„Verletzung ihrer Menschenrechte im Namen der Religion“
„Ihre Berichterstattung zur Resolution Nr. 1464 (2005) zu Frauen und Religion in Europa, die am 4. Oktober 2005 von der Parlamentarischen Versammlung des Europarates debattiert, und mit überwältigender Mehrheit angenommen wurde, ist irreführend und tendenziös. Von Rosemarie Zapfl-Helbling, Berichterstatterin zum Thema „Frauen und Religion in Europa“, Parlamentarische Versammlung des Europarates
Insbesondere zitieren Sie falsch aus der Resolution. Weder die Resolution, noch der Bericht, auf dem Sie
fußt – Dokument 10670, beide einsehbar auf der Internetseite des Europarates unter www.coe.int – behaupten
etwa zur Abtreibung, „Gesetze, welche die unschuldigsten und wehrlosesten Mitglieder der EU schützen,
stünden einem angeblichen Recht der Mutter auf Tötung ihres ungeborenes Kindes entgegen“, und „deswegen
sei diese Gesetzgebung eine Form der ‘Intoleranz und Diskriminierung’“ (Zitate aus Ihrem Artikel vom 23.10.2005).
Diese Zitate entspringen allein Ihrer Phantasie.
Richtig ist vielmehr, daß die Parlamentarische Versammlung
des Europarates in der Resolution klargestellt hat, daß im Spannungsfeld zwischen dem Grundrecht auf
Religionsfreiheit und den Menschenrechten der Frauen die letzteren den Vorrang genießen.
Paragraph 7.1.1.
der Resolution hält ausdrücklich fest, daß „der Religionsfreiheit durch die Menschenrechte Grenzen
gesetzt sind“.
Dies gilt in den Augen der Versammlung für alle Religionen, nicht nur die katholische.
„Der Hauptfeind des europäischen Debattierclubs“, wie Sie die Versammlung nennen, ist nämlich nicht
die katholische Kirche, sondern sind alle diejenigen, die im Namen der Religion – welcher auch immer –,
die Menschenrechte der Frauen verletzten, indem sie Frauen und Mädchen ermorden, zwangsverheiraten, genital
verstümmeln, ihre Bewegungsfreiheit eingrenzen, sie zwingen, sich religiös motivierten Kleiderordnungen
zu unterwerfen, oder sie diskriminieren.
Mit Ihrer unehrenhaften Berichterstattung hingegen haben Sie
sich nicht die „kommunistische Internationale“ zum Feind gemacht, sondern eine praktizierende Katholikin
und gewählte Christdemokratin – und die große Mehrheit der Politiker aller Fraktionen der Parlamentarischen
Versammlung des Europarates, die für diese Resolution gestimmt haben, um Frauen vor der Verletzung ihrer
Menschenrechte im Namen der Religion zu schützen.“
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#39 Christin 10:24:38 | Mittwoch, 28. Dezember 2005
Im Namen der Religion darf nur eine Kultur des Lebens unterstützt werden Im Namen (Gottes)der Religion
dürfen keine Kriege geführt werden! Aber verteidigen daf man sich,dass man überlebt! Man muß im Namen
der Religion NIE WIEDER Märthyrer sein,wenn man nicht will.
#37 progchrist 23:42:42 | Mittwoch, 7. Dezember 2005
Benedikt Sie haben geschrieben: Es ist doch ganz einfach genaus hier liegt der Unterschied zwischen uns,
denke ich. Ich finde, das Problem ist ganz schwierig und gerade nicht durch einseitige moralische Verurteilung
der Frauen zu lösen. Dahingegen denke ich, dass es besser ist, abtreibungswilligen und bereits abgetrieben
habenden Frauen mit einem Höchstmaß an Verständnis und Nächstenliebe zu begegnen. Ersteren sollte
man versuchen Alternativen zu ihrem Vorhaben aufzuzeigen. Ansonsten kann ich Ihren jüngsten Beitrag zumindest
ein bisschen verstehen und auch respektieren, da ich Ihnen abnehmen kann, wie sehr Sie die Problematik
schmerzt.
#36 Benedikt 18:23:25 | Mittwoch, 7. Dezember 2005
@ progchrist Das Interesse am ungeborenen Leben darf nicht in Repression gegen die Frau umschlagen. Wo
sehen Sie Repression, wenn jemand entschieden gegen die Abtreibung ist? Ist es zB Repression, wenn man
eine Frau dafür moralisch verurteilt, dass sie ein Kind abtreibt, nur weil es zum falschen Zeitpunkt
gekommen wäre? Solche aus reiner Bequemlichkeit resultierenden Motive können doch niemals über Leben
und Tod entscheiden! Es ist doch ganz einfach: Wenn es durch Aufklärung und Mission Grundkonsens der
Gesellschaft wird, dass Abtreibung moralisch verwerflich ist, dann wird niemand ohne Weiteres auf die
Idee kommen, ein Kind aus niederen Beweggründen abzutreiben. Es werden ja auch keine Säuglinge einfach
so umgebracht, nicht nur weil das verboten ist, sondern weil es einem durch seine Erziehung und Implementierung
in die Zivilisation klar ist, dass man so etwas nicht tut. Bei der Abtreibung dagegen hat man durch gegensätzliche
Lehren und öffentlichen Äußerungen das Gefühl, als sei das ganze eine OP wie jede andere. Und genau
dort muss man ansetzen. Mir ist doch auch klar, dass das Rufen „Mörder, Mörder“ das Problem nicht löst.
#35 progchrist 18:12:49 | Mittwoch, 7. Dezember 2005
@Benedikt Nennen Sie doch ein paar Gründe, bei denen eine Abtreibung ihrer Meinung nach möglich wäre.
Zunächst: Mit „möglich“ meinen Sie sicher „moralisch“ bzw. „christlich“ vertretbar. Ich bin da jetzt
ganz ehrlich: Ich weiß es nicht genau, weiss aber auch, dass dies keiner wirklich weiss. Wann genau beginnt
„Leben“? Klar ist für mich, dass der Schutz für den Fötus in dem Maße zunehmen muss, wie die Schwangerschaft
andauert. Klar ist auch, dass das heranwachsende Leben in dem Moment absolut geschützt werden muss, wo
es selbständig lebensfähig wäre. Ich gehe sogar darüber hinaus und sage, der Schutz des Fötus muss
noch weit früher ansetzen, nämlich schon direkt nach der Befruchtung. ABER: Das (christlich oder aus
Gründen der Reproduktion motivierte) Interesse am ungeborenen Leben darf nicht in Repression gegen die
Frau umschlagen. Sie ist es, die die Schwangerschaft trägt, es ist ihr Körper, wir können uns nicht
anmassen, über sie zu entscheiden. Allerdings ist die Gesellschaft als Ganzes, aber auch die Menschen,
die in direkter Verbindung zur schwangeren Frau stehen, aufgefordert, dafür zu sorgen, dass sich Frauen
für das Kind entscheiden – ohne Druck auszuüben. Schwierig, ich weiss. Aber: Seltsamerweise funktioniert
das ganz gut in den Niederlanden mit dem liberalsten Abbruchsrecht und der liberalsten Sexualmoral in
Europa – sie haben die wenigsten Abbrüche relativ zur Anzahl an Schwangerschaften in Europa.
#34 Benedikt 13:11:19 | Mittwoch, 7. Dezember 2005
@ wi-bi Wenn ausschliesslich einer Minderheit Auflagen aufgetragen werden so spricht man von Diskriminierung.
Richtig, und deshalb gibt es hier keine Diskriminierung. Informieren Sie sich ruhig über Weihebeschränkungen,
diese erschöpfen sich nämlich nicht in Leuten, die offen homosexuell sind. Da gibt es ein gutes dutzend
anderer Gründe. @ progchrist Das ist eine unverschämte Unterstellung, ohne sachliche Grundlage, denn
ich habe hier wiederholt deutlich gemacht, dass ich gegen Abtreibung bin, hierzu aber eine differenzierte
Position vertrete, die zum Ziel hat, die Zahl der Abtreibungen zu reduzieren, ohne dabei die Grundrechte
der Frauen zu verletzen. Jo nicht aufregen, wenn man selber mit Unterstellungen daher kommt. Eine Differenzierung
kann es bei einem Grundrecht wie das auf Leben nicht geben, es sei denn bei einer Abwägung Leben gegen
Leben. Alle anderen Gründe sind zweitrangig, da Leben immer absolut geschützt wird. Nennen Sie doch
ein paar Gründe, bei denen eine Abtreibung ihrer Meinung nach möglich wäre.
Ganz im Gegenteil Benedikt Wenn ausschliesslich einer Minderheit Auflagen aufgetragen werden so spricht
man von Diskriminierung. Sollte ich in meiner Firma jemanden nicht einstellen, weil er bekennender Katholik
ist – so diskriminiere ich ihn schließlich auch.
#32 progchrist 18:08:35 | Dienstag, 6. Dezember 2005
Benedikt Sie haben geschrieben: Sie sind de facto dafür, dass Millionen gezeugter Babys aus meist niederen
Gründen ohne jede Chance auf Leben einfach entfernt werden, wie man es mit dem Wurmfortsatz tut. Das
ist eine unverschämte Unterstellung, ohne sachliche Grundlage, denn ich habe hier wiederholt deutlich
gemacht, dass ich gegen Abtreibung bin, hierzu aber eine differenzierte Position vertrete, die zum Ziel
hat, die Zahl der Abtreibungen zu reduzieren, ohne dabei die Grundrechte der Frauen zu verletzen. Mit
etwas Verwunderung nehme ich hingegen zur Kenntnis, dass Sie sich meine Unterstellung, Sie würden Frauen
als Mörderinnen brandmarken, nicht gefallen lassen wollen. Ich schließe nun daraus, dass für Sie Abtreibung
kein Mord ist. Oder sehe ich da wieder etwas falsch Ihrer Meinung nach? Seien Sie bitte mal ehrlich in
Ihrer Antwort! Sind abtreibende Frauen für Sie Mörderinnen?
#31 Benedikt 13:49:50 | Dienstag, 6. Dezember 2005
@ wi-bi Eine Zulassungsbeschränkung ist für sie also eine Diskriminierung? Das sehe ich aber gar nicht
so, dass ist das Recht einer jeden Firma/ Behörde/ Universität und eben auch Kirche. Und da liegt auch
schon der Irrtum: Der Vatikan ist ein Staat, und Sie reden von der Kirche. Die Kirche bevorzugt die herkömmliche
Familie, wer anderer Meinung ist, kann nicht leitender Mitarbeiter dort werden. Das ist nirgendwo auf
der Welt anders. Im übrigen habe ich ja festgestellt, dass Ihre Unterstellungen falsch sind und im Vatikan
keine Verletzungen in diesen genannten Punkten vorliegen. Wenn Sie sich das nun zu eigen gemacht haben,
so ist das erfreulich.
Benedikt Nachdem sie ja fast alle Fragen selbst beantwortet haben fehlt nur noch die Sache mit der Diskriminierung.
Und hier muß ich Sie fragen, ob Ihnen das Homo-Dokument des Vatikans wieder aus Ihrer Erinnerung entwichen
ist?
#29 Benedikt 12:33:48 | Dienstag, 6. Dezember 2005
@ wi-bi Diskriminierungsverbot, Meinungsfreiheit, Recht auf Selbstbestimmung, Gleichberechtigung von Mann
und Frau Ah ja? Und wo findet das bitte im Vatikan statt? Irgendwelche Belege? Selbstbestimmungsrecht:
Der Vatikan ist ein Zwergstaat, dessen Staatsangehöriger niemand so einfach werden kann. Wer dort ist,
der ist dort aufgraund seiner Selbstbestimmung und in genauer Kenntnis der Sachlage. Gleichberechtigung:
In der Regierung sitzen keine Frauen, richtig. Soll aber auch anderswo nicht viel besser sein. Diskriminierungsverbot:
Wer wird denn im Vatikan diskriminiert? Belege? Meinungsfreiheit: Die erfährt dort besondere Einschränkungen.
Wie auch in Deutschland. Einen Paragraphen mit dem Inhalt des § 130 Abs 3 StGB gibt es beispielsweise
in keinem (?) anderen Staat der Welt. In Deutschland ergibt sich das aus der Geschichte, im Vatikan aus
der Religion, die dort Staatsreligion ist.
Benedikt Ich meine natürlich die International Bill of Human Rights der Vereinten Nationen. Und sicherlich
entsprichen Abtreibungen nicht dem deutschen Recht. Deshalb sind Abtreibungen bei uns auch gesetzeswidrig.
Es bleibt allerdings unter gewissen Umständen straffrei. Aber ich denke, das wissen Sie bereits. Leider
brodelt jeder sein eigenes Süppchen mit den Menschenrechten. Da müssen wir nicht erst den Blick auf
den Vatikan richten, da gibt es in der Tat schlimmere Staaten. Nichtsdestotrotz missachtet der Vatikan
einige der wenigen Grundsätze. Diskriminierungsverbot, Meinungsfreiheit, Recht auf Selbstbestimmung,
Gleichberechtigung von Mann und Frau – um nur einige zu nennen.
#27 Benedikt 11:41:18 | Dienstag, 6. Dezember 2005
@ wi-bi Laut UN-Pakt beginnt Leben erst mit der charakteristischen Eigenschaft der Lebewesen. Das ist
natürlich etwas philosophisch ausgedrückt, es bedeutet aber mit der Geburt erhält das Kind Menschenrechte.
Nicht vorher. Das mag nicht Katholisch sein Tja, und es entspricht nicht einmal der deutschen Rechtslage
(Erbrecht). Welchen UN-Pakt meinen Sie? Die Allg. Erklärung der Menschenrechte? Die hat nichtmal verbindlichen
Charakter, sonst dürfte es nirgendwo mehr die Todesstrafe geben. Der Vatikan kann übrigens keine Dokumente
unterschreiben (nur nebenbei) und solche im besonderen nicht, da sie Religionsfreiheit und – wie die EMRK –
auch demokratische Standards vorschreiben, während der Vatikan eine absolute Monarchie ist. Der Vatikan
hält sich aber offentsichtlich mehr an solche Grundsätze als Staaten, die zwar unterschrieben, sich
aber danach nicht mehr darum gekümmert haben. Taten sprechen mehr als irgendwelche Unterschriften. @ progchristEine
solche Position ist ihrerseits aber auch wieder menschen- bzw. frauenverachtend. Wie kommen Sie dazu,
mir so etwas zu unterstellen, aber gleichzeitig die Abtreibung zu befürworten? Sie sind de facto dafür,
dass Millionen gezeugter Babys aus meist niederen Gründen ohne jede Chance auf Leben einfach entfernt
werden, wie man es mit dem Wurmfortsatz tut. Vielleicht überlegen Sie mal, was sie da „differenziert“
sehen wollen, bevor Sie mit solchen Kraftwörtern daherkommen.
Massenmord ist es „nur“ aus theologischer Sicht. Eine befruchtete Eizelle oder ein Fötus im Frühstadium
ist punktum noch kein Mensch. Jedoch sollten wir uns Fragen, wieso überhaupt abgetrieben wird. Wer treibt
überhaupt ab (junge oder ältere Frauen? Arme oder Reiche?)? Was sind die Bewegründe? Ich habe hiervon
leider überhaupt keine Ahnung, deshalb verstehe ich das Problem noch nicht im Ganzen. Wenn als Ziel weniger
Abtreibungen stehen, sollte man auf jeden Fall diese Fragen beantworten können.
@ progchrist Wenn man dem folgen will, das Recht auf Leben auf Leben undifferenziert und total bereits
dem Fötus von der Stunde Null an anzuerkennen, dann hätten wir es in der Tat mit Massenmord zu tun.
Wir haben es mit Massemord, dem größten Verbrechen in der Geschichte der Menschheit zu tun! Was „Frauen
als Mörderinnen“ betrifft, so ist das typische Totschlagargument aus der Kiste der Massenmordlegalisierung
(vulgo Straffreistellung der Abtreibung). Denn keineswegs sind nur die Frauen betroffen: Je nach Lage
des Falles sind auch der Kindesvater, andere Verwandte und Freunde und in jedem Falle der Abtreibungsarzt,
das Pflegepersonal, das übrige Klinkpersonal, der Anästhesist, das Wachpersonal, welches die Straßenberatung
unterbinden soll, der Polizist, der ein ungerechtes Wegweiserecht ausspricht etc. mitverantwortlich. Ob
das objektive Verbrechen subj. als Mord anzusehen ist (und zwar moraltheologisch, nicht juristisch) hängt
davon ab, welche Vorstellungen die Beteiligten haben. Glauben sie nicht, dass es um einen – ungeborenen –
Menschen geht, ist ihre Schuld geringer, aber doch gegeben. Denn solange es die kath. Kirche gibt, wird
niemand auf dieser Welt behaupten können, es hätte nicht immer Stimmen gegeben, die auf das Unrecht
einer Abtreibung hingewiesen hätten!
#24 progchrist 22:24:35 | Montag, 5. Dezember 2005
ich bin also… … kein Christ, weil ich etwa nicht bereit bin, jenen zu folgen, die undifferenziert
abtreibende Frauen in die Mörderinnenecke stellen? Danke für die Aufklärung…
#22 progchrist 20:48:52 | Montag, 5. Dezember 2005
danke für die Klarstellungen Danke zunächst an wi-bi, ich bin also nicht ganz allein mit meiner Forderung,
solche schwierigen Themen differenziert anzugehen. Ein guter Beitrag zur Diskussion! Danke auch an Benedikt,
zeigt diese Äusserung doch überdeutlich, wie recht ich hatte. Wenn man dem folgen will, das Recht auf
Leben auf Leben undifferenziert und total bereits dem Fötus von der Stunde Null an anzuerkennen, dann
hätten wir es in der Tat mit Massenmord zu tun. Eine solche Position ist ihrerseits aber auch wieder
menschen- bzw. frauenverachtend. Wie hochmütig und arrogant (ja und menschenverachtend) muss man sein,
einer Frau, die aus einer Notlage heraus sich zu diesem Schritt entschieden hat, den Vorwurf zu machen,
sie sei eine Mörderin? Ich aber sage, das oberste Ziel muss sein, möglichst wenige Abtreibungen zu erreichen,
denn es ist in der Tat ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft, dass so viele Frauen sich – aus welchen
Gründen auch immer, das können nur sie selbst entscheiden, da kann ihnen niemand reinreden, auch die
Kirche nicht – zu diesem Schritt entschließen. Aber man verbessert doch nichts an der Situation, wenn
man diese bedauernswerten Frauen noch als Mörderinnen diffamiert! Wir müssen unsere Hilfe anbieten,
aufklären, Verhütungsmittel empfehlen, damit es nicht zu so häufigen ungewollten Schwangerschaften
kommt, etc. – Verantwortungsethiker sein also.
Benedikt Ohne eine Wertung abgeben zu wollen hier ein kleine Korrektur Ihres Beitrags: Das Recht auf Leben.
Abgesehen davon, dass eine befruchtete Eizelle (bzw. ein Fötus) überhaupt keine Menschenrechte besitzt
haben Sie die Definition des Rechts auf Leben vergessen. Laut UN-Pakt beginnt Leben erst mit der charakteristischen
Eigenschaft der Lebewesen. Das ist natürlich etwas philosophisch ausgedrückt, es bedeutet aber mit der
Geburt erhält das Kind Menschenrechte. Nicht vorher. Das mag nicht Katholisch sein, aber der Vatikan
hat’s ja bis heute auch noch nicht unterschrieben.
@ progchrist 1. ein Kind ist ein Kind bereits nach der Empfängnis. Richtig. Was spricht gegen diese Annahme?
2. ab diesem Moment steht das Recht des Fötus (ist ja ein Kind) über dem Recht der Frau auf Handlungsfreiheit
Ja. Und? Die Handlungsfreiheit ist eines der am stärksten eingeschränkten Rechte. Das ganze Strafgesetzbuch
schränkt Ihre Handlungsfreiheit ein, ebenso das Strafvollzugsgesetz, das Polizeigesetz und seine Spezialgesetze,
sogar einige Grundrechte schränken die Handlungsfreiheit ein, zB das Recht auf Leben, welches in der
Rangfolge ziemlich weit oben steht. Ich sehe nicht, warum jemand aus einem Bedürfnis nach Handlungsfreiheit
das Recht haben sollte, ein Kind umzubringen. Die Abwägung Leben – Bedürfnis müsste es auch für Sie
an den Tag legen. 3. Jede Schwangerschaft MUSS ausgetragen werden. Mit der Ausnahme, wenn aus einem Grund
zwischen dem Leben der Frau und dem des Kindes abgewogen werden muss. Ihre Mahnungen zur Differenzierung
sind – entschuldigen Sie – dummes Zeug. Wenn ich einen dreijährigen töte, weil er mich nervt oder ich
ihn nicht mehr will, kommen Sie dann auch mit dem differenzieren? Da besteht aber kein Unterschied!
@progchrist Vergelt’s Gott für die klare Darstellung der christlichen Lehre. Ein Kind ist ein Kind –
vom ersten Augenblick der Empfängnis an! Mögen alle ungeborene Kindern in Todesnot unter dem Schutz
der Unbefleckten Empfängnis stehen! Immaculata Conceptio, ora pro nobis!
#18 progchrist 16:54:22 | Montag, 5. Dezember 2005
viroblationis Sie müssten also mit dieser wenig differenzierten Position konsequenterweise zu folgenden
absoluten Erkenntnissen kommen: 1. ein Kind ist ein Kind bereits nach der Empfängnis. 2. ab diesem Moment
steht das Recht des Fötus (ist ja ein Kind) über dem Recht der Frau auf Handlungsfreiheit (oder ion
den USA „right to privacy“). 3. Jede Schwangerschaft MUSS ausgetragen werden. 4. Frauen, die abtreiben –
egal, zu welchem Zeitpunkt – sind Mörderinnen. Wenn Sie nicht differenzieren, ist dies exakt die Position,
zu der Sie kommen müssen. Willkommen im Mittelalter! Wollen Sie das wirklich????
#16 progchrist 02:38:03 | Montag, 5. Dezember 2005
entsetzt… ich kann nur sagen, ich bin entsetzt über soviel Unsinn, den Gläubige und die Kreuz-net
verzapfen. Abtreibung ist ein ganz schwieriges Thema, dem man sich differenziert annehmen sollte und nicht
pauschalisierend und vor allem nicht mit der Intention, gewählte PolitikerInnen in eine Ecke zu stellen,
in der sie als Mörder erscheinen bzw. als Helfershelfer für Mörder. Was sind das für „Gläubige“,
die so etwas tun? Lasst euch gesagt sein, dass ihr euch keineswegs „christlich“ verhaltet…Ich habe immer
gedacht, solche Fundamentalisten gäbe es nur in den USA, wo ich mich gerade aufhalte…
@ copertino: Wundert mich … … nicht. Schließlich fällt der Dame nicht mal auf, daß es absurd ist,
sich als „gewählte Christdemokratin“ zu bezeichnen und gleichzeitig ein Papier zu verteidigen, das fordert,
Gesetze sollen keinesfalls aus religiösen Normen heraus inspiriert sein. Warum dann überhaupt Christdemokraten
in der Politik? Was soll dann das C vor der Partei?
#14 Copertino 17:27:43 | Sonntag, 4. Dezember 2005
Frau Zapfl kämpfte für die „Fristenregelung“! www.nzzprint.ch/…es/nzz_16_3_2002.pdf Frau Zapfl unterstützte
die Schweizer Bundesrätin Ruth Metzler in ihrer Taktik, in der Schweiz die „Fristenregelung“ einzuführen.
Logisch, dass ihr der Artikel nicht passte. Wem man auf den Fuss tritt, der schreit normalerweise laut
auf.
@ Yersinia Was sollte die Redaktion dazu sagen. Was hier steht ist keine Gegendarstellung. Im ersten Absatz
wird die Wortwahl von kreuz.net als falsch und „Phantasie“ bezeichnet. Im zweiten Absatz folgt: „Richtig
ist vielmehr, daß die Parlamentarische Versammlung des Europarates in der Resolution klargestellt hat,
daß im Spannungsfeld zwischen dem Grundrecht auf Religionsfreiheit und den Menschenrechten der Frauen
die letzteren den Vorrang genießen“ Das istz im Prinzip genau das gleiche, was die kreuz.net Redaktion
gesagt hat, nur ins Politikerdeutsch übersetzt. Hohles Gelaber, was man hier hört, ausgelöst durch
ein schlechtes Gewissen in Anbetracht der Tatsache, was das bedeutet.
#12 Sulpicius 15:24:14 | Sonntag, 4. Dezember 2005
Hier Zitat: 7.3. guarantee the separation between the Church and the State which is necessary to ensure
that women are not subjected to religiously inspired policies and laws (for example, in the area of family,
divorce, and abortion law);
Der Europarat … … bzw. seine parlamentarische Versammlung sind seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion
redundante Institutionen. Es braucht in Wirklichkeit weder ihn noch eine Frau Zapfl-Irgendwie. Was die
Agenda angeht: Einfach Pkt. 7.3 des am Ende des Artikels verlinkten Papiers lesen. Dort steht zu lesen,
daß Frauen u.a. was Abtreibung betrifft, nicht religiös inspirierten Politiken und Gesetzen unterworfen
werden sollen. Es ist also m.E. nach zulässig, diese einstmals sinnvolle internationale Organisation
als Debattierclub für linke Agendas zu kritisieren. Was anderes macht der Europarat (nicht zu verwechseln
mit dem „Europäischen Rat“ der EU), bei dem übrigens auch so „vorbildliche“ Demokratien wie Rußland
Mitglieder sind, nicht. Zudem ist er eine Versorgungsinstitution für die abgehalfterten Zapfls dieser
Welt. Daß diese Frau das Etikett „Christdemokratisch“ für sich in Anspruch nimmt, ist typisch. Nicht
nur für die Schweiz.
Unverstand Das, Sulpicius, ist natürlich (wie alles hier) deine Privatmeinung. Ich vermute mal, dass
es Menschen mit ideologischen Scheuklappen generell schwer fällt, bei den lieben Mitmenschen Verstand
in irgendeiner Form zu entdecken.
< 5%?! Erstens hat Knecht Rupprecht natürlich mal wieder Unrecht, wenn er die Parlamentarische Versammlung
des Europarates mit dem EU-Parlament verwechselt. Aber Hauptsache erst mal draufschlagen. Zweitens ist
es schon bezeichnend, wenn die von ihm favorisierten Parteien nicht einmal die 5%-Hürde schaffen. So
überzeugend können deren Argumente für Menschen mit gesunden Menschenverstand dann ja wohl nicht sein.
@Sirilio & @Knecht Ruprecht Natürlich geht es um die Parlamentarische Versammlung des Europa-Rates, das
hat mit dem EU-Parlament nichts zu tun. Frau Zapfl kommt aus der Schweiz (Google sei Dank…) und die
Schweiz ist ja noch nicht Mitgliedstaat der EU.
und was sagt die Redaktion von krez.net zum Vorwurf der „unehrenhaften Berichterstattung“? nichts? immerhin
dürfen ja auch bei den Postings „Beiträge, die dem Ansehen des Mediums schaden“ nicht gebracht werden;
@Knecht Ruprecht Bitte erst genau lesen, dann erst meckern! Hier geht es nicht um das europäische Parlament
(der EU), sondern um die Parlamentarische Versammlung des Europa-Rates. Und das ist etwas anderes!
„Die jetzige Mehrheit im EU-Parlament“ ist nicht nur ein Feind des Christentums, das ist zu kurz gegriffen.
Sie ist ein Feind Europas insgesamt, seiner Ethnien und Kulturen. Diese Mehrheit dient nur einem Herrn:
dem Mammon, goldenen Kalb. Deshalb wird, sollte sich am Mehrheitsverhältnis nichts ändern, Europa von
der Bühne abtreten müssen. richard
„Praktizierende Katholikin“ Ich möchte der Dame ja nicht zu nahetreten, aber diese Worte höre ich sehr
oft. Schaut man dann genauer hin, ist’s alles andere als katholisch…
Das europäische Parlament hat eine antichristliche Mehrheit Von daher ist es mir egal, welche Beschlüsse
dort fallen, als Bürger der EU der dem EU Parlament unterworfen ist, hab ich mich dem zu unterwerfen.
Die Bürger in der EU haben alle paar Jahre die Möglichkeit die Mehrheit im EU Parlament neu zu wählen.
Leider sind Christen schon dabe gezwungen schlechte Parteien zu wählen, weil die guten unter der 5% Hürde
bleiben und somit die verlorenen Stimmen für die schlechten nach dazuaddiert werden. DIe jetzige Mehrhei
im EU Parlament ist ein Feind des Christentums und mehr gibt’s da auch nicht zu philosophieren.