Das US-amerikanische Projekt „Kondome fürs Leben“ zeichnet katholische Bischöfe mit einem Anerkennungspreis aus. Hinter der Auszeichnung steht eine sich katholisch nennende Gruppe von Abtreibungsbefürwortern. Neben Lob verteilt „Kondome fürs Leben“ auch Schelte. Dieses Jahr erwischte es vier Personen oder Institutionen.
(kreuz.net, Washington) Ein Projekt, das sich auf Englisch „Condoms4Life“ – Kondome fürs Leben – nennt,
zeichnet Bischöfe aus, die sich für die Verbreitung von Präservativen eingesetzt haben. Der von „Kondome
fürs Leben“ verliehene Preis nennt sich „Guthirte-Auszeichnung“.
Anlaß für die Preisverleihung ist
der heutige Welt-AIDS-Tag. Das Projekt ist eine Initative der „Catholics for a Free Choice“, einer US-Gruppe
von Abtreibungsympathisanten, die sich katholisch nennt.
„‘Condoms4Life’ verleiht die Auszeichnung, um
Bischöfe zu ermutigen, die im Umgang mit HIV/AIDS Vernunft, Mitleid und Gerechtigkeitssinn zeigen“, meint
Frances Kissling, die Präsidentin der „Catholics for a Free Choice“ in einer Presseaussendung: „Wir möchten
auch auf jene Bischöfe hinweisen, deren Handlungen die HIV/AIDS-Risikogruppen gefährden.“
Kirchliche
Stellen schätzen, daß weltweit ungefähr 27% der AIDS-Behandlungsstationen unter katholischer Leitung
stehen. Damit ist die katholische Kirche mit Abstand die größte Pflegeinstitution für AIDS-Kranke.
Der glückliche Gewinner der Kondom-Auszeichnung ist in diesem Jahr die „Gesundheitskommission der Katholischen
Bischofskonferenz von Indien“.
Die indischen Bischöfe hätten ein Programm in die Wege geleitet, um
die Leute über Kondome aufzuklären. Dazu der Leiter des Programmes, James Veliath: „Die Kirche wird
den Kondomgebrauch nicht fördern oder propagieren. Wir werden aber alle Informationen darüber zur Verfügung
stellen. Wenn ein Paar Kondome verwenden will, empfehlen wir ihm, mit dem Ortspfarrer zu sprechen und
dann eine Gewissensentscheidung zu fällen.“
„Condoms4Life“ erwähnt weitere „Gute Hirten des Kondoms“.
Im Januar dieses Jahres habe der Erzbischof von Mecheln-Brüssel, Godfried Kardinal Danneels, am Niederländischen
Fernsehen eine „höchst nuancierte“ Position vertreten: „Wenn eine HIV-positive Person zu seinem Partner
sagt, »Ich möchte eine sexuelle Beziehung haben«, dann muß er ein Kondom benützen.“
Auch Bischof
Kevin Dowling von Rustenburg (Südafrika) habe seine in dieser Frage führende Rolle weitergespielt: „Abstinenz
vor der Ehe und Treue zu einem einzigen Partner in einer festen Ehe sind gewiß der Schlüssel zu einem
guten Leben und um eine Ansteckung zu vermeiden. Dennoch. Die Kirche steht in der wirklichen Welt… sie
sollte den Menschen alle Möglichkeiten offenlassen. Eine von ihnen ist, Kondome zu benützen, nicht als
Empfängnisverhütung, sondern, um die Übertragung des tödlichen Virus zu stoppen.“
„Ich glaube, die
Kirche sollte von den Menschen grundsätzlich als eine Offenbarung des barmherzigen, nicht-urteilenden
Gottes erfahren werden, der den Menschen Raum gibt, auf der Suche nach der grundlegenden menschlichen
Würde verschiedene Erfahrungen zu sammeln.“
Eine lobende Erwähnung erhält auch der Erzbischof von
Westminster, Cormac Kardinal Murphy-O’Connor, der die Position von Kardinal Daneels öffentlich unterstützte.
Anerkannt wird auch die Verbreitung von Kondomen durch die „Katholische Agentur für Entwicklung in Übersee“.
Neben Lob verteilt „Kondome fürs Leben“ Leben auch Schelte. Als „verlorene Schafe“ bezeichnet die Gruppe
den Präsident des Päpstlichen Rates für die Familie, Kardinal Alfonso López Trujillo, die Kroatische
Bischofskonferenz, den Erzbischof von Kampala (Uganda), Emmanuel Kardinal Wamala, und Papst Johannes Paul
II.
Der Papst habe es verpaßt, seine Meinung über die Kondome zu revidieren und predige stattdessen
die Enthaltsamkeit als einziges Mittel zur Verhinderung einer Ansteckung durch AIDS.
Die „verlorenen
Schafe“ des Kondoms werden von der Vereinigen dadurch bestraft, daß Kondomverteiler in ihren Ländern
von den Abtreibungskatholiken eine finanzielle Unterstützung erhalten.
(* Alternativübersetzung: „Ich
nehme die Kondome ernst. Ich benütze die Liebe“)
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Verrat am Papst und an der Kirche Christi Hier ist größter Handlungsbedarf, alleine schon um des Seelenheiles
der der Kirche Anvertrauten! Alle diese ausgezeichneten Bischöfe, Kardinäle und Laienfunktionäre haben
den Hl. Vater und die Kirche Christi verraten – und dieser Verrat dauert noch an, und schlimmer, diese
Leute verfolgen die Katholiken, die dem Papst die Treue halten.