[ « 341 342 343 344 345 » ]
Montag, 28. November 2005 15:41
Jubler und Jauler
Volle acht Jahre soll die Kongregation für das katholische Bildungswesen am Text einer kaum vier Seiten langen und zum überwiegenden Teil aus Zitaten zusammengestückelten Instruktion gefeilt haben, mit der eine Frage geklärt werden sollte, die ohnehin längst geklärt war. Ein Kommentar von Werner Weiß, Münster.
(kreuz.net) Der vatikanische Text kommt zur Erkenntnis, daß Homosexuelle nicht zu Priestern geweiht werden dürfen. Anscheinend hat sich die mühevolle Arbeit gelohnt.

Denn alle sind zufrieden – zumindest alle, die nichts lieber tun, als sich am Thema Homosexualität öffentlichkeitswirksam zu ergötzen und sich dabei an Peinlichkeit meist gegenseitig übertreffen.

Während sich die bekennenden Homosexuellen freuen, endlich einmal wieder nach Herzenslust über den Moralismus der Kirche schimpfen zu können, haben die verklemmten Homosexuellen in der Kirche endlich einmal wieder einen Anlaß, um sich über die bekennenden Homosexuellen auszulassen.

Die einen jubeln über die vatikanische Instruktion, die anderen jaulen. Willkommener Anlaß für beide ist die wohl entscheidende Aussage des Dokuments:

„In die Priesterseminare und zu den heiligen Weihen können jene nicht zugelassen werden, die die Homosexualität praktizieren, die zutiefst verwurzelte homosexuelle Tendenzen zeigen oder welche die sogenannte Gay-Kultur unterstützen.“

Über den ersten und den dritten Punkt dürfte allgemein Klarheit bestehen. Was aber ist mit dem zweiten? Was heißt „zutiefst verwurzelte homosexuelle Tendenzen zeigen“?

Das Verb „zeigen“ kann im Deutschen – ebenso wie das Wort „presentare“ im italienischen Original – sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinn verwendet werden.

Im übertragenen Sinn bedeutet es soviel wie „haben“, „besitzen“, „innewohnen“, im wörtlichen Sinn dagegen „aufweisen“, „zum Ausdruck bringen“, „zur Schau tragen“.

Was also bedeutet die Aussage, daß jene, die „zutiefst verwurzelte homosexuelle Tendenzen“, in Seminaren und am Altar nichts zu suchen haben?

Sind davon auch jene betroffen, die homosexuelle Tendenzen heimlich in sich tragen, oder nur jene, die offen dazu stehen? Ist die Neigung an sich gemeint, oder lediglich das Bekenntnis dazu? Die Antwort der Bildungskongregation ist ein gequältes „Jein“.

Angesichts dessen erscheint mit einem Mal die bemerkenswert lange Zeit, die man zur Erarbeitung der Instruktion gebraucht hat, in einem neuen Licht: Hat man vielleicht bewußt um Formulierungen gerungen, die auf die in der jüngeren Zeit immer drängenderen Fragen antworten, ohne sie beantworten zu müssen?

Roma locuta, causa finita – Rom hat gesprochen, die Angelegenheit ist erledigt. Was früher einmal eine Binsenwahrheit war, ist heute ein Wunschtraum. Rom hat gesprochen, aber nicht entschieden. Die Angelegenheit ist nichts weniger als erledigt.

Modernisten und Moralisten werden noch lange Gelegenheit haben, sich an ihrem Lieblingsthema zu ergötzen und an Schamlosigkeit gegenseitig zu übertreffen.

Auf der Strecke bleibt – wieder einmal – die schweigende Mehrheit der Normalen, denen die öffentliche Diskussion um das Thema Homosexualität schlichtweg peinlich und zuwider ist.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 50 Lesermeinungen:
Montag, 5. Dezember 2005 22:07
Le Trot: @private-notes
Ihr Hochmut und Hass, le trot, wird Ihnen ein Kleid aus Schwefelgestank weben. Und ich werde für sie beten.

Lieber Private-Notes, ich erspare mir zu später Stunde einen Vollkommentar auf Ihre schwuchteligen Mimositäten.

Trotzdem ist es natürlich lieb von Ihnen gemeint für mich zu beten. Dafür meinen Dank.

Nur Ihre Gebetsabsicht erinnert mich an die Geschichte eines Freundes, der auf einer Fatimawallfahrt ein junges Ehepaar traf, welches sich bei der Gottesmutter für eine geglückte Abtreibung bedanken wollte. Genauso verdrehte Gebetsabsichten liegen auch bei Ihnen vor.

Also sparen Sie sich Ihr Gebet, da es bei mir nicht dazu führen wird, dass sich der geistige Gestank der von einem schwulsündigen Misthaufen ausgeht in Rosenduft verwandeln wird. Es ist und bleibt Sünde und die Sünde stinkt immer mehr oder weniger nach Schwefel.

Bekehren Sie sich und bereuen Sie im Sakrament der Busse. Und wenn Sie Ihrer schwulen Neigung wieder nachgeben und erneut schwach werden, lassen Sie sich nicht entmutigen, – kämpfen Sie weiter gegen diese Neigung. Gehen Sie wieder beichten und bitten Sie GOTT Ihnen Kraft zu geben. Dann können Sie vielleicht eines Tages sagen, dass Sie den guten Kampf gekämpft auch wenn Sie oft verloren haben.

Wenn Sie fallen, fallen Sie in den nächsten Beichtstuhl. Da fallen Sie immer in die barmherzigen Hände des guten VATERS!
Montag, 5. Dezember 2005 12:17
private-notes: @le trot
Ihr Hochmut weist auf eine derart degenerierte, stolze Persönlichkeit hin, dass ist ja abartig – wie um Himmels Willen wollen sie Menschen Gottes Werk und Liebe näher bringen?
Die Selbstgerechtigkeit, mit der sie bis zu den haarspitzen erfüllt zu sein scheinen, ist nicht Gottes Gerechtigkeit. Sie tun Ihrer Kirche und dem Werk Gottes keinen guten Dienst.

Nun, wenn das der Weg der katholischen Kirche ist, was sie da praktizieren: niederargumentieren statt missionieren, dann versündigen sie sich in ganz besonders perfider Form an Gottes Kirche. Denn sie fügen ihr aus persönlichen und kleinkrämerischen Gründen erheblichen Schaden zu.

Ich verzeihe Ihnen gerne die persönlichen Beleidigungen und Unterstellungen.

Denn ich denke mir, nur ein frömmelnder Hardliner zu sein, ist zu wenig auf dem Weg zu Gott und seiner Liebe. Viel zu wenig. Aber dessen scheinen Sie sich ja bewusst zu sein, so laut und präpotent wie Sie argumentieren. Hm, waren die Pharisäer nicht auch ein so lautes und selbstgerechtes Völkchen?

Ihr Hochmut und Hass, le trot, wird Ihnen ein Kleid aus Schwefelgestank weben. Und ich werde für sie beten.
Montag, 5. Dezember 2005 10:26
Le Trot: @private-note
„Schwuchteln“ Genau das ist die Ausdrucksweise, die ich mir von einem Mann, der im Namen Gottes spricht, erwarte.

Dann gerne, Sie Schwuchtel, obwohl Sie von einem Mann GOTTES eher erwarten, dass er sich mit Ihnen und Ihren Schwuchtelkumpanen an einen Tisch setzt und sich dort drei Stunden lang die Hucke volljaulen lassen soll über die böse römisch katholische Kirche, die nicht bereit ist Ihr ab von der Art geratenes Tun anzuerkennen.

Ihr diabolisches Missionziel lautet: „ Liebe die Sünde und falle vor ihrem nach Schwefel stinkenden Vater nieder ! “
Montag, 5. Dezember 2005 08:23
private-notes: @bonifatius
Nun, mag ausgelebte Homosexualität eine Sünde sein, so ist Hochmut wohl eine Todsünde. Und hochmütiger als Sie sich hier präsentieren, kann man ja wohl nicht sein. Ich denke, dass all Ihre rethorische Gewandheit und Frömmigkeit nichts daran ändern wird, dass ihre Seele zerfressen ist.

Ich denke, dass es mehr Sünden gibt als die des Fleisches.

@le trot: „Schwuchteln“ Genau das ist die Ausdrucksweise, die ich mir von einem Mann, der im Namen Gottes spricht, erwarte.
Sonntag, 4. Dezember 2005 23:57
Le Trot: @Justus
„Bei einer berühmt gewordenen Untersuchung von Henry Adams, –--- Damit wurde klar bewiesen, dass bei aggressiver Schwulenschelte auch eine Art Verdrängungsmechanismus mitschwingt.“

Damit ist nur klar bewiesen, dass dieser Müll von Herrn Adams eine weit verbereitete und deshalb berühmt gewordene Bettlektüre unter Schwuchteln ist. Solche Veröffentlichungen sollen die von Sünde besudelten Seele der Schwuchteln weiter in dämonisch trügerischer Ruhe wiegen.

Solche Bücher sind die Schlaftabletten SATANS für das Gewissen der Sünder.
Sonntag, 4. Dezember 2005 20:07
turk: Und, was wollen Sie uns jetzt damit sagen?
Im Anschluß an Bonifatius frage ich Sie, Herr Justus: und? Was wollen Sie uns nun mit dem Zitat aus der Homostudie sagen (was im übrigen längst ein abgegriffenes Argument ist, das schon Marlene am 17. November 2005 brachte, aber man kann das natürlich auch sinnlos wiederholen)? Daß Sie sich selbst ständig mit Studien zur Homosexualität beschäftigen oder daß Sie wegen des besonders entspannten (!) Verhältnisses der anonymen kreuz.net-Redaktion und vor allem wegen des von dieser verwendeten Wortschatzes zu allen Fragen rund um Homosexualität als besonderer Fan von kreuz.net geoutet haben? Oder wollen Sie uns damit sagen, daß z. B. Seminarausbildner ein entspanntes Verhältnis zur Homosexualität haben sollten? Wer solche Studien zitiert, möchte normalerweise nichts anderes erreichen, als daß die innerkirchliche Toleranz in falscher Weise gegenüber allen homosexuellen Phänomenen ansteigen möge … gute Nacht, Justus.
Alle Lesermeinungen anzeigen 44 weitere Lesermeinungen
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net