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Meditation über die Person + Rom zensuriert den Papst + Einheitliche Freiheitsgestaltung + Neuregelung von Kirche und Staat in Frankreich? + Abgründe einer Priesterseele
Meditation über die Person

Vatikan. Papst Benedikt XVI. betonte gestern den zentralen Rang der menschlichen Person im christlichen Denken. Der Heilige Vater sprach vor der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften. Die menschliche Person müsse „im Herzen der sozialen Ordnung bleiben“. Der Begriff der Person helfe, den einzigartigen Charakter und die soziale Dimension jedes Menschen zu verstehen. Benedikt XVI. erinnerte in diesem Zusammenhang an seinen Vorgänger Papst Johannes Paul II. Sein Pontifikat sei eine „tiefe Meditation“ über die menschliche Person gewesen.

Rom zensuriert den Papst

Vatikan. Die italienische Monatszeitung ‘30Giorni’ sprach kürzlich den Präsidenten der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’, Dario Kardinal Castrillón Hoyos, auf eine Rede an, die Papst Johannes Paul II. im September 2001 gehalten hat. Darin lobte der Papst vor der Liturgiekongregation die „sehr schönen Gebete“ im Meßbuch von Papst Pius V. († 1572). Die Rede wurde gegen die übliche Praxis weder in der vatikanischen Tageszeitung ‘L’Osservatore Romano’ noch im offiziellen Amtsblatt des Heiligen Stuhles, den ‘Acta Apostolicae Sedis’, veröffentlicht. ‘30Giorni’ bemerkt, daß der ‘Osservatore Romano’ auch die von Kardinal Castrillón im Mai 2003 in der römischen Basilika St. Maria Maggiore zelebrierte Alte Messe verschwiegen habe und fragt den Kardinal, was er von dieser zweifachen Zensur halte. „Ich bevorzuge es,“ – so die knappe Antwort – „anstatt Absichten Fakten zu bewerten“. Er wisse nicht, was die Ursache für die zwei fehlenden Berichte sei. Die unterschlagene Dokumentation der Rede des Papstes in den ‘Acta Apostolicae Sedis’ bezeichnete der Kardinal als schwerwiegend.

Einheitliche Freiheitsgestaltung

Deutschland. Der Bischof von Mainz besuchte am vergangenen Wochenende gemeinsam mit dem Apostolischen Nuntius in Deutschland, Mons. Erwin Josef Ender, die Vollversammlung des ‘Zentralkomitees der deutschen Katholiken’ in Bad Godesberg. Bad Godesberg ist ein Stadtteil von Bonn im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Anläßlich seines Besuches meinte der Kardinal, daß der Beitrag der Laien für Kirche und Gesellschaft unverzichtbar sei. Das ‘Zentralkomitee’ gebe davon Zeugnis ab. In Anspielung auf seinen bayerischen Mitbruder Bischof Gerhard Ludwig Müller erklärte Kardinal Lehmann: Er wolle angesichts dessen, was in diesen Tagen geschehen sei, nicht hoffen, „daß wir diese Einheit, die den einzelnen Bistümern dann auch noch genügende Freiheitsgestaltung gibt, verlieren“.

Neuregelung von Kirche und Staat in Frankreich?

Frankreich. Der französische Innenminister Nicolas Sarkozy will das Gesetz zur Trennung von Kirche und Staat aus dem Jahr 1905 überarbeiten. Er glaubt, daß das Gesetz einiger Änderungen bedarf. Aus diesem Grund setzte er eine 15köpfige Kommission ein. Ein Abschlußbericht soll im Juni vorgelegt werden. Innenminister Sarkozy erhofft sich von den Änderungen einen Rückgang des ausländischen Einflusses auf den französischen Islam. Der Innenminister plädiert zum Beispiel für Änderungen im Kirchengesetz, um den Bau von Gotteshäusern – und Moscheen – staatlich finanzieren zu können.

Abgründe einer Priesterseele

Brasilien. Das brasilianische Magazin ‘Estoé’ – auf deutsch: So ist es – veröffentlichte in seiner jüngsten Ausgabe das angebliche Tagebuch eines klerikalen Kinderschänders. Der Priester sitzt gegenwärtig wegen Mißbrauchs eines 5jährigen Kindes im Gefängnis. Er soll seine Aufzeichnungen versehentlich einer Ordensfrau gegeben haben, welche den Text der Polizei übergab. Der Priester gestand in seinen Notizen, gezielt nach vaterlosen, verschüchterten Burschen aus ärmlichen Familien gesucht zu haben, um diese zu schänden. Papst Benedikt XVI. entsandte Anfang September eine Kommission nach Brasilien, um Vorwürfe angeblicher Mißbräuche durch rund 1.700 Geistliche zu überprüfen.
      
35 Lesermeinungen
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#35   Christin   22:09:29 | Freitag, 25. November 2005
„goldig“ wie dankbar er seinem Vorgänger ist!
Dankbare Menchen haben immer ein ganz besonders Charisma an sich.
Solche Menschen schätzen das Leben und vergessen nichts was sie an Gutem geschenkt bekommen haben und in welchen Fußstapfen sie treten haben dürfen.
Respekt!
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#34   Rudolphus   16:23:16 | Mittwoch, 23. November 2005
Liturgische Bewegung: „An ihren Fürchten werdet ihr sie erkennen!“
@Gotthard
Dieses Wort Christi möchte ich auch als Meßlatte für die Liturgiereform anlegen.
Die Reform 1969 trug schlechte, ganz böse Früchte für die Kirche. Somit kann sie nicht vom Guten sein.
Das Allerheiligste wurde in unzähligen Tausenden Messen schlecht behandelt, gar mißhandelt und profaniert.
Die Messe Pius’ V. darf niemals verboten werden. Die Bulle selbst, die das lehrt, wurde von keinem Papst je angefochten.
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#33   Benedikt   12:49:56 | Mittwoch, 23. November 2005
@ Chancel_screen
Schade, dass die FSSPX direkt in der RheinMain-Diaspora keine Messe anbietet.
Das ist ein Irrtum. In Hattersheim gibt es die kleine Kapelle St. Athanasius der von Pfr. Milch gegründeten Actio Spes Unica. Diese wird mW von einem Priester der FSSPX aus dem Priorat Kleinwallstadt versorgt. Sie hat auch eine Internetpräsenz, suchen sie einfach bei Google.
@ Sirilo
Machen Sie sich doch nicht künstlich dümmer. Auch Verwandte kann man durchaus als Vorfahren bezeichnen. Die Familie Schönborn ist ein altes Adelgeschlecht, das bereits an die 20 Kirchenfürsten und auch Äbtissinnen gestellt hat.
Zumindest im Abendmahlssaal wurde die Handkommunin praktiziert,
Im Abendmahlssaal wurde auch das Priestertum eingesetzt, von daher sehe ich da keine Widersprüche zur Praxis der Mundkommunion.
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#32   Gotthard   23:37:38 | Dienstag, 22. November 2005
Liturgische Bewegung
Bernardo, endlich mal eine verstehende und darstellende Antwort.
Du übersiehst leider – bzs nimmst sie nicht wahr – die liturgische Bewegung seit den 20er Jahren in Deutschland und Europa.
Das war eine breite Bewegung in der Kirche … sie hat die Lebendigkeit der Gemeinden in den 20er und 30er Jahren ausgemacht … sie hat die Jugend begeistert … sie hat die Basis für alle deutschen Gesangbücher geschaffen … etc
Wir in der deutschen Kirche dürfen dankbar sein, die Basis für die erneuerte und lebensnahe Liturgie der GANZEN Kirche gelegt zu haben.
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#31   Bernado   23:25:42 | Dienstag, 22. November 2005
@Gotthard
sie schrieben:„Selbst das widerlegt nicht meine Aussage, dass der Ritus zeitbedingt und kirchlichen Ursprungs ist … also Veränderungen immer zugänglich.“
Natürlich hat die Kirche die Vollmacht, den Ritus zu verändern, und sie hat das auch immer wieder getan. Aber schonend, mit großer Ehrfuchr vor der Tradition: Da wurde hier ein Psalmtext gekürzt, da ein Gebet präziser formuliert, an der einen Stelle ein neuer Heiliger eingefügt usw. Diese Veränderungen griffen entweder Entwicklungen auf, die sich schon spontan angemeldet hatten – oder sie versuchten auch, als gefährlich empfundenen Veränderungen entgegen zu wirken.
Was nach dem Konzil geschah, das war keine behutsame Weiterentwicklung, sondern ein Neuentwurf am Reissbrett, durch den vieles gute und wertvolle abgeschafft wurde, während einiges von dem, was neu dazu kam, leichter falsch als richtig zu verstehen ist. Und der größte Bruch, der inzwischen ja auch als unzulässig erkannt wurde, war, daß man glaubte, den alten Ritus, der 1000 Jahre lang Herzstück des Kultes war, ganz abschaffen und verbieten zu können.
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#30   Gotthard   22:34:47 | Dienstag, 22. November 2005
widerlegt?
Es wurde nichts widerlegt … was auch nicht behauptet worden war.
Es mag einige ganz wenige Elemente geben, die im sogenannten Tridentinischen Ritus aus apostolischer Zeit stammen.
Selbst das widerlegt nicht meine Aussage, dass der Ritus zeitbedingt und kirchlichen Ursprungs ist … also Veränderungen immer zugänglich.
Keine Liturgie hat je den Anspruch auf göttliche Offenbarung erhoben… und kann es nicht. Es gibt viele sehr alte, sehr erwürdige Liturgien … aber alle sind sie Ergebnisse kirchlichen Handelns… also menschlich-gläubigen Tuns, unterworfen kirchlichen Handelns und kirchlicher Veränderungen …
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#29   Athanasius   22:16:02 | Dienstag, 22. November 2005
@gotthard
Du magst in meinem beitrag ein falsches Verständnis deiner Beiträge lesen. Dennoch habe ich völlig auf ihren Beitrag reagiert, in dem ich die unhistorische Behauptung der tridentinische Ritus sei lediglich ein Ritus einer gewissen Zeitspanne und nicht seit dem Aetas apostolica da, widerlegt habe.
Meinen Beitrag widerlegen kannst Du offenbar nicht.
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#28   Gotthard   22:06:55 | Dienstag, 22. November 2005
@athanasius
Das Lesen und Verstehen von Texten scheint machmal schwierig zu sein.
Einen Irrtum kannst du mir nur unterstellen, wenn du in meinem Text das liest, was du lesen willst … geschrieben habe ich ncihts, was du angreifst.
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#27   Athanasius   22:00:20 | Dienstag, 22. November 2005
Gotthard doch…
Der von dir so hochgelobte Ritus war die Liturgie einer gewissen – zwar langen- Zeitspanne. Diese Liturgie ist – wie jede Liturgie – kirchlichen Ursprungs und kirchlicher Änderung unterworfen.
Wieder mal Irrtum und historische Ignoranz. Jeder HIstoriker und Liturgiewissenschaftler weiss, dass viele Gebete des tridentinischen Ritus auf apostolische Zeiten zurückgehen. Es ist eine Tatsache, dass der tridentinische Ritus was den Teilen des Kanons, P.N. u. Lectionariusm angeht, bis weit zurück in die Katakombenverfolgung zurückgeht.
Zu sagen der tridentinische Ritus sei lediglich ein Produkt von Trient das 400 Jahre lebte und abgeknallt wurde in 1969, ist ein riesiges Irrtum.
Die tridentinische Hl. Messe ist der Ritus von Rom. Nach 590 wurde z.B. am Kanon nichts mehr geändert, bis Johannes XXIII. St. Josef einfügte.
Sie mögen gegen den Alten Ritus sein, aber bitte lassen historische Fälschungen die von Unwissenheit zeugen weg.
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#26   Bernado   21:47:43 | Dienstag, 22. November 2005
@chancel_screen
Sie schrieben:„in Berlin gibt es inzwischen sowohl FSSPX als auch Indultmesse. Das Leben kann so ungerecht sein.“
Tatsächlich können sie in Berlin sogar an drei Orten hl.Messen im traditionellen Ritus besuchen: Sonntags die „Indultmesse“ bei der „Pro-Missa-Tridentina-Berlin“ in der Kapelle des Josefsheims; täglich in der St.-Petrus-Kirche der Piusbruderschaft und neuerdings zweimal täglich im Institut Philipp-Neri. Wobei letzteres keine stets gefährdeten „Indultmessen“ im engeren Sinne sind, da das Institut sich zwar mit Genehmigung des Erzbischofs in Berlin niedergelassen hat, aber nicht dem Bistum untersteht, sondern direkt unter die Zuständigkeit der Kommission „Ecclesia Dei“ fällt.
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#25   Athanasius   21:46:31 | Dienstag, 22. November 2005
Nein, falsch
Die Handkommunion ist immer verboten.
Mundkommunion war immer die offizielle Weise.
Das hochheilige Konzil von Trient lernt uns, die Mundkommunion ist apostolischer Brauch.
Aber Sirilo weiss es besser.
Obwohl sogar Joh. 13:26 uns lernt, dass Christus schon mal bei einem normalen Mahl Brot in Wein eintaufte und Judas direkt in den Mund gab.
Papst Sixtus I. (ca. 115 n. Chr.) verbat Laien den Kontakt zu den heiligen Gefässen, was implizitiert auch den direkten Handkontakt zum Hochheiligen Inhalt dieser Gefässe!
Sirilo, weisst Du es besser als alle andere Konzile?
Der „frühchristliche“ Handkommunionmythos ist schon längst entlarvt.
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#24   Gotthard   21:39:01 | Dienstag, 22. November 2005
Überhöhung
Die hl. Messe des hl. Pius V. ist die Messe aller Zeiten. Daran kann kein Zweifel sein!
natürlich habe ich daran meine Zweifel. Der von dir so hochgelobte Ritus war die Liturgie einer gewissen – zwar langen- Zeitspanne. Diese Liturgie ist – wie jede Liturgie – kirchlichen Ursprungs und kirchlicher Änderung unterworfen.
Mach doch bitte deinen „Liturgiegeschmack“ nicht zur göttlichen Offenbarung.
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#23   Sirilo   20:55:12 | Dienstag, 22. November 2005
@Benedikt: Nachkommen eines Zölibatärs?
Da Erzbischof Johann Philipp von Schönborn keine leiblichen Nachkommen hatte, kann er kein Vorfahr von Kardinal Christoph Schönborn gewesen sein.
Fußnote zum Thema Handkommunion: Zumindest im Abendmahlssaal wurde die Handkommunin praktiziert, denn Jesus sagte (nach dem griechischen Text des NT): Labete, phagete (nehmt und esset). Dass mit „nehmen“ in die Hand nehmen gemeint ist, erkennt man daran, dass zuvor dasselbe Wort (labein/ nehmen) verwendet wird, als es heißt „er nahm das Brot“ (labon ton arton). Wenn also Jesus selbst die Handkommunion praktiziert hat, wird er doch niemanden in die Hölle schicken, nur weil der auch die Handkommunion praktiziert. Oder?
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#22   Rudolphus   16:59:41 | Dienstag, 22. November 2005
@Freunde u. Angehörige des lateinischen Ritus
Die hl. Messe des hl. Pius V. ist die Messe aller Zeiten. Daran kann kein Zweifel sein!
Das größte Sakrileg in der Neuen Messe ist der fahrlässige Umgang mit den göttlichen Gestalten – insbesondere die Handkommunion … ihre Erlaubnis wurde dem Modernistenpapst Paul VI. von den deutschen Bischöfen abgerungen, für jene Gemeinden, wo der „Brauch“ widergesetzlich eingeführt wurde.
Bis heute ist für den Kommunionempfang die Hostienpatene vorgeschrieben.
Der Großteil des Neuen Ritus ist darum ein Sakrileg, die FSSPX hat ganz recht!
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#21   Sulpicius   16:49:00 | Dienstag, 22. November 2005
@Gotthard
Wer weiß, wie dämlich Du Dich da angestellt hast. :-)
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#20   Mimi   16:47:43 | Dienstag, 22. November 2005
@Gotthard
Es ist schlimm genug, dass Kardinal Glemp seit Gründonnerstag in seiner Diözese die HK erlaubt hat. Ausgerechnet in einem so traditionellen katholischen Land wie Polen die HK einführen zu wollen, wo man doch gesehen hat, zu welch Sakrilegien und Abnahme des Glaubens an die Realpräsenz das im Westen geführt hat.
Der Empfang des Eucharistischen Herrn kniend auf die Zunge ist die einzig würdige und ehrfurchtsvolle Art, den Herrn zu empfangen. Jahrhundertelang hat dies niemand in Frage gestellt, weil allen klar war, dass es GOTT ist…
Der Großteil der Polen scheint das auch noch zu wissen, und es ist bedauerlich, dass Sie sich nicht von selbst den ehrfurchtsvollen Sitten des Landes angepasst haben.
Leider hat es wenig Sinn, es jemandem auf die harte Tour beizubringen… wie man an Ihrem Beitrag ja sieht…
Die Erkenntnis muss einem wohl von Gott geschenkt werden.
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#19   Gotthard   16:22:53 | Dienstag, 22. November 2005
noch ein Beispiel für hässliches Verhalten
Ende Juli in der Marienkirche in Krakow in der Vorabendmesse. Wir sind mit einer Gruppe Deutscher in der Kirche und feiern die Eucharistie mit. Bei der Kommunionausteilung werden wir vom kommunionausteilenden Priester auf Deutsch angeraunzt, dass wir uns gefälligst knien sollten und die Mundkommunion wurde uns zwangsweise verpasst.
Ein völlig unwürdiges Kommunionausteilen!!!!!!!!!
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#18   Laurentius2   16:05:47 | Dienstag, 22. November 2005
weiteres Beispiel für häßliches Verhalten
oder ich erlebte einmal selbst mit – als ich noch die Handkommunion nahm –, wie eine knieende Frau, die die Mundkommunion erwartete vom Modernistenpfarrer erst ignoriert wurde, dann , als alle anderen die Kommunion erhalten hatten, gab er der Frau sichtlich widerwillig die Mundkommunion – hastig und wischte sich sichtlich angeekelt seine Finger an seiner Stola ab …
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#17   chancel_screen   16:02:29 | Dienstag, 22. November 2005
@Benedikt: „Indult von Mainz“
Danke, ich habe die Messe um 7:30 gemeint. Nein, „meine“ Messe ist die Indult in Frankfurt (mittwochs um 18:30). Gelegentlich bin ich auch in Heidelberg. Schade, dass die FSSPX direkt in der RheinMain-Diaspora keine Messe anbietet. Warum eigentlich? Ausgerechnet in Berlin gibt es inzwischen sowohl FSSPX als auch Indultmesse. Das Leben kann so ungerecht sein.
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#16   Benedikt   15:41:10 | Dienstag, 22. November 2005
@ Stimme aus dem Tradiland
Aha. Also das Gebet zum Hl. Michael erfolgt natürlich, ebenso ein Mariengebet, allerdings vorangestelltem Ave Maria. Danach folgt noch eine Anrufung an das Herz Jesu und an den/ die Tagesheilige/n.
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#15   Stimme aus dem Tradiland   15:28:10 | Dienstag, 22. November 2005
@ Benedikt
Die Gebete nach der stillen Hl. Messe im überlieferten Ritus sind vorgegeben, darunter das Salve Regina und der kleine Exorzismus, welchen Papst Leo XIII. vorgeschrieben hat als Gebet nach der Hl. Messe (Gebet zum Hl. Erzengel Michael). Die Gebete sind alle im Schott drinnen.
Zusätzlich sind noch weitere freiwillige Gebete möglich, eine Auswahl insb. aus den Psalmen findet sich ebenfalls im Schott. Bei den Gebeten nach dem Schlußevangelium kann es Abänderungen geben, wenn danach eine besondere Andacht oder Aussetzung des Allerheiligsten ist.
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#14   Benedikt   15:02:57 | Dienstag, 22. November 2005
@ Stimme aus dem Tradiland
Diese Teile sind in Mainz auf Deutsch. Beim „Domine, non sum dignus“ hat es mich gewundert, beim Rest war ich erleichtert, weil ich die Texte nicht zur Hand hatte. Und die Gebete nach der Messe sind ja glaube ich auch nicht standardisiert, oder? Von daher auch nicht schlecht, da ich die lateinischen Fassungen iW. nicht gekannt hätte (obwohl man das ja nach dem ersten Besuch hätte nachholen können).
Zwar ist die Kapelle eigentlich völlig ungeeignet, aber ich bin zufrieden, überhaupt mit angemessenem Zeitaufwand in eine Alte Messe zu kommen. Beim Besuch von Werktagsmesse war ich bisher zugegebenermaßen etwas sparsam, hab mir aber vorgenommen, es öfter zumachen, da eigentlich eine sehr gute Einrichtung. Und in Mainz noch relativ einfach zu haben, neben dem Indult gibt es auch noch 4 Frühmessen im Dom St. Martin.
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#13   Stimme aus dem Tradiland   14:45:30 | Dienstag, 22. November 2005
Confiteor vor der Kommunion
@ Benedikt Zitat: verwenden die in MZ glaube ich das von 1954, da der Ministrant vor der Kommunion noch mal das Confiteor betet
Nach meinem Informationsstand ist dieses zweite Confiteor des Meßdieners noch im 62er-Meßbuch, allerdings fakultativ, d.h. es hängt vom Zelebranten und von dem/den Minstranten ab, ob es gebetet wird. Bei Indultmessen habe ich es oft ohne Confiteor erlebt, bei FSSP manchmal. Bei FSSPX ist es nach meiner Erinnerung immer gewesen, dieses zweite Confiteor.
Die Verschandelung der Kirche, wo Hw. Dr. May zelebriert, ist natürlich ein böser Witz!
Ebenso 62er-fakultativ ist, ob Lesung und Evangelium nur auf Deutsch, nur auf Latein oder beides gelesen werden. Ebenso, ob das „Domine non sum dignus“ auf Latein oder Deutsch dreimal gebetet wird. Detto, ob die Gebete nach der stillen Messe auf Latein oder Deutsch sind.
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#12   Benedikt   14:33:36 | Dienstag, 22. November 2005
@ Stimme aus dem Tradiland
Ja, aber ich hatte mich ja ausgiebig damit beschäftigt, sowohl mit Literatur als auch mit dem Ordo im Messbuch (hab noch eins von 1962, allerdings verwenden die in MZ glaube ich das von 1954, da der Ministrant vor der Kommunion noch mal das Confiteor betet).
Und nein, es gibt dort nicht nur Wochentagsmessen, Sonntags wird man gnädigerweise in die Kirche gelassen, dort ist dann eine Singmesse. In Mainz gab es schon vor dem Gotteslob ein Kirchengesangbuch, dass wird dann da verwendet. Mainz hat da eine alte Tradition, der Trid. Ritus wurde erst im 17. Jahrhundert von Erzbischof Johann Philipp von Schönborn (ein Vorfahre von Christoph übrigens) verpflichtend eingeführt.
Der Zelebrant ist ein hier alter Bekannter, nämlich kein geringerer als Prof. Georg May. Er soll ausgezeichnet predigen, hat man mir berichtet (Sonntags bin ich in der Heimat).
Die Kapelle, in der er zelebriert hat man ihm allerdings vor 2 Jahren kräftig verhunzt, mit Tabernakel in der Ecke und einem runden Altar, der nicht sehr breit ist. Die Altarraumstufe, auf der man zur Kommunion kniet ist übrigens merkwürdig scharfkantig, so dass die Indultgemeinde eigens Polster auslegt. Naja, ich kann jetzt die Einstellungen einiger zum Indult verstehen.
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#11   Stimme aus dem Tradiland   14:14:22 | Dienstag, 22. November 2005
@ Benedikt
Indult von Mainz kennengelernt
War es eigentlich Ihre erste alte Messe? Meine erste alte Messe, in die ich durch Fügung gekommen bin, war auch eine Indultmesse. Ich war mir sicher, dass das ganz katholisch ist und war auch schon davor ein Verfechter der Mundkommunion. Dennoch ging mir verschiedenes ab, ich hatte „nichts zu sagen“.
Es muß also das erste Mal nicht der „große Durchbruch“ sein. Erst später durch meine Gattin, die bereits die alte Messe besuchte, mir entsprechende Lektüre verschaffte (von Klaus Gamber) und als hauptsächlich wegen der alten Messe bei den Initiativkreisen (in deren Vereinigung) ein Streit ausbrach, wußte ich sie mehr zu schätzen.
Zeitlich sah das so aus: 1998 erlebte ich die erste alte
Messe, ab 2000 (Herbst) schätzte ich sie theoretisch und erst ab 2002 besuchte ich sie regelmäßig – bei FSSPX, es gibt an Sonntagen sonst keine in der Diözese, mit Ausnahme von FSSP-Einkehrtagen, deren Zukunft ungewiß ist (wg. der möglichen Auflassung des Kloster, wo diese stattfinden).
Mainz-Budenheim: Vermute ich richtig, dass es dort nur Wochentagsmessen im überlieferten Ritus gibt?
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#10   Benedikt   14:00:45 | Dienstag, 22. November 2005
@ Chancel_screen
Von einer 7:00 Uhr Indultmesse weiß ich nichts. Ich kenne nur die um 7:30 Uhr in MZ-Budenheim, die ich unlängst zum ersten Mal besuchte.
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#9   Sulpicius   12:53:16 | Dienstag, 22. November 2005
Was kath.net wieder interessiert…
…Wundersucht www.kath.net/detail.php?id=12097
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#8   chancel_screen   12:47:38 | Dienstag, 22. November 2005
@Benedikt: „Indult von Mainz“
Ist die 7:00 Uhr- Indultmesse hiermit gemeint, oder gibt es in Mainz was Neues? Würde mich sehr interessieren.
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#7   richard   12:41:13 | Dienstag, 22. November 2005
„Rom zensuriert den Papst“
– wer versteckt sich hinter „Rom“??? Die Stadt an sich kann nichts dafür. „Rom“ meint hier handelnde Gegner des Papstes, Menschen aus Fleisch und Blut, einem klingenden Namen und m.E. einem klaren, strategischen Programm zur Umwandlung der kath. Kirche zur „one world church“ unter anderer Führung.
richard
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#6   Le Trot   12:21:58 | Dienstag, 22. November 2005
@Marcel
Ein Vertrauter von mir bekam bei solcher Gelegenheit vom liberalen Ortspfarrer die Hostie so in den Mund gerammt, daß ersterer wohl dachte: „Der versucht das nie wieder.“
Zustimmung. Mir wurde von einem älteren, sehr glaubwürdigen Herrn sogar ein Fusstritt berichtet, den der gläubige Herr beim knienenden Mundkommunionempfang als kleine „Aufmerksamkeit“ vom Pfarrer verpasst bekam.
<<<<<<<<<<<
„Die Hölle zu Füssen wegen Handkommunion“, Mysterium Fidei / Dez. 2005 / aus Mitteilungen an die ehrwürdigste Schwester Maria Cornelia Holewick geb.1911 verst.1985
Den Kardinälen, Bischöfen, Priestern und Ordensleuten mit wenigen Ausnahmen, selbst davon nicht den Papst ausgenommen, all diesen steht die Hölle zu deren Füssen offen und das nur wegen der HANDKOMMUNION.
Die Kardinäle, Bischöfe tragen die Schuld, weil sie das beim Papst erzwungen haben. Der Papst hat die Schuld als mein Stellverteter auf Erden, weil er schwach geworden ist und seine Unfehlbarkeit mit Füssen zertreten hat, dem gläubigen Volk an der Unfehlbarkeit Enttäuschung bereitet. Die Kardinäle, Bischöfe, Priester und Ordensleute haben den Gläubigen nicht nur den Glauben geraubt, sondern auch den Himmel. Das ist das grösste Verbrechen, was sie an den Meinigen tun konnten.
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#5   Marcel   11:40:29 | Dienstag, 22. November 2005
Die hl. Messe aller Zeiten
… wird von den Modernisten so abgrundtief gehaßt wie von ihrem geistigen Vater, den grobianischen Ketzer Luther.
Dieser Haß richtet sich natürlich gegen die wahre Kirche Jesus Christi, deren Zentrum dieser gottgegebene hl. Meßritus ist. Der hl. Papst Pius V. hat es in unmißverständlicher Form für alle Zeit klargestellt.
Laurentius hat also vollkommen recht.
Viele Katholiken, die Teile der hl. Messe aller Zeiten in „ihre“ NO-Messen „hinüberzuretten versuchen“ – freilich ein aussichtsloses Unterfangen, aber sie werden es noch lernen – und beispielsweise die hl. Kommunion knieend empfangen, haben beste Gelegenheiten, diesen Haß hautnah zu erleben.
Die Praxis zählt. Wenn ein solch wohlmeinender Katholik für sein Verhalten in der Gemeinde ausgelacht wird (z.B. beim Chorwochenende, usw.), gehört das noch zu den harmloseren Dingen – obwohl es direkt ins Herz trifft.
Ein Vertrauter von mir bekam bei solcher Gelegenheit vom liberalen Ortspfarrer die Hostie so in den Mund gerammt, daß ersterer wohl dachte: „Der versucht das nie wieder.“ In der Tat: der Vertraute geht inzwischen zu den hl. Messen der Priesterbruderschaft St. Pius X.
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#4   Benedikt   11:27:52 | Dienstag, 22. November 2005
Volle Zustimmung…
…zu Ihrem Text, werter Laurentius2. Ich kann das auch nicht nachvollziehen und jetzt, wo ich den Indult von Mainz kennengelernt habe, noch viel weniger.
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#3   Laurentius2   11:08:05 | Dienstag, 22. November 2005
@Romulus / über Modernisten
Wieso wird die Alte Messe denn von den Modernisten so häßlich behandelt ? Ich gehe meistens in die Neue Messe, aber mir stößt diese innerkirchliche Häßlichkeit im Umgang mit traditionellen Katholiken und dem alten Ritus immer wieder unangenehm auf. Warum wurden denn diese päpstlichen Aussagen von den liberalen Medien unterdrückt. Sind sie etwa objektiv ?
Warum darf ein Seminarist in Deutschland während seiner Ausbildung nicht den Ritus seiner frommen Großeltern und Vorfahren, die Messe aller Heiligen zumindest kennenlernen ? Stattdessen muß er sich gruppendynamischer Gehirnwäsche unterziehen.
Wer dahinter kein System, das von einer gewissen Emotion oder/ und Ideologie getrieben ist, sieht, geht mit geschlossenen Augen durch den kirchlichen Alltag.
Daß viele Modernisten Haß gegenüber unseren katholischen Glaubens- oder Reliquienschätzen empfinden, zeigt beispielhaft folgende Anekdote:
Auf einem Vortragsabend über das Turiner Grabtuch erzählte der promovierte Referent, der das Grabtuch für echt hält, von einer Diskussion mit einem modernistischen Theologen. Als der Modernist an einem gewissen Punkt des Gesprächs die Wahrscheinlichkeit der Echtheit nicht mehr von der Hand weisen konnte, sagte er (HAßERFÜLLT): „Dann ins Feuer damit !“
Daß das Grabtuch beinahe 1997 verbrannte ist vielleicht auch kein Zufall…
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#2   Romulus   10:09:33 | Dienstag, 22. November 2005
@ Laurentius2
Der tiefe Haß der Modernisten gegen die Alte Messe
Was macht dich da so sicher? Für dich ist die Alte Messe eine neue, denn so alt bist du noch nicht.
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#1   Laurentius2   08:48:19 | Dienstag, 22. November 2005
Verschwiegene Rede / tiefer Haß gegen den klassischen Ritus
Die zweifache Zensur der Papstrede wirft ein dankenswerterweise von kreuz.net dokumentiertes Schlaglicht auf das große Mißverständnis der Halb-Konservativen in römischer Kurie und deutschem Episkopat. Sie meinen, es sei nicht so tragisch, wenn man Schlüsselstellen der römischen bzw. DBK-Außendarstellung (Sprecheramt, Osservatore und Radio Vatikan bzw. DBK-Vorsitz und Sekretariat, ARD/ZDF – Rundfunkratssitze etc.) den Liberalen überläßt. Sie glauben in (kirchen-)politisch tödlicher Naivität an das Gute bzw. Katholische in den Herzen ihrer liberalen Kollegen und unterschätzen deren ideologische Verblendung durch Liberalismus, Ökumenismus und Modernismus. Auch im deutschen Episkopat haben alle romtreuen Bischöfe (außer vielleicht Mülller und Meisner) die Gefahr der unkatholischen Unterwanderung noch immer nicht begriffen. Jetzt schon sind die Ultramontanen in unserem Vaterland zu einer Minderheit geworden. Der Heilige Geist allein kann aber die Kirche nicht auf Dauer vor den genannten Irrtümer bewahren.
Der tiefe Haß der Modernisten gegen die Alte Messe, die nicht nur in dieser Hinsicht wohl absolut lutherisch denken („Götzendienst“) muß doch unseren (wenigen) Leuten an den führenden Stellen irgendwann auffallen, oder ?
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