13:43:54 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
Der ‘Spiegel’ verdammte jüngst mit Donner und Doria zwei klerikale Homo-Übergriffe aus den 50er und 60er Jahren. Zugleich kämpft das Magazin dafür, daß nichts dagegen unternommen wird. Ein Kommentar.
(kreuz.net) Das für seine unsachliche kirchliche Berichterstattung bekannte Hamburger Magazin ‘Spiegel
Online’ ereiferte sich Anfang Dezember über einen klerikalen Mißbrauchsfall, der in den späten 50er
und frühen 60er Jahren in der DDR stattfand.
Das Opfer erhielt inzwischen vom Bistum Magdeburg eine
ihm rechtlich nicht zustehende freiwillige Entschädigung von 25.000 €.
Als neunjähriges Kind wurde
der inzwischen 56jährige Mann von seinem Pfarrer zum ersten Mal in das Pfarrhaus gelockt und dort homosexuell
vergewaltigt. Die Übergriffe dauerten sechs Jahre.
Als 16jähriger geriet das Opfer erneut in die Fänge
eines Homosexuellen, der in der Pfarrei den Kirchenchor leitete. Die Mißbräuche dauerten zwei Jahre.
Dieser Fall wird vom
einschlägig bekannten Peter Wensierski (51), der seit 1993 im Deutschland-Ressort
des ‘Spiegels’ arbeitet, mit viel vorgespiegeltem Heulen und Zähneknirschen vorgetragen.
Wensierski
jault in seinem Artikel so laut, daß man sehr gerne auch die andere Seite vernehmen würde, die vom Journalisten
in Bausch und Bogen verdammt wird.
Die im Text angewendete und in Journalistenkreisen nicht unbekannte
emotionale Vernebelungstaktik hat allerdings einen diabolischen Seiteneffekt.
Denn hinter dem Schleier
der Emotionen vertuscht Wensierski – als ‘Spiegel’-Angestellter muß er der offiziellen ‘Spiegel’-Ideologie
huldigen – die wahren Ursachen solcher Mißbräuche.
Auf diese Weise trägt der ‘Spiegel’ seinen aktiven
Teil dazu bei, Kindesmißbräuche in und außerhalb der Kirche zu fördern, zu institutionalisieren –
und zu verheimlichen.
Warum hält das Magazin, das sich bei Themen des klerikalen Kindesmißbrauches
so gerne mit empörter Stimme meldet, seinen Lesern die umfangreichste und objektivste wissenschaftliche
Studie vor, die je über die Mißbrauchsproblematik im kirchlichen Bereich durchgeführt wurde?
Es handelt
sich um eine Untersuchung, welche das
‘John Jay College of Criminal Justice’ in Neu York publiziert hat.
Diese Studie kam zum Schluß, daß bei 80% aller nordamerikanischen klerikalen Unzuchtsfällen der letzten
50 Jahre Burschen im Alter von 11 bis 17 Jahren betroffen waren.
Nicht Mädchen. Auch nicht Buben vor
der Pubertät.
Bei 80% aller Mißbräuche geht es nicht um Pädophilie, sondern um von Homosexuellen
begangene Vergehen homosexueller Natur.
Die Unterschlagung dieser Information zeigt auf, in welchem Maße
die ‘Spiegel’-Berichterstattung in Sachen Homosexualität und Kirche skandalös und unverantwortlich ist.
Statt Roß und Reiter zu nennen, tut der ‘Spiegel’ so – siehe den obengenannten Artikel –, als ob der
Modus der Auszahlung von Schmerzensgeldern bei klerikalen Mißbrauchsfällen das Hauptproblem wäre.
In diesem gleichen Kontext steht ein ‘Spiegel’-Artikel, der am 29. November unter dem Titel „
Vatikan veröffentlicht
Schwulenerlaß“ publiziert wurde, ein weiteres tragisches Beispiel für die Schummelstrategie des ‘Spiegel’.
Dort wird die vatikanische ‘Instruktion über Kriterien zur Klärung der Berufung von Personen mit homosexuellen
Tendenzen im Hinblick auf ihre Zulassung zum Priesterseminar und zu den Heiligen Weihen’ in Spiegelmanier
als „umstrittener Erlaß“ bezeichnet.
Ausgiebig macht sich das Magazin sodann zum kritiklosen Sprachrohr
der „heftigen Empörung bei Schwulenverbänden“.
Dabei wird gesagt, daß der Vatikan mit der Instruktion
„ein weiteres fatales Zeichen in seinem Kampf gegen die Akzeptanz von Homosexuellen“ setze.
Der Schutz
von Kindern und Jugendlichen ist dem ‘Spiegel’ dagegen keine müde Silbe wert.
Mit „Ignorieren heutiger
Erkenntnisse der Humanwissenschaften und mit Verboten setzt der Vatikan auf die Dominanz einer einseitig
auf Fortpflanzung gerichteten Sexualmoral“, trompetet der erleuchtete Text stattdessen vor sich hin.
Ob man bei den „heutigen Erkenntnissen der Humanwissenschaft“ die Studie des ‘John Jay College of Criminal
Justice’ vergessen hat?
Die Homo-Apologien des ‘Spiegel’ und seine Leugnung wichtiger Hintergründe des
Kindesmißbrauches ist hier der wahre Skandal – nicht die Reaktion von Bischof Gerhard Feige von Magdeburg
angesichts der gegen ihn erhobenen finanziellen Forderungen im Zusammenhang mit dem oben erwähnten Mißbrauchsfall.
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#7
Werner † 14:13:38 | Sonntag, 22. Januar 2006
#6
Frl.Ilse 04:58:42 | Samstag, 17. Dezember 2005
#5
real 14:52:00 | Freitag, 16. Dezember 2005
#4
wi-bi 11:05:50 | Freitag, 16. Dezember 2005
#2
Benedikt 18:41:15 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
#1
wi-bi 16:37:37 | Donnerstag, 15. Dezember 2005