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Mittwoch, 30. November 2005 16:02
Der Teufel fürchtet die lateinische Sprache
Ein italienischer Diözesanbischof, der sich – wie es sein Amt vorsieht – regelmäßig als Exorzist betätigt, erklärte kürzlich, daß er die Teufel auf Lateinisch zur Hölle jage. Und das aus gutem Grund.
Links: Bischof Andrea Gemma Rechts: Ausschnitt einer Darstellung des Heiligen Erzengels Michael von Guido Reni († 1642)
Links: Bischof Andrea Gemma
Rechts: Ausschnitt einer Darstellung des Heiligen Erzengels Michael von Guido Reni († 1642)
(kreuz.net, Isernia) Der Bischof von Isernia in Süditalien, Mons. Andrea Gemma (74), ist weit über seine Diözese hinaus als Exorzist bekannt.

In Presseberichten erhielt er als Teufelsaustreiber schon die Titulierungen „Feind Satans“ und „Held der Söhne der Schuld“. Mons. Gemma nimmt mehrmals pro Woche Exorzismen vor. Er hat zur Teufelsaustreibung auch zahlreiche Bücher verfaßt.

Beim zweiten Exorzismus-Kurs an der päpstliche Hochschule ‘Regina Apostolorum’ der Legionäre Christi hielt Bischof Gemma Mitte Oktober eine Einführungsvorlesung.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur ‘AFP’ warnte der Bischof kürzlich davor, zuhause mit dem Exorzismus zu spielen. Die Information wurde am Sonntag von dem traditionellen US-Forum ‘Angelqueen’ im Internet veröffentlicht.

Des Bischofs Rat für alle, die sich dem Einflußbereich des Teufels entziehen wollen: „Lebe ein heiliges Leben, arbeite hart und weihe dich der Gottesmutter.“

Er besitze – verriet der Exorzist – außerdem eine „geheime Waffe“ gegen Satan: „Wenn ich Lateinisch spreche, antwortet mir der Teufel auf Latein. Doch er empfindet Greuel vor dieser Sprache.“

Ein Teilnehmer im Forum von ‘Angelqueen’ schlug angesichts des bischöflichen Bekenntnisses vor, den Rosenkranz so oft wie möglich lateinisch zu beten. „Versetzen wir den Dämonen in der Hölle jene Fußtritte, die sie schon wegen ihrer Versuchungen zur läßlichen Sünde verdienen.“

Ein anderer stieg auf den Vorschlag ein. Er werde ab jetzt beim Rosenkranz die Kirchensprache verwenden. Der Gedanke, den Teufeln zu schaden und die Engel zu erfreuen, motiviere zum lateinischen Gebet.

Ein weiterer Forumsteilnehmer ernüchterte die euphorische Diskussion um die Kirchensprache:

„Episcopi presbyterique non solum nesciunt, sed etiam linguam latinam scire nolunt“ – zu Deutsch: „Bischöfe und Priester sind der lateinischen Sprache nicht nur unkundig, sondern sie wollen sie auch nicht kennen.“
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Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 38 Lesermeinungen:
Dienstag, 18. April 2006 16:41
expedit: Heilige Sprachen?
Sofern es Sprachen geben sollte, die nur für liturgische Zwecke verwendet werden sollten, wie z.B. aramäisch, alt-griechisch oder lateinisch, so könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass die Wirkung dieser Sprache(n) wesentlich intensiver ist als die sogenannten profanen, weltlichen Sprachen!
Oder?
Freitag, 3. März 2006 10:25
Roswitha: Hallo
Wer ernsthaft glaubt, dass der Teufel eine Sprache liebt und eine andere verabscheut, der sollte ernstlich nach einem guten Therapeuten suchen!

Heinrich Spoerl schrieb:

der Teufel ist eine Erfindung des Menschen. Nach seinem eigenen Bilde erschuf er ihn.

Bedenken Sie das bei weiteren „Teufelsaustreibungen“ – es ist der TEUFEL IN IHNEN SELBER –-- nicht der Teufel im kranken Mensch. Da wird Haldol wohl eher das Mittel der Wahl sein.

LG

Rosi
Dienstag, 13. Dezember 2005 09:34
steymard †: Von der Redaktion entfernt
Mittwoch, 7. Dezember 2005 12:18
Athanasius: Na steymard
I. Sacramentum Ordinis ist nicht „unfehlbar“, und viel weniger bedeutet es dass jeder andere Ritus ungültig ist. Die Ostriten verläufen ganz anders und sind umso gültiger. Natürlich ist die Gültigkeit der Neuen Weihen von Paul VI. nicht sicher, wenn man davon ausgeht, daß er überhaupt kein Papst war. Aber sogar dann soll man theologisch ehrlich bleiben und gestehen, daß in den neuen Weihen auch die Bedeutung und Gnade des Sakramentes explizit genannt werden.

II. Passen sie auf jeden zu schnell zu verurteilen. Vor allem den Laien der „NOvus Ordo Sekte“ wie sie sie nennen, soll man nicht zu schnell etwas vorwerfen.

III. „Wer glaubt er stehe, soll aufpassen, damit er nicht selbst fällt!“ – Trotz ihrer Rhetorik muss ich also feststellen, daß der konziliäre Klerus gültig exorzieren kann. (Dieser Bischof auch, denn er wurde 1953 Priester geweiht.)

IV. Ich spiele nicht die Wichtigkeit der Ablehnung des Neo-Modernismus und falschen Ökumenismus hinunter, will aber nur sagen, dass man nicht leicht die Intention eines jeden richten kann.
Mittwoch, 7. Dezember 2005 08:32
steymard †: an athanasius
Ich möchte vollstaendigkeitshalber aus der Hlg.Schrift zitieren,da diese ja das unfehlbare und unirrbare Wort Gottes ist.Darin heißt es doch
„Herr,haben wir nicht in Deinem Namen gepredigt,Teufel ausgetrieben,wunder gewirkt“.Wie Sie alle sehr gut wissen,antwortete Ihnen der Herr“ Weichet von mir,ihr Bösewichte“ und warf sie ins Dunkel,dort wo heulen und zaehneknirschen sind.
Wie gesagt,ohne Beknntnis des wahren katholischen Glaubens ist alles umsonst und ungültig.Alle Paepste wußten das und Papst Pius XII hat nun mal für alle Zeiten verbindlich und unfehlbar festgesetzt,wie die Weihen ablaufen müssen.Jeder muß sich daran halten.
P.S ich weiß,daß die Novus Ordo Sekte sich nicht daran haelt,aber das nur,weil sie eine neue apostatische Religion ist,die nichts mit dem katholischen Glauben zu tun hat,auch wenn sie verleumderischer Weise für sich die Bezeichnung katholische Kirche beansprucht.Ich habe vor,in meinen naechsten artikeln,beispiele zu liefern.
Ich möchte dabei alle Katholiken aufrufen,sich daran zu beteiligen.
Dienstag, 6. Dezember 2005 19:58
Athanasius: Sacramentum Ordinis, 1947 galt nur…
…für den Römischen Ritus.

Und eine Änderung heisst nicht automatisch eine Invalidierung. Die anderen Riten haben ja ganz andere essentielle Forme/Worte für Gültigkeit.
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