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Freitag, 2. Dezember 2005 09:24
Eine Erklärung für die Rivalitäten und Eifersüchteleien unter Priestern?
„In gleichgeschlechtlichen Gruppen kann man bei homosexuellen Männern sehr oft feststellen, daß es um Phänomene wie Eifersucht und Klüngelei geht.“ ‘Radio Vatikan’ sprach gestern mit dem Psychologieprofessor Pater Hans Zollner, der an der von den Jesuiten geführten päpstlichen Universität Gregoriana lehrt.
Ein Punkt, der besonders viel Widerspruch provoziert, ist die in dem jüngsten vatikanischen Dokument über Priestertum und Homosexualität gemachte Feststellung, daß Homosexuelle sich in einer Situation befinden, „die sie in schwerwiegender Weise daran hindert, korrekte Beziehungen zu Männern und Frauen aufzubauen“. Was bedeutet das konkret?

Pater Zollner: Aus der Psychologie, aber auch aus den Beratungen und Begleitungen, die ich selber durchgeführt habe, geht hervor, daß sich bei sehr vielen homosexuellen Männern, Ordensleuten und auch Priestern – ich habe vor allem mit Priesterkandidaten zu tun – die Frage stellt: Wie kann ich mein äußeres Leben, meine Rolle als Priester und Theologe, in Einklang bringen mit der Stellung der Kirche zum Thema Homosexualität?

Bezogen auf die Frage nach den Beziehungen ist festzustellen, daß sehr viele Homosexuelle in gleichgeschlechtlichen Zirkeln entweder sehr abhängig werden oder sehr starke Konkurrenz, bisweilen sogar Rivalität entwickeln.

Und gegenüber Frauen?

Pater Zollner: Gegenüber Frauen ist sehr oft eine Abwertung oder auf jeden Fall eine Scheu vorhanden. Diese ist sehr oft darauf zurückzuführen, daß Männer mit homosexuellen Neigungen sich besonders qualifizieren und sich beweisen müssen, weil sie eben auf der Suche nach einer festen und stabilen Identität sind.

Wie sieht das konkret aus? Wie verhält sich ein homosexueller Mann unter Männern?

Pater Zollner: In gleichgeschlechtlichen Gruppen kann man bei homosexuellen Männern sehr oft feststellen, daß es um Phänomene wie Eifersucht und Klüngelei geht. Das ist für kirchliche Kreise eine schwierige Frage, wenn homosexuelle Priester ihre jeweiligen Freunde, Bekannten oder auch homosexuelle Partner nachziehen und so eine Seilschaft entstehen würde, die nicht auf Qualifikation beruht, sondern darauf, daß eine gegenseitige Anziehung vorhanden ist.

Was raten Sie als Psychologe und Seelsorger einem jungen Mann, der die Berufung zum Priester spürt, aber homosexuell ist? Soll er zuerst versuchen, heterosexuell zu werden? Oder ist der junge Mann für das Priesteramt von vorneherein verloren?

Pater Zollner: Nein, ich glaube nicht, daß er verloren ist, wenn er sich wirklich auf die Suche nach den Gründen macht, warum er sich so erlebt. Meines Erachtens sind sehr viele Menschen, die sich als homosexuell erleben, nicht in diesem Sinn ausschließlich tief verwurzelt homosexuell.

Das Problem ist heute, daß durch die gesellschaftliche Anerkennung der Homosexualität, die schon sehr weit gediehen ist, viele glauben, Homosexualität sein eine völlig problemlose Variante der menschlichen Sexualität. Ich glaube das tatsächlich nicht.

Ich glaube, daß bei fast allen – jedenfalls bei denen, mit denen ich gearbeitet habe oder die ich kennen gelernt habe – eine wesentliche Frage an der Wurzel ihrer Suche nach sexueller Identität steht, nämlich: ‘Wie komme ich in Einklang mit dem, der ich bin?’

Wenn ein junger Mann, der sich als homosexuell empfindet, die Frage hat: ‘Will ich Priester werden?’, dann soll er sich eine gute Begleitung suchen und soll auch auf diese Frage entsprechend eingehen. Das verlangt einen hohen Grad an Ehrlichkeit. Das verlangt einen hohen Grad an Mut, auch über mich selber zu reden.

Wir wissen alle von den grauenhaften Mißbrauchsfällen durch katholische Priester. Sie sind auf jeden Fall und kompromißlos zu verurteilen. Aber ist denn aus psychologischer Sicht ein homosexueller Priester ein schlechter Priester?

Pater Zollner: Natürlich nicht. Ich kenne sehr viele homosexuelle Priester, die heute einen guten Dienst tun. Aber ich kenne auch sehr viele homosexuelle Priester, die ganz massive Schwierigkeiten haben in ihrer Identitätssuche für sich selber und in der Weise, in der diese Identitätssuche Energie und Zeit verschlingt, die sie eigentlich dafür nutzen sollten, daß sie Menschen angemessen begleiten können auf ihrem Weg zu Gott.

Das Gespräch führte Gudrun Sailer von Radio Vatikan.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 45 Lesermeinungen:
Samstag, 3. Dezember 2005 19:54
private-notes: Eitles Geschwätz
Man mag mir den groben Ausdruck verzeihen – aber so empfinde ich es, wenn ich mir die kleinen Wortgefechte hier durchlese.
Hier geht es wohl nicht mehr um Verständnis, Nächstenliebe und gittgewollte Menschlichkeit, sondern um adjektivlastigen Rabulismus.
Nun gut, die Kirche hatte 2000 Jahre Zeit um zu lernen, wie sie ihre Inhalte rhetorisch zu vertreten hat.

An Hand der Argumentation ist jedoch leicht zu erkennen, dass es hier nicht mehr um Bekehrung und Missionierung geht, darum, Jesus Christus und seine Lehren dem Menschen nahe zu bringen, sondern einfach nur noch darum, im Parlieren zu gewinnen.

Die Herrschaften der katholischen Kirche, des katholischen Glaubens können wirklich prächtig argumentieren – christlich im Sinne dessen, was Jesus vermitteln wollte, sind sie allesamt in ihrer Eitelkeit und Überheblichkeit nicht.
Samstag, 3. Dezember 2005 18:40
Le Trot: @An – Cairochon – meinen nachdenklichen Kumpel!
Ich kann es Ihnen nicht übel nehmen denn woher sollten Sie auch den Unterschied zwischen einer tuntig schwuchteligen Wesensart und einer guten Erziehung kennen.

Mensch Cairochon, alter Junge, dass Sie sich immer gleich so ertappt fühlen.

Anhand Ihrer Beiträge kann man nur vermuten das Ihr Elternhaus in diesem Punkt kläglich versagt hat.

Liebe Redaktion, lassen Sie diese Vermutung stehen. Es zeigt auf beeindruckende Weise die Hilflosigkeit meines Kumpels Cairochon, der Verwandschaftsgrade in seine Überlegungen miteinbeziehen muss.

Sie haben mich jetzt doch zum Nachdenken gebracht ob ich mich nicht doch zu Jesus bekennen sollte um mir eine Platz im Himmel zu reservieren.

Das freut mich. Doch bekehren Sie sich zuerst und bekennen Sie dann.

Die Vorstellung die Ewigkeit mit Ihnen zu verbringen bereitet mir nämlich Übelkeit.

Wir werden nicht alle den gleichen Grad der Seligkeit erlangen. Von daher ist ein Treffen eher unwahrscheinlich. Trotzdem würde ich mich im Gegensatz zu Ihnen freuen, Sie an der Himmelspforte begrüssen zu dürfen.

Nicht ohne, dass ich Ihnen, allen Schreibern und Mitlesenden einen gesegneten 2. Advent wünsche, dürfen Sie nun für heute in dieser Sache das letzte Wort haben.

Herzlichst Ihr Le Trot
Samstag, 3. Dezember 2005 18:23
cairochon: @Le Trot
Dass Sie und Ihresgleichen sich jedesmal mimosenhaft verhalten spricht für Ihre in Leib und Seele übergegangene tuntig schwuchtelige Wesensart. Hei-tei-tei jemand aus der bösen Welt des überholten römisch katholischen Glaubens hat mich beleidigt

Ich kann es Ihnen nicht übel nehmen denn woher sollten Sie auch den Unterschied zwischen einer tuntig schwuchteligen Wesensart und einer guten Erziehung kennen. Anhand Ihrer Beiträge kann man nur vermuten das Ihr Elternhaus in diesem Punkt kläglich versagt hat.

Cairochon

P.S.: Sie haben mich jetzt doch zum Nachdenken gebracht ob ich mich nicht doch zu Jesus bekennen sollte um mir eine Platz im Himmel zu reservieren. Die Vorstellung die Ewigkeit mit Ihnen zu verbringen bereitet mir nämlich Übelkeit.
Samstag, 3. Dezember 2005 18:22
Evelin: @ cairochon
Das hat nichts mit „Wahrheit“ zu tun – das ist reine Willkür.

Das mag Ihnen subjektiv so vorkommen.

Wollen Sie mir jetzt sagen das ein Katholik mich jederzeit persönlich beleidigen darf und ich dazu zu schweigen habe?

Nein.

Soll das bedeuten das ein Katholik Unwahrheiten verbreiten darf und ein Nicht-Katholik selbst für die Wahrheit bestraft wird?

Nein.

Ich nehme mir nicht heraus über Jesus zu urteilen.

Gut!

Jedoch sollten Sie mir eigentlich zustimmen das Jesus und Kirche nicht gleichwertig sind.

Ja insoferne Schöpfer und Geschöpfe nicht gleichwertig sein können. Allerdings ist die Kirche in ihrer eigentlichen Natur Corpus Christi Mysticum.

Auch die Kirche ist nicht unfehlbar und nicht alles was die Kirche verbreitet entspricht der Wahrheit.

Unfehlbar sind die ex cathedra Lehrentscheidungen des Hl. Vaters. Wer diese wiedergibt, gibt Unfehlbares wieder. Es gibt Dinge, über die redlicher Weise diskutiert werden darf. Die Lehre der Kirche zur HS ist in Wirklichkeit nicht disponibel, weil sie mit zahlreichen verpflichtenden Lehren der Kirche und Christi verknüpft ist, etwa zur Erbsünde, Schöpfung und Ehe.

Gleiches gilt für den Katholiken an sich.
Das sowieso, schon deswegen, weil nicht jeder, welcher sich als katholisch bezeichnet oder von anderen bezeichnet wird, inhaltlich katholisch ist.

Der Gatte der Evelin
Samstag, 3. Dezember 2005 18:16
Le Trot: @An – Cairochon – meinen alten Kumpel!
Soviel Scheinheiligkeit ist schon nicht mehr zu ertragen.

Ich schliesse daraus, dass Sie nach Heiligkeit streben, was durchaus wünschenswert ist, da Sie scheinheiliges Verhalten so abgrundtief verachten. Ich bin aber gerne bereit einen Gang zurückzuschalten, wenn es Ihnen zu viel wird. Also, einen sanfteren Onlineexorzismus zu fahren.

Auf der einen Seite überschlagen Sie sich im Erfinden immer neuer beleidigender Schimpfworte (Schwuchtelposaunisten)und auf der anderen Seite wollen Sie ausgerechnet für eben diese von Ihnen Beleidigten beten?

Dass Sie und Ihresgleichen sich jedesmal mimosenhaft verhalten spricht für Ihre in Leib und Seele übergegangene tuntig schwuchtelige Wesensart. Hei-tei-tei jemand aus der bösen Welt des überholten römisch katholischen Glaubens hat mich beleidigt ). Mich hingegen stören Ihre Therapievorschläge nicht. Ich weiss, wer es schreibt.

„Ich hasse zwar diese abartigen Schwuchteln aber als guter Christ muss ich ja wohl oder übel für sie beten“

Das Sie „ab von der Art“ sind stimmt. Dass ich Sie hassen soll ist eine Erfindung Ihres verdrehten Geistes.

Sie legen hier ein Zeugnis über einen Glauben ab von dem man gar nicht anders kann als sich abzuwenden.

Na, da werde ich dann Rechenschaft ablegen müssen. Wir kommen uns näher Cairochon. Es gibt eine gerechte Strafe für böses Tun.
Samstag, 3. Dezember 2005 18:13
cairochon: @den Gatten der Evelin
Das hat nichts mit „Wahrheit“ zu tun – das ist reine Willkür.

Wollen Sie mir jetzt sagen das ein Katholik mich jederzeit persönlich beleidigen darf und ich dazu zu schweigen habe?

Soll das bedeuten das ein Katholik Unwahrheiten verbreiten darf und ein Nicht-Katholik selbst für die Wahrheit bestraft wird?

Ich nehme mir nicht heraus über Jesus zu urteilen. Jedoch sollten Sie mir eigentlich zustimmen das Jesus und Kirche nicht gleichwertig sind. Auch die Kirche ist nicht unfehlbar und nicht alles was die Kirche verbreitet entspricht der Wahrheit. Gleiches gilt für den Katholiken an sich.

Cairochon
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