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Samstag, 10. Dezember 2005 11:03
Rom hat gesprochen
Im Oktober informierte das ‘Priesternetzwerk’ die römischen Stellen über schwere kirchliche Mißstände in den deutschen Diözesen. Am 23. November kam die Antwort aus dem Vatikan.
Petersdom
Petersdom
(kreuz.net,Vatikan) Anfang Oktober schrieb das ‘Netzwerk katholischer Priester’ anläßlich seiner Bundesversammlung einen Offenen Brief an den Papst.

Das ‘Priesternetzwerk’ verbindet Geistliche in Deutschland, die sich für eine unverkürzte Lehrverkündigung einsetzen. Es wurde im Jahr 2001 in Frankfurt/Main gegründet.

Im ‘Offenen Brief’ kritisierten die Priester liturgische Fehlentwicklungen und die Weise der Zusammenlegung von Pfarreien in Deutschland.

Dadurch werde das spezifische Profil der Priester als Hirten und Leiter der Pfarrgemeinde, Lehrer des Glaubens und Spender der Sakramente zunehmend verwässert.

Die römische Antwort kam am 23. November 2005 unter Nr. 17.880 aus der ersten Sektion des Staatssekretariates, die für allgemeine Angelegenheiten zuständig ist.

Das Schreiben ist an Pfarrer Dr. Guido Rodheudt aus der Diözese Aachen – einem der Sprecher des ‘Priesternetzwerkes’ – gerichtet.

Die Überlegungen und Sorgen der Priester seien „sehr aufmerksam“ zur Kenntnis genommen worden, erklärt der Verfasser des Schreibens, Mons. Gabriel Caccia:

„Seine Heiligkeit hat mich beauftragt, Ihnen für Ihre Bemühungen um eine Organisation der Seelsorge, die in völliger Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche über das Weihepriestertum steht, aufrichtig zu danken.“

Der Papst schließe die Anliegen der Priester in sein Beten ein und erteile allen von Herzen den erbetenen Apostolischen Segen.

Roma locuta.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 10 Lesermeinungen:
Montag, 12. Dezember 2005 16:17
Rudolphus: Keine Kirchensteuer an die Amtskirche zahlen
Unser Kirchensteuersystem gibt es bekanntlich nur in der BRD und in Österreich, vom großdeutschen Führer eingeführt.

In der BRD wird sie automatisch vom Gehalt der Katholiken abgezogen, in Österreich hillft der Staat nur beim Steuereintreiben.

Kein Zufall, daß jene Länder die Heimat der gutbezahlten Funktionärskatholiken, Pastoralassistenten und Superlaien sind.

Ausweg sehr einfach: den Lefebvrianern zu folgen und keine Kirchensteuer an die Diözesanverwaltungen zu zahlen.
Rom wird dazu schweigen …
Montag, 12. Dezember 2005 09:47
Laurentius2: Kardinalspurpur nur zur Show ?
Auch ich kann die römisch-katholischen Kardinäle nicht verstehen. Tragen sie das Rot eigentlich nur zur Show ? Es soll sie doch daran erinnern, daß sie sich verpflichtet fühlen sollen, notfalls ihr Blut für den wahren Glauben zu vergießen …das erwartet ja gar keiner … aber haben sie wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft, den alten katholischen Glauben zu retten ?

Da fielen mir aber noch eine ganze Reihe von Dingen ein:

1. Geld aus der organisierten Glaubenszerstörung abziehen (Pastoralreferenten – kosten mehr als Priester; BdKJ dichtmachen; etc.) und in neue Katechetische Gruppen und Medien stecken (Jugend 2000, Petrusbrüder, PUR- und Komma-Zeitung, k-tv).
2. Den Firmunterricht reformieren: Gefirmt wird nur noch, wer ein Minimum an katholischem Grundwissen nachweist (verschulter ein- oder zweijähriger (für Gymnasiasten) Kurs. Nur noch solcherart Gefirmte dürfen in kirchliche Stellen.
3. Reform der linkskirchlichen Laber-„Sowjets“ (Räte) in Katholische Aktionen, die regelmäßig vor den Kirchen Schriftenstände und Apostolatsaktionen von Haus zu Haus durchführen – aber zu alldem gehört
5. wieder predigen, daß gute Werke und das Sakrament der Beichte für einen Katholiken heilsnotwendig sind !!!

Wir Laien können nur blöken – beten – und uns im Alltag als Fundamentalisten von modernistischen Kirchenleuten beschimpfen lassen. Der Durchbruch müßte von einem Bischof Mixa oder Müller kommen. Diese Hirten haben Geld, Personal und Autorität – noch.
Sonntag, 11. Dezember 2005 17:46
Josef Gadient: Rom hat gesprochen! Wer handelt??
Es sind vor allem die Laien, die handeln. Wie reissende Wölfe haben sie die Macht an sich gerissen; sie sind ins Heiligtum Gottes eingedrungen und dieser Glaubenszerfall ist die Frucht von diesem Tun. Und was tun die Bischöfe? Sie sind ungehorsam gegenüber dem Papst und stärken dadurch die Macht der Laien. Sie richten sich nach den Wünschen des Volkes und handeln vor allem aus Menschen- und Medienfurcht. Und die wenigen Bischöfe, die glaubenstreu handeln, werden verleumdet und von den Medien fürcherlich zerrissen. Das Volk ist verblendet, es kann den wahren Glauben nicht mehr hören. Das Volk will sich die Gebote selbst machen. So viele sind noch „papierkatholisch“ aber nicht mehr römisch katholisch. Und das nicht nur in Deutschland…
Sonntag, 11. Dezember 2005 02:21
Athanasius: Kenne…
…Leute die bereits drei Jahrzehnte nach Rom ihre Klagen schicken. Man klägt, aber an einer Wurzel im Konzilswirren wollen diese Klager nicht denken. „Der Papst macht ja auch mit dem Konzil gemeinsame Sache.“

Ich finde es emotional sehr schlecht immer zu klagen. Pack’ an. Errichte ‘ne eigene Traditionelle GnadenKapelle für den überlieferten Röm.-Kath. Gottesdienst.

Aber das geht vielen zu weit.

Man muss aber sagen, dass trotz des aufpackens alter nutzlosen Klagemethoden, das Netzwerk für die Tradition teilweise offen steht. Beschränkt, aber trotzdem.
Samstag, 10. Dezember 2005 22:02
MilesChristi: Wann passiert was
Römischch-katholisch sagt: „Das ist ja alles schön und recht. Nur, wo bleiben denn die Konsequenzen? Gibt es überhaupt welche? Und was für welche? -Beim Segen am Schluss war es der Segen von Gott Vater und Mutter, dem Sohn und der Heiligen Geistkraft.
-Überhaupt wurde die ganze Zeit nur von der Heiligen Geistkraft gesprochen. Was soll das den sein?
Wo sind wir eigentlich und wann passiert endlich was???“


Wo wir sind ? Im Jahr 40 nach dem Ende des großartigen „neuen Frühlings“ namens II Vatikanum. Es wird viel gesagt, daß solche Entwicklungen keineswegs vom letzten KOnzil beabsichtigt wurden, was ja stimmen mag. Aber es wird verschwiegen, daß solche Mißstände einfach weiter passieren, und keiner tut was. Wenn sie wirklich dem letzten KOnzil widersprechen, warum schreitet der Papst nicht ein ? Warum haben die letzten Päpste NICHT eingeschritten ?
OH doch, das taten sie, wenn es galt, Erzbischof Lefebvre, Bischof CAstro Mayer, unzählige traditionstreue Priester und Ordensteute, Laien zu verfolgen. DA, und (fast) nur da, schritten sie ein. Ein Erzbischof Lefebvre wurde unrechtmäßig exkommuniziert; der Häretiker Hans Küng nicht.

Solche Sachen sind den Ortsbischöfen, sind Rom bekannt. Seit Jahren. Seit Ende der 60er Jahre haben Gläubige aus der ganzen WElt solche Mißstände gemeldet. Sie wurden und werden ignoriert. Ich kann selber ein Lied davon singen (der FAll der „Freien Breitenbach’schen Gemeinde“, dh Pfarrei St. Michael, in Schweinfurt – Deutschland).
Samstag, 10. Dezember 2005 15:05
Rudolphus: Ein betender Papst
Wir können froh sein, daß der Hl. Vater rechtgläubig und fromm ist, und den Gruppen, die sich gegen den Modernismus zusammengeschlossen haben, zumindest wohlwollend gegenübersteht.

Dies gilt in besonderer Weise, daß er die hl. Messe aller Zeiten liebt und sogar Erzbischof Lebebvre als großen Mann gepriesen hat.

Wäre Benedikt XVI. ein kompromißloser „Aufräumer“ wie der hl. Pius X., wäre das tatsächlich eine riesige Überraschung gewesen.

Trotzdem darf man auf die nächsten Bischofsernennungen gespannt sein: Hierin zeigt sich, ob er mehr den Paul-VI.-Johannes-Paul-II.-Weg eines eher repräsentativ-konstitutionellen Monarchen geht oder doch der Kirche seinen eigenen Stempel aufdrücken möchte, so wie es Gott eigentlich von Seinem Statthalter auf Erden laut den Lehren des I. Vaticanums forderte.
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