Kirchenmusik
Wurde Christus in Wien aufgebahrt?
Gestern zelebrierte die Wiener Dompfarrei um 12.00 Uhr im Stephansdom eine heilige Messe für die Seele ihres wohl berühmtesten ehemaligen Mitgliedes.
(kreuz.net, Wien) Die heilige Messe wurde anläßlich des 214. Todestages von Wolfgang Amadeus Mozart gelesen. Am Ende des Gottesdienstes löste der Dompfarrer, Anton Faber (43), mit einem Versprecher eine gewisse Erheiterung aus.

Er kündigte am Ende der Messe die Segnung einer Mozart-Gedenktafel bei der Taufkapelle an. Anschließend wolle man zur neurenovierten Kreuzkapelle hinübergehen, „wo einst der Leichnam Jesu Christi aufgebahrt wurde“.

Der Priester bemerkte seinen Versprecher und verbesserte sich sogleich: „wo einst der Leichnam Wolfgang Amadeus Mozarts aufgebahrt wurde“.

Bei dieser Gelegenheit erwähnte der Dompfarrer, daß dem großen Komponisten kein Armenbegräbnis, sondern ein sogenanntes „Begräbnis dritter Klasse“ zuteil geworden sei.

Die damalige Begräbnisordnung folgten den Bestimmungen der josephinischen Zeit.

Nach seinem Tod am 5. Dezember 1791 und der Einsegnung des Leichnams in der Kreuzkapelle sei Mozart tags darauf am 6. Dezember auf dem Wiener St. Marxer Friedhof bestattet worden.

Der Intendant des bevorstehenden Mozartjahres ‘WienMozart2006’ ging nach der Gedenktafelsegnung in Anwesenheit von Presse und ‘Österreichischem Rundfunk’ zumindest indirekt auf den Versprecher des Dompfarrers ein.

Er erwähnte Zitate bekannter Persönlichkeiten, die Mozarts Musik dem himmlischen Bereich zuordneten.

Das bevorstehende Mozartgedenkjahr – am 27. Januar wird sein 250. Geburtstag gefeiert – wurde damit schon gestern inoffiziell im Wiener Stephansdom eingeläutet.

Bekanntlich gehört auch Papst Benedikt XVI. zur Mozart-Fangemeinde.
      
9 Lesermeinungen
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#9   palestrina   10:05:05 | Mittwoch, 7. Dezember 2005
Mo…
Liebe Leute,
auch als bekennender Traditionalist macht es mich schmunzeln, das hier, wo es um MOzart gehen sollte, wieder nur das MO gesehen wurde und sogleich eine (Anti)MOdernismusdebatte losgeht. Da möchte ich nur „MOment mal“ sagen und darum bitten, vielleicht gelegentlich auch mal beim Thema zu bleiben. Von jeder x-beliebigen Fragestellung auf ihre Lieblingsthemen zu kommen, ist sonst nur bei Politikern MOde.
Viele Grüße
Palestrina
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#8   Rudolphus   09:59:50 | Mittwoch, 7. Dezember 2005
@Rocky
Ja!
Nur Blinde sehen nicht, daß die katholische Kirche in der größten Krise seit der Reformation ist!
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#7   Rocky   22:30:16 | Dienstag, 6. Dezember 2005
@ athanasius
…wenn Du mir beweisen kannst, dass der Vorwurf des Neo-Modernismus…
Ist das hier ein Schulforum, wo was und wem und wie bewiesen werden muss? Du redest völlig daneben in deinem unstillbaren Eifer: Ich habe nicht gesagt, dass man gegenüber dem Papst nicht auch liebevoll eine andere Meinung haben darf … aber deine Auisfälle, deine „integrierten“ Bemerkungen gegen den Papst ist für einen Katholiken, der seine Kirche liebt, unannehmbar!(PS. Katharina v. Siene und die anderen von dir aufgezählten… na ja, die kenne ich schon… verlass dich darauf!). Bitte, wenn du über den papst sprichst – auch wenn das eine oder andere dir nicht gefällt – dann und gerade dann, bitte mit Hochachtung vor seinem Amt als Stellvertreter Christi! Entweder bist du Katholik, dann NICHT ohne Papst! Daher meine Frage, ob du noch Katholik bist!
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#6   Andreas   19:56:11 | Dienstag, 6. Dezember 2005
Mozart…ja, aber
wie stets hier mit Mozarts Freimaurertum?
Ich meine nur, daß sich bis heute die Gerüchte halten, Mozart hätte sich von seiner anfänglichen Euphorie für den Bruderclub mit den Schürzen später erholt und so einiges erkannt.
Als er dann „raus“ wollte, nja, die Illus machen da kurzen Prozeß.
Sein Requiem spricht eine deutliche Sprache in Richtung:
Lieber Gorr, was habe ich da angerichtet,…
Nun gut bis zum Offertorium ist er noch gekommen.
Besonders das Dies irae ist mehr als nur aus tiefster Seele geschrieben. Soweit die Gerüchteküche.
Jetzt dürft Ihr wieder.
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#5   Athanasius   19:41:58 | Dienstag, 6. Dezember 2005
@Rocky
Ich verstehe Deine Kritik, aber bitte schaue auch mal auf deine eigene Höflichkeit. Übrigens hat die hl. Katharina von Siëna Päpste auch so ‘beschimpft’, und oft schlimmeres vorgeworfen. Und was zu denken vom Hl. Vinzenz Ferrier der einem avignonenischen Gegenpapst die Treue erwies und den – gültigen – Römischen verwarf.
Ganz mit Dir einverstanden würde ich aber erst sein, wenn Du mir beweisen kannst, dass der Vorwurf des Neo-Modernismus und der Revolution ohne Grund ist, und Paul VI. keine Neuerungen in der Lehre verbreitet hat. Das ist aber unmöglich, denn er hat das getan. Leider.
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#4   Rocky   18:38:43 | Dienstag, 6. Dezember 2005
@rudolphus
Der Modernismus als „guter Ton“ – alles noch das Erbe der Pontitikate Pauls VI. und Johannes Pauls II., dessen Schülers (1963-2005).
Es ist eine Tragik und eine Katastropher, wie du über Päpste referierst! sag mal, machst du das auch mit anderen so – etwa deinen Freunden, Lehrer, Seelsorger?
Bist du – fühlst du – dich eigentlich noch als Katholik? Küng und auch alle Protestanten reden genau so über die Päpste! Wenn das deine „Orientierung ist“, dann bist du wohl nur als „Spion“ bei kreuz.net
(… oder ernenne dich doch gleich zum Papst! Gegen-Päpste hat es ja schjon jede Menge gegeben!
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#3   Athanasius   16:50:34 | Dienstag, 6. Dezember 2005
Isch ja guat
Bekanntlich gehört auch Papst Benedikt XVI. zur Mozart-Fangemeinde.
Wow jetzt auch Gruppen nach musikalischem Geschmack!
:-)
Doch schön wenn an Mozart erinnert wird und für ihn gebetet wird. Ich habe nichts über „Modernsmus“ in diesem Artikel gelesen, halt nur, dass die Messe wahrscheinlich nach Bugnini-Ritus zelebriert wurde. Das schon, aber sonst nichts aufregendes.
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#2   stimme der vernunft †   16:07:00 | Dienstag, 6. Dezember 2005
schrecklich!
Eine Seelenmesse für Mozart ist natürlich ein schreckliches, modernistisches Spektakel, da hast du völlig Recht.
Weisst du eigentlich was ein Freudscher Versprecher ist? Das istr, wenn man nicht das sagt, was man eigentlich sagen „müsste“ sondern das, woran man gerade denkt.
Wenn ein Priester bei einer Seelenmesse an Jesus Christus denkt kann das natürlich nicht angehen.
Wirklich schrecklich diese entsetzlichen Modernisten!
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#1   Rudolphus   15:56:47 | Dienstag, 6. Dezember 2005
Freudscher Versprecher?
Bekanntlich ist Msgr. Faber bekennend heterodox und noch schlimmer wohl ein Modernist.
Der Dompfarrer legt Zeugnis gegen die Rechtgläubigkeit des Wiener Metropoliten ab, Seine Eminenz Christoph Cardinal Schönborn.
Der Modernismus als „guter Ton“ – alles noch das Erbe der Pontitikate Pauls VI. und Johannes Pauls II., dessen Schülers (1963-2005).
Gebe Gott, daß sich der XVI. Papst Benedikt auf die großartige Ära davor besinne.
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