Heute – am Hochfest der Unbefleckten Empfängnis – ist der deutsche Dogmatiker und Mariologe im Alter von 85 Jahren gestorben. Requiescat in Pace.
(kreuz.net, Köln) Der Kölner Kardinalerzbischof Joachim Meisner gab den Tod von Leo Kardinal Scheffczyk
zu Beginn des Hochamtes von Mariä Empfängnis im Kölner Dom bekannt:
„Vor wenigen Stunden ist der große
deutsche Theologe Leo Kardinal Scheffzyk in München gestorben. Er hat ein großes Buch über Maria geschrieben.
Wir wollen ihn jetzt in unser fürbittendes Gebet hineinnehmen. So geht es in der Kirche wie in einer
großen Familie: Sterben und Neugeburt. Wir wissen uns alle in Gottes Hand.“
Kardinal Scheffczyk wurde
am 21. Februar 1920 in Beuthen geboren. Beuthen liegt in Oberschlesien, das nach dem Zweiten Weltkrieg
Polen zugesprochen wurde.
Nach seiner Kindheit in Oberschlesien studierte der spätere Kardinal von 1938
bis 1941 an der Universität Breslau katholische Theologie. Ab Oktober 1945 begann die Vertreibung der
deutschen Schlesier durch die sowjetischen Besatzungstruppen von Josef Stalin.
Der junge Seminarist verlor
seine Heimat und schloß sein Studium nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1947 im bayerischen
Freising ab.
Am 29. Juni desselben Jahres wurde Leo Scheffczyk dort für das Erzbistum Breslau, das inzwischen
unter polnischer Verwaltung stand, zum Priester geweiht. 1999 inkardinierte er sich in die Erzdiözese
München und Freising.
Von 1948 bis 1951 wirkte er als Subregens am Priesterseminar an der Philosophisch-Theologischen
Hochschule in Königstein im Taunus im deutschen Bundesland Hessen.
Seine Dissertation verfaßte er über
die „Geschichte der Religion Jesu Christi“ von Friedrich Leopold Graf von Stolberg († 1819).
Scheffczyk
habilitierte 1957 über das Mariengeheimnis in Frömmigkeit und Lehre der Karolingerzeit beim berühmten
Dogmatiker Michael Schmaus († 8. Dezember 1993) in München.
1959 wurde er zum Ordinarius im Fach Dogmatik
an die Katholisch-Theologische Fakultät Tübingen berufen. Sechs Jahre später trat er die Nachfolge
von Professor Schmaus an der Universität München an.
Der spätere Kardinal lehrte bis zu seiner Emeritierung
im Jahr 1985 als Professor für Dogmatik in München.
Aufgrund seiner theologischen Qualifikationen wurde
er 1970 zum Berater der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz berufen und nahm diese Aufgabe
bis 1985 wahr.
1976 wurde er zum Päpstlichen Ehrenprälaten ernannt.
Von 1983 bis 2001 wirkte er als
Berater des Päpstlichen Rates für die Familie.
Leo Scheffczyk wurde am 21. Februar 2001 von Papst Johannes
Paul II. wegen seiner theologischen Verdienste zum Kardinaldiakon ernannt. Kardinal Scheffczyk – der nicht
zum Bischof geweiht wurde – war zu diesem Zeitpunkt schon 81 Jahre alt.
Sein Wahlspruch aus dem Epheserbrief
lautete: „Evangelizare investigabiles divitias Christi“ – zu Deutsch: „Den unergründlichen Reichtum Christi
verkünden“.
Kardinal Scheffczyk verfaßte über 80 Bücher und zahllose Artikel. Viele der Texte sind
auf seiner Homepage abrufbar.
Im Oktober 1999 profilierte sich Professor Scheffczyk als scharfer Kritiker
der ‘Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre’, die damals im bayerischen Augsburg unterzeichnet
wurde.
Die ‘Gemeinsame Erklärung’ kam zum Schluß, daß ein „Konsens in Grundwahrheiten der Rechtfertigungslehre“
zwischen der Katholischen Kirche und Vertretern der Lutheraner erreicht worden sei.
Der spätere Kardinal
nannte das Dokument einen „Pyrrhussieg auf Kosten der Wahrheit“.
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48 Lesermeinungen
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#48 28.IX-28.X 10:27:48 | Montag, 19. Dezember 2005
Gerichte… Schon nach dem I.WK wollten die Sieger die Besiegten (Deutschland,Österreich) richten. Allerdings,
gaben sich die Nachkriegsregierungen Deutschlands nicht ab, und verweigerten jegliche Teilnahme an solchen
Schauprozessen und lieferten KEINE Deutschen an die Sieger aus.
@Benedikt: strafrechtliches Rückwirkungsverbot Heger: Das ist nun, verzeihen Sie, nicht einmal mehr höherer
Blödsinn. Was objektives Unrecht ist, ist damit noch längst nicht auch schon strafbar. Benedikt: Das
denken aber nur Sie. Nein, das Rückwirkungsverbot im Strafrecht ist völkerrechtlich und war das schon
im Römischen Recht: „Nullum crimen sine lege!“ und „nulla poena sine lege!“. Benedikt: Dieser Grundsatz
ist sowohl Grundlage der Nürnberger als auch der Mauerschützenprozesse gewesen. Daß sowohl die Nürnberger
Prozesse als auch spätere bundesdeutsche Strafjustiz das Rückwirkungsverbot offen bzw. klammheimlich
und scheibchenweise mißachtet haben tut überhaupt nichts zur Sache. Benedikt: Was ich hier vorgebracht
habe ist die Argumentation des Bundesverfassungsgerichts. Und was ist diese Argumentation? Benedikt: Lesen
Sie dazu auch Art 20 III GG, wo es heißt, dass die Rechtsprechung an RECHT und Gesetz gebunden ist. Wenn
diese Begriffe deckungsgleich wären, dann hätte man „Recht“ weglassen können. Selbstverständlich sind
Recht und Gesetz nicht deckungsgleich. Gesetze sind mitunter grobes Unrecht, wie zum Beispiel das vom
Bundesverfassungsgericht abgesegnete Abtreibungsgesetz. Aber was hat das mit einer Berechtigung zu tun,
das Rückwirkungsverbot im Strafrecht auszuhebeln? Im übrigen das strafrechtliche Rückwirkungsverbot
ist im GG verankert (Art. 103 Abs. 2 GG). MfG Christoph Heger
#44 Benedikt 22:50:04 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
@ Dr. Heger Das ist nun, verzeihen Sie, nicht einmal mehr höherer Blödsinn. Was objektives Unrecht ist,
ist damit noch längst nicht auch schon strafbar. Das denken aber nur Sie. Dieser Grundsatz ist sowohl
Grundlage der Nürnberger als auch der Mauerschützenprozesse gewesen. Was ich hier vorgebracht habe ist
die Argumentation des Bundesverfassungsgerichts. Lesen Sie dazu auch Art 20 III GG, wo es heißt, dass
die Rechtsprechung an RECHT und Gesetz gebunden ist. Wenn diese Begriffe deckungsgleich wären, dann hätte
man „Recht“ weglassen können. Natürlich gab es damals noch kein GG, aber die Praxis von der Gültigkeit
eines obj. Rechts wurde damals entwickelt. Der Grundgedanke ist, dass davon ausgegangen wird, dass es
Taten gibt, deren Unrechtsgehalt jedem zu erkennen möglich gewesen wäre. Das lässt sich nur für ganz
klare Rechte wie das Recht auf Leben behaupten, und dass man niemanden bloß wegen seiner Rasse einfach
töten darf. Das Rückwirkungsverbot ist in sofern nicht tangiert. Sie reißen so viele Themen plakativ
im Sinne der re-edukativen political correctness an Ich bin gegen pol. cor., aber auch dagegen, pauschal
alle Dinge zu verwerfen, nur weil sie der pol. cor. entsprechen. Der dt.-am. Krieg ist nicht durch dt.
Kriegserklärung entstanden, sondern durch kriegerische Akte der USA ohne vorherige Kriegserklärung.
Rüstungslieferungen sind mW keine Kriegshandlungen.
@Benedikt Aber Verehrtester, Sie reißen so viele Themen plakativ im Sinne der re-edukativen political
correctness an, daß ich mich nicht allen zuwenden kann. Es genüge das folgende. Ob es dafür [nämlich
für die aufgrund von „Strafgesetzen“ mit rückwirkender Geltung urteilende Tribunal der Siegermächte
des 2. Weltkriegs] eine geschriebene Norm gab ist irrelevant, wenn es sich um objektives Recht handelt.
Das ist nun, verzeihen Sie, nicht einmal mehr höherer Blödsinn. Was objektives Unrecht ist, ist damit
noch längst nicht auch schon strafbar. Das Rückwirkungsverbot der Strafgesetzgebung ist notwendiger
Grundsatz jeder akzeptablen Verfassung und Völkerrechtsgrundsatz. Wenn Sie ganz positivistisch vorgehen,
dann MÜSSEN Sie auch den Schwangerschaftsabbruch akzeptieren. Wollen Sie das? Ich muß überhaupt kein
Unrecht akzeptieren – weder strafbares noch nicht strafbares. Ich muß lediglich akzeptieren, daß Abtreibungen,
die in Zeiten ihrer Straflosigkeit begangen werden, nicht mehr nachträglich strafbar gemacht werden können.
Sehr wohl kann ich vom Staat das Minimum an Rechtsstaatlichkeit verlangen, daß er die Möglichkeit strafloser
Tötung wieder abschafft. MfG Christoph Heger P.S. Der deutsch-amerikanische Krieg ist nicht durch deutsche
Kriegserklärung entstanden, sondern durch kriegerische Akte der USA ohne vorherige Kriegserklärung.
#42 Benedikt 19:38:30 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
@ Dr. Heger Erst die Siegerjustiz nach dem zweiten Weltkrieg hat dann sogar „Strafurteile“ gegen einzelne
Personen gefällt. Wäre es ein „normaler Krieg“ ie der erste WK gewesen, dann hätte es diese Prozesse
nicht gegeben. Aber das, was sich nach 1933 in Deutschland ereignet hat musste abgeurteilt werden. Ob
es dafür eine geschriebene Norm gab ist irrelevant, wenn es sich um objektives Recht handelt. Jedem Handelnden
war es klar, dass die Handlungen objektiv Unrecht waren. Wenn Sie ganz positivistisch vorgehen, dann MÜSSEN
Sie auch den Schwangerschaftsabbruch akzeptieren. Wollen Sie das? welche Friedensangebote das Deutsche
Reich tatsächlich gemacht hat, bevor der Krieg gegen Polen Ach also bitte, Hitler wollte den Krieg. „Ich
hoffe nur, dass mir nicht irgendein Schweinehund ein Friedensabkommen vorschlägt“ – Zitat Hitler. Lesen
Sie doch das Hoßbach-Protokoll, da steht genau drin, was Hitler vorhatte. Nachdem er jahrelang nehmen
konnte, was ihm gefiel, hatte er mit Polen einfach das Spiel überreizt. Wieso soll das Deutsche Reich
am Krieg mit den USA „schuld“ sein Tja, die Kriegserklärung stammt aber von Hitler und zeigt zweifelfrei
den fortschreitenden Wahnsinn des kranken Hirns.
@Benedikt: Kriegsschuldfrage Im Gegensatz zum I. Weltkrieg gibt es beim II. WK keine Diskussion über
die Schuldfrage Das ist in anderer Weise zutreffend, als Sie wohl meinten. Ja, es gibt darüber (praktisch)
keine Diskussion, und die Bezweiflung der deutschen Alleinschuld wäre auch um ein Haar mit dem Segen
des Bundesverfassungsgerichts als „Volksverhetzung“ strafbar geworden. Aber das heißt ja nicht, daß
eine Diskussion darüber sehr nötig wäre. Diese Diskussion müßte verschiedene Punkte betreffen. 1.
Was heißt überhaupt Kriegsschuld? Bis zu dem famosen „Frieden“ von Versailles war es unbestrittenes
Recht eines souveränen Staates, Streitfragen nötigenfalls mit Krieg zu entscheiden. (Dieses Recht nehmen
sich in unserer Zeit die USA, Israel, die Türkei und wohl noch einige andere mehr.) Erst die Siegerjustiz
nach dem zweiten Weltkrieg hat dann sogar „Strafurteile“ gegen einzelne Personen gefällt. 2. Wo bleiben
eigentlich die Akten der Siegermächte des zweiten Weltkriegs. Ich möchte doch mal sehen, welche Friedensangebote
das Deutsche Reich tatsächlich gemacht hat, bevor der Krieg gegen Polen zu einem allgemeinen europäischen
Krieg wurde. Es wird ja einen Grund geben, weswegen man Rudolf Heß verschwinden lassen mußte. 3. Wieso
soll das Deutsche Reich am Krieg mit den USA „schuld“ sein, den unzweifelhaft die USA gewollt und begonnen
haben? usw. Mit anderen Worten: Der Krieg hatte nach aller Lebenserfahrung viele Väter. MfG Christoph
Heger
#40 zwobbel 13:24:01 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
Geschichte wird immer von den Siegern geschrieben. Die „Abneigung“ gegen alles deutsche ist leider auch
auf mancherlei Propaganga, Lügen und Greulmärchen der Sieger zurückzuführen. Schon während der 1.WK
war das Mode bei denen. Was die Polen betrifft so muß man zur Kenntnis nehmen, daß bereits kurz nach
der Wiedererrichtung des poln. Staates durch den deutschen Kaiser (zum Dank?) die Polen darauf scharf
waren deutsche Gebiete zu okkupieren. Warum wohl hätten sich sonst gleich nach dem 1.WK sog. Freikorps
bilden müssen um im Osten die territotiale Integrität des Reiches zu sichern? Es gab bis zum 1.9.39
unzählige Übergriffe von Polen gegen Deutsche.
@Sulpicius: Plan eines Genozidverbrechens Soweit ich informiert bin, war die Vertreibung der ostdeutschen
Bevölkerung (Umvolkung) ein Plan der Alliierten bei den Konferenzen von Teheran, Jalta und Potsdam. Oder
und Neiße als neue Grenze Deutschlands nach gewonnenem Krieg war schon 1939 britisches Kriegsziel. Ich
verweise dazu auf Andreas Hillgruber, Zweierlei Untergang. Ich glaube nicht, daß die Briten 1939 so naiv
waren zu glauben, eine solche enorme Grenzverschiebung ließe sich ohne Maßnahmen durchführen, die nach
dem 2. Weltkrieg als Genozidverbrechen eingestuft wurden. Also an Verbrechen im und nach dem 2. Weltkrieg
waren keineswegs nur die Diktatoren Hitler und Stalin schuldig. MfG Christoph Heger
#37 virOblationis 15:12:06 | Samstag, 10. Dezember 2005
„polnische Teilung“ Der 2. Weltkrieg begann mit dem Krieg gegen Polen, und diesen haben zwei geplant,
nicht einer allein: Hitler und Stalin. Letzterer war nur so klug, seine Soldaten einige Zeit zurückzuhalten,
so daß das NS-Regime vor aller Welt als alleiniger Verursacher des Krieges erschien.
#36 28.IX-28.X 14:13:08 | Samstag, 10. Dezember 2005
Geschichtsklitterung! Lieber Benedikt. Was Sie als Geschichtsklitterung meinen, betrift im Vollen und
Ganzen Sie selbst. Ich habe mich zu Ursachen des 2WK recht umfangreich informiert. Ich will das Hitlerregime
auf keinen Fall beschönigen, denn viel beschönigen gibt’s da nicht. Doch was ich im letzen Beitrag geschrieben
habe stimmt, und das habe ich auch begründet mit dem, was ich in Polen selber erfuhr. Meine nächste
Anmerkung ist, das es vor dem 01.09.1939 in deutschen Grenzgebieten zu Polen immer „ungebühliches“ Benehmen
seitens der Polen gab. Ein kleines Beispiel: bei uns in meiner Heimat gab es eine Siedlung, in der Deutsche
wohnten, die aus ihrer Heimat vertrieben worden, oder geflüchtet sind. und das wohlgemerkt: VOR 01.09.1939.
Das ist KEINE Geschichtsklitterung, das sind TATSACHEN!!!
#35 Athanasius 03:15:33 | Samstag, 10. Dezember 2005
Und… …trotz der Geschichte der Völkerverbrechen von der Polnischen Volksrepublik und der Sowjet-Union,
doch noch einmal zurück zum Thema: Leo Kardinal Scheffzyck. Requiescat in pace! Amen.
Relation Zitat Elendstersünder : Das gottlose, nationalsozialistische Terrorregime hat den Krieg begonnen.
Alle die gottlosen *istischen Regime zusammen haben den Krieg begonnen, weil WK2 begann bereits mit WK1
und ohne Versaille kein WK2! Churchill erfand den Vorläufer des KZ im Burenkrieg übrigens. Aber das
ist mit gehirngewaschenen Piefkes nun wirklich nicht zu diskutieren denn die glauben ja die ganzen Lügen
vom Freidenker-Terrorregime das 1945 zwei Japan-Großstädte mit der A-Bombe plattgemacht hat und viele
andere –- inklusive Tokyo –- mit „konventionellen“ (Brand-) Bomben ausgelöscht hat, wie natürlich in
Deutschland usw ebenfalls. Bomben auf Paris nicht zu vergessen. Und die „hauseigenen“ US-Japaner haben
sie ins Lager gepfercht… Für die anschließende Vertreibung ist das gottlose, bolschewistische Terrorregime
verantwortlich. Also weder Deutsche noch Polen oder Russen. Ja wir leben eben im Zeitalter der gottlosen
Terrorregime. Das Zeitalter der „Aufklärung“ ist das Zeitalter der Abkehr von Gott und der staatlich-industriellen
Genozide und Massenmorde. Heute haben wir den Babycaust und bekommen hässliche Mega-Mahnmale in die Hauptstädte.
Tun so als ob der Massenmord in unsren Kinderschlachthäusern nicht stattfinden würde. DAS ist pervers.
Mit dem Finger aus die Alten zeigen und dabei im Blut waten… Ohne Gott ist alles möglich sagte der
bekannte Russe.
@ Brandenburgis Entschuldigen Sie bitte vielmals, dass ich mich ihrem „Lehramt“ nicht unterwerfe. Ich
habe keine allzu große Lust, in einer vollständig selbst konstruierten Welt zu leben und habe mich daher
für die Realität entschieden.
#31 Sulpicius 15:38:40 | Freitag, 9. Dezember 2005
Alliierten Und es sind genau diese Herrschaften, die sich heute so scheinheilig gegen „ethnische Säuberungen“
aussprechen und dafür auch einen europäischen Luftkrieg vom Zaun brechen… Also merke: nix Moral, handfeste
politische Absichten, je nachdem…
@ Sulpicius Richtig, und ich will das auch gar nicht. Was ich sagen will ist, dass sich Deutschland als
Verursacher und Besiegter des Krieges nicht wundern darf, dass einige nach dem Krieg eine gewisse Abneigung
gegenüber den Deutschen empfunden haben. Dass die Vertreibung natürlich auch Unrecht ist, darüber besteht
kein Zweifel. Ich würde das auch nie behaupten, da ich selber aus einer Familien von Vertriebenen (allerdings
aus Böhmen) stamme. Die Klage der Betroffenen ist auch zu 100% legitim. Es darf sich allerdings nicht
das Gefühl einstellen, dass die Deutschen die Opfer gewesen sein. Meine Oma hat immer gesagt: Der Benesch
war ein Schwein, aber dem Hitler haben wir das alles zu verdanken. So siehts nunmal aus.
#29 Brandenburgis 15:32:44 | Freitag, 9. Dezember 2005
@Benedikt Es ist erstaunlich, wie der Benedikt permanent plappert, ohne irgend etwas zu wissen, geschweige
denn zu verstehen. Ein echtes Phänomen und wohl nur augustinisch zu erklären.
#28 Sulpicius 15:24:48 | Freitag, 9. Dezember 2005
@Benedikt und 28. Soweit ich informiert bin, war die Vertreibung der ostdeutschen Bevölkerung (Umvolkung)
ein Plan der Alliierten bei den Konferenzen von Teheran, Jalta und Potsdam. Dies völlig unabhängig von
Schuld oder Nichtschuld bei Polen oder Deutschen. Außerdem wird ein Verbrechen nicht durch das andere
relativiert. Oder sind wir auch hier wieder beim europäischen Relativismus, Benedikt?
@ 28… Auf Ihre Geschichtsklitterung, aus der Sie lächerlicherweise auf ein mangelhaftes Geschichtswissen
bei mir schließen, gehe ich erst gar nicht ein. Nur soviel: Der Krieg wurde von Hitler schon in „Mein
Kampf“ Mitte der 20er geplant. Im Gegensatz zum I. Weltkrieg gibt es beim II. WK keine Diskussion über
die Schuldfrage, so schlimm das für uns Deutsche auch ist. Ihr Gerede über die polnischen Dörfer ist
prinzipiell Unsinn, ich wette, dass mindestens die dortigen Priester ermordet wurden. Nach dem Sieg über
Polen betrieb das Reich die systematische Ermordung der polnischen Intelligenz, zu der auch die Priester
gehörten. Über 10.000 Priester sind auf diese Weise ermordet worden. 20% Verluste müßte bedeuten,
daß in jeder polnischen Familie jemand dur den Krieg ums Leben kam. Ich kenne z.B. viele Dörfer in Polen
(nicht Schlesien) in denen nur einige Soldaten gefallen sind, sonst KEINER. Was für ein blödsinniges
und ahnungsloses Statistikdenken. Zu ihrer Info: In Polen wurden 3 Mio Juden ermordet, das waren 90% der
Juden dort. Es sind Großfamilien dort vollständig ausgelöscht worden, die ein oder andere Familie wird
dafür heilgeblieben sein. Jetzt ist ihre Statistik vollständig^^
Terrorregime Besser man sagt: Das gottlose, nationalsozialistische Terrorregime hat den Krieg begonnen.
Für die anschließende Vertreibung ist das gottlose, bolschewistische Terrorregime verantwortlich. Also
weder Deutsche noch Polen oder Russen.
#25 28.IX-28.X 14:18:19 | Freitag, 9. Dezember 2005
@Benedikt Ihr geschichtliches Wissen ist mangelhaft. Ich weiß aus Erfahrung, daß es an einer Sache niemals
nur einen Schuldigen gibt. Und genau ist es mit der Kriegsschuldfrage. Einfach zu behaupten, die Deutschen
sind am Krieg alleinschuldig, entspricht nicht den Tatsachen und zeugt von Ihrer Umerzogenheit nach dem
Kriege, die den Deutschen zuteil wurde. Es stimmt, daß die Deutschen während des Krieges in Polen sich
gelinde ausgedrückt nicht ehrenhaft benommen haben. Die Polen aber waren auch nicht nur Engelchen. 20%
Verluste müßte bedeuten, daß in jeder polnischen Familie jemand dur den Krieg ums Leben kam. Ich kenne
z.B. viele Dörfer in Polen (nicht Schlesien) in denen nur einige Soldaten gefallen sind, sonst KEINER.
Und es ist auch eine Tatsache, daß nach dem II- Weltkrieg mehr Deutsche umgekommen sind, als währenddessen.
Ihre Wissenskompetenz ist äußerst mangelhaft!!!
@ 28… Das deckt sich nicht mit meinen Informationen, soll aber hier auch nicht der Punkt sein. Ich habe
einfach zum Ausdruck bringen wollen, dass die Deutschen den Krieg begonnen und anschließend total verloren
haben. Den einzelnen Vertriebenen tröstet das nicht, und seine Trauer ist verständlich und berechtigt.
Auch seine Kritik ist berechtigt. Aber durch den allgemeinen (=historischen) Fokus betrachtet, kann sich
das Land an sich nicht beklagen. Wehe den Besiegten, so ist es ganz nüchtern betrachtet schon immer gewesen.
#22 Rudolphus 13:53:09 | Freitag, 9. Dezember 2005
Völkermord an den Deutschen Die Aufarbeitung dieses Themas ist fast zur Gänze aus sämtlichen Schulbüchern
gestrichen. Zahl und Ausbreitung des alten deutschen Gebietes ist der heutigen Generation vollkommen unbekannt.
Die Vertriebenenzahl beläuft sich womöglich gar auf 20 Millionen – nach dem Krieg wurden mehr Deutsche
ermordet als während des Krieges. Die polnischen Angaben sind falsch und stammen aus kommunistischer
Zeit.
#21 28.IX-28.X 13:49:07 | Freitag, 9. Dezember 2005
20% Veluste Das Mord ein Verbrechen ist, bestreitet hier niemann. Nur, die Polen zählen zu ihren Weltkriegsverlusten
auch z.B. den Bevölkerungsverlust…BRESLAUS!!! Ja, die haben die deutsche Bevölkerung Breslaus bis
1945 als Ploen bezeichnet!!!
Polen Die Vertreibung der ca. 15 Millionen Ostdeutschen war ein himmelschreiendes Unrecht. Die Ermordung
von 20% der polnischen Bevölkerung auch. Vae victis!
Vertreibung der Ostdeutschen Meine Mutter ist einige Jahre vor Ende des Krieges in Breslau geboren worden
und mußte bei Kriegsende alles zurücklassen und mit der Familie fliehen. In Breslau gab es nicht einmal
eine bedeutende polnische Minderheit. Breslau war eine rein deutsche Stadt. Die Vertreibung der ca. 15
Millionen Ostdeutschen war ein himmelschreiendes Unrecht. Wer vertriebene Schlesier als Polen bezeichnet,
ist entweder beschlagen oder durch die antideutsche Umerziehung schwerstens vergiftet.
#18 Brandenburgis 11:37:47 | Freitag, 9. Dezember 2005
„Hintergrund“ Schlesier sind keine Polen, waren es nicht und sind es auch heute nicht. Es heißt der P
C zum Opfer und in die Verwirrung fallen, wenn man anfängt, plötzlich bei Fragen der Anbstammung und
Herkunft von Hintergrund zu reden. Das ist wahrlich keine engelsgleiche Rede. Der hl. Thomas dreht sich
bereits im Grabe.
Wollen Sie hier auch noch die Frage der deutschen Ostgebiete besprechen? Doktor Angelicus schrieb: Erstens
war der Breslauer kein besonders herausragender Theologe und zweitens wäre er ohne seinen polnischen
Hintergrund… Na wenn er Breslauer war, dann war er also kein Pole! Man sollte soviel Pietät haben und
Schlesier nicht als Polen bezeichnen. Die meisten Schlesier fühlen sich dann nämlich beleidigt.
Doktor Angelicus: Das ewige Licht leuchte ihm! Wer ist Ihrer Meinung nach denn ein herausragender Theologe?
Welches bisher unerkannte Genie verbirgt sich denn hinter „Doktor Angelicus“? Kardinal Scheffczyk war
ein (fast) allseits anerkannter Theologe. Wer konnte da tatsächlich mit ihm mithalten?
Das ewige Licht leuchte ihm! Es tut mir leid für die Person L. Scheffczyk. Allerdings ist das große
Aufsehen um seine Person nicht ganz nachvollziehbar. Erstens war der Breslauer kein besonders herausragender
Theologe und zweitens wäre er ohne seinen polnischen Hintergrund wohl kaum von JP II. zum Kardinal kreiert
worden.
turk: Habe andere Informationen Da habe ich andere Meldungen gehört: mit der schriftlichen Ernennungsurkunde
zum Kardinal soll gleich auch ein „Formular“ beigelegt gewesen sein, wo er seinen Verzicht auf die Bischofweihe
kundtun sollte. So bescheiden, wie Scheffczyk war, hat er es tatsächlich auch getan. Ich habe den Kardinal
immer wieder einmal getroffen und zumindest für mich war er der bedeutendste deutschsprachige Theologe
des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Vor allem war er ein von tiefer Frömmigkeit geprägter Priester, der
durch und durch demütig war. Die Kirche im deutschen Sprachraum verliert einen der ganz großen Theologen.
Requiescat in Pace.
#12 Athanasius 09:26:59 | Freitag, 9. Dezember 2005
Requiescat in pace! Das ewige Licht leuchte ihm… Ab Oktober 1945 begann die Vertreibung der deutschen
Schlesier durch die sowjetischen Besatzungstruppen von Josef Stalin. Vor allem waren es aber polnische
Milize die die Deutschen austrieben oft mit viel Gewalt. Kardinal Scheffzyck war immer eine – wenn auch
oft recht stille – Stimme des Glaubens. Seine Kritik 1999 beweist dies noch mal. Es war nicht umsonst,
dass 1970-1976 er den antimodernistischen, später sedisvakantistischen (Bischof), Priester Günther Storck
in seinem Dienst behielt. Er ruhe in Frieden.
#11 Homo quidam 09:17:29 | Freitag, 9. Dezember 2005
Untersuchungen zur Schöpfungstheologie Das breite theologische Oeuvre des verewigten Kardinals ist noch
nicht ansatzweise erforscht. Ein Anfang ist gemacht mit der anspruchsvollen Promotionsarbeit von Pater
Martin Lugmayer „Untersuchungen zur Schöpfungstheologie bei Leo Scheffczyk“ (erschienen im Fe-Medienverlag)
Zur Frage der unterlassenen Bischofsweihe: Der Kardinal hatte in seiner Umgebung angedeutet, daß die
Entscheidung, die Konsekration nicht zu empfangen, an anderer Stelle getroffen wurde. Er war ein sehr
demütiger Priester.
Schwerer Verlust Wieder hat die Kirche einen der ohnehin nur mehr wenigen aufrechten Streiter für die
Sache des Herrn verloren. Wenigstens bleibt der Kirche sein geistiges und theologisches Erbe erhalten.
#8 Brandenburgis 23:57:51 | Donnerstag, 8. Dezember 2005
Stolberg Es sei daran erinnert, daß Friedrich Leopold Graf von Stolberg, über den der selige Kardinal
Scheffczyk promovierte, Konvertit und auch ein hochbegabter Dichter war, der sogar von Schubert vertont
wurde, u.a. in den Liedern „Stimme der Liebe“ (Meine Selinde!) und „Auf dem Wasser zu singen“ (Mitten
im Schimmer der spiegelnden Wellen).
Habe andere Informationen Was die heilige Bischofsweihe betrifft – man möge mich korrigieren – hat der
große Denker und Theologe Leo Kardinal Scheffczyk selbst auf den Empfang der Weihe verzichtet. Er sah
sich primär aus akademisch-wissenschaftlichen Verdiensten heraus ins Kardinalkollegium berufen. Ich denke
nicht, daß ein anderer Kardinal einem neu ernannten gegen das Kirchenrecht eine vorgesehene Bischofsweihe
„vermasseln“ kann. Gustaf Kardinal Joos hatte z. B. anders als Kardinal Scheffczyk entschieden und die
Weihe empfangen.
#5 st. polterer 23:10:31 | Donnerstag, 8. Dezember 2005
Ein Zweifaches 1. Ist es bezeichnend, daß die beiden Dogmatiker Schmaus und Scheffczyk am selben besonderen
Tag in den Himmel geboren sind. 2. Bleibt die Schande bestehen, daß – angeblich durch Intrigation von
Kardinal Lehmann – der Mann Gottes nicht zum Bischof geweiht wurde. R.I.P.
#3 bonifatius 22:58:19 | Donnerstag, 8. Dezember 2005
Er war ein Gottesgeschenk Gott, wir danken Dir, dass Du uns ihn viele Jahre geschenkt hast, diesen bescheidenen,
großen Kämpfer in Wort und Schrift für Dein Reich. Herr, nimm ihn auf in Deine Arme.
#2 Brandenburgis 22:57:52 | Donnerstag, 8. Dezember 2005
@Konrad Da muß ich leider widerprechen, möchte es aber aus Pietät und Achtung vor dem Verblichenen
nicht weiter ausführen. Er schaut nun, was er geglaubt hat.
Kardinal Scheffczyk ein ganz Großer, einer der Grössten in all seiner Bescheidenheit und Unbestechlichkeit.
Ein großes Zeichen der Vorsehung sein Heimgang am Hochfest der Immaculata. Wie kein anderer hat er gezeigt,
was nach dem Konzil Theologie sein kann und zu sein hat.