08:54:29 | Samstag, 26. November 2005
Eröffnung des Semesters + Zwei neue Weihbischöfe + Erzbischof für Homo-Weihen + Papst und Wucherei + Zeichen der Lebendigkeit
Eröffnung des SemestersVatikan. Papst Benedikt XVI. fuhr gestern in die römische Gemelli-Klinik, um
das akademische Jahr der medizinischen Fakultät zu eröffnen, die an das Krankenhaus angeschlossen ist
und von der ‘Università del Sacro Cuore’ in Mailand abhängt. Der Heilige Vater würdigte die Universität
vom Herzen Jesu – die größte katholische Hochschule Europas – als Laboratorium, wo Glaube und Vernunft
in Einklang gebracht werden. Der Papst dankte auch den Ärzten für die Pflege von Johannes Paul II.
Zwei neue WeihbischöfeÖsterreich. Papst Benedikt XVI. wird angeblich in Kürze zwei Weihbischöfe
für die Erzdiözese Wien ernennen. Das berichtete die österreichische Tageszeitung ‘Presse’ unter Berufung
auf eine „gut informierter Quelle“. Der Wiener Kardinalerzbischof hatte bereits vor Monaten
um zwei Weihbischöfe
gebeten. Die zwei Geistlichen, die angeblich zuoberst auf der Wunschliste stehen, sind Hw. Karl Rühringer
und Hw. Franz Scharl. Hw. Rühringer ist seit 2001 Bischofsvikar für das einwohnerstärkste der drei
Wiener Vikariate. Hw. Scharl ist Pfarrer und Dechant in zwei Wiener Bezirken.
Erzbischof für Homo-Weihen
Irland. Der Erzbischof von Dublin, Mons. Diarmuid Martin, erklärte am Donnerstag, daß Homosexuelle
nicht von der Priesterweihe ausgeschlossen seien. Erzbischof Martin sprach mit der irischen Tageszeitung
‘Irish Times’. Der Erzbischof kommentierte das am Dienstag von Unbekannten
veröffentlichte vatikanische
Homo-Dokument. Mons. Martin
hatte bereits früher vor der linkskatholischen britischen Wochenzeitung ‘The
Tablet’ erklärt, daß man einen Priesteramtskandidaten nicht verstoßen könne, nur weil er homosexuell
sei.
Papst und WuchereiSchweiz. Die ‘Katholische Volkspartei Schweiz’ hat es begrüßt, daß Papst
Benedikt XVI. während der Generalaudienz vom 23. November zum Einsatz gegen die Wucherei aufgerufen hat.
Die ‘Katholische Volkspartei’ ermuntert den Vatikan, auf diesem Gebiet vermehrt aktiv zu werden. Betroffen
von der Wucherei sei nicht nur die Familie. Die Wucherei habe die gesamte Wirtschaft infiziert und gefährde
Gerechtigkeit und Wohlstand ganzer Länder: „Wenn beispielsweise Managerlöhne das 20- und 30fache der
oft nicht mehr familiengerechten Minimallöhne von Angestellten betragen oder die Bruttorendite von Kapitalanlagen
bei 18 Prozent und mehr liegt, sind Arbeit und Kapital offensichtlich nicht mehr im Gleichgewicht“.
Zeichen
der Lebendigkeit„In den Sitzungen selbst und vor allem in den Gesprächen in den Pausen konnte man Bischöfe
verschiedener Hautfarbe und Sprache miteinander in lebhaftem Gespräch sehen. Das erschien mir als Zeichen
einer vitalen und lebendigen Kirche.“
Franz Kardinal König († 2004) über seine Erfahrungen am Zweiten
Vatikanum. Aus einem Bericht der Homepage der Erzdiözese Wien vom 12. Oktober 2005.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#6
Christin 23:16:18 | Samstag, 26. November 2005
#5
Der Tradition verbunden 21:13:24 | Samstag, 26. November 2005
#4
Elendester Sünder 16:23:14 | Samstag, 26. November 2005
#3
bonifatius 16:00:25 | Samstag, 26. November 2005
#2
Homo quidam 10:55:53 | Samstag, 26. November 2005
#1
Der Tradition verbunden 10:04:42 | Samstag, 26. November 2005