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Donnerstag, 2. Dezember 2004 15:45
Steile Karriere
Der Papst hat einen neuen Weihbischof für die Erzdiözese Tokio ernannt. Hochwürden Koda kann auf eine nicht alltägliche Karriere zurückblicken.
(kreuz.net, Vatikan) Der Heilige Vater, Papst Johannes Paul II., hat gestern einen neuen Weihbischof für die Erzdiözese Tokio ernannt. Es handelt sich um den Priester James Kazuo Koda (49). Bisher war Hochwürden Koda Direktor des Pastoralamtes der Erzdiözese Tokio.

Da jeder Bischof – auch ein Weihbischof – auf einen Bischofssitz geweiht werden muß, wurde dem neuen Weihbischof der nicht mehr existierende Bischofssitz von Sinnada in Mauretanien formell zugewiesen. Mauretanien ist eine islamische Republik am Atlantik in Westafrika.

Hochwürden Koda wurde am 11. März 1955 in der Präfektur von Tschiba, in der Nähe von Tokio (mittlere Ostküste), geboren. An seine Taufe wird er sich noch gut erinnern, denn sie fand erst im Jahre 1976 statt. Der heutige Weihbischof war damals ein 21jähriger Student in Tokio.

Vor seinem Eintritt ins Priesterseminar beendigte der Neugetaufte sein Jus-Studium mit dem Doktorat. Danach schloß er das Theologiestudium an und wurde am 3. März 1985 zum Priester für die Erzdiözese Tokio geweiht.

Es folgten verschiedene Etappen des Priesterlebens des neuen Weihbischofs. Hochwürden Koda wurde Kaplan, später Pfarrer und schließlich Moderator im Priesterseminar in Tokio. Außerdem nahm er verschiedene Verantwortungen auf diözesaner Ebene wahr.

Der erste christliche Missionar in Japan war der hl. Franz Xaver. Der Jesuitenheilige landete im Jahre 1549 in Kagoschima am südlichsten Zipfel des Landes unweit von Nagasaki.

Dreißig Jahre später gab es in Japan bereits 150.000 Katholiken.

Hundert Jahre nach der ersten Ankunft des hl. Franz Xaver kam es zu schweren Christenverfolgungen mit tausenden von Märtyrern.
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2 Lesermeinungen:
Donnerstag, 2. Dezember 2004 22:57
Elisabeth: Japan
Es gibt in Japan nur sehr wenige Katholiken.
Außerdem probieren viele Japaner gern auch verschiedene Religionen aus.
Auch die Jesuiten sind in Tokyo vertreten mit ihrer Universität ,und haben ein sehr gutes Ansehen.

Und eines Tages gibt es auch wieder wesentlich mehr Katholiken in Europa!

Gruß,
Elisabeth
Donnerstag, 2. Dezember 2004 19:46
Dolfus: Mission heute?
Schade, daß die organisierte katholische Mission fast völlig zum Erliegen gekommen ist. Was haben sie damals anders gemacht als heute? Zumindest war damals auch noch die Mehrheit der Europäer katholisch.
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