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Dienstag, 6. Dezember 2005 18:11
Vor der Haustüre des Bischofs von Basel
Erstaunlich fachkompetent, sogar positiv berichtete das Lokalblatt ‘Solothurner Tagblatt’ über einen Großaufmarsch der Piusbruderschaft drei Kilometer südlich der Bischofsstadt Solothurn.
Links: Bischof Bernard Fellay Rechts: Wandermuttergottes der FSSPX Schweiz
Links: Bischof Bernard Fellay
Rechts: Wandermuttergottes der FSSPX Schweiz
(kreuz.net, Biberist) Die Priesterbruderschaft St. Pius X. versammelte am vergangenen Samstag in der Schweizer Ortschaft Biberist gegen tausend Gläubige zu einem Pontifikalamt anläßlich des 100. Geburtstag des französischen Erzbischof Marcel Lefèbvre (1905-1991). Gleichzeitig wurde eine Wandermadonna gekrönt.

Das berichtete am Montag die Tageszeitung ‘Solothurner Tagblatt’.

Das 8000-Seelendorf Biberist befindet sich im Kanton Solothurn ungefähr drei Kilometer südlich der gleichnamigen Kantonshauptstadt, die auch der Sitz des Bischofs von Basel ist.

Das ‘Solothurner Tagblatt’ stellt Erzbischof Marcel Lefèbvre als Vorkämpfer der „Traditionalisten“ vor, welche die Modernisierung der Kirche und die Reformen des Zweiten Vatikanums (1962-1965) ablehnen.

Mit Bezug auf das Pontifikalamt vermutet die Zeitung, daß man sich so eine Messe in den 50er Jahren vorstellen müsse:

„Die Bibellesung, Gebete und Lieder waren lateinisch, während des eucharistischen Hochgebetes kehrte der zelebrierende Geistliche der Gemeinde den Rücken zu, und unter den Gläubigen befanden sich auffallend viele kinderreiche Familien, die meisten Frauen trugen lange Röcke, einige auch weiße Schleier oder Kopftücher.“

Die Kleider- und Haarmode sowie zahlreiche Digitalkameras und die geparkten Autos hätten jedoch in die Gegenwart verwiesen.

Gegen tausend Gläubige aus allen Teilen der Schweiz und dem angrenzenden Ausland nahmen am zweistündigen Pontifikalamt teil, das in der vollbesetzten ‘Culturarena’ in Biberist zelebriert wurde.

Die ‘Culturarena’ ist ein Veranstaltungszentrum, das über einen 650 Quadratmeter Saal mit Bühne verfügt und 1500 Personen aufnehmen kann.

Während des ganztägigen Anlasses wurde auch eine Fatima-Statue gekrönt. Sie wird in den kommenden Monaten als Wandermadonna durch die zehn Priorate der Priesterbruderschaft in der Schweiz ziehen.

Bischof Bernard Fellay, der Generalobere der Priesterbruderschaft, betonte nach Angabe des ‘Solothurner Tagblatts’ in seiner fast 40minütigen Homilie, daß die Krönung der Fatimastatue mehr als eine feierliche Zeremonie sei:

„Wir anerkennen die Muttergottes damit als unsere Königin“, sagte Mons. Fellay nach Angaben den ‘Tagblatts’. Der Bischof sprach abwechslungsweise auf Deutsch und Französisch.

Im Anschluß an die Messe wurde die Weihe des Schweizer Distrikts der Priesterbruderschaft an das Unbefleckte Herz Mariens erneuert.

In der Mittagspause sei das Zusammengehörigkeitsgefühl spürbar geworden, das für viele Gläubige ein wesentlicher Grund für ihre Reise nach Biberist gewesen sein dürfte, schreibt die Zeitung.

Die ungefähr 3000 Schweizer Gläubigen der Bruderschaft würden sich kennen und eine ähnliche Weltanschauung teilen.

Am Nachmittag erinnerte der französische Weihbischof der Piusbruderschaft, Mons. Bernard Tissier de Mallerais, in einem Vortrag an die wichtigsten Lebensstationen des Gründers und an dessen Kampf gegen den Modernismus.

Mons. Fellay referierte über seine Audienz bei Papst Benedikt XVI. im vergangenen August. Über eine Annäherung an Rom sei allerdings wenig Neues zu erfahren gewesen, so das ‘Solothurner Tagblatt’:

„Wir sind nicht gegen den Papst oder die katholische Kirche. Wir sind, was wir immer waren: Katholiken“, werde von den Anhänger Lefèbvres immer wieder betont.

„De facto befinden sie sich aber außerhalb der katholischen Kirche“, bestätigte dagegen Mariano Galgano, der Informationsbeauftragter der Schweizerischen Bischofskonferenz.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 14 Lesermeinungen:
Dienstag, 13. Dezember 2005 23:19
Agiafortuni: zu den angeblichen V2 Häresien
keiner der vier Konzilspäpste hat eine einzige Häresie verkündet. Dennoch haben alle vier die Häresie fördernde Irrtümer verbreitet. Das ist leider nicht gleichbedeutend mit Häresie, denn damit Häresie vorliegt, muss hinter geleugnete Glaubenswahrheit das unfehlbaren Lehramt stehen, was bei den von V2 geleugneten Glaubensregel nicht der Fall ist. Mit anderen Worten: ein falsches Glaubensverständnis wie es im Gefolge de Lubacs und Congar, Johannes XXIII, Paul VI und JP II vertreten haben kommt durch Verletzung einer Glaubensregel – beispielsweise die Wahl einer ungeeigneten Philosophie – jedoch nicht durch Leugnung einer Glaubenswahrheit zustande. Allerdings bemerkt Pius XII in Humani Generis dazu: „Man darf ebenfalls nicht annehmen, dass dasjenige, was in den Enzykliken dargelegt wird, als solches keine Zustimmung verlange, weil darin die Päpste nicht die höchste Gewalt ihres Lehramtes ausübten. Denn es handelt sich dabei um Aeusserungen kraft der Ordentlichen Lehramtes, von dem ja auch das Wort Christi gilt: Wer euch hört, der hört mich.“ Diese Erklärung bezieht sich auf die in den Enzykliken enthaltenen Glaubensregeln und nicht auf die Person Pius XII. Im Gegensatz dazu behaupten die Konzilspäpste, man müsse allem was sie erklären zustimmen.
Dienstag, 13. Dezember 2005 15:07
ultimo: Schisma
Da hier immer wieder vom Schisma die Rede ist: Wäre dazu nicht die formale Aufkündigung der Einheit mit dem Papst, der Kirche notwendig? Eine solche Aufkündigung macht(e) die FSSPX eben nicht, oder? Wenn schon müsste man von Häresie sprechen, wenn man davon ausgeht dass das Vat.2 bestimmte neue Glaubenssätze erfunden hat, die die Trad. natürlich nicht annehmen. Aber in solchem Fall finde ich es auch korrekter, dass bestimmte Aussagen und Verhaltensweisen der Päpste auf eine Häresie hindeuten, v.a. was die Tendenz zur Allerlösung betrifft.
Dienstag, 13. Dezember 2005 13:52
Agiafortuni: Bkischof Koch un die Priesterbruderschaft
Der Fall Szabo hätte Bischof Koch die Augen öffnen und ihm zeigen sollen, dass es weitaus besser ist, sich auf die Piusbruderschaft zu stützen anstatt auf die einzelnen Pfarrgemeinden. Wer hat schliesslich die Anweisungen Roms in Sachen Homosexualität befolgt, etwa die Amtskirche oder die Piusbruderschaft, die dafür auf die Strasse ging.
Mittwoch, 7. Dezember 2005 19:57
Athanasius: @ESünder
Natürlich, ebenso wie die Altkatholiken… Die in ihrem Medjugorje für die schismatischen Apparitionismus-Franziskanern und die M-Pfarrei die „Firmung“ gespendet haben…Etwa?

Was Sie alles mehr noch für Unsinn verbreiten soll man gerne hinzunehmen. Ihre Beschimpfungen haben Sie disqualifiziert.

Die Hl. Beichte bei der Piusbruderschaft ist sicherlich gültig, wenn Ihre Behauptung wahr sein soll, daß die FSSPX eine ‘schismatische Sekte’ wie die Orthodoxen wäre. Denn nach dem neuen Kodex ist die Beichte der schismatischen Orthodoxen Häretiker gültig (Canon 844, Codex 1983).

Also eines wählen: oder die Piusbruderschaft ist schismatisch und somit sind ihre Beichten völlig gültig wie bei den häretisch-Schismatisch Orthodoxen, oder die FSSPX ist irregulärer Teil der Hl. Römisch-Katholischen Kirche und ihre Beichten werden ohne Jurisdiktion gespendet und seien dann Ihren Aussagen nach ungültig. Aber beides geht nicht. Übrigens wurde die Gültigkeit der Hl. Sakramente bei der FSSPX von der Kongregation für den Klerus offiziell bestätigt (19. April 1991), aber natürlich wissen Sie es besser. Und von Canon CIC 1917 209 (nach 1983 c. 144)

Sie haben sich jetzt endgültig disqualifiziert und sich selbst wieder mal als ignoranter Hetzer bewiesen.
Mittwoch, 7. Dezember 2005 18:43
Agiafortuni: Elendester Sünder
Eine bessere Visitenkarte hätten sie nicht abgeben können
Mittwoch, 7. Dezember 2005 13:45
Elendester Sünder: Warum behaupten die Anhänger der Piusbruderschaft so entschieden, sie wären Teil der Kirche?
Als ob die Piusbruderschaft einen Sonderstatus hätte, der es ihr erlaubte, ungehorsam zu sein und eine Art halben Sedisvakantismus auszurufen. Die Berufung auf einen Notstand greift nicht, weil Rom nach wie vor ganz klar die reine Lehre vertritt. Die Piusbruderschaft ist eine Sekte ebenso wie die Altkatholiken.

Zumindest hat die Piusbruderschaft so viel Anstand zuzugeben, daß eine Beichte bei ihr ungültig ist.
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