Nach dem letztjährigen Sturz von Mons. Kurt Krenn ist die Stimmung in der österreichischen Diözese St. Pölten immer noch mittelprächtig. Darum hat der amtierende Diözesanbischof angekündigt, im nächsten Jahr eine professionelle Aufbruchskampagne zu starten.
(kreuz.net, St. Pölten) Ungebrochen hohe Kirchenaustrittszahlen, eine wachsende Finanznot, ein beinahe
leeres Priesterseminar, immer mehr unbesetzte Pfarreien. Ein Jahr nach der Einsetzung ihres mit zahlreichen
Vorschußlorbeeren bedachten neuen Bischofs kann die Diözese St. Pölten keine Erfolgsbilanz vorweisen.
Dem soll nun abgeholfen werden.
Mons. Klaus Küng hat die in Wien ansässige Webeagentur ‘Cayenne’ beauftragt,
für die bislang ausgebliebene Aufbruchsstimmung zu sorgen.
Im Nachhinein ließ er sich dieses Vorhaben
von der diözesanen Dechantenkonferenz absegnen. Der Beschluß erfolgte einstimmig.
Um dem Aufbruch ein
bißchen nachzuhelfen, soll im kommenden Jahr eine professionelle Werbekampagne gestartet werden. Deren
Ziel ist es, „durch auffallende Werbeaussendungen das Klima für Gespräche über die Botschaft der Kirche
aufzubereiten“.
Wie Mons. Küng vor der Dechantenkonferenz erklärte, ging die Idee nicht von ihm aus.
Der Geschäftsführer von ‘Cayenne’, Lukas Leitner, habe sich vor einiger Zeit an ihn gewandt und seine –
natürlich kostenpflichtigen – Dienste angeboten.
Mit der Werbekampagne folgt die Diözese St. Pölten
dem Beispiel einiger deutscher Diözesen, in denen bereits ähnliche Kampagnen durchgeführt worden sind –
mit mäßigem Erfolg aber mit beträchtlichen Kosten.
Werbeagenturen leben davon, die Bedürfnisse ihrer Kunden
zu studieren und eventuell bestehende Defizite aufzuzeigen. Zur Philosophie von ‘Cayenne’ gehört es,
„Nährboden für Bedeutsamkeit, Verbundenheit und Führungs-Fähigkeit“ zu schaffen.
Die Werbefirma bezeichnet
sich selber als „die beste Werbeagentur der Welt“ und verfolgt den Grundsatz, „spitz in der Kreation und
breit in der Kommunikation“ zu sein.
Eines der Mittel, derer sie sich bedient, ist eigenen Angaben zufolge
die Provokation. Zum Repertoire gehören dementsprechend auch moralisch zweideutige Bilder und Texte.
Unter den Kunden von ‘Cayenne’ finden sich Lebensmittelfirmen, Spielwarenhersteller, Autohäuser, Mobilfunkkonzerne
und Banken.
Demnächst wird das Unternehmen nun auch für den katholischen Glauben werben – und natürlich
für das immer noch darniederliegende Bistum St. Pölten.
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22 Lesermeinungen
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Wo „etwas“ vorliegt, kann und muß man klar vorgehen Lieber Maledica! Ich bleibe dabei, wir alle haben
die Verpflichtung, den unterdrückten Schweigenden zu ihrem Recht zu verhelfen. Es ist eine faule Ausrede,
daß kein Bildmaterial oder keine Zeugen vorhanden sind. Wenn wirklich etwas vorliegt, dann kommt es auch
zu einem Zusammenbruch, außer es stecken alle unter einer „Homocliquendecke“. Die Wahrheit wird mittelfristig
immer gewinnen, aber die Wahrheit erwartet auch unsere Mithilfe. Lieber Nikolaus! Dieses Canisiusheim
ist meines Wissens eine überdiözesane Einrichtung, aber das müßte ich mir jetzt näher anschauen.
Jedenfalls war das wohl kaum im Visitationsauftrag enthalten, der sich ja auf St. Pölten und das Seminar
bezog, wenn man die Aussagen Kardinal Schönborns und Bischof Küngs hernimmt. Es ist unerheblich, wann
sich angeblich wo welcher Zirkel gebildet hat. Faktum ist, daß der von Ihnen genannte „Hauptankläger“,
der sicher nicht das alles auslösende ORF-Interview gab, unter den Herren Ex-Regenten die hohe Vertrauensstellung
als Seminarpräfekt erhielt. Oder der Kußpartner auf dem Foto war ja auch in Horn gewesen, da hat sogar
ein anderer Zeuge bei der letzten Prozeßsitzung Details erzählt, die darauf hindeuten, daß dieser leider
knapp nach einem homosexuellen Vorfall in flagranti ertappt worden sei. Soll heißen: selbst wenn sich
Zirkel vorher gebildet hätten, so haben die beiden Ex-Regenten wohl zweifellos gewußt oder hätten wissen
müssen – denn so wenig Menschenkenntnis kann man gar nicht haben – was denn da für Leute…
Dumme Bubenstreiche @turk Komisch ist daher nur eines, Maledica: wenn Du das so genau weißt über andere
Seminare in Deutschland, warum tust Du nichts und warum lesen wir das nicht detailgenau auf kreuz.net,
was von manchen hier schon als ho… Ohne Photos kann man schlecht was machen. Die Homosexuellen werden
von Bischof und Regens gedeckt und geweiht… …die normal veranlagten Seminaristen werden von ihren
verdrehten Confratres gemobbt! Es getraut sich keiner, etwas zu sagen! Ich könnte Dir genügend vor kurzem
erst geweihte Priester in unserem Bistum nennen, die trotz ihrer Homosexualität geweiht wurden,…
Visitation in St. Pölten Warum wurde eigenlich nicht auch das Canisiusheim in Horn im Zuge der Visitation
besucht? Einer der Hauptankläger, der im Seminar scheinbar an manchen „Aktionen“ aktiv mitbeteiligt war,
sich als Homo geoutet hat und vielleicht DER Hauptinformant der Medien war, war gemäß mehrfacher Berichterstattung
in verschiedenen Zeitungen, mehrere Jahre in Horn, um das Aufbaugymnasium zu besuchen. Er war auch im
Propädeutikum und wurde von den zuständigen Leuten für das Seminar empfohlen. Ebenfalls waren Leute,
die dann im Seminar den Homozirkel bildeten, zuvor in Horn im Canisiusheim, aber nicht im Propädeutikum,
das sich im gleichen Haus befindet. Ist es glaubhaft, dass sich dieser Zirkel erst im St. Pöltner Seminar
bildete und zuvor nicht schon in Horn bestanden hat?
Sie leben offenbar in einer Scheinwelt Lieber Herr Justus! Es wird keine besonderen Überraschungen geben.
Sie leben offenbar in einer Scheinwelt, was sehr gut aus Ihrer Stellungnahme herauslesbar ist. Wer wirklich
einen solchen Unsinn glaubt, daß „Rom“ eine erfolgreiche und erfolgreich abgeschlossene Visitation neu
aufrollen möchte, lebt nicht mehr auf dieser Erde. Ein solcher „Glaube“ ist in etwa so absurd wie die
Behauptung, daß das Ernennungsdekret für den St. Pöltner Bischof Küng nicht von Johannes Paul II.
selbst unterschrieben worden sei bzw. seine Unterschrift gefälscht worden wäre und Küng gar nicht Pöltner
Bischof wäre. Aber Herr Justus, Sie brauchen solche wirklichkeitsfernen Konstrukte offenbar, um weiter
Leute für sich einzuspannen, die einem leid tun können. Selbstverständlich ist der „Fall St. Pölten“
längst abgeschlossen, da die Päpstliche Visitation seit 8. Oktober 2004 beendet ist. Das Aufwärmen
der ganzen Angelegenheit dient nur der Manipulation ganz weniger Menschen, die ihre Energien sinnlos vergeuden,
und schadet(e) im Grunde und nicht zuletzt den beiden ehemaligen Regenten. Es gibt da aber offenbar so
etwas wie Uneinsichtigkeit. Die minoritären Publikationen haben kaum realen Einfluß, da jeder, der sich
halbwegs einen Überblick verschafft hat und z. B. beim hauptsächlich von den beiden Herren angestrengten
Prozeß dabei war wie z. B. Herr Ambrosius ambrosius.patched.de/logbuch.htm angesichts verschiedener Zeugenauftritte
selbst sein Urteil bilden konnte, sodaß das erstinstanzliche Urteil der Richterin ja nur noch das bestä…
Abgeschlossen? Jetzt soll die Causa St. Pölten auf einmal abgeschlossen sein? Soweit man den von Turk
(aus seiner Sicht mit gutem Grund) so heftig attackierten Publikationen entnehmen kann, ist 1. noch immer
kein Abschlussbericht der Visitation veröffentlicht; 2. von den diversen weltlichen Prozessen um die
Causa nur einer – und zwar vorläufig – gescheitert ist, während alle anderen gut ausgegangen sind; 3.
der kirchliche Prozess noch nicht abgeschlossen (anderen Quellen zufolge noch nicht einmal eingeleitet)
ist; 3. Rom die Visitation ohnehin neu aufzurollen gedenkt und 4. auch der St. Pöltener Bischof selbst
noch immer um Klärung und endgültige Lösungen bemüht ist. Das muss doch wohl genügen um zu sehen,
dass hier was faul war und nach wie vor ist. Lassen wir uns überraschen.
Frappierend Das, was u. a. der „13.“, Frau Küble und die KPE-Zeitschrift zuletzt leider zur Desinformation
über den längst abgeschlossenen „Fall St. Pölten“ von sich gaben und geben, zeigt, daß bestimmte photographierte
Herren offenbar immer noch keine Bereitschaft zeigen, zu ihrer Mitverantwortung zu stehen. Da werden also
„Verbündete“, „Verwandte“ und Schablonen eingespannt, um sich als „Opfer“ hochzustilisieren und andere,
die eine gewissenhafte Arbeit geleistet haben, in den Dreck zu zerren. Wer aber an sich „Bubendummheiten“
geschehen läßt in diesem Alter und wer sich dabei auch noch photographieren läßt und sich auch noch
„sicher“ fühlt unter dem Deckmantel eines Bischofs, der weit Besseres verdient gehabt hätte als solche
nicht nur unklugen, sondern absolut unstandesgemäßen und nach den Richtlinien der neuen Instruktion
wohl zweifellos vom Weg zum Priestertum ausschließenden Handlungsweisen – wäre noch keine Weihe gegeben –
der zeigt komischerweise irgendwie einige jener Haltungen, von denen Dr. Aardweg aus Erfahrung seiner
Heilpraxis gesprochen kath.net/detail.php?id=12188 hat. Herr Justus, natürlich war an der Sache St. Pölten
etwas faul, und zwar das, was der Päpstliche Visitator leider bekanntgeben mußte: aktive homophile Beziehungen
und suchtartiger Pornokonsum. Und im „13.“ (!) konnte man ja auch den Text der Ermahnungen an die ehemaligen
Regenten nachlesen, na gute Nacht … mehr inhaltliche Fäulnis braucht an dieser Stelle wohl nicht genannt
zu werden … aber es natürlich klar, daß Justus und andere si…
#16 Evelin 18:59:49 | Donnerstag, 8. Dezember 2005
@Herr Justus Wenn ich Evelin recht verstehe, gibt es in St. Pölten homosexuelle Kleriker, die von Bischof
Küng nicht gemaßregelt wurden. In der Tat: Sehr „gütig und taktvoll“! Und wenn weitere kompromittierende
Fotos nicht „freigegeben“ wurden – wer hat dann die veröffentlichten „freigegeben“? Die Betroffenen doch
wohl sicher nicht. Wenn Evelin Recht hat, ist wohl doch etwas faul an der ganzen Sache. Es ist nicht falsch,
jemanden wegen eines öffentlichen Vergehens zu massregeln. Sollte es in St. Pölten noch andere hs. Kleriker,
was ich in der Kirche heutzutage sowieso nicht ausschließe (siehe van den Aardweg – Artikel auf kath.net),
so hoffe ich, dass sich Bischof Küng ihrer ebenfalls gütig und taktvoll annimmt. Zur Freigabe der echten
Photos: Es ist evident, dass es die Betroffenen wohl nicht selbst gemacht haben dürften. No na. Wenn
die Photos (und es wurden wohl die nobelsten ausgewählt) nicht veröffentlicht worden wären, so wäre
vermutlich nichts aufgedeckt worden. Es geht nun einmal nicht an, dass ein Art „homosexueller Nachtklub“
hinter einer römisch-katholisch-konservativen Fassade geführt wird. Selbstverständlich wünsche ich
die Aufdeckung von Skandalen auch anderswo – detto eine apostolische Visitation.
#15 Justus 18:42:03 | Donnerstag, 8. Dezember 2005
Gütig und taktvoll Wenn ich Evelin recht verstehe, gibt es in St. Pölten homosexuelle Kleriker, die
von Bischof Küng nicht gemaßregelt wurden. In der Tat: Sehr „gütig und taktvoll“! Und wenn weitere
kompromittierende Fotos nicht „freigegeben“ wurden – wer hat dann die veröffentlichten „freigegeben“?
Die Betroffenen doch wohl sicher nicht. Wenn Evelin Recht hat, ist wohl doch etwas faul an der ganzen
Sache.
#14 Evelin 17:32:19 | Donnerstag, 8. Dezember 2005
Kommentarbriefschreiber leiden unter Themaverfehlung Man kann durchaus darüber diskutieren, ob das Geld
für eine Werbekampagne nicht besser eingesetzt werden könnte. Doch den werten Mitdiskutanten geht es –
wenn man „Küng“ sagt – um den unsäglichen St. Pöltner Skandal, der angeblich so nicht stattgefunden
hätte. Alles sei ein Konstrukt – von der Linken und den Medien. Soll ich Ihnen einmal etwas sagen? Seien
Sie froh, dass nicht noch andere (ekligere) Bilder zur Veröffentlichung freigegeben wurden und danken
Sie Gott auf den Knien dafür. Ich bin froh, dass diese Bilder (besonders die nichtveröffentlichten)
nicht in die Hände von Exzellenz Krenn gelangt sind – er hätte sie vernichten lassen – und wir hätten
zu den jetzt schon existierenden schwulen Klerikern noch weitere hinzubekommen. Im übrigen hat sich Exzellenz
Küng äußerst gütig und taktvoll gegenüber dem Ex-Regentenduo verhalten. Blossgestellt haben sich
die beiden bekanntlich selbst durch den dummen von ihnen selbst herbeigeführten Prozess.
Es bleibt dabei: ohne Doppelmoral-Skandal auch kein Rücktritt usw. Ich wiederhole: wo kein echte Skandal
vorliegt, dort überlebt ein Bischof ganz leicht. Es ist eine absolute Seltenheit, wenn aufgrund vieler
gleichzeitig zusammentreffender Krisenfaktoren nur noch die Möglichkeit des Rücktritts eines regierenden
Hirten verbleibt. Es ist im übrigen ein wenig eine Übererwartung, nach dem Doppelmoral-Skandal in der
Diözese St. Pölten in kürzester Zeit einen „Aufbruch“ zu erwarten. Irgendwie scheinen da einige in
Kindergarten-Kategorien zu denken. Tja, Maledica, also die priesterliche Segnung von Homo-Partnerschafts-Ringen
fällt für mich ebensowenig unter die Kategorie „Bubenstreiche“ wie homosexuelle Weihnachtsküsse und
faschingsscherzhafte Genitalberührungen … Wenn in irgendeiner Diözese ähnliche Zustände wie im damaligen
St. Pölten vorhanden wären oder aktuell verdeckt würden, so ist es lediglich notwendig, daß diese
Dinge glaubwürdig an den Heiligen Stuhl vermeldet werden. Aus St. Pölten kennen wir aber leider das
Phänomen der Beeinflussung von Zeugen, doch dort haben sich dann nicht mehr alle Zeugen hinbiegen lassen,
zum Vergessen und Verdrehen. Und bekanntlich hat sogar eine unnötig angerufene staatliche Richterin in
der 1. Instanz den Wahrheitsgehalt der „Homogeschichten“ bestätigt, welche das Magazin PROFIL berichtet
hatte. Komisch ist daher nur eines, Maledica: wenn Du das so genau weißt über andere Seminare in Deutschland,
warum tust Du nichts und warum lesen wir das nicht detailgenau auf kreuz.net, was von manchen hier schon
als ho…
#12 ottaviani 13:37:50 | Donnerstag, 8. Dezember 2005
Es gibt keinen aufbruch es gibt eine gleichschaltung der diözese st. pölten nd da war ex küng sehr
erfolgreich es ist die übliche trieste situation eingekehrt wie in allen österr. diözesen nach dem
konzil der beschwichtigungshofrat im kardinalspurpur aus der wiener wollzeile kann zu frieden sein
#11 Maledica 12:47:35 | Donnerstag, 8. Dezember 2005
Dumme Bubenstreiche @turk Nur komisch, daß es gerade nur in St. Pölten kracht. Gegen andere Seminare
in Deutschland ist St. Pölten wirklich nur ein dummer Bubenstreich. Nur wenn das unter einem als bösen
konservativ geltenden Bischof geschieht, dann fliegen die Fetzen…
Klar sehen und nicht verwirren lassen Lieber bonifatius! Wenn Du Konstrukte erkennst, dann benenne Sie
bitte präzise, damit wir darüber diskutieren können. Wer keine Skandale deckt, bleibt auch im Amt –
so einfach ist des Rätsels Lösung. Daß Bischof Kurt von Anbeginn, sogar schon vor seiner Bischofsweihe
in Wien mit Vorurteilen übersät wurde, steht außer Frage. Leider jedoch haben manche Gutgläubige in
Rom und bei uns immer gedacht, auch in den letzten Jahren seines Regierens, daß alle Kritik an ihm immer
von der „Linken“ sein müßte und von daher nichts daran sein würde. In Wirklichkeit erbrachte aber die
von Johannes Paul II. gerade noch rechtzeitig bestellte Visitation klare und traurige Ergebnisse, die
Bischof Küng ja öffentlich äußerte in Pressekonferenzen und Interviews. Um diese Fakten, die sich
unter den Augen Bischofs Kurts angesammelt hatten, kommt niemand herum. Es war fünf vor zwölf, und spätestens
die „Bubendummheiten“-„Weihnachtskuß“-Verteidigungen Krenns für echte homophile Fotos zeigten, welcher
Schaden für die Glaubwürdigkeit der Kirche zusätzlich drohte. Militärsuperior Mag. Siegfried Lochner
www.kreuz.net/…month.12-day.28.html hat es schon vor der Visitation klar formuliert: „Empörend aber
ist es, wenn, wie man es in den letzten Jahren ja leider gewohnt wurde, auch dieser Zusammenbruch noch
schöngeredet werden soll. Aus homosexuellen Zungenküssen werden Weihnachtsküsse, aus perversen Griffen
im Genitalbereich dumme Bubenstreiche (…) Fazit: wahre Reform tut not, eine Rückkehr zum Alten – was
das Wort Reform für altphilologisch Gebildete a…
#8 bonifatius 18:15:20 | Mittwoch, 7. Dezember 2005
Lieber turk vrmute, dass leider die „Saubermänner“ von den libertinen Presse- und Laiensorganen misbraucht
wurden. nachdem etwas Zeit verflossen ist sich der Staub abgesetzt hat, kann man so einige Konstrukte
erkennen, zumal versucht wurde, Bischof Krenn mit allen nur möglichen und unmöglichen Mitteln schon
vorher abzuschießen. War von der östereichischen „Publicchurch“ weder fair noch christlich. Public relation
ist wohl der schlechteste Versuch Menschen in dieser Situation zu bekehren.
In Birett und Badehose Vielleicht sollte es die Werbeagentur mal mit durchtrainierten Priestern in Birett
und/oder Badehose versuchen? Siehe z. B. www.kreuz.net/article.2332.html.
Fader Artikel, aber Hallo Nikolaus Ich würde sagen, wir sollten das alles etwas nüchterner betrachten.
Es gab leider keine Alternative zur Bitte des verstorbenen Papstes Johannes Paul II. an Bischof Kurt um
seinen Rücktritt. Es wurde damit „kein Schuldiger abgeschossen“, sondern nach den öffentlich nachlesbaren
Aussagen des Päpstlichen Visitators ergaben sich mehrere Gründe (u. a. Gesundheit!), warum Bischof Kurt
zum Wohl der Kirche in Österreich und in St. Pölten seinen Rücktritt einreichte. Durch seine „Bubendummheiten“-„Weihnachtskuß“-Verteidigungen
hatte jedoch Bischof Kurt die Glaubwürdigkeit der Kirche tatsächlich nicht sonderlich gestärkt, jetzt
aber ist endlich die Instruktion zur Verhinderung homosexueller Priester da. Doch der Heilungsprozeß
wird Jahre und Jahrzehnte dauern, nicht nur in den USA. Die Leute werden noch lange von einer innerkirchlichen
Doppelmoral angewidert sein. Ich denke, besser und glaubwürdiger als der Visitator und nun regierende
Bischof Küng hätte niemand mit den Problemen umgehen können. Das Ausspielen von Krenn und Küng ist
völliger Unsinn und war bisher nur im Interesse einer kleinen Minorität, deren Propaganda aber spätestens
seit der erstinstanzlichen Prozeßniederlage der beiden ehemaligen Krenn-Regenten des Seminars gegen die
Herausgebergesellschaft von PROFIL völlig ins Leere gelaufen ist.
Nikolaus Eigenartig! Da hat man doch den „Schuldigen“ abgeschossen und das Seminar für ein Jahr geschlossen –
und die Leute verstehen das nicht! Warum treten die Gläubigen nicht wieder scharenweise ein? Oder ist
die Sache doch nicht so einfach? Vielleicht treten manche nicht nur deshalb aus, WEIL einiges falsch gelaufen
ist, sondern auch deshalb, WIE man mit den ganzen Problemen umgegangen ist und jetzt umgeht. Vielleicht
hatte der Altbischof doch mehr Zuspruch, als man für möglich gehalten hat. Gerade die feine Art war
die Art seiner „Pensionierung“ ja nicht gerade.
#3 Rudolphus 15:38:45 | Mittwoch, 7. Dezember 2005
Beispiel Linz Linz hat ja bereits vor längerer Zeit eine Plakatcampagne gestartet – mit dem Titel „Stell
dir vor – Kirche“ – daneben groß ein Bärtiger als Pilot (ein Geistlicher), und verschiedene Kirchenangestellte
in ihren Hobbies, Sport etc. – es war eine äußerst anbiedernd gemachte Campagne, ähnlich wie eine „coole
Discomesse“. Mein Eindruck ist, daß diese Campagne im zahlenden Kirchenvolk breiten Unmut ausgelöst
hat – der Arbeiter konnte sozusagen an der Plakatwand betrachten, was z.B. mit seinem Geld in der Kirche
passiert. Ähnliche Reaktionen wird man wahrscheinlich auch beim kleinen Niederösterreicher von der Straße
hören. Plakatwerbung schlägt bei der katholischen Mission fehl, gerade wenn als Imagecampagne angelegt.
Die beste Imagecampagne wäre ein neuer Pius X.