Die Liechtensteiner haben sich klar gegen den Kinderschutz und die Volksinitiative ‘Für das Leben’ ausgesprochen. Dafür wurde der lebensfeindliche Gegenvorschlag des Landtages angenommen. Ein Priester nannte die Parlamentarier eine „Mörderbande“.
(kreuz.net, Liechtenstein) Das mit 1891 Unterschriften eingereichte Volksbegehren ‘Für das Leben’ wollte
die Grundrechte des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod als allgemeine Staatsaufgabe
in der Verfassung festschreiben.
In Liechtenstein ist die Kinderabtreibung noch verboten und wird derzeit
mit Haftstrafen von bis zu einem Jahr geahndet.
De facto hat diese Regelung keinen großen Einfluß auf
die Abtreibungssituation im Land, da es dort keine Krankenhäuser gibt und liechtensteinische Mütter
ihre Kinder problemlos in der benachbarten Schweiz abtreiben können.
Der Vorschlag, das Lebensrecht
in der Verfassung zu verankern, wurde mit 81,3 Prozent der Stimmen abgelehnt. Die Wahlbeteiligung der
insgesamt 17.500 Stimmberechtigten lag bei 64,2 Prozent.
Dagegen wurde der von Parlament und Regierung
eingereichte lebensfeindliche Gegenvorschlag mit 79,3 Prozent angenommen.
Dieser regelt das Lebensrecht
ungeborener Kinder und alter Menschen nicht in der Verfassung, sondern im Bereich der Grundrechte. Er
ist so formuliert, daß das Recht auf Leben je nach Auslegung jederzeit eingeschränkt werden kann.
Der
Erzbischof von Vaduz, Mons. Wolfgang Haas, rief am Dienstag zur Annahme der Volksinitiative und zur Ablehnung
des parlamentarischen Gegenvorschlags auf. Er sandte hierfür seine Bistumszeitung ‘Vobiscum’ an alle
Haushalte des Fürstentums.
Liechtenstein stehe am Scheideweg, erklärte der Erzbischof im ‘Vobiscum’.
Das Land könne in den europäischen Chor derjenigen einstimmen, welche die „Todesmelodie“ angestimmt
haben. Die Alternative sei, als souveräner Staat einer „Unkultur des Todes“ Widerstand zu leisten und
über die eigenen Grenzen hinaus die „Hymne des Lebens“ erklingen zu lassen.
Erzbischof Haas erinnerte
daran, daß die direkte Abtreibung – als Ziel oder als Mittel gewollt – sowie die Mitwirkung an der Kinderabtreibung
von der Kirche mit der Exkommunikation bestraft wird.
Ein Kaplan des Erzbistums bezeichnete jene 23 Mitglieder
des 25köpfigen Landtags, die für den lebensfeindlichen Gegenvorschlag verantwortlich sind, in seiner
Allerheiligenpredigt als „Mörderbande“.
Erbprinz Alois, der in seiner Thronrede im vergangenen Frühjahr
Sympathien für das Volksbegehren bekundet hatte, empfahl für die Abstimmung – salomonisch – ein doppeltes
Ja zur Volksinitiative ‘Für das Leben’ und den lebensfeindlichen Gegenvorschlag des Landtags.
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32 Lesermeinungen
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#32 moralheute 19:13:41 | Samstag, 18. September 2010
Nicht nur Liechtensteiner Parlamentarier, die der Todesstrafe für Ungeborenes Leben zustimmen, sind eine
„Mörderbande“, gleiches gilt für entsprechende „Volksvertreter“ hierzulande und überall auf der Welt!
„Wunderbar!“ „Wunderbar!“ Wann kann endlich meine Familie das bald entvölkerte Liechtenstein mit allen
seinen Banken übernehmen? Das dürfte doch bald nur noch eine Frage der Zeit sein, bei einer solchen
Mini-Bevölkerung! ?:) 31. Mai 2006 13:07expedit: Das hat ja gerade noch gefehlt!Bei einer minimalen
Bevölkerung von gerade einmal „33,987 [Personen] (July 2006 est.) Age structure: 0-14 years: 17.4% (male
2,922/female 2,988) 15-64 years: 70.2% (male 11,842/female 12,022) 65 years and over: 12.4% (male 1,773/female
2,440) (2006 est.)“ <www.odci.gov/cia/publi…s/ls.html> Dann noch über Abtreibung
#30 Brandenburgis 18:53:43 | Dienstag, 29. November 2005
Die Demokraten Etwas haben sie an sich von jedweder Race: Menschen sind sie äußerlich, nach Gesicht
und Masse, Affen je nach Tracht und Bart, innerlich ist’s Teufelsart, und mit Engelszungen, kommen sie
gesungen.
#29 Athanasius 18:26:38 | Dienstag, 29. November 2005
Bitte… …ist dieses Thema dazu geeignet die Geschichte zu besprechen? Exsurge Domine et judica causam
tuam! Discerne causam eorum de gente non sancta! Ein Mörderstaat mehr. Wann spricht Ebf. Haas sich aus
und weigert er noch länger die Feldmesse für die Lst. Fürste zu zelebrieren!???!!! Wann denn?
#28 Benedikt 15:15:37 | Dienstag, 29. November 2005
@ Stimme aus dem Tradiland Ich kann es jetzt nicht beweisen, aber ich möchte wetten, dass auch einige
Fürsten nicht mehr regierten, sondern allenfalls finanziell entschädigt wurden. Das glaube ich nicht.
Woher soll denn das Geld dafür gekommen sein? Höchstens doch aus dem Verkauf enteigneter Kirchengüter,
womit wir wieder am Anfang wären. Das Hl. Röm. Reich ist gut 1.000 Jahre alt geworden und steht für
die Einheit von Thron und Altar. Also ich bitte Sie. Spätestens seit 1517 ist diese Einheit eine Farce
gewesen und auch zuvor gab es ein gutes halbes Dutzend Kaiser, die gebannt waren und ebenso viele Päpste,
die von Kaisern abgesetzt wurden. Was Sie meinen ist am ehesten in der ottonisch-salischen Reichskirche
verwirklicht. Später aber kann von einer wirklichen Einheit keine Rede mehr sein.
@ Benedikt Warum …Staat, bei dem … Landesherr ihre Religion bestimmen kann? Will ich nicht, sondern
einen Staat, bei dem der Monarch beim Versuch, die katholische Staatsreligion abzuschaffen, sich selbst
absetzt. Und gg. dennoch erfolgte Gewalt ist Widerstand zulässig. Und? War Frankreich 1618 etwa ein prot.
Staat? Nein, dafür ab 1789 Freimaurerstaat. Das von dort ausgehende Übel – Nationalismus, Sozialismus,
Liberalismus, Antiklerikalismus, Atheismus usw. – wog alle Übel aller protestantischen Staaten zusammengenommen
mehr als auf. Napoleon hat das linkrheinische Gebiet okkupiert. Die danach landlosen Fürsten hat man
auf Kosten der Kirche entschädigt. So einfach ist das nicht. Es verschwanden auch die freien Reichsstädte,
Schweden und England verloren Gebiete. Ich kann es jetzt nicht beweisen, aber ich möchte wetten, dass
auch einige Fürsten nicht mehr regierten, sondern allenfalls finanziell entschädigt wurden. Das Hauptübel
sehe ich hiebei nicht beim gesetzlosen Reichsdeputationshauptschluß, sondern bei den ebenso – bezogen
auf die Reichsverfassung – gesetzlosen Beschlüsse des Wr. Kongresses, die ohne äusseren Druck genau
dieses Unrecht bestätigten. Ich meinte konkret das …Sacrum Imperium… Sie beurteilen das vom Endergebnis
her – nach der Schwächung des Reiches durch die prot. Fürsten. Das Hl. Röm. Reich ist gut 1.000 Jahre
alt geworden und steht für die Einheit von Thron und Altar.
#26 Benedikt 12:14:08 | Dienstag, 29. November 2005
@ Stimme aus dem Tradiland Das geschah – so denke ich – wohl nicht aus üblen Motiven. Ja, möglicherweise
nicht. Aber die Konstellation, besser die Konstruktion des Hl. Röm. Reiches hat diesen Schritt erst möglich
gemacht, gepaart mit der Apostasie etlicher seiner Fürsten, die aus rein machtpolitischen Gründen erfolgte.
Warum wollen Sie einen Staat, bei dem im Ernstfall der Landesherr ihre Religion bestimmen kann? Das kann
es doch nicht sein! Der Krieg war wg. der Einmischung äusserer Mächte, insb. Schweden und Frankreich
und der osmanischen Gefahr nicht zu gewinnen. Und? War Frankreich 1618 etwa ein protestantischer Staat?
Zu der Zeit war Kardinal Richelieu dort Strippenzieher! Die meisten der genannten Fürsten wurden im Reichsdeputationshauptschluß
doch selbst enteignet und nur teilweise entschädigt! Napoleon hat das linkrheinische Gebiet okkupiert.
Die danach landlosen Fürsten hat man auf Kosten der Kirche entschädigt. Warum gerade auf Kosten der
Kirche? Man hätte doch auch sagen können, dass eben die von Napoleon enteigneten Fürsten Pech gehabt
haben. Hat man aber nicht. Wenn es nach dem geht, hat es auch keinen Sinn katholisch zu sein, denn in
dieser Welt regiert tatsächlich der „Fürst dieser Welt“ und nicht Christus König. Das habe ich nicht
gemeint. Ich meinte konkret das Staatsgebilde, welches sich zwar Sacrum Imperium genannt hat, es meiner
Meinung aber nicht war, wie oben dargelegt.
Katholische Monarchen und katholischer Idealismus @ Benedikt: Auch ein katholischer Fürst ist keine Garantie
für den Katholizismus in einem Land Das hängt von seinen verfassungsgesetzl. Möglichkeiten ab. Bei
einer absoluten Monarchie sehr wohl. Bei den schon angekränkelten, angezählten Monarchien: Ja. Die ach
so katholischen Fürsten haben aus Machtgründen 1555 die halbe Bevölkerung den Apostaten ausgeliefert
Das geschah – so denke ich – wohl nicht aus üblen Motiven. Denn die Alternative wäre Krieg gewesen,
schon alleine, weil die protestantischen Fürsten sich da schon einmal kräftig bereichert hatten, am
Kirchengut, einschl. ganz Ostpreußen aus dem Besitz des deutschen Ordens. Wie so ein Krieg ausschaut,
konnte man einige Jahrzehnte später im 30jährigen Krieg genießen. Der Krieg war wg. der Einmischung
äusserer Mächte, insb. Schweden und Frankreich und der osmanischen Gefahr nicht zu gewinnen. Die Nachfahren
dieser Fürsten haben 1803 aus Machtgründen die Klöster und Stifte säkularisiert Nein! Die meisten
der genannten Fürsten wurden im Reichsdeputationshauptschluß doch selbst enteignet und nur teilweise
entschädigt! Das geschah unter dem Einfluß des Ursurpators Napoleon, der das ganze linksrheinische Gebiet
okkupiert hatte. …Sacrum Imperium ist bloßer Idealismus … Wenn es nach dem geht, hat es auch keinen
Sinn katholisch zu sein, denn in dieser Welt regiert tatsächlich der „Fürst dieser Welt“ und nicht Christus
König.
#24 Benedikt 11:11:50 | Dienstag, 29. November 2005
@ Rudolphus Ach, gut katholisch? Wie konnte dann dies alles geschehen? Seine Verfassungsänderung hat
der Fürst auch durchbekommen, wo war sein Einsatz dieses Mal. Der Fürst hat versagt, soviel zu dem „in
der Monarchie ist Heil“-Gerede. Auch ein katholischer Fürst ist keine Garantie für den Katholizismus
in einem Land @ Evelins Gatte & Brandenburgis Spätestens mit dem Ende der ottonisch-salischen Reichskirche
ist der Zustand, den Ihr so gerne wiederhättet und von dem Ihr behauptet, er habe während der ganzen
1000 Jahre existiert, nicht mehr gegeben. Die ach so katholischen Fürsten haben aus Machtgründen 1555
die halbe Bevölkerung den Apostaten ausgeliefert und daher – streng nach der katholischen Dogmatik –
Millionen Menschen aus machiavellistischen Gründen um ihr Heil gebracht und außerdem für eine Zementierung
des Protestantismus in Deutschland gesorgt, die im Osten heute immer noch andauert. Die Nachfahren dieser
Fürsten haben 1803 aus Machtgründen die Klöster und Stifte säkularisiert und zehntausende Quadratkilometer
Land und unschätzbar wertvolle Kunstschätze enteignet. Ich lache über diese pseudokatholischen Fürsten,
die in Wirklichkeit nur sich selbst gedient haben. Eure Vorstellung vom Sacrum Imperium ist bloßer Idealismus
und existiert nur in eurer Phantasie.
#22 methusalix † 23:03:36 | Montag, 28. November 2005
@brandenburg Der gute alte Karl hatte mit dem Krieg und den millionen Toten auch relativ wenig zu tun.
Als der losging war Karl noch vollkommen unbedeutend in der Politik. Vom Zaun gebrochen hat den schon
Franz Josef I. mit seiner Adels- und Generalsclique. Die wollten halt mal zeigen wo der Hammer hängt
und die Länder, die sich langsam aus der Unterdrückung der Habsburger befreien wollten, abstrafen. Dann
wurde ihnen (und der Bevölkerung, die hat am meisten zu leiden) gezeigt wo der Hammer hängt. Das hat
mit Seligsprechung überhaupt nichts zu tun.
#21 Athanasius 22:55:20 | Montag, 28. November 2005
UNd… …wieder fällt ein europäischer Staat in den Barbarismus. Wie sagte ein berühmter römischer
Weise auch? „Eine Zivilisation erkennt man daran wie sie mit den Ungeborenen umgeht.“ Qui autem scandalizaverit
unum de pusillis istis qui in me credunt expedit ei ut suspendatur mola asinaria in collo eius et demergatur
in profundum maris. Matt. XVIII, VI. Exsurge Domine et judica causam tuam. Ps. LIV, XX.
@ LucreziaB – hat Menschenrechts-Illusionen Die Europäischen Menschenrechtskonventionen sind natürlich
von Menschen gemacht, aber überhaupt nicht willkürlich. Und ob. Es werden alle möglichen Rechte geschützt,
aber nicht das Leben der Ungeborenen, Alten, Schwachen, angeblich „Hirntoten“. Das genau ist Willkür!
Es entstand aufgrund schrecklicher Erfahrung, die Europa durchgemacht hat. Freimaurerpropaganda. Das größte
Verbrechen begann im wesentlichen nach 1945 – die heutige weltweite Abtreibung mit 65 Millionen Mordopfern
unter den Ungeborenen jährlich weltweit. Heute schützen uns die Menschenrechts-konventionen vor willkürlichen
Entscheiden und Gesetzgebungen der Staaten. Blödsinn und nochmals Freimaurerpropaganda. Alle staatlichen
Gesetzgebungen sind willkürlich. Wie schon ausgeführt, bekommen Paare, die freiwillig kinderlos bleiben
und daher Eigenvorsorge betreiben konnten, als Belohnung zwei Renten. Die kinderreichen Mütter gehen
leer aus. Tiere werden besser geschützt als Menschen. Von Schutz kann keine Rede sein! Und wer schützt
uns vor den Hochgrad-Logenbrüdern, die an den Strippen der Menschenrechtsrichter und der EU-Richter ziehen?
Nur Gott allein, sonst niemand! @ Brandenburgis: Ja, aber bitte das Sacrum Imperium Romanum! Der Gatte
der Evelin
Erzhaus Die Seligsprechung Kaiser Karls hat die infamen Lügen endgültig widerlegt und das Erzhaus vor
aller Welt vollständig rehabilitiert. Einzelpersonen werden selig gesprochen … ohne jede Auswirkung
und Aussage auf die Familie… Ob diese Seligsprechung glücklich war, wage ich zu bezweifeln.
#17 Brandenburgis 20:23:35 | Montag, 28. November 2005
@Methusalix Wie bereits verschiedentlich bewiesen wurde, sind Sie ein niederträchtiger Lügner, – ich
will hier nicht deutlicher werden. Die Habsburger sind auch heute ein Segen für Österreich, Deutschland
und die ganze Welt. Die Seligsprechung Kaiser Karls hat die infamen Lügen endgültig widerlegt und das
Erzhaus vor aller Welt vollständig rehabilitiert. Heil Österreich! Pro Deo et imperii!
#16 methusalix † 19:57:56 | Montag, 28. November 2005
@rudolph Sie schrieben:„Die Habsburger in Österreich wären ein Segen auch für Deutschland!“ Darf ich
Sie daran erinnern, dass die Habsburger 1914 mutwillig einen mörderischen Krieg vom Zaun gebrochen haben,
der millionen vollkommen unschuldiger Menschenleben gekostet hat. Mit Gottes Hilfe haben sich diese Volksverderber
selbst aus den Machtpositionen katapultiert und werden sie nicht mehr erreichen. Gegen diesen Weltbrand
ist das was George W. Bush aus „God’s own country“ im Irak, gegen den Willen des letzten Papstes veranstaltet,
ein mildes Frühlingslüftchen.
tja, langsam keimt in mir der Verdacht die ganzen Lebensschützer und „glaubenstreuen“, der Tradition
verbundenen Katholiken sind für nix wirklich zu gebrauchen, weil sich ja doch alles in die andere Richtung
entwickelt;
#14 Rudolphus 18:01:40 | Montag, 28. November 2005
@Benediktus Nein, das Gegenteil trifft zu: Die Fürstenfamilie ist natürlich gut katholisch – allerdings
ist das Problem wie im Arikel) daß das Fürstentum zu klein ist, der Rest Europas ist Brave New World-Zone.
#12 Rudolphus 17:04:28 | Montag, 28. November 2005
Ein katholischer Fürst Wie leicht kann man aufatmen, wenn die demokratischen Volksvertreter mit einem
konstitutionellen katholischen Monarchen kombiniert wären, der derartiges verunmöglicht, wie es in den
westlichen Demokratien geschehen ist: den Ungeborenen den Schutz zu entziehen. Die Habsburger in Österreich
wären ein Segen auch für Deutschland!
#11 Brandenburgis 15:26:51 | Montag, 28. November 2005
Rechtspositivisten = Komplizen des Bösen Sie sind Rechtspositivist, das ist mit dem katholischen Glauben
nicht in Übereinstimmung zu bringen. Ihnen fehlt auch der geringste Ansatz von katholischem Rechtsdenken.
Auch die kommunistischen Staaten waren Mitglied ihrer geliebten UNO und hatten sämtliche Menschenrechtskonventionen
unterschrieben, hielten sich gar für die ultimative Verwirklichung der Menschenrechte. Was links und
rechts ist, wissen Sie nicht, können es nicht einmal unterscheiden, ähnlich wie die Menschen in Ninive.
In den genannten Staaten wird übrigens nicht nur „schweren Herzens“ abgetrieben, sondern es werden auch
jede Menge geborener Menschen von „Ärzten“ und „Eltern“ willkürlich, grausam und heimtückisch getötet.
Das scheinen Sie nicht zu wissen, völlig klar – weil es Sie nicht interessiert und nicht in ihr positivistisch-gemeingefährliches
Rechtsverständnis hinein paßt. Was sind die Abtreibungs- und Kindermörderlegionen anderes als „staatstolerierte
Einheiten“? Ihre Auffassung gleicht derjenigen der „Kooperateuren des Bösen“, die sich nicht gescheut
haben, durch Beratung am Kindermord mitzuwirken und dadurch den Mördern gleichgestellt sind.
@LucreziaB Selbstverständlich hat auch der demokratische Staat – und der vielleicht im besonderen Maße –
das Potential zum Verbrecherstaat zu werden. Das wird er auch nicht erst dadurch, daß er die Durchführung
von Verbrechen anordnet, sondern schon dadurch, daß er keine Anstalten macht, sie zu verhindern. Bei
der Abtreibung und inzwischen auch bei der Tötung auf (vermutetes) Verlangen begünstigt der Staat jedoch
das Verbrechen, indem er die Solidargemeinschaft zu seiner Finanzierung heranzieht. (www.christoph-heger.de/…smuth_1992-06-24.htm)
Die Idee, daß übergeordnetes Recht nicht von Gott gegebenes Recht heiße, sondern lediglich übernationales
Recht sein müsse, ist schon köstlich. Wieso sollte sich jemand an übernationales Recht halten müssen?
Oder wieso sollte übernationales Recht eine höhere Garantie bei sich haben, nicht verbrecherisch zu
sein? MfG Christoph Heger
@ Dr. Heger Auch der demokratisch verfaßte Staat hat das Potential zum (demokratischen) Verbrecherstaat
zu werden. Der ehrenwerte Fürst von Liechtenstein hat soviele Rechte in seinem kleinen Staat, dass er –
wenn er dies wirklich gewollt hätte(!) – dieses Vorgehen des Parlaments hätte verhindern können. Seine
umstrittenen Verfassungsänderungen usw. hat er ja auch gegen den Widerstand des Parlaments durchbekommen.
Wieso also hier nicht? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
@Brandenburgis Sie scheinen sich in Internationalem Recht ja sehr gut auszukennen… Ich sage es nochmals,
ein Verbrecherstaat ist ein Staat, der mit seinen Gewaltmonopolen (Armee, Polizei) oder durch staatstolerierte
Einheiten Verbrechen begeht. Dies war zum Beispiel der Fall in Chile oder Argentinien unter den Militärdiktaturen.
Und das hat mit links und rechts nichts zu tun! Übergeordnetes Recht heisst ja nicht von Gott gegebenes
Recht, es heisst so, weil es über nationalem Recht steht. Die Europäischen Menschenrechtskonventionen
sind natürlich von Menschen gemacht, aber überhaupt nicht willkürlich. Es enstand aufgrund schrecklicher
Erfahrung, die Europa durchgemacht hat. Heute schützen uns die Menschenrechtskonventionen vor willkürlichen
Entscheiden und Gesetzgebungen der Staaten. Ein Naziregim oder ein kommunistischer Allmachtsstaat oder
andere autoritäre Systeme und Diktaturen sind im heutigen Europa glücklicherweise nicht mehr möglich.
Ich weiss nicht in welchem Lichte Sie Staaten wie Niederlande oder Belgien betrachten, aber genau so schlimm
wie Mörder-Diktaturen sollen die sein? Das ist mir schon recht neu. Ich kann mir nicht vorstellen, dass
der belgische Staat willkürlich Menschen umbringt oder verschwinden lässt. Und wenn eine Frau in Belgien
abtreibt, das meinen Sie ja werter Brandenburgis, so tut sie das ja nicht auf Geheiss des Staates, sondern
aus eigenem Willen, wenn auch, so stelle ich es mir vor, mit schwerem Herzen.
abcde Was mal katholisch war, muss es ja nicht immer bleiben. Die Menschen haben es in der Demokratie
selbst in der Hand ob sie sich für Satanisten oder Anhänger des Christentums entscheiden. Und wenn die
Mehrheit für Sozialisten dann will die Mehrheit in Lichtenstein eben auch in Lichtenstein Kohle für
den Satan schaufeln.
#4 Brandenburgis 21:50:51 | Sonntag, 27. November 2005
@LukreciaB Europäische Menschenrechtskonventionen sind kein „übergordnetes Recht“, sondern rein willkürliche
menschliche Setzungen, die mit Recht oder Menschenrechten nichts, aber auch gar nichts zu tun haben. Eine
kommunistische Mörderdiktatur kann sich in dieser schönen EU ohne irgend welche Probleme zu bekommen
einnisten, im Gegenteil, sie würde wegen ihrer linken Mord-Gesinnung belohnt und gefördert werden. Staaten
wie Niederlande oder Belgien etc. sind bei LIchte betrachtet genau so schlimm wie Mörder-Diktaturen,
aus göttlicher Perspektive vielleicht sogar schlimmer!
Bischof Haas Der Erzbischof von Vaduz, Mons. Wolfgang Haas, rief am Dienstag zur Annahme der Volksinitiative
Also hat auch dieser Erzbischof seine Diözesanen nicht mehr im Griff. Diese „so sehr katholische Bischof“
kann seine Leute nicht bewegen, so zu stimmen, wie es die Kirche will.
#2 LukreciaB 20:59:19 | Sonntag, 27. November 2005
Verbrecherstaat? Nein ein demokratisch verfaßte Staat in Europa hat kaum Möglichkeiten zu einem Verbrecherstaat
zu werden. Die europäischen Staaten sind übergordnetem Recht, also zum Beispiel den Europäischen Menschenrechtskonventionen,
untergeordnet. Das heisst, wenn sich ein Mörderregim gewählt würde, so würde das sicher sanktioniert.
Man kann ja heute schon, Staaten beim Europäischen Gerichtshof einklagen, wenn die Gesetztgebung nicht
den Europ. Menschenrechtskonventionen entspricht. Ein Staat, der Abtreibung in ganz bestimmten Fällen
einer legalisiert, ist ja noch kein Verbrecherstaat. Ein Verbrecherstaat wäre er, wenn er mit den Gewaltmonopolen,
die Abtreibung verordnen und durchführen würde. Nein, wir müssen keine akkute Angst haben, dass wir
in Lichtenstein einen Verbrecherstaat erhalten!
Kein Grundrecht auf Leben? Bischof Haas und der ungenannte H.H. Kaplan haben es schon klar gesagt. Ziehen
wir die staatstheoretische Folgerung! Was angeblich unmöglich ist, zeigt sich aber doch als wirklich:
Auch der demokratisch verfaßte Staat hat das Potential zum (demokratischen) Verbrecherstaat zu werden.
MfG Christoph Heger