Im November erhob Papst Benedikt XVI. die australische Ureinwohnerin Dr. Lowitja O’Donoghue zur Dame des ‘Päpstlichen Ordens des heiligen Gregor des Großen’.
(kreuz.net, Adelaide) Frau Lowitja O’Donoghue (73) stammt aus dem Teilstaat Südaustralien und wohnt in
dessen Hauptstadt Adelaide. Sie wurde als Tochter einer Ureinwohnerin und eines weißen Vaters geboren.
Frau O’Donoghue ist eine ehemalige Vorsitzende der ‘Kommission der Ureinwohner und der Inselbewohner
der Torres-Straße’. Sie war ihr Leben lang als Bürgerrechtlerin tätig.
Die Torres-Straße ist eine
Meerenge zwischen dem australischen Bundesstaat Queensland und Papua-Neuguinea.
1984 wurde sie zur Australierin
des Jahres ernannt. Von fünf Universitäten erhielt sie die Ehrendoktorwürde. 1993 war Frau O’Donoghue
die erste und einzige australische Ureinwohnerin, die je vor der UNO-Generalversammlung sprach.
Auf die
Frage, wer ihr Leben und Denken am meisten beeinflußt habe, antwortete Frau O’Donoghue in einem Interview,
das 1997 in einem Buch publiziert worden war, ohne zu Zögern: der US-amerikanische Prediger und Bürgerrechtler
Martin Luther King, der ehemalige südafrikanische Präsident Nelson Mandela und der südafrikanische
anglikanische Erzbischof Desmond Tutu.
„Sie waren für mich immer eine Quelle der Inspiration“.
Trotz
ihrer christlichen Erziehung in der Jugend sei sie keine Kirchgängerin: „Wie die meisten Ureinwohner
fühle ich mich in Harmonie mit dem Land“, erklärte Frau O’Donoghue im Interview:
„Es gibt eine Spiritualität,
die vom Land herausfließt. Ich stärke mich daran, wenn der Weg schwierig wird. Das hilft mir auch, Verzweiflung
zu überwinden. Ich denke, das ist so wie wenn praktizierende Christen in Lebenskrisen von ihrem Glauben
her Hilfe erfahren.“
Ende November anerkannte Papst Benedikt XVI. Frau Lowitja O’Donoghue für ihren
herausragenden Verdienste „im Dienst der Katholischen Kirche“.
Darum reihte sie der Heilige Vater unter
die „Damen des Ordens von St. Gregor dem Großen“.
Die Mitgliedschaft in diesem Orden legt keine besonderen
Verpflichtungen auf. Der Orden wird darum gerne verliehen, um besondere kirchliche Verdienste eines Einzelnen
zu ehren.
Frau O’Donoghue wurde für ihre herausragende Führung der Ureinwohner, für ihr Mitgefühl
und ihre Sorge um die Verletzlichsten der Gesellschaft sowie für ihr Beispiel christlicher Liebe und
Vergebungsbereitschaft ausgezeichnet.
Der päpstliche Orden von St. Gregor wurde im September 1831 von
Papst Gregor XVI. begründet. Gewöhnlich schlagen die Diözesanbischöfe oder Apostolischen Nuntien die
Kandidaten vor.
Seit 1994 wird der Orden auch an Damen verliehen.
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7 Lesermeinungen
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nochmals: wo ist das problem? Problematisch ist daß Nicht-Katholiken (sogar Nicht-Christen) mit einem
Orden bedacht werden – für Verdienste um die Katholische Kirche. aber warum sollen sie denn einen päpstlichen
orden nicht erhalten dürfen? offensichtlich ist es für den empfang dieses ordens nicht zwingend vorgeschrieben,
katholik zu sein. daher können auch verdiente menschen anderer religionen oder konfessionen diesen orden
erhalten. und genau das ist hier geschehen. wenn die kirche für alle menschen da ist und zu allen menschen
gesendet ist, kann sie u.a. auch auf diese weise ihre verantwortung für alle menschen wahrnehmen und
verdiente menschen guten willens auszeichnen. da ist gar nichts problematisches dabei. warum sollte es
nicht möglich sein, menschen anderer religionen zu ehren? in der jerusalemer shoah-gedenkstätte yad
vashem gibt es doch auch einen ehrenhain für die gerechten aus allen völkern. einer der dort gepflanzten
bäume steht für den kölner erzbischof josef kardinal höffner.
@Dr. Carlo Regazzoni Laut schwarzem Brief 47/2005 hat er dem jüdischen Rabbi Rosen – einem Feind der
Christen – der Orden des heiligen Gregor des Grossen verliehen … Zwar nehme ich nicht an, dass Rabbi
Rosen den Orden dafür erhielt, dass er Christen nicht mag. Auch ist es sein gutes Recht, sie nicht zu
mögen. Es wäre jedoch wünschenswert, wenn Rom mit der Verleihung von Orden etwas weniger grosszügig
umgehen würde. Lieber Dr. Carlo Regazzoni, ich weiss nichts von Rabbi Rose, deshalb bin ich interessiert,
zu erfahren, wie sich der Hass des Rabbiners gegen die Christen äussert. MfG
Das ist eine gute Sache… Also ich finde das ist eine ausgezeichnete Idee. Zeigt es doch das die katholische
Kirche mehr auf den Menschen und das Lebenswerk des Menschens schaut und nicht auf die Abstammung oder
sonst etwas. Papst Benedikt XVI – haste mal wieder gut gemacht!!!
#4 MilesChristi 21:14:07 | Montag, 5. Dezember 2005
Warum Wiener schreibt. „wo liegt das besondere/problematische (?) an gerade dieser verleihung?“ Problematisch
ist daß Nicht-Katholiken (sogar Nicht-Christen) mit einem Orden bedacht werden – für Verdienste um die
Katholische Kirche. Das ist das Skandalöse… aber wiederum leider auch für dieses Pontifikat kennzeichnend.
gut. und wo ist das problem? Frau O’Donoghue wurde für ihre herausragende Führung der Ureinwohner, für
ihr Mitgefühl und ihre Sorge um die Verletzlichsten der Gesellschaft sowie für ihr Beispiel christlicher
Liebe und Vergebungsbereitschaft ausgezeichnet. davon ausgehend, dass kirchliche ordensverleihungen so
gut wie täglich stattfinden und diese gewöhnlicher weise keine schlagzeile wert sind: wo liegt das besondere/problematische
(?) an gerade dieser verleihung? oder anders gefragt: worin liegt der nachrichtenwert des artikels? bitte
um beantwortung, da ich weder das eine noch das andere zu erkennen vermag.
Gregorius-Orden Wenn Konrad richtig informiert ist, dann erhielt auch Christa Meves jüngst diesen Orden,
sicher verdient. Auch Fürstin Gloria von Thurn und Taxis sollte eine Ehrung erhalten für ihr mutigen
Eintreten für Bischof Müller und gegen das arrogante ZdK. Aber vielleicht wurde der Orden für die Australierin
schon vor Benedikt XVI. beantragt und genehmigt. Berichtet kreuz.net auch davon, das der Hl. Vater nicht
am so genannten „Weihnachtskonzert“ diverser Popsänger im Vatikan teilnahm?
#1 Agiafortuni 10:28:59 | Montag, 5. Dezember 2005
Zu Benedikt XVI Verleihung von Orden Benedikt XVI scheint Orden nach dem Grundsatz der Beliebigkeit zu
verteilen. Laut schwarzem Brief 47/2005 hat er dem jüdischen Rabbi Rosen – einem Feind der Christen –
der Orden des heiligen Gregor des Grossen verliehen und jetzt beglückt er eine Ureinwohnerin Australiens
mit jenem Gregor XVI. Zwar nehme ich nicht an, dass Rabbi Rosen den Orden dafür erhielt, dass er Christen
nicht mag. Auch ist es sein gutes Recht, sie nicht zu mögen. Es wäre jedoch wünschenswert, wenn Rom
mit der Verleihung von Orden etwas weniger grosszügig umgehen würde.