Diese Woche hat sich die Internationale Theologenkommission in Rom versammelt. Die Theologen diskutierten dieses Mal über den Aufenthaltsort von Kleinkindern, die ohne Taufe sterben.
(kreuz.net, Vatikan) Die Vollversammlung der Internationalen Theologenkommission tagte von Montag bis
Freitag unter der Leitung des Präfekten der Glaubenskongregation, Erzbischof William Joseph Levada. Dieser
ist von Amtes wegen der Präsident der Kommission.
Erzbischof Levada erklärte laut einem Bericht von
‘Radio Vatikan’, daß die Diskussion um den Aufenthaltsort von ungetauften Kindern gut vorangegangen sei.
Nach alter kirchlicher Lehre muß ein ungetauftes Kind, das vor Erreichen seiner Verstandeskraft stirbt,
wegen der Heilsnotwendigkeit der Taufe von der Anschauung Gottes ausgeschlossen bleiben.
Sein Bestimmungsort
ist dann der sogenannte „Limbus Puerorum“, der Limbus der kleinen Kinder.
Im Limbus Puerorum – dem Aufenthaltsort
der ungetauften Kinder in der Ewigkeit – hat der Mensch Teil an einem rein natürlichen Glückszustand.
Er unterliegt somit keiner körperlichen Strafe wie in der Hölle.
Die Theologenkommission – ein beratendes
Gremium des Papstes, das keine lehramtliche Autorität besitzt – ist nun offenbar im Begriff, sich ausdrücklich
gegen diese Lehre auszusprechen.
Erzbischof Levada erklärte laut ‘Radio Vatikan’, daß heute die Zahl
der ungetauften Kinder wegen des gegenwärtigen kulturellen Relativismus und religiösen Pluralismus deutlich
zunehme.
Die Kirche könne nicht darauf verzichten, über das Los der Menschen, besonders der Schwächsten
und jener, die ihren Willen in Freiheit noch nicht gebrauchen können, nachzudenken.
Man könne – so
Erzbischof Levada – „guter Hoffnung“ sein, daß sich die von der Internationalen Theologenkommission unternommenen
Studien in angemessen kurzer Zeit auch in einem kirchlichen Dokument zu diesem Thema niederschlagen würden.
Pater Luis Ladaria SJ, der Generalsekretär der Kommission, unterstrich vor ‘Radio Vatikan’, daß zur
Frage des Limbus der Kinder keine dogmatische Definition vorliege.
Pater Ladaria ist Professor an der
Päpstlichen Jesuitenuniversität in Rom.
Gleichzeitig bekannte der Jesuit, daß man „über Jahrhunderte“
geglaubt habe, daß ungetaufte Kinder in den Limbus kommen. Doch dieser Glaube sei – will man dem Jesuiten
glauben – durch theologische und lehramtliche „Entwicklungen“ fraglich geworden.
Unter diesen Voraussetzungen
habe sich die Theologenkommission mit dem Problem beschäftigt: „Es gibt dazu noch keine definitive Aussage
der Kirche.“
Verständnisvoraussetzung sei, daß Gott das Heil aller“ – der Jesuit betonte dieses Wort –
wolle: „Wir müssen davon ausgehen, daß Christus für alleMenschen gestorben und die Kirche ein universales
Sakrament des Heils ist.“
Das sei vom Zweiten Vatikanischen Konzil gelehrt worden. Wenn man das berücksichtige,
dann stelle sich die Notwendigkeit der Taufe „in einem anderen Rahmen“.
Die britische Tageszeitung ‘Times’
berichtete bereits am Mittwoch, daß der Papst plane, die traditionelle Limbuslehre abzuschaffen.
Mit
Bezug auf vatikanische Quellen erklärte die Zeitung, daß Benedikt XVI. einem möglichen Vorschlag der
Kommission, die alte Limbuslehre abzuschaffen, wohl zustimmen werde.
Im Jahr 1984 hatte der damalige
Präfekt der Glaubenskongregation gegenüber dem italienischen Journalisten Vittorio Messori erklärt,
daß der Limbus niemals als endgültige Glaubenswahrheit definiert worden sei.
Er würde persönlich –
so der jetzige Papst vor mehr als 20 Jahren – die Lehre vom Limbus fallenlassen, da diese immer nur eine
„theologische Hypothese“ gewesen sei.
Der damalige Kardinal Ratzinger schränkte aber sogleich ein, daß
er als Theologe und nicht als Präfekt der Glaubenskongregation spreche.
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@ Milan Scout Einige Mitglieder unserer Kirche wollen wissen, oder glauben so ungefähr zu wissen wo die
ungetauften Kleinkinder sich nach ihrem Tode aufhalten. Da geht es nicht um die subjektive Meinung von
Diskutanten, sondern um die Lehre, die die Kirche immer verkündet hat und – bei der absoluten Heilsnotwendigkeit
der Taufe – auch dogmatisiert hat. Wer dieses Dogma ablehnt, soll nicht behaupten, katholisch zu sein.
Katechismen sollte man schon lesen = ideales Weihnachtsgeschenk Lieber Gatte der Evelin! Natürlich gibt
es noch mehr zur heiligen Taufe im Kompendium (Kurzkatechismus) der Katholischen Kirche, der übrigens
als Weihnachtsgeschenk sowohl gebunden als auch als Taschenbuch optimal geeignet ist. Und überhaupt meine
ich, daß alle Diskutanten versuchen sollten, sowohl den großen Katechismus der Katholischen Kirche als
auch das Kompendium desselben zu lesen. Denn erst dann besteht die gemeinsame Diskussionsbasis, nämlich
der wahre Glaube, die wahren Sakramente, die wahre Moral und das wahre Gebet. Wer diese beiden „nachkonziliaren“
Produkte von vorneherein oder inhaltlich (dogmatisch / sittlich) ablehnt – und es sind ganz hervorragend
gelungene – kann sich leider nicht mehr katholisch nennen.
#51 milan scout 16:30:26 | Montag, 5. Dezember 2005
Nach dem Tode von Kleinkinder Arroganter geht’s nicht mehr. Einige Mitglieder unserer Kirche wollen wissen,
oder glauben so ungefähr zu wissen wo die ungetauften Kleinkinder sich nach ihrem Tode aufhalten. Ist
das nicht Gotteslästerung pur? Wohin wir ( und auch die Kleinkinder) nach dem Tode kommen, gehen, was
wir sein oder nicht sein werden, weiss nur unser „oberste Chef“, den wir Gott nennen. Ein bisschen mehr
Ehrfurcht wäre angebracht. Vielleicht hilft ein bisschen weniger in die Bücher starren , nicht alles
glauben was in den Büchern steht und sich Bewusst werden, dass wir eigentlich nichts wissen über das
woher und wohin.
@ Gotthard – und? Der Widerspruch zwischen den beiden Bestimmungen – typisch V2 und post-V2 – fällt Ihnen
nicht auf? Das Wort „berechtigen“ ist problematisch. Denn wenn es ohnedies berechtigte Hoffnung für das
Seelenheil ungetaufter unschuldiger Kinderseelen gibt, wozu dann die Kindertaufe? Der Gatte der Evelin
KKK1261 Das sagt die Kirche: „Was die ohne Taufe verstorbenen Kinder betrifft, kann die Kirche sie nur
der Barmherzigkeit Gottes anvertrauen, wie sie dies im entsprechenden Begräbnisritus tut. Das große
Erbarmen Gottes, der will, daß alle Menschen gerettet werden’, und die zärtliche Liebe Jesu zu den Kindern,
die ihn sagen läßt: „Laßt die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran!“ (Mk 10,14), berechtigen
uns zu der Hoffnung, daß es für die ohne Taufe gestorbenen Kinder einen Heilsweg gibt. Die Kirche bittet
die Eltern eindringlich, die Kinder nicht daran zu hindern, durch das Geschenk der heiligen Taufe zu Christus
zu kommen.“ KKK 1261
@ Gotthard – Lehre der Kirche Ihre Theorien haben nichts mit dem Lehramt der Kirche zu tun. Sogar der
KKK schreibt in Punkt 1250 folgendes vor: Da die Kinder mit einer gefallenen und durch die Erbsünde befleckten
Menschennatur zur Welt kommen, bedürfen auch sie der Wiedergeburt in der Taufe, um von der Macht der
Finsternis befreit und in das Reich der Kinder Gottes versetzt zu werden, zu der alle Menschen berufen
sind. Daß die Heilsgnade ungeschuldet ist, tritt in der Kindertaufe besonders klar zutage. Die Kirche
und die Eltern würden dem Kind die unschätzbare Gnade vorenthalten, Kind Gottes zu werden, wenn sie
ihm nicht schon bald nach der Geburt die Taufe gewährten. @ turk: Sollte im Kompendium nicht mehr zur
Taufe stehen, müßte man das als manipulative Auswahl ablehnen (abgesehen davon, dass der KKK ohnedies
nicht mängelfrei ist). @ Marcel: Immer klarer erscheint, dass Erzbischof Marcel Lefebvre nicht nur ein
Heiliger der Kirche, sondern sogar ein Prophet war. Was er angekündigt, trift ein! Der Gatte der Evelin
Unwissenheit schützt vor Strafe-(gilt das auch im Staat?) *Vater,vergibt ihnen,denn sie wissen nicht…
(sie glauben)* Was ich nicht weiß,macht mich nicht heiß! Kleine Kinder und Limbus? Wer ist so groß,dass
er über die Existenz eines Limbus zu wissen meint? Was wissen wir wirklich? Alle die studiert haben wissen
viel;je mehr man weiß desto mehr muß man sein Wissen in Frage stellen und mit dem „Leben“in Einklang
bringen sonst wird der Himmel zur Hölle und die Erde ein Ort der Verdammnis.
@ gatte der andere ist eine offenkundige Irrlehre: Bestreitung des Dogmas der Heilsnotwendigkeit der Taufe,
warum nimmst du nicht endlich die Lehre der Kirche zur Kenntnis: „Ist die Taufe heilsnotwendig? Die Taufe
ist für jene Menschen heilsnotwendig, denen das Evangelium verkündet worden ist und die die Möglichkeit
haben, um dieses Sakrament zu bitten.“
Es gibt keinen sinnvollen Weg weg von der Limbus-Theorie! @ Pelagius: Ich habe das unten längst zitiert:
Die lateinischen Kirchenväter vertraten die Lehre, das die Seelen unschuldiger ungetaufter Kinder in
die Hölle kommen, allerdings die gelindesten Strafen erleiden, die es dort gibt. Die griechischen Kirchenväter
vertraten sinngemäß die Limbus-Theorie, wohl noch ohne diesen Ausdruck zu verwenden. Daraus kann mitnichten
entnommen werden, dass es eine Theorie wäre, die man einfach abändern kann. Von der Theorie des Limbus
Puerorum für die unschuldigen ungetauften Kinder gibt es nur zwei Auswege: Der eine führt diese Seelen
in die Hölle, der andere ist eine offenkundige Irrlehre: Bestreitung des Dogmas der Heilsnotwendigkeit
der Taufe, Allerlösungslehre. Alle anderen Theorien mit dem „lichten Moment“ im Augenblick des Sterbens,
der Begierdetaufe für die ungetauften Kinder oder der stellvertretenden Begierdetaufe (durch die Eltern
des Kindes) wurden ausnahmslos verworfen. Nicht gesagt ist, ob nicht der Limbus Puerorum beim Jüngsten
Gericht aufgelöst wird. Einerseits eine Analogie zum Limbus Patrorum, der mit Christi Opfertod aufgelöst
wurde, andererseits zum Fegefeuer, welches nur bis zum Jüngsten Gericht existieren wird. @ Irenäus:
Bitte nicht L. Ott falsche Zitate unterschieben. Ich habe ihn weiter unten in wesentlichen Auszügen zitiert,
wenn Sie jetzt behaupten, er hätte das Gegenteil von dem geschrieben, was ich zitierte, dann ersuche
ich um Angabe der Auflage und der Seite! Der Gatte der Evelin
Väter und Kirchenlehrer Irenäus, dem ich insgesamt nur beipflichten kann, schrieb: „Die Lehre vom Limbus
hat immerhin zwei Punkte für sich: 1) Die meisten Kirchenlehrer vertraten sie. 2) …“ Das sei dann aber
doch dahingestellt! Man vergesse nicht, daß eine nicht unbeträchtliche Zahl von Kirchenlehrern lange
vor Aufkommen der Limbuslehre lebten. Irenäus will sicher nicht behaupten, Irenäus von Lyon habe den
Limbus vertreten. Ebenso wird man das von Hieronymus, Ambrosius, Chrysostomus, Gregor von Nazianz, Basilius,
Ephräm, die Päpste Gregor und Leo usw. sagen können. Auch bei Lehrern des Mittelalters wäre wohl noch
manches Fragezeichen möglich. Wie steht es z.B. um Bernhard, den Doctor melifluus? Und wie um Antonius,
den Doctor Evangelicus? Vorsicht also mit den beliebten Hinweisen auf einen „Konsens der Väter“ oder
einen „Konsens der Lehrer“. (Und bitte: Man komme hier nicht mit dem stereotypen Vorwurf, das sei theologischer
Archäologismus…)
#43 bonifatius 17:12:41 | Sonntag, 4. Dezember 2005
Gott wird für sie sorgen Zu all diesen postings noch eine Anmerkung. Es gibt viele „menschliche“ Gedankenkonstrukte
zu diesem Thema. Letztlich bleibt es Gottes Geheimnis. Doch eines wissen wir gewiss: Gott wird für sie
sorgen!
Limbus versus Heilsautomatismus Um es klarzustellen, was im Ott als zulässig erklärt wird, daß die
Lehrmeinung, die ich im Sinne habe, besagt, daß noch vor Eintritt des Todes solche Menschen aufgrund
einer besonderen Gnade das Heilsangebot Gottes annehmen können, wohl ähnlich wie die Engel, die sich
auch für Gott in einem Augenblick entscheiden mußten. Sie kommen keineswegs automatisch in den Himmel,
denn sie haben durchaus die Möglichkeit, das Angebot abzulehnen, so daß die Begierdetaufe nicht zustandekommt
und sie verloren gehen. Ein verbindliches Urteil des Lehramtes wird es wohl nie geben, denn wie Paulus
schreibt, weiß alleine Gott, auf welchen Wegen diese Menschen zum Heile gelangen sollen.
Gravierende Probleme Irenäus schrieb: Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß sie auf der
anderen Seite eine Reihe gravierender Probleme mit sich bringt, die auch dann bleiben, wenn man sich schroff
auf mittelalterliche Ansichten beruft. Ich stimme Ihnen zu, dass die Limbustheorie durchaus eine Reihe
gravierender Probleme mit sich bringt (diese Theorie ist schließlich kein Dogma). Allerdings würde eine
leichtfertige Verwerfung der Limbustheorie noch gravierendere Probleme mit sich bringen. Man hätte beispielsweise
der heute ohnehin schon weit verbreiteten Ansicht eines falschen Heilsautomatismus nicht mehr entgegenzusetzen.
Warum die Limbustheorie also nicht einfach in Ruhe lassen und weiterhin als mögliches Denkmodell akzeptieren,
wie es durch viele Jahrhunderte von einer Mehrheit der Theologen und Kirchenlehrer vertreten wurde?
@toby Augustinus ist so ziemlich der einzige Kirchenlehrer, der meinte, daß ungetaufte Säuglinge in
die Hölle kommen. we must not confound St. Augustine’s private authority with the infallible authority
of the Catholic Church- wie es in dem einschlägigen Artikel der Catholic Encyclepedia steht. Im übrigen
ist diese Lehrmeinung mit dem Wortsinn der Heiligen Schrift beim besten Willen nicht zu vereinbaren und
bei allem Respekt für Augustinus, was der Apostel Paulus lehrt hat für uns mindestens ebenso viel Gewicht,
oder irre ich mich da? Leser „Pelagius“ hat es schon angesprochen, daß schon vor V2 die Limbuslehre mitnichten
verbindlich war. Im Ott, soweit ich mich erinnere, findet sich die „Erleuchtungstheorie“ als zulässige
Alternative. Außerdem stand dort, daß auch der große Kardinal Newman diese Lehre vertrat. Die Lehre
vom Limbus hat immerhin zwei Punkte für sich: 1) Die meisten Kirchenlehrer vertraten sie. 2) Sie ist
nie vom Lehramt verurteilt worden. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß sie auf der anderen
Seite eine Reihe gravierender Probleme mit sich bringt, die auch dann bleiben, wenn man sich schroff auf
mittelalterliche Ansichten beruft.
Kompendium – Katechismus der Katholischen Kirche Frage 261: Ist die Taufe heilsnotwendig? Die Taufe ist
für jene Menschen heilsnotwendig, denen das Evangelium verkündet worden ist und die die Möglichkeit
haben , um dieses Sakrament zu bitten. Frage 262: Kann man ohne die Taufe zum Heil gelangen? … Die ohne
Taufe verstorbenen Kinder werden von der Kirche in ihrer Liturgie der Barmherzigkeit Gottes anvertraut.
Wem gehen die Pferde durch? Irenäus schrieb: Die vom Gatten der Evelin vorgetragene Meinung, daß die
einzige Alternative zum Limbus die Hölle für die ungetauften Kinder sei ist wohl kaum mit der Lehre
der Kirche zu vereinbaren. Aha, so einfach ist das also. Und die Kirchenväter und Theologen von Augustinus
über Thomas bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts waren alle so dumm, das nicht richtig erkannt zu haben?
Und ihre Lehren waren alle nicht mit der Lehre der Kirche vereinbar??? Ich bin immer wieder erstaunt,
wie leichtfertig und besserwisserisch man heute geneigt ist, über Jahrhunderte gewachsene Glaubensvertiefung,
Erkenntnisfortschritt und Lebenserfahrung einfach so über Bord zu werfen und sich über die Lehren der
Väter hinwegzusetzen.
Limbus-viellecht ein feeneyitisches Märchen? Mir scheinen hier manchen Leuten die Pferde durchzugehen.
Selbstverständlich muß man die Erbsünde ernst nehmen. Die vom Gatten der Evelin vorgetragene Meinung,
daß die einzige Alternative zum Limbus die Hölle für die ungetauften Kinder sei ist wohl kaum mit der
Lehre der Kirche zu vereinbaren. Es ist Lehre der Kirche, daß die einzigen Ersatzmittel zum Taufsakrament
Begierde- und Bluttaufe sind. Meines Erachtens scheint mir die Logik der Limbuslehre einem Denkfehler
zu unterliegen: weil die ungetauften Kinder noch keinen Vernunftgebrauch hätten, so seien sie zur Begierdetaufe
unfähig. Woher wollen die Leute das so genau wissen? Es ist Lehre der Kirche, daß Gott jedem Menschen
alle notwendigen Gnaden zukommen läßt, um errettet zu werden. Warum sollen ausgerechnet die ungetauften
Kinder davon ausgenomen sein? Es erscheint mir daher logisch zwingend, daß die ungetauften Säuglinge
im Moment ihres Todes aufgrund einer besonderen Erleuchtung das Heilsangebot Gottes annehmen können.
Wer dem folgt, hat eine Begierdetaufe, wer nicht,hat zusätzlich zur Erbsünde noch eine persönliche
Todsünde. Besonders bedenklich an der Limbuslehre erscheint mir, daß sie die Erbsünde verharmlost,
denn wenn sie wahr wäre würde das bedeuten, daß ohne eigenes Verschulden diese Menschen Gott hassen
würden in alle Ewigkeit.
Lieber vir oblationis, Von einem Zustand, der wie Sie schreiben, gewissermaßen zwischen Himmel und Hölle
liegt, könnte man vielleicht reden, wenn Himmel und Hölle gewissermaßen ein Kontinuum bilden, denn
dann läge der Limbus in der Mitte dieses Kontinuums. Es gibt aber nur zwei finale Zustände: das ist
die Anschauung Gottes (Himmel) und die Beraubung der Gottanschauung (Hölle). Der Limbus gehört ohne
Zweifel zur Hölle. Da die ungetauft gestorbenen Kinder keine poena sensuum erleiden (weil sie keine persönliche
Schuld auf sich geladen haben) sondern ihr Zustand als eine Art natürlicher Glückseligkeit vorzustellen
ist, scheint dieser Teil der Hölle der erträglichste zu sein – so wird er ja auch zum Beispiel von Dante
in seiner Göttlichen Komödie geschildert. Es gibt keinen neutralen Raum zwischen Himmel und Hölle,
ebensowenig wie es neutrale Geister gibt (als welche von manchen Naturgeister wie die Elfen angesehen
wurden) – sondern nur gute Engel und böse Engel (Satan und seine Dämonen). Die derzeit beratene Frage
des Limbus hat weitreichende Implikationen, die Sie ja erwähnen. Ein Beschluß im Widerspruch zur überkommenen
Lehre wäre zerstörerisch. Ich kann es mir nicht vorstellen, daß es soweit kommen kann. Entgegen manchen
hier vertretenen extremistischen Meinungen kann ich nicht erkennen, wo das 2. Vatikanische Konzil dogmatischen
Glaubenswahrheiten widersprechen soll. Freundliche Grüße, Gunther.
#35 steymard † 20:37:06 | Samstag, 3. Dezember 2005
an marcel aber lieber marcel,dass ist doch IHRE „katholische“ Kirche mit IHRER „katholischen“ Hierarchie
und „Oberhaupt,deren sie sich so verbunden fühlen.Man wird es denn bei Ihnen endlich „Klick“ machen?
„Das bedeutet das Ende unseres Glaubens“ (Mgr. Lefebvre) Viroblationis schrieb: dann wird man auch die
Heilsnotwendigkeit der Taufe leugnen müssen Erfolgt bereits seit dem V.II auf subtile Weise. Jeder möge
in seiner Religion selig werden, hat Papst JP2 den Ungläubigen oft genug gesagt – konform mit V.II. In
der Originalfassung von „Evangelium vitae“ vertrat JP2 „dezent“ die Allerlösung; in seinem Buch „Die
Schwelle der Hoffnung überschreiten“ auch. P. Siegl, Amsterdam-Proponent, pflegte die Allerlösungs-Häresie
so zu vertreten: „Man kann es der Barmherzigkeit Gottes zutrauen, daß die Hölle leer ist.“ Wer will
etwas dagegen sagen? Er wäre unbarmherzig… Daß die Konzilskirchenführung die Barmherzigkeit von der
Gerechtigkeit Gottes trennte, legte Bischof Tissier der Mallerais in seiner Zaitzkofen-Predigt dieses
Jahr dar. Wenn die heiligmachende Gnade nicht mehr unbedingt mit der hl. Taufe verbunden erscheint, dann
wird auch die Erbsündenlehre fallen. Alles wird fallen. Mgr. Lefebvre im erwähnten Vortrag in Montréal
www.fsspx.info/…zbischof/artikel.php?show=71: „Man wird nicht mehr an den Limbus, an das Fegefeuer,
an die Hölle oder an die Erbsünde glauben. Es wird in diesem Glauben keine Engel mehr geben. Man wird
nicht mehr von der Gnade, sondern nur noch von übernatürlichen Dingen sprechen. Das bedeutet das Ende
unseres Glaubens.“ Dies alles hätte eine andere Kirche zur Folge Das, was sich als die V.II-Konzilskirche
präsentiert, ist nicht die ewige.
heilsnotwendig Die ‘Taufe ist für jene Menschen heilsnotwendig, denen das Evangelium verkündet worden
ist und die die Möglichkeit haben, um dieses Sakrament zu bitten.
#32 virOblationis 19:03:50 | Samstag, 3. Dezember 2005
Allerlösungslehre Wenn die Limbus-Lehre fällt und man nicht mehr von einem Zustand, der gewissermaßen
zwischen Himmel und Hölle liegt, ausgehen will, sondern einen Weg zu kennen meint, der den ungetauft
verstorbenen Kindern den Zugang zur Anschauung Gottes eröffnet, dann wird man auch die Heilsnotwendigkeit
der Taufe leugnen müssen – dies werden selbst spitzfindigste Aussagen letztlich nicht zu verschleiern
vermögen. Wenn die heiligmachende Gnade nicht mehr unbedingt mit der hl. Taufe verbunden erscheint, dann
wird auch die Erbsündenlehre fallen. Dies alles hätte eine andere Kirche zur Folge, die es aber wohl
kaum geben wird. Stattdessen, so vermute ich, wird eher ein allgemeiner Zusammenbruch erfolgen, denn eine
Kirche, die so klar gegen die biblische Lehre angeht, kann nicht existieren. – Oder etwa doch?
@ Catholicus „Der Heilswille Gottes erstreckt sich nicht auf alle Menschen.“ Der Gottes schon, aber nicht
der der Menschen, das Heil im Sinne Christi zu erlangen, insb. nicht derjenigen, die von den Daemonen
zu Irrlehren, falschen Religionen und bösen Taten (hier insb. auch die Abtreibung) angestiftet werden.
Auch nicht der, die sie angestiftet hat. Vom übernatürlichen Heil gäbe es dann einen Ausschluß nicht
nur durch die freie Ablehnung der rettenden Heilsgnade durch den, der in der unbereuten persönlich begangenen
Todsünde stirbt, sondern auch durch das „Mißgeschick“ (das dennoch in Gottes Plan lag), ohne Taufe vor
Erlangung des Vernunftgebrauchs gestorben zu sein. Ja, das ist eben so. Darum hat die Hl.Kirche immer
auf möglichst früher Kindertaufe bestanden (nach den alten Katechismen innerhalb von 10 Tagen nach der
Geburt). Auch ist zahlreich das Mißgeschick, dass Leute vor Bereuung von Todsünden überraschend sterben,
während andere mit den gleichen Todsünden die Chance erhalten sich zu bekehren. Es gäbe dann zwei Klassen
von Menschen: jene, die für das Heil Gottes berufen sind und die übernatürliche Vollendung erreichen
können, …jene, die von vornherein nur für ein natürliches Ziel geschaffen sind. Da sollte man nicht
in Richtung der absoluten Prädestination denken. Dabei kennen wir auch nicht Gottes geheimste Pläne,
was etwa das Schicksal des Limbus beim jüngsten Gericht sein wird. Der Gatte der Evelin
#30 Catholicus 17:09:01 | Samstag, 3. Dezember 2005
@Evelins Gatte Gäbe es für das Lehramt der Kirche in Bezug auf die Limbus-Theorie tatsächlich nur die
Alternative in Richtung Hölle inklusive „poena sensus“ und nicht in Richtung eines möglichen Heilswegs
für diese Kinder, so müßte man sagen: „Der Heilswille Gottes erstreckt sich nicht auf alle Menschen.“
Vom übernatürlichen Heil gäbe es dann einen Ausschluß nicht nur durch die freie Ablehnung der rettenden
Heilsgnade durch den, der in der unbereuten persönlich begangenen Todsünde stirbt, sondern auch durch
das „Mißgeschick“ (das dennoch in Gottes Plan lag), ohne Taufe vor Erlangung des Vernunftgebrauchs gestorben
zu sein. Es gäbe dann zwei Klassen von Menschen: jene, die für das Heil Gottes berufen sind und die
übernatürliche Vollendung erreichen können, wenn sie die Gnade annehmen, und jene, die von vornherein
nur für ein natürliches Ziel geschaffen sind.
@ Gatte der Evelin Damit kein Missverständnis aufkommt: Ich behaupte keineswegs, dass die Hölle leer
sei, nur weil sich das Lehramt noch nie über das Los eines Verdammten verbindlich geäußert hat, wenn
nicht für häretisch, so doch zumindest für unrealistisch. Ich wollte auf etwas anderes hinaus: Vielleicht
gibt es eine Parallele oder gar einen inneren Zusammenhang zwischen der Leere-Hölle-Theorie – die als
Tatsache behauptet wird, was auf jeden Fall irrig ist – und der Verwerfung der Limbustheorie. Ich wollte
damit auf etwas anderes hinaus. Verwirft man die Limbustheorie, müsste man folgerichtig auch bei der
Leere-Hölle-Theorie ankommen
@ Catholicus Unsere Freunde von der Pius-X-Fraktion werden freilich sagen, hier hätte sich das Lehramt
wieder einmal von der Tradition abgewandt Nicht nur diese, sondern alle, die nicht einem blinden – in
sich sündhaften – Gehorsam praktizieren und nicht ihren Verstand ausschalten, sobald der Papst etwas
sagt oder tut… Die ausdrückliche Abschaffung der Heilsnotwendigkeit der Taufe ist ein Verstoß gegen
ein Dogma. Widerstand dagegen ist die Verpflichtung jedes Katholiken! Vielleicht werde ich doch auf meine
alten Tag’ noch Sedisvakantist, sollte sich der Hl. Vater durch einen so dreisten Versuch, ein Dogma abzuändern
bzw. aufzugeben, selbst absetzen. In Wirklichkeit hat das Lehramt beim Limbus Puerorum nur den Spielraum
Richtung Hölle. Alles andere ist schwere Häresie! Der Gatte der Evelin
Logos Was Evelin schreibt, ist logisch. Die Abschaffung des Limbus dagegen ist unlogisch: wenn es keinen
Limbus gibt, kommen logischerweise die ungetauften Kinder entweder in die Hölle der Verdammten oder in
den Himmel. Eine andere Möglichkeit existiert nicht. Die größerwerdende Allerlöser-Fraktion des Vatikans
tendiert zur Himmels-Variante. (Die Idee, daß die Hölle leer sei, ist übrigens eine Häresie, der immer
mehr anhangen. Angefangen mit Balthasar, heute propagiert von den Amsterdam-Verführern P. Siegl & Co.)
Ihnen ist die einfache Frage zu stellen: Warum sollen wir die Kinder noch taufen? Es ist unlogisch, dies
zu tun, wenn sie sowieso in den Himmel kommen. „Soweit“ sind die baptistischen Ketzer schon lange: deswegen
die Erwachsenentaufe. Vielleicht wird der Vorstoß des Vatikans also aus Gründen des Ökumenismus erfolgen?
Erzbischof Lefebvre sprach darüber im Vortrag „Die Selbstzerstörung der Kirche“ 1982 in Montréal www.fsspx.info/…zbischof/artikel.php?show=71:
>> P. Bugnini hatte bereits am 19.3.1965, noch vor den Reformen, diese Worte gebraucht: „Wir müssen aus
unseren katholischen Gebeten und aus der katholischen Liturgie alles entfernen, das auch nur einen Schatten
des Anstoßes für unsere getrennten Brüder, die Protestanten, bedeuten kann.“ << Jene, die in blindem
Gehorsam alles verteidigen, was aus Rom kommt, selbst wenn damit die sichere Lehre ad absurdum geführt
wird, sind nicht zu beneiden.
#26 Catholicus 15:20:02 | Samstag, 3. Dezember 2005
@Gatte der Evelin Im lateinischen Text des Katechismus heißt es: „… nobis permittunt sperare“, d.h.
wörtlich: „lassen uns hoffen“. Es ist also der deutsche Wortlaut entschiedener („berechtigen uns zu der
Hoffnung“). Ich halte diese unterschiedlichen Akzente aber letzlich nicht für entscheidend.
Hölle leer? @ Toby: Darf ein Christ hoffen, dass die Hölle leer sei? Ja, er darf, denn es ist von keinem
Menschen mit lehramtlicher Autorität bestätigt worden, dass er auf ewig verdammt sei. Nein, den Christus
hat mit seiner lehramtlichen Autorität mitgeteilt, dass es für den Apostel Judas besser gewesen wäre,
er wäre nie geboren worden. Was nur in Hinblick auf seine ewige Verdammnis gedeutet werden kann. Im übrigen
gab es einige glaubwürdige Höllenvisionen, die als außerordentliche Offenbarungen (Privatoffenbarungen)
auch von der Kirche anerkannt wurden. Außerdem hat Christus einige Male noch zusätzlich abstrakt ausgedrückt,
dass viele Seelen verloren gehen und in die Hölle kommen. Z.B. von den falschen Lehrern, für die es
besser wäre, mit dem Mühlstein um den Hals im Meer versenkt zu werden (gemeint wohl, statt ihre Irrlehren
zu verbreiten). Sie selbst kommen nicht in das Reich Gottes, spricht Christus. Dazu spricht er auch noch
von den Sünden wider den Geist, die nicht verziehen werden. Der Gatte der Evelin
#24 Catholicus 15:08:59 | Samstag, 3. Dezember 2005
@Gunther Maria Michel Sie haben recht: Der Limbus gilt streng genommen als Teil der Hölle, insofern es
jedenfalls die „poena damni“ (die Strafe des Gottverlustes) zu „erleiden“ gilt (der Gottverlust werde
nicht wahrgenommen, da die Kinder in der rein natürlichen Glückseligkeit nichts davon wüßten). Eine
mögliche Revision der traditionellen Theorie darf sicher nicht leichtfertig erfolgen, nur unter der Leitung
des Lehramtes. Wenn das Lehramt aber hier entscheidet, dass die Limbus-Theorie überholt ist, habe ich
nichts dagegen einzuwenden! (Unsere Freunde von der Pius-X-Fraktion werden freilich sagen, hier hätte
sich das Lehramt wieder einmal von der Tradition abgewandt …)
Das kommt mir jetzt fast ein bisschen so vor wie die Diskussion über die „leere Hölle“. Darf ein Christ
hoffen, dass die Hölle leer sei? Ja, er darf, denn es ist von keinem Menschen mit lehramtlicher Autorität
bestätigt worden, dass er auf ewig verdammt sei. Es ist nur zu fragen, ob diese Hoffnung in Anbetracht
der Aussagen von Schrift und Tradition realistisch ist. Und die ungetauft gestorbenen Kinder? Natürlich
ist es niemals falsch, ihr Schicksal der göttlichen Barmherzigkeit anzuvertrauen. Das heißt aber nicht,
dass es einen Heilsautomatismus gibt an der Notwenigkeit der Taufe vorbei. Auch aus der Aussage des KKK
lässt sich kein Heilsautomatismus ableiten. Außerdem verstehe ich nicht, warum die Kircehnväter und
Theologen des Mittelalters so dumm gewesen sein sollen, um das mit der Barmherzigkeit nicht richtig zu
begreifen. Bracuhten wir wirklich erst den theologischen Erkenntnisfortschritt des Zweiten Vatikanischen
Konzils, um zu wissen, dass Gott barmherzig ist? Aber wenn ich Evelins Gatte recht verstanden habe, ist
ja gerade die Theorie vom Limbus puerorum Ausdruck dieser Barmherzigkeit. Wo ist also das Problem?
@ Catholicus berechtigen uns zu der Hoffnung, daß es für die ohne Taufe gestorbenen Kinder einen Heilsweg
gibt Ich danke für den Hinweis, denn dieser zeigt, dass man den KKK nicht als katholische Lektüre weiterempfehlen
kann! Dazu kann man sich auch noch denken, dass Cardinal Schönborn da führend mitgearbeitet hat… Vermutlich
war dies der erste Schritt, die Heilsnotwendigkeit der Hl. Taufe zu „entsorgen“. In der Sache wäre die
Aussage dann akzeptabel, wenn das Wort „berechtigt“ nicht wäre. Von „berechtigt“ kann im Sinne der Tradition
und der Verba Christi keine Rede sein! Das zeigt auch der Mißbrauch des Wortes Christi „Laßet die Kinder
zu mir kommen“. Denn dies kann, katholisch interpretiert, nur bedeuten: „Laßet die Kinder taufen, hindert
sie nicht, dieses Sakrament zu empfangen“. Abgesehen davon, dass auch die konkrete damalige Situation
gemeint ist. Weiters kann die Stelle auch hinsichtlich einer frühen Kinderkommunion interpretiert werden
sowie einer frühen Firmung. Der KKK hat in diesem Punkt ja fast schon Gotthard’sches Niveau! Der Gatte
der Evelin
Die Lehre vom Limbus, auch wenn sie nicht dogmatisiert ist, revidieren zu wollen in Richtung eines allgemeinen
Heils ohne Taufe, halte ich für gefährlich. Die katholische Lehre besagt: kein Heil (Seligkeit der unmittelbaren
Gottesanschauung) ohne Taufe. Die sakramentale Taufe kann ersetzt werden durch die Begierdetaufe oder
die Bluttaufe. Andere Ersatzmittel wurden von der Kirche ausdrücklich ausgeschlossen. Wenn eine vatikanische
Kommission heute etwas anderes beschließen möchte, müßte sie sich über das Dekret Eugens IV. für
die Jakobiten hinwegsetzen, wo er erklärt: „Man kann den Kindern mit keinem anderen Heilmittel zu Hilfe
kommen, als durch das Sakrament der Taufe“. Wenn man trotzdem nicht die Hoffnung auf das Heil der ungetauften
Kinder aufgeben möchte (wozu auch ich geneigt bin), soll man m.E. dennoch lieber die Lehre beim jetzigen
Stand belassen als sie in eine falsche Richtung zu lenken. Bei dem Wort Limbus darf man nicht übersehen,
daß damit im Grunde eine „Abteilung“ der Hölle gemeint ist. Der Himmel ist der Ort der übernatürlichen
visio beatifica. Alles andere, auch die natürliche Seligkeit, ist Hölle. Gunther.
#20 Catholicus 14:52:22 | Samstag, 3. Dezember 2005
@Gatte der Evelin Auch wenn es sich beim Limbus um eine begründete theologische Meinung handelt, ist
es möglich, beim Auftauchen neuer Gesichtspunkt in Übereinstimmung mit Schrift und Tradition und unter
Leitung des kirchlichen Lehramtes die Theorie neu zu bedenken. Pius XII. hat in seiner Ansprache an die
katholischen Hebammen vom 29. Okt. 1951 bekräftigt, dass „der Stand der Gnade im Augenblick des Todes
unbedingt notwendig zur Erreichung des Heiles“ ist. „Ohne ihn ist es nicht möglich, zur übernatürlichen
Seligkeit in der beseligenden Schau Gottes zu gelangen.“ Daraus leitet er die strenge Pflicht der Eltern
und in der Gefahr des Todes der Hebammen ab, das Kind taufen zu lassen bzw. im Notfall selbst zu taufen.
„In der gegenwärtigen Heilsordnung gibt es keinen anderen Weg, dem Kind, das noch nicht den Gebrauch
der Vernunft hat, dieses Leben zu vermitteln.“ Im KKK 1261 heißt es: „Was die ohne Taufe verstorbenen
Kinder betrifft, kann die Kirche sie nur der Barmherzigkeit Gottes anvertrauen, wie sie dies im entsprechenden
Begräbnisritus tut. Das große Erbarmen Gottes, der will, daß alle Menschen gerettet werden, und die
zärtliche Liebe Jesu zu den Kindern, die ihn sagen läßt: ‘Laßt die Kinder zu mir kommen; hindert sie
nicht daran!’ (Mk 10,14), berechtigen uns zu der Hoffnung, daß es für die ohne Taufe gestorbenen Kinder
einen Heilsweg gibt. Die Kirche bittet die Eltern eindringlich, die Kinder nicht daran zu hindern, durch
das Geschenk der heiligen Taufe zu Christus zu kommen.“
Eigentlich ist das alles doch ganz einfach … Evelins Gatte schrieb: Summa summarum: Quod erat demonstrandum,
der limbus puerorum ist in Wirklichkeit sichere Lehre (certa). Vielen Dank für Ihre wertvollen Ausführungen,
die mir völlig plausibel und einsichtig erscheinen. Es ist eben schlicht und einfach katholisch, was
Sie da schreiben. Das einzige, was ich nicht verstehe, ist der Umstand, dass das offenbar führende Theologen
der Internationalen Theologenkommission nicht zu verstehen scheinen … Wäre es nicht auch irgendwie
anmaßend, eine jahrhundertealte Lehrtradition mal so eben über den Haufen zu werfen, nur weil man es
heute – unter Berufung auf das Superdogma des Zweiten Vatikanischen Konzils – angeblich besser weiß?
@ Catholicus Zitat: … die ohne Taufe sterbenden Kinder zwar nicht zur Anschauung Gottes gelangen, wohl
aber eine natürliche Seligkeit genießen…“ Ja ganz richtig, der Ausschluß der Anschauung Gottes heißen
poena damnati, eine der zwei Höllenstrafen. Da sie nicht die poena sensus erleiden (und die nat. Seligkeit
genießen) sind sie eben nicht in der Hölle, sondern in der Vorhölle (limbus). Der Limbus ist also eine
„Meinung“, hat daher prinzipiell Theoriestatus! Jein, die einzige nach der Tradition diskussionwürdige
Alternative ist, dass die unschuldig ungetauft verstorbenen Kinderseelen in der „normalen“ Hölle sind.
Denen, die den limbus bezweifeln, geht es aber genau darum nicht, sondern darum, dass die Kinderseelen
ungetauft in den Himmel kommen, eine gefährliche antikatholische Irrlehre, eine Tochter der Allerlösungslehre.
Die Wassertaufe kann unter Umständen auch durch die Blut- und Begierdetaufe ersetzt werden. Bei den Kindern
kommt nur die Bluttaufe in Frage, abgesehen vom Sonderfall der unsch. Kinder von Bethlehem kann ich mir
ein Kind vorstellen, welches satanistisch geopfert wird. Die Begierdetaufe könnte bei unschuldigen Kindern,
das sie selbst keine Begierde entwickeln können, nur eine stellvertr. sein. Diese Theorie des Cajetan
wurde aber von der Kirche ausdr. verworfen. Summa summarum: Quod erat demonstrandum, der limbus puerorum
ist in Wirklichkeit sichere Lehre (certa). Der Gatte der Evelin
Moderne anti-thomistische Würdenträger „Ihr werdet merken, daß nichts verloren ist, und werdet auch
euer Kind um Vergebung bitten können, das jetzt im Herrn lebt.“ JP2 in „Evangelium vitae“ gegenüber
den Müttern, die abgetrieben haben. 25.3.1995, landessprachliche Fassungen [*]. Dr. Barth schreibt darüber
…esterseminar-herz-jesu.de/…Nr.%209-Internet.htm: „Durch eine derartige päpstliche Verlautbarung
wird die ganze Tragödie verharmlost, die bei der Tötung im Mutterschoß neben anderen Aspekten ja gerade
auch darin besteht, daß das kleine Kind nicht mehr durch die Taufe zu einem Kind Gottes werden konnte,
sondern nur zu einem natürlichen Glückszustand im „limbus puerorum“ unter Ausschluß von der Anschauung
Gottes, freilich ohne persönliche Bestrafung, gelangt. Genau das hatte noch Pius XII. in seiner berühmten
Ansprache an die italienische Hebammenvereinigung aus dem Jahre 1951 gelehrt (AAS 43/1951, 841).“ Hinter
Pius XII. stand die ganz sichere und durchgängige Tradition der Päpste und der Konzilien, wie Peter
Düren nachgewiesen hat (Doctor angelicus 1/2001, 74-77). Weitere Verweise: Baptism (SSPX) www.sspxasia.com/…craments/Baptism.htm
St. Thomas Aquinas’ Teaching on the Limbo of Children (SSPX) www.sspxasia.com/…%20of%20Children.htm
[*] Daß die archivierte Fassung korrigiert wurde, ist nun wohl leider nebensächlich.
#16 Catholicus 11:40:28 | Samstag, 3. Dezember 2005
@Evelins Gatte Dogma des Glaubens ist nur die Aussage, dass niemand ohne heiligmachende Gnade zur Anschauung
Gottes gelangen kann. „Diese ganze Frage ist deswegen nicht so quälend, selbst wenn wir keine sichere
Lösung geben können, weil nach der gut begründeten Meinung der Theologen die ohne Taufe sterbenden
Kinder zwar nicht zur Anschauung Gottes gelangen, wohl aber eine natürliche Seligkeit genießen, also
wirklich glücklich sind und in keiner Weise einen Schmerz erleiden.“ (Matthias Premm, Kath. Glaubenskunde
I, Wien 1956, S. 198). Der Limbus ist also eine „Meinung“, hat daher prinzipiell Theoriestatus! Die Wassertaufe
kann unter Umständen auch durch die Blut- und Begierdetaufe ersetzt werden. So kann Gott, der das Heil
aller will (1 Tim 2,4 ff), einen möglichen Heilsweg auch für ungetauft verstorbene Kinder vorgesehen
haben!
@ Pelagius et Catholicus Ihre Äusserungen sind nicht akzeptabel: Ich zitiere aus Dr. Ludwig Ott, Grundriß
der katholischen Dogmatik, Herder Freiburg, zweite Auflage 1954, S. 131f: „Die Seelen, die im Stande der
Erbsünde aus dem Leben scheiden, sind von der beseligenden Anschauung Gottes ausgeschlossen. De fide.
Das 2. allg. Konzil von Lyon (1274) und das Konzil von Florenz (1438-45) erklärten: Illorum animas, qui
inactuali mortali peccato vel solo originali decedunt, mox in infernum descendere, ponistamen disparibus
puniendas. D 464, 693;vgl.493a Das DOGMA stützt sich auf das Wort des Herrn: Wenn jemand nicht wiedergeboren
wird aus dem Wasser und dem Hl. Geist (d.h. durch die Taufe), kann er nicht in das Reich Gottes eingehen“
(Joh 3,5).“ (Ende des Zitats). Ausnahme Bluttaufe, z.B. Bethlehem. Kindermord. Speziell zum Limbus Puerorum
schreibt L. Ott: „Während Augustin und viel lat. Väter der Meinung sind, daß die mit der Erbsünde
sterbenden Kinder auch eine Poena sensus erleiden müssen, wenn auch eine sehr milde, lehren die griechischen
Väter (z.B. Gregor v. Nazianz) und die Mehrzahl der schol. und neueren Theologen, dass sie nur die poena
damni (Anm.: der Ausschluß der beseligenden Gottesschau) erleiden müssen. Die Theologen pflegen einen
besonderen Strafort für die ohne Taufe sterbenden Kinder anzunehmen, den sie als limbus puerorum bezeichnen
(Vorhölle der Kinder). Der Gatte der Evelin
Nur die Treue zur beständigen Lehre hat Bestand Im Kern stimme ich Ihnen zu, Toby – auch wenn Sie nicht
klar genug vorgehen. Nicht von der Engstirnigkeit einiger Traditionalisten geht die Hauptgefahr {…}
aus, sonden von einem im Kirchenvolk inzwischen weit verbreiteten falschen {…} Heilsoptimismus, … der
seit dem V.II von „oben“ kommt. Die angebliche Engstirnigkeit der Traditionskatholiken ist nur Anti-Modernismus.
Der ist zeitlos; fragen Sie St. Athanasius. Anti-Modernismus ist das Festhalten am Dogma und das Wissen,
daß die beständige Lehre der Kirche sich nicht mit dem V.II-Motto „Theorien-Schnee von gestern“ wegwischen
läßt. P. Pfluger hat das in einem hier kürzlich abgedruckten Interview sehr schön ausgedrückt: >>
{Lefebvre} Denn obwohl er in den Augen der Zeitgenossen nicht zu den großen Machern der Konzils – wie
Döpfner, Suenens oder König – zählte, ist er dennoch die Persönlichkeit, die dieses Konzil letztlich
überwindet. Fast jeder kennt den Namen des wohl berühmtesten Erzbischofs des 20. Jahrhunderts. Und das
nicht deshalb, weil er eigene kühne Gedankengebäude entwickelt hätte wie Rahner, Congar oder Küng,
sondern weil er unbeirrt im Dogma verblieben ist. Der Verzicht auf eigene intellektuelle Eitelkeit und
die Unterordnung unter die Wahrheit haben Lefebvre in einer Zeit unbeirrt gemacht, als andere meinten,
sich in eigene, irdische Gedankengebäude versteigen zu müssen. Ihr Reiz ist längst verflogen, aber
die Wahrheit, die Christus ist, sie ist dieselbe, gestern, heute und in Ewigkeit. <<
Lehramtspositivismus @ Catholicus Ihr Haltung ist zwar inhaltlich korrekt, erscheint mir von der Argumentationsstruktur
aber ein klein wenig zu positivistisch. Das Problem ist nicht mangelndes Vertrauen auf die beständige
Führung der Kirche durch den Heiligen Geist, sondern die Art und Weise, wie klassische Lehrpositionen
(auch wenn es bei dieser Frage um kein Dogma geht, aber immerhin gab es bezüglich der Limbustheorie einen
weitgehenden theologischen Konsens) scheinbar leichtfertig und einfach so – ohne nähere Angabe von Gründen –
vom Tisch gefegt werden. Evelins Gatte hat durchaus Recht, wenn er sagt, dass mit der Limbustheorie auch
die Frage der Heilsnotwenidgkeit der Taufe steht und fällt. Und das ist beileibe kein Randthema. Nicht
von der Engstirnigkeit einiger Traditionalisten geht die Hauptgefahr für die heutige Kirche aus, sonden
von einem im Kirchenvolk inzwischen weit verbreiteten falschen, weil einseitig verstandenen Heilsoptimismus,
der nach dem Motto verfährt: „Wir kommen, alle, alle in den Himmel …“ Das ist das Problem, mit dem
sich die Internationale Theologenkommission einmal befassen sollte. Ich habe gewisse Zweifel, ob sie mit
der angedachten Verwerfung der Limbustheorie die Prioritäten richtig setzt …
#12 steymard † 09:53:23 | Samstag, 3. Dezember 2005
gilde der weber Eigentlich ist es mir egal,was diese herren der novus ordo Sekte wieder aushecken.Sie
sind NICHT die katholische Kirche,und ihre schlüße sind nur leeres geplapper. Die Allerheiltheorie der
modernisten,speziell durch pseudopapst alcimus-wojtyla propagiert,laeßt die hölle sowieso überflüssig
werden.Man muß jetzt halt nur alle Dogmen der katholischen Kirche(deren Namen man unrechtmaeßig für
sich in anspruch nimmt)pervertieren,und der neuen religion(Novus ordo mundi) anpassen.Viele „Fehlgeleitete“,die
aber zweifellos guten glaubens sind,und den ernst der lage noch nicht erkannt haben,werden sich noch die
augen reiben über das,was auf sie noch zukommen wird.jetzt meine herren,heißt es,sich zu entscheiden.Übrigens
die Leere ueber das Limbus Pueorum IST und WIRD somit immer ein KATHOLISCHES (nicht aber Novus Ordo sekte)Dogma
bleiben.
Stammtisch der Laien- und Hobby-theologen „Es wird hier über die beständige Lehre der Kirche geurteilt,
als wäre sie die Nachbarin von nebenan und er wäre schon fast in der Hölle. Stammtischgeplappere.“
Der Kreuznet-Kommentar vor einem Jahr www.kreuz.net/article.264.html : >> Im sogenannten „Limbus Puerorum“ –
dem Aufenthaltsort der ungetauften Kinder in der Ewigkeit – hat der Mensch allerdings Teil an einem rein
natürlichen Glückszustand. Er unterliegt also keiner körperlichen Strafe. So hat die Kirche stets gelehrt.
Dazu gibt es eine Fülle an Texten von Päpsten und Konzilien. Das Konzil von Florenz und das Konzil von
Trient betonten die absolute Heilsnotwendigkeit der Taufe neugeborener, mit der Erbsünde behafteter Kinder.
Die Väter von Florenz sagten exakt aus, was mit ungetauften Säuglingen geschehen wird: {DZ 926} {…}
Nach Pius XII. gibt es für die Kirche kein anderes Mittel als die Taufe, um einem Kind, das noch nicht
den Gebrauch der Vernunft besitzt, das übernatürliche Leben zu vermitteln. Ohne den Stand der Gnade
ist es unmöglich, zur beseligenden Schau Gottes zu gelangen. << Baptisten-Papalisten, sagen Sie uns:
Ist es die beständige Lehre der Kirche, daß die Taufe heilsnotwendig ist, auch für Kinder? (DZ 926,
2626, …) Wenn nicht, warum lassen wir Narren unsere Kinder taufen? Warum sorgte ich mich rückwirkend,
daß ich meine Kinder erst mit drei Jahren taufen ließ (weil ich zu der Zeit ungläubig war)? Im übrigen
plädiere ich für Gelassenheit: betrachten wir Mgr. Lefevbre.
#10 Catholicus 07:18:40 | Samstag, 3. Dezember 2005
@Pelagius Danke für diese wichtige Stellungnahme! Das eigentliche Problem mancher Lehramtskritiker ist
es ja, dass sie es offenbar dem Heiligen Geist nicht zutrauen, die Kirche Gottes sicher und ohne Irrtum
durch die Zeit zu lenken, bis zur Wiederkunft des Herrn als Richter über Lebende und Tote. Möge uns
die Fürsprache des hl. Franz Xaver begleiten, der sich von der Liebe gedrängt sah, den Heiden das Evangelium
zu verkünden und an die 30000 Menschen die heilige Taufe gespendet hat!
#9 bonifatius 22:57:42 | Freitag, 2. Dezember 2005
Gott wird für sie sorgen Es wird hier über den Papst geurteilt, als wäre er der Nachbar von nebenan
und er wäre schon fast in der Hölle. Stammtischgeplappere. Gebe zu bedenken: !. Haben kleine Kinder (
außer der Erbsünde) Gott beleidigt? Nein! 2. Sie haben also keine persönliche Schuld und können somit
nach menschlichen Ermessen auch nicht bestraft werden. 3. Hölle, ob normal oder nicht , ist ein „Schmerzensort“.
4. Gott ist der ewig Gerechte. 5. Wie sagte Jesus? „Lasset die Kindlein zu mir kommen!“ 6. Gott wird für
sie, die weder Schuld noch Verdienst haben, sorgen.
Limbus-Lehre Dass ungetaufte Kinder in den Himmel kommen könnten, wurde nie und zu keiner Zeit von der
Kirche gesagt, die allererste Lehre war die, das unschuldigt ungetaufte Kinder in die Hölle kommen. (Evelins
Gatte) Augustinus war der Auffassung, die ungetauft gestorbenen Kinder kämen in die Hölle (mit geringen
Peinen). Doch nicht nur die Vertreter der Limbus-Lehre hatten dazu einen Gegenentwurf bereit. 3 Beispiele:
– Jean Gerson (1429) kennt ein göttliches Sonderprivileg für die Rechtfertigung solcher Kinder. – Cajetan
(+ 1534) vertritt die (später von anderen Theologen übernommene) Theorie der Kinderersatztaufe, unter
der er eine Art Begierdetaufe durch die Eltern versteht. – Heinrich Klee (+ 1840) spekuliert über eine
göttliche Illumination, die den Kindern eine Entscheidungsmöglichkeit gebe. Gewiß hat das Griechendekret
des Florentinum 1439 gelehrt: Wer im Stand einer schweren Sünde oder auch nur der Erbsünde sterbe, komme
alsbald in die Hölle, wenngleich mit verschiedenen Strafen (cf. DS 1306). Doch die erwähnten Theorien,
die auch vor Vaticanum II in den Handbüchern offen diskutiert werden konnten, gehen eben davon aus, es
gebe für die Kinder eine Möglichkeit, von der Erbsünde befreit zu werden. Papst Pius VI. verbot a.D.
1794, den Limbus ein pelagianisches Märchen zu nennen. Aber auch dadurch ist die entsprechende theologische
Theorie nicht schon unfehlbarer Glaubenssatz.
@ Gatte „wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet werden“ vielleicht kannst Du mal die Reihenfolge
beachten! Im Normalfall ist der Glaube des Zutaufenden Basis der Taufe …
#6 Agiafortuni 19:13:11 | Freitag, 2. Dezember 2005
Toby: es ist schwammig geworden Schwammig ist die ganze Eschatologie Ratzingers. Er will auf biegen und
brechen Diener zweier Herrn sein. Einerseits ist er seiner ganzen Kultur nach ein Vollblutskatholike aber
sein Geist ist leider vom Modernismus völlig angefressen. Er wird daher den Dingen ihren Lauf lassen
und wenig tun, um die erorderliche Wende herbeizuführen.
Es ist vieles schwammig geworden in der heiligen Kirche Gottes. Man will also die Limbus-Theorie verwerfen
zugunsten eines in theologischer Edelsprache verpacken Kirche-als-universales-Heilssakrament-Gelaberes,
das nichts und alles heißen kann. Nur so nebenbei hier: Genauso unklar ist die Haltung der Kirche zur
Interkommunion geworden: „grundsätzlich“ verboten, im Einzelfall „irgendwie“ erlaubt. Wenn man die „Einzelfälle“
summiert, ergibt es aber auch eine Menge. Wieso gilt dann aber noch das „grundsätzliche“ Verbot? Logik???
Sehr seltsam das alles …
Jetzt wird sich weisen, ob Papst Benedikt XVI. unter dem Einfluß seiner Standesgnade den Limbus Puerorum
aufrechterhält, den sogar JoPaII. ausdrücklich bestätigte (um auf der anderen Seite allerdings wieder
Gegenteiliges zu schreiben), oder ob er der Irrlehre verfällt. Die lehrmäßig zulässige Alternative
wäre nämlich nur die „normale“ Hölle für die ungetauften unschuldigen Kinder. Dass ungetaufte Kinder
in den Himmel kommen könnten, wurde nie und zu keiner Zeit von der Kirche gesagt, die allererste Lehre
war die, das unschuldigt ungetaufte Kinder in die Hölle kommen. Am Limbus Puerorum steht und fällt die
Heilsnotwendigkeit der Taufe, an dieser die ganze Kirche mit Lehre, Glauben, Sakramenten. Allein dass
da ein dahergelaufenes Modernistenpack in Rom zus.kommen darf, um um über ihre je persönl. Irrlehren
zu diskutieren, ist zum Verrücktwerden. Genauso lief es bei der Hl. Messe, bei den anderern Sakramenten,
beim Ökumenismus, beim Exorzismus, usw. Wer gegen die Worte Christi, den Taufbefehl („…geht und tauft
sie auf den Namen des Vater und des Sohnes und des Hl. Geistes“) und die Heilsnotwendigkeit („wer glaubt
und sich taufen läßt, wird gerettet werden“) vorgeht, kreuzigt ihn nocheinmal, weil durch die von ihm
eingesetzten Heilmittel, besonders die Sakramente die Daemonen besiegt werden. Auf den leeren Altären
hausen die Daemonen. In den ungetauften Menschen ebenfalls. Genau deshalb die Taufexorzismen, die das
zuvor erwähnte Modernistenpack zu Rom im NO ja bereits abgeschafft hat. Der Gatte der Evelin
Si si no no Leider nein, nur indirekt. Laut meinem heute hier im Kreuznet-Forum erwähnten www.kreuz.net/…ticle.2304-page.html
„Times“-Artikel (Kommentar ganz unten) dieses: >> Vatican sources said yesterday that the commission would
recommend that Limbo be replaced by the more „compassionate“ doctrine that all children who die do so
„in the hope of eternal salvation“. {Über den Cardinal Ratzinger 1984} „Personally, I would let it drop,
since it has always been only a theological hypothesis.“ << Noch ist nichts druckreif. Doch „drop“ heißt
fallenlassen. Alternativloses Streichen der störenden Stelle der beständigen Lehre der „alten“ Kirche.
Mich wundert, daß sich manche wundern. Solche Neuerungen gibt es doch seit V.II nun wirklich ständig.
Man könnte sagen: auf ein paar mehr oder weniger kommt es nicht mehr an.