vatikanischen Tageszeitung ‘L’Osservatore
Romano’ noch im offiziellen Amtsblatt des Heiligen Stuhles, den ‘Acta Apostolicae Sedis’, veröffentlicht.
‘30Giorni’ bemerkt, daß der ‘Osservatore Romano’ auch die von Kardinal Castrillón im Mai 2003 in der
römischen Basilika St. Maria Maggiore zelebrierte Alte Messe verschwiegen habe und fragt den Kardinal,
was er von dieser zweifachen Zensur halte. „Ich bevorzuge es,“ – so die knappe Antwort – „anstatt Absichten
Fakten zu bewerten“. Er wisse nicht, was die Ursache für die zwei fehlenden Berichte sei. Die unterschlagene
Dokumentation der Rede des Papstes in den ‘Acta Apostolicae Sedis’ bezeichnete der Kardinal als schwerwiegend.
Einheitliche Freiheitsgestaltung
Deutschland. Der Bischof von Mainz besuchte am vergangenen Wochenende
gemeinsam mit dem Apostolischen Nuntius in Deutschland, Mons. Erwin Josef Ender, die Vollversammlung des
‘Zentralkomitees der deutschen Katholiken’ in Bad Godesberg. Bad Godesberg ist ein Stadtteil von Bonn
im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Anläßlich seines Besuches meinte der Kardinal, daß der Beitrag der
Laien für Kirche und Gesellschaft unverzichtbar sei. Das ‘Zentralkomitee’ gebe davon Zeugnis ab. In Anspielung
auf seinen bayerischen Mitbruder Bischof Gerhard Ludwig Müller erklärte Kardinal Lehmann: Er wolle angesichts
dessen, was in diesen Tagen geschehen sei, nicht hoffen, „daß wir diese Einheit, die den einzelnen Bistümern
dann auch noch genügende Freiheitsgestaltung gibt, verlieren“.
Neuregelung von Kirche und Staat in Frankreich?
Frankreich. Der französische Innenminister Nicolas Sarkozy will das Gesetz zur Trennung von Kirche und
Staat aus dem Jahr 1905 überarbeiten. Er glaubt, daß das Gesetz einiger Änderungen bedarf. Aus diesem
Grund setzte er eine 15köpfige Kommission ein. Ein Abschlußbericht soll im Juni vorgelegt werden. Innenminister
Sarkozy erhofft sich von den Änderungen einen Rückgang des ausländischen Einflusses auf den französischen
Islam. Der Innenminister plädiert zum Beispiel für Änderungen im Kirchengesetz, um den Bau von Gotteshäusern –
und Moscheen – staatlich finanzieren zu können.
Abgründe einer Priesterseele
Brasilien. Das brasilianische
Magazin ‘Estoé’ – auf deutsch: So ist es – veröffentlichte in seiner jüngsten Ausgabe das angebliche
Tagebuch eines klerikalen Kinderschänders. Der Priester sitzt gegenwärtig wegen Mißbrauchs eines 5jährigen
Kindes im Gefängnis. Er soll seine Aufzeichnungen versehentlich einer Ordensfrau gegeben haben, welche
den Text der Polizei übergab. Der Priester gestand in seinen Notizen, gezielt nach vaterlosen, verschüchterten
Burschen aus ärmlichen Familien gesucht zu haben, um diese zu schänden. Papst Benedikt XVI. entsandte
Anfang September eine Kommission nach Brasilien, um Vorwürfe angeblicher Mißbräuche durch rund 1.700
Geistliche zu überprüfen.
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35 Lesermeinungen
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#35 Christin 22:09:29 | Freitag, 25. November 2005
„goldig“ wie dankbar er seinem Vorgänger ist! Dankbare Menchen haben immer ein ganz besonders Charisma
an sich. Solche Menschen schätzen das Leben und vergessen nichts was sie an Gutem geschenkt bekommen
haben und in welchen Fußstapfen sie treten haben dürfen. Respekt!
#34 Rudolphus 16:23:16 | Mittwoch, 23. November 2005
Liturgische Bewegung: „An ihren Fürchten werdet ihr sie erkennen!“ @Gotthard Dieses Wort Christi möchte
ich auch als Meßlatte für die Liturgiereform anlegen. Die Reform 1969 trug schlechte, ganz böse Früchte
für die Kirche. Somit kann sie nicht vom Guten sein. Das Allerheiligste wurde in unzähligen Tausenden
Messen schlecht behandelt, gar mißhandelt und profaniert. Die Messe Pius’ V. darf niemals verboten werden.
Die Bulle selbst, die das lehrt, wurde von keinem Papst je angefochten.
#33 Benedikt 12:49:56 | Mittwoch, 23. November 2005
@ Chancel_screen Schade, dass die FSSPX direkt in der RheinMain-Diaspora keine Messe anbietet. Das ist
ein Irrtum. In Hattersheim gibt es die kleine Kapelle St. Athanasius der von Pfr. Milch gegründeten Actio
Spes Unica. Diese wird mW von einem Priester der FSSPX aus dem Priorat Kleinwallstadt versorgt. Sie hat
auch eine Internetpräsenz, suchen sie einfach bei Google. @ Sirilo Machen Sie sich doch nicht künstlich
dümmer. Auch Verwandte kann man durchaus als Vorfahren bezeichnen. Die Familie Schönborn ist ein altes
Adelgeschlecht, das bereits an die 20 Kirchenfürsten und auch Äbtissinnen gestellt hat. Zumindest im
Abendmahlssaal wurde die Handkommunin praktiziert, Im Abendmahlssaal wurde auch das Priestertum eingesetzt,
von daher sehe ich da keine Widersprüche zur Praxis der Mundkommunion.
#32 Gotthard 23:37:38 | Dienstag, 22. November 2005
Liturgische Bewegung Bernardo, endlich mal eine verstehende und darstellende Antwort. Du übersiehst leider –
bzs nimmst sie nicht wahr – die liturgische Bewegung seit den 20er Jahren in Deutschland und Europa. Das
war eine breite Bewegung in der Kirche … sie hat die Lebendigkeit der Gemeinden in den 20er und 30er
Jahren ausgemacht … sie hat die Jugend begeistert … sie hat die Basis für alle deutschen Gesangbücher
geschaffen … etc Wir in der deutschen Kirche dürfen dankbar sein, die Basis für die erneuerte und
lebensnahe Liturgie der GANZEN Kirche gelegt zu haben.
#31 Bernado 23:25:42 | Dienstag, 22. November 2005
@Gotthard sie schrieben:„Selbst das widerlegt nicht meine Aussage, dass der Ritus zeitbedingt und kirchlichen
Ursprungs ist … also Veränderungen immer zugänglich.“ Natürlich hat die Kirche die Vollmacht, den
Ritus zu verändern, und sie hat das auch immer wieder getan. Aber schonend, mit großer Ehrfuchr vor
der Tradition: Da wurde hier ein Psalmtext gekürzt, da ein Gebet präziser formuliert, an der einen Stelle
ein neuer Heiliger eingefügt usw. Diese Veränderungen griffen entweder Entwicklungen auf, die sich schon
spontan angemeldet hatten – oder sie versuchten auch, als gefährlich empfundenen Veränderungen entgegen
zu wirken. Was nach dem Konzil geschah, das war keine behutsame Weiterentwicklung, sondern ein Neuentwurf
am Reissbrett, durch den vieles gute und wertvolle abgeschafft wurde, während einiges von dem, was neu
dazu kam, leichter falsch als richtig zu verstehen ist. Und der größte Bruch, der inzwischen ja auch
als unzulässig erkannt wurde, war, daß man glaubte, den alten Ritus, der 1000 Jahre lang Herzstück
des Kultes war, ganz abschaffen und verbieten zu können.
#30 Gotthard 22:34:47 | Dienstag, 22. November 2005
widerlegt? Es wurde nichts widerlegt … was auch nicht behauptet worden war. Es mag einige ganz wenige
Elemente geben, die im sogenannten Tridentinischen Ritus aus apostolischer Zeit stammen. Selbst das widerlegt
nicht meine Aussage, dass der Ritus zeitbedingt und kirchlichen Ursprungs ist … also Veränderungen
immer zugänglich. Keine Liturgie hat je den Anspruch auf göttliche Offenbarung erhoben… und kann es
nicht. Es gibt viele sehr alte, sehr erwürdige Liturgien … aber alle sind sie Ergebnisse kirchlichen
Handelns… also menschlich-gläubigen Tuns, unterworfen kirchlichen Handelns und kirchlicher Veränderungen
…
#29 Athanasius 22:16:02 | Dienstag, 22. November 2005
@gotthard Du magst in meinem beitrag ein falsches Verständnis deiner Beiträge lesen. Dennoch habe ich
völlig auf ihren Beitrag reagiert, in dem ich die unhistorische Behauptung der tridentinische Ritus sei
lediglich ein Ritus einer gewissen Zeitspanne und nicht seit dem Aetas apostolica da, widerlegt habe.
Meinen Beitrag widerlegen kannst Du offenbar nicht.
#28 Gotthard 22:06:55 | Dienstag, 22. November 2005
@athanasius Das Lesen und Verstehen von Texten scheint machmal schwierig zu sein. Einen Irrtum kannst
du mir nur unterstellen, wenn du in meinem Text das liest, was du lesen willst … geschrieben habe ich
ncihts, was du angreifst.
#27 Athanasius 22:00:20 | Dienstag, 22. November 2005
Gotthard doch… Der von dir so hochgelobte Ritus war die Liturgie einer gewissen – zwar langen- Zeitspanne.
Diese Liturgie ist – wie jede Liturgie – kirchlichen Ursprungs und kirchlicher Änderung unterworfen.
Wieder mal Irrtum und historische Ignoranz. Jeder HIstoriker und Liturgiewissenschaftler weiss, dass viele
Gebete des tridentinischen Ritus auf apostolische Zeiten zurückgehen. Es ist eine Tatsache, dass der
tridentinische Ritus was den Teilen des Kanons, P.N. u. Lectionariusm angeht, bis weit zurück in die
Katakombenverfolgung zurückgeht. Zu sagen der tridentinische Ritus sei lediglich ein Produkt von Trient
das 400 Jahre lebte und abgeknallt wurde in 1969, ist ein riesiges Irrtum. Die tridentinische Hl. Messe
ist der Ritus von Rom. Nach 590 wurde z.B. am Kanon nichts mehr geändert, bis Johannes XXIII. St. Josef
einfügte. Sie mögen gegen den Alten Ritus sein, aber bitte lassen historische Fälschungen die von Unwissenheit
zeugen weg.
#26 Bernado 21:47:43 | Dienstag, 22. November 2005
@chancel_screen Sie schrieben:„in Berlin gibt es inzwischen sowohl FSSPX als auch Indultmesse. Das Leben
kann so ungerecht sein.“ Tatsächlich können sie in Berlin sogar an drei Orten hl.Messen im traditionellen
Ritus besuchen: Sonntags die „Indultmesse“ bei der „Pro-Missa-Tridentina-Berlin“ in der Kapelle des Josefsheims;
täglich in der St.-Petrus-Kirche der Piusbruderschaft und neuerdings zweimal täglich im Institut Philipp-Neri.
Wobei letzteres keine stets gefährdeten „Indultmessen“ im engeren Sinne sind, da das Institut sich zwar
mit Genehmigung des Erzbischofs in Berlin niedergelassen hat, aber nicht dem Bistum untersteht, sondern
direkt unter die Zuständigkeit der Kommission „Ecclesia Dei“ fällt.
#25 Athanasius 21:46:31 | Dienstag, 22. November 2005
Nein, falsch Die Handkommunion ist immer verboten. Mundkommunion war immer die offizielle Weise. Das hochheilige
Konzil von Trient lernt uns, die Mundkommunion ist apostolischer Brauch. Aber Sirilo weiss es besser.
Obwohl sogar Joh. 13:26 uns lernt, dass Christus schon mal bei einem normalen Mahl Brot in Wein eintaufte
und Judas direkt in den Mund gab. Papst Sixtus I. (ca. 115 n. Chr.) verbat Laien den Kontakt zu den heiligen
Gefässen, was implizitiert auch den direkten Handkontakt zum Hochheiligen Inhalt dieser Gefässe! Sirilo,
weisst Du es besser als alle andere Konzile? Der „frühchristliche“ Handkommunionmythos ist schon längst
entlarvt.
#24 Gotthard 21:39:01 | Dienstag, 22. November 2005
Überhöhung Die hl. Messe des hl. Pius V. ist die Messe aller Zeiten. Daran kann kein Zweifel sein! natürlich
habe ich daran meine Zweifel. Der von dir so hochgelobte Ritus war die Liturgie einer gewissen – zwar
langen- Zeitspanne. Diese Liturgie ist – wie jede Liturgie – kirchlichen Ursprungs und kirchlicher Änderung
unterworfen. Mach doch bitte deinen „Liturgiegeschmack“ nicht zur göttlichen Offenbarung.
@Benedikt: Nachkommen eines Zölibatärs? Da Erzbischof Johann Philipp von Schönborn keine leiblichen
Nachkommen hatte, kann er kein Vorfahr von Kardinal Christoph Schönborn gewesen sein. Fußnote zum Thema
Handkommunion: Zumindest im Abendmahlssaal wurde die Handkommunin praktiziert, denn Jesus sagte (nach
dem griechischen Text des NT): Labete, phagete (nehmt und esset). Dass mit „nehmen“ in die Hand nehmen
gemeint ist, erkennt man daran, dass zuvor dasselbe Wort (labein/ nehmen) verwendet wird, als es heißt
„er nahm das Brot“ (labon ton arton). Wenn also Jesus selbst die Handkommunion praktiziert hat, wird er
doch niemanden in die Hölle schicken, nur weil der auch die Handkommunion praktiziert. Oder?
#22 Rudolphus 16:59:41 | Dienstag, 22. November 2005
@Freunde u. Angehörige des lateinischen Ritus Die hl. Messe des hl. Pius V. ist die Messe aller Zeiten.
Daran kann kein Zweifel sein! Das größte Sakrileg in der Neuen Messe ist der fahrlässige Umgang mit
den göttlichen Gestalten – insbesondere die Handkommunion … ihre Erlaubnis wurde dem Modernistenpapst
Paul VI. von den deutschen Bischöfen abgerungen, für jene Gemeinden, wo der „Brauch“ widergesetzlich
eingeführt wurde. Bis heute ist für den Kommunionempfang die Hostienpatene vorgeschrieben. Der Großteil
des Neuen Ritus ist darum ein Sakrileg, die FSSPX hat ganz recht!
@Gotthard Es ist schlimm genug, dass Kardinal Glemp seit Gründonnerstag in seiner Diözese die HK erlaubt
hat. Ausgerechnet in einem so traditionellen katholischen Land wie Polen die HK einführen zu wollen,
wo man doch gesehen hat, zu welch Sakrilegien und Abnahme des Glaubens an die Realpräsenz das im Westen
geführt hat. Der Empfang des Eucharistischen Herrn kniend auf die Zunge ist die einzig würdige und ehrfurchtsvolle
Art, den Herrn zu empfangen. Jahrhundertelang hat dies niemand in Frage gestellt, weil allen klar war,
dass es GOTT ist… Der Großteil der Polen scheint das auch noch zu wissen, und es ist bedauerlich, dass
Sie sich nicht von selbst den ehrfurchtsvollen Sitten des Landes angepasst haben. Leider hat es wenig
Sinn, es jemandem auf die harte Tour beizubringen… wie man an Ihrem Beitrag ja sieht… Die Erkenntnis
muss einem wohl von Gott geschenkt werden.
#19 Gotthard 16:22:53 | Dienstag, 22. November 2005
noch ein Beispiel für hässliches Verhalten Ende Juli in der Marienkirche in Krakow in der Vorabendmesse.
Wir sind mit einer Gruppe Deutscher in der Kirche und feiern die Eucharistie mit. Bei der Kommunionausteilung
werden wir vom kommunionausteilenden Priester auf Deutsch angeraunzt, dass wir uns gefälligst knien sollten
und die Mundkommunion wurde uns zwangsweise verpasst. Ein völlig unwürdiges Kommunionausteilen!!!!!!!!!
#18 Laurentius2 16:05:47 | Dienstag, 22. November 2005
weiteres Beispiel für häßliches Verhalten oder ich erlebte einmal selbst mit – als ich noch die Handkommunion
nahm –, wie eine knieende Frau, die die Mundkommunion erwartete vom Modernistenpfarrer erst ignoriert
wurde, dann , als alle anderen die Kommunion erhalten hatten, gab er der Frau sichtlich widerwillig die
Mundkommunion – hastig und wischte sich sichtlich angeekelt seine Finger an seiner Stola ab …
#17 chancel_screen 16:02:29 | Dienstag, 22. November 2005
@Benedikt: „Indult von Mainz“ Danke, ich habe die Messe um 7:30 gemeint. Nein, „meine“ Messe ist die Indult
in Frankfurt (mittwochs um 18:30). Gelegentlich bin ich auch in Heidelberg. Schade, dass die FSSPX direkt
in der RheinMain-Diaspora keine Messe anbietet. Warum eigentlich? Ausgerechnet in Berlin gibt es inzwischen
sowohl FSSPX als auch Indultmesse. Das Leben kann so ungerecht sein.
#16 Benedikt 15:41:10 | Dienstag, 22. November 2005
@ Stimme aus dem Tradiland Aha. Also das Gebet zum Hl. Michael erfolgt natürlich, ebenso ein Mariengebet,
allerdings vorangestelltem Ave Maria. Danach folgt noch eine Anrufung an das Herz Jesu und an den/ die
Tagesheilige/n.
@ Benedikt Die Gebete nach der stillen Hl. Messe im überlieferten Ritus sind vorgegeben, darunter das
Salve Regina und der kleine Exorzismus, welchen Papst Leo XIII. vorgeschrieben hat als Gebet nach der
Hl. Messe (Gebet zum Hl. Erzengel Michael). Die Gebete sind alle im Schott drinnen. Zusätzlich sind noch
weitere freiwillige Gebete möglich, eine Auswahl insb. aus den Psalmen findet sich ebenfalls im Schott.
Bei den Gebeten nach dem Schlußevangelium kann es Abänderungen geben, wenn danach eine besondere Andacht
oder Aussetzung des Allerheiligsten ist.
#14 Benedikt 15:02:57 | Dienstag, 22. November 2005
@ Stimme aus dem Tradiland Diese Teile sind in Mainz auf Deutsch. Beim „Domine, non sum dignus“ hat es
mich gewundert, beim Rest war ich erleichtert, weil ich die Texte nicht zur Hand hatte. Und die Gebete
nach der Messe sind ja glaube ich auch nicht standardisiert, oder? Von daher auch nicht schlecht, da ich
die lateinischen Fassungen iW. nicht gekannt hätte (obwohl man das ja nach dem ersten Besuch hätte nachholen
können). Zwar ist die Kapelle eigentlich völlig ungeeignet, aber ich bin zufrieden, überhaupt mit angemessenem
Zeitaufwand in eine Alte Messe zu kommen. Beim Besuch von Werktagsmesse war ich bisher zugegebenermaßen
etwas sparsam, hab mir aber vorgenommen, es öfter zumachen, da eigentlich eine sehr gute Einrichtung.
Und in Mainz noch relativ einfach zu haben, neben dem Indult gibt es auch noch 4 Frühmessen im Dom St.
Martin.
Confiteor vor der Kommunion @ Benedikt Zitat: verwenden die in MZ glaube ich das von 1954, da der Ministrant
vor der Kommunion noch mal das Confiteor betet Nach meinem Informationsstand ist dieses zweite Confiteor
des Meßdieners noch im 62er-Meßbuch, allerdings fakultativ, d.h. es hängt vom Zelebranten und von dem/den
Minstranten ab, ob es gebetet wird. Bei Indultmessen habe ich es oft ohne Confiteor erlebt, bei FSSP manchmal.
Bei FSSPX ist es nach meiner Erinnerung immer gewesen, dieses zweite Confiteor. Die Verschandelung der
Kirche, wo Hw. Dr. May zelebriert, ist natürlich ein böser Witz! Ebenso 62er-fakultativ ist, ob Lesung
und Evangelium nur auf Deutsch, nur auf Latein oder beides gelesen werden. Ebenso, ob das „Domine non
sum dignus“ auf Latein oder Deutsch dreimal gebetet wird. Detto, ob die Gebete nach der stillen Messe
auf Latein oder Deutsch sind.
#12 Benedikt 14:33:36 | Dienstag, 22. November 2005
@ Stimme aus dem Tradiland Ja, aber ich hatte mich ja ausgiebig damit beschäftigt, sowohl mit Literatur
als auch mit dem Ordo im Messbuch (hab noch eins von 1962, allerdings verwenden die in MZ glaube ich das
von 1954, da der Ministrant vor der Kommunion noch mal das Confiteor betet). Und nein, es gibt dort nicht
nur Wochentagsmessen, Sonntags wird man gnädigerweise in die Kirche gelassen, dort ist dann eine Singmesse.
In Mainz gab es schon vor dem Gotteslob ein Kirchengesangbuch, dass wird dann da verwendet. Mainz hat
da eine alte Tradition, der Trid. Ritus wurde erst im 17. Jahrhundert von Erzbischof Johann Philipp von
Schönborn (ein Vorfahre von Christoph übrigens) verpflichtend eingeführt. Der Zelebrant ist ein hier
alter Bekannter, nämlich kein geringerer als Prof. Georg May. Er soll ausgezeichnet predigen, hat man
mir berichtet (Sonntags bin ich in der Heimat). Die Kapelle, in der er zelebriert hat man ihm allerdings
vor 2 Jahren kräftig verhunzt, mit Tabernakel in der Ecke und einem runden Altar, der nicht sehr breit
ist. Die Altarraumstufe, auf der man zur Kommunion kniet ist übrigens merkwürdig scharfkantig, so dass
die Indultgemeinde eigens Polster auslegt. Naja, ich kann jetzt die Einstellungen einiger zum Indult verstehen.
@ Benedikt Indult von Mainz kennengelernt War es eigentlich Ihre erste alte Messe? Meine erste alte Messe,
in die ich durch Fügung gekommen bin, war auch eine Indultmesse. Ich war mir sicher, dass das ganz katholisch
ist und war auch schon davor ein Verfechter der Mundkommunion. Dennoch ging mir verschiedenes ab, ich
hatte „nichts zu sagen“. Es muß also das erste Mal nicht der „große Durchbruch“ sein. Erst später durch
meine Gattin, die bereits die alte Messe besuchte, mir entsprechende Lektüre verschaffte (von Klaus Gamber)
und als hauptsächlich wegen der alten Messe bei den Initiativkreisen (in deren Vereinigung) ein Streit
ausbrach, wußte ich sie mehr zu schätzen. Zeitlich sah das so aus: 1998 erlebte ich die erste alte Messe,
ab 2000 (Herbst) schätzte ich sie theoretisch und erst ab 2002 besuchte ich sie regelmäßig – bei FSSPX,
es gibt an Sonntagen sonst keine in der Diözese, mit Ausnahme von FSSP-Einkehrtagen, deren Zukunft ungewiß
ist (wg. der möglichen Auflassung des Kloster, wo diese stattfinden). Mainz-Budenheim: Vermute ich richtig,
dass es dort nur Wochentagsmessen im überlieferten Ritus gibt?
#10 Benedikt 14:00:45 | Dienstag, 22. November 2005
@ Chancel_screen Von einer 7:00 Uhr Indultmesse weiß ich nichts. Ich kenne nur die um 7:30 Uhr in MZ-Budenheim,
die ich unlängst zum ersten Mal besuchte.
„Rom zensuriert den Papst“ – wer versteckt sich hinter „Rom“??? Die Stadt an sich kann nichts dafür.
„Rom“ meint hier handelnde Gegner des Papstes, Menschen aus Fleisch und Blut, einem klingenden Namen und
m.E. einem klaren, strategischen Programm zur Umwandlung der kath. Kirche zur „one world church“ unter
anderer Führung. richard
@Marcel Ein Vertrauter von mir bekam bei solcher Gelegenheit vom liberalen Ortspfarrer die Hostie so in
den Mund gerammt, daß ersterer wohl dachte: „Der versucht das nie wieder.“ Zustimmung. Mir wurde von
einem älteren, sehr glaubwürdigen Herrn sogar ein Fusstritt berichtet, den der gläubige Herr beim knienenden
Mundkommunionempfang als kleine „Aufmerksamkeit“ vom Pfarrer verpasst bekam. <<<<<<<<<<< „Die Hölle zu
Füssen wegen Handkommunion“, Mysterium Fidei / Dez. 2005 / aus Mitteilungen an die ehrwürdigste Schwester
Maria Cornelia Holewick geb.1911 verst.1985 Den Kardinälen, Bischöfen, Priestern und Ordensleuten mit
wenigen Ausnahmen, selbst davon nicht den Papst ausgenommen, all diesen steht die Hölle zu deren Füssen
offen und das nur wegen der HANDKOMMUNION. Die Kardinäle, Bischöfe tragen die Schuld, weil sie das beim
Papst erzwungen haben. Der Papst hat die Schuld als mein Stellverteter auf Erden, weil er schwach geworden
ist und seine Unfehlbarkeit mit Füssen zertreten hat, dem gläubigen Volk an der Unfehlbarkeit Enttäuschung
bereitet. Die Kardinäle, Bischöfe, Priester und Ordensleute haben den Gläubigen nicht nur den Glauben
geraubt, sondern auch den Himmel. Das ist das grösste Verbrechen, was sie an den Meinigen tun konnten.
Die hl. Messe aller Zeiten … wird von den Modernisten so abgrundtief gehaßt wie von ihrem geistigen
Vater, den grobianischen Ketzer Luther. Dieser Haß richtet sich natürlich gegen die wahre Kirche Jesus
Christi, deren Zentrum dieser gottgegebene hl. Meßritus ist. Der hl. Papst Pius V. hat es in unmißverständlicher
Form für alle Zeit klargestellt. Laurentius hat also vollkommen recht. Viele Katholiken, die Teile der
hl. Messe aller Zeiten in „ihre“ NO-Messen „hinüberzuretten versuchen“ – freilich ein aussichtsloses
Unterfangen, aber sie werden es noch lernen – und beispielsweise die hl. Kommunion knieend empfangen,
haben beste Gelegenheiten, diesen Haß hautnah zu erleben. Die Praxis zählt. Wenn ein solch wohlmeinender
Katholik für sein Verhalten in der Gemeinde ausgelacht wird (z.B. beim Chorwochenende, usw.), gehört
das noch zu den harmloseren Dingen – obwohl es direkt ins Herz trifft. Ein Vertrauter von mir bekam bei
solcher Gelegenheit vom liberalen Ortspfarrer die Hostie so in den Mund gerammt, daß ersterer wohl dachte:
„Der versucht das nie wieder.“ In der Tat: der Vertraute geht inzwischen zu den hl. Messen der Priesterbruderschaft
St. Pius X.
#4 Benedikt 11:27:52 | Dienstag, 22. November 2005
Volle Zustimmung… …zu Ihrem Text, werter Laurentius2. Ich kann das auch nicht nachvollziehen und jetzt,
wo ich den Indult von Mainz kennengelernt habe, noch viel weniger.
#3 Laurentius2 11:08:05 | Dienstag, 22. November 2005
@Romulus / über Modernisten Wieso wird die Alte Messe denn von den Modernisten so häßlich behandelt ?
Ich gehe meistens in die Neue Messe, aber mir stößt diese innerkirchliche Häßlichkeit im Umgang mit
traditionellen Katholiken und dem alten Ritus immer wieder unangenehm auf. Warum wurden denn diese päpstlichen
Aussagen von den liberalen Medien unterdrückt. Sind sie etwa objektiv ? Warum darf ein Seminarist in
Deutschland während seiner Ausbildung nicht den Ritus seiner frommen Großeltern und Vorfahren, die Messe
aller Heiligen zumindest kennenlernen ? Stattdessen muß er sich gruppendynamischer Gehirnwäsche unterziehen.
Wer dahinter kein System, das von einer gewissen Emotion oder/ und Ideologie getrieben ist, sieht, geht
mit geschlossenen Augen durch den kirchlichen Alltag. Daß viele Modernisten Haß gegenüber unseren katholischen
Glaubens- oder Reliquienschätzen empfinden, zeigt beispielhaft folgende Anekdote: Auf einem Vortragsabend
über das Turiner Grabtuch erzählte der promovierte Referent, der das Grabtuch für echt hält, von einer
Diskussion mit einem modernistischen Theologen. Als der Modernist an einem gewissen Punkt des Gesprächs
die Wahrscheinlichkeit der Echtheit nicht mehr von der Hand weisen konnte, sagte er (HAßERFÜLLT): „Dann
ins Feuer damit !“ Daß das Grabtuch beinahe 1997 verbrannte ist vielleicht auch kein Zufall…
@ Laurentius2 Der tiefe Haß der Modernisten gegen die Alte Messe Was macht dich da so sicher? Für dich
ist die Alte Messe eine neue, denn so alt bist du noch nicht.
#1 Laurentius2 08:48:19 | Dienstag, 22. November 2005
Verschwiegene Rede / tiefer Haß gegen den klassischen Ritus Die zweifache Zensur der Papstrede wirft
ein dankenswerterweise von kreuz.net dokumentiertes Schlaglicht auf das große Mißverständnis der Halb-Konservativen
in römischer Kurie und deutschem Episkopat. Sie meinen, es sei nicht so tragisch, wenn man Schlüsselstellen
der römischen bzw. DBK-Außendarstellung (Sprecheramt, Osservatore und Radio Vatikan bzw. DBK-Vorsitz
und Sekretariat, ARD/ZDF – Rundfunkratssitze etc.) den Liberalen überläßt. Sie glauben in (kirchen-)politisch
tödlicher Naivität an das Gute bzw. Katholische in den Herzen ihrer liberalen Kollegen und unterschätzen
deren ideologische Verblendung durch Liberalismus, Ökumenismus und Modernismus. Auch im deutschen Episkopat
haben alle romtreuen Bischöfe (außer vielleicht Mülller und Meisner) die Gefahr der unkatholischen
Unterwanderung noch immer nicht begriffen. Jetzt schon sind die Ultramontanen in unserem Vaterland zu
einer Minderheit geworden. Der Heilige Geist allein kann aber die Kirche nicht auf Dauer vor den genannten
Irrtümer bewahren. Der tiefe Haß der Modernisten gegen die Alte Messe, die nicht nur in dieser Hinsicht
wohl absolut lutherisch denken („Götzendienst“) muß doch unseren (wenigen) Leuten an den führenden
Stellen irgendwann auffallen, oder ?