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Freitag, 25. November 2005 15:14
Bischöfliche Filmempfehlung
Die philippinische Bischofskonferenz fand kürzlich für die jüngste Verfilmung des vierten Harry Potter Romans Worte des Lobes. Der Bericht streicht im Film das besondere Verständnis für Freundschaft, Mut und Selbstlosigkeit heraus.
(kreuz.net, Manila) Die Würdigung kam von einer Unterorganisation der philippinischen Bischofskonferenz, der ‘Catholic Initiative for Enlightened Movie Appreciation’ – kurz: ‘Cinema’. Sie bemüht sich um einen „verantworteten Kinobesuch“ der philippinischen Gläubigen.

‘Harry Potter’ ist der Name der Hauptfigur in den Jugendphantasieromanen von Joanne Kathleen Rowling (40). Seit Erscheinen des ersten Harry-Potter-Romans im Jahre 1997 verkaufte die britische Schriftstellerin rund 300 Millionen Bücher in 63 Sprachen.

Die vierte Verfilmung der Reihe trägt den Titel „Harry Potter und der Feuerkelch“.

"Ein Film mit Verständnis für Freundschaft"
„Ein Film mit Verständnis für Freundschaft“
Der Streifen bekam von ‘Cinema’ im Bereich der Moral die Wertung „zufriedenstellend bis nützlich“. Die Technik beurteilte die bischöfliche Filmkommission als „überdurchschnittlich“.

Die Unterkommission der Bischofskonferenz strich im Film das besondere Verständnis für Freundschaft, Mut und Selbstlosigkeit heraus. Trotz Hokuspokus vermittle der Film gute Werte.

Die Hauptperson, Harry Potter, beschreibt ‘Cinema’ als gutherzigen, mitfühlenden Zauberer.

"Vermittlung guter Werte"
„Vermittlung guter Werte“
Er gebe lediglich der Eifersucht auf seinen besten Freund nach, was nach Aussage von ‘Cinema’ im Leben häufig unvermeidlich sei. Doch Harry Potter und sein Freund bemerkten bald, wie wichtig ihre Freundschaft sei.

Die Kommission lobt auch die beispiellose Herzensgüte, mit der Harry Potter den anderen begegne.

Auch die Art des Unterrichts am Zauberinternat Hogwarts – dem eigentlichen Schauplatz der Erzählung – verdiene Anerkennung. Die Professoren lehrten „empfindsam, aber bestimmt“.

"Vorbildlicher Unterricht am Zauberinternat"
„Vorbildlicher Unterricht am Zauberinternat“
Die Verfilmung zeige den Triumph über furchtbare Skurrilitäten und sogar über den Tod.

Auch im deutschen Sprachraum ist unter den Katholiken eine Diskussion um die Romane von Rowling entbrannt.

So warnt die deutsche Journalistin Gabriele Kuby eindringlich davor, daß in den Harry-Potter-Romanen die Hemmschwelle zu okkulten Praktiken eingerissen werde.

Dagegen beteuert der in Linz tätige Pater Walthard Zimmer FSSP, daß die Zauberei in den Potter Büchern nichts mit Magie in einem theologischen Sinn zu tun habe.

Harry Potter: gut oder böse?
Harry Potter: gut oder böse?
Der Geistliche verfaßte kürzlich ein Buch mit dem Titel ‘Harry Potter: gut oder böse?: Unterscheidung tut dringend not’. Ähnlich wie die philippinische Bischofskonferenz findet Pater Zimmer bei Harry Potter zahlreiche natürliche Tugenden.

Für sein Werk mußte der Priester jedoch eine zweifache Rüge einstecken.

Zum einen kritisierte ihn sein Ordensoberer über die Medien für die Schrift. Zum anderen soll Gabriele Kuby dem Priester mit einer Klage wegen Plagiat gedroht haben.

Der Pater habe den Titel ihres Buches ‘Harry Potter: gut oder böse? Unterscheidung tut not’ gestohlen.
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5 Lesermeinungen:
Montag, 3. April 2006 13:36
Sugisu: Schade für den Realitätsverlust
Ich finde es ernsthaft erschreckend, das es im 21. Jahrhundert noch Menschen gibt, die zwischen Wirklichkeit und Fiktion nicht unterscheiden können. Man kann froh sein, dass die Figur Harry Potter nicht real ist, denn sonst würde der arme Junge brennen.

Der hier von „Der Gatte von Evelin“ geäusserte Fanatismus steht dem islamischen Fanatismus in keiner Weise nach. Das wirft kein gutes Bild auf die christliche Religion.
Vielleicht haben auch einige den Anschluss an die heutige Zeit verpasst, was ich bedauerlich finde. Den Christentum und Moderne könnten so wunderbar harmonieren, wenn es nicht immer wieder fast krankhaft „Säuberungswünsche“ von Seiten mancher „Vorbildchristen“ gäbe.
Sonntag, 27. November 2005 22:35
Evelin: @ Oxxx
Magie ist Magie, egal ob ich auf einem Besen fliege, oder ob ich Wasser in Wein verwandle

Nein, genausowenig wie Gott und die Daemonen eins sind. Göttliche Wunder geschehen nicht auf Bestellung. Magie ist eine Methode der – versuchten – Selbsterlösung.

Der Gatte der Evelin
Sonntag, 27. November 2005 22:29
Onan †: soll die kirche sich ruhig über die Bücher aufregen,
solange die Mehrheit darauf achtet, dass jedwege Kirche nie mehr die Macht bekommt Bücher zu verbrennen.

und ausserdem: Magie ist Magie, egal ob ich auf einem Besen fliege, oder ob ich Wasser in Wein verwandle *fg*
Freitag, 25. November 2005 23:18
Evelin: Rufschädigung der kath. Kirche durch unsinnige Filmkritik!
Sollte die positive Filmkritik nur annährend wahr sein, kann der Film „H.P. und der Feuerkelch“ unmöglich auf dem gleichnamigen Buch aufbauen.

Trotz Hokuspokus vermittle der Film gute Werte.

Aha, kirchl. Lehre hin oder her – ein „bißchen“ zaubern schadet ja nicht. Wenn es doch nützlich ist. Und das satanistische Ekeltraining? Das satanistische Ritual am Ende des Buches, welches nach meinen Informationen auch im Film dargestelltwird? Das vermittelt gute Werte?

Die Hauptperson, Harry Potter, beschreibt ‘Cinema’ als gutherzigen, mitfühlenden Zauberer.

Nach der Deutung von „Cinema“ ist also zaubern erlaubt, wenn der Zaubernde gutherzig und mitfühlend ist.

Auch die Art des Unterrichts am Zauberinternat Hogwarts – dem eigentlichen Schauplatz der Erzählung – verdiene Anerkennung. Die Professoren lehrten „empfindsam, aber bestimmt“.

Und die Quälereien durch Prof. Snape? Die Machinationen des Doppelgängers von Prof. Moody, welcher Harry dem satanistischen Ritual zuführt? Die Unsinnigkeiten der Wahrsagerei-Lehrerin Trewlany? Die Ekeltiere des Prof. Hagrid?

Die Verfilmung zeige den Triumph über furchtbare Skurrilitäten und sogar über den Tod.

Skurrilitäten ist eine Untertreibung. Und wer triumphiert über den Tod? Der ermordete Zauber-Schüler Cedric? Doch eher der böse Zauberer Voldemort, der einen neuen Körper bekommt…

Der Gatte der Evelin
Freitag, 25. November 2005 18:45
Athanasius: Mensch Mayer
Gibt es für „unsere“ Kleriker keine wichtigeren Aufgaben als die Evaluierung von Filmen?

(Noch davon abgesehen, dass Harry Potter IV. m.A.n. kein Lob bedarf und noch viel weniger bekommen sollte von der katholischen Kirche.)

Da spricht man über Priestermangel. Wenn man einmal nicht über Filme schreiben würde und polito-kulturelle Rezensionen weglassen würde aus dem wöchentlichen Schema.
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