08:44:48 | Sonntag, 4. Dezember 2005
Akt der Aggression + Eines wie keines + Der übernächste Schritt? + Exegetisches Neuland + Welcher Spieler hat uns in der Hand?
Akt der AggressionVatikan. Papst Benedikt XVI. hat im Lebensschutzbereich mehr Bewußtseinsbildung gefordert.
Der Heilige Vater sprach gestern vor lateinamerikanischen Vertretern der bischöflichen ‘Kommissionen
für Familie und Leben’. Die Tötung von ungeborenen Kindern sei ein Akt der Aggression gegen die Gesellschaft.
Politiker und Gesetzgeber hätten die Pflicht, das grundlegende Recht auf Leben jedes Menschen zu schützen.
In Anspielung auf die Kindertötungspille sprach Benedikt XVI. von der „Erleichterung der Eliminierung
von Embryos“.
Eines wie keinesVatikan. Papst Benedikt XVI. soll das Angebot einer österreichischen
Familie abgelehnt haben, ihm ein neues Klavier zu schenken. Das berichtete die Nachrichtenagentur ‘Adnkronos’.
In einem persönlichen Brief dankte der Heilige Vater der Familie herzlich. Er habe abgelehnt, weil er
zu sehr an seinem alten Klavier hänge.
Der übernächste Schritt?Niederlande. In den Niederlanden
wird eine Kommission aus drei Ärzten, einem Juristen und einem sogenannten Ethiker an einem Gesetz arbeiten,
welches
den Mord an neugeborenen Behinderten ermöglichen soll. Das gaben das Gesundheits- und das Justizministerium
am Dienstag bekannt. Die Tötung von Behinderten im Kindesalter bleibt zwar theoretisch verboten, soll
aber – wie die Kommission wohl empfehlen wird – straffrei gestellt werden. Der CDU-Behindertenbeauftragte
im Deutschen Bundestag, Hubert Hüppe, warnt jetzt: „Damit gehen unsere westlichen Nachbarn beim ärztlichen
Töten wieder einen Schritt weiter.“ Das sei eine abschüssige Bahn, die bei der Tötung auf Verlangen
bei schwerer Krankheit beginne und bei der Tötung ohne Verlangen ende.
Exegetisches NeulandDeutschland.
Ab dem zweiten Adventsonntag verkauft die evangelische Gemeinde im Nürnberger Stadtteil Katzwang einen
Bibelkalender mit pornographischen Darstellungen der Gemeindejugend. Nürnberg ist die zweitgrößte Stadt
in Bayern. Die abgelichteten Darsteller – teilweise jünger als 18 Jahre – posieren zwecks Umsatzsteigerung
mit wenig oder ohne Kleidung. Die angeblich auf dem Titelblatt dargestellte Ursünde wurde in der örtlichen
evangelischen Pfarrkirche vor dem Hochaltar aufgenommen. Das Modell bedeckt seine Blöße lediglich mit
seiner Haarpracht und einem Feigenblatt. Der Katzwanger Pastor findet es „anerkennenswert, wenn sich die
Jugendlichen mit der biblischen Geschichte befassen“. Die evangelische Landeskirche verweigerte jeden
Kommentar. Ein Sprecher von Kardinalerzbischof Friedrich Wetter kritisierte die Darstellungen: „Das ist
nicht die richtige Form, sich mit der Heiligen Schrift auseinander zu setzen, indem man die Hosen runterläßt.
Welcher Spieler hat uns in der Hand?„Wie soll ich meine Seele halten,
daß sie nicht an deine rührt?
Wie soll ich sie hinheben über dich
zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie
bei irgendwas Verlorenem
im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle,
die nicht weiterschwingt,
wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich, nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten
eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Spieler hat uns in der Hand?“
Text und Illustration von der Homepage der Pfarrei Breitenbach im Bistum Würzburg zum zweiten Adventsonntag
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#6
FioreGraz 22:32:42 | Sonntag, 4. Dezember 2005
#5
Christin 22:21:46 | Sonntag, 4. Dezember 2005
#4
Benedikt 16:43:22 | Sonntag, 4. Dezember 2005
#3
Krzyszek 12:15:17 | Sonntag, 4. Dezember 2005
#2
Sirilo 11:38:35 | Sonntag, 4. Dezember 2005
#1
Le Trot 10:13:35 | Sonntag, 4. Dezember 2005