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Dienstag, 6. Dezember 2005 09:29
Streit um die Kommunionpatene
Im Vorseminar der Erzdiözese Köln ist ein erbitterter Streit um die an sich harmlose Kommunionpatene entbrannt. Was von Rom vorgeschrieben ist, scheint in Köln streng verboten zu sein.
(kreuz.net, Neuss) Aus „absolut zuverlässiger Quelle“ sickerte jüngst durch, daß der Direktor des Vorseminars für Geistliche Berufe der Erzdiözese Köln einem Priester hochoffiziell verboten hat, bei der Spendung der Heiligen Kommunion die vom Meßbuch vorgesehene Kommunionpatene zu benutzen.

Das Vorseminar nennt sich Collegium Marianum und befindet sich in Neuss. Neuss liegt unweit von Düsseldorf.

Die Kommunionpatene ist ein vergoldeter Metallteller, der bei der Austeilung der Heiligen Kommunion benützt werden muß, um dabei üblicherweise herunterfallende konsekrierte Hostienpartikel aufzufangen.

Zur Zeit beherbergt das Collegium Marianum einen ausländischen Ordenspriester, der in Köln auf eine Inkardination durch Kardinal Joachim Meisner hofft.

Der Priester soll sein Kloster verlassen haben, weil die dortigen liturgischen Mißbräuche für Ihn nicht mehr tragbar gewesen seien.

Während der Abwesenheit des Direktors des Vorseminars, Hw. Herbert Ullmann, zelebrierte dieser Priester am 23. November 2005 für die Seminargemeinschaft eine Heilige Messe in der Hauskapelle.

Ahnungslos benutzte der Priester zur Spendung der Heiligen Kommunion die Kommunionpatene wie sie in § 93 der letzten Römischen Instruktion ‘Redemptionis Sacramentum’ vorgesehen ist.

Ein offensichtlich liturgisch verwirrter Teil der Seminargemeinschaft verweigerte daraufhin den Empfang der Heiligen Kommunion. Der genaue Grund für diesen Schritt bleibt unklar.

Ein anderer Teil der Mitglieder des Vorseminars empfing die Heilige Kommunion – wie sie es auch sonst zu tun pflegen – kniend in den Mund.

Der Zorn der Kommunionverweigerer gegen den zelebrierenden Priester und die übrigen Seminaristen wurde offenbar von der Leitung des Vorseminars zum Anlaß genommen, eine Seminarversammlung einzuberufen.

Dabei wurde den Seminaristen, welche die Kommunion nicht verweigert hatten, stark zugesetzt. Direktor Ullmann sah sich anschließend berechtigt, dem Ordenspriester den Gebrauch der Kommunionpatene strengstens zu verbieten.

© Bild: www.schreibmayr.de
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 34 Lesermeinungen:
Freitag, 30. Dezember 2005 14:30
Abraxel: Und wenn Christus tausend mal in Bethlehem geboren wäre
und nicht ein einziges Mal in deinem Herzen, dann wäre er dir nicht nütze.

Zwei Sachen möchte ich hier los werden. Jesus brach das Brot und sprach NEHMET alle davon …soll heißen unser Herr machte es uns vor, wie wir mit den Händen seinen Leib weiter reichen dürfen!
Und Zweitens: Die Lästereiein über die Häßlichkeit der Kapelle vom Marianum verstehe ich nicht. Mein Herz reagiert jedenfalls mit Andacht, alleine schon wenn ich das Licht der Fentser betrachte. Ich empfinde sie als wunderschön und noch moderner als die Werke Chagals. Bitte laßt mir mein ästetisches Emfinden, so wie ich jedem sein Gefühl lasse, die Kapelle nicht zu mögen. Doch zu sagen, sie sei schlecht ist die Anmaßung der Meinung einiger, die ihre Gefühle als einzige Wahrheit anderen aufoktroyieren wollen. Das habe ich als Christ nicht nötig. Redet doch lieber davon, dass sie eurem Geschmack nicht entspricht.

Heiligkeit in euren Herzen !

Abraxel
Montag, 12. Dezember 2005 13:11
Ruhe: Ikonographische
Ach wehe dem, lieber Erzkwark, wehe der anderen eine Grube gräbt.
Ich dachte immer, Marianer hätten nicht nur eine geistliche sondern auch eine soziale Vorbereitung für den kommenden Lebensweg genossen.
Also, zunächst würde mich Ihre, wie nennen Sie es, ikonographisches Gutachten zu den Fenstern und dem blechernen Satan gerne lesen. Graben Sie doch mal.
Des Weiteren ist mir völlig schleierhaft, wie einem Vorseminar, welches durch die Siegeszeichen des Satans gebrandmarkt ist, Bischöfe entspringen können.
Und ich hoffe auch, dass sie dieses Seminar verlassen haben als sie merkten wie Satan alle in der Hand hatten. Alles andere wäre natürlich inkonsequent. Aber bestimmt haben sie die Kommunität nicht freiwillig verlassen, so beleidigend wie sie hier über die damalige und heutige Leitung des Hauses referieren. Weiterhin macht mich der Gedanke froh, Sie nicht zum Klerus der katholischen Kirche zählen zu müssen. Dennoch warte ich gespannt auf ihre Kapellenbetrachtung.
Samstag, 10. Dezember 2005 10:50
Erzkwark: Das übliche Gelüge
Ihr lieben Leute, ich weiß nicht, was der Gegenstand ist? Schon vor 15 Jahren war in der mit allen Siegzeichen Satans ausgestatteten Lasterstätte des Collegium Marianum, der Kapelle, das Hl. Meßopfer, wenn es einmal zustande kam, verhöhnt worden.

Falls von Interesse, werde ich mein ikonographisches Gutachten zu den Fenstern und dem blechernen Satan „ausgraben“.
Außer in Wien, habe ich noch nirgendwo so eine offene Satanshuldigung gesehen.
Daß es in solchen Zuchtstätten 20-jährige Kinder gibt, die statt christkatholisch „einfach nur gut“ sein wollen, zeigt vor allem, daß aus den besseren Kreisen keiner mehr Mut hat, dem Ruf des guten Königs zu folgen.
Donnerstag, 8. Dezember 2005 23:31
Elendester Sünder: Betthupferl
Großinquisitor Athanasius irrte: „Die Katholische Kirche hat nie die Handkommunion toleriert und schon gar nicht ist dieses Missbrauch typisch für die katholische Kirche.“

Ich pflege auch die kniende Mundkommunion, trotzdem muß dem unehrlichen sedivakantistischen Athanasius, auch hier leider grundsätzlich widersprochen werden.

Auszug aus Redemptionis Sacramentum:
„Obwohl jeder Gläubige immer das Recht hat, nach seiner Wahl die heilige Kommunion mit dem Mund zu empfangen, soll in den Gebieten, wo es die Bischofskonferenz erlaubt hat und deren Beschluß vom Apostolischen Stuhl rekognosziert wurde, auch demjenigen die heilige Hostie ausgeteilt werden, der das Sakrament mit der Hand empfangen möchte. Man soll aber sorgfältig darauf achten, daß der Kommunikant die Hostie sofort vor dem Spender konsumiert, damit niemand mit den eucharistischen Gestalten in der Hand weggeht. Wenn eine Gefahr der Profanierung besteht, darf die heilige Kommunion den Gläubigen nicht auf die Hand gegeben werden.“
Donnerstag, 8. Dezember 2005 00:40
Erzkwark: Weshalb
ist denn mein strukturierter Beitrag gelöscht worden?
Wird hier immer so verfahren?
Handelt es sich d o c h um eine Satireseite?

Ratlos bittet den Zensor um private Post

EK
Mittwoch, 7. Dezember 2005 22:33
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