Kinderabtreibung
„Verletzung ihrer Menschenrechte im Namen der Religion“
„Ihre Berichterstattung zur Resolution Nr. 1464 (2005) zu Frauen und Religion in Europa, die am 4. Oktober 2005 von der Parlamentarischen Versammlung des Europarates debattiert, und mit überwältigender Mehrheit angenommen wurde, ist irreführend und tendenziös. Von Rosemarie Zapfl-Helbling, Berichterstatterin zum Thema „Frauen und Religion in Europa“, Parlamentarische Versammlung des Europarates
Insbesondere zitieren Sie falsch aus der Resolution. Weder die Resolution, noch der Bericht, auf dem Sie fußt – Dokument 10670, beide einsehbar auf der Internetseite des Europarates unter www.coe.int – behaupten etwa zur Abtreibung, „Gesetze, welche die unschuldigsten und wehrlosesten Mitglieder der EU schützen, stünden einem angeblichen Recht der Mutter auf Tötung ihres ungeborenes Kindes entgegen“, und „deswegen sei diese Gesetzgebung eine Form der ‘Intoleranz und Diskriminierung’“ (Zitate aus Ihrem Artikel vom 23.10.2005).

Diese Zitate entspringen allein Ihrer Phantasie.

Richtig ist vielmehr, daß die Parlamentarische Versammlung des Europarates in der Resolution klargestellt hat, daß im Spannungsfeld zwischen dem Grundrecht auf Religionsfreiheit und den Menschenrechten der Frauen die letzteren den Vorrang genießen.

Paragraph 7.1.1. der Resolution hält ausdrücklich fest, daß „der Religionsfreiheit durch die Menschenrechte Grenzen gesetzt sind“.

Dies gilt in den Augen der Versammlung für alle Religionen, nicht nur die katholische.

„Der Hauptfeind des europäischen Debattierclubs“, wie Sie die Versammlung nennen, ist nämlich nicht die katholische Kirche, sondern sind alle diejenigen, die im Namen der Religion – welcher auch immer –, die Menschenrechte der Frauen verletzten, indem sie Frauen und Mädchen ermorden, zwangsverheiraten, genital verstümmeln, ihre Bewegungsfreiheit eingrenzen, sie zwingen, sich religiös motivierten Kleiderordnungen zu unterwerfen, oder sie diskriminieren.

Mit Ihrer unehrenhaften Berichterstattung hingegen haben Sie sich nicht die „kommunistische Internationale“ zum Feind gemacht, sondern eine praktizierende Katholikin und gewählte Christdemokratin – und die große Mehrheit der Politiker aller Fraktionen der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, die für diese Resolution gestimmt haben, um Frauen vor der Verletzung ihrer Menschenrechte im Namen der Religion zu schützen.“

Link zum Original: assembly.coe.int
      
39 Lesermeinungen
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#39   Christin   10:24:38 | Mittwoch, 28. Dezember 2005
Im Namen der Religion darf nur eine Kultur des Lebens unterstützt werden
Im Namen (Gottes)der Religion dürfen keine Kriege geführt werden!
Aber verteidigen daf man sich,dass man überlebt!
Man muß im Namen der Religion NIE WIEDER Märthyrer sein,wenn man nicht will.
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#38   Benedikt   00:57:39 | Freitag, 9. Dezember 2005
@ progchrist
Na, dann legen Sie doch mal die Schwierigkeiten konkret dar. Das würde Ihrer Argumentation ungemein nutzen.
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#37   progchrist   23:42:42 | Mittwoch, 7. Dezember 2005
Benedikt
Sie haben geschrieben:
Es ist doch ganz einfach
genaus hier liegt der Unterschied zwischen uns, denke ich. Ich finde, das Problem ist ganz schwierig und gerade nicht durch einseitige moralische Verurteilung der Frauen zu lösen. Dahingegen denke ich, dass es besser ist, abtreibungswilligen und bereits abgetrieben habenden Frauen mit einem Höchstmaß an Verständnis und Nächstenliebe zu begegnen. Ersteren sollte man versuchen Alternativen zu ihrem Vorhaben aufzuzeigen. Ansonsten kann ich Ihren jüngsten Beitrag zumindest ein bisschen verstehen und auch respektieren, da ich Ihnen abnehmen kann, wie sehr Sie die Problematik schmerzt.
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#36   Benedikt   18:23:25 | Mittwoch, 7. Dezember 2005
@ progchrist
Das Interesse am ungeborenen Leben darf nicht in Repression gegen die Frau umschlagen.
Wo sehen Sie Repression, wenn jemand entschieden gegen die Abtreibung ist? Ist es zB Repression, wenn man eine Frau dafür moralisch verurteilt, dass sie ein Kind abtreibt, nur weil es zum falschen Zeitpunkt gekommen wäre? Solche aus reiner Bequemlichkeit resultierenden Motive können doch niemals über Leben und Tod entscheiden!
Es ist doch ganz einfach: Wenn es durch Aufklärung und Mission Grundkonsens der Gesellschaft wird, dass Abtreibung moralisch verwerflich ist, dann wird niemand ohne Weiteres auf die Idee kommen, ein Kind aus niederen Beweggründen abzutreiben. Es werden ja auch keine Säuglinge einfach so umgebracht, nicht nur weil das verboten ist, sondern weil es einem durch seine Erziehung und Implementierung in die Zivilisation klar ist, dass man so etwas nicht tut. Bei der Abtreibung dagegen hat man durch gegensätzliche Lehren und öffentlichen Äußerungen das Gefühl, als sei das ganze eine OP wie jede andere. Und genau dort muss man ansetzen.
Mir ist doch auch klar, dass das Rufen „Mörder, Mörder“ das Problem nicht löst.
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#35   progchrist   18:12:49 | Mittwoch, 7. Dezember 2005
@Benedikt
Nennen Sie doch ein paar Gründe, bei denen eine Abtreibung ihrer Meinung nach möglich wäre.
Zunächst: Mit „möglich“ meinen Sie sicher „moralisch“ bzw. „christlich“ vertretbar. Ich bin da jetzt ganz ehrlich: Ich weiß es nicht genau, weiss aber auch, dass dies keiner wirklich weiss. Wann genau beginnt „Leben“? Klar ist für mich, dass der Schutz für den Fötus in dem Maße zunehmen muss, wie die Schwangerschaft andauert. Klar ist auch, dass das heranwachsende Leben in dem Moment absolut geschützt werden muss, wo es selbständig lebensfähig wäre. Ich gehe sogar darüber hinaus und sage, der Schutz des Fötus muss noch weit früher ansetzen, nämlich schon direkt nach der Befruchtung. ABER: Das (christlich oder aus Gründen der Reproduktion motivierte) Interesse am ungeborenen Leben darf nicht in Repression gegen die Frau umschlagen. Sie ist es, die die Schwangerschaft trägt, es ist ihr Körper, wir können uns nicht anmassen, über sie zu entscheiden. Allerdings ist die Gesellschaft als Ganzes, aber auch die Menschen, die in direkter Verbindung zur schwangeren Frau stehen, aufgefordert, dafür zu sorgen, dass sich Frauen für das Kind entscheiden – ohne Druck auszuüben. Schwierig, ich weiss. Aber: Seltsamerweise funktioniert das ganz gut in den Niederlanden mit dem liberalsten Abbruchsrecht und der liberalsten Sexualmoral in Europa – sie haben die wenigsten Abbrüche relativ zur Anzahl an Schwangerschaften in Europa.
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#34   Benedikt   13:11:19 | Mittwoch, 7. Dezember 2005
@ wi-bi
Wenn ausschliesslich einer Minderheit Auflagen aufgetragen werden so spricht man von Diskriminierung.
Richtig, und deshalb gibt es hier keine Diskriminierung. Informieren Sie sich ruhig über Weihebeschränkungen, diese erschöpfen sich nämlich nicht in Leuten, die offen homosexuell sind. Da gibt es ein gutes dutzend anderer Gründe.
@ progchrist
Das ist eine unverschämte Unterstellung, ohne sachliche Grundlage, denn ich habe hier wiederholt deutlich gemacht, dass ich gegen Abtreibung bin, hierzu aber eine differenzierte Position vertrete, die zum Ziel hat, die Zahl der Abtreibungen zu reduzieren, ohne dabei die Grundrechte der Frauen zu verletzen.
Jo nicht aufregen, wenn man selber mit Unterstellungen daher kommt. Eine Differenzierung kann es bei einem Grundrecht wie das auf Leben nicht geben, es sei denn bei einer Abwägung Leben gegen Leben. Alle anderen Gründe sind zweitrangig, da Leben immer absolut geschützt wird. Nennen Sie doch ein paar Gründe, bei denen eine Abtreibung ihrer Meinung nach möglich wäre.
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#33   wi-bi   18:34:07 | Dienstag, 6. Dezember 2005
Ganz im Gegenteil Benedikt
Wenn ausschliesslich einer Minderheit Auflagen aufgetragen werden so spricht man von Diskriminierung. Sollte ich in meiner Firma jemanden nicht einstellen, weil er bekennender Katholik ist – so diskriminiere ich ihn schließlich auch.
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#32   progchrist   18:08:35 | Dienstag, 6. Dezember 2005
Benedikt
Sie haben geschrieben:
Sie sind de facto dafür, dass Millionen gezeugter Babys aus meist niederen Gründen ohne jede Chance auf Leben einfach entfernt werden, wie man es mit dem Wurmfortsatz tut.
Das ist eine unverschämte Unterstellung, ohne sachliche Grundlage, denn ich habe hier wiederholt deutlich gemacht, dass ich gegen Abtreibung bin, hierzu aber eine differenzierte Position vertrete, die zum Ziel hat, die Zahl der Abtreibungen zu reduzieren, ohne dabei die Grundrechte der Frauen zu verletzen.
Mit etwas Verwunderung nehme ich hingegen zur Kenntnis, dass Sie sich meine Unterstellung, Sie würden Frauen als Mörderinnen brandmarken, nicht gefallen lassen wollen. Ich schließe nun daraus, dass für Sie Abtreibung kein Mord ist. Oder sehe ich da wieder etwas falsch Ihrer Meinung nach? Seien Sie bitte mal ehrlich in Ihrer Antwort! Sind abtreibende Frauen für Sie Mörderinnen?
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#31   Benedikt   13:49:50 | Dienstag, 6. Dezember 2005
@ wi-bi
Eine Zulassungsbeschränkung ist für sie also eine Diskriminierung? Das sehe ich aber gar nicht so, dass ist das Recht einer jeden Firma/ Behörde/ Universität und eben auch Kirche. Und da liegt auch schon der Irrtum: Der Vatikan ist ein Staat, und Sie reden von der Kirche. Die Kirche bevorzugt die herkömmliche Familie, wer anderer Meinung ist, kann nicht leitender Mitarbeiter dort werden. Das ist nirgendwo auf der Welt anders.
Im übrigen habe ich ja festgestellt, dass Ihre Unterstellungen falsch sind und im Vatikan keine Verletzungen in diesen genannten Punkten vorliegen. Wenn Sie sich das nun zu eigen gemacht haben, so ist das erfreulich.
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#30   wi-bi   13:21:02 | Dienstag, 6. Dezember 2005
Benedikt
Nachdem sie ja fast alle Fragen selbst beantwortet haben fehlt nur noch die Sache mit der Diskriminierung.
Und hier muß ich Sie fragen, ob Ihnen das Homo-Dokument des Vatikans wieder aus Ihrer Erinnerung entwichen ist?
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#29   Benedikt   12:33:48 | Dienstag, 6. Dezember 2005
@ wi-bi
Diskriminierungsverbot, Meinungsfreiheit, Recht auf Selbstbestimmung, Gleichberechtigung von Mann und Frau
Ah ja? Und wo findet das bitte im Vatikan statt? Irgendwelche Belege?
Selbstbestimmungsrecht: Der Vatikan ist ein Zwergstaat, dessen Staatsangehöriger niemand so einfach werden kann. Wer dort ist, der ist dort aufgraund seiner Selbstbestimmung und in genauer Kenntnis der Sachlage.
Gleichberechtigung: In der Regierung sitzen keine Frauen, richtig. Soll aber auch anderswo nicht viel besser sein.
Diskriminierungsverbot: Wer wird denn im Vatikan diskriminiert? Belege?
Meinungsfreiheit: Die erfährt dort besondere Einschränkungen. Wie auch in Deutschland. Einen Paragraphen mit dem Inhalt des § 130 Abs 3 StGB gibt es beispielsweise in keinem (?) anderen Staat der Welt. In Deutschland ergibt sich das aus der Geschichte, im Vatikan aus der Religion, die dort Staatsreligion ist.
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#28   wi-bi   12:10:42 | Dienstag, 6. Dezember 2005
Benedikt
Ich meine natürlich die International Bill of Human Rights der Vereinten Nationen.
Und sicherlich entsprichen Abtreibungen nicht dem deutschen Recht. Deshalb sind Abtreibungen bei uns auch gesetzeswidrig. Es bleibt allerdings unter gewissen Umständen straffrei. Aber ich denke, das wissen Sie bereits.
Leider brodelt jeder sein eigenes Süppchen mit den Menschenrechten. Da müssen wir nicht erst den Blick auf den Vatikan richten, da gibt es in der Tat schlimmere Staaten. Nichtsdestotrotz missachtet der Vatikan einige der wenigen Grundsätze. Diskriminierungsverbot, Meinungsfreiheit, Recht auf Selbstbestimmung, Gleichberechtigung von Mann und Frau – um nur einige zu nennen.
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#27   Benedikt   11:41:18 | Dienstag, 6. Dezember 2005
@ wi-bi
Laut UN-Pakt beginnt Leben erst mit der charakteristischen Eigenschaft der Lebewesen. Das ist natürlich etwas philosophisch ausgedrückt, es bedeutet aber mit der Geburt erhält das Kind Menschenrechte. Nicht vorher.
Das mag nicht Katholisch sein
Tja, und es entspricht nicht einmal der deutschen Rechtslage (Erbrecht). Welchen UN-Pakt meinen Sie? Die Allg. Erklärung der Menschenrechte? Die hat nichtmal verbindlichen Charakter, sonst dürfte es nirgendwo mehr die Todesstrafe geben. Der Vatikan kann übrigens keine Dokumente unterschreiben (nur nebenbei) und solche im besonderen nicht, da sie Religionsfreiheit und – wie die EMRK – auch demokratische Standards vorschreiben, während der Vatikan eine absolute Monarchie ist. Der Vatikan hält sich aber offentsichtlich mehr an solche Grundsätze als Staaten, die zwar unterschrieben, sich aber danach nicht mehr darum gekümmert haben. Taten sprechen mehr als irgendwelche Unterschriften.
@ progchristEine solche Position ist ihrerseits aber auch wieder menschen- bzw. frauenverachtend.
Wie kommen Sie dazu, mir so etwas zu unterstellen, aber gleichzeitig die Abtreibung zu befürworten? Sie sind de facto dafür, dass Millionen gezeugter Babys aus meist niederen Gründen ohne jede Chance auf Leben einfach entfernt werden, wie man es mit dem Wurmfortsatz tut. Vielleicht überlegen Sie mal, was sie da „differenziert“ sehen wollen, bevor Sie mit solchen Kraftwörtern daherkommen.
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#26   wi-bi   10:30:41 | Dienstag, 6. Dezember 2005
Massenmord
ist es „nur“ aus theologischer Sicht. Eine befruchtete Eizelle oder ein Fötus im Frühstadium ist punktum noch kein Mensch.
Jedoch sollten wir uns Fragen, wieso überhaupt abgetrieben wird. Wer treibt überhaupt ab (junge oder ältere Frauen? Arme oder Reiche?)? Was sind die Bewegründe?
Ich habe hiervon leider überhaupt keine Ahnung, deshalb verstehe ich das Problem noch nicht im Ganzen. Wenn als Ziel weniger Abtreibungen stehen, sollte man auf jeden Fall diese Fragen beantworten können.
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#25   Stimme aus dem Tradiland   09:22:38 | Dienstag, 6. Dezember 2005
@ progchrist
Wenn man dem folgen will, das Recht auf Leben auf Leben undifferenziert und total bereits dem Fötus von der Stunde Null an anzuerkennen, dann hätten wir es in der Tat mit Massenmord zu tun.
Wir haben es mit Massemord, dem größten Verbrechen in der Geschichte der Menschheit zu tun!
Was „Frauen als Mörderinnen“ betrifft, so ist das typische Totschlagargument aus der Kiste der Massenmordlegalisierung (vulgo Straffreistellung der Abtreibung). Denn keineswegs sind nur die Frauen betroffen: Je nach Lage des Falles sind auch der Kindesvater, andere Verwandte und Freunde und in jedem Falle der Abtreibungsarzt, das Pflegepersonal, das übrige Klinkpersonal, der Anästhesist, das Wachpersonal, welches die Straßenberatung unterbinden soll, der Polizist, der ein ungerechtes Wegweiserecht ausspricht etc. mitverantwortlich.
Ob das objektive Verbrechen subj. als Mord anzusehen ist (und zwar moraltheologisch, nicht juristisch) hängt davon ab, welche Vorstellungen die Beteiligten haben. Glauben sie nicht, dass es um einen – ungeborenen – Menschen geht, ist ihre Schuld geringer, aber doch gegeben. Denn solange es die kath. Kirche gibt, wird niemand auf dieser Welt behaupten können, es hätte nicht immer Stimmen gegeben, die auf das Unrecht einer Abtreibung hingewiesen hätten!
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#24   progchrist   22:24:35 | Montag, 5. Dezember 2005
ich bin also…
… kein Christ, weil ich etwa nicht bereit bin, jenen zu folgen, die undifferenziert abtreibende Frauen in die Mörderinnenecke stellen? Danke für die Aufklärung…
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#23   Elendester Sünder   22:10:20 | Montag, 5. Dezember 2005
Nein, Prochrist,
du bist nicht allein mit deiner atheistischen Einstellung. Du hast fast die ganze Welt hinter dir.
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#22   progchrist   20:48:52 | Montag, 5. Dezember 2005
danke für die Klarstellungen
Danke zunächst an wi-bi, ich bin also nicht ganz allein mit meiner Forderung, solche schwierigen Themen differenziert anzugehen. Ein guter Beitrag zur Diskussion! Danke auch an Benedikt, zeigt diese Äusserung doch überdeutlich, wie recht ich hatte. Wenn man dem folgen will, das Recht auf Leben auf Leben undifferenziert und total bereits dem Fötus von der Stunde Null an anzuerkennen, dann hätten wir es in der Tat mit Massenmord zu tun. Eine solche Position ist ihrerseits aber auch wieder menschen- bzw. frauenverachtend.
Wie hochmütig und arrogant (ja und menschenverachtend) muss man sein, einer Frau, die aus einer Notlage heraus sich zu diesem Schritt entschieden hat, den Vorwurf zu machen, sie sei eine Mörderin?
Ich aber sage, das oberste Ziel muss sein, möglichst wenige Abtreibungen zu erreichen, denn es ist in der Tat ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft, dass so viele Frauen sich – aus welchen Gründen auch immer, das können nur sie selbst entscheiden, da kann ihnen niemand reinreden, auch die Kirche nicht – zu diesem Schritt entschließen. Aber man verbessert doch nichts an der Situation, wenn man diese bedauernswerten Frauen noch als Mörderinnen diffamiert! Wir müssen unsere Hilfe anbieten, aufklären, Verhütungsmittel empfehlen, damit es nicht zu so häufigen ungewollten Schwangerschaften kommt, etc. – Verantwortungsethiker sein also.
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#21   wi-bi   17:41:46 | Montag, 5. Dezember 2005
Benedikt
Ohne eine Wertung abgeben zu wollen hier ein kleine Korrektur Ihres Beitrags:
Das Recht auf Leben.
Abgesehen davon, dass eine befruchtete Eizelle (bzw. ein Fötus) überhaupt keine Menschenrechte besitzt haben Sie die Definition des Rechts auf Leben vergessen. Laut UN-Pakt beginnt Leben erst mit der charakteristischen Eigenschaft der Lebewesen. Das ist natürlich etwas philosophisch ausgedrückt, es bedeutet aber mit der Geburt erhält das Kind Menschenrechte. Nicht vorher.
Das mag nicht Katholisch sein, aber der Vatikan hat’s ja bis heute auch noch nicht unterschrieben.
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#20   Benedikt   17:20:23 | Montag, 5. Dezember 2005
@ progchrist
1. ein Kind ist ein Kind bereits nach der Empfängnis.
Richtig. Was spricht gegen diese Annahme?
2. ab diesem Moment steht das Recht des Fötus (ist ja ein Kind) über dem Recht der Frau auf Handlungsfreiheit
Ja. Und? Die Handlungsfreiheit ist eines der am stärksten eingeschränkten Rechte. Das ganze Strafgesetzbuch schränkt Ihre Handlungsfreiheit ein, ebenso das Strafvollzugsgesetz, das Polizeigesetz und seine Spezialgesetze, sogar einige Grundrechte schränken die Handlungsfreiheit ein, zB das Recht auf Leben, welches in der Rangfolge ziemlich weit oben steht. Ich sehe nicht, warum jemand aus einem Bedürfnis nach Handlungsfreiheit das Recht haben sollte, ein Kind umzubringen. Die Abwägung Leben – Bedürfnis müsste es auch für Sie an den Tag legen.
3. Jede Schwangerschaft MUSS ausgetragen werden.
Mit der Ausnahme, wenn aus einem Grund zwischen dem Leben der Frau und dem des Kindes abgewogen werden muss.
Ihre Mahnungen zur Differenzierung sind – entschuldigen Sie – dummes Zeug. Wenn ich einen dreijährigen töte, weil er mich nervt oder ich ihn nicht mehr will, kommen Sie dann auch mit dem differenzieren? Da besteht aber kein Unterschied!
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#19   Rudolphus   17:08:18 | Montag, 5. Dezember 2005
@progchrist
Vergelt’s Gott für die klare Darstellung der christlichen Lehre.
Ein Kind ist ein Kind – vom ersten Augenblick der Empfängnis an!
Mögen alle ungeborene Kindern in Todesnot unter dem Schutz der Unbefleckten Empfängnis stehen!
Immaculata Conceptio, ora pro nobis!
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#18   progchrist   16:54:22 | Montag, 5. Dezember 2005
viroblationis
Sie müssten also mit dieser wenig differenzierten Position konsequenterweise zu folgenden absoluten Erkenntnissen kommen:
1. ein Kind ist ein Kind bereits nach der Empfängnis.
2. ab diesem Moment steht das Recht des Fötus (ist ja ein Kind) über dem Recht der Frau auf Handlungsfreiheit (oder ion den USA „right to privacy“).
3. Jede Schwangerschaft MUSS ausgetragen werden.
4. Frauen, die abtreiben – egal, zu welchem Zeitpunkt – sind Mörderinnen.
Wenn Sie nicht differenzieren, ist dies exakt die Position, zu der Sie kommen müssen. Willkommen im Mittelalter!
Wollen Sie das wirklich????
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#17   virOblationis   08:47:04 | Montag, 5. Dezember 2005
Kindstötungen
Man kann so lange differenzieren, wie man will – am Ende kommt es nur darauf an, ob ein Kind umgebracht wird oder nicht.
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#16   progchrist   02:38:03 | Montag, 5. Dezember 2005
entsetzt…
ich kann nur sagen, ich bin entsetzt über soviel Unsinn, den Gläubige und die Kreuz-net verzapfen. Abtreibung ist ein ganz schwieriges Thema, dem man sich differenziert annehmen sollte und nicht pauschalisierend und vor allem nicht mit der Intention, gewählte PolitikerInnen in eine Ecke zu stellen, in der sie als Mörder erscheinen bzw. als Helfershelfer für Mörder. Was sind das für „Gläubige“, die so etwas tun? Lasst euch gesagt sein, dass ihr euch keineswegs „christlich“ verhaltet…Ich habe immer gedacht, solche Fundamentalisten gäbe es nur in den USA, wo ich mich gerade aufhalte…
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#15   Midshipman Casey   18:15:48 | Sonntag, 4. Dezember 2005
@ copertino: Wundert mich …
… nicht. Schließlich fällt der Dame nicht mal auf, daß es absurd ist, sich als „gewählte Christdemokratin“ zu bezeichnen und gleichzeitig ein Papier zu verteidigen, das fordert, Gesetze sollen keinesfalls aus religiösen Normen heraus inspiriert sein.
Warum dann überhaupt Christdemokraten in der Politik? Was soll dann das C vor der Partei?
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#14   Copertino   17:27:43 | Sonntag, 4. Dezember 2005
Frau Zapfl kämpfte für die „Fristenregelung“!
www.nzzprint.ch/…es/nzz_16_3_2002.pdf
Frau Zapfl unterstützte die Schweizer Bundesrätin Ruth Metzler in ihrer Taktik, in der Schweiz die „Fristenregelung“ einzuführen. Logisch, dass ihr der Artikel nicht passte. Wem man auf den Fuss tritt, der schreit normalerweise laut auf.
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#13   Benedikt   16:40:07 | Sonntag, 4. Dezember 2005
@ Yersinia
Was sollte die Redaktion dazu sagen. Was hier steht ist keine Gegendarstellung. Im ersten Absatz wird die Wortwahl von kreuz.net als falsch und „Phantasie“ bezeichnet. Im zweiten Absatz folgt:
„Richtig ist vielmehr, daß die Parlamentarische Versammlung des Europarates in der Resolution klargestellt hat, daß im Spannungsfeld zwischen dem Grundrecht auf Religionsfreiheit und den Menschenrechten der Frauen die letzteren den Vorrang genießen“
Das istz im Prinzip genau das gleiche, was die kreuz.net Redaktion gesagt hat, nur ins Politikerdeutsch übersetzt. Hohles Gelaber, was man hier hört, ausgelöst durch ein schlechtes Gewissen in Anbetracht der Tatsache, was das bedeutet.
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#12   Sulpicius   15:24:14 | Sonntag, 4. Dezember 2005
Hier Zitat:
7.3. guarantee the separation between the Church and the State which is necessary to ensure that women are not subjected to religiously inspired policies and laws (for example, in the area of family, divorce, and abortion law);
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#11   Midshipman Casey   14:56:28 | Sonntag, 4. Dezember 2005
Der Europarat …
… bzw. seine parlamentarische Versammlung sind seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion redundante Institutionen. Es braucht in Wirklichkeit weder ihn noch eine Frau Zapfl-Irgendwie.
Was die Agenda angeht:
Einfach Pkt. 7.3 des am Ende des Artikels verlinkten Papiers lesen. Dort steht zu lesen, daß Frauen u.a. was Abtreibung betrifft, nicht religiös inspirierten Politiken und Gesetzen unterworfen werden sollen.
Es ist also m.E. nach zulässig, diese einstmals sinnvolle internationale Organisation als Debattierclub für linke Agendas zu kritisieren. Was anderes macht der Europarat (nicht zu verwechseln mit dem „Europäischen Rat“ der EU), bei dem übrigens auch so „vorbildliche“ Demokratien wie Rußland Mitglieder sind, nicht.
Zudem ist er eine Versorgungsinstitution für die abgehalfterten Zapfls dieser Welt. Daß diese Frau das Etikett „Christdemokratisch“ für sich in Anspruch nimmt, ist typisch. Nicht nur für die Schweiz.
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#10   Sulpicius   14:50:00 | Sonntag, 4. Dezember 2005
@Krzyszek
mit ideologischen scheuklappen
Das sagt der Richtige…
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#9   Krzyszek   14:47:33 | Sonntag, 4. Dezember 2005
Unverstand
Das, Sulpicius, ist natürlich (wie alles hier) deine Privatmeinung.
Ich vermute mal, dass es Menschen mit ideologischen Scheuklappen generell schwer fällt, bei den lieben Mitmenschen Verstand in irgendeiner Form zu entdecken.
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#8   Sulpicius   14:24:21 | Sonntag, 4. Dezember 2005
„mit gesunden Menschenverstand“
Ich würde sagen, diesen findet man bei 80-90% der Europäer nicht mehr.
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#7   Krzyszek   14:18:30 | Sonntag, 4. Dezember 2005
< 5%?!
Erstens hat Knecht Rupprecht natürlich mal wieder Unrecht, wenn er die Parlamentarische Versammlung des Europarates mit dem EU-Parlament verwechselt. Aber Hauptsache erst mal draufschlagen.
Zweitens ist es schon bezeichnend, wenn die von ihm favorisierten Parteien nicht einmal die 5%-Hürde schaffen. So überzeugend können deren Argumente für Menschen mit gesunden Menschenverstand dann ja wohl nicht sein.
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#6   LukreciaB   12:23:29 | Sonntag, 4. Dezember 2005
@Sirilio & @Knecht Ruprecht
Natürlich geht es um die Parlamentarische Versammlung des Europa-Rates, das hat mit dem EU-Parlament nichts zu tun. Frau Zapfl kommt aus der Schweiz (Google sei Dank…) und die Schweiz ist ja noch nicht Mitgliedstaat der EU.
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#5   Yersinia   12:09:28 | Sonntag, 4. Dezember 2005
und was sagt die Redaktion von krez.net zum Vorwurf der „unehrenhaften Berichterstattung“?
nichts? immerhin dürfen ja auch bei den Postings „Beiträge, die dem Ansehen des Mediums schaden“ nicht gebracht werden;
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#4   Sirilo   11:34:12 | Sonntag, 4. Dezember 2005
@Knecht Ruprecht
Bitte erst genau lesen, dann erst meckern!
Hier geht es nicht um das europäische Parlament (der EU), sondern um die Parlamentarische Versammlung des Europa-Rates. Und das ist etwas anderes!
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#3   richard   11:34:01 | Sonntag, 4. Dezember 2005
„Die jetzige Mehrheit
im EU-Parlament“ ist nicht nur ein Feind des Christentums, das ist zu kurz gegriffen. Sie ist ein Feind Europas insgesamt, seiner Ethnien und Kulturen. Diese Mehrheit dient nur einem Herrn: dem Mammon, goldenen Kalb. Deshalb wird, sollte sich am Mehrheitsverhältnis nichts ändern, Europa von der Bühne abtreten müssen.
richard
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#2   Sulpicius   11:28:14 | Sonntag, 4. Dezember 2005
„Praktizierende Katholikin“
Ich möchte der Dame ja nicht zu nahetreten, aber diese Worte höre ich sehr oft. Schaut man dann genauer hin, ist’s alles andere als katholisch…
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#1   kreuzi   11:24:05 | Sonntag, 4. Dezember 2005
Das europäische Parlament hat eine antichristliche Mehrheit
Von daher ist es mir egal, welche Beschlüsse dort fallen, als Bürger der EU der dem EU Parlament unterworfen ist, hab ich mich dem zu unterwerfen. Die Bürger in der EU haben alle paar Jahre die Möglichkeit die Mehrheit im EU Parlament neu zu wählen. Leider sind Christen schon dabe gezwungen schlechte Parteien zu wählen, weil die guten unter der 5% Hürde bleiben und somit die verlorenen Stimmen für die schlechten nach dazuaddiert werden. DIe jetzige Mehrhei im EU Parlament ist ein Feind des Christentums und mehr gibt’s da auch nicht zu philosophieren.
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