Das ganze Ausmaß an Unehrlichkeit
„Die krampfhaften Versuche, den Sound der Unterhaltungsmusik liturgiefähig zu machen, enden nicht nur wegen mangelnder musikalischer Professionalität in Peinlichkeiten“. Von Marlene Wartenberg, Generalsekretärin des Deutschen Musikrates.

So hat der weitverbreitete de facto-Verzicht auf die große liturgische Musik in der Vergangenheit und Gegenwart in der europäischen Kultur eine Spur der Verwüstung hinterlassen und vielen Menschen das Herzstück ihrer seelischen Heimat genommen.
Heute beherrscht die eitle Versuchung der Zustimmung heischenden, kurzweiligen medialen Show Kult und Kultur.
Nicht Inhalt, Unterhaltung ist gefragt; statt Nahrungsmittel Opiate. Folgerichtig bedarf es einer Musik, die diese nach außen gerichteten Formen unterstützt.
Wahre Religion, Kunst und Kultur, wenn wir sie nicht auf Zivilisation reduzieren wollen, haben jedoch nie eine horizontale Blickrichtung.
Sie entziehen sich im wesentlichen auch Mehrheitsbeschlüssen oder dem gleich tiefen Verständnis aller.
Horizontaler Anthropozentrismus erhebt nicht, sondern muß flach bleiben, kultisch wie kulturell. Was jedoch für die Kultur „nur“ zur Verarmung und Verödung führt, riskiert im kultischen Bereich Substanz und Existenz desselben.
Die krampfhaften Versuche, den Sound der Unterhaltungsmusik liturgiefähig zu machen, enden nicht nur wegen mangelnder musikalischer Professionalität in Peinlichkeiten.
Die Scheinheiligkeit ergibt sich insbesondere auch deshalb, weil ein geistliches Restunbehagen den aggressiven Biß, das Echte der Rockmusik beziehungsweise den lasziven Eros der Unterhaltungsmusik zu unterdrücken versucht und auf diese Weise gute Unterhaltungsmusik entkernt und schlecht kopiert.
Das ganze Ausmaß an Unehrlichkeit kommt darin zum Ausdruck, daß in vielen Kirchen für die Kunsttouristen tagsüber eine Beschallung mit edler liturgischer Musica Sacra vorgenommen wird, gleichzeitig aber für den lebendigen Kult kaum eine musikalische Banalität ausgelassen wird.“
Marlene Wartenberg, Zwischen Kult und Kultur – Europäische Perspektiven zur Liturgie im Jahr 2000: Musicae Sacrae Ministerium, 2000/2001, S. 23-31.
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Samstag, 3. Dezember 2005 19:27
wiener: @ stimme
daher habe ich mich bei i.h. auch mit dem ausdruck des bedauerns entschuldigt.
aber für denjenigen, der mit diesen zitaten „argumentiert“, ist die feststellung, polemik zu verbreiten, zutreffend.
aber für denjenigen, der mit diesen zitaten „argumentiert“, ist die feststellung, polemik zu verbreiten, zutreffend.
Freitag, 2. Dezember 2005 16:04
Stimme aus dem Tradiland: @ wiener
Wobei noch zu ergänzen ist, dass Isidorus Hispalensis ausweislich seiner Postings ein sehr korrekter,
wenig emotionaler oder zu Übertreibungen neigender Autor ist. Und wenn dieser schreibt (am 28. November
2005 um 19.47 Uhr):
Auf der Internetseite der Jugendkirche war in etwa folgendes Statement zu lesen: Uns geht es um den Inhalt, die Form ist doch austauschbar und zweitrangig.
… so glaube ich ihm das. Mit dem verlinkten Artikel der Pfarre Maria Treu hat er gar nicht argumentiert. Zumal es zutreffend ist, dass einige Postings auf dem Forum von jugendkirche.at gelöscht wurden.
Auf der Internetseite der Jugendkirche war in etwa folgendes Statement zu lesen: Uns geht es um den Inhalt, die Form ist doch austauschbar und zweitrangig.
… so glaube ich ihm das. Mit dem verlinkten Artikel der Pfarre Maria Treu hat er gar nicht argumentiert. Zumal es zutreffend ist, dass einige Postings auf dem Forum von jugendkirche.at gelöscht wurden.
Freitag, 2. Dezember 2005 08:38
wiener: @ zitate
das ist natürlich wieder ein gelungenes beispiel, wie man zitate aus dem zusammenhang reißen kann und
damit genau gegen den sinn des gesagten umdeutet. der hinweis von i.h. war, auf der hp sei „sinngemäß“
gesagt worden, im projekt fff sei die form unwichtig.
in den beiden zitierten passagen setzt sich der autor mit der frage auseinander, ob die verwendeten formen (moderne musik, aufwändige licht-inszenierung etc.) für den erfolg der veranstaltungen wesentlich war oder nicht, ob also die leute wegen der musik und dem licht gekommen sind oder wegen des gottesdienstes. und hier sagt er deutlich, dass die verwendeten effekte nicht im vordergrund standen, sondern dem inhalt (in diesem fall also der eucharistiefeier) untergeordnet blieben.
das heißt, dass – trotz der verwendeten ungewöhnlichen technischen effekte – immer klar blieb, dass hier gottesdienst gefeiert wurde. und dass <i>in diesem sinn</i> der primat des inhalts über der form besteht. hier herauszulesen, die form sei unwichtig, ist dem sinn des textes diametral zuwiderlaufend.
im sinne eines christlichen umgangs miteinander (der aber in diesem forum kaum zu finden ist) nehme ich natürlich den ausdruck „dumme lügen“ bedauernd zurück. aber einen halbsatz aus einem zweiseitigen artikel herauszulösen und bewusst gegen den gesamtinhalt des textes zu lesen und so misszuverstehen, ist und bleibt polemik.
in den beiden zitierten passagen setzt sich der autor mit der frage auseinander, ob die verwendeten formen (moderne musik, aufwändige licht-inszenierung etc.) für den erfolg der veranstaltungen wesentlich war oder nicht, ob also die leute wegen der musik und dem licht gekommen sind oder wegen des gottesdienstes. und hier sagt er deutlich, dass die verwendeten effekte nicht im vordergrund standen, sondern dem inhalt (in diesem fall also der eucharistiefeier) untergeordnet blieben.
das heißt, dass – trotz der verwendeten ungewöhnlichen technischen effekte – immer klar blieb, dass hier gottesdienst gefeiert wurde. und dass <i>in diesem sinn</i> der primat des inhalts über der form besteht. hier herauszulesen, die form sei unwichtig, ist dem sinn des textes diametral zuwiderlaufend.
im sinne eines christlichen umgangs miteinander (der aber in diesem forum kaum zu finden ist) nehme ich natürlich den ausdruck „dumme lügen“ bedauernd zurück. aber einen halbsatz aus einem zweiseitigen artikel herauszulösen und bewusst gegen den gesamtinhalt des textes zu lesen und so misszuverstehen, ist und bleibt polemik.
Dienstag, 29. November 2005 12:38
Isidorus Hispalensis: Vorsicht mit Beleidigungen!!
Werter Wiener,
es liegt mir fern, dumme Lügen und Polemiken zu verbreiten, sondern versuche, durchaus sauber und logisch zu argumentieren! Ich hatte aus dem Kopf zitiert und bin ziemlich sicher, dies sinngemäß im Forum der entsprechenden Internetseite als Antwort eines der Verantwortlichen auf kritische Stimmen gelesen zu haben; mittlerweile hat man diese mitsamt den Erwiderungen entfernt.
Bevor man also andere als Lügner und dummen Polemiker denunziert, sollte man sehr genau nachdenken und die Dinge durchdenken und überprüfen, nicht nur als Christ. Man kann durchaus anderer Meinung sein, und das sind wir beide offensichtlich in diesen Fragen. Das ist normal und darum geht es jetzt nicht. Man sollte jedoch Anstand und Besonnenheit wahren, und das haben Sie offensichtlich nicht gekonnt. Mit ist bewußt, dass solche einfachen Regeln in diesem Forum leider häufiger missachtet werden, was jedoch nicht meine Art ist zu diskutieren.
Also, lieber Wiener, beim nächsten Mal erst Denken und dann Schreiben.
es liegt mir fern, dumme Lügen und Polemiken zu verbreiten, sondern versuche, durchaus sauber und logisch zu argumentieren! Ich hatte aus dem Kopf zitiert und bin ziemlich sicher, dies sinngemäß im Forum der entsprechenden Internetseite als Antwort eines der Verantwortlichen auf kritische Stimmen gelesen zu haben; mittlerweile hat man diese mitsamt den Erwiderungen entfernt.
Bevor man also andere als Lügner und dummen Polemiker denunziert, sollte man sehr genau nachdenken und die Dinge durchdenken und überprüfen, nicht nur als Christ. Man kann durchaus anderer Meinung sein, und das sind wir beide offensichtlich in diesen Fragen. Das ist normal und darum geht es jetzt nicht. Man sollte jedoch Anstand und Besonnenheit wahren, und das haben Sie offensichtlich nicht gekonnt. Mit ist bewußt, dass solche einfachen Regeln in diesem Forum leider häufiger missachtet werden, was jedoch nicht meine Art ist zu diskutieren.
Also, lieber Wiener, beim nächsten Mal erst Denken und dann Schreiben.
Dienstag, 29. November 2005 09:56
Stimme aus dem Tradiland: @ wiener
Zitat Isidorus Hispalensis: Auf der Internetseite der Jugendkirche war in etwa folgendes Statement zu
lesen: Uns geht es um den Inhalt, die Form ist doch austauschbar und zweitrangig.
Zitat wiener: wo bitte soll dieses statement stehen? glauben sie mir – ich kenne die homepage der jugendkirche wien. und so etwas steht und stand dort nicht. also bitte verbreiten sie hier keine dummen lügen und polemiken!
Zumindest sehr ähnliche Äusserungen von Hw. Gregor Jansen, dem geistlichen Assistenten des fff-Projektes, gibt es auf der vom Weblog der jugendkirche.at verlinkten Artikel
„Berühren, nicht belehren“ auf der Webseite der Pfarre Maria Treu (*pdf-Datei)
Zitate: „Wesentlich ist nach meiner Einschätzung, dass zwar die „Verpackung“ stimmen muß, aber doch der Inhalt darüber entscheidet, ob der Event erfolgreich ist.“
weiters: „Entscheidend war letztlich der Inhalt und nicht die Form“
Angesichts dessen von „dummen lügen und polemik“ zu schreiben, ist echt bescheuert.
Abgesehen davon, dass der Rhytmus der Schamanentrommeln, welcher auch in der „christian contemporary music“ steckt, verhindert, dass solche Musik jemals als „christlich“ zu bezeichnen ist. Auch nicht, wenn sie ein bißchen biblisch übertüncht sind.
Zitat wiener: wo bitte soll dieses statement stehen? glauben sie mir – ich kenne die homepage der jugendkirche wien. und so etwas steht und stand dort nicht. also bitte verbreiten sie hier keine dummen lügen und polemiken!
Zumindest sehr ähnliche Äusserungen von Hw. Gregor Jansen, dem geistlichen Assistenten des fff-Projektes, gibt es auf der vom Weblog der jugendkirche.at verlinkten Artikel
„Berühren, nicht belehren“ auf der Webseite der Pfarre Maria Treu (*pdf-Datei)
Zitate: „Wesentlich ist nach meiner Einschätzung, dass zwar die „Verpackung“ stimmen muß, aber doch der Inhalt darüber entscheidet, ob der Event erfolgreich ist.“
weiters: „Entscheidend war letztlich der Inhalt und nicht die Form“
Angesichts dessen von „dummen lügen und polemik“ zu schreiben, ist echt bescheuert.
Abgesehen davon, dass der Rhytmus der Schamanentrommeln, welcher auch in der „christian contemporary music“ steckt, verhindert, dass solche Musik jemals als „christlich“ zu bezeichnen ist. Auch nicht, wenn sie ein bißchen biblisch übertüncht sind.
Dienstag, 29. November 2005 01:20
wiener: @ isidorus
Auf der Internetseite der Jugendkirche war in etwa folgendes Statement zu lesen: Uns geht es um den Inhalt,
die Form ist doch austauschbar und zweitrangig.
wo bitte soll dieses statement stehen?
glauben sie mir – ich kenne die homepage der jugendkirche wien. und so etwas steht und stand dort nicht.
also bitte verbreiten sie hier keine dummen lügen und polemiken!
wo bitte soll dieses statement stehen?
glauben sie mir – ich kenne die homepage der jugendkirche wien. und so etwas steht und stand dort nicht.
also bitte verbreiten sie hier keine dummen lügen und polemiken!
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