Muttergottes
Heute beginnt die Novene zum Hochfest der Immakulata
Der Heilige Stuhl gab heute bekannt, daß Papst Benedikt XVI. zum Fest der Unbefleckt Empfangenen am 8. Dezember diesen Jahres einen vollkommenen Ablaß gewähren wird. Der Ablaß ist an eine Zusatzbedingung geknüpft.
(kreuz.net, Vatikan) Anlaß für den Ablaß ist das 40jährige Jubiläum des Abschlusses des Zweiten Vatikanischen Konzils. Damals – so das heute veröffentlichte Dekret – habe Papst Paul VI. der Muttergottes große Ehren erwiesen.

Das Dekret ist vom Apostolische Großpönitenziar James Francis Kardinal Stafford (72) unterzeichnet. Kardinal Stafford ist an der Römischen Kurie für Ablässe und Fragen der Beichtdisziplin zuständig.

Ein Ablaß ist die Vergebung der „zeitlichen Sündenstrafen“.

Die „zeitlichen Sündenstrafen“ sind eine Genugtuung in Form einer Buße, die jeder Sünder für seine Sünden leisten muß, auch nachdem diese in der Beichte vergeben wurden.

Diese genugtuende Buße des Sünders kann wegen des Schatzes der Verdienste Jesu Christi und der Heiligen, den die Kirche verwaltet, durch einen Ablaß ersetzt werden. Dabei ist eine wahre Bußgesinnung Voraussetzung.

Ein vollkommener Ablaß bewirkt den Nachlaß aller Sündenstrafen.

Bei einem Teilablaß wird nur ein Teil der zu leistenden Sündenstrafen vergeben. Ablässe können Lebenden und Verstorbenen zugewendet werden.

Das Dekret über den vollkommen Ablaß wurde nicht zufällig neun Tage vor dem Hochfest veröffentlicht.

Die Gläubigen beginnen heute mit einer Novene – einem neuntägigen Vorbereitungsgebet, das am Festtag der Immakulata zum Abschluß kommt.

Der Heilige Vater wünsche – so Kardinal Stafford –, daß alle Gläubigen vereint im Namen der Muttergottes, im Glauben erstarken, Christus mit einer größeren Hingabe anhangen und dem Nächsten noch eifriger dienen.

Für den Ablaß gelten die üblichen Bedingungen: Beichte, Abkehr von der Sünde, Kommunion und Gebet für den Heiligen Vater.

Als spezifische Bedingung für den diesjährigen Immakulata-Ablaß müssen die Gläubigen zusätzlich an einer Andacht zur Ehre der Heiligen Jungfrau teilnehmen.

Sie können alternativ auch ein öffentlich ausgestelltes Bild der Immakulata verehren und dabei die vorgeschriebenen Gebete – Vater Unser, das Glaubensbekenntnis und eine Anrufung zur Unbefleckt Empfangenen – beten.

Gläubige, denen die Teilnahme an einer öffentlichen Zeremonie wegen Krankheit oder einem anderen Grund nicht möglich ist, können zu Hause einen vollkommenen Ablaß erlangen.

Mit dem Vorsatz, die vorgegebenen Bedingungen so rasch als möglich zu erfüllen, müssen sich diese Gläubigen geistlich mit den Anliegen des Heiligen Vaters verbinden, zur Immakulata beten und das Vater Unser und das Credo rezitieren.
      
11 Lesermeinungen
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#11   Athanasius   19:05:36 | Montag, 5. Dezember 2005
@FioreGraz
Sie können nicht einmal den Namen Lefebvre richtig buchstabieren, glauben Sie denn wirklich ich würde ihre Evaluation der Bischofsweihen 1988 ernst nehmen?
Zweitens ist die Morallehre immer die gleiche gewesen, NACHDEM sie einmal offenbart wurde. So war etwa im alten Testament die Polygamie noch erlaubt, aber im neuen Testament moralisch Todsünde für Christen. Die Homosexuelle Tat ist aber in sich gegen die Natur, wie Onans Tat, wie Sodoms Crimen, und wurde somit ständig verurteilt.
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#10   Sympat   16:11:09 | Mittwoch, 30. November 2005
Ablässe nicht anderen Lebenden zuwendbar
Nicht korrektist der Satz: „Ablässe können Lebenden und Verstorbenen zugewendet werden.“ Richtigist vielmehr: „Ablässe können von Lebenden gewonnen oder fürbittweise Verstorbenen zugewendet werden.“
Man kann nicht für andere noch lebende Personen stellvertretend einen Ablass gewinnen.
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#9   FioreGraz   10:58:57 | Mittwoch, 30. November 2005
@Athanasius
Levebre wurde exkomuniziert und es wird immer noch als schismatischer Akt bezeichnet, auch wenn Rom mittlerweile weder in konservativer noch progresiver Richtung zu klaren Worten fähig ist.
Derzeit kommt leider nur mehr laues Wischi Waschi vom hl. Stuhl.
Was die Morallehre betrifft, nun wenn diese seit neuesten zum depositum fidei gehört (denn das muß wohl so sein) dann sind Traditionalisten und Konzilskatholiken Häretiker, denn die Morallehre war nie wirklich stetig.
LG
Firoe
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#8   Athanasius   09:19:54 | Mittwoch, 30. November 2005
Isch scho guat
Eindeutiges Ja?
Dann waren also Kardinal Hoyos und Kardinal Medina Estevez falsch dabei, als sie letzten Wochenendes sagten bei der FSSPX handele es sich total nicht um eine Häresie.
Aber gut, fiore, ist schön zu wissen, dass Sie, die die kirchliche Morallehre aller Jahrhunderte verwerfen, sich mit dem Superdogma Vaticanum II. gut abfinden. Das sagt für mich alles.
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#7   Stimme aus dem Tradiland   09:02:59 | Mittwoch, 30. November 2005
@ FioreGraz
Zitat FioreGraz: @Athanasius Oder wollen Sie behaupten das II. Vatikanum zu verwerfen heisst Häretiker zu sein?
Ein eindeutiges Ja.
Das zeigt, dass auch die Modernisten ihre Götzen haben. Hier wohl den „Geist des Konzils“, welcher identisch mit dem „Herrscher der Welt“ ist.
Da muß ich sagen, haben sogar einige Irrlehren nettere Götzen!
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#6   FioreGraz   06:41:18 | Mittwoch, 30. November 2005
@Athanasius
Oder wollen Sie behaupten das II. Vatikanum zu verwerfen heisst Häretiker zu sein?
Ein eindeutiges Ja.
LG
Fiore
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#5   Gotthard   22:12:12 | Dienstag, 29. November 2005
Heiterkeit
diese unflätigen Ausfälle gegen die kath. Kirche und ihr letztes ökumenisches Konzil erheitern mich nur noch…
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#4   Aurelius   22:07:36 | Dienstag, 29. November 2005
Womit wir mal wieder beim Thema wären…
Gegen das Konzil schon, gegen die katholische Kirche nicht. Oder fängt ihre Kirche auch erst bei dem II. Vatikanum an?
Nein, aber bei einigen scheint die Kirche dort aufzuhören.
Oder wollen Sie behaupten das II. Vatikanum zu verwerfen heisst Häretiker zu sein?
Entnehmen Sie das etwa meinem Beitrag?
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#3   Athanasius   21:55:24 | Dienstag, 29. November 2005
Also…
gegen das Konzil und gegen die Katholische Kirche zu nutzen.
Gegen das Konzil schon, gegen die katholische Kirche nicht. Oder fängt ihre Kirche auch erst bei dem II. Vatikanum an?
Oder wollen Sie behaupten das II. Vatikanum zu verwerfen heisst Häretiker zu sein? Das ist aber nicht der Fall, das behaupten nicht einmal Kardinäle Medina Estevez u. Kardinal Hoyos. Das II. Vatikanum hat uns nichts gebracht was uns bindet, daneben hat es aber die Häresie gefördert.
Was aber Kampf gegen Häresie und die Dinge beim Namen nennen mit „gegen die kath. Kirche“ zu tun hat, ist mir ein Rätsel.
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#2   Aurelius   21:52:07 | Dienstag, 29. November 2005
@Athanasius
Ob aber dieser Ablaß mit der Buße für die Verbrechen des Neo-Modernismus verbunden ist, wage ich zu bezweifeln.
Es ist immer wieder erstaunlich, daß es Leute schaffen, jedes Thema als Steilvorlage für das übliche Schwadronieren gegen das Konzil und gegen die Katholische Kirche zu nutzen.
Wollen wir hoffen, daß dieser Ablaß mit der Buße für die Verbrechen des Ungehorsams gegen die Kirche, sowie für spirituelle Selbstgerechtigkeit und Arroganz verbunden ist.
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#1   Athanasius   17:50:38 | Dienstag, 29. November 2005
Buße…
Büßen müssen wir immer, sondern vor allem an diesem 40. Jahrestag des II. Vaticanums. Nach diesem katastrophalen Konzil, das die ganze Kirche in eine gigantische Krise hinabstürzte und die Häresien begünstigte,sollen wir vor allem büßen.
Ob aber dieser Ablaß mit der Buße für die Verbrechen des Neo-Modernismus verbunden ist, wage ich zu bezweifeln.
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