Deutschland
Rückenwind für Regensburger Bischof
Das konservative ‘Netzwerk Katholischer Priester’ hat gestern die Rätereform im Bistum Regensburg durch den Diözesanbischof begrüßt und sich demonstrativ auf dessen Seite gestellt. Die Gegner des Bischofs seien auch Gegner des Zweiten Vatikanischen Konzils.
(kreuz.net, Koblenz) In einer am Montag in Koblenz veröffentlichten Stellungnahme unterstützt das ‘Netzwerk’ die von der römischen Kleruskongregation abgesegnete Rätereform im Bistum Regensburg. Diese wurde von Bischof Gerhard Ludwig Müller in Wahrnehmung seiner Hirtensorge zum 15. November 2005 in Kraft gesetzt.

Koblenz befindet sich im Bundesland Rheinland-Pfalz.

In der Erklärung heißt es weiter, daß die Letztverantwortung des Pfarrers für die Pastoral angemessen zum Ausdruck kommt, wenn der Vorsitz im Pfarrgemeinderat – im Sinne der Reformen des Regensburger Bischofs – durch den Pfarrer selber übernommen wird.

Die Stellungnahme ist vom dreiköpfigen Sprechergremium der Priesterorganisation unterzeichnet. Zum Gremium gehören die Pfarrherren, Hw. Dr. Guido Rodheudt, Bistum Aachen, Hw. Hendrick Jolie, Bistum Mainz, und Hw. Uwe Winkel, Bistum Fulda.

Mit scharfen Worten rügt das Netzwerk, dem 300 Priester im deutschsprachigen Raum angehören, die Haltung des Vorsitzenden des ‘Zentralkomitees der deutschen Katholiken’, Hans-Joachim Meyer.

Dieser hatte dem Regensburger Oberhirten Mitte November vorgeworfen, er vertrete ein autoritäres Kirchenbild und hege Mißtrauen gegen die Laien.

Diese Anschuldigungen seien in zweifacher Hinsicht aufschlußreich. Wörtlich heißt es in der Erklärung des Priesternetzwerkes:

„Zum einen wird sichtbar, daß sich das ‘Zentralkomitee der deutschen Katholiken’ in der bereits im Jahr 2000 vom damaligen Kardinal Joseph Ratzinger beklagten Weise zu einem »Gegenlehramt« entwickelt.“

„Zum anderen offenbaren die Äußerungen des ‘Zentralkomitees der deutschen Katholiken’ ein defizitäres Kirchenbild, in welchem eine Parallelhierarchie den geweihten Amtsträgern als Opposition gegenübersteht.“

Wer ein solches Kirchenbild vertrete, könne sich nicht auf die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils berufen.
      
4 Lesermeinungen
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#4   Gotthard   22:16:53 | Dienstag, 29. November 2005
Rodheudt
Hw. Dr. Guido Rodheudt, Bistum Aachen
mich würde ja schon interessieren, welche Art Pfarrgemeinderat in der Pfarrei von Pfr. Rodheudt vor 3 Wochen gewählt worden ist…
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#3   Ignatius   17:55:54 | Dienstag, 29. November 2005
Vergeltung
Zitat Stimme aus dem Tradiland : Ja, wobei man nachvollziehen kann, dass das „Dogma sui generis“ der V2-Kirche, nämlich V2 „persönlich“, als Argument gg. modernistische Laien eingesetzt wird.
Das ist aus Gründen des V2-Superdogmaglaubens –- und nur daraus –- „stimmig“. Das ist wie wenn ein Blinder über eine total hässliche vor ihm liegende Farbenpfütze sagt: ich seh keine hässliche Farbenpfütze.
Wobei dagegen von selbigen Laien sicherlich subsidiär die nächste „Wunderwaffe“ der V2-Kirche, nämlich der „Geist des Konzils“ (V2-G) in Stellung gebracht wird.
Eben dadrauf beruft sich Hinz und Kunz, weil das so schön schwammig und biegbar und alles hineininterpretierbar ist.
Insoferne stimmt es natürlich, dass es nichts bringt.
Darum ging es mir eigentlich und ich möchte meine Kritik nicht als gegen das Priesternetzwerk gerichtet wissen weil ich mir gut vorstellen kann dass es da viele gut meinende Priester gibt, sondern ich wollte drauf hinaus dass man sich schon mit den rechten geistlichen Waffen bewaffnen muss um den Kampf gegen die progressistischen Kirchenzerstörer bestehenzukönnen.
Vor allem muss man wissen dass V2 weder eine Wunderwaffe ist noch trifft.
Mit V2 und V2-G kann man herrlich Glaube, Lehre und Liturgie in Scherben schießen. Die Bezeichnungen passen ja schon…
Ja das V2 ist eine echte „Vergeltungs“-Waffe : zur Zerstörung der Kirch. :-(((
Hiermit gebe ich zurück … zum Thema.
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#2   Stimme aus dem Tradiland   17:35:04 | Dienstag, 29. November 2005
@ Ignatius – V2
Ja, wobei man nachvollziehen kann, dass das „Dogma sui generis“ der V2-Kirche, nämlich V2 „persönlich“, als Argument gg. modernistische Laien eingesetzt wird. Wobei dagegen von selbigen Laien sicherlich subsidiär die nächste „Wunderwaffe“ der V2-Kirche, nämlich der „Geist des Konzils“ (V2-G) in Stellung gebracht wird. Insoferne stimmt es natürlich, dass es nichts bringt.
Mit V2 und V2-G kann man herrlich Glaube, Lehre und Liturgie in Scherben schießen. Die Bezeichnungen passen ja schon…
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#1   Ignatius   16:14:45 | Dienstag, 29. November 2005
Bratwurst
Wer ein solches Kirchenbild vertrete, könne sich nicht auf die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils berufen.
Hehe das ist zum Schreien. Die merken noch nicht das die V2-Keule so stumpf und lummelig ist wie nur möglich. Mit dem Berufen auf das progressistische V2 in den Kampf gegen Progressisten zu ziehen ist wie wenn ein Ritter mit ner Bratwurst „bewaffnet“ in die Schlacht zieht…
Also ihr „Konservativen“ (was konserviert ihr eigentlich? Das V2? Hehe) könnt einem leid tun.
Gegen den der mit ner Bratwurst in der Hand den Held spielt ist Don Quichotte ja echt ein Superheld…
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